Evolutionsbiologie Wie man sich selbst auf den Leim geht
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Niemand ist vor Selbstbetrug gefeit

Auf ähnliche Weise schönen wir unsere Erinnerungen: Unliebsame Ereignisse, die am Selbstbild kratzen, werden verdrängt oder vom Gehirn automatisch weiter zurückdatiert (»Jugendsünden«), positive Erinnerungen dagegen gepflegt. Der Prozess des Erinnerns entspricht eben nicht dem Abrufen einer gespeicherten Computerdatei, sondern eher dem Erzählen einer alten Mär, die immer wieder an die Gegenwart angepasst wird. Wer sich etwa einredet, in seiner Doktorarbeit nicht getäuscht zu haben, speichert irgendwann dies als Erinnerung ab.

Fatalerweise verstärken sich solche unbewussten Selbsttäuschungsprozesse massiv, wenn wir in Machtpositionen geraten. »Macht korrumpiert unsere mentalen Prozesse beinahe sofort«, diagnostiziert Trivers und zitiert eine Reihe von Experimenten, die zeigen: Schreibt man Menschen Macht zu, beginnen sie postwendend, weniger auf ihre Umgebung zu achten und überzeugter von der eigenen Position zu sein. Damit einhergeht die Neigung, sich moralisch überlegen zu fühlen (»sonst wäre man ja wohl kaum an der Macht«) und das Verhalten anderer kritischer zu beurteilen.

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Niemand ist vor Selbstbetrug gefeit. Diese Einsicht kann uns schützen

Nicht alle Gedankengänge von Trivers sind so überzeugend. Mitunter kommt der Evolutionsbiologe weit vom Thema ab, räsoniert umfänglich über eigene Selbsttäuschungen in Bezug auf Frauen oder verbeißt sich in politische Betrachtungen (etwa über die Manipulationen der Bush-Regierung, die zum Irakkrieg führten). Die These von Deceit and Self-Deception aber ist ebenso klar wie gut begründet: Niemand ist davor gefeit, sich die Wahrheit im eigenen Interesse zurechtzubiegen. Und es hilft wenig, über Betrug und Selbstbetrug zu lamentieren. Viel wichtiger ist es, und das ist Trivers Botschaft, sich darauf einzustellen.

Das heißt zum einen, sich die eigenen Selbsttäuschungen immer wieder bewusst zu machen, zum anderen muss das Wissen um diese evolutionär wirksamen Prozesse im politischen und ökonomischen Alltag verankert werden. Noch immer, schimpft Trivers, gingen viele Ökonomen naiv davon aus, dass sich das Eigeninteresse von Individuen dank der Marktmechanismen am Ende auch für die Gesellschaft auszahle. Besser sei es, robuste »Anti-Täuschungsmechanismen« zu erfinden, die uns »vor den schädlichen Effekten des ungeregelten ökonomischen Egoismus derjenigen bewahren, die bereits an der Spitze stehen«.

Vorschläge, wie das konkret auszusehen hätte, darf man von einem Evolutionsbiologen kaum erwarten. Doch an Trivers’ Erkenntnis, dass das Phänomen der (Selbst-)Täuschung allumfassend verbreitet ist, kommt in Zukunft niemand mehr vorbei.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. aber in einer formalisierten Gesellschaft immer ausgeprägter!
    Zur Zeit wird an den Gymnasien überproportial die Fähigkeit bewertet sich selbst darzustellen, durch die deutlich erhöhte Bedeutung der mündlichen Mitarbeit.
    War die zu meiner Schulzeit das Zünglein an der Waage zu außerordentlichen Benotungen oder Abwertungen des Schriftlichen, dominiert heute die mündliche Bewertung so stark, das selbst Schüler mit deultich besseren schriftlichen Noten, bei schlechter mündlicher Leistung deutlich schlechter bewertet werden, als umgekehrt.
    Was die Klagen bdesonders der technischen und handwerklichen Berufsstände über mangelhafter Bwewerber gut erklärt.
    Es wird also schon in den Schulen gefördert!

    Die Bedeutung von Werbung und Marketing ist demselben Mechanismus geschuldet. Selbst Schrott hat in Wirtschaft und Medien höhere Erträge, wenn das Marketing besser ist.

    Besonders auffällig ist das bei "Produkten" deren Qualitätsmängel keine unmittelbaren folgen haben.
    Das beste Beispiel dafür suind unsere Medien insgesamt und die Boulevardpresse insbesondere.

    Ob die genannten Personen in dieses Schema passen ist allerdings kaum bewertbar.
    Denn die Verhältnisse, so wie sie geworden sind, laden cleverere Zeitgenossen auch dazu ein sich über unsinnige formalien hinwegzusetzen. Das kann selbstbetrügerisch sein, aber auch schlichte Gleichgültigkeit.
    Richtig ist, das auch jeder erfolgreiche Mensch, der sich nicht selbst betrügt, trotzdem hochstapelt. ansonsten ist er eben nicht erfolgreich.

  2. Ich bin gelegentlich bei der Zeit unterwegs, um mir ein Bild von ihrem Geist zu machen.
    Bei diesem Artikel musste ich gedrungen an das Lied einer geschätzten Kollegin denken.
    Die Kleingeldprinzessin singt über Erschlossenes Land.
    Ich selbst bin Hoch- bzw. Tiefstapler der feinsten Sorte und kann behaupten, die Kunst der Täuschung nahezu perfektioniert zu haben.
    Herr Trivers attestiert uns Ohnmacht über das eigene Bewusstsein. Das ist Mumpitz. Vielmehr machen wir von dieser „Macht“ gegenwärtig keinen Gebrauch machen, da sie uns die eigene Boshaftigkeit vor Augen führen würde.

    Gott sei Dank kann ich mir selbst glauben, Herr meines Körpers sein zu können. Andernfalls mimte ich bereitwillig das Tier.
    Herzlichst
    Der zum Tode verurteilte Aal

    Eine Leser-Empfehlung
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    ist es nich sehr skurril das in einer Gesellschaft, die angeblich darauf aus ist die Gleichberechtigung GROß zu schreiben die Leute, die skrupellos genug sind um andere zu täuschen weit mehr Anerkennung finden weil sie das Vertrauen der "leichtgläubigen" ausnutzen ?!
    kleines Beispiel..
    ihr Großvater erzählt ihnen eine Geschichte aus seinem Leben von der er behauptet, dass sie auf Tatsachen beruht. Sie sind allerdings überzeugt davon, dass er sie anlügt um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen und ihnen eine schmackhafte Geschichte aufzutischen... sind sie gewillt ihm zu glauben oder is das auch Mumpitz ?
    Meiner Meinung nach is die Täuschung ein gefährliches Spiel mit dem Vertrauen, je mehr getäuscht wird desto mehr Vertrauen schwindet...
    und nun frage ich sie, was empfänden sie als angenehmer, in einer Gesellschaft zu leben wo sie jede Sekunde darauf achten müssen ob sie getäuscht werden, oder in einer wo sie ihrem Gegenüber blind vertrauen können?!
    ein kleines Zitat zum schluss.

    Die Strafe des Lügners ist nicht, dass ihm niemand mehr glaubt, sondern dass er selbst niemandem mehr glauben kann.

    George Bernard Shaw
    MfG der Typ von nebenan ^^

    • roreri
    • 10.12.2011 um 21:55 Uhr

    von Dota Kehr lässt sich lernen!

    ist es nich sehr skurril das in einer Gesellschaft, die angeblich darauf aus ist die Gleichberechtigung GROß zu schreiben die Leute, die skrupellos genug sind um andere zu täuschen weit mehr Anerkennung finden weil sie das Vertrauen der "leichtgläubigen" ausnutzen ?!
    kleines Beispiel..
    ihr Großvater erzählt ihnen eine Geschichte aus seinem Leben von der er behauptet, dass sie auf Tatsachen beruht. Sie sind allerdings überzeugt davon, dass er sie anlügt um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen und ihnen eine schmackhafte Geschichte aufzutischen... sind sie gewillt ihm zu glauben oder is das auch Mumpitz ?
    Meiner Meinung nach is die Täuschung ein gefährliches Spiel mit dem Vertrauen, je mehr getäuscht wird desto mehr Vertrauen schwindet...
    und nun frage ich sie, was empfänden sie als angenehmer, in einer Gesellschaft zu leben wo sie jede Sekunde darauf achten müssen ob sie getäuscht werden, oder in einer wo sie ihrem Gegenüber blind vertrauen können?!
    ein kleines Zitat zum schluss.

    Die Strafe des Lügners ist nicht, dass ihm niemand mehr glaubt, sondern dass er selbst niemandem mehr glauben kann.

    George Bernard Shaw
    MfG der Typ von nebenan ^^

    • roreri
    • 10.12.2011 um 21:55 Uhr

    von Dota Kehr lässt sich lernen!

  3. täuschte Blüm seine Wähler und Trivers' Theorie legt die Vermutung nahe, dass Blüm selbst daran glaubte, um so die Wähler besser täuschen zu können. Da könnte etwas dran sein; Trivers' Gedanken sind wert, dass wir uns mit ihnen auseinandersetzen.

    Das auch Tiere ihrem Gegenüber etwas vormachen, stimmt. Als weiteres Beispiel möchte ich den Kugelfisch nennen, der sich selbst aufbläst und dadurch größer erscheint und so seinen Feind abschreckt: http://upload.wikimedia.o...

    Dass Ulrich Schnabel als Beispiel das jahrelange Herunterspielen der Schuldenkrise durch unsere Politiker anführt, begrüße ich. So sollten weiter die Gläubiger auf den Leim gehen und weiter Geld leihen. Leider haben das die Rating Agenturen vereitelt und sich allgemeinen Hass zugezogen. Solch eine Herabstufung wirkt wie ein Nadelstich, der den Kugelfisch platzen lässt.

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    war keine Täuschung. Denn die Renten der damaligen Rentnergeneration sind und waren sicher.
    Leider wird Politik und vor allem die Kommentierung derselben selten serös betrieben, weil kaum jemand an einer seriösen Aufklärung der Wähler interessiert ist.
    Blüms Aussage damals war notwendig, weil die damaligen Rentnenreform am Widerstand der damaligen Rentner als Wähler zu scheitern drohte, die gar nicht betroffen waren.
    die Opposition brachte weitergehende Reformen dadurch zu Fall, das sie bewusst diese Tatsache verschleierte.

    Es ging schon damals umd die zukünftigen Rentner, für die Rentenversicherung eine einseitiges Begünstigungs- bzw. Verlustmodell darstellt. Interressierte Kreise wollten ihrwe Privilegien nicht verlieren, die durch gesellschaftliche Veränderunge entstanden sind.

    Das ist Ihnen weitgehend gelungen, was eine deutliche Verarmung weiter Kreise in der Zukunft zur Folge haben wird.
    Riester und Co wären nämlich mit den angedachten Reformen nicht nötig geworden.
    So aber hat man die zusätzliche Beitragslast allein auf die Einkommensschwächsten verlagert und nennt das "Förderung durch den Staat". Nach den damaligen Vorstellungen hätten die einkommensstärksten die größten Verluste hinnehmen müssen, die am meisten von der demographischen Verschiebung profitieren.

    H.

    war keine Täuschung. Denn die Renten der damaligen Rentnergeneration sind und waren sicher.
    Leider wird Politik und vor allem die Kommentierung derselben selten serös betrieben, weil kaum jemand an einer seriösen Aufklärung der Wähler interessiert ist.
    Blüms Aussage damals war notwendig, weil die damaligen Rentnenreform am Widerstand der damaligen Rentner als Wähler zu scheitern drohte, die gar nicht betroffen waren.
    die Opposition brachte weitergehende Reformen dadurch zu Fall, das sie bewusst diese Tatsache verschleierte.

    Es ging schon damals umd die zukünftigen Rentner, für die Rentenversicherung eine einseitiges Begünstigungs- bzw. Verlustmodell darstellt. Interressierte Kreise wollten ihrwe Privilegien nicht verlieren, die durch gesellschaftliche Veränderunge entstanden sind.

    Das ist Ihnen weitgehend gelungen, was eine deutliche Verarmung weiter Kreise in der Zukunft zur Folge haben wird.
    Riester und Co wären nämlich mit den angedachten Reformen nicht nötig geworden.
    So aber hat man die zusätzliche Beitragslast allein auf die Einkommensschwächsten verlagert und nennt das "Förderung durch den Staat". Nach den damaligen Vorstellungen hätten die einkommensstärksten die größten Verluste hinnehmen müssen, die am meisten von der demographischen Verschiebung profitieren.

    H.

  4. Leseempfehlung: Ibsens Dramen

    Das geht es immer um die Refelxion über die Selbststäuschung und wie sagte der Schriftsteller so schön:

    Jeder hat eine Leiche im Keller.

  5. sich durch vorgetäuschtes Weinen Vorteile zu verschaffen." -sie lernen es nicht, sondern haben es bis dahin gelernt; das aber auch nur, wenn ihr Vortäuschen nicht erkannt wurde und es ihnen Vorteile (Aufmerksamkeit statt Nichtbeachtung) verschaffte! Liebende Zuwendung zum Kind bringt keinen Lügner hervor. - Was mich an diesem Artikel freut, ist, daß bei allen angeführten Beispielen immer ein erklecklicher Teil Menschen dabei ist, der offensichtlich nicht zu den Täuschern gehört; wieso gibt es eigentlich diese? - Wir finden also Menschen in Machtpositionen, die sich nicht umgehend korrumpieren ließen, usw. usf. etc. - Intelligenz alleine ist noch lange keine Klugheit - sie kann mich, gepaart mit negativen Charaktereigenschaften (Lügner), so fest an der Lüge halten lassen, daß ich in dem Gespinnst verfangen bleibe und immer noch eine Lage zusätzlich herumspinne! Das hat mich bei KTvuzG daran erinnert, daß er vom ersten Schrei seines Lebens an lernen mußte, schon Elite zu sein (!), nicht erst kraft der Entfaltung seiner Fähigkeiten zu werden. Bei ihm erscheint es mir, daß er bei diesem einmal Erlernten verbleiben, immer mehr um seinen Kokon herumspinnen wird - bis zum bittersten Ende. - Lügen sind auch in der feinsten Ausführung emotional erkennbar. Es kommt darauf an, wie das Gegenüber reagiert, ob es einem Lügner den Erfolg läßt oder nicht - und das so früh wie möglich. Dann läßt sich die Intelligenz über bessere Charaktereigenschaften in positive Bahnen lenken. -

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    Gerade der erste Teil ihres Kommentars spricht Bände. Ich hoffe inständig und innig, dass Sie unsere Kinder nicht zum lügen konditionieren. Es würde mich freuen, entzöge man Soziopathen, wie mir, den Nährboden.

    • 2b
    • 10.12.2011 um 14:59 Uhr

    da Mensch (also ich zB auch) keinen generellen Überblick über das Weltgeschehen finden kann, bei Wahl aber dazu genötigt wird, für eine oder anteilig mehrere "Partei(en)" die Stimme zu vergeben (drängende Bedürfnisse priorisierend), stellt sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit (eher Vielsichtigkeit) öffentlicher Einschätzungen der Welterfahrenen (Politiker generell?).
    Da Volksvertreter für sich in Anspruch nehmen (offiziell) die Wähler zu repräsentieren, sollten deren Aussagen (in einem funktionierenden Regelkreis) durch die Realität vieler geeicht werden (wenn das Vertrauen dafür in deren Handlungskoherenz gefördert wurde).

    Das ist ein hoher Anspruch an die Bildung (bewusst als eine Form von (Ver)Klärung unserer Illusionen vor Trübungen) jedes Einzelnen Unserer WeltLebensgemeinschaften, welcher über Elitenbildung hinausgeht und für dessen Umsetzung man in einer industriell und highTech_geprägten Region dieses Planeten Vorsorge treffen wollte? Es geht mir nicht um die Wahl einer Seite, sondern um den Sinn in der Zeit (wenn dann Herr Schmidt all den Beifall mässigt (was scheinbar am wirksamsten ist, wenn man die eigene Gruppe mitkritisiert), dann möchte er vielleicht einfach nur LebensZeit sparen _ ein weises Vorbild finde ich darin)

    Gerade der erste Teil ihres Kommentars spricht Bände. Ich hoffe inständig und innig, dass Sie unsere Kinder nicht zum lügen konditionieren. Es würde mich freuen, entzöge man Soziopathen, wie mir, den Nährboden.

    • 2b
    • 10.12.2011 um 14:59 Uhr

    da Mensch (also ich zB auch) keinen generellen Überblick über das Weltgeschehen finden kann, bei Wahl aber dazu genötigt wird, für eine oder anteilig mehrere "Partei(en)" die Stimme zu vergeben (drängende Bedürfnisse priorisierend), stellt sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit (eher Vielsichtigkeit) öffentlicher Einschätzungen der Welterfahrenen (Politiker generell?).
    Da Volksvertreter für sich in Anspruch nehmen (offiziell) die Wähler zu repräsentieren, sollten deren Aussagen (in einem funktionierenden Regelkreis) durch die Realität vieler geeicht werden (wenn das Vertrauen dafür in deren Handlungskoherenz gefördert wurde).

    Das ist ein hoher Anspruch an die Bildung (bewusst als eine Form von (Ver)Klärung unserer Illusionen vor Trübungen) jedes Einzelnen Unserer WeltLebensgemeinschaften, welcher über Elitenbildung hinausgeht und für dessen Umsetzung man in einer industriell und highTech_geprägten Region dieses Planeten Vorsorge treffen wollte? Es geht mir nicht um die Wahl einer Seite, sondern um den Sinn in der Zeit (wenn dann Herr Schmidt all den Beifall mässigt (was scheinbar am wirksamsten ist, wenn man die eigene Gruppe mitkritisiert), dann möchte er vielleicht einfach nur LebensZeit sparen _ ein weises Vorbild finde ich darin)

  6. Eine Leser-Empfehlung
  7. Gerade der erste Teil ihres Kommentars spricht Bände. Ich hoffe inständig und innig, dass Sie unsere Kinder nicht zum lügen konditionieren. Es würde mich freuen, entzöge man Soziopathen, wie mir, den Nährboden.

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    Ein Lügner sind Sie, wie wir alle, und vielleicht depressiv *, aber kein Soziopath, weil es Ihnen sonst egal wäre, ob man Soziopathen den Nährboden entzieht. Leute mit schwerer narzisstischer Persönlichkeitsstörung zeichnen sich i.d.R. durch ein extrem geringes Mass an kritischer Selbstreflexion und Empathiefähigkeit aus. Ursache ist meist eine strenge kalte Erziehung, durch die Kinder leistungsmässig überfordert werden. Solche Leute sind gefährlich und sollten keine leitende Funktion übernehmen - was leider häufig der Fall ist!

    * Bipolarität (meist Typ II) wird häufig als Depression fehldiagnostiziert, weil die Depression und das schizoide Verhalten (sozialer Rückzug) Folgeprobleme der Bipolarität sind. Unter "bipolar" stellen sich die meisten Laien monatelange Phasen vor, in denen sich Hochgefühl und Niedergeschlagenheit abwechseln. Aber es ist komplizierter. Die Phasen können sehr unterschiedlich lang sein (von halbjährlich bis zu mehrmals am Tag). Ausserdem bestehen während der hypomanischen Phase nicht unbedingt ganz grosse Glücksgefühle. Vielmehr handelt es sich um eine Periode, in der besonders viel Energie und Leistungsfähigkeit besteht. Der Betroffene kommt dann mit sehr wenig Schlaf aus, macht grosse Pläne oder widmet sich extrem konzentriert einem bestimmten Projekt. Extremes Selbstbewusstsein kann ebenso vorhanden sein wie Glückseligkeit oder Aggressivität gegenüber "Störern". Kein Wunder, dass Trivers während seiner Arbeit mit Kollegen in Konflikt geraten ist.

    Ein Lügner sind Sie, wie wir alle, und vielleicht depressiv *, aber kein Soziopath, weil es Ihnen sonst egal wäre, ob man Soziopathen den Nährboden entzieht. Leute mit schwerer narzisstischer Persönlichkeitsstörung zeichnen sich i.d.R. durch ein extrem geringes Mass an kritischer Selbstreflexion und Empathiefähigkeit aus. Ursache ist meist eine strenge kalte Erziehung, durch die Kinder leistungsmässig überfordert werden. Solche Leute sind gefährlich und sollten keine leitende Funktion übernehmen - was leider häufig der Fall ist!

    * Bipolarität (meist Typ II) wird häufig als Depression fehldiagnostiziert, weil die Depression und das schizoide Verhalten (sozialer Rückzug) Folgeprobleme der Bipolarität sind. Unter "bipolar" stellen sich die meisten Laien monatelange Phasen vor, in denen sich Hochgefühl und Niedergeschlagenheit abwechseln. Aber es ist komplizierter. Die Phasen können sehr unterschiedlich lang sein (von halbjährlich bis zu mehrmals am Tag). Ausserdem bestehen während der hypomanischen Phase nicht unbedingt ganz grosse Glücksgefühle. Vielmehr handelt es sich um eine Periode, in der besonders viel Energie und Leistungsfähigkeit besteht. Der Betroffene kommt dann mit sehr wenig Schlaf aus, macht grosse Pläne oder widmet sich extrem konzentriert einem bestimmten Projekt. Extremes Selbstbewusstsein kann ebenso vorhanden sein wie Glückseligkeit oder Aggressivität gegenüber "Störern". Kein Wunder, dass Trivers während seiner Arbeit mit Kollegen in Konflikt geraten ist.

  8. Wissenschaftliches Arbeiten erscheint zunehmend als Potpourri
    wissenschaftlicher Meinungen und wird - in der Zusammenstellung - als eigene Leistung betrachtet (siehe zu Guttenberg). Ich bin darüber befremdet, daß bspw. einer Studienrätin ( Fach Deutsch) nicht einmal der Begriff "Hermeneutik", geschweige denn dessen Inhalt, geläufig ist. Und da wundern wir uns noch?

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