Im November 1893 verkündet der Premierminister: "Leider sind wir bankrott"
Doch Law hat es wohl allzu rosig gesehen. Im November 1893 erklärt Premier Tricoupis zur Überraschung der Auslandsgläubiger im Athener Parlament: »Leider sind wir bankrott.«
Die Verblüffung in Europa ist groß. Man kann es nicht glauben, zumal die Zahlen die Pleite zu widerlegen scheinen. Denn zu dieser Zeit beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung zwar etwas mehr als 12 Pfund Sterling – in Italien aber sind es 16, in Großbritannien 17 und in Frankreich sogar 32 Pfund. Ebenso ist die Pro-Kopf-Steuerlast im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich.
Dennoch werden (privaten) Anleihebesitzern von der griechischen Regierung vorläufig nur 30 bis 50 Prozent des Nennwerts in Aussicht gestellt; ein »Vorschlag«, der nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland und Frankreich auf Empörung trifft. Diplomatischen Druck lehnt Deutschland indes ab, schließlich sei allen Investoren das Risiko bekannt gewesen. In England, das am meisten zu verlieren hat, wittert man Betrug. So vermutet die Times in einem Leitartikel: »Wenn es schon eine Insolvenz geben soll, dann hat Herr Tricoupis sich offenbar gedacht, sie in einem großartigen Ausmaß durchzuführen und in einer Weise, welche der griechischen Regierung einen komfortablen Überschuss lässt, der für amüsantere Dinge bestimmt werden kann als die gewöhnliche Tilgung von Schulden.«
Eine Einigung gibt es nicht. Griechenland stellt kurzerhand die Zahlungen ein. Charilaos Tricoupis tritt im Januar 1895 zurück, kann in der Parlamentswahl ein Jahr später keinen Sitz mehr erringen und stirbt kurz darauf in Cannes.
Der Krise ungeachtet zieht Griechenland im Frühjahr 1897 auch noch in einen Krieg gegen das Osmanische Reich. Er dauert nur wenige Monate und geht nicht gut aus: Thessalien wird besetzt, in Konstantinopel verlangt man Geld. Erneut reist Edward Law nach Griechenland. Ihm gelingt es, die türkische Forderung von zehn auf vier Millionen Pfund zu verringern.
Gemäß den Bestimmungen des Friedensvertrages wird eine internationale Finanzkommission mit Vertretern aus sechs Mächten in Athen installiert – und Law wird deren erster Präsident. Griechenlands Ansehen ist gründlich ruiniert. Law, spätestens nach der Hochzeit mit seiner geliebten Athenerin ein überzeugter Philhellene, versucht, zu retten, was zu retten ist. Tagsüber beschwichtigt er die Mitglieder der Kommission, die eine komplette Unterwerfung des Landes fordern, nachts redet er in stundenlangen Spaziergängen auf den griechischen Finanzminister ein, strengste Zahlungsdisziplin gegenüber den ausländischen Gläubigern zu üben.
Law hat Erfolg. Die Staatsschuld wird umstrukturiert, widerwillig duldet Griechenland die Einbeziehung alter Verbindlichkeiten aus der Zeit vor 1893. Vom Staatsüberschuss werden 60 Prozent je zur Hälfte für Zinsen und einen Amortisationsfonds verwendet. Im Mai 1898 tritt die Übereinkunft in Kraft, die vom Athener Parlament nach heftigen Diskussionen verabschiedet wird.
Griechenland hat an Souveränität eingebüßt, das Ausland regiert jetzt mit. Viele junge Griechen sehen kaum noch eine Perspektive und wandern aus. Dennoch schafft es das Land, dem Schiffbruch zu entgehen: Mittelfristig gelingt die Erholung, die Aktienkurse steigen, Athen gilt wieder als solvent. Und die Lage bleibt einigermaßen stabil – bis Europa 1914 kollektiv in den Abgrund springt.
Das aber sollte Edward Law nicht mehr erleben. In weiteren Ämtern und Missionen erfolgreich und 1898 zum Ritter geschlagen, stirbt er am 2. November 1908 in Paris und wird auf dem Friedhof in Athen beigesetzt. Heute trägt eine Straße in Griechenlands Hauptstadt seinen Namen.






Griechenland und jedes anderes insolvente Land sollte schnellstmöglich unter die Herrschaft von wirtschaftlichkeitsorientierten starken Banken gebracht werden, damit sich soetwas niemals wiederholt.
Demokratie und überbordende Sozialstaatlichkeit findet ihre endgültichen Grenzen und müssen nun endlich Tribut an die 15% der Bevölkerung zahlen die die Wirtschaft wirklich am Laufen halten, der Rest sollte sich mal fragen warum er da steht wo er steht.
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Griechenland und jedes anderes insolvente Land sollte schnellstmöglich unter die Herrschaft von wirtschaftlichkeitsorientierten starken Banken gebracht werden, damit sich soetwas niemals wiederholt.
Demokratie und überbordende Sozialstaatlichkeit findet ihre endgültichen Grenzen und müssen nun endlich Tribut an die 15% der Bevölkerung zahlen die die Wirtschaft wirklich am Laufen halten, der Rest sollte sich mal fragen warum er da steht wo er steht.
Ein Fleißkärtchen für die Recherche! Und eine glatte sechs für die Abfassung in der Gegenwartsform.
Aber das ist eine mittlerweile in allen Medien zu einer Marotte geworden, die zunehmend nervt.
dass man genau wusste, worauf man sich eingelassen hat, bei der Aufnahme von Griechenland in den Euro.
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Die Europäische Finanzkrise hat mit Griechenland allein nichts zu tun. Die Idee eines vereinten Europa mit dem Euro, würde auf Dauer nur realisierbar sein, wenn alle Länder das gleiche Wirtschaftswachstum erbringen könnten. Aber, jedes Land weist grundsätzlich andere kulturelle, ökologische, soziale und ökonomische Voraussetzungen auf.
Beweis: Aufgrund des ungleichen Wirtschaftwachstums der einzelnen Bundesländer in Deutschland, wird seit Jahren der Länderfinanzausgleich geleistet. Wenn dieser Länderfinanzausgleich in Deutschland zwangsläufig dazu führen würde, dass sich die wirtschaftlichen Strukturen der Bundesländer im Norden und im Süden von Deutschland ausglichen würden, hätten wir den Länderfinanzausgleich in Deutschland schon längst nicht mehr nötig.
Ergo führen auch die gewaltigen Rettungsschirme für die Krisenländer in Europa niemals dazu, dass die ökonomischen und wirtschaftlichen Strukturen sowie das Wirtschaftswachstum in selbiger Qualität untereinander ausgeglichen werden. Die hysterische Bereitstellung von aberwitzigen Milliarden hilft vorwiegen den Banken kurzfristig und führt zwangsläufig zur Inflation. Der wirtschaftliche Ausgleich in diesen großen Dimensionen kann nur innerhalb zwei Währungen erfolgen. Weil die Politiker keine zweite Einheitswährung einführen wollen, wird der Euro an die Wand gefahren.
Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.
so schauts real aus:
http://www.heise.de/tp/ar...
http://www.heise.de/tp/bl...
Kein Wunder, wenn die anderen Staaten inflationieren.
Man kann in der Ökonomie immer alles so drehen, dass am Ende der Gläubiger der Bösewicht ist. Es stimmt nur nicht.
Kein Wunder, wenn die anderen Staaten inflationieren.
Man kann in der Ökonomie immer alles so drehen, dass am Ende der Gläubiger der Bösewicht ist. Es stimmt nur nicht.
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