Kapitalismuskritik Wir sind nur Treuhänder
Man sollte wieder Mahatma Gandhi lesen. Er hilft uns, den Kapitalismus zu zähmen.
© Asit Kumar/AFP/Getty Images

Ein Arbeiter reinigt die Gandhi-Statue im indischen Bhubaneswar.
Heute leben wir in einer postmoralischen Welt. Ein tiefer Graben verläuft nicht nur zwischen den Menschen untereinander, sondern auch zwischen Mensch und Natur. Unser Alltag ist von zügellosem Konsum und Kommerzialisierung geprägt. Ist es da nicht anachronistisch, an Mahatma Gandhi zu erinnern? Nein, im Gegenteil. Gandhi ist wieder von höchster Aktualität.
Oberflächlich betrachtet, werden die weltweiten Konflikte durch einen Kapitalismus befeuert, der sich in die Hände der Finanzmärkte begeben hat und nun zur Instabilität neigt und Arbeiter, Arme und die Natur gleichermaßen auspresst. Von transnationalen Konzernen vorangetrieben, raubt und verbraucht der globalisierte Markt endliche Ressourcen in nicht wiedergutzumachendem Ausmaß. Er nährt damit die Illusion uneingeschränkten Konsums und verschärft die ohnehin dramatische Zerstörung unserer Natur. Systemisch gesprochen bedeutet dies, dass die Finanzkrise mit dem Erreichen des globalen Ölfördermaximums, der Lebensmittelkrise, der »Versicherheitlichung« des politischen Lebens und der Erderwärmung eng verschränkt ist. Jeder weiß es, jeder sieht es: Die in den vergangenen dreißig Jahren geschaffene globale Wirtschaftszivilisation befindet sich in einer tiefen Krise. In höchstem Maß gefährdet sie die Reproduktion der Gesellschaft und die Bedingungen, unter denen sich Leben auf dem Planeten erhalten kann.
Lassen Sie mich erklären, warum es mir wichtig ist, Mahatma (die »große Seele«) Gandhi für einen Kampf um ökologische und soziale Gerechtigkeit zu bemühen. Mehr als jeder andere antikolonialistische Anführer von der Südhalbkugel verfügte Gandhi über eine Philosophie der Gewaltlosigkeit und die Vision einer ökosozialistischen Zukunft. Kein anderer führender Antikolonialist bündelte politische und moralische Standards so wirkungsvoll und so überzeugend wie er. Auch mit seinen Ideen für die Ausbildung eines modernen Umweltbewusstseins im »globalen Norden« war er seiner Zeit weit voraus.

Vishwas Satgar lehrt als Professor für Internationale Beziehungen an der Universität von Witwatersrand, Südafrika.
Wie sähe nun ein von Gandhi inspiriertes Programm der ökologischen und sozialen Gerechtigkeit aus? Gandhi glaubte an die Einheit alles Lebendigen, und das hieß für ihn: Menschen sind zwar mit Vernunft und Moral begabt, doch anderen Lebensformen überlegen sind sie damit nicht. Wir alle sind bloß Treuhänder einer gemeinsamen Schöpfung, wir stehen zugleich in der Schuld der Gesellschaft wie auch in der Schuld der Natur.
Diese Schuldigkeit bildet die Grundlage für unsere wechselseitige Abhängigkeit. Für Gandhi erwuchs daraus die Forderung nach einer neuen Ethik, wonach wir uns von der Natur nur das nehmen dürfen, was wir wirklich brauchen. Konsumexzesse, Völlerei und Gier gehören nicht dazu. Wenn wir die Forderung nach einer neuen Ethik auf unsere heutige Lage anwenden, dann heißt dies: Wir brauchen ein neues planetarisches Bewusstsein. Wir müssen uns zum Beispiel fragen, ob es angesichts der durch den Welthandel verursachten Kohlendioxidemissionen angebracht ist, Nahrungsmittel aus anderen Kontinenten zu konsumieren.
An der modernen Zivilisation hat Mahatma Gandhi vor allem das Fortschrittsversprechen kritisiert. Zwar war er dem wissenschaftlichen und technologischen Geist der modernen Welt keineswegs feindlich gesinnt, aber gleichwohl war er davon überzeugt, dass sich Wissenschaft und Technik moralischen Standards unterzuordnen hätten. Einer Technik, die Arbeit überflüssig machte, stand er kritisch gegenüber. Immer wieder warf Gandhi die Frage nach den Kosten der modernen Zivilisation auf. Er hinterfragte die kapitalistische Ausbeutung und kritisierte den hemmungslosen Individualismus des Westens. Überdies war Gandhi davon überzeugt, dass wirtschaftlicher Reichtum weder das Reich der Notwendigkeit überwindet, noch das Reich der Freiheit einläutet. Stattdessen erzeugt wirtschaftlicher Reichtum nur neue Notwendigkeiten und neue Zwänge. Letztendlich untergräbt er die Autonomie des Menschen, die kostbare Grundlage seiner Selbstverwirklichung.
Wenn wir Gandhis kosmologische Auffassung von der Stellung des Menschen in der Natur, wenn wir sein Verständnis unserer Schuldigkeit und wechselseitigen Abhängigkeit sowie seine Kritik an der modernen Zivilisation zusammenbringen, dann ergibt sich daraus ein unerlässlicher Wegweiser für eine Politik der ökologischen und sozialen Gerechtigkeit.
Dieser Wegweiser lässt uns allerdings auch die Grenzen der aktuellen Lösungsansätze im Kampf gegen den Klimawandel deutlich erkennen. Warum? Weil der im Kyoto-Protokoll festgelegte Emissionshandel es einer krisengeplagten kapitalistischen Wirtschaftszivilisation erlaubt, genauso weiterzumachen wie bisher. Auch eine Reduzierung des globalen Temperaturanstiegs auf drei Grad beziehungsweise, wie wahrscheinlich in Afrika, auf vier Grad ist immer noch katastrophal. In diesem Szenario brennt Afrika bereits, das rasante Aussterben der Arten hat schon begonnen.
Mit einem Wort: Den globalen Klimaverhandlungen fehlt das, was Gandhi so wichtig war, ihr fehlt die Treuhänderschaft für die uns allen gegebene Schöpfung. Aus ihnen spricht immer noch ein neoliberales Gottvertrauen in das perfekte Funktionieren des Marktes.
Was also tun? Wie Mahatma Gandhi müssen wir unterschiedliche Wissensquellen wie Religion, Weisheit, Tradition und Volkstum endlich wieder ernst nehmen. Wir müssen nach Lösungen suchen, die ein tieferes Verständnis von der Einheit von Mensch und Natur haben. So könnten wir insbesondere bei dem »Abkommen der Völker« von Cochabamba ansetzen, das die »Rechte der Mutter Erde« in den Vordergrund rückt, eine Klimaschuld der reichen Länder feststellt und einen internationalen Gerichtshof für Klimasünder fordert. Auch müssen wir der Forderung der größten Bauernbewegung der Welt (»Via Campesina«) nach Ernährungssouveränität, erneuerbaren Energien und einer verbindlichen Absenkung der CO₂-Emissionen zu größerer Resonanz verhelfen.
Gandhi hätte all diese Stimmen als Antwort auf unsere Krise gutgeheißen und zugleich nach Fürsprechern für eine neue Form von Arbeit Ausschau gehalten. Denn in seiner ökosozialistischen Vision nimmt die Arbeit eine zentrale Stellung ein. Sie bildet für ihn die Grundlage unserer Selbstachtung, sie ist die elementare Voraussetzung für unsere Autonomie, kurz: Die Arbeit ist das entscheidende Mittel, mit dem wir unsere Freiheit und Unabhängigkeit zum Ausdruck bringen.
Aus dem Englischen von Michael Adrian
- Datum 11.12.2011 - 19:40 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle DIE ZEIT, 8.12.2011 Nr. 50
- Kommentare 30
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:











Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
Auch ein vermeintlich "gezähmter" Kapitalismus wäre IMMER (mindestens) ein Schritt weg von der freiheitlichen und leistungsorientierten Marktwirtschaft hin zu mehr oder weniger sozialistischen bzw. kommunistischen und staatspaternalistischen Modellen.
Und die sind bekanntlich samt und sonders gescheitert (was ich aus nahe liegenden Gründen nicht sonderlich bedauern kann).
wenigstens Begriffe, die Sie auch verstehen.
Ich kann mich meinem vorkommentierer nur anschliessen. Der kommunismus ist die aufhebung der unterdrueckung und die gab es noch nicht, folglich auch nicht die umsetzung der lehre marxs.
Das groesste problem der freiheit sind menschen die umgedacht und ungeprueft weitererzaehlen was ihnen andere sagten. Sie gehoeren dazu. Machen sie ihrem namen alle ehre und werden sie ein freund der freiheit.
>>Auch ein vermeintlich "gezähmter" Kapitalismus wäre IMMER (mindestens) ein Schritt weg von der freiheitlichen und leistungsorientierten Marktwirtschaft hin zu mehr oder weniger sozialistischen bzw. kommunistischen und staatspaternalistischen Modellen.
Und die sind bekanntlich samt und sonders gescheitert (was ich aus nahe liegenden Gründen nicht sonderlich bedauern kann).<<
Nichts haben Sie verstanden, nicht einmal zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft können Sie unterscheiden. Mit Verlaub - ich pfeife auf ihre Vorstellung einer 'freiheitlichen' oder 'leistungsorientierten' Marktwirtschaft, denn die existiert nun einmal nicht (mehr).
'First they ignore you. Then they laugh at you. Then they fight you. Then you win.' - Mohandas Karamchand Gandhi
wenigstens Begriffe, die Sie auch verstehen.
Ich kann mich meinem vorkommentierer nur anschliessen. Der kommunismus ist die aufhebung der unterdrueckung und die gab es noch nicht, folglich auch nicht die umsetzung der lehre marxs.
Das groesste problem der freiheit sind menschen die umgedacht und ungeprueft weitererzaehlen was ihnen andere sagten. Sie gehoeren dazu. Machen sie ihrem namen alle ehre und werden sie ein freund der freiheit.
>>Auch ein vermeintlich "gezähmter" Kapitalismus wäre IMMER (mindestens) ein Schritt weg von der freiheitlichen und leistungsorientierten Marktwirtschaft hin zu mehr oder weniger sozialistischen bzw. kommunistischen und staatspaternalistischen Modellen.
Und die sind bekanntlich samt und sonders gescheitert (was ich aus nahe liegenden Gründen nicht sonderlich bedauern kann).<<
Nichts haben Sie verstanden, nicht einmal zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft können Sie unterscheiden. Mit Verlaub - ich pfeife auf ihre Vorstellung einer 'freiheitlichen' oder 'leistungsorientierten' Marktwirtschaft, denn die existiert nun einmal nicht (mehr).
'First they ignore you. Then they laugh at you. Then they fight you. Then you win.' - Mohandas Karamchand Gandhi
Endlich gibt es mal einen Artikel des Mainstream Journalismus in dem Peak Oil und der Klimawandel in einem Satz vorkommen. Große Klasse.
Es ist richtig das diese ganze Carbon trading Misere auch niemanden weiterbringt. Ganz besonders nicht dem Klima. Das ist auch nur ein Grund um mehr Geld drucken zu können. Wenn sie lieber asx bessere Vorschläge hätten, würde ich die gerne hören. Nur rumgenöle nützt auch niemandem was.
wenigstens Begriffe, die Sie auch verstehen.
Die Mehrheit gewinnt gegen die Minderheit nur im friedlichen Kampf aber Kapitalismus erklärt Gandi nicht, dann hätt er Indien verändern können. Das Schuldgeldsystem im Zinseszins ist Kapitalismus nicht die Marktwirtschaft oder einfacher gesagt: Marktwirtschaft mit natürlichen Monopolen, funktioniert nicht. Die Alternative kann man bei Silvio Gesell lesen, eine Friedliche, die einzige Friedliche die ich kenne! [...]
Gekürzt. Bitte bendenken Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke. Die Redaktion/ag
Wenn es nicht so traurig um unsere Welt und das "Zusammen"leben der Menschen bestellt wäre, dann müsste man bei diesem schon arg albernen Artikel von Anfang lauthals lachen...
Ist es wirklich das, was wir jetzt brauchen? Ratschläge die sowohl das ja mittlerweile für alle offen sichtbar tatsächliche Verhalten der Menschen und das Wirtschafts-/Sozialsystem, also die Habgier, völlig ignorieren?
Mit anderen Worten infantile Weisheiten, die mit der realen Welt nicht das Geringste zu tun haben?
Schon allein wenn man sich mal die Realität des Herkunftsland dieser beiden Weisen anschaut wird einem schlecht! Es gibt mehr als 100.000 Kindersklaven in Indien... es nehmen sich jährlich tausende von Bauern das Leben, weil man sie gezwungen hat steriles Monsanto Saatgut zu verwenden und sie bei miserablen Ernten weder die Schulden für das letztjährige, noch die Kosten für das neue Saatgut bezahlen können!
Während eine kleine Gruppe von 10% der Inder alles rafft was möglich ist, sickert zu dem Rest der Armen nichts durch!
Wenn man nun dieses 10% durch 1% ersetzt, dann haben wir doch bereits diese Zustände im neo-liberalen Westen auch, oder?
Wenn es nicht so traurig um unsere Welt und das "Zusammen"leben der Menschen bestellt wäre, dann müsste man bei diesem schon arg albernen Artikel von Anfang lauthals lachen...
Ist es wirklich das, was wir jetzt brauchen? Ratschläge die sowohl das ja mittlerweile für alle offen sichtbar tatsächliche Verhalten der Menschen und das Wirtschafts-/Sozialsystem, also die Habgier, völlig ignorieren?
Mit anderen Worten infantile Weisheiten, die mit der realen Welt nicht das Geringste zu tun haben?
Schon allein wenn man sich mal die Realität des Herkunftsland dieser beiden Weisen anschaut wird einem schlecht! Es gibt mehr als 100.000 Kindersklaven in Indien... es nehmen sich jährlich tausende von Bauern das Leben, weil man sie gezwungen hat steriles Monsanto Saatgut zu verwenden und sie bei miserablen Ernten weder die Schulden für das letztjährige, noch die Kosten für das neue Saatgut bezahlen können!
Während eine kleine Gruppe von 10% der Inder alles rafft was möglich ist, sickert zu dem Rest der Armen nichts durch!
Wenn man nun dieses 10% durch 1% ersetzt, dann haben wir doch bereits diese Zustände im neo-liberalen Westen auch, oder?
Für einige wird er ein "Modell" sein. Was ich nicht akzeptiere, ist der Standpunkt, dass er für jeden ein Modell zu sein hat. So zumindest lese ich das Plädoyer von Vishwas Satgar.
Warum es nicht mein Modell ist:
Ich sehe mich nicht als Treuhänder einer gemeinsamen Schöpfung (oder zumindest nur insoweit, als dass wir dem Leben eine Langfristpersktive >> 5 Milliarden Jahre zu beschaffen haben. Eine besondere Nachhaltigkeit im Sinne einer Bewahrung des Status quo auf diesem Planeten gehört nicht dazu.)
Gandis kosmologische Auffassung von der Stellung des Menschen im Kosmos ist - so müssen wir annehmen - von der hinduistischen Tradition geprägt, in der er aufgewachsen ist. Ich halte die Früchte dieser Tradition nicht für erstrebenswert und lehne sie deshalb ab.
Last but not least: "Die Arbeit ist das entscheidende Mittel, mit dem wir unsere Freiheit und Unabhängigkeit zum Ausdruck bringen." In einer anderen verkürzten Umschreibung hat so etwas vor dem Eingang zu einer Hölle gestanden. Nicht meine Welt!
Herzlichst Crest
Liest man die Worte Ghandis ist mehr Stoff zum Nachdenken als über andere Antikapitalisten, die, mit ihm und durch ihn groß und wohlständig geworden, auf einmal seine furchtbare Funktion erkennen.
Und so meine ich, dass er Arbeit nicht so gesehen hat, wie sie auf dem Schild über dem Lager gedacht war. Ein Appell (kein Zwang) zum Acht(ung) gen und haben, sich bewusst sein, was die Welt bietet und sich danach verhalten. Arbeit im positiven Sinne, Telihabe am Ganzen und natürliche Anstrengung im Bewusstein, dass nichts geschenkt ist, wie auch Frieden Arbeit ist.
Liest man die Worte Ghandis ist mehr Stoff zum Nachdenken als über andere Antikapitalisten, die, mit ihm und durch ihn groß und wohlständig geworden, auf einmal seine furchtbare Funktion erkennen.
Und so meine ich, dass er Arbeit nicht so gesehen hat, wie sie auf dem Schild über dem Lager gedacht war. Ein Appell (kein Zwang) zum Acht(ung) gen und haben, sich bewusst sein, was die Welt bietet und sich danach verhalten. Arbeit im positiven Sinne, Telihabe am Ganzen und natürliche Anstrengung im Bewusstein, dass nichts geschenkt ist, wie auch Frieden Arbeit ist.
KANN es keinen guten Kapitalismus geben, denn es ist eine antiquirte und zerstörerische und selbstzerstörerische Art des Wirtschaftens. Es kann ja schliesslich auch keine gute Krankheit geben. Wenn man sich die Wissenschaften anschaut, dann sind es die Wirtschatftswissenschaften noch im Mittelater geblieben (zum Wolle einer kleinen Wirtschaftsklique), während gleich die Welt überrant wird von Techologien wie Robotik, Nano-, und Biotechnik. Diese werden früher oder später auch dieses Wirtschaftssystem wegputzen.
Ich denke, Gandhi würde heute von Gemeingütern sprechen. Woran wir scheitern ist die Verwaltung von Gütern, die niemandem gehören und für die sich niemand verantwortlich fühlt. Dreck im Wasser, Dreck in der Luft, Computerschrott in Afrika. Wer glaubt, dass uns das nichts angeht, hat den ökologischen Kreislauf nicht verstanden. Wir essen den Fisch, der die Plastiktüte gefressen hat, atmen das Blei aus unserem Benzin und bezahlen für den Schrott, den wir nach Afrika verschifft haben. Wer das Problem der Verwaltung der Gemeingüter löst, hat zumindest die wesentlichen Probleme der Welt heute gelöst.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren