Zweiter Weltkrieg: Krieg gegen Amerika
Am 11. Dezember vor 70 Jahren erklärte das Deutsche Reich den USA den Krieg. Bis heute rätseln Historiker, warum
© Keystone/Getty Images

US-Präsident Franklin D. Roosevelt appelliert an den Kongress, den Neutralitätspakt außer Kraft zu setzen.
Am 7. Dezember 1941 überfallen die Japaner Pearl Harbor. Sie versenken im Hafen der US-Basis auf der Pazifikinsel Hawaii ein Dutzend Schiffe und zerstören weit über hundert Flugzeuge, zweieinhalbtausend Soldaten sterben. Die USA, die bislang den deutschen Krieg in Europa und die japanische Aggression in Asien ungeachtet zahlreicher Hilfeleistungen an Großbritannien und China primär aus der Beobachterposition verfolgt haben, stehen unter Schock. Am Morgen danach fährt Präsident Franklin D. Roosevelt in Washington zum Kongress. Das amerikanische Volk werde, so verkündet Roosevelt, »in all seiner rechtschaffenen Kraft« bis zum vollständigen Sieg über das Kaiserreich Japan kämpfen. Er spricht seinen Landsleuten aus dem Herzen. Für Amerika ist die Zeit des Abwartens vorbei. Es ist ein Krieg, den der Senat auf Antrag Roosevelts an jenem 8. Dezember einstimmig und das Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit erklärt, nur die Radikalpazifistin Jeannette Rankin aus Montana stimmt dagegen.
Doch es ist der falsche Krieg. Gegen den falschen Feind. Denn Roosevelt plant seit Jahren die Niederringung eines Diktators, den er für viel gefährlicher hält als Japans Militärkaste: Adolf Hitler. Jetzt, nach Pearl Harbor, aber richtet sich die Empörung der Amerikaner allein gegen Japan. Die Finsternis von Tyrannei, Krieg und Völkermord, die sich über weite Teile Europas gesenkt hat, gerät aus dem Blick. Roosevelt lässt sich keine Verunsicherung anmerken. Und in der Tat wird der Präsident binnen drei Tagen erfahren, dass er sich auf Hitler verlassen kann: auf dessen Verachtung für die größte Demokratie der Welt – und auf Hitlers Hass auf ihn persönlich, auf den »Herrn Rosenfeld«. Am 11. Dezember 1941 erklärt Deutschland den USA den Krieg.
Roosevelt und Hitler, der Demokrat und der Diktator: Binnen weniger Wochen sind sie zu Beginn des Jahres 1933 an die Macht gelangt. Im April 1945 werden sie binnen weniger Tage sterben. Während Roosevelt die durch die Weltwirtschaftskrise angeschlagene Demokratie – wenn auch durch einen oft autoritären Regierungsstil – rettet, wird Hitler in Deutschland ihr Mörder.
Der Autor ist Arzt und Historiker, er lebt in Washington, D.C. Mehr zum Thema in seinem neuen Buch Roosevelt und Hitler. Todfeindschaft und totaler Krieg
Was vielen anderen demokratischen Staatsmännern in den dreißiger Jahren fehlt, hat Roosevelt in hohem Maße: ein Gespür für das Monströse, für das in seiner Bösartigkeit absolut Neuartige in der Tyrannei Hitlers und der Nazis. Zunächst leise und unauffällig, dann mit bemerkenswerter strategischer Vision und unter Aufwendung seines immensen psychologischen Geschicks arbeitet der Präsident auf den Kampf gegen dieses Regime hin. Beinahe atemraubend prophetisch wirken die Worte, die Thomas Mann im Juni 1935 nach seinem Gespräch mit Roosevelt zu Papier bringt: »Als ich das Weiße Haus verließ, wußte ich, daß Hitler verloren war.«
Für Deutschlands »Führer« wird der Mann, der seit einer Kinderlähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist, zur Nemesis. Hitlers Intuition, in Roosevelt, den er abwechselnd als »Kriegstreiber« und als »Judenknecht« bezeichnet (und den er wegen seiner Behinderung verspottet), den Erzfeind schlechthin zu sehen, ist wohlbegründet. Doch Roosevelt muss Geduld, viel Geduld aufbringen, um seine Landsleute von der Gefährlichkeit des erstarkenden Nazireichs zu überzeugen.
Der Angriff der Japaner auf Pearl Harbor – Hitler ist »entzückt«
In Chicago hält der Präsident am 5. Oktober 1937 seine erste große Rede zur Außenpolitik. Sie wird als Quarantäne-Rede berühmt, denn er fordert, eroberungssüchtige Diktatoren wie Seuchenkranke zu isolieren. Aus China häufen sich Berichte über die Gräuel der japanischen Eroberer, im Spanischen Bürgerkrieg erproben Deutsche und Italiener, aber auch die Sowjets ihre Waffensysteme. »Krieg ist eine Seuche«, bekräftigt der Präsident. Die Mehrheit der Amerikaner will das allerdings als Absage an jeden Krieg verstehen: Amerika soll strikt neutral bleiben.






Die Kriegserklärung an die USA zeigt die vollkommene Selbstüberschätzung des Nazireiches. 1941 war Hitlerdeutschland auf allen Fronten am Vormarsch. Allen großen Mächten wurde der Krieg erklärt. Eine Fehleinschätzung ohne gleichen. Und letztlich der Keim der Niederlage; ein Staat mit beschränkter Wirtschaftsmacht und kaum Ressourcen kann gegen einen Gegner mit eben diesen Vorteilen dauerhaft keinen Krieg gewinnen. Der Vorteil der "erfahrenen" Kriegsführung fällt mit der Zeit weg. Der Gegner lernt auch. Wie die Amerikaner bei Midway und Nordafrika, die Sowjets bei Stalingrad und die Briten bei El Alamein.
Sieht man den Gesamtkontext, so war die deutsche Kriegserklärung an den USA, das beste was Deutschland unter der Naziherrschaft passieren konnte. Nur so konnte ein zukünftiges demokratisches Deutschland in den Westzonen entstehen. Die Alternative wäre wohl ein gesamt sowjetisches besetztes Deutschland gewesen. Damit wäre Deutschland auf Generationen wahrscheinlich kommunistisch geworden.
Fazit ist: der Krieg, den Deutschland entzettelt hat gegen alle großen Mächte, ermöglichte erst Deutschlands Befreiung von den Nazis unter großen Verlusten. Der Nationalsozialismus war Deutschlands größte Katastrophe.
hob den "Führer" ins Amt des Reichskanzlers ...
hob den "Führer" ins Amt des Reichskanzlers ...
Pearl Harbor und der deutschen Kriegserklärung ->
In einer der offiziellen Untersuchungen zu Pearl Harbour wurde vermerkt, dass Roosevelt und Churchill folgender Geheimdienstbericht vorlag:
„He (Ribbentrop) also said that if Japan were to go to war with America, Germany would, of course, join in immediately, and Hitler's intention was that there should be absolutely no question of Germany making a separate peace with England.”
Statement von Vice Admiral Frank E. Beatty, damals Adjutant des Secretary of the Navy Frank Knox und Teil von Präsident Roosevelts Innerem Kreis:
"Prior to December 7, it was evident even to me... that we were pushing Japan into a corner. I believed that it was the desire of President Roosevelt, and Prime Minister Churchill that we get into the war, as they felt the Allies could not win without us and all our efforts to cause the Germans to declare war on us failed; the conditions we imposed upon Japan—to get out of China, for example—were so severe that we knew that nation could not accept them. We were forcing her so severely that we could have known that she would react toward the United States. All her preparations in a military way—and we knew their over-all import—pointed that way."
Laut dem Tagebuch von Henry Stimson, SoW, war er 10 Tage vor dem Angriff mit Roosevelt zusammengekommen, um zu diskutieren „'how we should maneuver them [the Japanese] into the position of firing the first shot without allowing too much danger to ourselves.'
Mit sehr grosse warscheinlichkeit ja, auch wenn nicht so absurd wie die üblichen:
http://www.ibiblio.org/ph...
http://www.nytimes.com/20...
Mit sehr grosse warscheinlichkeit ja, auch wenn nicht so absurd wie die üblichen:
http://www.ibiblio.org/ph...
http://www.nytimes.com/20...
"die deutschen U-Boote werden von Jägern zu Gejagten"
Weil es den Angelsachsen gelang sie unter Wasser mit Radar zu orten.
es war nicht das Radar, sondern das Echolot
H.
Es gibt kein Radar unter Wasser. Man benutzt Sonar, welches aber schon im 1. Weltkrieg gebräuchlich war.
auf der deutschen Seite, dann aber bitte richtiges Deutsch.
U-Boote und nicht U-Botte.
es war nicht das Radar, sondern das Echolot
H.
Es gibt kein Radar unter Wasser. Man benutzt Sonar, welches aber schon im 1. Weltkrieg gebräuchlich war.
auf der deutschen Seite, dann aber bitte richtiges Deutsch.
U-Boote und nicht U-Botte.
"Für Europa aber – wenn auch zunächst nur für Westeuropa – begann, so paradox es klingen mag, am 11. Dezember 1941 der Weg in die Freiheit."
Im Vergleich zur Nazidiktatur tat es dass gewiss.
Allerdings ist die 'Freiheit', die man uns in unseren 'Musterdemokratien' verkaufen möchte eine Illusion, die nicht existiert.
"Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.“ (J.W.v.Goethe)
Und so hat die Finanzkrise doch ihr Gutes, da die Leute langsam aufwachen.
vor ein paar Tagen, wir seien seit 1945 nie souverän gewesen ...
vor ein paar Tagen, wir seien seit 1945 nie souverän gewesen ...
Kriegserklärung an die USA war, so sehen viele das auch anders herum.
Pearl Harbor wurde gebraucht um das amerikanische Volk für den Krieg gegen Deutschland zu überzeugen. Ein Krieg besteht halt nie nur aus zwei Teilen, den "Guten" und den "Bösen".
Und Hitler als "dümmster Feldherr aller Zeiten", war einfach zu durchschauen und so brauchte es "nicht viel" ihn zu der militärisch dummen Entscheidung für die Kriegserklärung gegen die USA zu bringen.
Aber zurückblickend - wie "der_Joe" bereits sagt - wars wohl besser für den Teil der Deutschen, welche es überlebt haben, als irgendein anderer Ausgang.
http://www.winstonchurchi...
http://www.independent.or...
http://de.wikipedia.org/w...
1)Das Leih- und Pachtgesetz (engl.: Lend-Lease Act), das der US-Kongress am 18. Februar 1941 verabschiedete, ermöglichte es den damals noch offiziell neutralen, aber völkerrechtlich betrachtet bereits de facto am Zweiten Weltkrieg beteiligten Vereinigten Staaten, Großbritannien und andere Staaten leihweise mit kriegswichtigem Material bis hin zu Kriegsschiffen zu beliefern.
Quelle Wiki
Damit haben die USA das Neutralitätsgesetz aufgehoben.
Durch die massive Unterstützung Englands waren dis USA damit de facto schon im Krieg mit Deutschland.
2) Die Amerikaner hatten bestimmt nicht das Hauptinteresse den Deutschen die Freiheit zu schenken. Meiner Erfahrung nach handeln Nationen immer aus Eigenutz. Entweder es geht um wirtschaftliche oder strategische Ziele die verwirklicht werden sollen.
3) Die Hilfsleistungen wie der Marschallplan und die schnelle Wiederaufrüstung waren auch nicht völlig uneigennützig sondern genauso wie die Berliner Luftbrücke dem Kampf gegen den Kommunismus/Stalinismus geschuldet.
4) Das Hitler eine Katastrophe mit vielen Millionen toten Soldaten und Zivilisten war und das es auch sehr mitfühlende Amerikaner gab (Beispiel Care Pakete) ist klar.
Aber Nationen zu unterstellen sie würden Kriege aus mitfühlenden altruisten Interessen ohne Eigennutz führen ist absurd. Da einzige Millitär dem ich uneigennütziges Verhalten zubillige ist eine UN Blauhelmmission.
Deshalb hätte mir eine sachlichere Betrachtung der Ereignisse besser gefallen.
"2) Die Amerikaner hatten bestimmt nicht das Hauptinteresse den Deutschen die Freiheit zu schenken. Meiner Erfahrung nach handeln Nationen immer aus Eigenutz. Entweder es geht um wirtschaftliche oder strategische Ziele die verwirklicht werden sollen."
Das die Amerikaner nicht das Hauptinteresse hatten Deutschland die Freiheit zu schenken stimmt. Und auch kein Interesse an einer frühen Wiedervereinigung. Die Aussagen amerikanischer Politiker und das Fraternasierungsverbot in den mittleren, späteren 40er bestätigen dieses. Dennoch ist ein Nebeneffeket die demokratische Bildung der Bundesrepublik mit den von mir hochgeschätzten Grundgesetz.
Die Alternative wäre ein sowjetisches Deutschland gewesen, dass meiner Meinung nach nicht vorteilhafter für Deutschland gewesen wäre. Wie Stalin sagte, jeder der ein Gebiet besetzt, legt ihn auch sein System auf.
schon am 7 Juli 1941 die Besatzungkontrolle Islands von GB uebernommen, und zwar ausdruecklich, um die Deckung der Konvois im mittleren Teil des Atlantiks zu uebernehmen. Konvois von und nach GB waren nach geltendem Seerecht gueltige Angriffsziele. Durch die Verteidigung der Konvois und andere Aktionen hatten die USA zumindest im Bereich der Seekriegesfuehrung praktisch bereits vollwertigen Kombattantenstatus, vor Pearl Harbour und ob mit oder ohne Erklaerung. Es ist Unsinn, anzunehmen die USA haetten aufgrund neuer Prioritaeten im Pazifik im Atlantik sofort abgelassen, hatte Deutschland ihnen nicht den Krieg erklaert.
Auch ohne eine Kriegserklaerung an die USA haette die Geschichte also nur in Details anders ausgehen koennen.
Der Idealismus der USA der Welt zu mehr Demokratie und Freiheit zu verhelfen ist auch eine (unter anderen) Triebfeder ihrer Politik, auch wenn es Ihnen schwer fällt, das zu akzeptieren.
"2) Die Amerikaner hatten bestimmt nicht das Hauptinteresse den Deutschen die Freiheit zu schenken. Meiner Erfahrung nach handeln Nationen immer aus Eigenutz. Entweder es geht um wirtschaftliche oder strategische Ziele die verwirklicht werden sollen."
Das die Amerikaner nicht das Hauptinteresse hatten Deutschland die Freiheit zu schenken stimmt. Und auch kein Interesse an einer frühen Wiedervereinigung. Die Aussagen amerikanischer Politiker und das Fraternasierungsverbot in den mittleren, späteren 40er bestätigen dieses. Dennoch ist ein Nebeneffeket die demokratische Bildung der Bundesrepublik mit den von mir hochgeschätzten Grundgesetz.
Die Alternative wäre ein sowjetisches Deutschland gewesen, dass meiner Meinung nach nicht vorteilhafter für Deutschland gewesen wäre. Wie Stalin sagte, jeder der ein Gebiet besetzt, legt ihn auch sein System auf.
schon am 7 Juli 1941 die Besatzungkontrolle Islands von GB uebernommen, und zwar ausdruecklich, um die Deckung der Konvois im mittleren Teil des Atlantiks zu uebernehmen. Konvois von und nach GB waren nach geltendem Seerecht gueltige Angriffsziele. Durch die Verteidigung der Konvois und andere Aktionen hatten die USA zumindest im Bereich der Seekriegesfuehrung praktisch bereits vollwertigen Kombattantenstatus, vor Pearl Harbour und ob mit oder ohne Erklaerung. Es ist Unsinn, anzunehmen die USA haetten aufgrund neuer Prioritaeten im Pazifik im Atlantik sofort abgelassen, hatte Deutschland ihnen nicht den Krieg erklaert.
Auch ohne eine Kriegserklaerung an die USA haette die Geschichte also nur in Details anders ausgehen koennen.
Der Idealismus der USA der Welt zu mehr Demokratie und Freiheit zu verhelfen ist auch eine (unter anderen) Triebfeder ihrer Politik, auch wenn es Ihnen schwer fällt, das zu akzeptieren.
es war nicht das Radar, sondern das Echolot
H.
sondern Sonar
Es war wirklich Radar, aber nicht die Faehigkeit, voll getauchte U-Boote per Radar zu finden, sondern das Radar wurde im Kriegsverlauf so weit verbessert, dass aus dem Wasser ragende Sehrohre und Schnorchel getauchter Boote vom Radar erfasst wurden.
es waren Radar und Echolot. Radar gegen aufgetauchte U-Boote (griffen gern im Schutz der Dunkelheit an), Sonar gegen untergetauchte. Entschlüsselung von Enigma kam noch dazu.
H.
sondern Sonar
Es war wirklich Radar, aber nicht die Faehigkeit, voll getauchte U-Boote per Radar zu finden, sondern das Radar wurde im Kriegsverlauf so weit verbessert, dass aus dem Wasser ragende Sehrohre und Schnorchel getauchter Boote vom Radar erfasst wurden.
es waren Radar und Echolot. Radar gegen aufgetauchte U-Boote (griffen gern im Schutz der Dunkelheit an), Sonar gegen untergetauchte. Entschlüsselung von Enigma kam noch dazu.
H.
Deutschland bildete zusammen mit mit Rom und Tokio die Achsenmächte, die sich durch Verträge aneinander gebunden hatten. So trat Italien an der Seite Deutschlands mit den Krieg gegen den Rest der Welt an.
Nach dem Überfall der Japaner auf Pearl-Harbor glaubte Hitler vielleicht, die USA würden ihre Anstrengungen auf den pazifischen Raum beschränken, so daß er die Nachschublinien für England in Form der großen Geleitzüge, unter haupsächlich amerikanischem Schutz, bedenkenlos angreifen könne.
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