Marktwirtschaft Gegen alle Regeln
Wer Fehler macht, soll auch die Folgen spüren – das ist das Gesetz der Marktwirtschaft. Bitter, dass wir uns nicht daran halten können.
Wer die Mühe auf sich nimmt, in diesen Tagen Internetforen zur Wirtschaftskrise zu durchforsten, wird eine interessante Entdeckung machen: Für den größten Unmut sorgen nicht die schier unglaublichen Beträge, die in den Markt gepumpt oder in diversen Rettungsfonds bereitgestellt werden – für Empörung sorgt vor allem, wer sie erhält: die Banker, die lange abgesahnt haben und jetzt in die Pleite rutschen. Die Staaten, die über ihre Verhältnisse gelebt haben und jetzt nicht mehr an frisches Geld kommen. Die Hausbesitzer, die zu viele Kredite aufgenommen haben und jetzt ihre Schulden nicht mehr bedienen können.
Fehlverhalten wird belohnt statt sanktioniert – das ist seit fünf Jahren die Grunderfahrung der westlichen Gesellschaften. Die um sich greifende Rettungsmüdigkeit erschließt sich nur, wenn nicht nur die monetäre, sondern auch diese moralische Dimension der Krise in den Blick genommen wird.
Man kann sich ihr mit einem Konzept aus der Psychologie nähern: dem Phänomen der kognitiven Dissonanz. Es bezeichnet den Widerspruch zwischen der Vorstellung, die wir uns von der Welt machen, und dem tatsächlichen Lauf der Dinge. So wie in der Fabel von dem hungrigen Fuchs und den Reben, die an einer Mauer emporwachsen. Der Fuchs springt immer wieder hoch und schnappt nach den Trauben, bekommt sie aber nicht zu fassen, und dieses Scheitern passt nicht zum Selbstbild des Tieres, das gewohnt ist, zu bekommen, was es will. Nicht viel anders als dem Fuchs ergeht es den Menschen in den Industrienationen.
Kern aller westlich-individualistischen Gerechtigkeitsvorstellungen ist das tief im abendländischen Denken verankerte Prinzip der Eigenverantwortung: Jeder ist für die Folgen seiner Handlungen verantwortlich. Die Zusammengehörigkeit von Risiko und Haftung ist das Fundament des Kapitalismus. Erst dadurch wird der Markt in die Lage versetzt, individuelles Gewinnstreben in Gemeinwohl zu transformieren. »Investitionen werden umso sorgfältiger gemacht, je mehr der Verantwortliche für diese Investitionen haftet. Nur bei fehlender Haftung kommt es zu Exzessen und Zügellosigkeit«, schrieb der Freiburger Ökonom Walter Eucken, einer der Vordenker der sozialen Marktwirtschaft in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Und noch heute würden das die meisten Volkswirte so formulieren.
Jeder ist für die Folgen seines Handelns verantwortlich – das diszipliniert aber nicht nur, es motiviert auch. Wenn ich weiß, dass sich mein Einsatz auszahlt, strenge ich mich an. Das Prinzip der Eigenverantwortung ist also Zuckerbrot und Peitsche einer freien Wirtschaftsordnung. Die uneingeschränkte Solidarität aller mit allen hingegen würde die Anreizsysteme des Kapitalismus zerstören – und damit diesen selbst.
Weil dieser Imperativ der Marktwirtschaft und die in der Gesellschaft vorherrschende Gerechtigkeitsvorstellung so gut zueinanderpassen, wurde der Ruf nach mehr Eigenverantwortung zum Leitmotiv der öffentlichen Begleitmusik für die wirtschaftsliberalen Reformen seit den achtziger Jahren. Das Verantwortungsprinzip ist so noch tiefer im kollektiven Bewusstsein und in der Lebenswelt der Menschen verankert worden. Wenn die Arbeitslosenunterstützung und die Förderung der beruflichen Weiterbildung gekürzt werden, kann eine Fehlentscheidung bei der Berufswahl existenzielle Folgen haben. Für die Akzeptanz einer solchen Ordnung ist es unabdingbar, dass ihre Regeln für alle gelten. Jeder kann es schaffen, aber jeder kann auch scheitern.
Am weitesten getrieben haben es, wie so oft, die Amerikaner. In einer öffentlichen Debatte stellte der Fernsehmoderator Wolf Blitzer dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Ron Paul kürzlich die Frage, wie die Gesellschaft mit einem jungen Mann umgehen solle, der es nicht für nötig erachtet habe, eine Krankenversicherung abzuschließen, und nun im Koma liege. Der Mann müsse Verantwortung für sich selbst übernehmen, antwortet Ron Paul. Blitzer fragt nach, ob das bedeute, dass die Gesellschaft ihn sterben lassen solle. »Ja!«, grölt das Publikum.
- Datum 31.12.2011 - 09:02 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.12.2011 Nr. 01
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Der Fuchs belügt sich selbst
Wir müssen das gar nicht mehr tun.
Das erledigen Politiker für uns...
Und Journalisten helfen ihnen dabei!
Anm.: Bitte bemühen Sie sich um einen konstruktiven Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
Ihr Kommentar wurde wiederhergestellt. Die Redaktion/ag
... und werden prompt von der Redaktion ermahnt.
Die Krise begann nicht mit der Finanzkrise, die Finanzkrise bildete den ersten größeren Kulminationspunkt, nun folgt daraus die etwas bedrohlichere Schuldenkrise.
Der Vorgänger von all dem ist aber seit 30 Jahren eine Politik, die vergessen hat, dass ihr Ziel sein sollte, den Wohlstand auch zum Volk kommen zu lassen.
Wenn Herr Schieritz schreibt: "Heute stellen sie die Wirtschaft über alles und könnten damit die Moral zerstören." hat er bis auf einen kleinen Makel absolut recht. Nicht heute stellt die Politik die Wirtschaft über alles, sondern die Politik stellt die Wirtschaft über den Menschen seit, die menschliche Arbeitskraft durch die Automation kein knappes Gut mehr ist.
In Deutschland stiegen seit den 80ern die Arbeitslosenzahlen und seit damals ergeben sich mehr und mehr Politiker den Sachzwängen der Wirtschaft und opfern dafür mehr und mehr die Interessen der Menschen.
Die Entwicklung brachte es mit sich, dass anfangs nur die Underdogs von der automatisierten Industriegesellschaft aussortiert wurden. Das ist lange überholt. Auf der anderen Seite entwickelte sich die Elite zu einem sich selbst bevorteilenden Klub von Absahnern. Der Geld- und Beziehungsadel.
Der Prozess ist heute soweit, dass der Begriff Elite dabei ist, zu einem Schimpfwort zu werden. Eine normale soziale Reaktion. Der BundPräs ist die Galeonsfigur.
Wer den Markt und das Kapital für alle Probleme verantwortlich macht und mehr Regulierungen fordert, ohne das heutige Staatsversagen zu thematisieren, liegt grundsätzlich falsch.
Der Staatsanteil am Bruttoinlandprodukt beträgt je nach Land und Messansatz 40 bis 50 und mehr Prozent. Von der Rolle der Zentralbanken, Staatsbanken und Landesbanken, Staatsverschuldungen und staatlichen Subventionierungen ganz zu schweigen.
...selbst belügt. Dabei helfen Sätze mit wie:
"Die Rettung von Staaten oder Banken muss in diesem Kontext als geradezu monströser Regelbruch erfahren werden. Sie spricht dem Prinzip der Eigenverantwortung Hohn, das den Menschen gepredigt wird und das sie jeden Tag am eigenen Leib erfahren. Warum gilt für den Banker nicht, was für den Hartz-IV-Empfänger gilt, der bei Regelverstößen mit Kürzungen seiner Bezüge rechnen muss?"
Hier ist oft die Formulierung der Frage verwirrend und führt in die Irre. Der Staat hat in diesem Zusammenhang nämlich die Entscheidungsträger oft bspw mit dem AG Gesetz in unauflösliche Entscheidungspositionen gebracht (Vorstände) oder ihnen die zur Selbstverantwortung notwendigen Entscheidungsfreiheiten beschränkt (Hauptversammlung). Auch bringt die Formulierung "die Banken" eine undifferenzierte Betrachtung mit sich. So ist die Hilfe einer Bank durch den Staat in Bezug auf Verantwortung und Eigentums durchaus unterschiedlich zu betrachten, wenn er der Bank Geld leiht (EZB) oder als Eigenkapital durch die Zwangsemission von Aktien. Im einen Fall nämlich verlieren die Eigentümer nichts und im anderen ihre Investition.
Beim Staat wären ähnliche Überlegungen anzustellen. Dort finden wir allerdings als Strafe für Versäumnisse allenfalls eine Abwahl. Für die schlampigen Verträge von Lissabon und Maastricht oder eine nach Ponzisystem organisierte Rente wird kein Beamter oder Politiker bestraft, obwohl der Schaden immens ist.
In seltener Klarheit und Dichte schafft es Mark Schieritz, den unerträglichen Kern des Desasters zu analysieren und das Unbehagen zu beschreiben, das uns seit Jahren beschleicht, gipfelnd in den zutreffenden Zitaten: "Wir bestrafen die Tugendhaften und belohnen die Verschwender" (R. Fisher) oder in der schönen Zuspitzung G. Westerwelles: "Zu den Kleinen kommt der Pleitegeier, zu den Großen der Bundesadler."
Der Analyse wird aber ein schlechter Schluss mitgegeben, der eine immer wieder gerne verwendete - "Alternativlosigkeit" also letztlich auch hier - 'Entweder-Oder-Konstruktion' unterlegt wird: entweder wir retten die Wirtschaft und zerstören die Moral oder wir retten die Moral und vernichten die Wirtschaft.
Dies führt aber nur ins politische Aus. Daraus erwächst kein Handeln.
Das System stützen: Ja. Die Bedingungen für Exzesse aber stutzen! Instrumente dazu gäbe es: Gehälter, Boni und Dividenden geretteter Banken einfrieren/kürzen; Finanzmarktsteuern einführen; Steueroasen schon auf europäischem Boden (Luxemburg) dichtmachen. Zur Not: einseitig vorpreschen. Politik ist mehr als nur Re-agieren!
Ihr Kommentar wurde wiederhergestellt. Die Redaktion/ag
... und werden prompt von der Redaktion ermahnt.
Die Krise begann nicht mit der Finanzkrise, die Finanzkrise bildete den ersten größeren Kulminationspunkt, nun folgt daraus die etwas bedrohlichere Schuldenkrise.
Der Vorgänger von all dem ist aber seit 30 Jahren eine Politik, die vergessen hat, dass ihr Ziel sein sollte, den Wohlstand auch zum Volk kommen zu lassen.
Wenn Herr Schieritz schreibt: "Heute stellen sie die Wirtschaft über alles und könnten damit die Moral zerstören." hat er bis auf einen kleinen Makel absolut recht. Nicht heute stellt die Politik die Wirtschaft über alles, sondern die Politik stellt die Wirtschaft über den Menschen seit, die menschliche Arbeitskraft durch die Automation kein knappes Gut mehr ist.
In Deutschland stiegen seit den 80ern die Arbeitslosenzahlen und seit damals ergeben sich mehr und mehr Politiker den Sachzwängen der Wirtschaft und opfern dafür mehr und mehr die Interessen der Menschen.
Die Entwicklung brachte es mit sich, dass anfangs nur die Underdogs von der automatisierten Industriegesellschaft aussortiert wurden. Das ist lange überholt. Auf der anderen Seite entwickelte sich die Elite zu einem sich selbst bevorteilenden Klub von Absahnern. Der Geld- und Beziehungsadel.
Der Prozess ist heute soweit, dass der Begriff Elite dabei ist, zu einem Schimpfwort zu werden. Eine normale soziale Reaktion. Der BundPräs ist die Galeonsfigur.
Wer den Markt und das Kapital für alle Probleme verantwortlich macht und mehr Regulierungen fordert, ohne das heutige Staatsversagen zu thematisieren, liegt grundsätzlich falsch.
Der Staatsanteil am Bruttoinlandprodukt beträgt je nach Land und Messansatz 40 bis 50 und mehr Prozent. Von der Rolle der Zentralbanken, Staatsbanken und Landesbanken, Staatsverschuldungen und staatlichen Subventionierungen ganz zu schweigen.
...selbst belügt. Dabei helfen Sätze mit wie:
"Die Rettung von Staaten oder Banken muss in diesem Kontext als geradezu monströser Regelbruch erfahren werden. Sie spricht dem Prinzip der Eigenverantwortung Hohn, das den Menschen gepredigt wird und das sie jeden Tag am eigenen Leib erfahren. Warum gilt für den Banker nicht, was für den Hartz-IV-Empfänger gilt, der bei Regelverstößen mit Kürzungen seiner Bezüge rechnen muss?"
Hier ist oft die Formulierung der Frage verwirrend und führt in die Irre. Der Staat hat in diesem Zusammenhang nämlich die Entscheidungsträger oft bspw mit dem AG Gesetz in unauflösliche Entscheidungspositionen gebracht (Vorstände) oder ihnen die zur Selbstverantwortung notwendigen Entscheidungsfreiheiten beschränkt (Hauptversammlung). Auch bringt die Formulierung "die Banken" eine undifferenzierte Betrachtung mit sich. So ist die Hilfe einer Bank durch den Staat in Bezug auf Verantwortung und Eigentums durchaus unterschiedlich zu betrachten, wenn er der Bank Geld leiht (EZB) oder als Eigenkapital durch die Zwangsemission von Aktien. Im einen Fall nämlich verlieren die Eigentümer nichts und im anderen ihre Investition.
Beim Staat wären ähnliche Überlegungen anzustellen. Dort finden wir allerdings als Strafe für Versäumnisse allenfalls eine Abwahl. Für die schlampigen Verträge von Lissabon und Maastricht oder eine nach Ponzisystem organisierte Rente wird kein Beamter oder Politiker bestraft, obwohl der Schaden immens ist.
In seltener Klarheit und Dichte schafft es Mark Schieritz, den unerträglichen Kern des Desasters zu analysieren und das Unbehagen zu beschreiben, das uns seit Jahren beschleicht, gipfelnd in den zutreffenden Zitaten: "Wir bestrafen die Tugendhaften und belohnen die Verschwender" (R. Fisher) oder in der schönen Zuspitzung G. Westerwelles: "Zu den Kleinen kommt der Pleitegeier, zu den Großen der Bundesadler."
Der Analyse wird aber ein schlechter Schluss mitgegeben, der eine immer wieder gerne verwendete - "Alternativlosigkeit" also letztlich auch hier - 'Entweder-Oder-Konstruktion' unterlegt wird: entweder wir retten die Wirtschaft und zerstören die Moral oder wir retten die Moral und vernichten die Wirtschaft.
Dies führt aber nur ins politische Aus. Daraus erwächst kein Handeln.
Das System stützen: Ja. Die Bedingungen für Exzesse aber stutzen! Instrumente dazu gäbe es: Gehälter, Boni und Dividenden geretteter Banken einfrieren/kürzen; Finanzmarktsteuern einführen; Steueroasen schon auf europäischem Boden (Luxemburg) dichtmachen. Zur Not: einseitig vorpreschen. Politik ist mehr als nur Re-agieren!
... wie soll da "Markt"wirtschaft enstehen? Die Jahre der "Liberalsiierung" haben bewiesen, dass Marktwirtschaft in solchen Sektoren (Finanzwesen, Energieversorgung, "Public Private Partnership" u.a.m) eine völlige Luftnummer ist.
Und damit da zuverlässig so bleibt, gibt es Poltiker wie z.B. den jetzigen Bundespräsidenten, die man eigentlich "informell korrupt" nennen muss. Dass wischen den Vorteilsnahmen und einer Willfährigkeit kein Zusammenhang bestehen soll, das soll man mal wirklich den traurigen Mut haben, das zu postulieren.
und die deutsche und die europäischen Regierungen tun alles, um dem Parasiten sein Biotop zu erhalten. Genau deshalb wird das nächste Jahr schwierger als 2011!
Wenn man aber einem Parasiten künstlich die Wirkungsmöglichkeiten erhält, muss man damit rechnen, dass sein Wirt stirbt - das wäre dann zwar auch das Ende des Parasiten - aber geht das nicht auch anders?
und die deutsche und die europäischen Regierungen tun alles, um dem Parasiten sein Biotop zu erhalten. Genau deshalb wird das nächste Jahr schwierger als 2011!
Wenn man aber einem Parasiten künstlich die Wirkungsmöglichkeiten erhält, muss man damit rechnen, dass sein Wirt stirbt - das wäre dann zwar auch das Ende des Parasiten - aber geht das nicht auch anders?
Gerade dort oben in diese Turm haben die Vorstände weiter ihr Gehalt aufgestockt, während die Mitarbeiter unten schon seit vielen Jahren keinen Lohnzuwachs hatten. Dies ist die Gerechtigkeit derer die aus Fehlern für sich Proft erzielen dürfen. Verantwortung unbekannt. Widerstand zwecklos.
...über eine Abzocker-Initiative eines gewieften Unternehmers abstimmen, die die Auszahlung von Boni für Spitzenmanager drastisch einschränkt.
Dazu gehören auch goldene Fallschirme oder Antrittsgehälter, die nicht mehr ausbezahlt werden dürfen. Zudem soll der Sold der Manager zu einem Grossteil an Anteilscheinen ausbezahlt werden, auf die aber erst in ein paar Jahren zugegriffen werden darf. Dazu gehören noch ein Dutzend andere Finanzierungsregeln für Spitzenkräfte.
Sollte diese Initiative durch Volk und Kantone angenommen werden, wird dies nicht nur in der Schweiz sondern europaweit, wenn nicht sogar weltweit, neue Grenzen setzen.
...über eine Abzocker-Initiative eines gewieften Unternehmers abstimmen, die die Auszahlung von Boni für Spitzenmanager drastisch einschränkt.
Dazu gehören auch goldene Fallschirme oder Antrittsgehälter, die nicht mehr ausbezahlt werden dürfen. Zudem soll der Sold der Manager zu einem Grossteil an Anteilscheinen ausbezahlt werden, auf die aber erst in ein paar Jahren zugegriffen werden darf. Dazu gehören noch ein Dutzend andere Finanzierungsregeln für Spitzenkräfte.
Sollte diese Initiative durch Volk und Kantone angenommen werden, wird dies nicht nur in der Schweiz sondern europaweit, wenn nicht sogar weltweit, neue Grenzen setzen.
aber eben nicht wirklich konsequent: Es stimmt, dass Entscheidungskompetenz und Verantwortung in Europa entkoppelt worden sind. Das gilt aber nicht nur für Staaten und Banken, sondern auch - allerdings nach dem Prinzip des Zufalls - für den Bürger. Das von Herrn Schieritz angeführte Beispiel aus den USA macht unser Grundgefühl deutlich: Auch wenn jemand wissentlich und willentlich seine Gesundheit, seine finanzielle Basis, seine Lebenssituation zerstört, sind wir Europäer immer geneigt, Gnade vor Recht ergehen zu lassen, appellieren mit sentimentalen Storys an das Mitleid und nennen das dann soziale Gerechtigkeit. Da wäre der Arbeitsunwillige, der dann in Depression verfällt und erst recht nicht arbeiten kann, die alleinerziehende Mutter mit drei Kindern von drei zahlungsunwilligen Vätern, die dann an der Armutsgrenze lebt, und viele andere Beispiele auch. Dann gibt es aber auch die Arbeitsunfähigen oder unheilbar Kranken, oder diejenigen, die trotz aller Bemühungen keine Arbeit finden, und die um jeden Cent kämpfen müssen. Auch das zerstört das Vertrauen in allgemeine moralische Prinzipien und kostet viel Geld.
Vielleicht gilt dieses Zufallsprinzip auch für Banken, für Staaten scheint das im Moment nicht zu gelten.
Wenn man davon ausgeht, dass die zur Entscheidungsfreiheit und die Verantwortlichkeit dafür das eigentliche Wesen von Freiheit sind, verlieren wir sukzessive dieses kostbare Gut in Europa! Und gleichzeitig gewinnt der allumsorgende Vater Staat an Macht!
Ich finde ihren Gedankengang äußerst interessant, um nicht zu sagen, faszinierend.
Und ich stimme ihnen zu, insbesondere im Bezug auf ihre Beispiele. Aber ich sehe ein Problem: Jeder Mensch hat Grundrechte. Nun steht im Grundgesetz nichts darüber, dass alle Menschen vom Staat durchgefüttert werden sollen. Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen.
Es ist ein Dilemma zwischen Moral, Menschlichkeit und Rationalität das ich nicht zu lösen Vermag. Unter Umständen gibt es auch keine Lösung.
Sie sagen, dass man Arme, gering verdienenende, kranke Menschen und Manager, Besitzende und entscheidende Menschen in einen Topf werfen solle um sie die volle Last der Eigenverantwortung tragen zu lassen.
Purer Quatsch.
Die Welt in der Arme leben wurden von wohlhabenden Entscheidungsträger geschaffen. Wieviel Eigenverantwortung bleibt da TATSÄCHLICH für den Armen übrig?
Schon vor Jahrhunderten dachte man darüber nach, dass man einen Ausgleich für die Besitzlosen schaffen müsse. Kein Armer konnte sich noch selbst versorgen indem er jagte, fischte oder Land urbar machen konnte weil alles in fremden Besitz war.
Sagen sie mir bitte wie ein durchschnittlich begabter Handwerker heute selbst versorgen soll. z.B. ein Tischler. Wer ein neues Möbelstück will geht zu nordischen Möbelbasteldiscounter.
Nüchtern betrachtet hat ein durchschnittlich begabter Mensch kaum eine Chance jenseits ABHÄNGIGER Arbeit und durch wohlhabender Entscheider GESCHAFFENE Konditionen zu arbeiten. Entscheidend ist auch die Menge der angebotenen Arbeit.
Denken Sie mal bitte darüber nach was tatsächlich die Freiheit der Menschen begrenzt.
Folgerichtig: Wer die Eigenverantwortung von Menschen will muss im Gegenzug für ein Überangebot an sehr gut bezahlter Arbeit für Jedermann sorgen!
Abschreckung (also Erpressung mit Verelendung) ist eine Antriebskraft. Wenn die fehlt, geht Produktivität verloren.
WIEVIEL Abschreckung eine Gesellschaft will ist willkürlich.
In der DDR hatten wir praktisch keine und es ging schief. In den USA haben wir eine Menge und ich möchte da auch nicht leben.
Ich find, da muss jede Gesellschaft ihren eigenen Konsens finden.
Was den komatösen Nichtkrankenkassenbeitragszahler betrifft, warum hat er keine KV? Weil er nicht wollte? Weil er sich trotz 8h-Job (und vielleicht auch als Nichtraucher/Nichttrinker) keine leisten konnte? Was war ihm wichtiger als die KV?
Ich finde ihren Gedankengang äußerst interessant, um nicht zu sagen, faszinierend.
Und ich stimme ihnen zu, insbesondere im Bezug auf ihre Beispiele. Aber ich sehe ein Problem: Jeder Mensch hat Grundrechte. Nun steht im Grundgesetz nichts darüber, dass alle Menschen vom Staat durchgefüttert werden sollen. Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen.
Es ist ein Dilemma zwischen Moral, Menschlichkeit und Rationalität das ich nicht zu lösen Vermag. Unter Umständen gibt es auch keine Lösung.
Sie sagen, dass man Arme, gering verdienenende, kranke Menschen und Manager, Besitzende und entscheidende Menschen in einen Topf werfen solle um sie die volle Last der Eigenverantwortung tragen zu lassen.
Purer Quatsch.
Die Welt in der Arme leben wurden von wohlhabenden Entscheidungsträger geschaffen. Wieviel Eigenverantwortung bleibt da TATSÄCHLICH für den Armen übrig?
Schon vor Jahrhunderten dachte man darüber nach, dass man einen Ausgleich für die Besitzlosen schaffen müsse. Kein Armer konnte sich noch selbst versorgen indem er jagte, fischte oder Land urbar machen konnte weil alles in fremden Besitz war.
Sagen sie mir bitte wie ein durchschnittlich begabter Handwerker heute selbst versorgen soll. z.B. ein Tischler. Wer ein neues Möbelstück will geht zu nordischen Möbelbasteldiscounter.
Nüchtern betrachtet hat ein durchschnittlich begabter Mensch kaum eine Chance jenseits ABHÄNGIGER Arbeit und durch wohlhabender Entscheider GESCHAFFENE Konditionen zu arbeiten. Entscheidend ist auch die Menge der angebotenen Arbeit.
Denken Sie mal bitte darüber nach was tatsächlich die Freiheit der Menschen begrenzt.
Folgerichtig: Wer die Eigenverantwortung von Menschen will muss im Gegenzug für ein Überangebot an sehr gut bezahlter Arbeit für Jedermann sorgen!
Abschreckung (also Erpressung mit Verelendung) ist eine Antriebskraft. Wenn die fehlt, geht Produktivität verloren.
WIEVIEL Abschreckung eine Gesellschaft will ist willkürlich.
In der DDR hatten wir praktisch keine und es ging schief. In den USA haben wir eine Menge und ich möchte da auch nicht leben.
Ich find, da muss jede Gesellschaft ihren eigenen Konsens finden.
Was den komatösen Nichtkrankenkassenbeitragszahler betrifft, warum hat er keine KV? Weil er nicht wollte? Weil er sich trotz 8h-Job (und vielleicht auch als Nichtraucher/Nichttrinker) keine leisten konnte? Was war ihm wichtiger als die KV?
die Politik hätte sich einfach mal an die Gesetzte der Marktwirtschaft halten sollen und Hypo Real Estate, Commerzbank & Co. in die Insolvenz rutschen lassen sollen.
Aber es waren eher die Sozialsten in den Politikern (soll ich das mit Merkel und der FDJ nochmal erklären) und natürlich die wirklichen Sozialisten die das nicht machten.
Der Markt reinigt sich das kann unangenehm werden aber für die Lügen der vergangen Jahrzehnte sind mit unter die Politiker schuld.
Allein den Banken die schuld zu geben erinnert an die Dolch stoss Legende.
Politiker lernen aus der Geschichte nicht vor allem die Linken Parteien.
Was sollen Linke mit den Konsequenzen der Deregulierung à la FDP zu tun haben.
Mir scheint, sie wollen die Verantwortung für die Misswirtschaft den Linken in die Schuhe schieben, die seit Jahr und Tag gegen die Diktatur der Wirtschaft bzw. des Finanzmarktes im Speziellen argumentieren.
Fakt ist, dass die so genannten Liberalen im Wahn ihrer Religion erst alle Schleusen und Markt-Justierungen entfernen, dann jahrelang darüber hinweg sehen, welche Missstände ihre de-facto wettbewerbsfeindliche Politik erzeugt (weil das Hinsehen ihre Religion in Frage stellen würde) und am Ende auf eine Art konsequent sein wollen, die die Zerstörung des gesamten Systems billigend in Kauf nimmt - was natürlich massiv zu Lasten derer geht, die sich dann kein 1. Klasse-Ticket in eine heile Welt leisten können.
Und jetzt, da der liberal-religiöse Fundamentalismus offenbart, wie asozial die Konsequenzen und vor allem wie konsequent diese Strömung insgesamt in den Abgrund führt, kommen Leute wie Sie und wollen ihr eigenes Versagen "den Linken" in die Schuhe schieben.
Es wäre an der Zeit, dass Leute wie Sie mal den Mumm hätten, Ihre Fehler einzusehen und Beiträge beisteuern würden, die den Fortbestand unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zum Ziel haben und nicht - durch die Forderung nach "immer mehr der bereits falschen Handlungen" - geradewegs auf die Spaltung Europas, der nationalen Gesellschaften und die Vernichtung unseres nun fast 70-jährigen Friedens in Europa hin steuern würden.
Was sollen Linke mit den Konsequenzen der Deregulierung à la FDP zu tun haben.
Mir scheint, sie wollen die Verantwortung für die Misswirtschaft den Linken in die Schuhe schieben, die seit Jahr und Tag gegen die Diktatur der Wirtschaft bzw. des Finanzmarktes im Speziellen argumentieren.
Fakt ist, dass die so genannten Liberalen im Wahn ihrer Religion erst alle Schleusen und Markt-Justierungen entfernen, dann jahrelang darüber hinweg sehen, welche Missstände ihre de-facto wettbewerbsfeindliche Politik erzeugt (weil das Hinsehen ihre Religion in Frage stellen würde) und am Ende auf eine Art konsequent sein wollen, die die Zerstörung des gesamten Systems billigend in Kauf nimmt - was natürlich massiv zu Lasten derer geht, die sich dann kein 1. Klasse-Ticket in eine heile Welt leisten können.
Und jetzt, da der liberal-religiöse Fundamentalismus offenbart, wie asozial die Konsequenzen und vor allem wie konsequent diese Strömung insgesamt in den Abgrund führt, kommen Leute wie Sie und wollen ihr eigenes Versagen "den Linken" in die Schuhe schieben.
Es wäre an der Zeit, dass Leute wie Sie mal den Mumm hätten, Ihre Fehler einzusehen und Beiträge beisteuern würden, die den Fortbestand unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zum Ziel haben und nicht - durch die Forderung nach "immer mehr der bereits falschen Handlungen" - geradewegs auf die Spaltung Europas, der nationalen Gesellschaften und die Vernichtung unseres nun fast 70-jährigen Friedens in Europa hin steuern würden.
im viertletzten satz muesste es heisse "stellen die FINANZ-wirtschaft ueber alles". normale, produzierende industriebebetriebe haette man schon laengst untergehen lassen. "2big2fail" gilt nur fuer banken!
Würden wir langfristig gesehen wieder auf das Prinzip Eigenverantwortung verzichten, kämen wir in 1-2 Jahrzehnten in exakt die gleiche Situation. Gleichzeitig ist es nicht möglich, die Schuldigen an dieser Krise zur Verantwortung zu ziehen, zumindest nicht monetär. Natürlich könnte man Haftstrafen verhängen, aber davon stabilisiert sich der Markt auch nicht. Und keine Einzelperson oder Personengruppe kann für Milliarden und Abermilliarden gerade stehen.
Man kann dass auch nicht erwarten. Denn nach geltendem Recht war es nicht illegal, überhöhte Kredite aufzunehmen, sich an der Börse zu verspekulieren oder die Regularien zur Eigenkapitalhöhe über Hedgefonds zu umgehen. Wenn etwas nicht verboten ist, ist es laut meiner Rechtsauffassung erlaubt.
Die Lösung wäre also, die verspekulierten Banken und verschuldeten Länder zu retten, für die Zukunft aber die Eigenverantwortung wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Was auch bedeutet, dass keine Einzelperson Verantwortung für mehr Geld oder andere Werte tragen darf, als er selbst im Zweifelsfall erstatten kann. Das kommt natürlich einer starken Einschränkung der Börse und der angeschlossenen Unternehmen gleich, da besonders im Hedgefondbereich, aber auch in anderen Teilbereichen mit Risiken gehandelt wird, die nicht nur zu groß für einzelne Personen sind, sondern sogar für ganze Unternehmen.
Das Prinzip Eigenverantwortung muss als Kerngedanke in allen Rechtsystemen etabliert werden.
Diesen Straftatbestand gibt es nicht, leider. Sollte es aber. Denn der Rahmen des Erlaubten kann nie so weit gespannt sein, dass der Einzelne die Gesellschaft schwer zu schädigen darf - ohne Folgen für sich selbst. Weil das Gesetz da eine Lücke hat.
Natürlich wird der Schaden nicht dadurch behoben, dass der Schädiger - hier die Hasardeure der Finanzbranche - ins Gefängnis wandert. Aber die Strafe stellt die moralische Gerechtigkeit wieder her und wirkt auch abschreckend. Wäre das nicht der Fall, so könnte man auch Mord straffrei stellen: der Ermordete wacht auch nicht wieder auf, wenn der Mörder in den Knast geht.
"Wenn etwas nicht verboten ist, ist es laut meiner Rechtsauffassung erlaubt." Kennen Sie das Wort Moral ? Genau daran krankt ein Teil unserer Gesellschaft. Aber das ist ja in einer Gesellschaft des Geldes gewollt. Dafür sorgen schon unsere Marketingspezialisten, gleich nach der Geburt geht es damit los !!!
Diesen Straftatbestand gibt es nicht, leider. Sollte es aber. Denn der Rahmen des Erlaubten kann nie so weit gespannt sein, dass der Einzelne die Gesellschaft schwer zu schädigen darf - ohne Folgen für sich selbst. Weil das Gesetz da eine Lücke hat.
Natürlich wird der Schaden nicht dadurch behoben, dass der Schädiger - hier die Hasardeure der Finanzbranche - ins Gefängnis wandert. Aber die Strafe stellt die moralische Gerechtigkeit wieder her und wirkt auch abschreckend. Wäre das nicht der Fall, so könnte man auch Mord straffrei stellen: der Ermordete wacht auch nicht wieder auf, wenn der Mörder in den Knast geht.
"Wenn etwas nicht verboten ist, ist es laut meiner Rechtsauffassung erlaubt." Kennen Sie das Wort Moral ? Genau daran krankt ein Teil unserer Gesellschaft. Aber das ist ja in einer Gesellschaft des Geldes gewollt. Dafür sorgen schon unsere Marketingspezialisten, gleich nach der Geburt geht es damit los !!!
Ich finde ihren Gedankengang äußerst interessant, um nicht zu sagen, faszinierend.
Und ich stimme ihnen zu, insbesondere im Bezug auf ihre Beispiele. Aber ich sehe ein Problem: Jeder Mensch hat Grundrechte. Nun steht im Grundgesetz nichts darüber, dass alle Menschen vom Staat durchgefüttert werden sollen. Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen.
Es ist ein Dilemma zwischen Moral, Menschlichkeit und Rationalität das ich nicht zu lösen Vermag. Unter Umständen gibt es auch keine Lösung.
"Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen."
Das ist ein sehr interessanter Aspekt, der wiederum zeigt, wie kurzfristig die Denke vieler Aktivisten der amerikanischen Tea-Party-Bewegung ist: Schafft der Staat eine gesetzliche Regelung, nach der er einen Menschen, der keine Krankenversicherung besitzt, einfach sterben lässt, dann ist er umgekehrt dazu verpflichtet, die sich daraus ergebenen Kosten - und dazu gehören eben auch mögliche Schulden des Betroffenen - zu übernehmen und zu bezahlen. Und diese Schulden und anfallenden sonstigen Kosten sind aus Steuergeldern zu bezahlen.
Die Aktivisten der Tea-Party würden sich sehr wundern, was da dann die Gerichte so alles urteilen, wenn Gläubiger in solchen Fällen Rechtsschutz bei ihnen suchen...
"Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen."
So ist es. Und so soll es auch bleiben.
"Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen."
Das ist ein sehr interessanter Aspekt, der wiederum zeigt, wie kurzfristig die Denke vieler Aktivisten der amerikanischen Tea-Party-Bewegung ist: Schafft der Staat eine gesetzliche Regelung, nach der er einen Menschen, der keine Krankenversicherung besitzt, einfach sterben lässt, dann ist er umgekehrt dazu verpflichtet, die sich daraus ergebenen Kosten - und dazu gehören eben auch mögliche Schulden des Betroffenen - zu übernehmen und zu bezahlen. Und diese Schulden und anfallenden sonstigen Kosten sind aus Steuergeldern zu bezahlen.
Die Aktivisten der Tea-Party würden sich sehr wundern, was da dann die Gerichte so alles urteilen, wenn Gläubiger in solchen Fällen Rechtsschutz bei ihnen suchen...
"Aber ich als Mensch und auch wir als Staat können meiner Meinung nach einen Menschen nur aufgrund seiner Unfähigkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, nicht einfach sterben lassen."
So ist es. Und so soll es auch bleiben.
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