Soziale Kluft: Maria und Josef im Ghetto des Geldes
Die wohlhabendsten Deutschen mit den teuersten Häusern leben im Taunus bei Frankfurt: Banker, Manager, Industrielle. Was passiert, wenn man sie um Hilfe bittet? Die Schauspielerin Viola Heeß und unser Redakteur Henning Sußebach haben sich – als obdachloses Paar verkleidet – kurz vor Weihnachten auf den Weg gemacht.
Wo anfangen in diesem Ort, in dem alles klingt, als habe es für Monopoly Modell gestanden: im Schlosshotel? Auf der Parkstraße? Im Golfclub? Auf der Burg? Oder doch beginnen bei dem Zweifel, der uns auf dem Weg von Frankfurt hinauf in den Taunus begleitet hat, hartnäckig wie ein zugelaufener Hund: Darf man mit einer Lüge nach der Wahrheit suchen?
Es ist ein Dienstagmorgen im Advent, kalt und grau. Wir sind mit der S-Bahn-Linie 4 gekommen, heraus aus Frankfurts Hochhauskulisse, durch das Gewürfel der Gewerbegebiete, vorbei an Streuobstwiesen und Pferdekoppeln, immer steiler bergan bis zur Endstation: Kronberg im Taunus, von Nebel verschleiert. Ein deutsches Wolkenkuckucksheim.
Eine Statistik hatte uns hergelockt. Die Gesellschaft für Konsumforschung hat errechnet: Die reichsten Deutschen – jene mit der größten Kaufkraft – leben nicht auf Sylt und nicht am Starnberger See, sondern an den Hängen des Hochtaunuskreises. Industriellenfamilien und Bankiers, Millionäre und Milliardäre.
Wir steigen aus und hauchen Atemwölkchen. Wir, das sind: Viola Heeß, freiberufliche Schauspielerin aus Hamburg, und ich, ein ZEIT-Redakteur – von nun an für eine Woche ein Paar in zertretenen Schuhen und zerschlissener Kleidung, beladen mit Rucksack und Plastiktüten, bereit für ein Experiment. Verkleidet als Obdachlose, ohne einen Euro in der Tasche, wollen wir die Menschen hier oben um Hilfe und Herberge bitten. Das Krippenspiel von Kronberg beginnt.
So ziehen wir los. Zwei wertmindernde Gestalten in Straßen voller Hochpreisimmobilien, wo jedes Haus ein rotes Alarmanlagen-Hütchen trägt, wo die Garagentore so breit sind wie Fußballtore und die Springbrunnen auch im Winter plätschern.
Woran genau erkennt man Reichtum in einem wohlhabenden Land? An Lieferwagen, auf denen »Ihr Schwimmbadwasser« steht? An philippinischen Kindermädchen, die Buggys durch die Stadt bugsieren? An der Tatsache, dass Grundschüler auf ihrem Heimweg starr an zwei Menschen vorbeiblicken, die anders aussehen als Mutti und Vati? An einer Upper-Class-Vereinskultur, von der Aushänge von Theatergruppen, Ballettschulen und Chören künden?
- Wie alles begann
Einen Monat lang haben sich unsere beiden Menschentester auf ihren Einsatz vorbereitet – schließlich musste nicht nur ein Bart wachsen: Der ehemalige Obdachlose Helmut Richard Brox, der mittlerweile einen Internet-Ratgeber (Adresse: www.ohnewohnung-wasnun.de) betreibt, beriet »Maria« und »Josef« in Sachen Auftreten und Ausrüstung. Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg lieh ihnen Kleidung und Schlafsäcke. Die beiden bedanken sich hiermit herzlich bei all jenen, die ihnen in Kronberg und Königstein geholfen haben – und bitten diejenigen um Entschuldigung, die sich möglicherweise hintergangen fühlen.
- Spenden
Alle Geldspenden, die das ZEIT-Team während der Recherche erhalten hat, werden weitergeleitet an die Frankfurter St.-Katharinen-Gemeinde. Jeden Winter startet diese Gemeinde die Aktion »Bürger ohne Wohnung«: Vier Wochen lang bekommen obdachlose Menschen warmes Essen, dazu gibt es Konzerte und Gottesdienste. Täglich kommen bis zu 300 Bedürftige in die Kirche.
Obwohl Kronberg auf jeder Landkarte verzeichnet ist, vermessen wir eine Art Terra incognita. Kronberg ist kein Reiseziel wie Sylt, hat keine Uferpromenade wie Starnberg, Google bietet hier kein Street View an. Geografisch gesehen, liegt Kronberg mitten in Deutschland, gesellschaftlich aber am Rande der Aufmerksamkeit. Das dürfte vielen der 17.000 Einwohner recht sein. In Kronberg stehen die Villa der Opels und das Gästehaus der Europäischen Zentralbank. Hier leben der ehemalige Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl und Walther Leisler Kiep, dessen Anwesen im Zuge der CDU-Parteispendenaffäre durchsucht wurde. Doch keiner dieser Namen ist im Telefonbuch zu finden. Und obwohl gemunkelt wird, Josef Ackermann sei fortgezogen, gilt Kronberg als Hausdorf der Deutschen Bank. Die halbe Führungsriege soll hier wohnen oder gewohnt haben, auch Exvorstand Hilmar Kopper, Schöpfer des Unworts des Jahres 1994. Er bezeichnete 50 Millionen D-Mark, um die der Immobilienbetrüger Jürgen Schneider damals Hunderte Handwerker gebracht hatte, schlicht als »Peanuts«.
Bis Schneider aufflog, lebte er keine zehn Kilometer von Kopper entfernt, im reizenden Königstein. In einem Privatschloss mit 29 Zimmern, umkränzt von einem vergoldeten Gartenzaun. Heute wohnen in dem Städtchen unter anderem der Opel-Sanierer Nick Reilly, Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, sowie Jürgen Sarrazin, ehemaliger Chef der Dresdner Bank und entfernter Verwandter des Deutschland schafft sich ab-Propheten Thilo Sarrazin.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Kronberg einmal als »Wandlitz im Westen« beschrieben, als »Rückzugsort für die, die in der Freien Marktwirtschaft das Sagen haben«. Es ist die Stadt, in der »die Märkte« wohnen: Manager, nach deren Kriterien derzeit die Welt bewertet wird. Hierher ziehen sich abends Menschen zurück, die kürzlich noch Milliarden verzockt haben und heute über das Schicksal ganzer Staaten richten. Was geschieht, wenn diese Reichen unsere Armut sehen? Wächst mit dem Wohlstand das Mitleid, oder nimmt es ab?
Unsere erste Erkenntnis: Die Welt der Reichen ist schön. Nur wessen Blick von Sozialneid verdüstert ist, wird das nicht wahrnehmen wollen. Zentrum der Stadt ist der sanft ansteigende Victoriapark, bestanden von riesigen Zedern, Buchen und Mammutbäumen, die hundert Jahre Zeit zum Wachsen hatten. Tennisplätze ruhen unter einer Decke aus Laub. Rings um den Park reihen sich Villen in hessischem Fachwerkstil und englischer Tudorgotik, weichgezeichnet von Rhododendren, Efeu und Moos. Kronberg sieht aus, als habe jemand eine englische Grafschaft nachgebaut, was sogar stimmt: Ende des 19. Jahrhunderts ließ sich die Mutter des letzten deutschen Kaisers hier nieder, Victoria, Prinzessin von Großbritannien und Irland. Hoch über der Stadt ließ sie sich ein Heimwehschloss errichten, ihren Witwensitz, dessen Stil den Ort prägt. Bei den Maklern von Engel & Völkers heißen die alten Villen heute »Understatement-Objekte«. Stumm schlurfen wir durch den Park und die Gassen der mittelalterlichen Kernstadt. Am ersten Tag wollen wir nicht gleich über Kronberg herfallen. Sondern still auf den Ort wirken und den Ort auf uns wirken lassen. Der Wind treibt einen Prospekt von mamifit über die Wiese, der mit den Worten beginnt: »Bist du kürzlich Mama geworden? Fragst du dich, wie du ohne Nanny und Personal Trainer wieder in deine alten Klamotten passen sollst? Dann bist du bei mamifit genau richtig!«
Vormittags scheint Kronberg allein von weiblichen Wesen besiedelt zu sein. Nicht nur von Kindermädchen, sondern auch von Ehefrauen: einkaufend, joggend, gut aussehend. Von diesen sogenannten Taunus-Mamis war in unserem Archivmaterial zu lesen, sie hätten es »nicht nötig« zu arbeiten, weil ein paar Tausend Euro mehr oder weniger im Familienetat keine Rolle spielten. Dafür fahren sie spazieren, worin sich die Boni ihrer Männer manifestieren: Geländewagen von Mercedes und BMW, Porsche und Audi, durchweg schwarz. Die Frauen von Kronberg sind jung, scheinen ausnahmslos schlank zu sein und sehen aus, als kämen sie gerade vom Reiterhof: Pferdeschwanz, taillierte Steppjacke, Jeans und Lederstiefel.
Es wird Mittag, und noch haben wir kein Geld, nichts zu essen, keinen Schlafplatz. Zeit, unsere »Eigenkapitalquote« zu erhöhen. Aber wie? Auf dem Marktplatz betteln? Dort steht vor einem Rewe-Supermarkt ein kleines Weihnachtsbaumwäldchen – und mittendrin hockt: ein Bettler (hoffentlich nicht vom Spiegel).
Viola setzt sich ein paar Straßen weiter vor eine Bäckerei – »wegen Mittagspause geschlossen« –, stellt einen Becher auf und beginnt, Passanten anzusprechen: »Entschuldigen Sie, wir sind ohne Obdach und brauchen Hilfe.« Sogar – oder gerade – hier, im Refugium der Reichen, klingt dieser Satz wie eine Ungeheuerlichkeit. Noch oft werden wir darüber nachdenken, ob wir uns fürs Betteln selbst schämen oder dafür, dass wir mit geheuchelter Armut dem Bettler vor Rewe das Weihnachtsgeschäft verderben.
Vor unserem Aufbruch nach Kronberg hatten wir noch einmal das Buch Deutschland umsonst von Michael Holzach gelesen. Vor 30 Jahren hatte sich der ehemalige ZEIT-Redakteur als mittelloser Mann ausgegeben und war durch ganz Deutschland gewandert. Sein Bericht verkaufte sich 200.000-mal, ein bundesdeutsches Geschichtsbuch. »Ohne Geld durch eine Welt zu gehen, in der sich alles um Mark und Pfennig dreht, hatte etwas Utopisches für mich, erschien mir wie ein Gang in absolutes Neuland«, schrieb Holzach. Auch ihm fiel das Betteln anfangs schwer. »Ich bin mir selbst nicht glaubwürdig«, schrieb er. Im Hochtaunuskreis wurde es ernst für ihn. In einer »stinkreichen Gegend, wo sich die herrschaftlichen Villen hinter haushohem Gebüsch verstecken, als hätten sie ein schlechtes Gewissen«, half ihm niemand. Holzachs Bitten um Essen oder Arbeit wurden abgewimmelt mit Sätzen wie diesem: »Es ist genug Personal im Haus!« Vor lauter Wut und Hunger beging Holzach seinen ersten Ladendiebstahl. Er klaute vier Tafeln Schokolade.






.. und phantastischer Bericht.
"Hier hilft euch keiner. Bitte, bitte fahrt nach Frankfurt."
"Hier ist’s halt scheiße für solche wie euch, hier ist Königstein."
Es ist mehr als an der Zeit, die Börsen- und Reichensteuer einzuführen.
Andernfalls schadet es nur den Kommunen bzw. dem Land
Andernfalls schadet es nur den Kommunen bzw. dem Land
Die "Charity"-Nummer: g-r-o-ß-a-r-t-i-g, auf den Punkt gebracht, ohne wenn und aber.
Ich habe hier schon des ofteren Kritik an redaktionellen Beiträgen geübt, weil mir das im Durchschnitt einfach zu schlicht und flach war, wie zuletzt beim Voswinkel.
Aber DAS hier... ist der Beweis, dass es echten Journallismus immer noch gibt.
Danke an die Beiden
Ich habe selten so gelacht ! Das ist mal Journalismus von der guten Sorte !
Auch wenn es für die "echten" Betroffenen nicht so komisch wäre!
Vielen Dank für die Bestätigung meiner Vorurteile !
Ich habe selten so gelacht ! Das ist mal Journalismus von der guten Sorte !
Auch wenn es für die "echten" Betroffenen nicht so komisch wäre!
Vielen Dank für die Bestätigung meiner Vorurteile !
Schmul kommt zum Rabbi: "Rabbi", klagt er "Es ist furchtbar. Kommst
Du zu einem armen Menschen, er ist freundlich zu Dir, er hilft wo er
kann. Gehst Du zu einem Reichen, er sieht Dich nicht ein mal an. Was
ist das nur mit dem Geld, dass es den Menschen so hart macht?"
"Mein Sohn", sprach der Rabbi, "Lass es mich Dir erklären. Gehe hier
ans Fenster und sag mir was Du siehst."
"Ich sehe eine Frau mit Ihrem Kind. Ich sehe einen Wagen, er fährt
zum Markt."
"Nun schau in diesen Spiegel. Was siehst Du nun?"
"Natürlich mich selber."
"Siehst Du? Das Fenster ist aus Glas und der Spiegel ist aus Glas.
Kaum tust Du etwas Silber dahinter, siehst Du - nebbich - nur noch
Dich selber."
Kürzlich hier gefunden:
http://www.heise.de/tp/fo...
...Kommentar.
Das Beispiel mit dem "Spiegel" ist so passend. Im Grunde ist es vielleicht die einzig überzeugende Reaktion auf den hervorragenden, wenn auch erschütternden Artikel...
Wir wissen um die soziale und emotionale Kälte in unserer Gesellschaft. Aber oft ändert sich nichts oder nur wenig daran...
Es wird viel zu wenig von den Menschen berichtet, die sehr wohl "Gutes" tun. Vielleicht, weil sie selbst zu bescheiden sind, darüber zu sprechen. Oder, weil für sie Nächstenliebe etwas Selbstverständliches ist, worüber man nicht gross zu tönen braucht. Oder, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass man sie verlacht und sie als "Gutmenschen" bezeichnet...
Man könnte viel, sehr viel zu dem Thema sagen.
...
Wenn man nur sehr wenig zu essen hat, allein ist und zu zerbrechlich, sich in der harten Menschenwelt "zurecht" zu finden, dann hilft dieser Rat, den ich selbst einmal bekommen habe:
"Kaue ganz langsam - dann geht der Hunger schneller weg."
Allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag und alles Gute für das Neue Jahr.
...Kommentar.
Das Beispiel mit dem "Spiegel" ist so passend. Im Grunde ist es vielleicht die einzig überzeugende Reaktion auf den hervorragenden, wenn auch erschütternden Artikel...
Wir wissen um die soziale und emotionale Kälte in unserer Gesellschaft. Aber oft ändert sich nichts oder nur wenig daran...
Es wird viel zu wenig von den Menschen berichtet, die sehr wohl "Gutes" tun. Vielleicht, weil sie selbst zu bescheiden sind, darüber zu sprechen. Oder, weil für sie Nächstenliebe etwas Selbstverständliches ist, worüber man nicht gross zu tönen braucht. Oder, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass man sie verlacht und sie als "Gutmenschen" bezeichnet...
Man könnte viel, sehr viel zu dem Thema sagen.
...
Wenn man nur sehr wenig zu essen hat, allein ist und zu zerbrechlich, sich in der harten Menschenwelt "zurecht" zu finden, dann hilft dieser Rat, den ich selbst einmal bekommen habe:
"Kaue ganz langsam - dann geht der Hunger schneller weg."
Allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag und alles Gute für das Neue Jahr.
... die nicht langweilig wurden! Ein m. E. inhaltich wie stilistisch erstklassiger Beitrag! Schade, mich hätte noch interessiert, wie einer der dort ebenfalls ansässigen, prominenten Motivationstrainer auf das Paar reagiert hätte...
Man sollte genau prüfen, wenn man mit dem FInger zeigt, ob man nicht doch neidisch ist im Unbewussten. Ich bin nicht neidisch, da ich mir ziemlich sicher bin, dass die entweder genauso oder weniger zufrieden sind, als Otto Normal Verbraucher. Und irgendwie bin ich froh im Osten der Republik zu wohnen, ehrlich.
Man sollte genau prüfen, wenn man mit dem FInger zeigt, ob man nicht doch neidisch ist im Unbewussten. Ich bin nicht neidisch, da ich mir ziemlich sicher bin, dass die entweder genauso oder weniger zufrieden sind, als Otto Normal Verbraucher. Und irgendwie bin ich froh im Osten der Republik zu wohnen, ehrlich.
Um es einmal vorweg zu sagen, der Bericht selber ist einfach toll. Tolles Experiment und wahnsinnig einfallsreich und rhetorisch brilliant geschrieben.
Was ich eigentlich am Allerschlimmsten finde, ist das, was mit der Erziehung und Wertevermittlung der Kinder in einer solchen versnobten und absolut menschenunwürdigen Gesellschaft passiert, wie man sehr gut am Kommentar des kleinen Mädchens erkennen konnte ( "Da sind wieder die faulen Feiglinge"). Das Problem dabei ist, das Kinder, die dann mit solchen Vorstellungen und Werten großgezogen werden, oft nicht durch Intelligenz und Begabungen sondern vermutlich in vielen Fällen durch "Vitamin B" die Führungspositionen, und wirtschaftlich wichtigsten Ämter dieser Gesellschaft übernehmen.
..schon traurig.
Das Ergebnis scheint vorgegeben, wenn der dumme Spruch eines einzigen Maedchens als Beweis fuer das Menschenunwuerdige in dieser Gesellschaft verallgemeinert und von der Redaktion auch noch empfohlen wird. Falls es das Ziel war die Leserschaft gegen eine Minderheit zu agitieren, war dieser Artikel ein voller Erfolg, auch wenn ein grosser Teil der Kommentare furchterregend ist.
Das Ergebnis scheint vorgegeben, wenn der dumme Spruch eines einzigen Maedchens als Beweis fuer das Menschenunwuerdige in dieser Gesellschaft verallgemeinert und von der Redaktion auch noch empfohlen wird. Falls es das Ziel war die Leserschaft gegen eine Minderheit zu agitieren, war dieser Artikel ein voller Erfolg, auch wenn ein grosser Teil der Kommentare furchterregend ist.
der leider genau so hervorragend auf den Punkt bringt, was mit Menschen in einem System passiert, welches fast ausschließlich Gier, Geiz und Unmenschlichkeit belohnt.
»Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge.«
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine neutrale Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn
Wie soll ich denn einen persönlichen Kommentar mit meiner Meinung abgeben wenn ich neutral bleiben soll? Neutral zu bleiben ist IHRE Aufgabe als Journalist.
Während ich den Artikel las, fühlte ich ein Rumoren in meinen Eingeweiden, die ich sonst nur von Magen-Darm-Grippen kenne...
Ist das neutral genug, oder wie hätten Sie gerne dass ich meine Meinung mitteile?
Lächerlich...
Was ist denn das? Ich habe immer geglaubt, das seien Leserkommentare und die sind nun mal nicht neutral - oder es sind keine Kommentare. Aber vielleicht hätte die ZEIT neutrale Kommentare doch lieber...
Wie soll ich denn einen persönlichen Kommentar mit meiner Meinung abgeben wenn ich neutral bleiben soll? Neutral zu bleiben ist IHRE Aufgabe als Journalist.
Während ich den Artikel las, fühlte ich ein Rumoren in meinen Eingeweiden, die ich sonst nur von Magen-Darm-Grippen kenne...
Ist das neutral genug, oder wie hätten Sie gerne dass ich meine Meinung mitteile?
Lächerlich...
Was ist denn das? Ich habe immer geglaubt, das seien Leserkommentare und die sind nun mal nicht neutral - oder es sind keine Kommentare. Aber vielleicht hätte die ZEIT neutrale Kommentare doch lieber...
und Diebstahl an der Allgemeinheit.
Dem kann man vorbeugen:
Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Finanztransaktionssteuer, Kapitalverkehrskontrollen, ... um nur einige zu nennen.
Wir brauchen keinen Geldadel.
Bitte nehmen Sie Abstand von polemischen Äußerungen. Die Redaktion/mak
»Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge.«
»Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge.«
Sondern das eigentliche Problem bei den Reichen ist ihre Maßlosigkeit und diese ständig steigende Anspruchshaltung. Früher reichte eine Millionen heute muss es schon eine Milliarde sein. Immer mehr Luxus und Reichtum, daher bleibt für den normalen Arbeitnehmer nicht mal mehr ein anständiges Gehalt oder eine Altersabsicherung übrig. Nach dreißig Jahren Arbeit und die Ernte ist Hartz4. Da geht es gar nicht um den Extremfall von Obdachlosigkeit sondern ganz normale leistungsfähige normale Arbeitnehmer können nicht mehr leben und Junge Menschen kaum noch eine Familie ernähren weil durch Niedriglohn und Zeitarbeit und permanenter Drangsalierung durch Behörden die Zermürbung so groß ist das viele es einfach nicht mehr schaffen dadurch wird unsere Gesellschaft mehr und mehr zerstört weil was die einen mehr haben wollen ist auf der anderen Seite immer weniger vorhanden. Die Gesellschaft blutet aus für eine Minderheit die im Verhältnis auch nicht viel mehr leistet und zum Gesamtsystem beiträgt als jeder normale Arbeitnehmer aber schon fast in göttlichen Verhältnissen lebt das ist Dekadenz pur und auf Dauer für uns alle schädlich.
Anm.: Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn
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