Stilkolumne: Fisherman’s Friend
Tillmann Prüfer über den Aran-Pullover

Aran-Pullover von Marina Yachting für 556 Euro
Der Aran-Pullover ist jahrhundertealt, er kleidet seit Langem den Mann und immer öfter auch die Frau. Dieser schwere Wollpullover ist eines der wenigen wärmenden Kleidungsstücke, die ein Mann tragen kann, ohne wie ein Weichling auszusehen. Ursprünglich für Seeleute gefertigt, haftet ihm noch immer das Flair von rauem Wind und peitschenden Wellen an. Der Fischerpullover macht jeden Mann zum Naturburschen. Wer ihn trägt, scheint gewappnet gegen die Zumutungen des Wetters.
Viele Männer haben sich in diesem Pullover gezeigt. Auch der Kult um Ernest Hemingway und seine Novelle Der alte Mann und das Meer Anfang der fünfziger Jahre mag zu seiner Popularität beigetragen haben. In den sechziger Jahren entwickelte sich der Aran dann zu einem Klassiker. Denn immer öfter trugen ihn Intellektuelle und Musiker, man sah ihn zum Beispiel an Leonard Cohen und Keith Richards .
Der Pullover stammt von den Aran-Inseln an der Westküste Irlands. Jedes seiner komplizierten Webmuster hat eine eigene Bedeutung. So steht beispielsweise das Zickzackmuster im Strick für die zerklüftete Küste Irlands, an die der Fischer mit seinem Fang zurückkehren will.
Bis heute hat sich der Pullover seine ursprüngliche beige-weiße Farbe bewahrt. Sie rührt daher, dass man ihn aus unbehandelter Wolle machte, die noch ihren natürlichen Fettgehalt hatte und entsprechend wasserabweisend war. Heute ist der Fischerpullover nicht mehr fettig. Was vor allem damit zu tun hat, dass er weniger auf See, aber überall sonst getragen wird.
Dass seine alten Muster bis heute erhalten sind, belegt ihre mythische Ausdruckskraft. Auch in der Mode finden sie Verwendung, in immer neuen Variationen. Es gibt längst viele Abwandlungen des klassischen Aran-Pullovers: etwa in den aktuellen Kollektionen von Maison Martin Margiela, Tommy Hilfiger und Burberry. Und auch bei Altuzarra, Isabel Marant und Kimberly Ovitz.
Vielleicht haben manche der Muster jedoch auch heute noch ihre Berechtigung. So symbolisiert das Zopfmuster die Netze der Fischer und verspricht Glück beim Fang. Vielleicht helfen die Muster heute, andere Leute modisch einzuschätzen und so soziale Netze zu knüpfen, in denen man Beute machen kann.











suche ich schon lange...jedoch bezahlbar!
nahezu unverwüstlich.
Allerdings meine ich mit bezahlbar, dass man einen realitischen Preis für Material und Herstellung zahlt und nicht einen KIK-H&M-was-weiß-ich-was-Preis für ein Imitat zahlen, das einfach nur schlecht ist.
Und in diesem Fall lohnt es sich tatsächlich etwas zu sparen, wobei wenn man "schon lange" sucht, hätten in der Zeit auch pro Monat ein kleiner Betrag zurück gelegt werden können, um sich einen solchen Klassiker zu leisten....
nahezu unverwüstlich.
Allerdings meine ich mit bezahlbar, dass man einen realitischen Preis für Material und Herstellung zahlt und nicht einen KIK-H&M-was-weiß-ich-was-Preis für ein Imitat zahlen, das einfach nur schlecht ist.
Und in diesem Fall lohnt es sich tatsächlich etwas zu sparen, wobei wenn man "schon lange" sucht, hätten in der Zeit auch pro Monat ein kleiner Betrag zurück gelegt werden können, um sich einen solchen Klassiker zu leisten....
Die Muster der Aran sweaters and der dazugehörigen Aran socks waren viel mehr als nur Ausdruck mythischer Symbole. Ein ertrunkener und dann später sontswo angeschwemmter Seemann (oder dessen Körperteile...) konnte anhand des Musters identifiziert werden, da einzelne Familien, Orte und auch der Familienstand und die Kinderzahl usw. durch Muster in den sweater eingestrickt wurden.
Sehr gut erzählt davon das Drama "Riders to the Sea" (Reiter ans Meer) des irischen Dramatikers John Millington Synge.
... für dieses Stück Aufklärung, ´schon wieder was Interessantes gelernt.
Mit freundlichen Grüßen
Zack34
Daß die Muster so inhaltsreich waren und auch der Identifizierung diensten, ist lediglich ein Mythos. Eine nette Geschichte in einem Roman und ein hübsche Story für den Verkauf der Pullover an Touristen. Letztendlich sind es lediglich dekorative Muster und nichts mystisches.
Abgesehen davon, wenn man dem Wikipediazitat Glauben schenken darf, dann ging es in “Riders to the Sea” von J.M. Synge auch um einen Strickfehler in Socken und nicht um Aranpullover.
... für dieses Stück Aufklärung, ´schon wieder was Interessantes gelernt.
Mit freundlichen Grüßen
Zack34
Daß die Muster so inhaltsreich waren und auch der Identifizierung diensten, ist lediglich ein Mythos. Eine nette Geschichte in einem Roman und ein hübsche Story für den Verkauf der Pullover an Touristen. Letztendlich sind es lediglich dekorative Muster und nichts mystisches.
Abgesehen davon, wenn man dem Wikipediazitat Glauben schenken darf, dann ging es in “Riders to the Sea” von J.M. Synge auch um einen Strickfehler in Socken und nicht um Aranpullover.
nahezu unverwüstlich.
Allerdings meine ich mit bezahlbar, dass man einen realitischen Preis für Material und Herstellung zahlt und nicht einen KIK-H&M-was-weiß-ich-was-Preis für ein Imitat zahlen, das einfach nur schlecht ist.
Und in diesem Fall lohnt es sich tatsächlich etwas zu sparen, wobei wenn man "schon lange" sucht, hätten in der Zeit auch pro Monat ein kleiner Betrag zurück gelegt werden können, um sich einen solchen Klassiker zu leisten....
Es ist gar nicht so schwer sich so ein Teil selbst zu stricken. Wer noch nicht stricken kann, einfach mal anfangen, Google ist dein Freund. Im Internet findet man Anleitungen, Wolle, Muster und sogar die Nadeln.
Ich empfehle Schurwolle, Nadeln Nr. 4-5, und viel Geduld.
Übung macht den Meister....
So ein Teil bleibt dir für viele Jahre, bei pfleglicher Behandlung...
und kann Anfängern nur abraten.
Ein Aran-Pullover ist etwas, das aus gutem, also nicht gerade billigem Material gefertigt wird. Schließlich soll er lange halten und in der Tragezeit auch nicht völlig aus dem Leim geraten. Zunächst einmal kostet er also einiges.
Und dann ohne eine gewissen Routine sich an Pullover mit einer guten Passform plus anspruchsvolle Musterung zu wagen, halte ich für Geld- bzw. hier Garnvernichtung.
Das sind dann die Teile, die bei vielen Menschen nach einem Drittel Rückenteil in der Ecke liegen und nie fertig werden und in denen ein geübtes Auge die Fehler ganz offensichtlich sehen kann.
Schade drum.
und kann Anfängern nur abraten.
Ein Aran-Pullover ist etwas, das aus gutem, also nicht gerade billigem Material gefertigt wird. Schließlich soll er lange halten und in der Tragezeit auch nicht völlig aus dem Leim geraten. Zunächst einmal kostet er also einiges.
Und dann ohne eine gewissen Routine sich an Pullover mit einer guten Passform plus anspruchsvolle Musterung zu wagen, halte ich für Geld- bzw. hier Garnvernichtung.
Das sind dann die Teile, die bei vielen Menschen nach einem Drittel Rückenteil in der Ecke liegen und nie fertig werden und in denen ein geübtes Auge die Fehler ganz offensichtlich sehen kann.
Schade drum.
Was für ein Unfug!
schmalsten Hühnerbrust einen männlichen Oberkörper - aber nur optisch ... und darauf kommt es hier und heute doch an, genau wie beim fake des Naturburschen.
... für dieses Stück Aufklärung, ´schon wieder was Interessantes gelernt.
Mit freundlichen Grüßen
Zack34
und kann Anfängern nur abraten.
Ein Aran-Pullover ist etwas, das aus gutem, also nicht gerade billigem Material gefertigt wird. Schließlich soll er lange halten und in der Tragezeit auch nicht völlig aus dem Leim geraten. Zunächst einmal kostet er also einiges.
Und dann ohne eine gewissen Routine sich an Pullover mit einer guten Passform plus anspruchsvolle Musterung zu wagen, halte ich für Geld- bzw. hier Garnvernichtung.
Das sind dann die Teile, die bei vielen Menschen nach einem Drittel Rückenteil in der Ecke liegen und nie fertig werden und in denen ein geübtes Auge die Fehler ganz offensichtlich sehen kann.
Schade drum.
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