Klimawandel Es geht voran
Während beim Klimagipfel in Durban die Politiker noch streiten, haben Praktiker in aller Welt längst Lösungen gefunden.
Kolumbien: Ohne Abgase
Es war ein tollkühnes Projekt: Um die Jahrtausendwende entschied die Stadtregierung von Medellín, Seilbahnen zu bauen, bis hinauf in die Elendsviertel Santo Domingo und La Aurora an den Berghängen des Abburá-Tals. Die zweitgrößte Stadt Kolumbiens galt damals als der Welt gefährlichstes Pflaster. Der Drogenkrieg tobte. Noch 2009 übertraf die Mordrate von Medellín jene in amerikanischen Städten um das Zwanzigfache.
Und dann das: Die neue Metrocable vertrieb die Probleme – sozusagen Zug um Zug. Es verschwanden nicht nur die bewaffneten Drogensöldner. Es verschwanden auch Kleinbusse und Sammeltaxis, die sich zuvor in endlosen Kolonnen von den Bergen bis ins Tal gestaut und deren Abgase die Luft verpestet hatten.
Heute pendeln 30.000 Menschen täglich über neun Bahnhöfe in maximal fünfzehn Minuten ins Zentrum. Das Ticketsystem gewährt ihnen direkten Anschluss an die Metro der Stadt. Die Seilbahn als gleichsam menschen- wie klimafreundliches Nahverkehrsmittel: Bis zur Einführung der Metrocable war diese Idee weltweit ohne Beispiel.
»Wir wussten nicht, ob es gelingt«, sagt Miguel Melo Ruales, Planungsdirektor der Metro Medellín, »aber wir hatten zu viele Minibusse auf den Straßen und in den Bahnen kaum noch Fahrgäste. Wir mussten etwas probieren.«
Zu Hilfe kam den Seilbahnplanern das oft als wirkungslos gescholtene UN-Konzept zum Klimaschutz durch Emissionshandel: Durch jene 20.000 Tonnen CO₂, die das Seilbahnsystem pro Jahr nachweislich spart, kann Medellín Emissionszertifikate verkaufen – und das garantiert der Stadt die nötigen Einnahmen zum Betrieb und Ausbau auf künftig sechs Linien.
Doch die Geschichte vom Klimawandel in Medellín geht noch weiter – oben auf den Bergen, wo nun Bahnhöfe die Namen einst illegaler Siedlungen tragen: Santo Domingo, Vallejuelos, La Aurora.
»Solche planlos gewachsenen Orte haben plötzlich eine Mitte«, schwärmt der städtische Sozialplaner Juan Álvaro González. Er führt über einen Markt rund um die Seilbahnstation und durch ein Internetcafé in ihrem Innern. Die Kriminalitätsrate sei – begünstigt durch Infrastruktur- und Sozialmaßnahmen – auf beinahe null gesunken. Vandalismus komme praktisch nicht vor. »Unsere verlässlichsten Sicherheitskräfte«, sagt González, »sind unsere Fahrgäste.«
Medellín wird derweil zum Vorbild. Auch in Panama City, Caracas und Rio de Janeiro sollen künftig Klimaschutzerlöse aus einer Seilbahn Teile der Stadtentwicklung finanzieren. Es ist eine bestechende Idee. Tollkühn ist sie längst nicht mehr. Patrick Benning
Billig wie Kohle
Gerade mal zwei Prozent seines Stroms gewinnt Australien aus Sonnenlicht, mehr als neunzig Prozent dagegen aus fossilen Brennstoffen – vor allem aus Kohle. Höhere Pro-Kopf-Emissionen des Klimagifts CO₂ gibt es denn auch in keiner anderen Nation der Welt. Trotzdem treten die Australier auf der Weltklimakonferenz in Durban einigermaßen selbstbewusst auf. Der Grund: Vor wenigen Tagen schnürte die Labor-Regierung ein erstes umfangreiches Klimaschutzprogramm.
Danach wird Australien von 2012 an einen Fixpreis für Kohle einführen und den Rohstoff damit künstlich verteuern. Von 2015 an soll es ein Emissionshandelssystem geben; und bis 2020 will das Land 20 Prozent seines Stroms aus Sonne, Wasser, Wind oder Biomasse erzeugen.
Das klingt ehrgeizig, ist es aber nicht. Schon seit Jahren arbeiten australische Wissenschaftler daran, Solarstrom so billig zu machen wie Kohlestrom. Beispielsweise Kylie Catchpole, die an der Australian National University in Canberra eine Methode entwickelt hat, mit der hauchdünne Solarzellen noch leistungsfähiger werden. Ihre Zellen kommen mit hundertmal weniger Halbleitermaterial aus. Das senkt die Kosten, hat aber den Nachteil, dass weniger Licht eingefangen wird. Catchpoles Lösung: Beschichtet man eine Solarzelle mit winzigen Silberpartikeln, steigt die Lichtausbeute um 33 Prozent. Die Mehrkosten seien verschwindend gering, sagt die Forscherin: »Das Glas der Solarzelle ist teurer als das Silber.« Die Methode gilt als derart revolutionär, dass das amerikanische MIT 2010 sie in die Liste jener zehn Technologien aufnahm, die die Welt verändern könnten.
Ähnlich bahnbrechende Forschungsarbeit hat auch das Wissenschaftler-Ehepaar Sylvia und Gavin Tulloch geleistet. Mit ihrer Firma Dyesol erfanden sie einen Farbstoff, den man auf Glas, Stahl oder Plastik pinseln kann und der Strom erzeugt – so wie ein grünes Blatt, das Sonnenlicht in Energie verwandelt. Schon in wenigen Jahren will der indische Konzern Tata großflächig Stahldächer mit der Strom erzeugenden Farbe produzieren.
Der Strompreis in Australien ist übrigens so hoch, und importierte Solarpanele sind so billig, dass der australische Photovoltaik-Verband gerade stolz verkündete: »Rein rechnerisch ist das Ziel, Sonnenstrom billiger als Kohlestrom zu machen, längst erreicht.« Vera Sprothen
Gute Geschäfte
Für Amerikas Solarindustrie sind die Zeiten nicht gut: In Washington zweifeln Politiker am Klimawandel und damit am Sinn erneuerbarer Energien, mit dem Wirtschaftsabschwung sinkt die Nachfrage nach neuen Anlagen, zuletzt ging die mit einem Staatskredit von einer halben Milliarde Dollar geförderte Photovoltaik-Firma Solyndra Pleite. Nur einer der größten Konzerne der Welt scheint unbeeindruckt: General Electric (GE) kündigte gerade an, in Colorado ein neues Werk für Solarmodule zu errichten. 600 Millionen Dollar soll das Engagement kosten; die neue Produktionsstätte wird die größte Photovoltaikfertigung der USA.
Lange war der Siemens-Rivale vor allem für den Bau konventioneller Kraftwerke bekannt. Dann entdeckte GE-Chef Jeffrey Immelt die Umwelttechnologien als Wachstumstreiber. Inzwischen ist der Konzern die Nummer zwei auf dem Weltmarkt für Windturbinen. Mit der Fabrik in Colorado soll jetzt auch der Solarmarkt aufgerollt werden, der in den USA noch in den Kinderschuhen steckt.
Überraschend ist dabei die Technologie, die der Konzern wählt. Das Unternehmen will Cadmium-Tellurid-Module herstellen, die herkömmlichen Siliziumzellen in puncto Leistung bisher unterlegen waren. »Die größte Herausforderung im Solarbereich ist der Preis«, sagt Victor Abate, Vizechef von GEs Sparte für alternative Energieerzeugung. »Jeder Prozentpunkt mehr Effizienz bedeutet eine Reduzierung der Kosten um zehn Prozent.«
Der Leistungsgrad der Zellen bemisst sich nach dem Anteil der Sonneneinstrahlung, die in Strom verwandelt wird. General Electrics CadTel-Zellen erreichen einen Leistungsgrad von 12,8 Prozent, das wäre gegenüber der bisher branchenüblichen Leistung von etwa elf Prozent ein neuer Rekord. Es bahnt sich also ein Wettbewerb um die beste Technologie an – was Steven Cohen, Umweltexperte an der New Yorker Columbia University und Leiter des Earth Institute, für ein sehr positives Zeichen hält: »So wird die Solartechnologie erschwinglich für ein immer breiteres Publikum.«
General Electric geht dabei davon aus, dass Strom mehr und mehr dezentral produziert wird. Solarstrom werde in absehbarer Zeit billiger als konventioneller Strom sein, damit sei es auch attraktiver, sich eine eigene Anlage aufs Dach zu montieren, meint GE-Forschungsdirektor Mark Little. »Irgendwann wird jedes Heim und jeder Betrieb Energie erzeugen und speichern«, ist auch Steven Cohen überzeugt.
Für den Experten ist der Einstieg von GE in die Solarproduktion ein wichtiges Zeichen: »Das ist das Signal, dass dieses Geschäft nicht wieder verschwinden wird.« Heike Buchter
Grünes Netz
Starkes Wirtschaftswachstum braucht zusätzliche Energie, und mehr Strom benötigt mehr Leitungen: Das gilt vor allem, wenn der Bedarf zu erheblichen Teilen aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden soll und weit entfernt von den Industriezentren erzeugt wird. Das sind die Herausforderungen, vor denen China steht.
Schon jetzt ist das Land der größte Stromverbraucher der Welt – und innerhalb der nächsten 25 Jahre wird sich der Bedarf voraussichtlich noch einmal verdreifachen. 2020 will China 15 Prozent seiner Energienachfrage aus Sonne, Wind oder Wasserkraft decken; jährlich sollen allein Windkraftanlagen mit der Leistung von 20 Atomkraftwerken gebaut werden. Ein großer Teil des Stroms wird dann im Westen und Norden Chinas erzeugt, während die Energienachfrage im Zentrum und im Osten am größten ist. Die Folge: Strom muss bis zu 3.000 Kilometer weit transportiert werden – und dafür reichen gegenwärtig die Leitungen nicht.
Also wird gebaut, und zwar das, was die Chinesen ein »starkes und smartes Stromnetz« nennen. In den nächsten fünf Jahren will die staatliche Stromleitungsgesellschaft umgerechnet 183 Milliarden Euro investieren – über 36 Milliarden pro Jahr. Dabei sollen Millionen Haushalte sogenannte intelligente Stromzähler bekommen, mit denen ein energiesparender Verbrauch leichter gemacht wird. Außerdem sehen die Planungen vor, überall im Land Ladestationen für Elektroautos einzurichten.
Bis 2020 – nach Investitionen von weiteren 180 Milliarden Euro – soll die chinesische Stromversorgung fast komplett modernisiert sein. Das »intelligente« Netz soll dann auch in der Lage sein, mehr Strom aus Wind und Sonne in das System zu integrieren und so die Abhängigkeit von der Kohleverstromung zu vermindern, auf die bislang rund 70 Prozent der Stromerzeugung entfällt.
Hinter den milliardenschweren Investitionen in ein »smartes« Netz steckt aber nicht nur der Wunsch, für ein ungestörtes und weniger klimaschädliches Wirtschaftswachstum zu sorgen. Das Wirtschaftswunderland will überdies in einem weiteren Technologiesektor vorankommen und dort über kurz oder lang weltweite Standards setzen. Klar, dass von dem Geld, das Chinas Regierung in den Energiesektor steckt, in erster Linie chinesische Firmen profitieren. Kritik an den Pekinger Plänen gibt es nur verhalten. Bürgerinitiativen gegen Strommasten und Stromleitungen? In China haben die meist keinen Erfolg. Difan Feng
Autarke Dörfer
Himmelsberg war bislang für seine prächtige, 700 Jahre alte Sommerlinde bekannt. Neuerdings aber macht sich das hessische Örtchen auch als Solardorf einen Namen. Nomen est omen, schließlich sollen Strom und Wärme dort bald ausschließlich von oben kommen: aus Sonnenkraft.
Der Plan macht Himmelsberg zum Vorreiter – unter Vorreitern. Denn nicht nur das Dorf im Burgwald, sondern gleich der gesamte Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinen rund 250.000 Einwohnern hat sich vorgenommen, seine Energieversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbare Quellen umzustellen. Schon bis zum Jahr 2040 soll das gelingen und damit deutlich schneller als im Bund. Mehr noch: Bis 2050 will man an der Lahn alle CO₂-Emissionen vollständig herunterfahren. Um das zu erreichen, werden die Menschen im Landkreis auch ihre Ernährungs- und Mobilitätsgewohnheiten ändern und anders wirtschaften müssen.
Ein ambitioniertes Vorhaben, doch seit der Atomkatastrophe in Fukushima, sagt CDU-Landrat Robert Fischbach, falle sein Werben für ökologisches Wirtschaften auf fruchtbareren Boden – auch in der eigenen Partei. In einer Koalition mit Grünen und freien Wählern treibt Fischbach den Klimaschutz schon seit 2007 »als Chefsache« voran.
Seither werden kreiseigene Gebäude gedämmt oder mit Holzpellets geheizt, die erste Schule ist energieautark. Eine »Dachbörse« im Internet hilft, die Besitzer geeigneter Flächen für Photovoltaik mit willigen Investoren zu verkuppeln, und jedes Jahr gibt es eine Energiemesse. Auch Windkraftanlagen – geplant sind derzeit rund 60 neue – stoßen inzwischen auf weniger Widerstand. »Man muss den Leuten Probleme und Nutzen nur nahebringen«, sagt Fischer. »Das Zauberwort lautet: Kommunikation.« Und die funktioniert auf kurzen Wegen und mit vertrauten Nachbarn direkter und nachhaltiger als allein mittels abstrakter Broschüren.
Auch deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass beim Klimaschutz kommunal mittlerweile mehr geht als auf nationaler Ebene. Mehr als 100 deutsche Kommunen und Regionen haben sich dem vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien verpflichtet. Laut dem Dezentralitätsnetzwerk deENet repräsentieren sie immerhin 18 Millionen Einwohner und 27 Prozent der deutschen Fläche. Fördergelder aus dem Emissionshandel helfen ihnen bei der Wende. Seit 2008 profitierten 831 Städte und Gemeinden mit ihren Klimaschutzplänen von diesen Zuschüssen. 19 von ihnen wurden jüngst ausgewählt, »Masterpläne« für ihre komplette CO₂-Freiheit zu entwickeln. Darunter sind Großstädte wie Hannover, Osnabrück und Frankfurt. Aber auch Marburg-Biedenkopf hat Aussichten auf rund 800.000 Euro aus der Staatskasse.
Der Landkreis ist eher ländlich geprägt, doch Industriebetriebe wie die Schokoladenfabrik Ferrero oder zwei Eisengießereien erschweren den Klimaschutz auch dort. Angestachelt von der energetischen Aufbruchstimmung, träfen sich die Fachleute aus Firmen mit hohem Stromverbrauch aber neuerdings regelmäßig am »Effizienz-Stammtisch« und dächten zum Beispiel über ein gemeinsames Strom-Shopping nach, erzählt Gerold Kreuter von der Industrie- und Handelskammer. Womöglich produziere ein Unternehmen ja auch Prozesswärme, die ihm ein anderes abnehmen könnte. Man laufe »sogar mal mit dem Wettbewerber durch den Betrieb, um beim Energiemanagement voneinander zu lernen«, sagt der Verbandsvertreter. Allerdings, so Kreuter, seien die Pläne des Landkreises schon »sehr, sehr ambitioniert«.
Doch Robert Fischbach ist optimistisch, dass sie umgesetzt werden, nicht nur, weil Bürger sich für den Klimaschutz erwärmen. Es gebe auch ökonomische Motive. Immerhin 500 Millionen Euro pro Jahr müsse der Kreis für Energiekäufe aufwenden, sagt der Landrat. »Und wenn wir die nun selbst erzeugen, bleibt diese Wertschöpfung in der Region.« Christiane Grefe
Reis halbtrocken
Reis ist nicht nur das wahrscheinlich wichtigste Nahrungsmittel der Welt, es ist auch ein Klimakiller. Aus den Reisterrassen Südostasiens und den Reisfeldern Indiens oder Chinas strömt mit Methan ein Kampfgas erster Ordnung, dessen Zerstörungskraft nach Berechnungen des Weltklimarates IPCC 25-mal so groß ist wie die von Kohlendioxid.
Das Gas entsteht durch den Stoffwechsel von Sumpfbakterien und entspringt einer agrarischen Urwelt, wo Ochsen den Pflug durch den Schlamm ziehen, Frauen junge Reispflanzen ins modrige Wasser setzen und das Korn noch per Hand geerntet wird. In den kommenden Jahrzehnten werden noch mehr Menschen noch mehr Reis essen wollen, und damit wächst auch die Gefahr.
Mehr Reis, aber weniger Methan, heißt also das Ziel, das sich Forscher rund um den Globus gesetzt haben. Dabei ist man schon vorangekommen. In China wurde eine neue Anbaumethode entwickelt, die mehr als ein Drittel Methan einspart, indem sie den Bakterien das Wasser entzieht. Die Reispflanzen werden zwar noch in den sumpfigen Boden gepflanzt, aber zur Hälfte ihrer Wachstumszeit wird der Sumpf trockengelegt. Damit fehlt den Methanbakterien der Lebensraum.
Am Philippine Rice Research Institute in Maramag auf der philippinischen Insel Mindanao sind Forscher noch ein Stück weiter. Sie wollen auf den Anbau im Sumpf ganz verzichten. Reiskörner, so fanden sie heraus, können auch direkt in den Boden gesät werden, so wie bei anderen Getreidearten. Das notwendige Wasser bekommt der Reis dann erst, wenn er schon aufgegangen ist. Das verspricht ein schnelleres und üppigeres Wachstum, mehr Reis und – so die Forschungsergebnisse – mindestens 16 Prozent weniger Methan. Zusätzlich könnten die Treibhausgaswolken über den Reisfeldern Asiens noch durch einen anderen Dünger gedrosselt werden. Außerdem gibt es Reis-Arten, die mehr fruchtbare Halme bilden, auf denen mehr Reiskörner heranreifen. Auch das bedeutet mehr Reis und mindestens ein Viertel weniger Treibhausgas.
In China hat »halbtrockener« Reis die meisten Bauern überzeugt, vor allem, weil damit sehr viel Wasser eingespart werden kann, das in den meisten Reisanbauregionen immer knapper wird. Per Satellit wurde der Erfolg der neuen Methode erkundet. Changsheng Li von der Universität Durham kam dabei zu dem Schluss, dass der Methanausstoß der chinesischen Reisfelder um fast zwei Drittel gesenkt werden konnte. Und Reiner Wassmann, der am Internationalen Reisforschungsinstitut IRRI auf den Philippinen arbeitet, hat ausgerechnet, dass es nur etwa 1,20 Dollar kostet, eine Tonne Klimagas beim Anbau von Reis einzusparen – also nur einen Bruchteil dessen, was für die CO₂-Sparpakete in den Industrieländern ausgegeben wird.
Vieles ist freilich bislang nur Theorie. Einzig in China werden die Erkenntnisse aus der Reisforschung umfassend in der Praxis umgesetzt. In anderen Ländern Asiens ist vom klimafreundlichen Reisanbau dagegen noch nicht viel zu sehen. 70 Prozent der Reisfelder versinken weiterhin ganzjährig im Sumpf; 250 Millionen Reisbauern wollen auf ihre jahrtausendealten Traditionen nicht verzichten. Adsiak Wantayachiwa, der eine Reisfarm in der Nähe von Bangkok bewirtschaftet, sagt, was die meisten denken: »Die Mehrheit der Bauern will keine Veränderung.«
Vielleicht werden Wantayachiwa und seine Nachbarn allerdings demnächst zur Änderung gezwungen. Wenn wegen des Klimawandels der Monsun seinen Rhythmus verliert, bedeutet das weniger Regen und weniger Wasser für 39 Millionen Hektar Reisland in Asien. Damit würde der »halbtrockene« attraktiver. So seltsam es klingt: Ein verändertes Klima könnte auf den Reisfeldern für eine Entschärfung der Probleme sorgen – auf einigen jedenfalls. Wilfried Bommert
Besser pumpen
Die meisten Bewohner von Jataba, einem Dorf im Osten Gambias, hatten noch nie einen Wasserhahn gesehen. Entsprechend groß war die Neugier, als das erste Exemplar auf dem Dorfplatz aus der trockenen, roten Erde ragte. Der letzte Meter Leitung war verlegt worden, fortan floss das Trinkwasser. »40 Jahre lang haben wir gebettelt«, sagte Dorfbewohnerin Adja Sabel Sanvang, »jetzt ist es endlich soweit.« Die Menschen von Jataba sangen und tanzten.
Seit Ende vergangenen Jahres fließt das kostbare Nass aus einem Brunnen am Dorfrand, der von einer Pumpe angetrieben wird, die ihren Strom aus Sonnenlicht bezieht. Damit wurden gleich mehrere Probleme auf einmal gelöst: Jataba Trinkwasser ist nun sauber; der alte Brunnen, ein gemauertes Loch im Erdreich, war immer wieder durch Krankheitserreger verseucht worden, einige Menschen waren gestorben. Überdies wurde eine Brutstelle der Malaria übertragenden Anopheles-Mücke stillgelegt. Und außerdem müssen die Frauen von Jataba nun nicht mehr den ganzen Vormittag damit zubringen, zum Wasserloch zu gelangen.
Der neue Wasserhahn ist schließlich gleich da, mitten im Dorf, bei den Hütten.
Pa Osman Jarju, der im gambischen Staatsapparat für die Wasserversorgung zuständig ist, findet, das Geld der Europäer für den Brunnen sei eine Wiedergutmachung. Schließlich trügen die Industriestaaten eine Mitschuld an der Wassermisere des Kleinstaats: »Ihr seid doch verantwortlich für die Klimaerwärmung«, sagt der Beamte, »da ist es nur richtig, wenn ihr für die Folgen aufkommt.«
Gambia liegt am Atlantischen Ozean. Wegen der globalen Klimaerwärmung steigt der Meeresspiegel, wahrscheinlich deswegen gelangt Salzwasser in den Gambia-Fluss. Der aber ist die Lebensader und das Wasserreservoir des Landes. Weil ein Brunnen nach dem anderen versalzt, müssen die Menschen ihr Wasser aus tieferen Erdschichten holen. Das geht nur mit Pumpen. Mancherorts wurden dabei Dieselmotoren eingesetzt. »Aber das wäre doppelt unsinnig«, sagt Pa Osman Jarju. Denn erstens seien solche Motoren klimaschädlich. Und zweitens: »Wer kann sich hier Diesel leisten?« Niemand. Daher die Solarbrunnen.
Für den Brunnen in Jataba tragen nun die Frauen die Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass jede Familie monatlich knapp einen Euro beisteuert, davon sollen Reparaturen und Ersatzteile bezahlt werden. »Wir passen auf, ich versprech’s«, sagte Adja Sabel, als das erste Wasser floss. Die Frauen Jatabas drängten sich am Wasserhahn, die Solarpumpe pumpte, das Wasser plätscherte. Das Leben in Jataba war plötzlich sehr viel einfacher geworden. Manuel Özcerkes
- Datum 05.12.2011 - 06:39 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 1.12.2011 Nr. 49
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Zum Beispiel Deutschland:
Das Anliegen ist zwar nett, aber taugen die sog. "Energiedörfer" als Antwort auf die gegenwärtig anstehenden Fragen?
Was haben Mensdchen je anderes getan, als ihre Lebensbedürfnesse aus den natürlichen Ressourcen der zunächst näheren, und später auch ferneren Umgebung zu bedienen.
Ist das Heizen mit Feuerholz die Antwort - auch wenn das heute vornehm "Hackschnitzel" heißt.
Der Blick in die letzten 2, 3 Jahrhunderte Wirtschafts- und Forstgeschichte spricht doch ein klare Sprache.
Die Walderholung des 19. Jahrhunderts hat sehr viel damit zu tun, daß Feuerholz damals eben aufgehört hat, alleiniger Brennstoff zu sein - und andere Quellen die steigende Energienachfrage bedienten.
Nieschenlösung für den ländlichen Raum: ja
Wärmeversorgung urbaner Ballungen: völlig unmöglich ohne fossile Quellen.
(Die Autobranche meint ja sogar, daß es ein ausreichendes Angebot biogener Rohstoffe für synthetische Treibstoffe gäbe.)
Wenns teurer wird, dann ziehen wir eben wieder einen Pullover mehr an.
Wozu errichtet fortlaufend immer weiter schicke, und sommers wie winters üppig klimatisierte Shoppingmalls?
DAS scheint mir eher die Realität zu sein.
Eine kurzfristige Lösung. Es gibt bereits etliche Beispiele, wie man den afrikanischen Dörfern geschadet hat, indem neue Brunnen für immere tiefere Schichten gebaut wurden:
Der Grundwasserspiegel sinkt weiter ab, dadurch werden die Anbauflächen trockener, Ernten brechen ein. Das Gras wächst nicht mehr, das Vieh verdurstet.
Natürlich- man kann die Felder bewässern und neue, noch tiefere Brunnen bauen. Aber irgendwann ist Schluss, dann kommt gar kein Wasser mehr.
Und was bedeutet es, wenn zum ersten Mal ein frei zugänglicher Wasserhahn im Dorf ist, der schier endlos Wasser ausspuckt? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dies einen sparsamen Umgang mit Wasser fördert.
Und vielleicht zieht dieser Wasserhahn auch durstende Afrikaner aus Nachbardörfern an, es kommen noch mehr, der Wasserverbrauch steigt noch weiter an.
Ich muss bei diesem Beispiel einfach an das Tanaland aus dem Buch "Die Logik des Misslingens" von Dörner denken. Bitte, liebe Zeitredaktion, schreiben Sie in 5 Jahren einen Artikel, wie es diesem Dorf ergangen ist. Würde mich sehr interessieren.
das "Beispiel" aus Gambia ist aus hydrologischer Sicht tatsächlich wieder mal von keiner Fachkenntnis getrübt!
Mit Ihrer Kritik liegen Sie wohl richtig. Denn die Salzwasseringression in einen Süßwasserkörper hat zumeist den lokalen Mißbrauch des Grundwassers als direkte Ursache, obwohl auch Änderungen im küstennahen Strömungsregime in Frage kommen können.
Es wird unreflektiert hier mal wieder vom "KW" zu schwafeln, eigentlich ist es ärgerlich. denn der Fehler irgendwelche Pumpen ohne Handbetrieb aufzustellen ist schon länger bekannt, selbst der GTZ!
Natürlich ändert sich das Kleinklima, wenn unreflektiert und ungehemmt das gewinnbare Dargebot (alles was geht) anstelle des nutzbaren Dargebots (der durch die Neubildung aufgefüllte Anteil) entnommen wird...... Der Zustandsstörer ist dann aber nachgewiesen der Pumpenbetreiber, der so tatsächlich den lokalen hydologischen Kreislauf mit fatalen Folgen durcheinander bringt.
Schade das man im Artikel einen solchen Unfug lesen muß.
MfG Karl Müller
Wer sich mit der weltweiten Wasserknappheit beschäftigt, stößt schnell auf den Begriff des IWRM - des integrierten Wasserressourcen Managements.
Für mich ein typisches Modewort bzw. eine Worthülse die je nach Bedarf mit dem gewünschten Inhalt gefüllt werden kann. Im Kern stellt das Konzept die Frage - wieviel Wasser kann aus einem Flusssystem (River basin) dauerhaft entnommen werden und wie sollte die Verschmutzung der Gewäser geregelt werden, so dass sinnvolle Grenzwerte eingehalten werden.
Zumindest grob kann man die Idee so zusammenfassen - im Kern ist das Konzept einfach: Wer Abwässer in Flüsse einleitet verursacht Flussabwärts Probleme und wer Wasser aus Flüssen zur Bewässerung entnimmt, schränkt die Nutzungsmöglichkeiten der Wasserentnahme Flussabwärts ein.
Wasser ist eine Ressource die ordentlich verwaltet werden sollte - das ist die Kernbotschaft. Neben viel Kritik an dem Konzept trifft es hier den Kern des Problems:
Wasser ist (in vielen Gebieten) eine knappe Ressource.
Planlos Brunnen zu bohren - ohne die nachhaltige Tragfähigkeit zu kennen (Siehe Post von Herrn Müller) - verschiebt und verschlimmert das Problem. Es existeieren einfach externe Kosten - der Grundwasserspiegel sinkt, Meerwasser strömt ein, Bodenerosionen können verstärkt auftereten, Bäume sterben ab etc.
Wen die Bevölkerung mehr Wasser verbraucht, als es regnet, sinkt der Grundwasserspiegel. Das ist keine nachhaltige Lösung sondern Dummheit.
das "Beispiel" aus Gambia ist aus hydrologischer Sicht tatsächlich wieder mal von keiner Fachkenntnis getrübt!
Mit Ihrer Kritik liegen Sie wohl richtig. Denn die Salzwasseringression in einen Süßwasserkörper hat zumeist den lokalen Mißbrauch des Grundwassers als direkte Ursache, obwohl auch Änderungen im küstennahen Strömungsregime in Frage kommen können.
Es wird unreflektiert hier mal wieder vom "KW" zu schwafeln, eigentlich ist es ärgerlich. denn der Fehler irgendwelche Pumpen ohne Handbetrieb aufzustellen ist schon länger bekannt, selbst der GTZ!
Natürlich ändert sich das Kleinklima, wenn unreflektiert und ungehemmt das gewinnbare Dargebot (alles was geht) anstelle des nutzbaren Dargebots (der durch die Neubildung aufgefüllte Anteil) entnommen wird...... Der Zustandsstörer ist dann aber nachgewiesen der Pumpenbetreiber, der so tatsächlich den lokalen hydologischen Kreislauf mit fatalen Folgen durcheinander bringt.
Schade das man im Artikel einen solchen Unfug lesen muß.
MfG Karl Müller
Wer sich mit der weltweiten Wasserknappheit beschäftigt, stößt schnell auf den Begriff des IWRM - des integrierten Wasserressourcen Managements.
Für mich ein typisches Modewort bzw. eine Worthülse die je nach Bedarf mit dem gewünschten Inhalt gefüllt werden kann. Im Kern stellt das Konzept die Frage - wieviel Wasser kann aus einem Flusssystem (River basin) dauerhaft entnommen werden und wie sollte die Verschmutzung der Gewäser geregelt werden, so dass sinnvolle Grenzwerte eingehalten werden.
Zumindest grob kann man die Idee so zusammenfassen - im Kern ist das Konzept einfach: Wer Abwässer in Flüsse einleitet verursacht Flussabwärts Probleme und wer Wasser aus Flüssen zur Bewässerung entnimmt, schränkt die Nutzungsmöglichkeiten der Wasserentnahme Flussabwärts ein.
Wasser ist eine Ressource die ordentlich verwaltet werden sollte - das ist die Kernbotschaft. Neben viel Kritik an dem Konzept trifft es hier den Kern des Problems:
Wasser ist (in vielen Gebieten) eine knappe Ressource.
Planlos Brunnen zu bohren - ohne die nachhaltige Tragfähigkeit zu kennen (Siehe Post von Herrn Müller) - verschiebt und verschlimmert das Problem. Es existeieren einfach externe Kosten - der Grundwasserspiegel sinkt, Meerwasser strömt ein, Bodenerosionen können verstärkt auftereten, Bäume sterben ab etc.
Wen die Bevölkerung mehr Wasser verbraucht, als es regnet, sinkt der Grundwasserspiegel. Das ist keine nachhaltige Lösung sondern Dummheit.
wird es den Lebenstiel, an den wir uns so gewoehnt haben, nicht mehr geben. Die regenerativen Energien haben sicherlich das Zeug zu, die Menschheit vor dem Abstieg ins vorindustialisierte Zeitalter zu bewahren. Den Menschen aber glauben zu machen, dass es Alternativen gaebe, die es uns erlauben, ohne Oel, Gas und Kohle so weitermachen zu koennen wie die letzten 200 Jahre, ist reines Wunschdenken.
das "Beispiel" aus Gambia ist aus hydrologischer Sicht tatsächlich wieder mal von keiner Fachkenntnis getrübt!
Mit Ihrer Kritik liegen Sie wohl richtig. Denn die Salzwasseringression in einen Süßwasserkörper hat zumeist den lokalen Mißbrauch des Grundwassers als direkte Ursache, obwohl auch Änderungen im küstennahen Strömungsregime in Frage kommen können.
Es wird unreflektiert hier mal wieder vom "KW" zu schwafeln, eigentlich ist es ärgerlich. denn der Fehler irgendwelche Pumpen ohne Handbetrieb aufzustellen ist schon länger bekannt, selbst der GTZ!
Natürlich ändert sich das Kleinklima, wenn unreflektiert und ungehemmt das gewinnbare Dargebot (alles was geht) anstelle des nutzbaren Dargebots (der durch die Neubildung aufgefüllte Anteil) entnommen wird...... Der Zustandsstörer ist dann aber nachgewiesen der Pumpenbetreiber, der so tatsächlich den lokalen hydologischen Kreislauf mit fatalen Folgen durcheinander bringt.
Schade das man im Artikel einen solchen Unfug lesen muß.
MfG Karl Müller
zwei Jahrhunderten hat sich unser Wohlstand durch eine permanente Verschmutzung der Umwelt entwickelt. Uns geht es gut:
- empfohlene Temperatur- für Schlafzimmer 14 - 18 Grad Celsius
- Kühlregale und "Tiefkühlcontainer" in Supermärkten
- Kühl-/Gefrierschrank, Mikrowelle, Computer, Fernseher etc.
All diese Dinge hat uns die Industrie beschert. Wir sind glücklich damit.
Gibt es ein Interesse zu hinterfragen, mit welchen und auf welchen Kosten dies möglich ist?
Die energetische Entwicklung habe ich sehr gut zu Hause gesehen. Mein großvater hat ein Haus gebaut(eine Hälfte eines Doppelhauses). Damals, 1930, wurden beide Häuser zusammen bei einer Netzspannung von 220 V mit 12 A abgesichert. Bedeutet, beide Häuser zusammen durften gerade mal 2,6 kW gleichzeitig verbrauchen. Heute sind wir bei 3x220 V angelangt, nicht mit 12 A abgesichert, sondern mit 30 A.
Ich kenne auch keine Lösung dafür. aber eines ist mir klar:
Unser Wohlstand wird uns eines Tages auffressen.
Die vorgestellten Projekte sind ja sehr beeindruckend und unterstützenswert. Aber muß man deswegen CO2 ein "Klimagift" nennen. Alle Menschen, Pflanzen und Tiere sind aus diesem "Gift" gemacht. Wenn Astronomen nach Spuren des Lebens auf fremden Himmelskörpern suchen, dann suchen sie nach CO2, denn CO2 ist die Signatur des Lebens - auch auf diesem Planeten.
Man kann nur hoffen, dass solche Projekte auch dann umgesetzt werden können, wenn der übersteigerte Glaube an die angeblich hohe Klimawirksamkeit von CO2 in den nächsten Jahren wieder abebbt.
''Mit ihrer Firma Dyesol erfanden sie einen Farbstoff, den man auf Glas, Stahl oder Plastik pinseln kann und der Strom erzeugt – so wie ein grünes Blatt, das Sonnenlicht in Energie verwandelt.''
Das klingt ja wie magie wenn man es so formuliert.
Anders könnte man auch sagen: - '' Haben ein Farbstoff erfunden der das Photosynthetische Lichtsammelkomplex immitiert, und so nun in einer Photosynthetischen Solarzelle angewendet werden kann.''
Dyesol bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die Dyesentsitive Solar Cell, die mit einem TiO2-Film als Raktionszentrum aggiert, der Farbstoff stell nur die Lichtsammelkomplexe dar die zu dieser Solarzelle hinzufegügt werden müssen, und somit deren höhere Produktivität x30 erhäht.
Wenigstens war der 'Wie ein Blatt' ausdruck richtig.
Dyesol bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die Dyesentsitive Solar Cell, die mit einem TiO2-Film als Raktionszentrum aggiert, der Farbstoff stell nur die Lichtsammelkomplexe dar die zu dieser Solarzelle hinzufegügt werden müssen, und somit deren höhere Produktivität x30 erhäht.
Wenigstens war der 'Wie ein Blatt' ausdruck richtig.
Dyesol bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die Dyesentsitive Solar Cell, die mit einem TiO2-Film als Raktionszentrum aggiert, der Farbstoff stell nur die Lichtsammelkomplexe dar die zu dieser Solarzelle hinzufegügt werden müssen, und somit deren höhere Produktivität x30 erhäht.
Wenigstens war der 'Wie ein Blatt' ausdruck richtig.
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