WochenmarktDas Jahr beginnt mit Silvesterkrapfen

Nicole Riechert, eben zur zur "Pâtissière des Jahres 2012" gekürt verrät ihr Rezept für Silvesterkrapfen. Dem Anlass angemessen, werden sie mit Champagnercreme gefüllt.

Die Silvesterparty hat nicht ganz zu Unrecht einen schlechten Ruf. Schließlich geht es am letzten Abend im Jahr vor allem darum, viel zu trinken, Böller zu werfen und um jeden Preis nach Mitternacht ins Bett zu gehen. Doch der Brauch, das neue Jahr zu feiern, erfüllt immer noch einen sozialen Zweck, denn wir können an der Art, wie unsere Mitmenschen ihren Silvesterabend planen, etwas über ihren Charakter erfahren. Die Melancholiker ertragen das Voranschreiten der Zeit so schlecht, dass sie gar nichts planen. Die Treulosen halten sich bis zum Schluss alle Optionen offen. Die Mutigen laden zum gesetzten Essen ein. Zum Dessert gibt es mit Champagnercreme gefüllte Silvesterkrapfen nach einem Rezept der Pâtissière Nicole Riechert im 2-Sterne-Restaurant Überfahrt am idyllischen Tegernsee, wo niemand weiß, was ein Böller überhaupt ist.

Alle Wochenmarkt-Rezepte

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Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken. Hefe mit Milch, ½ TL Zucker und Butter verrühren, in die Mulde gießen. Mit Mehl verrühren, 30 Minuten gehen lassen. Teig mit dem Ei, den Eigelben, dem restlichen Zucker, Salz, Zitronenabrieb, Vanillemark und Rum verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, gut durchkneten. Kugeln von 40 g formen. Teiglinge auf ein bemehltes Tuch legen, 15 Minuten gehen lassen. Öl auf 170 Grad erhitzen, Teiglinge darin goldgelb backen, auf Küchenkrepp abkühlen lassen. Für die Füllung Sahne, 25 g Zucker und Vanille erhitzen. Die restlichen Zutaten verrühren, zur Sahnemischung geben, aufkochen. Passieren, abgedeckt kalt stellen. Glatt rühren, in einen Spritzbeutel mit kleiner Spritztülle füllen. In die Krapfen seitlich oder von unten ein kleines Loch piksen, Creme einspritzen. Für die Glasur Zucker und Champagner verrühren, auf die Krapfen pinseln. Wer essbare Goldflocken dahat, gibt sie auf die glasierten Krapfen, trocknen lassen – frohes neues Jahr!

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Silvesterkrapfen

330 g Weizenmehl
14 g frische Hefe
140 g Milch (lauwarm)
30 g Zucker
35 g Butter (flüssig)
1 Ei
2 Eigelbe
5 g Salz
Zitronenschale
1 Vanilleschote
2 EL Rum
500 g Frittierfett oder Erdnussöl

Für die Füllung

125 g Sahne
50 g Zucker
1 Vanilleschote
3 Eigelbe
20 g Maisstärke
125 g Rosé-Champagner
Salz

Für die Glasur

75 g Rosé-Champagner
200 g Puderzucker

 
Leserkommentare
    • simlei
    • 25.12.2011 um 18:41 Uhr
    1. Lustig

    Danke, Herr Admiral =)

  1. und so wird man zum irgendwas des Jahres? Ich bin fast schwer beeindruckt.

  2. Wenn man hier so die Kommentare liest, egal, ob zu Sylvesterkrapfen oder einem aufgebenden Galeristen, kann man nur das Gefühl kriegen, das die Kommentierer wirklich nur die allergeilsten, oberschlauesten, aber leider auch unerkanntesten Genies sind...

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    würde ich schon behaupten, dass sie nicht gerade die Königsdisziplin sind und jeder halbwegs küchenaktive Mensch die hin bekommt, ohne sich dabei anzustrengen.

    Dazu gehört weder Genie noch ähnliches.

    Sonst wären die Kommentatoren letztendlich aufgebende Galeristen, Silvesterkrapfen oder Etwas in der Art.

    würde ich schon behaupten, dass sie nicht gerade die Königsdisziplin sind und jeder halbwegs küchenaktive Mensch die hin bekommt, ohne sich dabei anzustrengen.

    Dazu gehört weder Genie noch ähnliches.

    Sonst wären die Kommentatoren letztendlich aufgebende Galeristen, Silvesterkrapfen oder Etwas in der Art.

  3. würde ich schon behaupten, dass sie nicht gerade die Königsdisziplin sind und jeder halbwegs küchenaktive Mensch die hin bekommt, ohne sich dabei anzustrengen.

    Dazu gehört weder Genie noch ähnliches.

    Antwort auf "Mann, Mann, Mann"
  4. Sonst wären die Kommentatoren letztendlich aufgebende Galeristen, Silvesterkrapfen oder Etwas in der Art.

    Antwort auf "Mann, Mann, Mann"
    • render
    • 26.12.2011 um 12:43 Uhr

    Die Dame ist ja auch nicht für dieses Rezept ausgezeichnet worden. Sondern es ist ihr Krapfenrezept, für den selbst der genialste Bäcker Hefeteig braucht.
    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls

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  • Serie Wochenmarkt
  • Quelle ZEITmagazin, 22.12.2011 Nr. 52
  • Kommentare 6
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  • Schlagworte Dessert | MIT | Tegernsee
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