Kabarettist Dieter Hildebrandt "Ich hab' mich auf die Schiene gelegt"

Der Kabarettist Dieter Hildebrandt reist ständig mit der Bahn – er kennt die wahren Gründe für die Verspätungen.

Alle Jahre wieder: Draußen ist es kalt, in der Bahn erhitzen sich die Gemüter.

Alle Jahre wieder: Draußen ist es kalt, in der Bahn erhitzen sich die Gemüter.

DIE ZEIT: Herr Hildebrandt, können wir sagen, die Bahn ist Ihr zweites Zuhause?

Dieter Hildebrandt: Ich habe im Jahr 160 Vorstellungen, und mehr als die Hälfte aller Orte erreiche ich mit der Bahn. Das heißt, ich fahre wahrscheinlich Tausende von Kilometern, ich habe sie noch nicht zusammengerechnet. Und als jemand, der sehr pünktlich zu Vorstellungen da sein muss, äußerst pünktlich, weil es sich dabei um meine eigenen handelt, bin ich abhängig von diesem Transportmittel.

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ZEIT: Ist das nicht etwas unvorsichtig? Die Bahn ist nicht immer pünktlich.

Hildebrandt: Ohne Angst geht es nicht. Einen Teil meiner Nerven lasse ich auf dem Zug, bevor ich die Stätte meines Auftritts überhaupt erreiche. Am gefährlichsten ist das Umsteigen: Zwischen Ankunft und Abfahrt liegen immer zehn, zwölf Minuten, und da erreicht der Reisende oft den Anschlusszug nicht mehr, immer dann, wenn er vom ICE in die Regionalbahn umsteigen muss. Ohne Regionalzüge geht es aber nicht, denn ich will auch in Orte, in die die Bahn nur noch ungern fährt...

ZEIT: Ist das nicht im Grunde Ihre eigene Schuld? Sie fahren in diese Orte, obwohl Sie umsteigen müssen.

Hildebrandt: Ja, das ist meine Schuld. Es ist auch meine Schuld, dass ich überhaupt mit der Bahn fahre. Aber ich habe ernst genommen, was damals der neue Bahnchef versprochen hat.

ZEIT: Der aktuelle Bahnchef?

Hildebrandt: Nein, der vor ihm, der jetzt bei Air Berlin ist, damit die Leute wieder zurück in die Züge fliehen. Der gab damals die Parole aus: »Wir müssen alles auf die Schiene legen.« Da dachte ich als folgsamer Bürger: Ich lege mich auf die Schiene.

ZEIT: Das haben Sie zum Glück nicht wirklich getan! Eben erst verklagte ein Lokführer die Hinterbliebenen eines Menschen, der sich vor seinen Zug geworfen hat, auf Schmerzensgeld.

Hildebrandt: Ich bin manchmal kurz davor, wenn ich Bahn fahre.

ZEIT: Sie haben also in gutem Glauben Ihr Auto abgeschafft?

Hildebrandt: Ich habe es nicht abgeschafft. Es gibt ja inzwischen immer mehr Orte, die per Bahn gar nicht mehr erreichbar sind. Wo die ehemaligen Bahnhöfe inzwischen Gasthöfe sind. Oder Bibliotheken. Oder Kleinkunsttheater. Sehr oft Kleinkunsttheater...

ZEIT: So kann man die verzweifelten ehemaligen Bahnkunden bei Laune halten.

Hildebrandt: Richtig. Und als Ersatz für die Bahn gibt es Busgesellschaften, von denen man auch wieder abhängig ist. Das ist noch schlimmer als bei der Bahn.

ZEIT: Noch schlimmer?

Hildebrandt: Die Busse sind oft zu klein. Ich habe immer Gepäck dabei, anscheinend rechnet man damit bei heutigen Reisenden nicht. Aber die Bedingungen, den Koffer in die Bahn zu kriegen, sind auch nicht ideal. Die Treppen am Zug sind steil. Und ich bin ja nun schon in einem gewissen Alter...

ZEIT: Sie sind 84. Das ist wirklich gut für jemanden, der noch Bahn fährt.

Hildebrandt: Und da es in diesem Alter nicht mehr so einfach ist, den Koffer zu heben, schlenkere ich ihn hin und her und gebe ihm dann mit dem Knie einen Schubs – dafür muss ich aber Platz haben, sonst treffe ich immer andere Leute.

ZEIT: Reisen Sie erster oder zweiter Klasse?

Hildebrandt: Ich fahre erster Klasse, das leiste ich mir. Außerdem ist es unterhaltsam, weil da alle Leute telefonieren. Ich höre die wunderbarsten Sachen mit. Zahlen, Nummern, Details. Und habe mir schon öfter gedacht, jetzt könnte ich mit diesem Wissen dort anrufen, wo der Mensch eben angerufen hat, und könnte das ganze Geschäft canceln. Meist höre ich allerdings andere Dinge.

ZEIT: Was hören Sie denn?

Hildebrandt: Heute verreist ja nicht mehr der Chef, es verreist der Befehlsempfänger. Der telefoniert dann mit seinem Standortkommandanten: »Ja. Genau. Okay. Alles klar. Genau. Äh, genau. Alles klar. Ja. Äh, da könnte noch – ach so. Genau. Ja. Und äh ... bis ... Auf Wiedersehen.« Ein absolutes Untertanengespräch. Aber manchmal hört man auch die Obertanen. Mit einer herrischen Stimme, damit alle wissen, dass sie befehlen. Einmal stieg einer ein, der hat das Gespräch quasi durch den ganzen Waggon geführt und jemanden zusammengeschimpft. Der Mann war Kurt Biedenkopf.

ZEIT: Auf Dauer kann es also sogar in der ersten Klasse ganz schön nervig werden...

Dieter Hildebrandt
Dieter Hildebrandt

Geboren am 23. Mai 1927. Dieter Hildebrandt (Münchner Lach- und Schießgesellschaft, TV-Sendungen wie Scheibenwischer und Notizen aus der Provinz) tourt aktuell mit seinem Soloprogramm Ich kann doch auch nichts dafür. Auf die Titelidee brachten ihn die Ausreden der Bahnmitarbeiter

Hildebrandt: Schon auf dem Weg dahin! Etwa 25-mal ist mir in den letzten drei Jahren Folgendes passiert: Ich stehe auf Gleisabschnitt A, dort soll Wagen 262 zum Stehen kommen, Nr. 71, Fensterplatz, das ist meistens mein Platz, noch angewärmt vom letzten Mal. Und ganz kurz bevor der Zug einfährt, sagt aus dem Lautsprecher eine Stimme ganz lakonisch: »Wir bitten Sie um Verständnis! Aber...« Dann sagt die Stimme an, dass die Wagen in umgekehrter Reihenfolge einfahren. Und was passiert? Die, die vorne auf dem Bahnsteig stehen, wollen mit ihren Koffern eilig nach hinten. Und die, die hinten stehen, wollen nach vorne. In der Mitte prallen sie zusammen, und dadurch entstehen die Verspätungen!

ZEIT: Vielleicht treiben die Bahnmitarbeiter ihr Spiel mit den Fahrgästen und beobachten dann kichernd das Chaos...

Hildebrandt: Die Leute von der Bahn haben keine Ahnung, was los ist. Ich habe einen gefragt, eine Art Fahrdienstleiter: »Warum passiert das – und schon zum dritten Mal in dieser Woche?« Und er hat gesagt: »Ja, ich kann doch auch nichts dafür!« – »Natürlich«, habe ich gesagt, »Sie können nichts dafür. Aber Sie haben doch die Uniform an von diesem Laden. Und müssten doch jetzt auch die Verantwortung übernehmen. Ich bin doch der Kunde!«

ZEIT: Was hat er geantwortet?

Hildebrandt: Da werden diese Leute schon böse.

ZEIT: Die werden böse, wenn man sie fragt, warum sie sich nicht zuständig fühlen?

Hildebrandt: Weil sie wissen, dass sie sich nicht verteidigen können. Sie wissen, dass das so läuft, täglich, dauernd. Ich habe ihn gefragt: »Weiß der Zugführer eines Zuges, der in Garmisch-Partenkirchen losfährt – und ich steige in Essen zu –, weiß er bis dahin nicht, dass sein Zug in umgekehrter Reihenfolge fährt? Und gibt es nicht eine Verbindung zwischen dem Zugführer und dem Bahnhof, um dieses Wissen zu übermitteln?« Und er sagt: »Nein.« Was, sage ich, es gibt keine Verbindung zwischen dem Zugführer und dem Bahnhof? »NEIN!«

ZEIT: Es gibt keine Verbindung zu einem Zugführer? Kein Funkgerät, kein Handy?

Hildebrandt: Hat er gesagt. Ein Fahrdienstleiter. Und ich frage: »Müssten der Zugführer und der Mann, der den Wagenstandsanzeiger bedient, nicht zusammenarbeiten, um die Leute nicht auf jedem Bahnsteig gegeneinander zu jagen? Oder machen Sie das mit Absicht?« Und da war er schon wieder beleidigt.

ZEIT: Mit Beschwerden können manche Leute bei der Bahn nicht gut umgehen.

Hildebrandt: Es gibt Personal, das von einem unglaublichen Zynismus befallen ist. Ich habe ein behindertes Ehepaar getroffen, das empört war, als wieder mal die Wagen in umgekehrter Reihenfolge einfuhren. Die haben es mit Mühe und Not geschafft. Als sie sich beim Schaffner beschwerten, sagte der: »Ich kann doch auch nichts dafür.« Anderen wurde auf die gleiche Beschwerde geantwortet, da müssten sich die Leute »halt mal bewegen«.

ZEIT: Für Nichtbahnfahrer wäre diese Antwort unglaublich.

Hildebrandt: Frech! Wenn man sich beschwert, wird sich dadurch nichts ändern. Und dann bittet man um Verständnis. Ich hab einmal geschrien, als man bei einer Durchsage im Zug mal wieder um Verständnis bat: »Wir haben keins!« Und das fanden alle, die mit mir im Wagen saßen, auch. Denn das ist unverschämt. Aber das Beste passierte mir, als ich nach Teterow wollte.

ZEIT: Warum ausgerechnet nach Teterow?

Hildebrandt: Ich musste da hin, aber da muss man nicht hin, das merkte ich aber erst am Tag danach. Teterow ist weit weg, von allem. Ich habe Google gefragt, das sagte mir: »Bei Güstrow. Rostock.« Bei der Bahn hat man mir gesagt, es fährt ein Regionalexpress. Da war ich schon sehr froh.

ZEIT: Das klingt bis jetzt noch nach einer Erfolgsgeschichte für die Bahn.

Hildebrandt: Der Platz, den ich in diesem Zug reserviert habe, der war nicht da, weil der Wagen nicht da war. Und der Schaffner war auch nicht da. Ob ich den Anschlusszug in Güstrow kriegen würde, das blieb offen. Der Bahnhof Güstrow war wiederum geschlossen. Selbst wenn er offen gewesen wäre, es hätte auch keinen Sinn gehabt, weil nach Teterow gar kein Zug fuhr. Es gab dorthin keine benutzbaren Gleise. Die Bahn hat aber getan, was sie konnte: Sie hat mir eine Fahrkarte dorthin verkauft. Und wieder dasselbe: Jedes Mal, wenn ich einen Bahnmann gefragt habe, was das soll, sagte der: »Ich kann doch auch nichts dafür.« Irgendwann hatte ich das dann so oft gehört, dass ich es als Titel für mein Programm 2011 nehmen musste. Wenn man sich das einmal überlegt: Die Engländer haben mit Bomben und Granaten versucht, die deutschen Züge zum Stillstand zu bringen. Es ist ihnen nicht gelungen. Geschafft hat das erst die Deutsche Bahn.*

ZEIT: Das könnte ein Bahnchef jetzt wiederum für gemein von Ihnen halten.

Hildebrandt: Na, hören Sie. Was für eine blöde Idee: Mit einer sozialen Einrichtung an die Börse zu gehen. Da kann man gleich ein diakonisches Hilfswerk nehmen...

ZEIT: Die Bahn als soziale Einrichtung – ob unser Verkehrsminister das auch so sieht? Und der Finanzminister, der 500 Millionen Euro Rendite pro Jahr verlangt?

Hildebrandt: Dafür hat man die Bahn geschaffen, früher: als Verkehrsmittel für Menschen, die kein eigenes Fahrzeug besitzen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu fahren. Dorthin müssen die Menschen heute immer noch. Und dafür braucht man die Bahn. Jetzt heißt es aber: Eine Zubringerbahn für Pendler ist nicht profitabel. Und so setzt die Bahn all ihre Interessen in die ICEs. Die regionalen Strecken werden dann vielleicht von anderen Firmen übernommen – die aber auch profitorientiert sind. Insofern haben die Leute am Ende keine Chance: Sie müssen wohl oder übel ins Auto.

ZEIT: Die Kunden der Bahn lassen sich viel gefallen.

Hildebrandt: Das ist nicht nur bei der Bahn so. Ich fragte mal eine Eincheckerin auf dem Flughafen: »Sie haben hier sieben Abfertigungsschalter, es sind aber nur zwei besetzt: Die Schlange ist 30 Meter lang, und die Leute kommen nicht rechtzeitig zu ihrem Flugzeug. Warum lassen die sich das gefallen?« Daraufhin lächelte sie und sagte: »Wenn Sie das mal zur Sprache bringen könnten, wäre ich Ihnen wirklich dankbar.«

ZEIT: Warum fahren Sie noch Zug, trotz alledem?

Hildebrandt: Was soll ich machen? Ich brauche zu viel Kraft und Energie, um mit dem Auto 300, 400 Kilometer an ein Ziel zu fahren. Ich bin auf die Bahn angewiesen – sie aber nicht auf mich.

ZEIT: Haben Sie den Eindruck, die Zustände bei der Bahn sind am Ende wirtschaftlich, also politisch gewollt, beispielsweise als geheimes Förderprogramm für die Straßenbau- und Automobilindustrie?

Hildebrandt: Wissen Sie, für so intelligent halte ich die Leute nicht. Es passiert ihnen einfach. Und sie wissen nicht, was sie tun.

*Übrigens: Teterow ist wieder per Zug erreichbar

Das Interview ist ein gekürzter Abdruck aus Der Anschlusszug kann leider nicht warten, dem dritten Bahnbuch von Mark Spörrle und Lutz Schumacher, das dieser Tage erscheint

 
Leser-Kommentare
    • gquell
    • 19.12.2011 um 8:19 Uhr

    In der Regel kommen die Regionalzüge zu spät, daran hat man sich ja schon gewöhnt. Das bedeutet aber, daß man zu seinem Anschlußzug sprinten muß, denn normalerweise warten die ca. 3 Minuten und fahren dann ab. Wenn also behindert ist, hat man schon ein Problem.
    Zusätzlich gibt es sogar auf großen Bahnhöfen oft keine Fahrstühle für Behinderte, z.B. Augsburg. Wer also mit solchen Zivilisationskrankheiten wie Athrose gesegnet ist oder gar behindert ist, der hat dort ein echtes Problem.
    Und durch die dünne Personaldecke ist die Hilfsbereitschaft der Bahnangestellten auf ein Minimum gesunken. Jedes kleine Zugeständnis an Komfort läßt sich die Bahn heute teuer bezahlen.

    Es gibt Bahnstationen, an denen kann man keine Fahrkarten bekommen. Warum gibt es nicht die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug zu erwerben?

    Ich fahre sehr gern Bahn, vor allem weil ich dabei anderes tun kann, als mich auf den Verkehr zu konzentrieren. Aber das Angebot der Bahn heute ist schlechter als je zuvor, diese Gewinnmaximierung (siehe Berlin) mit gleichzeitiger Verschwendungssucht (siehe Stuttgart) treibt einen wieder auf die Strasse.

    Wann wird das Management endlich einmal begreifen, daß es der hohe Durchschnitt in Kundenfreundlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit und Komfort ist, der die Bahn attraktiv macht - nicht irgendwelche Ausnahmeleistungen wie der ICE. Es ist die Summe der Kleinigkeiten, die die Attraktivität ausmacht.

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    Warum gibt es nicht die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug zu erwerben?

    Geht doch. Mit einem kleinem Aufpreis von 40 EUR kann man den Fahrschein beim Zugbegleiter erwerben.

    "Es gibt Bahnstationen, an denen kann man keine Fahrkarten bekommen. Warum gibt es nicht die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug zu erwerben?"

    Jeder Bahnhof hat zumindest einen Nahverkehrsautomaten (der mit dem Zahlenfeld). Sollte er diesen nicht haben dann hat der Zug einen Auotmat (Bsp: Südostbayernbahn). Dort löst man einfach die Fahrkarte Anfangsstrecke (Automaten-Code 9999) und schon fährt man nicht mehr schwarz und der Schaffner (so es einen gibt) verkauft einem dann gerne eine Fahrkarte überall hin.

    In manchen Zügen verkauft der Zugbegleiter auch ganz regulär Fahrkarten, das hängt immer davon ab was das Land bestellt in welchem der Zug herumfährt, meist geht das aber leider nicht.

    (der Automat mit dem Touchscreen kann übrigens alle gängigen Fahrkarten denn er ist ja auch ein Fernverkehrsautomat)

    Warum gibt es nicht die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug zu erwerben?

    Geht doch. Mit einem kleinem Aufpreis von 40 EUR kann man den Fahrschein beim Zugbegleiter erwerben.

    "Es gibt Bahnstationen, an denen kann man keine Fahrkarten bekommen. Warum gibt es nicht die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug zu erwerben?"

    Jeder Bahnhof hat zumindest einen Nahverkehrsautomaten (der mit dem Zahlenfeld). Sollte er diesen nicht haben dann hat der Zug einen Auotmat (Bsp: Südostbayernbahn). Dort löst man einfach die Fahrkarte Anfangsstrecke (Automaten-Code 9999) und schon fährt man nicht mehr schwarz und der Schaffner (so es einen gibt) verkauft einem dann gerne eine Fahrkarte überall hin.

    In manchen Zügen verkauft der Zugbegleiter auch ganz regulär Fahrkarten, das hängt immer davon ab was das Land bestellt in welchem der Zug herumfährt, meist geht das aber leider nicht.

    (der Automat mit dem Touchscreen kann übrigens alle gängigen Fahrkarten denn er ist ja auch ein Fernverkehrsautomat)

  1. wenn man mit der Bahn da hin käme, wohin man will?

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    Bei der bekannt "sozialen Preisstellung" der Bahn ist eine andere Kundenbetreuung gar nicht möglich. Sollten die Benzinpreise weiter st steigen, wird es vielleicht doch einmal zu einem Aufstand gegen die Bahn kommen. Ich bin mir sicher, dass das Zurückfahren von Leistungen in der Fläche gewollt ist. Das Geld sollen die Fernverbindungen einbringen.

    Bei der bekannt "sozialen Preisstellung" der Bahn ist eine andere Kundenbetreuung gar nicht möglich. Sollten die Benzinpreise weiter st steigen, wird es vielleicht doch einmal zu einem Aufstand gegen die Bahn kommen. Ich bin mir sicher, dass das Zurückfahren von Leistungen in der Fläche gewollt ist. Das Geld sollen die Fernverbindungen einbringen.

    • PALVE
    • 19.12.2011 um 8:35 Uhr

    Ich brauche nur an meine Heimatstadt an der Grenze zu Polen denken. Zu DDR-Zeiten, also im angeblichen Mangelstaat, kam ich mit der Bahn nach Berlin und noch weiter. Ohne Probleme.
    Nach der Wende hat die DB dann nach und nach für die "Abnabelung" der Stadt gesorgt. Klar. Nun konnte sich ja der Ossi endlich ein eigenes Auto leisten, auch wenn es heute zumeist nur noch zu Schrottkarren reicht, nachdem die Stadt deindustrialisiert wurde und langsam ausstirbt.
    Das sind die blühenden Landschaften: vor sich her rostende Schienenstränge, kaputte Industrie, hohe Arbeitslosigkeit und nur noch alte Leute wohin man schaut.....

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    zu Zeiten der Diktatur des Proletariats war natürlich nicht nur der Zusammenhalt unter der Bevölkerung super (Stasi-Akten sind allesamt bösartige Fälschungen westlicher Geheimdienste), sondern die Bahn brachte einen auch ruck-zuck überall hin, ins letzte Nest: Nach Finsterwalde, Seifhennersdorf, Kötzschenbroda, Teterow, Wanne-Eickel und Haselünne. Oder?

    zu Zeiten der Diktatur des Proletariats war natürlich nicht nur der Zusammenhalt unter der Bevölkerung super (Stasi-Akten sind allesamt bösartige Fälschungen westlicher Geheimdienste), sondern die Bahn brachte einen auch ruck-zuck überall hin, ins letzte Nest: Nach Finsterwalde, Seifhennersdorf, Kötzschenbroda, Teterow, Wanne-Eickel und Haselünne. Oder?

  2. Warum gibt es nicht die Möglichkeit, Fahrkarten im Zug zu erwerben?

    Geht doch. Mit einem kleinem Aufpreis von 40 EUR kann man den Fahrschein beim Zugbegleiter erwerben.

    10 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Er hat ja so recht"
  3. Bei der bekannt "sozialen Preisstellung" der Bahn ist eine andere Kundenbetreuung gar nicht möglich. Sollten die Benzinpreise weiter st steigen, wird es vielleicht doch einmal zu einem Aufstand gegen die Bahn kommen. Ich bin mir sicher, dass das Zurückfahren von Leistungen in der Fläche gewollt ist. Das Geld sollen die Fernverbindungen einbringen.

  4. wie sie richtig bemerken war es eine politische Entscheidung die Bahn profitabel zu machen (30 Jahre wirtschaftsliberaler Mainstream lassen grüßen).
    Das sie den Mißmut darüber an den Angestellten auslassen hätte ich für unter ihrem Niveau gehalten.
    Schade eigentlich.

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    Wenn ein Mercedes kaputt ist, geht man dann zu Herrn Zetsche? Der Zugbegleiter ist Vertreter des Unternehmens und somit für den mangelhaften Dienst der richtige Ansprechpartner. Dieser Ansprechpartner muss widerum geschult werden ungehaltene Kunden sachlich und freundlich zu begegnen.

    "den Mißmut darüber an den Angestellten auslassen"

    Das Angestelltenverhältnis entbindet einen nicht vom Menschsein. Auch wieder typisch deutsch, die eigene Verantwortung nach oben hin abzuwälzen, damit hat man schon einen Weltkrieg erfolgreich "verarbeiten" können.

    Was sich in Deutschland so im Dienstleistungssektor tummelt, ist schon eine Wucht! Da ist oft Bitte und Danke schon eine Hürde, die nicht überwunden werden kann...

    Mag ja sein, dass Sie über allen Dingen schweben, Herr Hildebrandt und die Mehrzahl der Bahnreisenden ist leider sterblicher Natur und muss sich der Problematik persönlich stellen...

    Der Bahnchef wird sicherlich keine Zeit fuer ihn haben. Er kann einen Brief schreiben, der dann entweder geschreddert wird (ungelesen) oder er kriegt einen Standard-brief zurueck. Die einzig wirkungsvolle Beschwerde ist ein Bahnstreik. D.h. fuer einen Monat faehrt absolut niemand mit der Bahn.

    Wenn ein Mercedes kaputt ist, geht man dann zu Herrn Zetsche? Der Zugbegleiter ist Vertreter des Unternehmens und somit für den mangelhaften Dienst der richtige Ansprechpartner. Dieser Ansprechpartner muss widerum geschult werden ungehaltene Kunden sachlich und freundlich zu begegnen.

    "den Mißmut darüber an den Angestellten auslassen"

    Das Angestelltenverhältnis entbindet einen nicht vom Menschsein. Auch wieder typisch deutsch, die eigene Verantwortung nach oben hin abzuwälzen, damit hat man schon einen Weltkrieg erfolgreich "verarbeiten" können.

    Was sich in Deutschland so im Dienstleistungssektor tummelt, ist schon eine Wucht! Da ist oft Bitte und Danke schon eine Hürde, die nicht überwunden werden kann...

    Mag ja sein, dass Sie über allen Dingen schweben, Herr Hildebrandt und die Mehrzahl der Bahnreisenden ist leider sterblicher Natur und muss sich der Problematik persönlich stellen...

    Der Bahnchef wird sicherlich keine Zeit fuer ihn haben. Er kann einen Brief schreiben, der dann entweder geschreddert wird (ungelesen) oder er kriegt einen Standard-brief zurueck. Die einzig wirkungsvolle Beschwerde ist ein Bahnstreik. D.h. fuer einen Monat faehrt absolut niemand mit der Bahn.

  5. Das er viel mit dem Zug fährt

  6. Wenn ein Mercedes kaputt ist, geht man dann zu Herrn Zetsche? Der Zugbegleiter ist Vertreter des Unternehmens und somit für den mangelhaften Dienst der richtige Ansprechpartner. Dieser Ansprechpartner muss widerum geschult werden ungehaltene Kunden sachlich und freundlich zu begegnen.

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