Studienabbrecher: Kein Beistand, nirgends
Viel zu selten schaffen es Zuwandererkinder auf die Uni – und häufig zählen sie zu den Studienabbrechern. Jetzt stellen sich die Hochschulen dem Problem
Ahmet Arslans Lebenslauf ist das, was man eine Erfolgsgeschichte nennt. Ahmet kommt aus einer Familie, die Politiker als bildungsfern bezeichnen, dazu noch mit Migrationshintergrund. Seine Eltern stammen aus der Türkei, der Vater arbeitet in der Zeche, die Mutter ist Hausfrau. Trotzdem, oder gerade deshalb, wird Bildung in Ahmets Familie hochgehalten. Ahmet besuchte, wie seine beiden Schwestern, das Gymnasium. Er bestand sein Abitur und studiert nun erfolgreich an der Fachhochschule Gelsenkirchen Wirtschaft, parallel dazu macht er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Die Geschichte des 21-jährigen Bochumers ist eine Erfolgsgeschichte, aber sie ist auch eine Ausnahme.
Viel zu selten, da sind sich alle Bildungsforscher einig, erreichen Kinder aus Einwandererfamilien das Abitur, geschweige denn einen Hochschulabschluss. Dabei ist die Statistik äußerst ungenau, weil die Klassifizierung »Migrant« keine amtliche ist. Man behilft sich mit empirischen Studien über all jene, die keinen deutschen Pass haben, aber hier zur Schule gegangen sind – die sogenannten Bildungsinländer, die nur eine spezielle Teilmenge aller Schulabgänger mit Migrationshintergrund sind. Die Ergebnisse, die dabei zutage treten, sind verheerend: Laut einer aktuellen Untersuchung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) erreichen nur 13 Prozent der »Bildungsinländer« das Abi, bei den Deutschen sind es fast dreimal so viele: 34 Prozent.
Und statt dann zumindest möglichst viele von diesen wenigen Ausländern erfolgreich zum Studienabschluss zu führen, verschlimmern die deutschen Hochschulen noch die Schieflage: 41 Prozent der Bildungsinländer brechen ihr Studium ab, unter den Deutschen dagegen sind es nur 24 Prozent.
An der Uni ist ein anderes Deutsch gefordert
Gründe dafür gebe es viele, sagen Experten: mangelnde Sprachkenntnisse, zu wenig ideelle und fachliche Unterstützung von zu Hause, Probleme bei der Integration in die Hochschullandschaft. Doch richtig überzeugen können solche Erklärungen zumindest auf den ersten Blick nicht: Schließlich sind die wenigen Bildungsinländer mit Abitur schon jene, die es geschafft haben – und denen das Gymnasium die Hochschulreife in Sprache und Schrift bescheinigt hat.
Ulrich Heublein vom HIS sieht jedoch einen Unterschied zwischen dem Deutsch in der Schule und im Alltag und jenem, was an den Hochschulen gefordert sei. »Viele Studierende bemerken bei Beginn des Studiums, dass sie mit ihrem Alltagsdeutsch noch lange keine wissenschaftlichen Texte lesen können«, sagt der Hochschulforscher. Die neue Studie hat das HIS in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) durchgeführt. Sich kritisch zu komplexen Inhalten äußern zu können sei Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium, betont Heublein. Zu dem anspruchsvollen Stoff komme dann noch die Schwierigkeit, die Studienbedingungen und eine neue Lebensphase bewältigen zu müssen. »Selbstständig zu arbeiten und korrekt wissenschaftlich formulieren zu lernen, und das unter diesen veränderten Lebensumständen, das fällt vielen Erstsemestern schwer«, sagt Heublein. »Und besonders schwierig ist es für Studierende mit Migrationshintergrund.«
Doch reicht das tatsächlich als Erklärung? Womöglich schon – dann nämlich, wenn man die soziale Herkunft der Studenten hinzuzieht. Überdurchschnittlich viele der Bildungsinländer stammen aus sogenannten bildungsfernen Elternhäusern, in denen die Eltern ihren Kindern keinen akademischen Rat mit auf den Weg geben können und in denen – bei Deutschen wie bei Ausländern – die größten Sprachdefizite bestehen. Es sind genau dieselben Elternhäuser, die über die geringsten finanziellen Möglichkeiten verfügen. So wird auch die Finanzierung des Studiums zum zusätzlichen Stolperstein: Mehr als ein Drittel der Studenten mit Migrationshintergrund muss laut Studentenwerk für sich selber aufkommen. Bei Studenten ohne Migrationshintergrund ist es dagegen nur ein Fünftel.







http://www.tagesspiegel.d...
China, dem Land mit der wunderlichen Hyroglyphensprache und ohne Wasseranschluss und TV-Schüssel. Also ehrlich, es tut mir leid. Wenn ein Student nicht einmal Bafög beantragen kann, dann hat er auf einer Uni überhaupt nichts verloren.
Es gibt bei einem Arbeiterkind keine Unterschiede - egal wie die Wurzeln aussehen. Wer das behauptet diskriminiert (oder ist ein Positiv-Rassist).
"China, das Land mit der Hyroglyphensprache und ohne Wasseranschluss und TV-Schüssel"?
Wer ist denn hier nun positiv rassistisch? Und die chinesischen Studenten kommen allesamt aus bildungsnahen Haushalten in China, die könnten es sich sonst gar nicht leisten, die Kinder irgendwo hin zu schicken. Wo sie dann, zumindest in Deutschland, besser betreut werden als Deutsche die von Immigranten abstammen. Ich hab Chinesen an der Uni die selbst nach drei Jahren in Deutschland immer noch Hilfe bei den Behörden brauchen. Über die beschwert sich aber keiner, komisch.
... der wunderlichen Hyroglyphensprache und ohne Wasseranschluss und TV-Schüssel."
???
Bravo.
"China, das Land mit der Hyroglyphensprache und ohne Wasseranschluss und TV-Schüssel"?
Wer ist denn hier nun positiv rassistisch? Und die chinesischen Studenten kommen allesamt aus bildungsnahen Haushalten in China, die könnten es sich sonst gar nicht leisten, die Kinder irgendwo hin zu schicken. Wo sie dann, zumindest in Deutschland, besser betreut werden als Deutsche die von Immigranten abstammen. Ich hab Chinesen an der Uni die selbst nach drei Jahren in Deutschland immer noch Hilfe bei den Behörden brauchen. Über die beschwert sich aber keiner, komisch.
... der wunderlichen Hyroglyphensprache und ohne Wasseranschluss und TV-Schüssel."
???
Bravo.
Ich kenne wine Anzahl Migrantenkinder die an deutschen Unis studieren, aber nur wenige aus islamischen Kulturkreisen, und die sind meist nicht Türken oder Araber. Sagt uns das was?
Wieso schafft es ein in DE aufgewachsener, nicht mit Uni-Deutsch fertig zu werden? Ist dafür nicht das Abi da? Wie kam er denn zum Abi?
Das sagt uns,dass Sie eine sarrazinische Weltsicht haben und Ihr Bekanntenkreis sehr überschaubar ist.Ihre Aussagen über "Islamische Kulturkreise" sagen eher etwas über Sie aus!
Hier ist ein Link,der auf Daten basiert:
http://www.wissenschaftwe...
Die Fähigkeit an einer UNI weiterzukommen hat nichts mit religiösen Ansichten zu tun,sondern mit Motivation und der Bereitschaft sich stundenlang hinzusetzen und zu lernen.Punkt!
Erfolg und Misserfolg ist eine sehr individuelle Sache.Es ist in diesem Falle nicht wichtig,ob die Familie des Studenten deutsch ist oder nicht,sondern welcher sozialen Schicht sie angehört.
Wenn jemand nicht in der Lage ist wissenschaftliche Texte zu lesen bzw. diese nicht zu verstehen,dann sollte sich diese Person etwas nicht-akademisches suchen.Ehrgeiz mit mangeldem Wissen ist ein Garant fürs spätere Scheitern.
Wer Intelligenz an religiösen/ethnischen/erblichen Punkten festmachen will ist ein Rassist!!!
"Ich kenne wine Anzahl Migrantenkinder die an deutschen Unis studieren, aber nur wenige aus islamischen Kulturkreisen, und die sind meist nicht Türken oder Araber. Sagt uns das was?"
Um es in Ihrer einfachen Denkweise auszudrücken:
Das heisst, dass Araber und Türken aufgrund ihrer rückständigen, islamisch geprägten Kultur, quasi von Natur aus garnicht die Voraussetzungen für eine gehobene Bildung erfüllen.
Ich nehme an, dass Sie uns diese rassistische These nahelegen möchten.
Das sagt uns,dass Sie eine sarrazinische Weltsicht haben und Ihr Bekanntenkreis sehr überschaubar ist.Ihre Aussagen über "Islamische Kulturkreise" sagen eher etwas über Sie aus!
Hier ist ein Link,der auf Daten basiert:
http://www.wissenschaftwe...
Die Fähigkeit an einer UNI weiterzukommen hat nichts mit religiösen Ansichten zu tun,sondern mit Motivation und der Bereitschaft sich stundenlang hinzusetzen und zu lernen.Punkt!
Erfolg und Misserfolg ist eine sehr individuelle Sache.Es ist in diesem Falle nicht wichtig,ob die Familie des Studenten deutsch ist oder nicht,sondern welcher sozialen Schicht sie angehört.
Wenn jemand nicht in der Lage ist wissenschaftliche Texte zu lesen bzw. diese nicht zu verstehen,dann sollte sich diese Person etwas nicht-akademisches suchen.Ehrgeiz mit mangeldem Wissen ist ein Garant fürs spätere Scheitern.
Wer Intelligenz an religiösen/ethnischen/erblichen Punkten festmachen will ist ein Rassist!!!
"Ich kenne wine Anzahl Migrantenkinder die an deutschen Unis studieren, aber nur wenige aus islamischen Kulturkreisen, und die sind meist nicht Türken oder Araber. Sagt uns das was?"
Um es in Ihrer einfachen Denkweise auszudrücken:
Das heisst, dass Araber und Türken aufgrund ihrer rückständigen, islamisch geprägten Kultur, quasi von Natur aus garnicht die Voraussetzungen für eine gehobene Bildung erfüllen.
Ich nehme an, dass Sie uns diese rassistische These nahelegen möchten.
Das hier den Hochschulen zugewiesene Problem ist nicht das Problem der Hochschulen. Menschen, die eine Hochschule besuchen, müssen fähig sein, eine Hochschule zu besuchen. Sonst macht der Besuch keinen Sinn.
Wenn zu viele Studenten diese Fähigkeit trotz scheinbar erfolgreichen Schulabschlusses nicht besitzen, dann stimmt etwas mit der Schule und ihrem Testat der Hochschulreife nicht. Aber das wusste man ja schon. Vielleicht wäre es besser, wenn die Hochschulen ihre eigenen Aufnahmeprüfungen machten.
was der Hauptgrund für Erfolg ist. Eine unterstützende Familie, eine Familie, der Bildung wichtig ist. Die staatlichen Voraussetzungen sind doch wohl für alle gleich.
Sowohl Ahmet als auch Manafpour haben solche Familien. Und Ahmets Famile beweist doch, dass das auch geht, wenn man selber nicht Akademiker ist.
Wenn dagegen Kinder ohne entsprechende Deutschkenntinsse in die Schule kommen, weil die Eltern mit den Kindern nur Türkisch oder Arabisch sprechen, die Mutter oft selbst kein Deutsch spricht, dann verbauen sie Ihren Kindern die Zukunft.
Das es nicht am Ausländersein liegt, wenn man schlechter in der Schule ist, beweisen ja auch die Asiaten, deren Abitur/Studium Quote ist meine ich sogar höher ist als bei Deutschen.
Aber obwohl Vietnamesisch der deutschen Sprache eher noch ferner ist als Türkisch und die vietnamesischen Eltern auch nicht gerade sehr oft Akademiker sind oder sonst Geld im Überfluss haben, scheint das deren Kindern nicht zu schaden.
Aber obwohl Vietnamesisch der deutschen Sprache eher noch ferner ist als Türkisch und die vietnamesischen Eltern auch nicht gerade sehr oft Akademiker sind oder sonst Geld im Überfluss haben, scheint das deren Kindern nicht zu schaden.
Aber obwohl Vietnamesisch der deutschen Sprache eher noch ferner ist als Türkisch und die vietnamesischen Eltern auch nicht gerade sehr oft Akademiker sind oder sonst Geld im Überfluss haben, scheint das deren Kindern nicht zu schaden.
In der Regel bereitet einen das Gymnasium auf das Studium vor, es ersetzt es ja nicht. Was stellen sich manche eigentlich unter einem Studium vor?
Was sonst noch hilft: ein gutes Wörterbuch, ein Synonymwörterbuch, ein Fremdwörterbuch und eine ordentliche Grammatik, damit man beständig sprachlich arbeitet.
Wie heißt es u.a. in dem Artikel: »Es hilft einem keiner, man muss vollkommen selbstständig arbeiten.«
Genau das macht das akademische Arbeiten und den zukünftigen Akademiker aus. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.
Differenzierte man in dem Artikel, wäre man darauf gekommen, dass es immer wieder ganz bestimmte Migrantenkinder sind, die mit dem Schulsystem und dem Hochschulsystem Deutschlands nicht zurechtkommen.
nicht so! Es ist eine deutsche Eigentümlichkeit, dass man den Studenten sich selbst überläßt.
Ich will nicht zu allgemein klingen und nix falsches sagen, aber diese Regel gilt nicht Weltweit. Ich selbe studieren in den Niederlanden und Einzelarbeiten gibt es dort so gut wie nie. Teamwork, teamwork und noch einmal teamwork wird dor gross geschrieben. Schliesslich arbeiten man in Unternehmen meist in Gruppen und nicht allein und man wird pratkisch erzogen und nicht theoretisch wie in Deutschland! Nach meiner Erkenntnis ist es in UK, Skandinavien und Oesterreich ebenso. Deutschland ist eine Sonderrolle in der Welt. Aus diesem Grund wurde das Abiture auch verkuerzt, weil die ganze Welt ihre Schueler 12 Jahre in der Schule laesst bevor sie frei gelassen werden.
nicht so! Es ist eine deutsche Eigentümlichkeit, dass man den Studenten sich selbst überläßt.
Ich will nicht zu allgemein klingen und nix falsches sagen, aber diese Regel gilt nicht Weltweit. Ich selbe studieren in den Niederlanden und Einzelarbeiten gibt es dort so gut wie nie. Teamwork, teamwork und noch einmal teamwork wird dor gross geschrieben. Schliesslich arbeiten man in Unternehmen meist in Gruppen und nicht allein und man wird pratkisch erzogen und nicht theoretisch wie in Deutschland! Nach meiner Erkenntnis ist es in UK, Skandinavien und Oesterreich ebenso. Deutschland ist eine Sonderrolle in der Welt. Aus diesem Grund wurde das Abiture auch verkuerzt, weil die ganze Welt ihre Schueler 12 Jahre in der Schule laesst bevor sie frei gelassen werden.
Um im Alltag sprachlich zu bestehen, reicht, je nach Form des Alltags, ein Minimum an Sprache aus.
Meine Türkischkenntnisse umfassen einen guten Grundwortschatz, so dass ich in der Türkei nicht hungern müsste. Wäre ich jedoch gezwungen, dort in einem Amt zu kommunizieren, käme ich schnell ins straucheln.
Als Logopäde, der in einem sozialen Brennpunkt arbeitet, liegt für mich die sprachliche Wurzel allen Übels auf der Hand. Kindergärten, die zu über 80% Migrantenkinder als Klientel haben, haben, auch nach Aussage aller LeiterInnen und MitarbeiterInnen, ein deutliches Problem.
Dass dabei leider wiederum die Türken sprachlich besonders schlecht abschneiden, liegt schlicht daran, dass die Kinder untereinander auf Türkisch kommunizieren. Ich habe Mirgantenkinder kennen gelernt, die sich hervorragend ausdrücken können, obwohl ihre Eltern nur sehr gebrochen Deutsch sprechen und aus einer bildungsfernen Schicht stammen. Individuelle Anlagen spielen zwar auch eine Rolle, aber eher eine untergeordnete.
Fazit: die Mischung macht's.
Das eigentliche Problem besteht in der Struktur der deutschen akademischen Welt und hierbei insbesondere die unzureichende Betreuung durch Professoren. Der Abstand zwischen den Studenten und den Professoren ist einfach zu groß. Die Ursachen dafür liegen sicherlich in dem großen Arbeitspensum der Professoren und der geringen Bedeutung des Dialogs zwischen Prof und Studenten. Universitäre Mentorenprogramme werden hier nur die Symptome bekämpfen, das eigentliche Übel aber nicht. Denn die Mentoren sind meistens selbst entweder Promovierende oder Mitarbeiter aus dem viel zu dünn besiedelten Mittelbau.
Ich bin der Ansicht, dass man anerkennen muss, dass die Unis zu Lehranstalten umgeformt worden sind mit dem Ergebnis, dass die Hörsäle und Seminare voll sind, aber viel zu wenige Profs und Dozenten zur Verfügung stehen. Versetzen Sie sich in die Lage eines Dozenten, der hunderte Arbeiten korrigieren muss und darunter einige mit schlechter Ausdrucksweise zu bewerten hat. Hätte er Zeit und bekäme ausreichend Gehalt, könnte er sich mit dem Studenten hinsetzen und die Probleme besprechen und dadurch beheben. Wo aber ist das der Fall?
Die Uni muss als Ganzes von Dozierenden und Studenten betrachtet werden. Und es muss mehr Geld in die Unis fließen, damit die Lehre und damit die Erfolgsaussichten der Studenten verbessert werden können. Die Möglichkeit, Professor oder auch nur Dozent mit Festanstellung zu werden, ist in Deutschland ist immer noch ein hochriskantes Spiel für Akademiker.
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