Standard & Poor's Umstrittene Macht
Senkt Standard & Poor’s den Daumen, zittern die Staaten. Welcher Agenda folgt die Rating-Agentur?
Erst traf es Deutschland, Frankreich und andere Länder der Euro-Zone. Dann folgten der europäische Rettungsfonds, die EU, die staatliche Bank KfW in Deutschland sowie private Banken und Versicherungen im Dutzend.
Es war eine wahre Flut, die da vergangene Woche über Europa hereinbrach, eine Flut von Warnungen, die Kreditwürdigkeit werde überprüft und womöglich binnen 90 Tagen herabgestuft. Politiker nannten das Vorgehen »ungeheuerlich«, Banker kritisierten, da mutiere jemand zum »Scharfrichter« und maße sich kurz vor einem Gipfel der Euro-Zone »gestalterische Ambitionen« an. Wird die Kreditwürdigkeit herabgestuft, dann wird es für ein Land oder Unternehmen teurer, sich am Kapitalmarkt Geld zu leihen. Und allein die Androhung einer Herabstufung übt schon enormen Druck aus.
Verschickt wurden die Warnungen aus einem hellen, viele Stockwerke hohen Bürokomplex an der Südspitze Manhattans. Der East River ist nur wenige Meter entfernt, bis zur Wall Street und der New Yorker Börse sind es ein paar Minuten zu Fuß. Die Adresse lautet 55 Water Street. Dort residiert das Unternehmen, das bereit scheint, es mit der ganzen Welt aufzunehmen. Sein Name: Standard & Poor’s, in der Finanzwelt schlicht S&P.
Hinter dem Kürzel steckt eine Ratingagentur, nein – die Ratingagentur. Auch Moody’s oder Fitch benoten Unternehmen, Staaten und Produkte. Keine Ratingagentur aber sorgt regelmäßig für so viel Aufsehen wie S&P. Keine ist mächtiger. Senkt S&P den Daumen, dann übt das Druck auf Konzerne und Banken aus. Es beeinflusst Milliardenströme und bringt Regierungen ins Wanken.
Wer oder was aber ist S&P?
Antwort: ein Goldesel, eine Tochterfirma – und bald ein eigenständiger Konzern. Ein Unternehmen, dessen Kern die Ratingagentur ist, das drum herum aber längst eine Familie von Finanzdienstleistungen versammelt. Eine Institution, die sich als unabhängig betrachtet, zugleich aber den Interessen von Investoren und Managern unterliegt.
Zunächst einmal ist S&P Ratings ein hoch profitables Geschäft. Im Jahr 2010 erwirtschaftete die Agentur mit Ratings 1,7 Milliarden Dollar – und fast die Hälfte davon, 762 Millionen Dollar, konnte als operativer Gewinn verbucht werden. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind Umsatz und Gewinn weiter gestiegen. Geografisch verteilt sich das Geschäft fast 50:50 auf die Heimat USA und den Rest des Globus.
Die Analysten des Hauses verteilen die Noten, an denen sich viele Behörden und Investoren orientieren. Die höchste Note ist AAA, das berühmte triple A. Wer wie die Bundesrepublik Deutschland ein AAA hat, kann sich am Kapitalmarkt zu deutlich niedrigeren Zinsen Geld leihen als jemand, der nur ein BBB hat. Denn wer der Bundesrepublik Geld leiht, kann sich nahezu sicher sein, dass er es in der Zukunft zurückbekommt. Verliert der Bund sein AAA – genau darüber entscheidet S&P Ratings demnächst –, dann steigt erfahrungsgemäß auch das Risiko des Investors. Er verlangt höhere Zinsen.
Insgesamt arbeiten mehr als 10.000 Menschen für S&P Ratings. Zusammen mit weiteren Sparten, die zum Beispiel Börsenindizes wie den berühmten S&P 500 erstellen, bilden sie das Unternehmen Standard & Poor's. Und dieses ist Teil eines börsennotierten Konzerns: McGraw-Hill. Zu ihm gehören neben S&P vor allem Verlage für Schul- und Universitätspublikationen, für Bildungsangebote und Lernplattformen. Kopf des Konzerns ist Harold McGraw III, ein Nachfahre des Gründers und Repräsentant der nach wie vor am Unternehmen beteiligten Familie. Sie hatte S&P im Jahr 1966 übernommen. Ein Kauf, der sich gelohnt hat: S&P Ratings allein steuert heute nur gut ein Viertel zum Konzernumsatz, aber mehr als die Hälfte zum Gewinn bei. Damit ist S&P Ratings der Goldesel von McGraw-Hill. Das Verlagsgeschäft ist vergleichsweise langweilig.
Seit Kurzem ist nun klar, dass beide Konzernteile künftig getrennte Wege gehen. Bis Ende 2012 soll das Verlagsgeschäft abgespalten werden und S&P mit allen verwandten Geschäften das alleinige Standbein sein – mit dem Namen McGraw-Hill Financial. Vom »besten und verlässlichsten Weg, überdurchschnittlichen Shareholder-Value zu generieren«, von überdurchschnittlichem Nutzen für Aktionäre schwärmte Harold McGraw III, als er die Pläne im September verkündete. Er erwartet »zweistelliges Wachstum und exzellente Margen«.
Das sind ehrgeizige Ziele für einen Konzern, der sich rühmt, seine jährliche Auszahlung an die Anteilseigner 38 Jahre in Folge erhöht zu haben. McGraw-Hill ist unter Zugzwang: Während der Finanzkrise, in deren Verlauf S&P viel Kritik und weniger Geschäft verzeichnen musste, stürzte der Börsenkurs um rund 70 Prozent ab. Erst seit Bekanntgabe der Trennungspläne steigt er wieder deutlich. Forciert werden diese durch den Einstieg zweier Finanzinvestoren, die im Sommer gut fünf Prozent des Konzerns erwarben und von denen einer, Jana Partners, schon früher dadurch Profil gewann, dass er profitable und weniger profitable Geschäfte seiner Beteiligungen konsequent trennte.
Der Druck steigt. Auch der Druck, viele harte, publizitätsträchtige Urteile zu fällen, um Bekanntheitsgrad oder Image von S&P zu fördern? Torsten Hinrichs, Deutschlandchef von S&P Ratings, verneint. »Die geplante Aufspaltung von McGraw-Hill hat keinerlei Auswirkung auf unsere Arbeit und unsere Ratings – und sie wird auch in Zukunft keine Auswirkung haben.« Die Analysten würden zwar auch gemäß dem Geschäftserfolg weltweit bezahlt, keinesfalls aber nach dem Erfolg ihres Büros oder gar der Zahl der Ratings. »Unser finanzieller Erfolg ist abhängig von der Qualität unserer Arbeit«, sagt Hinrichs, »davon, dass Investoren unseren Ratings und der Unabhängigkeit unserer Arbeit vertrauen und Emittenten aus diesen Gründen ein Rating von S&P haben wollen.« Bereits heute herrschten intern scharfe Trennungen: Wer mit Kunden rede und Verträge abschließe, dass S&P für sie ein Rating erstelle, der habe noch nicht einmal Zugang zu den Fluren, auf denen die Analysten arbeiteten. Codekarten verhinderten dies.
Die Zweifel wachsen, ob S&P sowie die zwei größten Konkurrenten Moody’s und Fitch diese Trennung in der Vergangenheit immer eingehalten haben. Während des Booms arbeiteten die Notenwächter eng mit den Banken der Wall Street zusammen und verliehen selbst komplexesten, fragwürdigsten Wertpapieren beste Noten. Die Kommunikation war intensiv, die Bezahlung gut.
Bezahlt werden die Ratingagenturen immer von den Staaten, Unternehmen und herausgebenden Banken, deren Anleihen und Produkte sie benoten. Nur 15 wichtige Länder, unter ihnen auch Deutschland, werden benotet, ohne dass sie dafür zahlen müssen. S&P rechtfertigt das Bezahlmodell damit, dass die Analysten auf diese Weise Zugang zu vertraulichen, besseren Informationen bekämen und die Ratings dem gesamten Kapitalmarkt kostenlos zur Verfügung stellen könnten – Kritiker monieren hingegen massive Interessenskonflikte.
In der Krise erwiesen sich jedenfalls zahllose Bestnoten als kolossale Fehlurteile. Viele Fonds, Banken und Versicherer, die darauf vertraut hatten, schrieben Verluste und gerieten in Not. Das Image der Agenturen ist ramponiert, der Argwohn seitens der amerikanischen Regierung groß. Die Börsenaufsicht drohte S&P jüngst mit einer Strafzahlung.
Bei S&P ist nun ausgerechnet der Mann, der den Ruf der Ratings wiederherstellen sollte, Opfer des neuen Wachstumskurses geworden. Mark Adelson, einst Kritiker der Ratingagenturen, war 2008 geholt worden, um fortan als »Chief Credit Officer« die Richtlinien zu prüfen und die Vergabe guter Noten strenger zu handhaben. Viele Beobachter sehen in ihm den Ideengeber hinter vielen Herabstufungen durch S&P in der jüngsten Vergangenheit – wie der von Washington scharf kritisierten Herabstufung der USA im August. Die New York Times titulierte ihn jüngst als »Kreuzritter für strenge Ratings«. Vor ein paar Tagen verkündete S&P Ratings indes ein Revirement des Topmanagements. Einer der Verlierer heißt Mark Adelson. Er wird nun als »Senior Research Fellow« forschen. Arbeit getan, neuer Job – so sieht man es bei S&P. Intern unbeliebt, abserviert – so sehen es andere.
Der Kopf hinter dem Revirement ist Douglas Peterson, der seit Kurzem an der Spitze von S&P Ratings steht. Er kommt just aus der Branche, mit der die Ratingagenturen zu lange zu eng zusammenarbeiteten: der Bankenwelt. 25 Jahre hat er bei der Citigroup gearbeitet. Deutschlandchef Hinrichs sieht da allerdings kein Problem: Peterson bringe viel internationale Erfahrung mit und komme nicht aus dem Investmentbanking – jenem Segment also, das als Urheber vieler Boomsünden gilt.
»Banker haben eine ganz andere Mentalität, das passt nicht in den Laden«, widerspricht ein langjähriger Topmann bei S&P. »Ich sehe da große Probleme.« Die Belegschaft fühle sich verunsichert und in einer Art »Belagerungszustand«.
Wichtig ist das alles nur, weil S&P mächtig ist. Und wer hat S&P Macht verliehen? Die kurze Antwort lautet: die Staaten. Der Aufstieg der Ratingagenturen begann in den dreißiger Jahren, als Bankenaufseher nach einer Möglichkeit suchten, das Ausfallrisiko von solchen Wertpapieren besser einschätzen zu können, die die Banken als »sichere« Reserven hielten. Sie fanden: die Ratingagenturen. Die Regulierer von Versicherern, Pensionsfonds oder Geldmarktfonds folgten bald. »Damit haben die Regulierer die Macht der Ratingagenturen begründet«, sagt Lawrence White, Wirtschaftsprofessor an der New York University. Zementiert wurde diese Macht von der Börsenaufsicht, als diese Agenturen in den siebziger Jahren das Gütesiegel einer national anerkannten Organisation verpasste. Viele andere Länder erkannten S&P und Co. ebenfalls an.
In Europa gewannen die Agenturen an Einfluss, als vor rund zehn Jahren die länderübergreifende Bankregulierung verschärft wurde. Auf einmal mussten Bankvermögen nach Risiko bewertet werden – und parallel begann die Europäische Zentralbank, Ratings als Kriterium dafür zu nutzen, was Banken bei ihr als Sicherheit hinterlegen dürfen. Auch viele private Investoren taten es den Staaten gleich und orientieren sich bis heute an den Bonitätsnoten.
Natürlich könnten Staaten den Ratings den offiziellen Charakter wieder nehmen. Parlamentarier in Washington versuchen das auch. Torsten Hinrichs, der Deutschlandchef von S&P, sieht darin »eine Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen«. Um die Bedeutung, die der Staat ihnen beimesse, habe S&P nie gebeten. Mancher Beobachter befürchtet indes, dass selbst bei einem Erfolg des Vorstoßes Investoren weiter dem Urteil der Agenturen vertrauen.
- Datum 15.12.2011 - 19:25 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51
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Ein enormes Problem der Finanzsysteme und Banken ist die fehlende Transparenz.
Unternehmen sind durch Bilanzierungsregeln gezwungen ihre Geschäfte für Investoren transparent zu machen.
Wenn z.B. die BASF Investitionen komplett einstellt und sich ausschließlich auf das abschöpfen von Gewinnen konzentriert, kann auch ein Industrieunternehmen, das in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig ist, locker kurzfristig Eigenkapitalrenditen von 25% erreichen. Die Aktionäre wären trotzdem wenig begeistert, weil transparent ist wie diese Renditen zustande kommen.
Die modernen Finanzprodukte der Investmentbänker manipulieren die Bilanzen der Banken so stark, sodass die Investoren oder Gläubiger überhaupt nicht die Möglichkeit haben das Risiko einzuschätzen und gezwungen sind auf Ratingagenturen, die von den Banken selbst bezahlt werden, zu vertrauen.
Ein System was im Ansatz unlogisch ist und deshalb nicht funktionieren kann.
Das was hier immer als "Investmentbanking" bezeichnet wird, ist im Grunde nichts anderes als modernes Raubrittertum. Hier werden keine volkswirtschaftlich sinnvollen Dinge betrieben -was im Übrigen auch schon Nobelpreisträger der Ökonomie sinngemäß so beschrieben haben- sondern es werden Lücken in der Gesetzgebung und bewußt z.T. durch gezielte Korruption geschaffene Ausnahmetatbestände so genutzt, dass Geld aus der Realwirtschaft in großem Stil in diesen Sumpf gezogen wird. Geht das Ganze schief, muss die öffentliche Hand "Rettungsaktionen" starten, um einen Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystems zu verhindern. Ratingagenturen sind wesentlicher Teil dieses Systems. Während sie vor einiger Zeit durch die AAA-Bewertung von absoluten Ramschpapieren in einem Betrugskarussell gigantischen Ausmaßes eingesetzt wurden, dienen sie zur Zeit unter dem Deckmantel der Ehrwürdigkeit dazu, jeden ernsthaften Versuch, solche "Geschäfte" einzudämmen, zu torpedieren. Staaten wie Deutschland und Frankreich, die solches zumindest ansatzweise versuchen und deren Umgebung werden systematisch verunglimpft. Dabei geht deren tatsächliche Schieflage neben chaotischen Politikern wesentlich auf solche "Rettungsaktionen" zurück. D.H. die gleichen Institutionen, die das Chaos maßgeblich verursacht haben, spielen sich jetzt als Schiedsrichter über die Rettungsaktionen auf und versuchen so, ihre dem Wohl der Volkswirtschaften abträglichen Spielwiesen zu erhalten.
"Senkt Standard & Poor’s den Daumen, zittern die Staaten. Welcher Agenda folgt die Ratingagentur?"
Steht doch im Firmenbegriff: den der Poor`s, die mit einem "&" mit den Standards verbunden sind.
Ratingagenturen bewerten keine "Staaten und Unternehmen", sondern nur deren Aktien bzw. Bonds. Sonst nichts. Dass die Investoren ihre Schlüsse aus der Abwertung einer Aktie oder eines Bonds ziehen, versteht sich von selbst. Agenturen sind jedoch keineswegs allmächtig. Gleich nachdem $&P die US-Bonds abwerteten, setzte die Eurokrise ein mit dem Resultat, dass US-Bonds zum Verkaufsschlager wurden und entgegen den Erwartungen sogar noch mehr anstiegen.
Im Gegenteil zur populären Meinung sind die Ratingagenturen meist die Letzten, die handeln. Erst wenn bereits etwas faul ist im Staate, ziehen die Agenturen nach.
Wer sich über die Rating-Agenturen informieren möchte, dem empfehle ich das Buch The big Short von Michael Lewis, das ich gerade lese.
"Michael Lewis schildert in seinem Buch ein Gespräch mit dem damals wichtigsten „CDO-Händler“ der Deutschen Bank in New York, einem gewissen Greg Lippmann. Auf die Frage, wer solche Schrottpapiere kaufe, soll Lippmann wörtlich geantwortet haben: „Düsseldorf. Die dummen Deutschen. Sie glauben den Ratingagenturen. Sie glauben an die Regeln.“ (S. 119) Gemeint ist: alle Dummen dieser Welt. Die, die schon immer betrogen werden wollten. Und eine Ballung von Wettverlierern und skandalgeschüttelten Banken gab es in Düsseldorf: IKB, WestLB, Ärzteund Apothekerbank, Düsseldorfer Stadtsparkasse, Citibank, Düsseldorfer Hypothekenbank."
http://politischeberichte...
"
Wer sich über die Rating-Agenturen informieren möchte, dem empfehle ich das Buch The big Short von Michael Lewis, das ich gerade lese.
"Michael Lewis schildert in seinem Buch ein Gespräch mit dem damals wichtigsten „CDO-Händler“ der Deutschen Bank in New York, einem gewissen Greg Lippmann. Auf die Frage, wer solche Schrottpapiere kaufe, soll Lippmann wörtlich geantwortet haben: „Düsseldorf. Die dummen Deutschen. Sie glauben den Ratingagenturen. Sie glauben an die Regeln.“ (S. 119) Gemeint ist: alle Dummen dieser Welt. Die, die schon immer betrogen werden wollten. Und eine Ballung von Wettverlierern und skandalgeschüttelten Banken gab es in Düsseldorf: IKB, WestLB, Ärzteund Apothekerbank, Düsseldorfer Stadtsparkasse, Citibank, Düsseldorfer Hypothekenbank."
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Wer sich über die Rating-Agenturen informieren möchte, dem empfehle ich das Buch The big Short von Michael Lewis, das ich gerade lese.
"Michael Lewis schildert in seinem Buch ein Gespräch mit dem damals wichtigsten „CDO-Händler“ der Deutschen Bank in New York, einem gewissen Greg Lippmann. Auf die Frage, wer solche Schrottpapiere kaufe, soll Lippmann wörtlich geantwortet haben: „Düsseldorf. Die dummen Deutschen. Sie glauben den Ratingagenturen. Sie glauben an die Regeln.“ (S. 119) Gemeint ist: alle Dummen dieser Welt. Die, die schon immer betrogen werden wollten. Und eine Ballung von Wettverlierern und skandalgeschüttelten Banken gab es in Düsseldorf: IKB, WestLB, Ärzteund Apothekerbank, Düsseldorfer Stadtsparkasse, Citibank, Düsseldorfer Hypothekenbank."
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Es sind Menschen, die wissentlich und geschultermassen , nur um des eigenen Vorteils willen, sehenden Auges, billigend, in Kauf nehmen, dass es Menschen auf dieser Welt immer schlechter geht, dass ihnen ihr Land ausgeplündert und ihre Lebensgrundlage, ihr Vertrauen, ihr Selbstverständnis genommen wird. Diese Agenturen handeln ohne Moral und ohne Verantwortung, nur, um des puren Geldes wegen. Sie bedienen ausschliesslich die, die reich sind und noch reicher werden wollen. Sie greifen in das weltweit öko-soziale zwischenmenschliche Miteinander ein und sind Verursacher von Krieg und Terror.
Wenn sie nicht die sind, von denen in der Bibel bereits geschrieben steht, dass sie °das goldene Kalb° zu ihrem Gott erhoben haben, wer soll es sonst sein???
Naja, dass Renditen im deutlich zweistelligen Bereich nicht ohne Risiko erwirtschaftet werden können, sollte jedem klar sein, der keinen Bankkaufmann gelernt hat.
Und das "Risiko" auch Totalverlust der Anlage bedeutet, müsste auch jeder Geschäftsmann verstehen.
Deshalb empfinde ich die Macht der Ratingagenturen zwar als zu groß, aber die blind vertrauenden Banken müssen sich auch an die eigenen Nasen fassen.
Wer Milliardenbeträge in ein Produkt investiert ohne gründlich zu prüfen, weil er sich von der angepriesenen hohen Rendite locken lässt trägt mindestens eine Mitschuld.
Und wenn ich ein Finanzprodukt nicht verstehe, sollte ich zumindest die Eier haben, dass auch so zuzugeben, statt in in eine derartige Anlage einzusteigen. Als Manager kann ich doch meinen Aktionären erklären: Wir haben nur 8% erreicht, dafür aber auch geringere Risiken gefahren.
Sägen sie mich danach ab, gibt es ne hübsche Abfindung. Geht der Konkurenz wegen hoher Risiken ein großer Betrag verloren, steht der vorsichtige Manager gar wie ein Held da...
Die Ratingagenturen HABEN versagt, aber jetzt dienen sie auch allen gescheiterten Banken,Versicherungsfonds, Anlageberatern, etc. als Sündenböcke für die eigene Inkompetenz, Gier und Risikoblindheit.
Es geht ja nicht nur darum, dass die Banken den Banken den Rating-Agenturen geglaubt haben...???
Sondern darum, dass verschiedene, v.a. amerikanische Banken wirklich faule Investmentpapiere (Immobilien...) geschnürrt haben, die sie zu hohen Preisen verkaufen wollten.
Dazu waren die Rating-Agenturen ganz praktisch. Denn die wird nicht von dem Käufer des Investmentpaketes bezahlt (dann wäre das Rating natürlich möglichst schlecht, denn Käufer wollen einen niedrigen Preis), sondern der Verkäufer zahlt.
Es gibt nur 3 wichtige Rating-Agenturen weltweit. Aber jede Geschäftsbank verkauft nun mal Geldanlagen. (Damit verdienen die ihr Geld. Was ich in vielen Fällen schon unmoralisch finde, denn nur der Verkauf von Geld allein steigert doch den Preis von Geld, aber nicht das Bruttosozialprodukt...?)
D.h. es ist vielleicht nicht unproblematisch, wenn man beim Kauf der Pakete der Agentur misstraut, aber von der selben Agentur möglichst schöne Tripple AAA Stempel der Pakete haben will?
Kurz gesagt, mir persönlich kommt es bisher ganz eindeutig so vor, das "Ratingagentur" ein total intransparenter, irreführender, ich finde eigentlich: korrupeter, Name ist. Eine korrekte Bezeichnungt wäre IMO: Werbeagentur für Geldprodukte.
Da natürlich die Grossen Industriestaaten nicht zahlen für das Rating, sondern nur die Banken, ... die die Staatsanleihen kaufen (sollten...), ist man natürlich auf das Wohlwollen von Griechenland weniger angewiesen, aber auf das von Lehmann Brothers...?
Es geht ja nicht nur darum, dass die Banken den Banken den Rating-Agenturen geglaubt haben...???
Sondern darum, dass verschiedene, v.a. amerikanische Banken wirklich faule Investmentpapiere (Immobilien...) geschnürrt haben, die sie zu hohen Preisen verkaufen wollten.
Dazu waren die Rating-Agenturen ganz praktisch. Denn die wird nicht von dem Käufer des Investmentpaketes bezahlt (dann wäre das Rating natürlich möglichst schlecht, denn Käufer wollen einen niedrigen Preis), sondern der Verkäufer zahlt.
Es gibt nur 3 wichtige Rating-Agenturen weltweit. Aber jede Geschäftsbank verkauft nun mal Geldanlagen. (Damit verdienen die ihr Geld. Was ich in vielen Fällen schon unmoralisch finde, denn nur der Verkauf von Geld allein steigert doch den Preis von Geld, aber nicht das Bruttosozialprodukt...?)
D.h. es ist vielleicht nicht unproblematisch, wenn man beim Kauf der Pakete der Agentur misstraut, aber von der selben Agentur möglichst schöne Tripple AAA Stempel der Pakete haben will?
Kurz gesagt, mir persönlich kommt es bisher ganz eindeutig so vor, das "Ratingagentur" ein total intransparenter, irreführender, ich finde eigentlich: korrupeter, Name ist. Eine korrekte Bezeichnungt wäre IMO: Werbeagentur für Geldprodukte.
Da natürlich die Grossen Industriestaaten nicht zahlen für das Rating, sondern nur die Banken, ... die die Staatsanleihen kaufen (sollten...), ist man natürlich auf das Wohlwollen von Griechenland weniger angewiesen, aber auf das von Lehmann Brothers...?
Die Unternehmensberater sollte man in diesem Zusammenhang auch betrachten. Diese hatten nie die Absicht, die Unternehmen zu beraten. Informationen zu sammeln, wie man sie am besten ausplündern kann, ist das Ziel dieser Berater. Seit es diese Berater gibt, sind in D viele gesunde Firmen erst durch Heuschrecken ausgeplündert und dann zu Gunsten einer großen Konkurrenz abgewickelt worden.
Die gleichen Aufgaben haben die Ratingagenturen. Auszunasen, wo man Luftnummern gegen reales Geld und sonstige Ressourcen eintauschen kann. Eine weitere Aufgabe ist, Insidergeschäfte an den Börsen vorzubereiten. Und bei den Staaten Ängste zu schüren, um höhere Zinsen zu erpressen.
Das blödsinnigste Spiel ist jedoch:
Die Staaten erbetteln Geld von den Banken, das sie denen erst ohne Gegenleistung geben müssen, um es sich dann gegen hohe Zinsen wieder auszuleihen. Dieses Spiel halten die Politiker für systemrelevant. Geht’s noch doller?
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