Kapitalismus "Nächstenliebe ist knallharte Pflicht"

Die Linke Sahra Wagenknecht und der Christdemokrat Heiner Geißler streiten über die Frage, ob und wie der wild gewordene Kapitalismus abzuschaffen ist

DIE ZEIT: Frau Wagenknecht, wer ist für Sie die größere Autorität in Sachen Gerechtigkeit: Karl Marx oder der Papst?

Sahra Wagenknecht: Der Papst hat in deutlichen Worten kritisiert, dass die Einkommen immer mehr auseinanderklaffen. Ich glaube, jeder Mensch mit Sinn und Verstand, der sich Verhältnisse anschaut, wo ein Aktienanalyst das Tausendfache eines Altenpflegers verdient, kann nur zu dem Schluss kommen, dass wir heute eine zutiefst ungerechte Gesellschaft haben.

Anzeige

ZEIT: Sie erwähnen Marx nicht? Wir sind erstaunt! Was sagen Sie zu Marx, Herr Geißler?

Heiner Geißler: Ich hätte lieber was zum Papst gesagt.

Sahra Wagenknecht

wurde 1969 in Jena geboren. Sie durfte in der DDR nicht studieren, trat aber in die SED ein. Ab 1991 gehörte sie zum Parteivorstand der PDS, später zur Kommunistischen Plattform. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende der Partei Die Linke. Eben erschien von ihr Freiheit statt Kapitalismus

ZEIT: Bitte!

Geißler: Seit Johannes Paul II. ist auch die katholische Kirche zu der Einsicht gekommen, dass das globale Wirtschaftssystem mit dem Evangelium nicht zu vereinbaren ist. Bei seinem letzten Besuch hier in Berlin hat Benedikt das leider sehr verzerrt.

ZEIT: Immerhin hat er im Bundestag eine Lanze für die Gerechtigkeit gebrochen.

Geißler: Aber es ist ärgerlich, dass er Augustinus falsch zitiert hat. Der sagt: Was wäre ein Staat ohne Gerechtigkeit anderes als eine große Räuberbande? Der Papst übersetzte iustitia einseitig mit Recht. Das ist falsch. Iustitia heißt Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit ist mehr als Recht. Das war sicher kein Lapsus, sondern Absicht.

Heiner Geißler

wurde 1930 in Oberndorf am Neckar geboren. Er war Jesuitenschüler, studierte Jura und promovierte über Kriegsdienstverweigerung. Seit 1953 ist er in der CDU, für die er Bundesminister und Generalsekretär war. 2007 wurde er Mitglied bei Attac. Zuletzt schrieb er Ou Topos: Suche nach dem Ort, den es geben müsste

ZEIT: Haben Sie überlegt, ihm das nachzurufen?

Geißler: Das mache ich jetzt bei Ihnen.

ZEIT: Und was heißt nun Gerechtigkeit?

Geißler: Ich greife mal ein Gerechtigkeitsprinzip heraus: iustitia commutativa, also ausgleichende Gerechtigkeit. Sie soll natürliche Ungleichheiten zwischen den Menschen vor dem Gesetz ausgleichen. Leistung und Gegenleistung sollen einander entsprechen ebenso wie Ware und Preis, Schaden und Schadensersatz. Ich finde, dass die Wirklichkeit dem ins Gesicht schlägt. Teile dieser Wirklichkeit sind sogar verfassungswidrig.

ZEIT: Im Ernst? Arbeitgeberverbände könnten Ihnen entgegenhalten: Nie gab es in Deutschland mehr Erwerbstätige als heute. Und die oberen zehn Prozent der Steuerzahler stehen für 60 Prozent des Steueraufkommens. Die Lohnsumme steigt.

Wagenknecht: In Wahrheit haben die Arbeitenden immer weniger Anteil am volkswirtschaftlichen Reichtum. Die größten Einkommen werden erzielt aus purem Vermögensbesitz, der oft auf Erbschaft oder Spekulation zurückgeht. Eine Wirtschaftsordnung, in der Eigentum zu nichts verpflichtet, ist verfassungswidrig. Und die von Ihnen genannte Zahl bezieht sich nur auf die Einkommensteuer. Der größte Teil des Steueraufkommens kommt von den kleinen Leuten über Verbrauchssteuern.

Geißler: Wir haben weltweit eine massive Verletzung des Gerechtigkeitsgebots, die von der Völkergemeinschaft hingenommen wird. In den Favelas sterben täglich Kinder, weil die Grundnahrungsmittel Teil von Spekulationsgeschäften und daher immer teurer geworden sind. Die Preise sind keine gerechten Preise. Lohndumping ist die Regel. Und Schaden muss – siehe Finanzkrise – bekanntlich nicht von den Urhebern ersetzt werden, sondern vom Steuerzahler.

Wagenknecht: Das stimmt. Deshalb will ich dieses Wirtschaftssystem überwinden, weil es täglich Kinder sterben lässt. Der Kapitalismus erfüllt nicht einmal seinen eigenen Anspruch auf Leistungsgerechtigkeit – also dass sich die Verteilung der Güter nach der Leistung der Menschen richtet.

Wagenknecht: Klingt arg sozialdarwinistisch. Das Recht des Stärkeren ist doch ein urkapitalistisches Motiv.

Wagenknecht: Urkapitalistisch ist, dass eine Minderheit von der Arbeit der Mehrheit reich wird. Leistungsgerechtigkeit schließt ein, dass jeder die Chance hat, seine Fähigkeiten einzubringen. Wer arbeitslos ist, kann das nicht. Außerdem muss eine Gesellschaft – unabhängig von der Leistung – immer einen menschenwürdigen Standard für alle ihre Mitglieder gewährleisten. Hartz IV ist menschenunwürdig.

Leser-Kommentare
  1. sagt frau Wagenknecht.
    Das die saubere Frau Wagenknecht von dieser Ungerechtigkeit profitiert mag sie aber ungern zugeben.

    "Die Linke plagt sich mit einem skurrilen Streit um die Europa-Abgeordnete Sahra Wagenknecht. Die Vorzeige-Kommunistin wurde bei einem opulenten Hummer-Essen in Straßburg fotografiert – und löschte später die Fotos."
    http://www.spiegel.de/pol...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Also 1.
    Wagenknecht will nicht den Leuten das gute Essen wegnehmen, sondern lediglich dafür sorgen, dass nicht mehr die Banken die Regierungen diktieren, anstatt umgekehrt. In Griechenland und Italien regieren die Banken ja jetzt sogar direkt.

    2. Handelte es sich bei dem Foto um eins beim Essen, wo sie natürlich nicht unbedingt günstig aussah. Dass Wagenknecht gern Hummer isst, hat man im Übrigen schon ofters gelesen und sie hat es nie abgestritten.

    Wie ich dieses blöde Geschwätz hasse.

    "Der ist Linker und gönnt sich was! Verräter! Lügner!"

    den Porsche von Herrn Ernst vrgessen.
    Ich bewundere ihren geistigen Horizont

    • Pterry
    • 17.12.2011 um 13:21 Uhr

    Und der amtierende Finanzminister ist in eine noch immer nicht aufgeklärte Spendenaffäre verwickelt. Jetzt lassen sie uns mal nachdenken, was der größere Skandal ist...

    Das war sicher keine Glanzleistung von Frau Wagenknecht, aber ich finde es zu kleinlich und kurzsichtig, ihr das immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren! Glauben Sie @Wüterich z.B., daß man von Ihnen nicht auch irgendwann einmal ein Foto schießen könnte, das sie in ein ungünstiges Licht rückt, wenn man es darauf anlegt? Ich glaube das kann man bei jedem und jeder, sicher auch bei mir. Die Reaktion von Frau Wagenknecht ist auch verstehbar, wenn auch zu unüberlegt. Es wäre sicher günstiger für Ihr Image gewesen, wenn sie das Hummer-Essen öffentlich kommentiert hätte.
    Ich bin bisher durchaus kein Fan von ihr gewesen, aber was sie so sagt, wie auch hier, finde ich klug und soweit in Ordnung.

    • Nero11
    • 17.12.2011 um 13:44 Uhr

    aber ich finde es sehr lächerlich zu kritisieren, dass eine Politikerin, welche Ausrichtung sie auch haben mag, Hummer ist. Da fällt mir echt nichts mehr ein.

    O mein Gott, Sara Wagenknecht ißt Hummer! Kann man die Linke wegen dieses unglaublichen Verbrechens nicht verbieten lassen?

    *Sarkasmus off*

    Wenn ein Linker Hummer ißt, dann ist er ein Heuchler. Wenn ein Linker arm ist, dann ist er ein Neidhammel.

    So einfach kann die Welt sein!

    PS: Ich weiß, es ist für einen Konservativen nach neuer Lessart ein ungeheuerlicher Gedanke: Aber könnte es nicht sein, dass man Gerechtigkeit als höchstes Gut ansieht, noch höher stehend als den erbärmlichen eigenen Egoismus?

    Ich jedenfalls würde gerne mehr Steuern bezahlen, wenn ich dann nicht mehr zusehen müsste, wie arme Menschen im Müll wühlen nach etwas Essbarem. Aber ich weiß schon, kleinkarierte Menschen, die ihr Selbstverständnis über die Automarke des eigenen Wagens definieren, finden es toll, wenn es anderen Menschen möglichst schlecht geht. Raffen, raffen, raffen - das ist alles was Ihnen einfällt. Erbärmlich.

    ...als mit Angela Merkel Kohlsuppe bei Verhör-Beleuchtung einer Blockflöten-Funktionärin.

    ist für mich der in Schriftform gegossene Beweis dafür, dass Sie den obigen Beitag entweder nicht verstehen konnten, ihn nicht verstehen wollten
    oder aber, was noch bedauerlicher für Sie wäre,
    ihn gar nicht erst gelesen haben.

    MfG
    biggerB

    meinen Sie wohl?!
    Aus Deutschland-ein Wintermärchen
    von H.Heine

    Sie sang das alte Entsagungslied,
    Das Eiapopeia vom Himmel,
    Womit man einlullt, wenn es greint,
    Das Volk, den großen Lümmel.

    Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
    Ich kenn auch die Herren Verfasser;
    Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
    Und predigten öffentlich Wasser.

    Ein neues Lied, ein besseres Lied,
    O Freunde, will ich Euch dichten!
    Wir wollen hier auf Erden schon
    Das Himmelreich errichten.

    Wir wollen auf Erden glücklich sein,
    Und wollen nicht mehr darben;
    Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
    Was fleißige Hände erwarben.

    Es wächst hienieden Brot genug
    Für ALLE Menschenkinder,
    Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
    Und Zuckererbsen nicht minder.

    Ja, Zuckererbsen für jedermann,
    Sobald die Schoten platzen!
    Den Himmel überlassen wir
    Den Engeln und den Spatzen.

    ..dass man reich sein darf und sich gegen Armut einsetzt.

    Dass die Leute die im Parlament sitzen nicht am Hungertuch nagen ist doch klar. Mit dem Argument können Sie in der BILD-Zeitung punkten, aber nicht hier "ey guck mal die frisst ja Huuummmer! Päh, die is ja reich!"
    Gehts noch platter?

    Also, bis jetzt zehn, nun elf Antworten auf einen Beitrag! das schafft nun wirklich nicht jeder, darum virtuell den Hut ab. Hähä :-)

    Es ist allerhöchste Zeit eine tief gehende Hummerdabatte anzufangen!,wie kann Frau Wagenknecht einen HUMMER (kreisch!) essen bei so vielen armen Kinder,die in der Welt hungern?.

    Hummer ist unsozial,Hummerdebatte,sofort!

    Euer belphegor67.
    Frohe Weihnachten!

    Nach einem vierseitigen Interview, bei dem ein paar unangenehme Wahrheiten klar angesprochen wurden ist die einzige Kritik, dass Frau Wagenknecht Schalentiere mag...

    Das ist ungefähr so sachdienlich wie Herrn Geißler seine Vermittlerrolle bei Stuttgart 21 abzusprechen weil er zu Hause seine Hecke geschnitten hat. Ist ja fast so wie Bäume Fällen, womit seine Unvoreingenommenheit stark anzuzweifeln wäre...

    Also 1.
    Wagenknecht will nicht den Leuten das gute Essen wegnehmen, sondern lediglich dafür sorgen, dass nicht mehr die Banken die Regierungen diktieren, anstatt umgekehrt. In Griechenland und Italien regieren die Banken ja jetzt sogar direkt.

    2. Handelte es sich bei dem Foto um eins beim Essen, wo sie natürlich nicht unbedingt günstig aussah. Dass Wagenknecht gern Hummer isst, hat man im Übrigen schon ofters gelesen und sie hat es nie abgestritten.

    Wie ich dieses blöde Geschwätz hasse.

    "Der ist Linker und gönnt sich was! Verräter! Lügner!"

    den Porsche von Herrn Ernst vrgessen.
    Ich bewundere ihren geistigen Horizont

    • Pterry
    • 17.12.2011 um 13:21 Uhr

    Und der amtierende Finanzminister ist in eine noch immer nicht aufgeklärte Spendenaffäre verwickelt. Jetzt lassen sie uns mal nachdenken, was der größere Skandal ist...

    Das war sicher keine Glanzleistung von Frau Wagenknecht, aber ich finde es zu kleinlich und kurzsichtig, ihr das immer wieder aufs Butterbrot zu schmieren! Glauben Sie @Wüterich z.B., daß man von Ihnen nicht auch irgendwann einmal ein Foto schießen könnte, das sie in ein ungünstiges Licht rückt, wenn man es darauf anlegt? Ich glaube das kann man bei jedem und jeder, sicher auch bei mir. Die Reaktion von Frau Wagenknecht ist auch verstehbar, wenn auch zu unüberlegt. Es wäre sicher günstiger für Ihr Image gewesen, wenn sie das Hummer-Essen öffentlich kommentiert hätte.
    Ich bin bisher durchaus kein Fan von ihr gewesen, aber was sie so sagt, wie auch hier, finde ich klug und soweit in Ordnung.

    • Nero11
    • 17.12.2011 um 13:44 Uhr

    aber ich finde es sehr lächerlich zu kritisieren, dass eine Politikerin, welche Ausrichtung sie auch haben mag, Hummer ist. Da fällt mir echt nichts mehr ein.

    O mein Gott, Sara Wagenknecht ißt Hummer! Kann man die Linke wegen dieses unglaublichen Verbrechens nicht verbieten lassen?

    *Sarkasmus off*

    Wenn ein Linker Hummer ißt, dann ist er ein Heuchler. Wenn ein Linker arm ist, dann ist er ein Neidhammel.

    So einfach kann die Welt sein!

    PS: Ich weiß, es ist für einen Konservativen nach neuer Lessart ein ungeheuerlicher Gedanke: Aber könnte es nicht sein, dass man Gerechtigkeit als höchstes Gut ansieht, noch höher stehend als den erbärmlichen eigenen Egoismus?

    Ich jedenfalls würde gerne mehr Steuern bezahlen, wenn ich dann nicht mehr zusehen müsste, wie arme Menschen im Müll wühlen nach etwas Essbarem. Aber ich weiß schon, kleinkarierte Menschen, die ihr Selbstverständnis über die Automarke des eigenen Wagens definieren, finden es toll, wenn es anderen Menschen möglichst schlecht geht. Raffen, raffen, raffen - das ist alles was Ihnen einfällt. Erbärmlich.

    ...als mit Angela Merkel Kohlsuppe bei Verhör-Beleuchtung einer Blockflöten-Funktionärin.

    ist für mich der in Schriftform gegossene Beweis dafür, dass Sie den obigen Beitag entweder nicht verstehen konnten, ihn nicht verstehen wollten
    oder aber, was noch bedauerlicher für Sie wäre,
    ihn gar nicht erst gelesen haben.

    MfG
    biggerB

    meinen Sie wohl?!
    Aus Deutschland-ein Wintermärchen
    von H.Heine

    Sie sang das alte Entsagungslied,
    Das Eiapopeia vom Himmel,
    Womit man einlullt, wenn es greint,
    Das Volk, den großen Lümmel.

    Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
    Ich kenn auch die Herren Verfasser;
    Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
    Und predigten öffentlich Wasser.

    Ein neues Lied, ein besseres Lied,
    O Freunde, will ich Euch dichten!
    Wir wollen hier auf Erden schon
    Das Himmelreich errichten.

    Wir wollen auf Erden glücklich sein,
    Und wollen nicht mehr darben;
    Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
    Was fleißige Hände erwarben.

    Es wächst hienieden Brot genug
    Für ALLE Menschenkinder,
    Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
    Und Zuckererbsen nicht minder.

    Ja, Zuckererbsen für jedermann,
    Sobald die Schoten platzen!
    Den Himmel überlassen wir
    Den Engeln und den Spatzen.

    ..dass man reich sein darf und sich gegen Armut einsetzt.

    Dass die Leute die im Parlament sitzen nicht am Hungertuch nagen ist doch klar. Mit dem Argument können Sie in der BILD-Zeitung punkten, aber nicht hier "ey guck mal die frisst ja Huuummmer! Päh, die is ja reich!"
    Gehts noch platter?

    Also, bis jetzt zehn, nun elf Antworten auf einen Beitrag! das schafft nun wirklich nicht jeder, darum virtuell den Hut ab. Hähä :-)

    Es ist allerhöchste Zeit eine tief gehende Hummerdabatte anzufangen!,wie kann Frau Wagenknecht einen HUMMER (kreisch!) essen bei so vielen armen Kinder,die in der Welt hungern?.

    Hummer ist unsozial,Hummerdebatte,sofort!

    Euer belphegor67.
    Frohe Weihnachten!

    Nach einem vierseitigen Interview, bei dem ein paar unangenehme Wahrheiten klar angesprochen wurden ist die einzige Kritik, dass Frau Wagenknecht Schalentiere mag...

    Das ist ungefähr so sachdienlich wie Herrn Geißler seine Vermittlerrolle bei Stuttgart 21 abzusprechen weil er zu Hause seine Hecke geschnitten hat. Ist ja fast so wie Bäume Fällen, womit seine Unvoreingenommenheit stark anzuzweifeln wäre...

  2. Dezentralisierte Genossenschaften anstreben (Beispiel Raiffeisen) und nicht Turbokapitalisierte Demokratie ,letzteres befindet sich in der Sackgasse.
    Auch Gewinne sind angemessen zu sozialisieren. Wenn es bei den Verlusten geht, muss dies auch bei den Gewinnen gehen. Die heutigen Subventionen des Kapitals und die Enteignung der Bevölkerung (staatliche Bürgschaften und Inflation) kann / wird zu einem Pulverfass werden. Mit der Occupy-Bewegung formiert sich ein neues Denken in der Masse, wo sind die Antworten für 99% der Bevölkerung? Wo bleibt die Aufklärung und die Visionäre? Wagenknecht u.a. (siehe auch Geißler) sind ernst zu nehmen in Ihren Denkansätzen.
    Wer Bestehendes nicht kritisch "Hinterfragt und Infrage" stellt, hat morgen keine Antworten auf die dann eingetretene Realität........

    18 Leser-Empfehlungen
  3. ist die natürlichste aller Wirtschaftsformen. Schlecht hingegen der "wildgewordene" Kapitalismus in Form von
    Hedgefonds und den jeweiligen Spielgefährten. Zocken an der Börse ist nichts anderes als privates Glücksspiel und daher
    zu verbieten. Glücksspiel wie wir wissen, kann süchtig machen,
    und Süchtige sind jederzeit bereit ihre Mitmenschen zu ruinieren. Aktien sind ok, Aktienoptionen, Leerverkäufe etc. nicht. Hier müsste der Steuerungsmechanismus einsetzen.
    Wer eine Immobilie kauft und nach vierzehn Tagen oder auch Stunden wieder verkauft, wird kräftig zur Kasse gebeten.
    Wer ständig Autos kauft und wieder verkauft, bekommt Besuch vom Finanzamt. Dieser Mechanismus muss auch hier greifen.
    Aber wer sägt den Ast auf dem er sitzt? Politiker und Lobbyisten wie unsere in der letzten Zeit ins Gerede gekommenen Stars vom Parteigenossen bis zum Bundespräsidenten? Ständige Empfehlung hierzu:
    http://www.daserste.de/gier/

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    " Der Kapitalismus ist die natürlichste aller Wirtschaftsformen. "

    Das könnte, ganz generalisiert, stimmen.
    Der Kapitalismus ist darwinistisch und hochgradig selbstreferentiell.
    Jeder gegen jeden, der "stärkste" gewinnt, und das ganze Elend wächst solange bis ein "natürlicher Feind" dem eine Grenze setzt oder die zur Sättigung der konsumierenden Masse notwendigen Ressourcen verbraucht sind.

    Die Tatsache, dass wir dieses "natürliche" Wirtschaftssystem immer noch haben, zeigt jedoch, dass es mit der Emanzipation des hochentwickelten Menschen nicht allzuweit her sein kann.
    Ich schaue in meinen Garten, sehe Meisen, Raben und Elstern wie sie sich um Brotscheiben streiten, obwohl genug Nahrung für alle da ist.
    Schlimm, dass wir Menschen uns nicht viel anders verhalten, wie Tiere...

    • RRino
    • 18.12.2011 um 23:17 Uhr

    "Von allen ökonomischen und sozialen Systemen ist der Kapitalismus zweifellos das natürlichste. Das genügt bereits, um darauf zu verweisen, dass er das schlimmste sein muss."

    Michel Houellebecq, Ausweitung der Kampfzone

    " Der Kapitalismus ist die natürlichste aller Wirtschaftsformen. "

    Das könnte, ganz generalisiert, stimmen.
    Der Kapitalismus ist darwinistisch und hochgradig selbstreferentiell.
    Jeder gegen jeden, der "stärkste" gewinnt, und das ganze Elend wächst solange bis ein "natürlicher Feind" dem eine Grenze setzt oder die zur Sättigung der konsumierenden Masse notwendigen Ressourcen verbraucht sind.

    Die Tatsache, dass wir dieses "natürliche" Wirtschaftssystem immer noch haben, zeigt jedoch, dass es mit der Emanzipation des hochentwickelten Menschen nicht allzuweit her sein kann.
    Ich schaue in meinen Garten, sehe Meisen, Raben und Elstern wie sie sich um Brotscheiben streiten, obwohl genug Nahrung für alle da ist.
    Schlimm, dass wir Menschen uns nicht viel anders verhalten, wie Tiere...

    • RRino
    • 18.12.2011 um 23:17 Uhr

    "Von allen ökonomischen und sozialen Systemen ist der Kapitalismus zweifellos das natürlichste. Das genügt bereits, um darauf zu verweisen, dass er das schlimmste sein muss."

    Michel Houellebecq, Ausweitung der Kampfzone

  4. Zuviele verquaste Gestalten und Köpfe.

    Frau Wagenknecht, Herr Lafontaine ...

    Treten Sie in die SPD ein und putschen sie die neoliberale Clique weg!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ohopp
    • 17.12.2011 um 13:11 Uhr

    reformierbar. Wenn man die Ovationen für O.Schreiners Rede auf dem Parteitag betrachtet und sich danach in den Abstimmungen fast niemand traut, entsprechende Anträge zu unterstützen, kann man solcherart Hoffnungen begraben.

    ...gibt es in allen Parteien. Ich finde eigentlich nicht dass die Linke besonders viele davon hätte. Was halten sie denn von Verrückten Aktionisten wie der Ministering von der Leyen, oder den zweifelhaften Verquickungen von Kohl&Schäuble, einer Koalition die Irrlichtern wie Guttenberg Ministerien zuschustert? Oder der Regierung Schröder, die verurteilte Kriminelle wie Peter Hartz Gesetze ausarbeiten lässt, und einem ex-Kanzler der sich danach bei seinen russischen Freunden einnistet?

    Wenn Sie der Meinung sind dass man die alle wählen kann, dann empfehle ich ihnen wählen Sie doch einfach mal die Linke.

    "treten Sie bei den grünen ein und putschen sie die ökologische Clique". Lafontaine hat das erkannt!

    • Bus-x
    • 28.12.2011 um 0:25 Uhr

    Nein nein, bleiben sie bei den Linken und machen den kleinen Profiteuren klar dass keine Chance geblieben ist. Die SPD hatte auch einen Profiteur Schröder der den kleinen Mann an die Wand genagelt hat.e

    • ohopp
    • 17.12.2011 um 13:11 Uhr

    reformierbar. Wenn man die Ovationen für O.Schreiners Rede auf dem Parteitag betrachtet und sich danach in den Abstimmungen fast niemand traut, entsprechende Anträge zu unterstützen, kann man solcherart Hoffnungen begraben.

    ...gibt es in allen Parteien. Ich finde eigentlich nicht dass die Linke besonders viele davon hätte. Was halten sie denn von Verrückten Aktionisten wie der Ministering von der Leyen, oder den zweifelhaften Verquickungen von Kohl&Schäuble, einer Koalition die Irrlichtern wie Guttenberg Ministerien zuschustert? Oder der Regierung Schröder, die verurteilte Kriminelle wie Peter Hartz Gesetze ausarbeiten lässt, und einem ex-Kanzler der sich danach bei seinen russischen Freunden einnistet?

    Wenn Sie der Meinung sind dass man die alle wählen kann, dann empfehle ich ihnen wählen Sie doch einfach mal die Linke.

    "treten Sie bei den grünen ein und putschen sie die ökologische Clique". Lafontaine hat das erkannt!

    • Bus-x
    • 28.12.2011 um 0:25 Uhr

    Nein nein, bleiben sie bei den Linken und machen den kleinen Profiteuren klar dass keine Chance geblieben ist. Die SPD hatte auch einen Profiteur Schröder der den kleinen Mann an die Wand genagelt hat.e

  5. Also 1.
    Wagenknecht will nicht den Leuten das gute Essen wegnehmen, sondern lediglich dafür sorgen, dass nicht mehr die Banken die Regierungen diktieren, anstatt umgekehrt. In Griechenland und Italien regieren die Banken ja jetzt sogar direkt.

    2. Handelte es sich bei dem Foto um eins beim Essen, wo sie natürlich nicht unbedingt günstig aussah. Dass Wagenknecht gern Hummer isst, hat man im Übrigen schon ofters gelesen und sie hat es nie abgestritten.

    Wie ich dieses blöde Geschwätz hasse.

    "Der ist Linker und gönnt sich was! Verräter! Lügner!"

    44 Leser-Empfehlungen
    • ohopp
    • 17.12.2011 um 13:03 Uhr

    Herrn Geißler mal daran erinnern, dass seiner CDU die Agendapolitik von Schröder und die Deregulierung noch nicht
    weit genug ging. Und wo bleibt denn sein Kampf, seine Anträge seine Initiative zu Mitgliederentscheiden innerhalb der CDU?

    10 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Herrn Geißler mal daran erinnern, dass seiner CDU die Agendapolitik von Schröder und die Deregulierung noch nicht
    weit genug ging. Und wo bleibt denn sein Kampf, seine Anträge seine Initiative zu Mitgliederentscheiden innerhalb der CDU?" Zitatende

    Mitglied bei Attac zu sein und gleichzeitig Angela Merkel zu loben, ist entweder schizophren oder Hinterlist zum Zwecke des Abgreifens wertkonservativer Stimmen.

    Ich tippe auf Letzeres. Geißler ist Jesuit. Da heiligt der Zweck die Mittel. Ich glaube diesem Menschen kein Wort. Und das sage ich als Katholikin, die aus Glaubensgründen die Linke wählt. Sara Wagenknecht hat recht: Wer das Evangelium ernst nimmt, der muss als Katholik links wählen.

    "Herrn Geißler mal daran erinnern, dass seiner CDU die Agendapolitik von Schröder und die Deregulierung noch nicht
    weit genug ging. Und wo bleibt denn sein Kampf, seine Anträge seine Initiative zu Mitgliederentscheiden innerhalb der CDU?" Zitatende

    Mitglied bei Attac zu sein und gleichzeitig Angela Merkel zu loben, ist entweder schizophren oder Hinterlist zum Zwecke des Abgreifens wertkonservativer Stimmen.

    Ich tippe auf Letzeres. Geißler ist Jesuit. Da heiligt der Zweck die Mittel. Ich glaube diesem Menschen kein Wort. Und das sage ich als Katholikin, die aus Glaubensgründen die Linke wählt. Sara Wagenknecht hat recht: Wer das Evangelium ernst nimmt, der muss als Katholik links wählen.

  6. den Porsche von Herrn Ernst vrgessen.
    Ich bewundere ihren geistigen Horizont

    • ohopp
    • 17.12.2011 um 13:11 Uhr

    reformierbar. Wenn man die Ovationen für O.Schreiners Rede auf dem Parteitag betrachtet und sich danach in den Abstimmungen fast niemand traut, entsprechende Anträge zu unterstützen, kann man solcherart Hoffnungen begraben.

    16 Leser-Empfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service