SteuerpolitikDas Märchen von den Reichen

Es ist eine Legende, dass die Topverdiener den Großteil der Steuern zahlen. Die Masse tut’s. von 

Millionärinnen beim Einkaufen

Millionärinnen beim Einkaufen  |  © Spencer Platt/Getty Images

Die Statistiker vom Wiesbadener Bundesamt interessierten sich neulich für die oberen 383.000. Auf diese krumme Zahl kommt man, wenn man die Zahl aller Steuerpflichtigen durch hundert teilt, um jene ein Prozent zu ermitteln, die am meisten zahlen müssen.

Es handelt sich um lauter Menschen, die mehr als 172.000 Euro im Jahr verdienen. Ihre Zahlungen in die Staatskasse summierten sich im Jahr 2007 zu einem Betrag von 53 Milliarden Euro, das waren 25 Prozent des gesamten Aufkommens an Lohn- und Einkommensteuer .

Anzeige

Ein Prozent der Steuerzahler trägt ein Viertel der Gesamtlast! Mit dieser Botschaft erzeugen die Statistiker, gewollt oder ungewollt, den Eindruck, die Reichen in diesem Land schulterten eine besonders schwere Bürde. Solche Rechnungen sind beliebt. Dass eine Eliteeinheit von Gutverdienern den Staat finanziere, dieses Argument durchzieht seit einigen Jahren die steuerpolitische Diskussion in Deutschland. Aber stimmt es auch?

Die Zahlen aus Wiesbaden sind natürlich nicht falsch. Sie korrespondieren mit Berechnungen, die das Wirtschaftsforschungsinstitut DIW immer mal wieder angestellt hat. Aber sie können gleichwohl einen falschen Eindruck erzeugen.

Die Raucher zahlen mehr Steuern als die Aktionäre

Schaut man sich die Spitzenverdiener an, so zeigt sich, dass auf dieses eine Prozent der Steuerzahler 13,1 Prozent der Einkünfte entfallen. Die Reichen tragen also doppelt so stark zum Einkommensteuer-Aufkommen bei, wie es ihrem Anteil an den Einkünften entspricht. Das ist nicht übermäßig.

Dass die Besserverdienenden überproportional besteuert werden, ergibt sich aus der Verfassung, nach der Deutschland ein Sozialstaat ist. Er verteilt die Einkommen seiner Bürger in einem gewissen Maße um, weil das, was die Einzelnen am Markt für sich herausholen, nicht dem entspricht, was mehrheitlich als gerecht empfunden wird.

Die Reichen zahlen heute einen Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Dazu kommt die sogenannte Reichensteuer , das ist ein auf Betreiben der SPD 2007 eingeführter Aufschlag für die besonders gut Verdienenden. Ab einem Einkommen von 250.731 Euro beträgt der Steuersatz 45 Prozent. Mit Solidaritätszuschlag sind es 47,5 Prozent.

Die Sozialdemokraten haben auf ihrem Parteitag gerade beschlossen, den Spitzensteuersatz auf 49 Prozent hinaufzusetzen, falls sie bei der nächsten Bundestagswahl die Macht gewinnen. Er soll aber erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro (bisher: 53.000 Euro) greifen. Damit würde die Partei teilweise ihre Politik früherer Jahre korrigieren, als sie ihre Regierungsmacht auch dazu nutzte, die Bezieher hoher Einkommen zu entlasten.

Was beim Spitzensteuersatz meist übersehen wird: Er wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet, sondern nur auf dessen oberen Teil. Der tatsächliche Steuersatz beträgt selbst bei Menschen mit Jahreseinkünften von mehr als fünf Millionen Euro 37 Prozent, wie die Statistiker ermittelt haben.

Will man die Zahlen politisch einordnen, muss man bedenken, dass es sich bei den Spitzenverdienern nicht etwa um besonders fleißige Arbeitnehmer handelt, sondern meist um Selbstständige und Unternehmer . Darunter sind sogar Mittelständler mit Millionenumsätzen, denen ihr Unternehmen persönlich gehört. In ihrem Fall ist die Einkommensteuer in Wahrheit eine Unternehmenssteuer, die sich nach dem erwirtschafteten Gewinn richtet, und keine Steuer auf Arbeit, wie es den Anschein hat.

Leserkommentare
    • Gerry10
    • 12. Dezember 2011 11:15 Uhr

    ...ist aber auch eine der wenigen Steuern die man nicht zahlen "muss".
    Die zahlt man freiwillig, denn niemand zwingt einem zum Rauchen.

    Ansonsten recht interressanter Artikel, der bestätigt was die meisten Druchschnittsbürger denken...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...wenn man es genau nimmt, zwingt einen das Rauchen zum Rauchen, schließlich ist es eine Sucht - und damit eine Krankheit und keine (wie es so oft bagatellisierend genannt wird) schlechte Angewohnheit.

    Im Grunde haben Sie aber natürlich Recht - wäre der Staat ernsthaft an der Volksgesundheit interessiert, würde er den Verkauf (nicht den Konsum!) von Tabakwaren verbieten, damit sich niemand mehr an Elend und Tod von millionen Süchtiger bereichern kann.

    Aber zum Thema: Interessanter Artikel, der dankenswerter Weise darauf hinweist, dass es unredlich ist, die angeblich übermäßige Steuerbelastung der Bestverdiener mit aus dem Kontext gerissenen Statistiken zu belegen. Wer reich ist und Millionen verdient, wird durch eine prozentuale Abgabe schwerlich arm werden.

    • tufelix
    • 12. Dezember 2011 13:00 Uhr

    Alkohol und Benzin. Man kann möglichst sparsame Autos fahren, und man muss für Kurzstrecken gar kein Auto benutzen.

  1. ...wenn man es genau nimmt, zwingt einen das Rauchen zum Rauchen, schließlich ist es eine Sucht - und damit eine Krankheit und keine (wie es so oft bagatellisierend genannt wird) schlechte Angewohnheit.

    Im Grunde haben Sie aber natürlich Recht - wäre der Staat ernsthaft an der Volksgesundheit interessiert, würde er den Verkauf (nicht den Konsum!) von Tabakwaren verbieten, damit sich niemand mehr an Elend und Tod von millionen Süchtiger bereichern kann.

    Aber zum Thema: Interessanter Artikel, der dankenswerter Weise darauf hinweist, dass es unredlich ist, die angeblich übermäßige Steuerbelastung der Bestverdiener mit aus dem Kontext gerissenen Statistiken zu belegen. Wer reich ist und Millionen verdient, wird durch eine prozentuale Abgabe schwerlich arm werden.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • GDH
    • 12. Dezember 2011 16:20 Uhr

    Sie schreiben "wäre der Staat ernsthaft an der Volksgesundheit interessiert, würde er den Verkauf (nicht den Konsum!) von Tabakwaren verbieten, damit sich niemand mehr an Elend und Tod von millionen Süchtiger bereichern kann.".

    Das stimmt so nicht: Gäbe es ein Tabakverbot, gäbe es keine Steuereinnahmen mehr aus dem Konsum sondern Margen für Schmuggler (die ihr Einkommen natürlich nicht versteuern würden).

    Ansonsten: Interessant ist der Artikel allemal.
    Wie an den Beispielen Tabak und Energie schon angesprochen ist es aber nicht alleiniger Zweck von Steuern, eine Verteilungswirkung zu erzielen. Dafür eignen sich z.B. Steuern auf Einkommen, Kapitalerträge und Erbschaften. Aus diesen Einnahmen kann der Staat dann umverteilen damit eine irgendwie faire Einkommensverteilung herauskommt und sich ein Jeder das Leben in gewisser Weise leisten kann.
    Da andere Steuern (z.B. Tabak, Alkohol, Energie) eher dem Setzen von Verbrauchsanreizen dienen, sollten diese nicht in erster Linie unter Verteilungsgesichtspunkten festgelegt werden (besser dann mit einer anderen Gewichtung der erstgenannten Steuern einer unerwünschten Verteilungswirkung entgegenwirken.).

  2. der schlicht ignoriert, das nicht Arbeit = Leistung ist und auch nicht gleich Verdienst.
    Tagtäglich stehen auch Artikel in der Zeitung, die beweisen, wie rar Menschen sind, die wirklich erfolgreich ein Unternehmen führen können. Der Autor dieses Artikels gehört mit Sicherheit nicht dazu.

    Letztlich ist schon der Gedankengang falsch, der davon ausgeht, das der Staat zuwenig Steuern erzielt.
    Vermutlich wären 2/3 der kleinen Selbständigen pleite oder würden mangels Rentierlichkeit aufgeben, wenn wirklich jede Ausgabe, die auch als privat angesehen werden könnte, nicht mehr von den Erträgen abgesetzt werden könnte.
    Tatsächlich ist der eigentlich Skandal, dass Arbeitnehmer das nicht oder nur sehr eingeschränkt dürfen.
    Letzteres lässt sich aber immerhin mit dem mangelnden Risiko rechtfertigen, das bei weitem nicht dem unternehmerischen Risiko entspricht.

    Viele Reiche gerade in der geschilderten Klientel (also mittelständische Unternehmer, nicht Manager von Konzernen) sind auch durchaus bereit mehr Steuern zu zahlen, nur würde das den Geldhunger der Politik niemals sättigen, eben weil diese Gruppe rein zahlenmäßig dafür viel zu klein ist. Deshalb dienen solche Artikel letztlich auch nur einem Zweck, Neid zu erwecken, damit eien Handhabe besteht um Steuern zu erhöhen.
    Seriös ist das nicht, nicht mal sozial. Man fragt sich ob es Dummheit sein könnte, von Menschen, die nie Risken tragen müssen.

    H.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hele123
    • 12. Dezember 2011 11:53 Uhr

    Wir können unsere Schuldenprobleme nicht lösen, indem wir nur sparen, sparen. Dies führt geradewegs in die Rezession.

    Der einzige konjunkturverträgliche Weg aus der Schuldenfalle ist eine höhere Besteuerung der Besserverdienenden und Vermögenden.
    Aber die Fakten ( z.B. die zahllosen Privilegien der Selbständigen )sind ja alle bekannt, siehe Artikel.

    Warum gehen die etablierten Parteien das Thema nicht an???
    Höchststeuersatz ab 100000 Euro für Ledige bei unzähligen Ausnahmen ? Lächerlich!!!

    • Morbox
    • 12. Dezember 2011 12:40 Uhr

    Klar. Nicht jeder ist ein fähiger Lehrer. Nicht jeder kann ordentliche Wissenschaft betreiben. Ist das weniger wichtig? Unternehmer übernehmen viel Verantwortung und dafür verdienen sie auch mehr Geld als viele andere. Richtig. Aber es gibt Grenzen und man sollte die Wichtigkeit des Ganzen auch nicht überbewerten. Vergleichen Sie einmal Managergehälter in Relation zu Arbeitergehältern vor 40 Jahren und heute. Haben sich die Unternehmer damals beschwert, dass sie zu wenig verdienen? Haben sie zu wenig verdient? Muss man denn unbedingt so viel mehr verdienen, wie es vielleicht (vielleicht!) gerechtfertigt ist, auch wenn man mit seinem Geld irgendwann kaum noch was anzufangen weiß? Unter gerecht verstehe ich nämlich was anderes. Und in unserem Grundrecht steht von dieser Art von Gerechtigkeit auch nichts drin. Ich würde zudem nicht sagen, dass sich der Artikel stark auf mittelständische Unternehmen bezieht.

    Neid folgt der Gier.

    Wenn wir endlich Gier-Debatten hätten, wären wir der Lösung bedeutend näher. Der Gier der sg. Leistungsträger wurde die letzten Jahrzehnte viel zu häufig nachgegeben.

    schon folgt der überaus schöne aber doch langweilige Versuch der Totschlagbegriff das Thema umzubiegen.

    Der Begriff lautet: Neid.

    Dabei geht es nicht um Neid, sondern um Gleichbehandlung.

    Wenn z.B auf privat genutzte Firmenwagen verwiesen wird. Warum muss es ein Mobil für 75, 100 oder 250 tsd. Euro sein? Bei dem selbstverständlich jede Inspektion, jeder Instandhaltung, jede Tankrechnung und selbstverständlich die Abschreibung der Anschaffung selber über fünf Jahre am Ende als Kosten der Firma gelten und sich also Steuermindernd auswirken.

    http://www.focus.de/finan...

    Die Kosten werden also recht umfänglich sozialisiert.

    Alles was unterhalb des mittleren Managments arbeitet und keinen Dienstwagen fahren darf trägt alle Kosten alleine und das wirkt sich faktisch NICHT steuermindernd aus.

    Verträgt sich das mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz? Ich denke zu keiner Zeit.

    Klar sind die steuerlichen vergünstigungen für die kleinen Selbstständigen existientiell Notwendig, aber ich bin sicher, daß sich in dem 1% keiner dieser kleinen Selbstständigen und ex Ich-AGler wiederfindet.

    Aber es ist bezeichnend, wie diese Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen benutzt werden um ihre Gier der Großverdiener zu rechtfertigen, denn jene zitierten 1 % würde auch dann nicht von Brotkannten leben müssen, wenn man diese steuerlichen Privilegien streichen würde. und das sich ihr Einkommen seit 1990 erheblich besser entwickelt hat, als dass von dem kleinen Lohnabhängigen ist auch nicht mit der erheblichen Mehrleistungen der Großverdiener zu rechtfertigen, denn die mußten sie auch vor 1990 erbringen.

    • Hickey
    • 13. Dezember 2011 8:17 Uhr

    den sie da schreiben.

    Ich arbeite in der Steuerbranche und sehe täglich was da passiert.

    Ein gscheiter findiger Unternehmer gründet z.b. eine GmbH in der er selbst Geschäftsführer ist.

    Er kann sich somit ein Gehalt zahlen, das er wiederum in seiner Firma von der Steuer absetzten kann.

    Zusätzlich dazu kann er etliche Gebrauchsgegenstände von der Steuer abziehen die nicht direkt im Zusammenhang mit seiner Arbeit stehen.

    Außerdem könnte er Gegenstände von sich selbst an die Firma vermieten, sozusagen eine win/win Sitation, da er selbst Einnahmen generiert, die Firma aber einen Aufwand zu verbuchen hat.

    Im Grunde genommen ist es so wie im Artikel beschrieben...die armen(dummen) zahlen Steuern, während die schlauen(reichen) das Geld dazu haben Steuerberater anzustellen um jeden Cent einzusparen.

    Bin mir über die genaue Zahl nicht sicher, aber die Deutschen Steuerzahler verschenken jedes Jahr ein paar Milliarden an den Staat weil sie ihre Steuererklärung nicht machen.

    Merke:
    Wer vom Finanzamt aufgefordert wird, seine ESt. einzureichen muss fast immer was zahlen und bekommt selten was raus.

    Wer vom Finanzamt nicht aufgefordert wird, seine ESt. einzureichen, hat möglichweise ein Guthaben, auf das einen das Finanzamt natürlich nicht hinweisen will :)

  3. Die Ausführungen zum Spitzensteuersatz sind korrekt, aber wohl absichtlich manipulativ.
    Geschickter Weise wird von einer Durchschnittsbelastung von 37 % für Jahreseinkünfte von 5 Mio € gesprochen.
    Jahreseinkünfte sind aber nicht das zu verst. Einkommen.
    Hier wird suggeriert, dass Menschen mit einem verfügbaren Einkommen nur eine Steuerlast von 37 % hätten, das ist in dieser Aussage, aber glatt gelogen!
    Wer 5 Millionen ZVE hat, für den fällt die Geringerbesteuerung unter 42% nur für die ersten 50.000 bzw. 100.000 € an, der Rest wird mit 42 % , alles oberhalb 250.000 € mit 45% besteuert.

    H.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Timnik
    • 12. Dezember 2011 12:03 Uhr

    Es ist richtig, dass das ZVE bei 2 Steuerpflichtige ab 104000€ mit 42% versteuert wird! Richtig ist aber auch, dass der durchschnittliche Steuersatz für dieses Klierntel bei 37 % liegt! Sie manipulieren wie üblich! Der Autor sprach nicht vom ZVE, sondern vom Gesamteinkommen! Und da bleiben sie die Antwort schuldig, warum das so ist!

    Die Jammerdiskussion der überproportienal"verdieneneden" ist nähmlich völlig fehl! Sie wird trotzdem in jeder Talkshow wiederholt!
    Wie sagte Orwell schon?
    Richtig!
    Die Lüge wird zur Wahrheit, wenn sie oft genug wiederholt wird!
    Die Reichen in Deutschland zahlen weniger Steuern als in fast allen europäischen Ländern!
    Und wenn man die Gesamtabgaben betrachtet, dann zahlen die Arbeitnehmer die meisten Abgaben
    Aber das wird ausgeblendet!

    • RD1
    • 12. Dezember 2011 15:37 Uhr

    "Was beim Spitzensteuersatz meist übersehen wird: Er wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet, sondern nur auf dessen oberen Teil. Der tatsächliche Steuersatz beträgt selbst bei Menschen mit Jahreseinkünften von mehr als fünf Millionen Euro 37 Prozent, wie die Statistiker ermittelt haben."

    Wenn man keine Ahnung hat dann sollte man den Mund halten.

    Der Autor spricht vom gesamten Einkommen.
    Das Einkommen ist in § 2 Abs. 4 EStG definiert:
    "Der Gesamtbetrag der Einkünfte, vermindert um die Sonderausgaben und die außergewöhnlichen Belastungen, ist das Einkommen"
    "Das Einkommen, vermindert um die Freibeträge nach § 32 Absatz 6 und um die sonstigen vom Einkommen abzuziehenden Beträge, ist das zu versteuernde Einkommen"

    Bei einem Einkommen zu versteuernden Einkommen von EUR 5.000.000 sind EUR 2.234.306 ESt und EUR 122.886 SolZ zu zahlen. Das sind genau 44,6861 % Durchscnittsteuersatz.

    Die 37% können nur durch den auf 25% verminderten Steuersatz auf Kapitaleinkünfte zustande kommen.

    Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, falls die Kapitaleinkünfte aus Gewinnausschüttungen bestehen, die Unternehmen (AG oder GmbH) bereits vorher ca. 30% von ihrem Gewinn als KöSt und GewSt bezahlt haben.

    Was übrig bleibt ist jetzt lediglich die Kritik, dass nur 25 % auf Zinseinkünfte erhoben werden.

    • hele123
    • 12. Dezember 2011 11:53 Uhr

    Wir können unsere Schuldenprobleme nicht lösen, indem wir nur sparen, sparen. Dies führt geradewegs in die Rezession.

    Der einzige konjunkturverträgliche Weg aus der Schuldenfalle ist eine höhere Besteuerung der Besserverdienenden und Vermögenden.
    Aber die Fakten ( z.B. die zahllosen Privilegien der Selbständigen )sind ja alle bekannt, siehe Artikel.

    Warum gehen die etablierten Parteien das Thema nicht an???
    Höchststeuersatz ab 100000 Euro für Ledige bei unzähligen Ausnahmen ? Lächerlich!!!

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Gerade der Hunger dees Staates ist ja Ursache der Krise, eben weil er immer Geld ausgibt, das er nicht hat.
    Jeder Privatmann undauch Unternehmer der ständig seine Ausgaben über dne Einnahmen hält obwohl diese einnahmen kontinuierlich steigen, auch im Verhältnis zum Sozilprodukt, würde wegen Konkursverschleppung in dne Knast wandern.
    Dann das Desaster als Grund zu benutzen fröhlich so weiterzumachen, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Manche Arbeitnehmer haben für solches Verhalten schon versucht Arbeitgeber zu lynchen. Wieso soll das in der politik anders sein, die nicht mal mit eigenem Geld oder eigenem Risiko hantieren?

    H.

  4. Der Artikel ist Absatz für Absatz purer Nonsens und voller Logikfehler.
    - Wir leben in einem Sozialstaat, weil wir hohe Einkommen unfair finden. Ach deswegen.
    - Die Reichen zahlen gar nicht so viel Steuer, da der Spitzensteuersatz erst ab 53.000,- Euro greift. Logik?
    - Selbstständige und Unternehmer sind faul und bekommen das Geld geschenkt. Dumm wer fleißiger Angestellte wird.
    - Reiche können auch private Kosten absetzen. Strafbar.
    - Arme Leute werden zum Rauchen gezwungen. … Ich habe aufgehört zu lesen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hele123
    • 12. Dezember 2011 12:08 Uhr

    sie sollten den Artikel besser zu Ende lesen. Er enthält nur Fakten.
    - auch hohe Einkommen sollten gerecht besteuert werden. Die hohe Mehrwertsteuer trifft vor allem den kleinen Mann.
    - Die Selbständigen haben jede Möglichkeit, ihr Einkommen runterzurechnen. Sie zahlen nicht einmal in die Rentenversicherung. Sie können ihr fürs Alter Angesparte vererben im Gegensatz zum Angestellten und wollen dafür natürlich auch keine Erbschaftssteuer zahlen...

  5. Gerade der Hunger dees Staates ist ja Ursache der Krise, eben weil er immer Geld ausgibt, das er nicht hat.
    Jeder Privatmann undauch Unternehmer der ständig seine Ausgaben über dne Einnahmen hält obwohl diese einnahmen kontinuierlich steigen, auch im Verhältnis zum Sozilprodukt, würde wegen Konkursverschleppung in dne Knast wandern.
    Dann das Desaster als Grund zu benutzen fröhlich so weiterzumachen, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Manche Arbeitnehmer haben für solches Verhalten schon versucht Arbeitgeber zu lynchen. Wieso soll das in der politik anders sein, die nicht mal mit eigenem Geld oder eigenem Risiko hantieren?

    H.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hele123
    • 12. Dezember 2011 12:17 Uhr

    Warum ist denn der Staat ausgehungert ?

    Weil unter schwarz-gelb und rot-grün die Unternehmensteuern
    massiv gesenkt worden sind (immer unter Hinweis auf Irland!), der Spitzensteuersatz ebenso, die Erbschaftssteuer ebenso, die Vermögenssteuer ganz abgeschafft! Wenn der Staat ( also wir, die Gesellschaft ) freiwillig auf Einnahmen verzichtet, ist er natürlich ausgehungert.

    • Timnik
    • 12. Dezember 2011 12:03 Uhr

    Es ist richtig, dass das ZVE bei 2 Steuerpflichtige ab 104000€ mit 42% versteuert wird! Richtig ist aber auch, dass der durchschnittliche Steuersatz für dieses Klierntel bei 37 % liegt! Sie manipulieren wie üblich! Der Autor sprach nicht vom ZVE, sondern vom Gesamteinkommen! Und da bleiben sie die Antwort schuldig, warum das so ist!

    Die Jammerdiskussion der überproportienal"verdieneneden" ist nähmlich völlig fehl! Sie wird trotzdem in jeder Talkshow wiederholt!
    Wie sagte Orwell schon?
    Richtig!
    Die Lüge wird zur Wahrheit, wenn sie oft genug wiederholt wird!
    Die Reichen in Deutschland zahlen weniger Steuern als in fast allen europäischen Ländern!
    Und wenn man die Gesamtabgaben betrachtet, dann zahlen die Arbeitnehmer die meisten Abgaben
    Aber das wird ausgeblendet!

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Bewusste Irreführung?"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Schlagworte SPD | CDU | Einkommen | Energiesteuer | Euro | Mehrwertsteuer
Service