Arbeitnehmer: Wer arbeitet bis 67?
Fünf Fragen und Antworten zu Arbeit und Rente von morgen.
1. 41 Millionen Menschen sind in Deutschland berufstätig – so viele wie nie. Sind wir ein Musterland?
Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland gut ab. Das liegt nicht nur daran, dass die deutschen Unternehmen vergleichsweise gut durch die Krise gekommen sind. Hinzu kommt, dass sich eine seit Jahren ungefähr gleichbleibende Zahl von geleisteten Arbeitsstunden auf immer mehr Menschen verteilt. Schaut man auf die von der gesamten Erwerbsbevölkerung geleistete Arbeitszeit, liegt Deutschland international im Mittelfeld. Grund dafür sind die vielen Urlaubs- und Feiertage und vor allem der starke Anstieg der Teilzeitjobs. Mittlerweile ist jeder dritte Job in Deutschland eine Teilzeitstelle. Während der Krisenjahre 2008 und 2009 ging das Arbeitsvolumen leicht zurück, seitdem steigt es wieder um wenige Prozent pro Jahr.
Ein wenig ist es, als werde ausgerechnet unter einer schwarz-gelben Regierung eine alte Gewerkschaftsforderung umgesetzt: Arbeitszeitverkürzung für viele, damit mehr Jobs entstehen! Allerdings sind viele Teilzeitstellen unsichere Jobs, und vor allem Frauen würden nach einer Allensbach-Untersuchung oft gern mehr Stunden pro Woche arbeiten. Dass die Zahl der Erwerbstätigen seit Jahren so stark zunimmt, liegt auch an der steigenden Zahl berufstätiger Frauen. In Bundesländern wie Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern sind schon seit einigen Jahren mehr Frauen als Männer berufstätig. Aber nur die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen hat eine Vollzeitstelle. Das ist der zweitniedrigste Wert in Europa. In keinem anderen Land arbeiten weibliche Teilzeitkräfte weniger Stunden pro Woche.
Auch wenn viele Berichte über Burn-outs und ständig erreichbare, gestresste Arbeitnehmer einen ganz anderen Eindruck erwecken: Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einem Land, in dem vergleichsweise viele Menschen vergleichsweise wenig arbeiten, in drei von vier Fällen in Dienstleistungsjobs. Mütter arbeiten heute sogar weniger Stunden als vor einigen Jahren: In Paarhaushalten mit minderjährigen Kindern waren 2009 knapp zwanzig Prozent der Mütter in Vollzeitstellen beschäftigt – 1996 war es noch ein Drittel. Trotzdem ist mittlerweile in fast jeder vierten Familie in Deutschland eine Frau die Haupternährerin. Das liegt vor allem an der steigenden Zahl von Alleinerziehenden, die bei dieser Gruppe mitgezählt werden.
2. Wie stark ist die deutsche Jobstatistik geschönt, vor allem bei den Zahlen für die Älteren?
Rund 102.000 Arbeitslose, die älter als 58 sind, kommen in der Arbeitslosenstatistik nicht vor. Insofern ist die Statistik geschönt, schließlich werden diese Menschen in einer weiteren Statistik der Bundesagentur als »arbeitssuchend« geführt, sie können außerdem auch Vermittlungsangebote der Jobcenter nutzen. Diese Schummelei ist eine späte Folge der Arbeitsmarktpolitik der Großen Koalition, die es Älteren erheblich erschwerte, in den Vorruhestand zu wechseln. Bis Ende 2007 konnten Arbeitslose, die 58 oder älter waren, gegenüber dem Amt erklären, dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Sie wurden dann zu Frührentnern. So verschwanden bis zu 620.000 Jobsuchende aus der Statistik. Das ist inzwischen vorbei, weswegen die Zahl älterer Arbeitsloser zunächst auch stark zugenommen hat.
Inzwischen geht der Trend in die andere Richtung, immer mehr Ältere arbeiten. Der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung stieg in den vergangenen elf Jahren besonders stark unter den 55- bis 64-Jährigen: Im Jahr 2000 hatten 37,4 Prozent eine Stelle, 2011 hingegen schon 59,9 Prozent. Wie bei den ganz jungen Menschen hängt es auch bei den Alten in Deutschland besonders stark von der Qualifikation ab, ob sie Arbeit finden können oder nicht.
3. Warum sind einerseits immer mehr Ältere beschäftigt, während andererseits die Zahl der Frührentner steigt?
Das liegt an der steigenden Zahl von älteren Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Die Generation von westdeutschen Frauen, die mehrheitlich und für lange Zeit Hausfrau und Mutter war, ist bald komplett im Rentenalter. Stattdessen wächst eine Altersgruppe von Doppelverdienern und berufstätigen Single-Frauen nach. Allein im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Zahl der berufstätigen Frauen zwischen 60 und 65 verdreifacht.
Gerade diese Gruppe von Frauen interessiert sich allerdings besonders dafür, früher in Rente zu gehen. Viele dieser Arbeitnehmerinnen haben Lebenspartner, die bereits im Ruhestand sind oder gerade Rentner werden. Um gemeinsam Freizeit zu verbringen, wollen beide eher gleichzeitig in den Ruhestand gehen; und da bei solchen Paaren beide Partner Alterseinkommen haben, lassen sich Abschläge eher verschmerzen.




1,41 Millionen, ist das nicht doch ein bisschen zu wenig??
Punkt 1: 41 Millionen menschen sind in Deutschland berufstätig.
Punkt 2: usw.
Passt schon.
Zum Artikel selbst. Schön, mal eine so differenzierte Betrachtungsweise zur Rente mit 67 und dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Nicht jeder Teilzeitjob ist ungewollt, nicht jeder Teilzeitjob minderwertige Arbeit. Es gibt sicher viele, die bewusst Teilzeit arbeiten, weil der Partner genug verdient, man selbst nicht ganz aus dem Beruf ausscheiden möchte, aber eben Kinder hat ect.pp. Nicht jeder, der vor der eigentlichen Rente ausscheidet, tut dies gezwungenermaßen (und umekehrt). Pauschale Urteile, wie leider allzu oft hier unter den Foristen verbreitet, helfen nicht weiter. Ich sehe es ähnlich, wie im Artikel beschrieben. Ein Teil wird locker bis 67 (und darüber hinaus) arbeiten können und vielleicht sogar wollen, ein Teil wird Schwierigkeiten haben, länger als bis 55 zu arbeiten. Es gibt keine pauschalen Lösungen für dieses Problem.
Eines steht jedoch jetzt schon fest. Die Wirtschaft, die die Rente mit 67 ja bewusst will (aus nachvollziehbaren Gründen), soll bitte Ihren Beitrag leisten. Einfach die Leute vorzeitig auszusortieren und Älteren keine Chance mehr zu bieten, ist zu billig. Das ist dann die versteckte Rentenkürzung, von denen viele sprechen, obwohl es eigentlich keine ist. Jedenfalls dann nicht, wenn die Chancen, bis 67 zu arbeiten, groß sind.
Punkt 1: 41 Millionen menschen sind in Deutschland berufstätig.
Punkt 2: usw.
Passt schon.
Zum Artikel selbst. Schön, mal eine so differenzierte Betrachtungsweise zur Rente mit 67 und dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Nicht jeder Teilzeitjob ist ungewollt, nicht jeder Teilzeitjob minderwertige Arbeit. Es gibt sicher viele, die bewusst Teilzeit arbeiten, weil der Partner genug verdient, man selbst nicht ganz aus dem Beruf ausscheiden möchte, aber eben Kinder hat ect.pp. Nicht jeder, der vor der eigentlichen Rente ausscheidet, tut dies gezwungenermaßen (und umekehrt). Pauschale Urteile, wie leider allzu oft hier unter den Foristen verbreitet, helfen nicht weiter. Ich sehe es ähnlich, wie im Artikel beschrieben. Ein Teil wird locker bis 67 (und darüber hinaus) arbeiten können und vielleicht sogar wollen, ein Teil wird Schwierigkeiten haben, länger als bis 55 zu arbeiten. Es gibt keine pauschalen Lösungen für dieses Problem.
Eines steht jedoch jetzt schon fest. Die Wirtschaft, die die Rente mit 67 ja bewusst will (aus nachvollziehbaren Gründen), soll bitte Ihren Beitrag leisten. Einfach die Leute vorzeitig auszusortieren und Älteren keine Chance mehr zu bieten, ist zu billig. Das ist dann die versteckte Rentenkürzung, von denen viele sprechen, obwohl es eigentlich keine ist. Jedenfalls dann nicht, wenn die Chancen, bis 67 zu arbeiten, groß sind.
Punkt 1: 41 Millionen menschen sind in Deutschland berufstätig.
Punkt 2: usw.
Passt schon.
Zum Artikel selbst. Schön, mal eine so differenzierte Betrachtungsweise zur Rente mit 67 und dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Nicht jeder Teilzeitjob ist ungewollt, nicht jeder Teilzeitjob minderwertige Arbeit. Es gibt sicher viele, die bewusst Teilzeit arbeiten, weil der Partner genug verdient, man selbst nicht ganz aus dem Beruf ausscheiden möchte, aber eben Kinder hat ect.pp. Nicht jeder, der vor der eigentlichen Rente ausscheidet, tut dies gezwungenermaßen (und umekehrt). Pauschale Urteile, wie leider allzu oft hier unter den Foristen verbreitet, helfen nicht weiter. Ich sehe es ähnlich, wie im Artikel beschrieben. Ein Teil wird locker bis 67 (und darüber hinaus) arbeiten können und vielleicht sogar wollen, ein Teil wird Schwierigkeiten haben, länger als bis 55 zu arbeiten. Es gibt keine pauschalen Lösungen für dieses Problem.
Eines steht jedoch jetzt schon fest. Die Wirtschaft, die die Rente mit 67 ja bewusst will (aus nachvollziehbaren Gründen), soll bitte Ihren Beitrag leisten. Einfach die Leute vorzeitig auszusortieren und Älteren keine Chance mehr zu bieten, ist zu billig. Das ist dann die versteckte Rentenkürzung, von denen viele sprechen, obwohl es eigentlich keine ist. Jedenfalls dann nicht, wenn die Chancen, bis 67 zu arbeiten, groß sind.
Dort steht unter 1. 41 Millionen...
Auf Seite 2 steht: Das verstärkt den Druck auf Arbeitnehmer, altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen.
Sollte dort nicht Arbeitgeber stehen?
Hallo Michael Renner,
danke für den Hinweis, wir haben das korrigiert und die Autorin informiert.
Viele liebe Grüße aus der ZON-Redaktion,
Tina Groll
Eigentlich nicht, Ein patriarchalisch gefärbter Sprachgebrauch rechtfertigt falsche Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt
Realitätsfernes Sprachbild aus einer heilen Welt:
Unsere Sprache bestimmt unser Bewusstsein; dies gilt auch für die Art und Weise, wie große Teile der Bevölkerung und der Politik das bedrückende Problem der Massenarbeitslosigkeit begreifen. Die Vergabe von Arbeit erscheint - sprachlich gesehen - als die primäre Aufgabe und als wichtiges Ziel jedes Arbeit-Gebers. Der "Arbeitgeber" gibt dem "Arbeitsuchenden" die Gelegenheit bzw. den Auftrag zur Arbeit.
Realitätsnäher: Arbeit als Handelsware
Sprachlich besser als das patriarchalische Bild des gütigen "Arbeitgebers" passt das nüchterne Bild des "Arbeitsmarktes", das von einer völlig anderen Vorstellung ausgeht. Arbeit wird hier nicht mehr als Arbeitsauftrag verstanden, den der Arbeitgeber gibt, sondern als Arbeitsleistung, die der Arbeitswillige dem Unternehmer anbietet. .....
......Früher befühlten die Einkäufer die Muskeln der Anbieter oder verlangten Proben ihrer Geschicklichkeit, heute verlangen sie Arbeitszeugnisse und Befähigungsnachweise. Die Anstellung eines Menschen als Arbeiter oder Angestellter ist das Ergebnis eines Marktgeschehens, eines Handels. Und wessen Arbeitskraft nicht gekauft wird, der bleibt arbeitslos.
Energie - der Gegenspieler der Arbeit
http://www.sfv.de/lokal/m...
blieb bis jetzt noch die Frage offen, woher der Staat denn sonst die Gelder nehmen soll,..
Hallo Michael Renner,
danke für den Hinweis, wir haben das korrigiert und die Autorin informiert.
Viele liebe Grüße aus der ZON-Redaktion,
Tina Groll
Eigentlich nicht, Ein patriarchalisch gefärbter Sprachgebrauch rechtfertigt falsche Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt
Realitätsfernes Sprachbild aus einer heilen Welt:
Unsere Sprache bestimmt unser Bewusstsein; dies gilt auch für die Art und Weise, wie große Teile der Bevölkerung und der Politik das bedrückende Problem der Massenarbeitslosigkeit begreifen. Die Vergabe von Arbeit erscheint - sprachlich gesehen - als die primäre Aufgabe und als wichtiges Ziel jedes Arbeit-Gebers. Der "Arbeitgeber" gibt dem "Arbeitsuchenden" die Gelegenheit bzw. den Auftrag zur Arbeit.
Realitätsnäher: Arbeit als Handelsware
Sprachlich besser als das patriarchalische Bild des gütigen "Arbeitgebers" passt das nüchterne Bild des "Arbeitsmarktes", das von einer völlig anderen Vorstellung ausgeht. Arbeit wird hier nicht mehr als Arbeitsauftrag verstanden, den der Arbeitgeber gibt, sondern als Arbeitsleistung, die der Arbeitswillige dem Unternehmer anbietet. .....
......Früher befühlten die Einkäufer die Muskeln der Anbieter oder verlangten Proben ihrer Geschicklichkeit, heute verlangen sie Arbeitszeugnisse und Befähigungsnachweise. Die Anstellung eines Menschen als Arbeiter oder Angestellter ist das Ergebnis eines Marktgeschehens, eines Handels. Und wessen Arbeitskraft nicht gekauft wird, der bleibt arbeitslos.
Energie - der Gegenspieler der Arbeit
http://www.sfv.de/lokal/m...
blieb bis jetzt noch die Frage offen, woher der Staat denn sonst die Gelder nehmen soll,..
Wenn momentan noch um die 4 Millionen teils junger Menschen arbeitslos sind und weitere 6-7 Millionen sich als Kurz- und Leiharbeiter oder Aufstocker ausbeuten lassen, ist dann die Erhöhung des Rentenalters nicht ein wenig verfrüht?
In Deutschland ist die tatsächliche Kinderquote mit 1,6 deutlich höher, als vor einigen Jahren geschätzt. Wenn sich die demografische Grundlage geändert hat, weil viele Frauen ihre Kinder erst in späteren Lebensjahren kriegen, dann muss man auch die Lebensarbeitszeit neu berechnen. Schade, dass Frau Niejahr die neuen Zahlen nirgends erwähnt hat.
"Wenn sich die demografische Grundlage geändert hat, weil viele Frauen ihre Kinder erst in späteren Lebensjahren kriegen, dann muss man auch die Lebensarbeitszeit neu berechnen. Schade, dass Frau Niejahr die neuen Zahlen nirgends erwähnt hat."
Das ist durchaus bekannt. Nur mit den "späteren Lebensjahren" geht i.d.R. auch einher, dass Frauen eben selten mehr als ein oder gar zwei Kinder in die Welt setzen. Denn mit fortgeschrittenen Alter bleibt oft nicht mehr die Zeit für mehr Kinder. Es gab vor einigen Jahren in der ZEIT über die Demographie und da wurde auch deutlich, Frauen bekommen durchaus Kinder, nur später und somit am Ende eben auch weniger als früher. Wer mit 37/38 sein erstes Kind kriegt, hat nicht mehr viel Zeit für ein zweites oder gar drittes Kind. Wir werden also trotzdem weniger, auch wenn viele Frauen gebären. Es stimmt allerdings, dass die Demographie mit veralteten Daten hantiert, die nicht mehr zeitgemäß sind. Denn da kommen ätere Frauen so gut wie gar nicht vor.
"Wenn sich die demografische Grundlage geändert hat, weil viele Frauen ihre Kinder erst in späteren Lebensjahren kriegen, dann muss man auch die Lebensarbeitszeit neu berechnen. Schade, dass Frau Niejahr die neuen Zahlen nirgends erwähnt hat."
Das ist durchaus bekannt. Nur mit den "späteren Lebensjahren" geht i.d.R. auch einher, dass Frauen eben selten mehr als ein oder gar zwei Kinder in die Welt setzen. Denn mit fortgeschrittenen Alter bleibt oft nicht mehr die Zeit für mehr Kinder. Es gab vor einigen Jahren in der ZEIT über die Demographie und da wurde auch deutlich, Frauen bekommen durchaus Kinder, nur später und somit am Ende eben auch weniger als früher. Wer mit 37/38 sein erstes Kind kriegt, hat nicht mehr viel Zeit für ein zweites oder gar drittes Kind. Wir werden also trotzdem weniger, auch wenn viele Frauen gebären. Es stimmt allerdings, dass die Demographie mit veralteten Daten hantiert, die nicht mehr zeitgemäß sind. Denn da kommen ätere Frauen so gut wie gar nicht vor.
Hallo Michael Renner,
danke für den Hinweis, wir haben das korrigiert und die Autorin informiert.
Viele liebe Grüße aus der ZON-Redaktion,
Tina Groll
"Wenn sich die demografische Grundlage geändert hat, weil viele Frauen ihre Kinder erst in späteren Lebensjahren kriegen, dann muss man auch die Lebensarbeitszeit neu berechnen. Schade, dass Frau Niejahr die neuen Zahlen nirgends erwähnt hat."
Das ist durchaus bekannt. Nur mit den "späteren Lebensjahren" geht i.d.R. auch einher, dass Frauen eben selten mehr als ein oder gar zwei Kinder in die Welt setzen. Denn mit fortgeschrittenen Alter bleibt oft nicht mehr die Zeit für mehr Kinder. Es gab vor einigen Jahren in der ZEIT über die Demographie und da wurde auch deutlich, Frauen bekommen durchaus Kinder, nur später und somit am Ende eben auch weniger als früher. Wer mit 37/38 sein erstes Kind kriegt, hat nicht mehr viel Zeit für ein zweites oder gar drittes Kind. Wir werden also trotzdem weniger, auch wenn viele Frauen gebären. Es stimmt allerdings, dass die Demographie mit veralteten Daten hantiert, die nicht mehr zeitgemäß sind. Denn da kommen ätere Frauen so gut wie gar nicht vor.
... wann die Frauen ihre Kinder kriegen. Entscheidend für den Bestanserhalt ist allein die Anzahl der Kinder. Kommen sie später, bleiben sie dafür länger am Leben, und mit 1,6 sind wir fast schon auf skandinavischem Niveau.
Interessanter ist eher die Lebenserwartung des Einzelnen, die ja ebenfalls steigt. Dieses Problem löst man aber besser über Umverteilung, nicht durch längere Arbeitszeit derjenigen, die man während ihrer aktiven Zeit so ausbeutete, dass sie keine eigene Vorsorge treffen konnte. Bin mal gespannt, wann sich dieser einfache Zusammenhang auch im Kopf von Frau Niejahr und ihren Kollegen durchsetzt. Noch immer werden uns die Schröderschen Reformen als "alternativlos" verkauft, während auf der anderen Seite Hunderte von Milliarden in genau den Bereich gesteckt werden, der die Krise zum grössten Teil verursachte.
... wann die Frauen ihre Kinder kriegen. Entscheidend für den Bestanserhalt ist allein die Anzahl der Kinder. Kommen sie später, bleiben sie dafür länger am Leben, und mit 1,6 sind wir fast schon auf skandinavischem Niveau.
Interessanter ist eher die Lebenserwartung des Einzelnen, die ja ebenfalls steigt. Dieses Problem löst man aber besser über Umverteilung, nicht durch längere Arbeitszeit derjenigen, die man während ihrer aktiven Zeit so ausbeutete, dass sie keine eigene Vorsorge treffen konnte. Bin mal gespannt, wann sich dieser einfache Zusammenhang auch im Kopf von Frau Niejahr und ihren Kollegen durchsetzt. Noch immer werden uns die Schröderschen Reformen als "alternativlos" verkauft, während auf der anderen Seite Hunderte von Milliarden in genau den Bereich gesteckt werden, der die Krise zum grössten Teil verursachte.
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