Eine Woche später folgt die Nachbereitung
Marcel fühlt sich auf jeden Fall topfit. 0,27 hat der Promilletest ergeben. Jetzt macht er mit roten Wangen das Computerspiel, das er vor dem Experiment schon gespielt hat: Er muss ungerade von geraden Zahlen trennen. Und schafft es sogar acht Sekunden schneller als beim ersten Mal. Schwungvoller Vermerk auf dem Protokoll: »Stimmung: besser.« Auch Marie ist schneller – und erstaunt: »Ich dachte, Bier macht langsamer...«
Sieben Uhr: Die zweite Ration ist verteilt, der Lärmpegel steigt. Marie nuckelt mit heißem Gesicht an ihrem vierten Mixgetränk und kann plötzlich nicht mehr aufhören, über ihre Freundin zu lachen. Marcel kippt seine zweiten Biere genauso schnell weg wie die ersten, braucht dann aber ewig, um sein Handy zu finden: »Na, so was. Dass mir das schon so früh passiert...« Beim Spiel kämpfen beide verbissen. Marcel schafft es knapp, sich noch mal zu steigern. Marie dagegen braucht neun Sekunden länger: »Krass, was zwei Flaschen mehr ausmachen.«
Auch andere haben mit den Promille zu kämpfen. Kurz bevor die ersten Eltern kommen, um ihre Kinder abzuholen, rennt plötzlich ein Junge raus, muss sich übergeben. »Absturz«, grölen seine Kumpels, die Mädchen gucken erschrocken. Und Roth wird nun doch etwas nervös: Zehntklässler und Alkohol – war das doch keine so gute Idee?
Als die Mutter des Jungen kurz darauf eintrifft, legt sich die Aufregung etwas: Seit dem Frühstück, stellt sich heraus, hat der 16-Jährige nichts gegessen. »Da ist es kein Wunder, dass ihm nach drei Alcopops übel wird«, findet Schramm. Der Klasse erklärt sie: »Über solche Sachen werden wir nächste Woche noch sprechen.« Zu Roths Erleichterung reagiert auch die Mutter des Jungen gelassen: »Vielleicht ganz gut, dass das mal passiert. Hat hoffentlich einen Lerneffekt.«
Auf Marie hat der Vorfall jedenfalls Eindruck gemacht. »Dass einem schon nach so wenig Alkohol schlecht werden kann, wenn man wenig gegessen hat, wusste ich nicht. Da pass ich in Zukunft sicher besser auf«, sagt sie eine Woche später. Da hat die Klasse gerade die Nachbereitung absolviert: drei Schulstunden, in denen die Schüler nicht nur lernten, wie man Betrunkenen im Notfall Hilfe leistet, sondern auch »Trinkregeln« aufstellten und diskutierten, ob Mädchen Jungen, die viel trinken, tatsächlich cooler finden. Marie sagt: »Irgendwann stellte sich heraus, dass es eigentlich keiner von uns gut findet, wenn der andere viel trinkt. Trotzdem machen es alle. Schon verrückt.«
Marcel ist nicht so zufrieden: Das Experiment fand er zwar »toll, weil man beobachten konnte, wie sich alle beim Trinken verändern«. Doch die Auswertung der Fragebögen hat ihn empört: »Da kam raus, ich bin ›Anfänger‹! Wie drei Viertel der Klasse. Das kann doch nicht stimmen!«
Heike Roth sieht das etwas anders: »Klar hören die nicht gern, dass sie Anfänger sind. Aber es geht ja nicht darum, wie viel man trinkt, sondern wie verantwortungsvoll man mit Alkohol umgeht.« Der Workshop, glaubt sie deshalb, war genau das Richtige: »Der wird was in Gang setzen. So offen haben die noch nie über Alkohol gesprochen.«
Trotz des turbulenten Endes überlegt sie, das Experiment mit einer anderen Klasse zu wiederholen. Dann aber am liebsten mit Kamera: »Als uns das Programm vorgestellt wurde, war das auch noch Teil des Experiments. Inzwischen hat man davon Abstand genommen, damit die Schüler sich beim Zeigen des Films vor der Klasse nicht schämen müssen. Ich fände das aber eigentlich ganz gut: Wie sollen sie sonst merken, was Alkohol aus ihnen macht?«
* Die Namen der Lehrer und Schüler wurden von der Redaktion geändert
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- Datum 16.01.2012 - 06:35 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 5.1.2012 Nr. 02
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Pubertierende Teenies, ist man dort überzeugt, lernten den verantwortungsvollen Alkoholkonsum allemal besser durch Selbsterfahrung als durch Abschreckung und Verbote.
Bei dem Satz dachte ich nur - warum das Experiment nicht auch mit Haschisch, Kokain und Heroin?
die Einstellung der Berliner sei »blauäugig«: »Man kann doch die Realität nicht ausblenden!
Und spätestens bei diesem Satz war ich mir sicher, wir brauchen diese Veranstaltung auch mit Kokain und Heroin, denn wir dürfen die Realität ja nicht ausblenden. Viele Jugendlich kommen mit diesen Drogen spätesten im Alter von 16 bis 17 in Kontakt, wenn das Komasaufen ihnen nicht mehr ausreichend den Kick gibt.
Aber in einer Hinsicht hat sie natürlich Recht, die Berliner sind mehr als nur blauäugig, wenn sie so eine dümmliche Aussage tätigen:
Am Ende riet der Senat den Schulen offiziell von der Durchführung ab: Ziel sei es schließlich, den »Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen so weit wie möglich hinauszuschieben«
Hinausschieben!? Das ist die bigotte Doppelmoral einer Gesellschaft, in der wir Erwachsene sagen, wir wollen kiffen, saufen und rauchen ohne das uns jemand Vorschriften macht, aber unsere Kinder müssen wir um jeden Preis davor behüten, weil es ja gefährlich sei.
Umgekehrt wird ein Schuh draus - wir Erwachsene müssen auf dieses Gesöff verzichten, dann werden auch unsere Kinder kein Interesse daran entdecken.
mfg henry
"Bei dem Satz dachte ich nur - warum das Experiment nicht auch mit Haschisch, Kokain und Heroin?"
Oder einfach nur mit Tabak. Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Alkohol hat schon eine seltsame Sonderstellung. Mit ihm muss man "Umgang lernen", während andere Drogen absolut tabu sind.
"wir Erwachsene müssen auf dieses Gesöff verzichten, dann werden auch unsere Kinder kein Interesse daran entdecken."
Da bin ich mir nicht so sicher. Wir verzichten ja auch weitgehend darauf, Bushido über unsere Handylautsprecher zu hören und Hunderte von SMS täglich zu versenden, was viele Jugendliche nicht im mindesten beeindruckt.
Kontrollverlust ist in unserer Gesellschaft eben nicht mehr in einen religiös-rituellen oder zumindest gemeinschaftsfördernden Kontext eingebunden. Da er aber als existenzielle Erfahrung sowieso Reiz auf die Jugendlichen ausübt, ist es vielleicht wirklich nützlich, über die Beschäftigung im Unterricht wenigstens einen Kommunikationskanal aufrecht zu halten.
scheint doch ein ziemlich weit verbreitetes Problem zu sein und das finde ich persönlich lästiger als jmd, der einen guten Alkoholrausch zu schätzen weiß ;)
Was an ihrem Beitrag dummschwätzerei ist?
Erstmal hat das Opiat Heroin rein gar nichts mit Alkohol zu tun, aber das nur am Rande. Das nervigste ist, dass Leute wie sie alle Drogen auf eine Stufe stellen. Mal abgesehen davon, dass Kokain und vorallem Heroin viel, viel schädlicher für den Körper sind und im Gegensatz zum Alkohol (auch wenn Kokain ein Alkoholid ist) sehr häufig beim ersten Konsum abhängig machen, geht der Gebrauch bei Jugendlichen immer weiter zurück und spielt bei Jungs und Mädels in meiner Altersgruppe keine Rolle.
Waruf ich hinauswill? Alkohol ist bei der natürlich gegebenen Gefährlichkeit nicht nur in keinem Maße vergleichbar hinsichtlich der Schädlichkeit, sondern eben auch sehr viel präsenter und das auch ohne Negativbeispiel der Eltern. Meine trinken nie und trotzdem lass ich mir den Genuss nicht nehmen.
Der Kontakt wird in jedem Fall kommen, und das Alter wird eher jünger als älter. Verwerflich ist am Alkoholgenuss im Prinzip nichts, nur dass man eben aufpassen muss. Genau hier setzt die Studie doch auch an.
Deswegen finde ich die Aktion auch unterstützenswert. Verhindern kann und will man es nicht, doch bitte mit der gebotenen Vorsicht und dem nötigen Wissen, was Alkohol kann, wenn man ihn lässt.
es ist natürlich so, dass Kokain & Heroin im gleichen Umfang wie auch Alkohol genossen werden. Deswegen lässt sich dies auch wunderbar vergleichen.
Ansonsten stimme ich Winneskuxx zu.
@Karlos111: Ich denke, die Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt.
"Bigotte Moral der Gesellschaft" als Stichwort verwenden, haben Sie Recht. Allerdings trifft diese ganz besonders auf Alkohol zu und weniger auf Haschisch und die anderen illegalen Drogen, wodurch sich die Befürchtung eines Dammbruchs erübrigt. Es ist nämlich NICHT so, dass die Bevölkerung den Konsum von Haschisch, Extasy, Kokain, usw. flächendeckend gut heißt. Alkoholkonsum ist hingegen so eine Art Staatsreligion und wer ihn trinkt, wird geliebt - halt bis zu jenem Moment, in dem er diesbezüglich die Kontrolle verliert. Dann lässt ihn die Gesellschaft plötzlich fallen wie eine heiße Kartoffel. Hierin liegt die große Doppelmoral.
Wegen ihr und weil der Konsum seit Jahrtausenden fest in die hiesige Kultur eingebettet ist, bedeutet es sehr viel, sein Limit zu kennen. Das Projekt halte ich in diesem Zusammenhang für äußerst sinnvoll. Sicher wäre es Aufgabe der Eltern, Eigenverantwortung zu vermitteln. In der Praxis ist jedoch aufgrund der heutigen Sozialstrukturen in Deutschland darauf kein Verlass.
Einige scheinen nicht zwischen "Erwachsenen" und "Eltern" unterscheiden zu können.
Ich mein, es ist bigott, Jugendlichen Alkohol zu verbieten, aber Erwachsenen zu erlauben. Entweder oder. Wenn natürlich nur die Eltern auf Alkohol verzichten würden, ansonsten aber alle saufen, dann hat es auf Jugendliche natürlich nur einen sehr geringen Effekt.
Wenn der Alkohol aber aus unserer Gesellschaft verbannt wäre, würde er unter Jugendlichen genauso beliebt/unbeliebt sein, wie es heute Drogen wie Haschisch, Kokain oder Heroin sind.
mfg henry
"Bei dem Satz dachte ich nur - warum das Experiment nicht auch mit Haschisch, Kokain und Heroin?"
Oder einfach nur mit Tabak. Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Alkohol hat schon eine seltsame Sonderstellung. Mit ihm muss man "Umgang lernen", während andere Drogen absolut tabu sind.
"wir Erwachsene müssen auf dieses Gesöff verzichten, dann werden auch unsere Kinder kein Interesse daran entdecken."
Da bin ich mir nicht so sicher. Wir verzichten ja auch weitgehend darauf, Bushido über unsere Handylautsprecher zu hören und Hunderte von SMS täglich zu versenden, was viele Jugendliche nicht im mindesten beeindruckt.
Kontrollverlust ist in unserer Gesellschaft eben nicht mehr in einen religiös-rituellen oder zumindest gemeinschaftsfördernden Kontext eingebunden. Da er aber als existenzielle Erfahrung sowieso Reiz auf die Jugendlichen ausübt, ist es vielleicht wirklich nützlich, über die Beschäftigung im Unterricht wenigstens einen Kommunikationskanal aufrecht zu halten.
scheint doch ein ziemlich weit verbreitetes Problem zu sein und das finde ich persönlich lästiger als jmd, der einen guten Alkoholrausch zu schätzen weiß ;)
Was an ihrem Beitrag dummschwätzerei ist?
Erstmal hat das Opiat Heroin rein gar nichts mit Alkohol zu tun, aber das nur am Rande. Das nervigste ist, dass Leute wie sie alle Drogen auf eine Stufe stellen. Mal abgesehen davon, dass Kokain und vorallem Heroin viel, viel schädlicher für den Körper sind und im Gegensatz zum Alkohol (auch wenn Kokain ein Alkoholid ist) sehr häufig beim ersten Konsum abhängig machen, geht der Gebrauch bei Jugendlichen immer weiter zurück und spielt bei Jungs und Mädels in meiner Altersgruppe keine Rolle.
Waruf ich hinauswill? Alkohol ist bei der natürlich gegebenen Gefährlichkeit nicht nur in keinem Maße vergleichbar hinsichtlich der Schädlichkeit, sondern eben auch sehr viel präsenter und das auch ohne Negativbeispiel der Eltern. Meine trinken nie und trotzdem lass ich mir den Genuss nicht nehmen.
Der Kontakt wird in jedem Fall kommen, und das Alter wird eher jünger als älter. Verwerflich ist am Alkoholgenuss im Prinzip nichts, nur dass man eben aufpassen muss. Genau hier setzt die Studie doch auch an.
Deswegen finde ich die Aktion auch unterstützenswert. Verhindern kann und will man es nicht, doch bitte mit der gebotenen Vorsicht und dem nötigen Wissen, was Alkohol kann, wenn man ihn lässt.
es ist natürlich so, dass Kokain & Heroin im gleichen Umfang wie auch Alkohol genossen werden. Deswegen lässt sich dies auch wunderbar vergleichen.
Ansonsten stimme ich Winneskuxx zu.
@Karlos111: Ich denke, die Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt.
"Bigotte Moral der Gesellschaft" als Stichwort verwenden, haben Sie Recht. Allerdings trifft diese ganz besonders auf Alkohol zu und weniger auf Haschisch und die anderen illegalen Drogen, wodurch sich die Befürchtung eines Dammbruchs erübrigt. Es ist nämlich NICHT so, dass die Bevölkerung den Konsum von Haschisch, Extasy, Kokain, usw. flächendeckend gut heißt. Alkoholkonsum ist hingegen so eine Art Staatsreligion und wer ihn trinkt, wird geliebt - halt bis zu jenem Moment, in dem er diesbezüglich die Kontrolle verliert. Dann lässt ihn die Gesellschaft plötzlich fallen wie eine heiße Kartoffel. Hierin liegt die große Doppelmoral.
Wegen ihr und weil der Konsum seit Jahrtausenden fest in die hiesige Kultur eingebettet ist, bedeutet es sehr viel, sein Limit zu kennen. Das Projekt halte ich in diesem Zusammenhang für äußerst sinnvoll. Sicher wäre es Aufgabe der Eltern, Eigenverantwortung zu vermitteln. In der Praxis ist jedoch aufgrund der heutigen Sozialstrukturen in Deutschland darauf kein Verlass.
Einige scheinen nicht zwischen "Erwachsenen" und "Eltern" unterscheiden zu können.
Ich mein, es ist bigott, Jugendlichen Alkohol zu verbieten, aber Erwachsenen zu erlauben. Entweder oder. Wenn natürlich nur die Eltern auf Alkohol verzichten würden, ansonsten aber alle saufen, dann hat es auf Jugendliche natürlich nur einen sehr geringen Effekt.
Wenn der Alkohol aber aus unserer Gesellschaft verbannt wäre, würde er unter Jugendlichen genauso beliebt/unbeliebt sein, wie es heute Drogen wie Haschisch, Kokain oder Heroin sind.
mfg henry
Dass unsere Kinder kein Interesse an Alkohol entwickeln, wenn wir als Eltern davon Abstand nehmen, ist allerdings Wunschdenken. Jugendliche richten sich nicht mehr 100% nach den Wünschen und Vorstellungen der Eltern.
Ob das genannte Experiment wirksam ist oder nicht, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber die pauschale Ablehnung erinnert mich an Einstellungen wie "man muss Mädchen nur die Pille verbieten, dann passiert da nichts" oder "am besten getrennte Jungen- und Mädchenschulen, dann kann es keine Teenager-Schwangerschaften mehr geben" und ähnlichen Unsinn. Der Mensch ist nun mal nicht nur kopf-, sondern erheblich triebgesteuert. Und es ist noch niemandem gelungen, diese schwer beherrschbaren Triebe wegzuzüchten, daher sollten wir den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen anstreben, nicht die Negierung.
Darf ich hinzu fügen, dass es auch gar nicht erstrebenswert ist, diese Triebe weg zu züchten?
Darf ich hinzu fügen, dass es auch gar nicht erstrebenswert ist, diese Triebe weg zu züchten?
"Bei dem Satz dachte ich nur - warum das Experiment nicht auch mit Haschisch, Kokain und Heroin?"
Oder einfach nur mit Tabak. Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Alkohol hat schon eine seltsame Sonderstellung. Mit ihm muss man "Umgang lernen", während andere Drogen absolut tabu sind.
"wir Erwachsene müssen auf dieses Gesöff verzichten, dann werden auch unsere Kinder kein Interesse daran entdecken."
Da bin ich mir nicht so sicher. Wir verzichten ja auch weitgehend darauf, Bushido über unsere Handylautsprecher zu hören und Hunderte von SMS täglich zu versenden, was viele Jugendliche nicht im mindesten beeindruckt.
Kontrollverlust ist in unserer Gesellschaft eben nicht mehr in einen religiös-rituellen oder zumindest gemeinschaftsfördernden Kontext eingebunden. Da er aber als existenzielle Erfahrung sowieso Reiz auf die Jugendlichen ausübt, ist es vielleicht wirklich nützlich, über die Beschäftigung im Unterricht wenigstens einen Kommunikationskanal aufrecht zu halten.
Wer begleitet eigentlich die Tester nach Hause? Oder steigen die Schüler dann alkoholisiert in den Bus oder aufs Mofa?
Nach drei Stunden ist der Alk noch nicht abgebaut. Ich kann mich nur wundern!
Die Eltern holen die Kinder ab.
Die Eltern holen die Kinder ab.
scheint doch ein ziemlich weit verbreitetes Problem zu sein und das finde ich persönlich lästiger als jmd, der einen guten Alkoholrausch zu schätzen weiß ;)
Was an ihrem Beitrag dummschwätzerei ist?
Erstmal hat das Opiat Heroin rein gar nichts mit Alkohol zu tun, aber das nur am Rande. Das nervigste ist, dass Leute wie sie alle Drogen auf eine Stufe stellen. Mal abgesehen davon, dass Kokain und vorallem Heroin viel, viel schädlicher für den Körper sind und im Gegensatz zum Alkohol (auch wenn Kokain ein Alkoholid ist) sehr häufig beim ersten Konsum abhängig machen, geht der Gebrauch bei Jugendlichen immer weiter zurück und spielt bei Jungs und Mädels in meiner Altersgruppe keine Rolle.
Waruf ich hinauswill? Alkohol ist bei der natürlich gegebenen Gefährlichkeit nicht nur in keinem Maße vergleichbar hinsichtlich der Schädlichkeit, sondern eben auch sehr viel präsenter und das auch ohne Negativbeispiel der Eltern. Meine trinken nie und trotzdem lass ich mir den Genuss nicht nehmen.
Der Kontakt wird in jedem Fall kommen, und das Alter wird eher jünger als älter. Verwerflich ist am Alkoholgenuss im Prinzip nichts, nur dass man eben aufpassen muss. Genau hier setzt die Studie doch auch an.
Deswegen finde ich die Aktion auch unterstützenswert. Verhindern kann und will man es nicht, doch bitte mit der gebotenen Vorsicht und dem nötigen Wissen, was Alkohol kann, wenn man ihn lässt.
Ich halte gerade Heroin bei einem Experiment in der Form auch nicht für sinnvoll. Das liegt aber eher daran, dass sich die Negativfolgen erst bemerkbar machen, wenn es schon zu spät ist. Auch haben sie natürlich recht, dass Heroin, Kokain und Alkohol nicht das selbe sind und dass Urteilen ohne (genügend) Vorwissen ein weit verbreitetes Problem ist. Aber dann hört es auch schon auf, mit dem recht haben.
Ich denke auch nicht, dass henry alle Drogen auf eine Stufe stellt. Ich glaube eher, dass er mit seinem Beitrag das durch die Omnipräsenz des Alkohols (die sie auch schon angesprochen haben) verzerrte Meinungsbild kritisiert.
Zudem ist Heroin in Reinform keineswegs gesundheitsschädlicher als Alkohol. Es eignet sich sogar viel besser für den Langzeitkonsum. Es gibt beispielsweise keine Alkoholabhängigen, die mit Alkohol therapiert werden. Heroinabhängige sind aber durch rationiertes Methadon oder reinem Heroin durchaus arbeitsfähig. Die körperschädigende Eigenschaft geht vor allem auf die Streckstoffe zurück und diese wiederum auf die Illegalisierung und das durch die Omnipräsenz des Alkohols verzerrte Meinungsbild.
Zudem sollten sie aus zwei Gründen niemanden 'ohne Vorwissen zu urteilen' oder 'dumschwätzerei' vorwerfen. Der eine Grund heißt Höflichkeit. Der zweite hat u.a. damit zu tun, dass Kokain kein Alkoholid ist, sondern ein Alkaloid, welche auch in Heroin stecken und mal so gar nichts mit Alkohol zu tun haben.
Ich halte gerade Heroin bei einem Experiment in der Form auch nicht für sinnvoll. Das liegt aber eher daran, dass sich die Negativfolgen erst bemerkbar machen, wenn es schon zu spät ist. Auch haben sie natürlich recht, dass Heroin, Kokain und Alkohol nicht das selbe sind und dass Urteilen ohne (genügend) Vorwissen ein weit verbreitetes Problem ist. Aber dann hört es auch schon auf, mit dem recht haben.
Ich denke auch nicht, dass henry alle Drogen auf eine Stufe stellt. Ich glaube eher, dass er mit seinem Beitrag das durch die Omnipräsenz des Alkohols (die sie auch schon angesprochen haben) verzerrte Meinungsbild kritisiert.
Zudem ist Heroin in Reinform keineswegs gesundheitsschädlicher als Alkohol. Es eignet sich sogar viel besser für den Langzeitkonsum. Es gibt beispielsweise keine Alkoholabhängigen, die mit Alkohol therapiert werden. Heroinabhängige sind aber durch rationiertes Methadon oder reinem Heroin durchaus arbeitsfähig. Die körperschädigende Eigenschaft geht vor allem auf die Streckstoffe zurück und diese wiederum auf die Illegalisierung und das durch die Omnipräsenz des Alkohols verzerrte Meinungsbild.
Zudem sollten sie aus zwei Gründen niemanden 'ohne Vorwissen zu urteilen' oder 'dumschwätzerei' vorwerfen. Der eine Grund heißt Höflichkeit. Der zweite hat u.a. damit zu tun, dass Kokain kein Alkoholid ist, sondern ein Alkaloid, welche auch in Heroin stecken und mal so gar nichts mit Alkohol zu tun haben.
Können sich zukünftige Generationen damit herausreden:
"Das habe ich in der Schule gelernt?"
Wozu bitte gibt es eigentlich noch Eltern wenn wirklich wichtige Dinge wie Sex, legale und illegale Drogen, Toleranz, Kooperation, etc. nicht von Vater/Mutter sondern von der Schule vermittelt werden sollen?
Der Staat mischt sich überall derart in die Erziehung ein, daß es mir schwindelig wird.
Natürlich gehört es zum Untericht über Alkohol und die körperlichen und geistigen Folgen von Alkoholkonsum zu sprechen.
Aber die Praxis hat in der Schule wirklich nichts zu suchen.
Als Nebenbemerkung sei erwähnt, daß ich, wenn dieses Experiment schon sein muss, die Kamera sehr begrüße.
Ich trinke seit knapp 20 Jahren nichts mehr, seitdem ich sehen durfte, zu was für einen Affen ich mich unter Alkoholeinfluss gemacht habe. Dazu brauchte ich aber die Schule nicht...
früher aufgehört zu trinken, wenn Sie eher dieses Video von sich gesehen hätten? Vielleicht in der Schulzeit?
früher aufgehört zu trinken, wenn Sie eher dieses Video von sich gesehen hätten? Vielleicht in der Schulzeit?
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Davon scheint irgendwie ein falscher Impuls auszugehen.
Ansonsten weiß man nun, dass man zum Saufen eine ordentliche Grundlage braucht, sonst schafft man nix.
Chapeau!
Wie läuft der Praxisunterricht eigentlich beim Thema Sexualkunde?
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