Klimakonferenz: So entsteht der Plan von Durban
Was nach der Weltklimakonferenz wohl vom Klimaschutz übrig bleibt
© owik2/photocase.com

Ob und wenn ja welche Klimaschutzziele - etwa eine Verringerung der Treibhausgasemissionen - es in Durban geben wird bleibt unklar.
Ob sie die Dinger aus Kopenhagen bis hier herunter nach Südafrika geschafft haben? Ein Dutzend Fahrräder, auf Platten, die Hinterräder verbunden mit kleinen Stromgeneratoren, stehen im Kreis um die hölzerne Nachbildung eines afrikanischen Affenbrotbaums. Eine ganz ähnliche Installation war vor zwei Jahren beim Weltklimagipfel in Kopenhagen aufgebaut. Treten ein paar eifrige Passanten in die Pedale, erstrahlen Lichterketten, mit denen die Skulptur überzogen ist. Das Ganze heißt »Siemens-Affenbrotbaum« und soll »ein Symbol der Hoffnung und der Entschlossenheit« sein, so formuliert es der namensgebende Kraftwerksbauer.
Wir befinden uns beim 17. Weltklimagipfel der Vereinten Nationen , die Aussichten sind eher trüb – aber hier kommt eine frohe Botschaft für die Afrikaner: Schaut mal, Strom aus Muskelkraft, wäre das nicht was für euch? Europa ist nicht gerade Afrikas bevorzugter Partner, aus vielerlei Gründen. Suchte man für sie alle ein einziges Bild, es wäre das Gefunzel der europäischen Ökotretmühle im Flutlicht der Strandpromenade von Durban.
Indien will sich Klimaschutz allenfalls als Nebeneffekt von Wachstum leisten
Ein Klimagipfel ist ein Marktplatz. 194 Delegationen schreien da durcheinander: Emissionsziele, Ausgleichszahlungen, Kontrollstrategien, absurd überhöhte Forderungen hier, demonstrative Gleichgültigkeit dort. Die strategische Lage hat sich seit dem Kyoto-Protokoll von 1997 kaum verändert. Die schlimmsten Klimasünder, die Nordamerikaner, wehren sich gegen jede Änderung ihres Lebensstils , solange die Chinesen sich nicht zu vergleichbaren Anstrengungen verpflichten. Jene verweisen – völlig zu Recht – auf den pro Kopf vergleichsweise bescheidenen Beitrag der eigenen Bürger zum Treibhauseffekt und auf die historische Verantwortung der Industriestaaten. Daneben stehen diejenigen, die sich endlich einen Fortschritt wünschen. Europäer. Und Afrikaner.
Am Ende dieser Woche wird aller Voraussicht nach eine neue Vereinbarung stehen: Durban-Plan oder so ähnlich. Ein neuer Anlauf, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwehren, nach dem Kyoto-Protokoll, dem Bali-Plan, der Kopenhagen-Übereinkunft, der Cancún-Vereinbarung und etlichen weiteren nach Tagungsorten benannten guten Vorsätzen. Der Durban-Plan wird – wenn alles so gut läuft, wie man realistischerweise noch hoffen darf – ein Zeitplan sein, nach dem ein echter Klimaschutzvertrag entstehen könnte . In einigen Jahren und falls alle sich an alle Vereinbarungen halten. Klingt nicht gut? Hatten wir doch schon 2007 in Bali? Stimmt – aber wer könnte hinterher mit Gewissheit sagen, dass hier in Durban ein besseres Ergebnis möglich gewesen wäre? Die Welt – von einigen Inselstaaten einmal abgesehen – hat zurzeit andere Sorgen, und wenn UN-Verhandlungen Marktplätze sind, dann ist dort nichts zu haben, was niemand anbietet.
Ein solcher »Plan« würde allerdings Fragen aufwerfen: Was bringen Klimaverhandlungen überhaupt? Gibt es eine Alternative? Ist das Zwei-Grad-Ziel noch erreichbar, und wenn nicht, was dann?
Ein Abend mit Seiner Exzellenz Masahiko Horie, Klimabotschafter Japans. Die Japaner haben in Durban eine neue »bilaterale« Klimapolitik vorgestellt. Einfacher ausgedrückt: Sie leisten Entwicklungshilfe. Solarstrom in Malaysia, Geothermie in Äthiopien, umweltfreundliche Kühlanlagen mit Tiefseewasser auf den Malediven – 40 kleine Pilotprojekte, mit denen Japan irgendwie auch die eigenen Emissionen kleinrechnen möchte. Ist das die Alternative zu multilateralen Verhandlungen: Jeder hilft, so gut er kann oder will? Japan würde es begrüßen, sagt der Botschafter, wenn andere entwickelte Länder seinem Vorbild folgten.
Es gibt da nur ein kleines Problem: Just Japan, der Gastgeber von Kyoto, verbrennt nicht weniger, sondern mehr Kohle, Öl und Gas als 1990. Das Versprechen von Cancún , die Emissionen bei Zustandekommen eines Weltklimavertrags bis 2020 um ein Viertel zu reduzieren, werde »schwer« zu halten sein, räumt Horie ein. 14 verlorene Jahre seit Kyoto, und nun muss nach Tsunami und Fukushima auch noch die japanische Stromversorgung neu konzipiert werden. Der Abend beim Botschafter verläuft kulinarisch und auch sonst erfreulich. Dennoch beschleicht den Reporter auf dem Heimweg der unschöne Gedanke: Sollte Japan mit seiner neuen bilateralen Klimapolitik doch nicht nur uneigennützige Ziele verfolgen?






Zeit, dass der Wanderzirkus zu Ende geht und die Welt sich um reale Probleme kümmert:"Jeden Tag sterben fast 16.000 Kinder an Hunger ... ein Dollar am Tag kann ein Leben retten ... (stattdessen sollen) die Nationen 37 Billionen bis 2030 in Energietechnologie investieren, um Treibhausgase auf einem bestimmten Limit zu stabilisieren ..."(foia2011.org)
Können Sie einen Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und dem Hunger in Afrika erkennen?
Wenn die Wüste weiter wächst und das Land in den trockenen Teilen Afrikas weiter wärmer wird, kann man davon ausgehen, dass bald 100 Dollar nötig sein werden. Wenn es kein Wasser mehr gibt brint auch di nettste Rechnung nichts.
Wenn die Welt nur so einfach wäre...
Können Sie einen Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und dem Hunger in Afrika erkennen?
Wenn die Wüste weiter wächst und das Land in den trockenen Teilen Afrikas weiter wärmer wird, kann man davon ausgehen, dass bald 100 Dollar nötig sein werden. Wenn es kein Wasser mehr gibt brint auch di nettste Rechnung nichts.
Wenn die Welt nur so einfach wäre...
Aach- wenn doch die Tagungen die CO2 Werte reduzieren könnten, dann könnte man noch öfters tagen.
So aber tragen sie zum Gegenteil bei.
Können Sie einen Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und dem Hunger in Afrika erkennen?
Wenn die Wüste weiter wächst und das Land in den trockenen Teilen Afrikas weiter wärmer wird, kann man davon ausgehen, dass bald 100 Dollar nötig sein werden. Wenn es kein Wasser mehr gibt brint auch di nettste Rechnung nichts.
Wenn die Welt nur so einfach wäre...
Da die Geldmenge beschränkt ist, müssen Prioritäten beim Ausgeben gesetzt werden. Checken Sie doch mal obiges Stichwort.
Derzeit wird aufgrund alarmistischer PR das Thema Klimawandel völlig überpriorisiert, basierend auf unbewiesenen Hypothesen, schlechten Modellen und billigen Tricks.
Ich nenne das "unterlassene Hilfeleistung", ein Straftatbestand.
Da die Geldmenge beschränkt ist, müssen Prioritäten beim Ausgeben gesetzt werden. Checken Sie doch mal obiges Stichwort.
Derzeit wird aufgrund alarmistischer PR das Thema Klimawandel völlig überpriorisiert, basierend auf unbewiesenen Hypothesen, schlechten Modellen und billigen Tricks.
Ich nenne das "unterlassene Hilfeleistung", ein Straftatbestand.
Im Rahmen eines Vertrages, den ALLE UNO-Mitglieder unterzeichnen, wird vereinbart auf Klimakonferenzen (außer Forschungsmeetings) zu verzichten. Aus den bisherigen Erfahrungswerten wird für jeden Staat ein durchschnittlicher Gesamtaufwand pro bisherigem Teilnehmertag (incl. Lobbyisten & NGO's) errechnet.
Diese Beiträger werden dafür zukünftig die Regenwälder dieses Planeten wieder aufzuforsten und wachsen zu lassen.
Durban? 15.000 Teilnehmer, 2 Wochen lang?
Wenn man pro Teilnehmertag nur 1 Baum pflanzen würde....
Im Ernst die UNO-Konferenz-Junkies haben eine CO2-Bilanz eines Ostdeutschen Kohlekraftwerkes der 90er Jahre.
Als könne man derartige Prozesse nicht inzwischen glaubhafter und eventuell etwas der Sache angemessener gestalten.
Solange die führenden Klimaschützer mit ihren Klimarechenmodellen annehmen, dass die Sonne wie auch die weltweit sich laufend veränderten Wolkenbedeckung keinen Einfluss auf globale Temperaturveränderungen haben, so lange muss man annehmen, dass in Veranstaltungen wie Durban und Copenhagen vor allem Schauveranstaltungen mit Alibifunktionen stattfinden.
In Wirklichkeit geht es um globale wirtschaftliche Entwicklungschancen für einzelne Völker sprich die verlangten mittel- bis langfristige Angleichung unterschiedlicher Wohlstandshöhen.
Die Einen, wollen ihren gewohnten Lebensstandard sichern, die Anderen wollen diesen möglichst erreichen.
Dazu sind Thesen wie die von einer bevorstehenden Klimakatstrophe, verursacht durch Menschen sehr nützlich, selbst wenn ein Teil der Annahmen im großen Umfang widersprüchlich oder sogar falsch ist.
Liest man z.B. E-Mails einiger führender Klimaforscher wie die z.B. in der bekantgewordenen neuesten Sammlung von Mitteilungen, als Climate-Gate-2 bezeichnet, dann muss man doch sehr zweifeln an der Richtigkeit der CO2-Debatte und ihrer Auswirkungen.
Wahrscheinlich haben das Länder wie USA, China und Indien längst verinnerlich. Für sie ist Durban vor allem eine Schauveranstaltung zur Beruhigung ihrer heimischen Bevölkerungen und der NG'Os. In ihre wirtschaftlichen Entwicklungskonzepte lassen sie sich nicht hineinreden.Wahrscheinlich können sie das auch gar nicht.
Da die Geldmenge beschränkt ist, müssen Prioritäten beim Ausgeben gesetzt werden. Checken Sie doch mal obiges Stichwort.
Derzeit wird aufgrund alarmistischer PR das Thema Klimawandel völlig überpriorisiert, basierend auf unbewiesenen Hypothesen, schlechten Modellen und billigen Tricks.
Ich nenne das "unterlassene Hilfeleistung", ein Straftatbestand.
sind mir sympathisch, „grüne” Energie erst, wenn diese billiger ist als die konventionelle Energie. [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
Lieber Herr Drieschner,
sie schreiben, dass die Umweltorganisation Unep eine Klimastudie vorgelegt habe, der zufolge das Zwei-Grad-Ziel immer noch erreichbar ist. Sie meinen auch, dass Keiner so recht daran glaube. Ich fände es sehr wichtig, wenn Sie an dieser Stelle als Journalist nachhaken. Befragen Sie Wissenschaftler, hinterfragen Sie Modelle. Veröffentlichen Sie deren kontroverse Meinungen. Fragen dieser Tragweite dürfen nicht in politische Glaubensfragen entarten. Es ist wichtig, dass wir verstehen können, wo wir wirklich stehen und was wir wirklich wissen können.
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