Sexueller Missbrauch 1.000 Euro pauschal für Opfer der Odenwaldschule
Die Odenwaldschule gefährdet die Aussöhnung mit den Opfern
© Alex Grimm/Getty Images

Die Odenwaldschule im hessischen Oberhambach bei Heppenheim
In der Vorweihnachtszeit ging die Nachricht weitgehend unter: 1.000 Euro pauschal sollen ehemalige Schüler der Odenwaldschule erhalten, die dort Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Im Einzelfall kann sich der Betrag auf bis zu 10.000 Euro erhöhen. Mehr aber soll es nicht geben, ganz gleich, wie viel der Einzelne über die Jahre und Jahrzehnte bereits in Therapien investiert hat. Wer Geld haben möchte, muss einen Antrag bei der schuleigenen Stiftung »Brücken bauen« stellen.
In dem zugehörigen Formular sind gerade einmal drei Zeilen Text vorgesehen für die Schilderung des erlittenen sexuellen Missbrauchs, dazu noch einmal drei Zeilen für die Folgen. Ob dem Stiftungsbeirat die unglückliche Symbolik bewusst ist? Oder ist der vorgesehene Platz nur logische Konsequenz dessen, was der Beirat auf der ersten Seite des Antrags formuliert: Man habe »Verständnis dafür, wenn Sie das Erlebte nur schwerlich in Worte fassen können«.
Nicht nur der niedrige Pauschalbetrag dürfte entwürdigend für die Opfer sein: Um überhaupt an das Geld zu kommen, müssen sie Anwälte, Organisationen oder Vereine, mit denen sie in Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Missbrauchs zu tun hatten, von der Schweigepflicht entbinden. Erneut sollen sich die Opfer entblößen. Und dann die kurze Frist, die den Betroffenen gesetzt wird: Bis Ende Juni 2012 haben sie Zeit, den Antrag einzureichen. Wer später kommt, hat Pech.
Dabei war eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Missbrauchsskandal von 2010, dass Opfer mitunter Jahrzehnte brauchen, bis sie über das Erlittene sprechen können. Manchem gelingt es nie.
Die Verantwortlichen von Schule und Stiftung wissen das auch. So aber zermürbt die Odenwaldschule die Opfer, die sie selbst hervorgebracht hat.
- Datum 06.01.2012 - 14:12 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 5.1.2012 Nr. 02
- Kommentare 84
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Es braucht dringend einen anderen politischen Umgang mit dem Thema, der den Opferschutz auch gesetzlich verankert und endlich das Schweigen und Erdulden der Opfer nicht mehr als Zeichen von 'dann war es ja gar nicht so schlimm' missbraucht. Es ist eine Schande, welche Macht stattdessen diejenigen Organisationen erhalten, die die Gewalttaten erst ermöglicht haben. So wie es eine große Zahl dauerhaft korrupter Beamten nur dort geben kann, wo ein System auf Korruption basiert, kann es diese zeitlichen und zahlenmäßigen Ausmaße an sexualisierter Gewalt nur dort geben, wo es Teil des organisationalen Systems ist.
Nicht nur der niedrige Pauschalbetrag dürfte entwürdigend für die Opfer sein...
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Man kann es auch anders betrachten:
wenn Erwachsene es zulassen bzw. dulden, sogar fördern, dass Kinder und Jugendliche sexualisiert misshandelt werden
- wer sollte sich dann schämen?
Die "Opfer" oder nicht doch eher die verantwortlichen Erwachsenen?
Wenn eine Institution, sei sie nun die Odenwaldschule, die RKK, ein Wohlfahrtsverband oder ein Sportclub versucht, sich der Konsequenzen ihrer Unterlassungen oder sogar Straftaten dadurch zu entziehen, dass sie die Geschädigten immer wieder demütigt:
- wer ist dann ein würdeloser Versager?
Die "Opfer" oder die Institutionen?
Hier ein link auf den Abschnitt "Verantwortung" auf der homepage der "OSO" http://www.odenwaldschule...
Wenn das Thema nicht so grausam wäre, könnte man auch sagen: Realsatire!
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit
"Wenn eine Institution, sei sie nun die Odenwaldschule, die RKK, ein Wohlfahrtsverband oder ein Sportclub versucht, sich der Konsequenzen ihrer Unterlassungen oder sogar Straftaten dadurch zu entziehen, dass sie die Geschädigten immer wieder demütigt:"
Aussage ein übergreifender Zusammenhang
generiert werden..., es ist doch immer
derselbe 'VerständnisPsychoTerror'...;
diese Fraktion in der RKK, die eine
Generalabsolution für ALLE diese Ver-
brecher erwirken wollten, indem diese
das 'Verzeihensgebot' vorauseilend
des Evangelischen Verständnisses mit
dem erhobenen Zeigefinger gewunken hatten.
Da hatte der Leiter dieser Institution auf
das Gröbste Mißbrauch an Vertrauen für
das Institut sowie Mißbrauch an den Seelen
der Schüler begangen, dieses Unrecht bis
zur Sterbestunde nicht mal reflektiert;
und nun noch diese erbärmliche Vorstellung...;
es werden sogar die Schüler der Odenwald-
schule instrumentalisiert, dieser Horror-
Immobilie einen Persilschein auszustellen...;
lieber möchten diese Schüler sich weitere
Demütigungen gefallen lassen, als ihren
'Lernerfolg durch die Berichterstattung'
gefährdet zu sehen.
"Wenn eine Institution, sei sie nun die Odenwaldschule, die RKK, ein Wohlfahrtsverband oder ein Sportclub versucht, sich der Konsequenzen ihrer Unterlassungen oder sogar Straftaten dadurch zu entziehen, dass sie die Geschädigten immer wieder demütigt:"
Aussage ein übergreifender Zusammenhang
generiert werden..., es ist doch immer
derselbe 'VerständnisPsychoTerror'...;
diese Fraktion in der RKK, die eine
Generalabsolution für ALLE diese Ver-
brecher erwirken wollten, indem diese
das 'Verzeihensgebot' vorauseilend
des Evangelischen Verständnisses mit
dem erhobenen Zeigefinger gewunken hatten.
Da hatte der Leiter dieser Institution auf
das Gröbste Mißbrauch an Vertrauen für
das Institut sowie Mißbrauch an den Seelen
der Schüler begangen, dieses Unrecht bis
zur Sterbestunde nicht mal reflektiert;
und nun noch diese erbärmliche Vorstellung...;
es werden sogar die Schüler der Odenwald-
schule instrumentalisiert, dieser Horror-
Immobilie einen Persilschein auszustellen...;
lieber möchten diese Schüler sich weitere
Demütigungen gefallen lassen, als ihren
'Lernerfolg durch die Berichterstattung'
gefährdet zu sehen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/sc
Beim Lesen des Artikels kam in mir eine Art stiller Wut hoch: Da wird bei und in Deutschland, in dem die Gleichheit so gross geschrieben wird, doch tatsächlich zwischen Opfern unterschiedlicher Kategorie unterschieden, nach dem Motto "Wer noch in der Lage ist alle Erniedrigungen und Niederlagen zu verkraften, der soll mal aufschreiben, wie schlimm es denn wirklich war" - nichts anderes als eine Form von gefordertem Verbal- Exhibitionismus um Geld zu erhalten.
Längst gehören einheitlich arbeitende Klärungsstellen mit psychologisch geschultem Personal geschaffen, damit die Opfer nicht nochmals zum Opfer in einem "Entschädigungsverfahren" werden, sondern eine Anlaufstelle für ihre Nöte finden. Damit die Opfer ordentlich und gerecht behandelt werden, unabhängig vom Verursacherkreis, egal ob diese aus Kirchen, Schulen oder anderen Täterkreisen stammen.
Sie sagen es
Und nun wäre es interessant zu recherchieren, wer sich in dem Runden Tisch Missbrauch - Geschehen alle so vehement gegen übergreifende Opferantragsstellen im Stile von Opferanwälten etc. gewehrt hat
Und weshalb hier seit Wochen Schweigen im wald herrscht zum Thema "sexuelle Misshandlung" in Institutionen.
Sie sagen es
Und nun wäre es interessant zu recherchieren, wer sich in dem Runden Tisch Missbrauch - Geschehen alle so vehement gegen übergreifende Opferantragsstellen im Stile von Opferanwälten etc. gewehrt hat
Und weshalb hier seit Wochen Schweigen im wald herrscht zum Thema "sexuelle Misshandlung" in Institutionen.
"Wenn eine Institution, sei sie nun die Odenwaldschule, die RKK, ein Wohlfahrtsverband oder ein Sportclub versucht, sich der Konsequenzen ihrer Unterlassungen oder sogar Straftaten dadurch zu entziehen, dass sie die Geschädigten immer wieder demütigt:"
Aussage ein übergreifender Zusammenhang
generiert werden..., es ist doch immer
derselbe 'VerständnisPsychoTerror'...;
diese Fraktion in der RKK, die eine
Generalabsolution für ALLE diese Ver-
brecher erwirken wollten, indem diese
das 'Verzeihensgebot' vorauseilend
des Evangelischen Verständnisses mit
dem erhobenen Zeigefinger gewunken hatten.
Da hatte der Leiter dieser Institution auf
das Gröbste Mißbrauch an Vertrauen für
das Institut sowie Mißbrauch an den Seelen
der Schüler begangen, dieses Unrecht bis
zur Sterbestunde nicht mal reflektiert;
und nun noch diese erbärmliche Vorstellung...;
es werden sogar die Schüler der Odenwald-
schule instrumentalisiert, dieser Horror-
Immobilie einen Persilschein auszustellen...;
lieber möchten diese Schüler sich weitere
Demütigungen gefallen lassen, als ihren
'Lernerfolg durch die Berichterstattung'
gefährdet zu sehen.
Diese Zahlung kommt schon einer Vergütung für "empfangene" Dienstleistungen sehr nahe.
"Diese Zahlung kommt schon einer Vergütung für "empfangene" Dienstleistungen sehr nahe."
Ein Skandal jagt den nächsten.
Was wir brauchen sind neue Gesetze.
Die Politik hat versagt und kümmert sich lieber um ihren Machterhalt.
Kinderrechte heißt ( Kinder haben Rechte ) und das diese Schule nicht geschlossen wird ist auch ein Skandal.
Kinderrechte oder Menschrechte werden samt unserer Demokratie abgebaut.
Soll diese oben genannte Praxis jetzt heißen, das man jemanden Jahrelang mißbrauchen kann und dann nur 1000 EURO dafür zahlen muß?
Nicht das Deutschland,s Freier jetzt auf diese günstigere Variante umsteigen.
Was wir brauchen ist ein neues Grundgesetz und wer dagegen spricht ünterstützt was?
Kriminelle in jeder Form würde ich sagen.
Man sollte diese Schule abreissen.
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