Das hohe Ross von heute ist ein Sports Utility Vehicle (SUV)
Das Hotelshuttle zurück in den Ort bleibt den Nachwuchskräften der Bank vorbehalten, trotz Violas vermeintlicher Schwangerschaft. Wieder steigen wir einen Berg hinab wie eine soziale Leiter. Es dauert eine Stunde, bis wir den Pfarrer gefunden haben. Der sagt, mit ihm habe niemand telefoniert. Dennoch lässt er den Küster das Gemeindehaus aufschließen, wo auch der Kindergarten untergebracht ist. Auf einem Spielstraßenteppich rollen wir unsere Isomatten aus. Bis spät in den Abend lauschen wir, bewacht von zwei Schaukelpferden, dem Kirchenchor bei seinen Proben für die Weihnachtsmesse.
Am Wochenende verwandelt sich die Stadt: Manager werden Väter, Anzugsgrau weicht signalroten Outdoorjacken. Auf dem Weihnachtsmarkt herrscht heitere Bilderbuchatmosphäre wie auf Ali Mitgutschs Wimmelbildern. Auffallend artige Kinder und entspannte Eltern – wohlerzogener Familienfrieden. Wo wir auftauchen, bildet die Menge eine Schneise aus Erschrecken und Ekel. Wir gehen zum Glühweinstand des Lions Club, laut Selbstauskunft »eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen«. Hinter dem Tresen frösteln zwei Herren. Auf unseren Standardsatz »Wir sind obdachlos, kennen Sie eine Bleibe für uns?« reagiert der eine mit: »Draußen?« Und der andere mit: »Nein!« Eilig klappen sie ihre Metallkasse zu.
An diesem Tag ist das Wappen des Clubs größer als seine Güte. Wahrscheinlich muss ein Zeitungsfotograf zugegen sein, damit diese Relation sich umkehrt.
Wir setzen das Wechselspiel zwischen dem Ort und uns im Reichenbachweg fort, Königsteins teuerster Lage: eine friedhofsstille Sackgasse, in der sich säulengeschmückte Villen hinter Thujahecken verbergen. Regen verschleiert den Blick hinunter nach Frankfurt. Wir kauern unter einer Tanne, unserem Rettungsschirm aus Nadeln.
Das ist jetzt aber mal ein klares Signal an die Märkte. Sollten all die »Bankster«-Beschimpfungen und Bändigt die Banken-Schlagzeilen sie beeindruckt haben, wäre nun eine gute Gelegenheit, ein adventliches Ablasspäckchen zu schnüren.
Joggend ziehen junge Paare vorbei, eskortiert von großen Hunden. Wir beobachten Mountainbiker mit Helmen, Schutzbrillen und Prallschutzprotektoren. Wie weiße Ritter aus dem Krieg der Sterne sehen sie aus. Am Wochenende scheinen Schlammspritzer kein Ärgernis für sie zu sein, sondern Sprenkel-Orden, Belege für die fortwährende Veredelung des wertvollen Ichs. Gesprächsfetzen wehen vorbei: »...so was musst du komplett kaufen, sonst hast du immer Ärger mit den Zufahrtsrechten...«
Komisch. In den Nachrichten hört man dauernd von den »verunsicherten Märkten«, von »jubelnden« und »nervösen« Analysten. Ein hypersensibles Volk, das haareraufend Kursstürze verfolgt. Jetzt regt sich in den Gesichtern: nichts. In zweieinhalb Stunden zählen wir 150 Autos. Wieder sind es wuchtige Wagen, Sports Utility Vehicles (SUVs). Sobald sie sich nähern, werden sie langsamer, weil die Insassen einen Blick auf diese beiden Wesen unter der Tanne werfen wollen, als seien sie auf Safari. Dann nehmen sie, Gischt sprühend, Fahrt auf.
Das hohe Ross von heute, es ist ein SUV.
Zwei Autos halten an. Aus dem ersten steigt ein Gärtner in Jeans und Stiefeln. In türkischem Hessisch sagt er, ihm sei zum Arbeiten das Wetter zu schlecht – also könne er uns seinen Proviant schenken: Brötchen, Bananen, Kaffee. Später stoppt ein Wagen, der für hiesige Verhältnisse zu klein ist, darin ein Mann, dessen Haare eher zu lang sind. Ein Architekt? Ein Komponist? Ein Psychologe? Er wirkt ehrlich erschüttert, als er uns durch das Seitenfenster fragt: »Hilft euch Geld?« Er reicht uns einen Schein heraus – wieder sind es 20 Euro –, fährt davon, kommt zurück mit einer Tüte Obst und sagt flehend: »Hier hilft euch keiner. Bitte, bitte fahrt nach Frankfurt.«
Am Abend setzen wir uns vor die Einfahrt zum Hotel Falkenstein Kempinski, auf dessen »Skyliner-Terrasse« gleich das Whisky-Dinner beginnen soll. An unseren Knien lehnt ein Pappschild:
OBDACHLOS + SCHWANGER
HELFEN SIE UNS?
Wir winken jetzt nicht mehr mit dem Zaunpfahl, sondern mit einem Laternenmast! Wir klingeln auch nicht mehr, sondern machen ein echt »niederschwelliges Angebot«, wie das im Geschäftsdeutsch heißt.
Mittlerweile sehnen wir sogar herbei, was wir bislang gefürchtet haben: Sicherheitsleute. Polizeikontrolle. Erklärungsnöte bestenfalls.
Wieder und wieder fahren Autos vor. Die Lichtkegel ihrer Scheinwerfer gleiten über uns hinweg, leuchten uns aus wie auf einer Kleinkunstbühne, ziehen vorüber – und lassen uns im Dunklen sitzen.
Nichts geschieht.
Haben wir noch immer nicht genug provoziert – oder zu dick aufgetragen? Fürchten sich seit unserem Auftauchen alle vor einer versteckten Kamera? Haben sie uns durchschaut und sich in Telefonketten gegenseitig vorgewarnt? Oder haben sie hier so viel Hornhaut auf der Seele, dass man sie noch nicht mal ärgern kann?
Seit 2000 Jahren wird diese alte Geschichte erzählt: ein Paar auf Herbergssuche. Nahezu jeder Erwachsene dürfte als Kind im Krippenspiel einmal Maria oder Josef gewesen sein, Hirte, Herbergsvater oder wenigstens ein Schaf. An jedem Weihnachtsfest laufen wir in die Kirche, singen Wer klopfet an? oder Ihr Kinderlein kommet und seufzen vor Selbstzufriedenheit. Aber was, wenn Maria und Josef mehr sind als Feiertagsfolklore?
Damals, in Bethlehem, lief es auch nicht gerade blendend – und das wäre längst vergessen, wenn ein stinknormales Paar von allen abgewiesen worden wäre. So aber, vom Ende der Geschichte her betrachtet, stehen die Herbergswirte ziemlich übel da.
Wir waren nicht so naiv, zu glauben, dass uns irgendein Vorstandsvorsitzender sein Kingsize-Bett aufschüttelte. Wir wären ein scheinheiliges Paar, wenn wir uns ein einfaches Urteil anmaßen würden über die Tatsache, wieder und wieder abgewiesen worden zu sein. Aber über den Ton, in dem das meistens geschah? Und über dieses verbissene Schweigen?
Dieses Wandlitz des Westens, es kommt ohne Zäune und Schlagbäume aus. Es riegelt sich ab mit Ignoranz. Souveräner kriegt man Abschottung nicht hin.





... die nicht langweilig wurden! Ein m. E. inhaltich wie stilistisch erstklassiger Beitrag! Schade, mich hätte noch interessiert, wie einer der dort ebenfalls ansässigen, prominenten Motivationstrainer auf das Paar reagiert hätte...
Man sollte genau prüfen, wenn man mit dem FInger zeigt, ob man nicht doch neidisch ist im Unbewussten. Ich bin nicht neidisch, da ich mir ziemlich sicher bin, dass die entweder genauso oder weniger zufrieden sind, als Otto Normal Verbraucher. Und irgendwie bin ich froh im Osten der Republik zu wohnen, ehrlich.
Man sollte genau prüfen, wenn man mit dem FInger zeigt, ob man nicht doch neidisch ist im Unbewussten. Ich bin nicht neidisch, da ich mir ziemlich sicher bin, dass die entweder genauso oder weniger zufrieden sind, als Otto Normal Verbraucher. Und irgendwie bin ich froh im Osten der Republik zu wohnen, ehrlich.
.. und phantastischer Bericht.
"Hier hilft euch keiner. Bitte, bitte fahrt nach Frankfurt."
"Hier ist’s halt scheiße für solche wie euch, hier ist Königstein."
Es ist mehr als an der Zeit, die Börsen- und Reichensteuer einzuführen.
Andernfalls schadet es nur den Kommunen bzw. dem Land
Andernfalls schadet es nur den Kommunen bzw. dem Land
Schmul kommt zum Rabbi: "Rabbi", klagt er "Es ist furchtbar. Kommst
Du zu einem armen Menschen, er ist freundlich zu Dir, er hilft wo er
kann. Gehst Du zu einem Reichen, er sieht Dich nicht ein mal an. Was
ist das nur mit dem Geld, dass es den Menschen so hart macht?"
"Mein Sohn", sprach der Rabbi, "Lass es mich Dir erklären. Gehe hier
ans Fenster und sag mir was Du siehst."
"Ich sehe eine Frau mit Ihrem Kind. Ich sehe einen Wagen, er fährt
zum Markt."
"Nun schau in diesen Spiegel. Was siehst Du nun?"
"Natürlich mich selber."
"Siehst Du? Das Fenster ist aus Glas und der Spiegel ist aus Glas.
Kaum tust Du etwas Silber dahinter, siehst Du - nebbich - nur noch
Dich selber."
Kürzlich hier gefunden:
http://www.heise.de/tp/fo...
...Kommentar.
Das Beispiel mit dem "Spiegel" ist so passend. Im Grunde ist es vielleicht die einzig überzeugende Reaktion auf den hervorragenden, wenn auch erschütternden Artikel...
Wir wissen um die soziale und emotionale Kälte in unserer Gesellschaft. Aber oft ändert sich nichts oder nur wenig daran...
Es wird viel zu wenig von den Menschen berichtet, die sehr wohl "Gutes" tun. Vielleicht, weil sie selbst zu bescheiden sind, darüber zu sprechen. Oder, weil für sie Nächstenliebe etwas Selbstverständliches ist, worüber man nicht gross zu tönen braucht. Oder, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass man sie verlacht und sie als "Gutmenschen" bezeichnet...
Man könnte viel, sehr viel zu dem Thema sagen.
...
Wenn man nur sehr wenig zu essen hat, allein ist und zu zerbrechlich, sich in der harten Menschenwelt "zurecht" zu finden, dann hilft dieser Rat, den ich selbst einmal bekommen habe:
"Kaue ganz langsam - dann geht der Hunger schneller weg."
Allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag und alles Gute für das Neue Jahr.
...Kommentar.
Das Beispiel mit dem "Spiegel" ist so passend. Im Grunde ist es vielleicht die einzig überzeugende Reaktion auf den hervorragenden, wenn auch erschütternden Artikel...
Wir wissen um die soziale und emotionale Kälte in unserer Gesellschaft. Aber oft ändert sich nichts oder nur wenig daran...
Es wird viel zu wenig von den Menschen berichtet, die sehr wohl "Gutes" tun. Vielleicht, weil sie selbst zu bescheiden sind, darüber zu sprechen. Oder, weil für sie Nächstenliebe etwas Selbstverständliches ist, worüber man nicht gross zu tönen braucht. Oder, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass man sie verlacht und sie als "Gutmenschen" bezeichnet...
Man könnte viel, sehr viel zu dem Thema sagen.
...
Wenn man nur sehr wenig zu essen hat, allein ist und zu zerbrechlich, sich in der harten Menschenwelt "zurecht" zu finden, dann hilft dieser Rat, den ich selbst einmal bekommen habe:
"Kaue ganz langsam - dann geht der Hunger schneller weg."
Allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag und alles Gute für das Neue Jahr.
Nachdem ich die gedruckte Version dieser Reportage bereits gelesen habe, kam bei mir die Frage auf, wie es den Beiden wohl ergangen wäre, wenn sie diese Reportage in Frankfurt gemacht hätten.
So wie in anderen Großstädten gibt es hier sehr wohlhabende Mitbürger und nicht eben wenige, die mit Arbeitslosengeld II irgendwie zurande kommen müssen.
Obdachlose sind aber auch hier eine ganz besondere Gruppe in der Gesellschaft. Ich würde mal davon ausgehen, wenn man (Frau) hier in Frankfurt an fremde Türen klopft, um nach einer Möglichkeit zum Übernachten zu suchen, fallen die Reaktionen ähnlich "reserviert" aus wie im Taunus. Der Unterschied ist eher, hier gibt es Menschen / Institutionen die sich schwerpunktmäßig um Obdachlose kümmern.
Anders ausgedrückt, es gibt hier so etwas wie ein soziales Netz, welches sich um jene kümmert, die in unserer Gesellschaft "ganz unten" angekommen sind.
Niemand ist in Deutschland gezwungen auf der Straße zu leben.
Und wenn man es unbedingt will, so kann man sich "nicht sesshaft" in den Perso eintragen lassen und 1x tägl 10€ vom Sozialamt holen..
Das wird halt über Steuern und Sozialabgaben finanziert.
Gäbe es dieses System nicht, würden Menschen vllt auch mehr Almosen geben.
Aber wieso muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man nicht alles doppelt und dreifach abgibt?
Und doch verkennt das völlig die Praxis. Bestenfalls kann man dazu Sozialromantismus sagen. Wenn das jedoch ein älterer Erwachsener schreibt, von dem ich dann eigentlich Lebenserfahrung erwarte, dann frage ich mich welche Gründe er hat, so was zu schreiben. Oder was ihn dazu bringt, so sehr die Realität auszublenden.
Lebenskrisen, psychische Krankheiten oder durchfallen durch alle sozialen Netze, Unkenntnis der Regelungen des Sozialstaates oder Unfähigkeit damit umzugehen ... Obdachlosigkeit kann bestimmt fast jeden treffen. Das Pech einer Psychose + niemanden, der dafür gut genung dafür sorgt, dass man in der Psychatrie gesichert wird, reicht völlig.
Auch andere Psychische Krankheiten, Lebenskrisen, Unkenntnis der Regelungen des Sozialstaates oder unfähigkeit sie anzuwenden, reichen völlig aus, um obdachlos zu werden.
Ich gehe davon aus: Ein Obdach zu haben ist kein eigener "Verdienst" - sondern Glück, wie alles was wir im Leben haben. Obdachlosigkeit kann jeden treffen.
Niemand ist in Deutschland gezwungen auf der Straße zu leben.
Und wenn man es unbedingt will, so kann man sich "nicht sesshaft" in den Perso eintragen lassen und 1x tägl 10€ vom Sozialamt holen..
Das wird halt über Steuern und Sozialabgaben finanziert.
Gäbe es dieses System nicht, würden Menschen vllt auch mehr Almosen geben.
Aber wieso muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man nicht alles doppelt und dreifach abgibt?
Und doch verkennt das völlig die Praxis. Bestenfalls kann man dazu Sozialromantismus sagen. Wenn das jedoch ein älterer Erwachsener schreibt, von dem ich dann eigentlich Lebenserfahrung erwarte, dann frage ich mich welche Gründe er hat, so was zu schreiben. Oder was ihn dazu bringt, so sehr die Realität auszublenden.
Lebenskrisen, psychische Krankheiten oder durchfallen durch alle sozialen Netze, Unkenntnis der Regelungen des Sozialstaates oder Unfähigkeit damit umzugehen ... Obdachlosigkeit kann bestimmt fast jeden treffen. Das Pech einer Psychose + niemanden, der dafür gut genung dafür sorgt, dass man in der Psychatrie gesichert wird, reicht völlig.
Auch andere Psychische Krankheiten, Lebenskrisen, Unkenntnis der Regelungen des Sozialstaates oder unfähigkeit sie anzuwenden, reichen völlig aus, um obdachlos zu werden.
Ich gehe davon aus: Ein Obdach zu haben ist kein eigener "Verdienst" - sondern Glück, wie alles was wir im Leben haben. Obdachlosigkeit kann jeden treffen.
Die "Charity"-Nummer: g-r-o-ß-a-r-t-i-g, auf den Punkt gebracht, ohne wenn und aber.
Ich habe hier schon des ofteren Kritik an redaktionellen Beiträgen geübt, weil mir das im Durchschnitt einfach zu schlicht und flach war, wie zuletzt beim Voswinkel.
Aber DAS hier... ist der Beweis, dass es echten Journallismus immer noch gibt.
Danke an die Beiden
Ich habe selten so gelacht ! Das ist mal Journalismus von der guten Sorte !
Auch wenn es für die "echten" Betroffenen nicht so komisch wäre!
Vielen Dank für die Bestätigung meiner Vorurteile !
Wäre es nicht anders gewesen!!!
Ich habe selten so gelacht ! Das ist mal Journalismus von der guten Sorte !
Auch wenn es für die "echten" Betroffenen nicht so komisch wäre!
Vielen Dank für die Bestätigung meiner Vorurteile !
Wäre es nicht anders gewesen!!!
der leider genau so hervorragend auf den Punkt bringt, was mit Menschen in einem System passiert, welches fast ausschließlich Gier, Geiz und Unmenschlichkeit belohnt.
»Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge.«
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine neutrale Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn
Wie soll ich denn einen persönlichen Kommentar mit meiner Meinung abgeben wenn ich neutral bleiben soll? Neutral zu bleiben ist IHRE Aufgabe als Journalist.
Während ich den Artikel las, fühlte ich ein Rumoren in meinen Eingeweiden, die ich sonst nur von Magen-Darm-Grippen kenne...
Ist das neutral genug, oder wie hätten Sie gerne dass ich meine Meinung mitteile?
Lächerlich...
Was ist denn das? Ich habe immer geglaubt, das seien Leserkommentare und die sind nun mal nicht neutral - oder es sind keine Kommentare. Aber vielleicht hätte die ZEIT neutrale Kommentare doch lieber...
Wie soll ich denn einen persönlichen Kommentar mit meiner Meinung abgeben wenn ich neutral bleiben soll? Neutral zu bleiben ist IHRE Aufgabe als Journalist.
Während ich den Artikel las, fühlte ich ein Rumoren in meinen Eingeweiden, die ich sonst nur von Magen-Darm-Grippen kenne...
Ist das neutral genug, oder wie hätten Sie gerne dass ich meine Meinung mitteile?
Lächerlich...
Was ist denn das? Ich habe immer geglaubt, das seien Leserkommentare und die sind nun mal nicht neutral - oder es sind keine Kommentare. Aber vielleicht hätte die ZEIT neutrale Kommentare doch lieber...
Um es einmal vorweg zu sagen, der Bericht selber ist einfach toll. Tolles Experiment und wahnsinnig einfallsreich und rhetorisch brilliant geschrieben.
Was ich eigentlich am Allerschlimmsten finde, ist das, was mit der Erziehung und Wertevermittlung der Kinder in einer solchen versnobten und absolut menschenunwürdigen Gesellschaft passiert, wie man sehr gut am Kommentar des kleinen Mädchens erkennen konnte ( "Da sind wieder die faulen Feiglinge"). Das Problem dabei ist, das Kinder, die dann mit solchen Vorstellungen und Werten großgezogen werden, oft nicht durch Intelligenz und Begabungen sondern vermutlich in vielen Fällen durch "Vitamin B" die Führungspositionen, und wirtschaftlich wichtigsten Ämter dieser Gesellschaft übernehmen.
..schon traurig.
Das Ergebnis scheint vorgegeben, wenn der dumme Spruch eines einzigen Maedchens als Beweis fuer das Menschenunwuerdige in dieser Gesellschaft verallgemeinert und von der Redaktion auch noch empfohlen wird. Falls es das Ziel war die Leserschaft gegen eine Minderheit zu agitieren, war dieser Artikel ein voller Erfolg, auch wenn ein grosser Teil der Kommentare furchterregend ist.
Das Ergebnis scheint vorgegeben, wenn der dumme Spruch eines einzigen Maedchens als Beweis fuer das Menschenunwuerdige in dieser Gesellschaft verallgemeinert und von der Redaktion auch noch empfohlen wird. Falls es das Ziel war die Leserschaft gegen eine Minderheit zu agitieren, war dieser Artikel ein voller Erfolg, auch wenn ein grosser Teil der Kommentare furchterregend ist.
und Diebstahl an der Allgemeinheit.
Dem kann man vorbeugen:
Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Finanztransaktionssteuer, Kapitalverkehrskontrollen, ... um nur einige zu nennen.
Wir brauchen keinen Geldadel.
Bitte nehmen Sie Abstand von polemischen Äußerungen. Die Redaktion/mak
»Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge.«
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke. Die Redaktion/no.
»Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge.«
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke. Die Redaktion/no.
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