Reichtum Wie werde ich Milliardär?

Große Vermögen entstehen nicht im fairen Wettstreit. Erst später leistet man sich Rechtschaffenheit.

Bin ich vielleicht Rockefeller? Nicht allzu viele Sätze sind auf der Welt öfter gefallen als dieser. Und die Menschen, die ihn sagen, um Wünsche oder Ansprüche anderer abzuwimmeln oder einfach nur einen Spaß zu machen – sie haben recht mit dem, was ihre rhetorische Frage suggeriert. Sie sind beileibe nicht wie Rockefeller.

Der Imperiengründer John D. Rockefeller war ein ungewöhnlicher Mann – ungewöhnlich hart zu sich und allen anderen. Besonders rücksichtslos behandelte er die Konkurrenz, und das wollte etwas heißen in den wilden Jahren nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Rockefeller zielte darauf ab, die zersplitterte Ölindustrie der Vereinigten Staaten in einem Konzern zu vereinigen. In seinem Konzern. Mit den rüdesten Methoden drängte er eine Firma nach der anderen ins Aus, um sie dann stillzulegen. Schließlich vereinte Rockefellers Standard Oil 90 Prozent der Ölproduktion im Land. Viele Gründer hatten ihre Firmen verloren, viele Mitarbeiter ihre Jobs. Aber einer hatte alles gewonnen.

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So ungewöhnlich der Mann, so gewöhnlich die Geschichte. Die richtig großen Vermögen werden nicht im freundlichen Miteinander geschaffen, sie entstehen im brutalen geschäftlichen Ringen. Das gilt für den Kampf um Goldminen genauso wie beim Aufbau neuer Märkte. Als der gelernte Verkäufer Ray Kroc ein neuartiges, faszinierendes Fast-Food-Lokal in Kalifornien entdeckte, drängte er sich erst den Besitzern auf, den Brüdern McDonald, um sie dann aus dem Geschäft zu werfen. Der Rest ist Wirtschaftsgeschichte.

Wer nun glaubt, so etwas geschehe nur im wilden Amerika, der sollte sich einmal anschauen, wie Gottlieb Daimler von seinen Partnern gleich mehrfach aus dem Unternehmen vertrieben wurde. Pionierzeiten sind Kampfzeiten. Schöpfer und Zerstörer seien die großen Unternehmer, hat Joseph Schumpeter gesagt. Sie schaffen einen Markt, ein Imperium, aber sie zerstören dabei gerne alles, was ihnen im Weg steht. Sind sie erst mal unangefochten und milliardenschwer, dann zeigen sie oft ihre nette Seite, schaffen große Stiftungen, versuchen eine Krankheit auszurotten oder einen Kontinent zu retten. Wenn nicht sie, dann spätestens ihre Kinder.

Geld zu scheffeln ist so gut wie nie das vornehmliche Ziel der großen Unternehmer. Das unterscheidet sie beispielsweise von den Hedgefondsmanagern, die in der Finanzkrise Milliarden machten, indem sie auf den Zusammenbruch von Millionen Hypotheken wetteten. Doch wenn die Unternehmer es erst einmal haben, das große Geld, so halten sie und mehr noch ihre Erben es auch für verdient. Es ist der Beweis ihrer Anstrengung, ihres Glücks, ihrer Überlegenheit. Bald sind die Methoden vergessen, mit denen sie gewannen. Dann wirkt es oft so, als hätte der Gründer den Menschen etwas geschenkt. Vom brutalen Verteilungskampf, der auch Teil fast jeder großen Gründungsgeschichte ist, wird dann kaum mehr geredet.

Bei Bill Gates, dem derzeit vielleicht größten Wohltäter der Menschheit, ist es noch gar nicht lange her, dass er in seiner Branche und weit darüber hinaus verhasst war. Das näselnde Genie aus Seattle legte erst die große IBM aufs Kreuz und schuf sich dann mit einem Betriebssystem (erst MS-DOS, später Windows) für die meisten auf der Welt verkauften Computer beinahe ein Monopol. Das nutzte er schließlich, um Konkurrenten von verwandten Märkten zu verdrängen, egal, ob sie nun ein Schreibprogramm vertrieben oder eine Software zum Navigieren im Internet. Die Konkurrenz klagte in den Medien und vor Gericht, Beamte in Washington und Brüssel ermittelten. Doch ehe ernsthafte Konsequenzen gezogen wurden, war Gates schon der reichste Mann der Welt. Mit der gleichen Konsequenz gründete er dann seine Stiftung, ging Krankheiten und Armutsprobleme in Afrika an und animierte andere Milliardäre, sich ebenfalls dem Gemeinsinn zu verschreiben.

Immer allerdings hatte Gates gesagt, dass er 95 Prozent seines Geldes spenden werde. Seine Kinder sollten sich selbst ihr Vermögen verdienen, schließlich hätten sie schon Startvorteile genug. Damit war er vielen Milliardärsfreunden deutlich an moralischer Einsicht ins Glück des Erfolgreichen voraus.

Leser-Kommentare
  1. schon lustig, wie weit sich die bild hier in die meinungsbildung einbringt und schamlos agenda-setting zugunsten bestimmer parteien macht. die beitrage alternieren zwischen bashing von libertären ideen und kritik an der regierung und kapitalismuskritik bzw . wagenknecht. ich hoffe der presserat ist mitterlweile mehr als ein zahnloser tiger

    schon mal daran gedacht, dass es auch milliadäre bzw millionäre gibt ,die vllt ihr geld nicht verschenken wollen? vllt brauchen diese nicht eine minderheit, die durch mediale unterstützung zur vermeintlichen mehrheitsmeinung wird und somit das volk und die politik beeinflusst. leider hat das bei dem törichten bahnhof ja auch nicht geklappt. die mär von der niedrigen erbschaftssteuer in deutschland verstehe ich auch nicht. 20 % bei geschwistern bei einem lächerlichen freibetrag ist dann doch was anderes als die ehemals tax exempt 5 mio mit höherem steuersatz. aber die wahrheit ignoriert man ja galant , wenn man die wahrheit a priori entdeckt hat und missionarisch tätig ist. ich hoffe, dass jetzt nicht die oecd studie zitiert wird, die immer auf eine niedrige erbschaftssteuer kommt, da diese Studie immer von einer paarung von vermögenssteuer und e steuer ausgeht und eben diese erste komponente in usnerem land fehlt. naja hören sie auf das volk gegen vermögende menschen aufzuhetzen.

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    "naja hören sie auf das volk gegen vermögende menschen aufzuhetzen."

    Aber, aber, das ist doch gar nicht nötig. Dafür sorgen viele Reiche schon von ganz allein.

    "schon mal daran gedacht, dass es auch milliadäre bzw millionäre gibt ,die vllt ihr geld nicht verschenken wollen?"

    Wahr gesprochen. Und deswegen werden wir es ihnen eines Tages abnehmen.

    P.S.

    Da Sie ja offenkundig zu den Reichen gehören: Leisten Sie sich doch von Ihrem vielen Geld mal ein paar Großbuchstaben und Kommata.

    Oder sind Sie einfach ein Fan der Reichen, weil die so schön reich sind?

    ... the troll.

    Selbst in der libertären Idee ist "der Reiche" nur begrenzt von volkswirtschaftlichem Nutzen. Der, der reich werden will, schon eher.

    Und es gibt keine metaphysische Gerechtigkeit, die das Anhäufen von Ressourcen ohne Definition über deren Verwendung gutheißt.

    ...Steuern zahlen heißt für Sie also sein Geld zu verschenken. Das sagt eigentlich alles. Es ist ja zum Glück nicht so, dass die Vermögenden von den staatlichen Leistungen wie Infrastruktur und einem funktionierenden Rechtsstaat enorm profitieren. Wir sollten den Staat einfach abschaffen, dann brauchen Sie ihm auch keine Steuern mehr zu schenken.

    Ich gebe meinem Vorredner recht: Es braucht gar keine mediale Unterstützung, um das Volk gegen Wohlhabende in Rage zu bringen. Solche Kommentare, die jegliches Empfinden für das Gemeinwohl vermissen lassen, erledigen das schon von allein.

    schon mal daran gedacht, dass es auch milliadäre bzw millionäre gibt ,die vllt ihr geld nicht verschenken wollen?

    Ist Ihnen vielleicht schon einmal in den Sinn gekommen, dass es gar nicht das Geld der Millionäre ist, das sie besitzen bzw. dass es ihnen gar nicht zusteht? Was haben sie für die Gesellschaft Großartiges geleistet, dass sie zu solchen geworden sind? Millionäre werden meist zu solchen, weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und die richtige Handlung durchgeführt haben. Millionäre haben nicht unbedingt einen herausragenden Schulabschluss oder sind übermäßig schlau oder haben besondere Kenntnisse von der Welt. Das was gemeinhin als "richtiger Riecher" bezeichnet wird, kann man auch Glück nennen. Nichts anderes ist die Millionärskultur.

    Der "gemeine Millionär" ist sich im Gegensatz zu Ihnen darüber im Klaren,dass Mehrwertsteuer,Umsatzsteuer bzw. "sein" erwirtschaftetes Geld nicht Brutto gehört.Das heißt,dass Millionär und/oder Geschäftsmann dies bereits in seinen Gewinnerwartungen berücksichtigt und den Preis so einrichtet,dass sein Gewinn nach Abzug der Steuern den Erwartungen entspricht.Dreimal dürfen sie jetzt raten,wer also tatsächlich die ach so horrenden Abgaben der Reichen bezahlt.
    Erbschaftssteuer gibt es faktisch für Millionäre in Deutschland gar nicht mehr.Darunter leidet eher das "kleine Volk".
    Was wir bräuchten wäre eine Luxus-Konsumgüter-Steuer da würde man dann dem armen Millionär vielleicht wirklich mal ein wenig beim Yachtkauf in den Geldbeutel greifen.Aber vermutlich,würde er dann wieder seine Gewinnerwartungen nach oben schrauben und der Kreis schließt sich.

    stand nicht in irgendeinem wichtigen deutschen buch das reichtum verpflichtet? spass beiseite, in diesem artikel geht es um gerechtigkeit und um die gleichbehandlung von armen und reichen haushalten.

    wenn reiche nur noch 25 % ihres vermögens in ihre firma investieren und den rest im finanzmarkt, liegt das vieleicht daran das auf dem finanzmarkt wesentlich weniger steuern gezahlt werden als in allen anderen investitionsmöglichkeiten. den weniger vermögenden menschen fehlt diese möglichkeit des, sagen wirs mal so, optimierten steuersparens.

    ich finde es bedenklich das aufeinmal mit sara wagenknecht mal wieder die kommunismus keule ausgepackt wird. also wenn aufeinmal eine ideologie als argument herhalten muss haben wir wirklich amerikanische zustände hier in deutschland.

    meine forderung ist, gleiche last für alle gesellschaftsschichten, schließung der steueroasen und schlupflöcher und schließlich die regulierung der finanzmärkte.

    es ist ok wenn menschen reich sind, nicht ok ist es aber das menschen not leiden oder verarmen. wir sind eine gesselschaft. und in jeder gesellschaft gibt es gewinner und verlierer. die reichen sollten immer daran denken das sie nur durch die die ärmeren reich wurden, und sich ihrer verantwortung bewust sein.

    "naja hören sie auf das volk gegen vermögende menschen aufzuhetzen."

    Aber, aber, das ist doch gar nicht nötig. Dafür sorgen viele Reiche schon von ganz allein.

    "schon mal daran gedacht, dass es auch milliadäre bzw millionäre gibt ,die vllt ihr geld nicht verschenken wollen?"

    Wahr gesprochen. Und deswegen werden wir es ihnen eines Tages abnehmen.

    P.S.

    Da Sie ja offenkundig zu den Reichen gehören: Leisten Sie sich doch von Ihrem vielen Geld mal ein paar Großbuchstaben und Kommata.

    Oder sind Sie einfach ein Fan der Reichen, weil die so schön reich sind?

    ... the troll.

    Selbst in der libertären Idee ist "der Reiche" nur begrenzt von volkswirtschaftlichem Nutzen. Der, der reich werden will, schon eher.

    Und es gibt keine metaphysische Gerechtigkeit, die das Anhäufen von Ressourcen ohne Definition über deren Verwendung gutheißt.

    ...Steuern zahlen heißt für Sie also sein Geld zu verschenken. Das sagt eigentlich alles. Es ist ja zum Glück nicht so, dass die Vermögenden von den staatlichen Leistungen wie Infrastruktur und einem funktionierenden Rechtsstaat enorm profitieren. Wir sollten den Staat einfach abschaffen, dann brauchen Sie ihm auch keine Steuern mehr zu schenken.

    Ich gebe meinem Vorredner recht: Es braucht gar keine mediale Unterstützung, um das Volk gegen Wohlhabende in Rage zu bringen. Solche Kommentare, die jegliches Empfinden für das Gemeinwohl vermissen lassen, erledigen das schon von allein.

    schon mal daran gedacht, dass es auch milliadäre bzw millionäre gibt ,die vllt ihr geld nicht verschenken wollen?

    Ist Ihnen vielleicht schon einmal in den Sinn gekommen, dass es gar nicht das Geld der Millionäre ist, das sie besitzen bzw. dass es ihnen gar nicht zusteht? Was haben sie für die Gesellschaft Großartiges geleistet, dass sie zu solchen geworden sind? Millionäre werden meist zu solchen, weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und die richtige Handlung durchgeführt haben. Millionäre haben nicht unbedingt einen herausragenden Schulabschluss oder sind übermäßig schlau oder haben besondere Kenntnisse von der Welt. Das was gemeinhin als "richtiger Riecher" bezeichnet wird, kann man auch Glück nennen. Nichts anderes ist die Millionärskultur.

    Der "gemeine Millionär" ist sich im Gegensatz zu Ihnen darüber im Klaren,dass Mehrwertsteuer,Umsatzsteuer bzw. "sein" erwirtschaftetes Geld nicht Brutto gehört.Das heißt,dass Millionär und/oder Geschäftsmann dies bereits in seinen Gewinnerwartungen berücksichtigt und den Preis so einrichtet,dass sein Gewinn nach Abzug der Steuern den Erwartungen entspricht.Dreimal dürfen sie jetzt raten,wer also tatsächlich die ach so horrenden Abgaben der Reichen bezahlt.
    Erbschaftssteuer gibt es faktisch für Millionäre in Deutschland gar nicht mehr.Darunter leidet eher das "kleine Volk".
    Was wir bräuchten wäre eine Luxus-Konsumgüter-Steuer da würde man dann dem armen Millionär vielleicht wirklich mal ein wenig beim Yachtkauf in den Geldbeutel greifen.Aber vermutlich,würde er dann wieder seine Gewinnerwartungen nach oben schrauben und der Kreis schließt sich.

    stand nicht in irgendeinem wichtigen deutschen buch das reichtum verpflichtet? spass beiseite, in diesem artikel geht es um gerechtigkeit und um die gleichbehandlung von armen und reichen haushalten.

    wenn reiche nur noch 25 % ihres vermögens in ihre firma investieren und den rest im finanzmarkt, liegt das vieleicht daran das auf dem finanzmarkt wesentlich weniger steuern gezahlt werden als in allen anderen investitionsmöglichkeiten. den weniger vermögenden menschen fehlt diese möglichkeit des, sagen wirs mal so, optimierten steuersparens.

    ich finde es bedenklich das aufeinmal mit sara wagenknecht mal wieder die kommunismus keule ausgepackt wird. also wenn aufeinmal eine ideologie als argument herhalten muss haben wir wirklich amerikanische zustände hier in deutschland.

    meine forderung ist, gleiche last für alle gesellschaftsschichten, schließung der steueroasen und schlupflöcher und schließlich die regulierung der finanzmärkte.

    es ist ok wenn menschen reich sind, nicht ok ist es aber das menschen not leiden oder verarmen. wir sind eine gesselschaft. und in jeder gesellschaft gibt es gewinner und verlierer. die reichen sollten immer daran denken das sie nur durch die die ärmeren reich wurden, und sich ihrer verantwortung bewust sein.

  2. Die Vererbung grosser Vermögen ist eigentlich nicht systemkonform im Kapitalismus , da sie zur starken Schichtung der Gesellschaft führt, welche dadurch die optimale Allokation der Ressourcen behindert oder sogar verunmöglicht.

    Wenn es einer Oberschicht gelingt sich gegen "unten" abzuschotten, wird selten die richtige Person mit Führungsaufgaben betreut, oder innovatives Neues entwickelt, da die Oberschicht "schon angekommen ist" und den status quo um jeden Preis beibehalten will.
    Das heisst dies führt zu einer de facto Feudalisierung der Gesellschaft, und als Konsequenz geht sie den Bach runter.
    Man vergleiche nur Südamerika 1950 mit Europa oder Asien 1950 und dann heute. Daher ist eine hohe Erbschaftssteuer im Kapitalismus systemkonformer als keine, da dies die vertikale Durchlässigkeit fördert.

    31 Leser-Empfehlungen
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    Kapitalismus ist nichts anderes als eine auf Privateigentum basierende Wirtschaftsordnung. Die freie Bestimmung über das zu vererbende Vermögens seitens des Vererbers ist damit natürlich nicht nur konform mit dem Kapitalismus sondern gerade notwendig.

    Wie es aussieht, wenn unfähige Erben an die Macht kommen, hat man bei Schickedanz/Oppenheim gesehen. Dann klappen solche Dynastien im Nu in sich zusammen.

    Das paßt mal so gar nicht ins linke Weltbild, ist aber eben trotzdem nachgewiesen.

    Kapitalismus ist nichts anderes als eine auf Privateigentum basierende Wirtschaftsordnung. Die freie Bestimmung über das zu vererbende Vermögens seitens des Vererbers ist damit natürlich nicht nur konform mit dem Kapitalismus sondern gerade notwendig.

    Wie es aussieht, wenn unfähige Erben an die Macht kommen, hat man bei Schickedanz/Oppenheim gesehen. Dann klappen solche Dynastien im Nu in sich zusammen.

    Das paßt mal so gar nicht ins linke Weltbild, ist aber eben trotzdem nachgewiesen.

  3. weiter so im sinne der unabhängigen medien. tolle demokraten

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    • Otto2
    • 20.12.2011 um 21:46 Uhr

    Sie schuften, sie werden mit Steuern belästigt, werden von bösen Zeitungen geschmäht und trotzdem: Sie werden immer reicher und zwar ganz allein durch ihren Fleiß und ihr Genie. Richtig?
    Sie wissen doch wie alle, die hier lesen und schreiben, dass kein Mensch durch seine Arbeit zum Milliardär werden kann. Und trotzdem gibt es auf der Welt tausende von ihnen.
    Wie man zum Milliardär wird, kann man nicht nur in der Geschichte besichtigen sondern gegenwärtig z. B. in Russland oder Indien.
    Oder auch an der Finanzkrise seit 2008! Da gingen unvorstellbare Vermögens-beträge verloren, die in wenigen Jahren vorher angehäuft wurden. Natürlich durch (Finanz)- Genies. Und weil unsere Welt anscheinend ohne diese Typen nicht funktioniert, mussten Banken etc. gerettet werden, auf das die Milliardäre der Menschheit erhalten bleiben.
    Was schätzen Sie werter eckbert, wie viele dieser Ereignisse wird es brauchen, bis alle diese Milliarden nichts weiter als Spielgeld sind? Natürlich nicht nur die Milliarden der Milliardäre - sondern auch unser aller Spargroschen!

    • Otto2
    • 20.12.2011 um 21:46 Uhr

    Sie schuften, sie werden mit Steuern belästigt, werden von bösen Zeitungen geschmäht und trotzdem: Sie werden immer reicher und zwar ganz allein durch ihren Fleiß und ihr Genie. Richtig?
    Sie wissen doch wie alle, die hier lesen und schreiben, dass kein Mensch durch seine Arbeit zum Milliardär werden kann. Und trotzdem gibt es auf der Welt tausende von ihnen.
    Wie man zum Milliardär wird, kann man nicht nur in der Geschichte besichtigen sondern gegenwärtig z. B. in Russland oder Indien.
    Oder auch an der Finanzkrise seit 2008! Da gingen unvorstellbare Vermögens-beträge verloren, die in wenigen Jahren vorher angehäuft wurden. Natürlich durch (Finanz)- Genies. Und weil unsere Welt anscheinend ohne diese Typen nicht funktioniert, mussten Banken etc. gerettet werden, auf das die Milliardäre der Menschheit erhalten bleiben.
    Was schätzen Sie werter eckbert, wie viele dieser Ereignisse wird es brauchen, bis alle diese Milliarden nichts weiter als Spielgeld sind? Natürlich nicht nur die Milliarden der Milliardäre - sondern auch unser aller Spargroschen!

  4. Sehr gut analysiert. Sie kombinieren hier die Weisheit und Erfahrung der Masse (durch Arbeit wird man nicht reich) mit wirtschaftshistorischen Fakten und mathematisch-ökonomisch richitgen Schlussfolgerungen was Steuern und Investionen anbetrifft. Gratuliere. Das ist konservativ-liberal-progressiv geschrieben, also in kein Links-Rechts-Schema einordnenbar.

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  5. auf der einen Seite sei ees doch dem Leistungsfähigen gegönnt, erfolg zu haben. Welchen anderen Antrieb als die aussicht auf Erfolg sollte er denn haben.

    Auf der anderen Seite, sollte klar sein, dass der Erfolg bei aller Eigenleistung immer auch Glücksfall ist. Glück in einem Staat mit Rechtssicherheit zu leben, Glück eine Infrastruktur nutzen zu können, Glück auch, im richtigen Moment am Richtigen Ort aufgetaucht zu sein. Viele der Großen Erfolgsgeshichten des letzen Jahrhunderts waren nur in Zeiten starken Wirtschaftswachstums möglich überhaupt denkbar.

    Wie also können wir eine System ausbalancieren, in dem der Anreiz für einzelne greift und zugleich nicht eine Systemische Machtverschiebung stattfindet in der am Ende tatsächlich Quasifeudale Strukturen entstehen.

    Geld erzeugt Macht und Macht fördert wiederum Reichtum. Eine positive Rückkopplungsschleife. Zudem bewirkt unser Finanzystem mit dem Kredit den die BAnken vergeben eine weitere automatische Wohlstandsumverteilung von 85% der Bürger zu den 15 Wohlhabenderen Prozent, da der Zins von den Unternehmen ja auf die Preise der Waren umgeschlagen wird. Ist dieses gerecht ?

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    ...erkannt.

    Die positive Rückkopplungsschleife hat uns auch in diese Krise geführt. Es ist so eine Art Rache Gottes, dass wenn die Reichen den Ton angeben, das System crasht, weil ungezügelte Gier den Kapitalismus immer wieder extrem destabilisiert. Wir waren ja schonmal viel weiter, Keynes lässt grüßen oder Schumpeter. Die können sich leider nur immer so lange durchsetzen, bis die großen Profiteure der Kapitalkonzentration entsprechend Macht angehäuft haben...

    Es gilt diese Schleife zu durchbrechen. Innerhalb der Marktwirschaft ist das sehr schwer, denn die Aufweichung strenger Regeln (z.B. hoher Erbschaftssteuern für Reiche) erfolgt sukzessive und mit viel Meinungsmache. Und es stimmt ja auch: Reichtum zu ermöglichen, bedeutet Anreiz.

    Eine Universallösung sehe ich daher nicht. Ich denke die Volkswirtschaft die zuerst das Problem sinnvoll löst, wird in Wohlstand schwimmen. Punkte die wichtig wären:

    1) tiefgehende Aufklärung über unser Geldsystem schon in der Schule (was zZ in der EU geschieht ist ein Alptraum)

    2) stark progressive Steuern für extreme Einkommen, mit großzügigem Spielraum unten und automatischer Inflationsanpassung

    3) echte Demokratie, denn ein Volk kann man schwerer schmieren, als eine Handvoll Abgeordnete und Steuern werden eher aktzeptiert, wenn das Volk bei der Verwendung mitreden darf

    4) intelligente Besteuerung von Erbschaften (Firmen dürfen nicht wegen der Steuer zerbrechen)

    ...erkannt.

    Die positive Rückkopplungsschleife hat uns auch in diese Krise geführt. Es ist so eine Art Rache Gottes, dass wenn die Reichen den Ton angeben, das System crasht, weil ungezügelte Gier den Kapitalismus immer wieder extrem destabilisiert. Wir waren ja schonmal viel weiter, Keynes lässt grüßen oder Schumpeter. Die können sich leider nur immer so lange durchsetzen, bis die großen Profiteure der Kapitalkonzentration entsprechend Macht angehäuft haben...

    Es gilt diese Schleife zu durchbrechen. Innerhalb der Marktwirschaft ist das sehr schwer, denn die Aufweichung strenger Regeln (z.B. hoher Erbschaftssteuern für Reiche) erfolgt sukzessive und mit viel Meinungsmache. Und es stimmt ja auch: Reichtum zu ermöglichen, bedeutet Anreiz.

    Eine Universallösung sehe ich daher nicht. Ich denke die Volkswirtschaft die zuerst das Problem sinnvoll löst, wird in Wohlstand schwimmen. Punkte die wichtig wären:

    1) tiefgehende Aufklärung über unser Geldsystem schon in der Schule (was zZ in der EU geschieht ist ein Alptraum)

    2) stark progressive Steuern für extreme Einkommen, mit großzügigem Spielraum unten und automatischer Inflationsanpassung

    3) echte Demokratie, denn ein Volk kann man schwerer schmieren, als eine Handvoll Abgeordnete und Steuern werden eher aktzeptiert, wenn das Volk bei der Verwendung mitreden darf

    4) intelligente Besteuerung von Erbschaften (Firmen dürfen nicht wegen der Steuer zerbrechen)

  6. Wenn wir nun noch damit aufhören, Milliardäre offen oder heimlich zu bewundern, was würde sich dann wohl alles ändern? Wenn wir Milliardäre ob ihrer Methoden mit einem "naja, er weiß es halt nicht besser" abtun würden?

    Vielleicht könnte man dann wieder daran glauben, dass diese Menschheit doch noch eine Zukunft hat.

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    und das werden viele von uns schon bald sehr schmerzhaft erfahren. Warum ? Weil die Natur - und dieser sind wir, ob wir es wollen oder nicht, unterworfen - immer auf Ausgleich, auf Balance bedacht ist. Unser kuenstlich, durch den menschlichen Geist geschaffenen Welt von heute ist alles andere als das. Und darum werden wir unsere Ansprueche anpassen muessen, oder die Natur passt uns an, gewollt oder nicht, ob Milliardaer oder nicht.

    und das werden viele von uns schon bald sehr schmerzhaft erfahren. Warum ? Weil die Natur - und dieser sind wir, ob wir es wollen oder nicht, unterworfen - immer auf Ausgleich, auf Balance bedacht ist. Unser kuenstlich, durch den menschlichen Geist geschaffenen Welt von heute ist alles andere als das. Und darum werden wir unsere Ansprueche anpassen muessen, oder die Natur passt uns an, gewollt oder nicht, ob Milliardaer oder nicht.

  7. "naja hören sie auf das volk gegen vermögende menschen aufzuhetzen."

    Aber, aber, das ist doch gar nicht nötig. Dafür sorgen viele Reiche schon von ganz allein.

    "schon mal daran gedacht, dass es auch milliadäre bzw millionäre gibt ,die vllt ihr geld nicht verschenken wollen?"

    Wahr gesprochen. Und deswegen werden wir es ihnen eines Tages abnehmen.

    P.S.

    Da Sie ja offenkundig zu den Reichen gehören: Leisten Sie sich doch von Ihrem vielen Geld mal ein paar Großbuchstaben und Kommata.

    Oder sind Sie einfach ein Fan der Reichen, weil die so schön reich sind?

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    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und respektvoll. Danke. Die Redaktion/mo

    Gesellschaftliche Anerkennung kann man sich nicht kaufen.

    Sie können da über widerfahrene intellektuelle Kränkungen schwadronieren oder auch gerne weiter die alberne Neidlüge propagieren, aber es wird nichts an dieser Tatsache ändern.

    "Pseudo-akademische Systemgegnerschaft?"
    "Fratzenhafter Neider?"
    "Anti-autoritärer Wolf?"

    Der Stachel muss ja tief sitzen.

    Regen Sie sich nicht so auf. Sie wissen doch gar nicht, wer Ihnen da geschrieben hat, und kläffen gleich los. Man kann so eine, wie ich finde, ganz witzige Bemerkung wie die nach Ihrer Orthographie auch mit Humor beantworten. Bleiben Sie souverän, alles andere wirkt doch eher peinlich.

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und respektvoll. Danke. Die Redaktion/mo

    Gesellschaftliche Anerkennung kann man sich nicht kaufen.

    Sie können da über widerfahrene intellektuelle Kränkungen schwadronieren oder auch gerne weiter die alberne Neidlüge propagieren, aber es wird nichts an dieser Tatsache ändern.

    "Pseudo-akademische Systemgegnerschaft?"
    "Fratzenhafter Neider?"
    "Anti-autoritärer Wolf?"

    Der Stachel muss ja tief sitzen.

    Regen Sie sich nicht so auf. Sie wissen doch gar nicht, wer Ihnen da geschrieben hat, und kläffen gleich los. Man kann so eine, wie ich finde, ganz witzige Bemerkung wie die nach Ihrer Orthographie auch mit Humor beantworten. Bleiben Sie souverän, alles andere wirkt doch eher peinlich.

  8. und das werden viele von uns schon bald sehr schmerzhaft erfahren. Warum ? Weil die Natur - und dieser sind wir, ob wir es wollen oder nicht, unterworfen - immer auf Ausgleich, auf Balance bedacht ist. Unser kuenstlich, durch den menschlichen Geist geschaffenen Welt von heute ist alles andere als das. Und darum werden wir unsere Ansprueche anpassen muessen, oder die Natur passt uns an, gewollt oder nicht, ob Milliardaer oder nicht.

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    ...haben Sie die Misere in der die Menschen tatsächlich stecken... Interessant wie man doch vordergründig an der Thematik festhält anstatt wirklich die Problematik aufzugreifen. Bleiben Sie dran, solche Themen immer wieder in diesen Kontext zu stellen... es gibt gute Beispiele des täglichen Lebens sowie des politischen Lebens, die Belegen, dass die Hoffnung auf Einsicht noch nicht umsonst ist. (Ich denke hierbei an den ZEIT-Artikel über die Einführung der Flugbenzinbesteuerung, bei der sich die EU-Gremien gegen den weltweiten Widerstand durchgesetzt haben.)

    Mit freundlichen Grüßen
    Dharavi

    ...haben Sie die Misere in der die Menschen tatsächlich stecken... Interessant wie man doch vordergründig an der Thematik festhält anstatt wirklich die Problematik aufzugreifen. Bleiben Sie dran, solche Themen immer wieder in diesen Kontext zu stellen... es gibt gute Beispiele des täglichen Lebens sowie des politischen Lebens, die Belegen, dass die Hoffnung auf Einsicht noch nicht umsonst ist. (Ich denke hierbei an den ZEIT-Artikel über die Einführung der Flugbenzinbesteuerung, bei der sich die EU-Gremien gegen den weltweiten Widerstand durchgesetzt haben.)

    Mit freundlichen Grüßen
    Dharavi

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