Wissenschaftliches Arbeiten Hilfe, meine Hausarbeit!
Was, wenn sich Gedanken nicht gliedern lassen? Das Schreibzentrum der Viadrina berät verwirrte Studenten.
Bartlomiej Wieczoreks Problem ist nicht, dass er zu wenige Ideen hat. Sein Problem ist, dass er zu viele davon hat und nur fünfzehn Seiten Platz. Bartlomiej, der »Bart« genannt werden will, studiert im vierten Semester Kulturwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und will eine Hausarbeit schreiben über das Thema Homosexualität in der DDR. Er sitzt im Raum des »Schreibzentrums« der Viadrina und will sich von Schreibtutor Patrick Kowal beraten lassen.
Wie geht man eine Haus- oder Abschlussarbeit an? Wie gliedert man sie? Welche Fehler sollte man vermeiden? Allgemeine Antworten auf diese Fragen finden Studenten in Büchern oder in Merkblättern von Universitäten, Fakultäten, Instituten. Konkrete, projektbezogene Beratung kann man davon aber nicht erwarten. Im Frankfurter Schreibzentrum hingegen gibt es genau das. Hier beraten Studenten, die sich in mehreren Seminaren zum Schreibtutor haben ausbilden lassen, andere Studenten. Sie geben Tipps, schlagen Methoden vor und helfen, am Ball zu bleiben.
Patrick Kowal hört erst mal zu, was Bart über seine Arbeit erzählt. Der Student hat eine Sammlung loser Blätter mitgebracht, Ausdrucke, zwischen denen handschriftliche Notizen herausschauen. Während er mit dem Schreibtutor spricht, nimmt er immer wieder diese Seiten in die Hand, blättert, liest etwas laut vor, wechselt schnell zu einem anderen Blatt. Bart spricht viele Aspekte an, die er alle in seiner Arbeit unterbringen will. Kowal weiß, dass das zu viel für eine Hausarbeit ist, und fragt: »Was steht im Mittelpunkt? Du könntest für jedes Unterthema eine eigene Arbeit schreiben.« Bart schreibt die Hinweise auf. Ganz zufrieden wirkt er nach der Besprechung noch nicht, aber zumindest hat er nun eine grobe Vorstellung davon, wie es weitergeht und woran es hakt.
Ähnliche Einrichtungen wie das Frankfurter Schreibzentrum gibt es gerade einmal an einem Dutzend deutscher Hochschulen, etwa in Bielefeld und Göttingen. Die Frankfurter verstehen sich deshalb als Pioniere auf ihrem Gebiet. In der Lehr- und Lernkultur der meisten Hochschulen ist es bislang nicht üblich, dass Studenten zu Schreibtutoren ausgebildet werden, um unter wissenschaftlicher Anleitung anderen Studenten zu helfen, ihre Schreibprojekte anzugehen und abzuschließen. Dieses Konzept stammt ursprünglich aus den USA, wo seit den siebziger Jahren Tausende solcher Schreibzentren entstanden sind und wo es inzwischen kaum eine Hochschule ohne solch eine Einrichtung gibt. Davon ist Deutschland noch weit entfernt.
»Kannst du die Arbeit in fünf Sätzen beschreiben?«, fragt die Tutorin
Und weil die Frankfurter Schreibberater sich als Pioniere sehen, wollen sie ihre Erfahrungen, Erfolgsrezepte und Forschungsergebnisse nicht für sich behalten. Im Gegenteil: Sie haben den Ehrgeiz, ihre Erfahrungen an andere Hochschulen weiterzugeben – mithilfe einer neuen Zusatzausbildung, die die Viadrina neuerdings anbietet. In einem mehrere Monate dauernden Kurs können sich potenzielle Gründer und Leiter von Schreibzentren ausbilden lassen und ein Zertifikat in »Schreibzentrumsarbeit und Literacy Management« erwerben. Die Zusatzausbildung kostet 3.500 Euro, maximal zwölf Teilnehmer können die Seminare belegen. »Von diesem Geld können wir knapp unsere Kosten decken, reich werden wir damit nicht,« sagt Katrin Girgensohn, Gründerin und wissenschaftliche Leiterin des Frankfurter Schreibzentrums.
In dem großen Raum des Frankfurter Schreibzentrums sitzen auch Simone Tschirpke und Anja Schulz. Sie schauen konzentriert auf ein bedrucktes Blatt Papier, das zwischen ihnen auf dem Tisch liegt. Tschirpke hat ihre Masterarbeit im Fach Interkulturelle Kommunikation noch einmal neu gegliedert und will diese Gliederung heute besprechen. Sie hat selbst als Schreibtutorin gearbeitet und diesen Job zum Thema ihrer Abschlussarbeit gemacht. Schreibtutorin Schulz fragt: »Kannst du die Arbeit in fünf Sätzen beschreiben?«
Während des Beratungsgesprächs scheint Tschirpke mehrmals einen Aha-Moment zu haben: Dann stockt ihr Redefluss kurz, sie schaut die Tutorin mit einem zweifelnden Blick an und tippt mit dem Finger ein paarmal auf einen der Gliederungspunkte. Schulz und Tschirpke stecken die Köpfe über der Gliederung zusammen, streichen hier einen Punkt, fügen dort einen anderen hinzu.
»Ich merke gerade, dass ich zu jedem Punkt was sagen kann«, sagt Tschirpke und lächelt. Sie wird sich in den kommenden Wochen noch einige Male hier beraten lassen. »Was planst du, wie willst du jetzt weitermachen?«, fragt Schulz gegen Ende des Gesprächs. Sie schlägt vor, dass Tschirpke die Methode »Blitzexposé« anwendet. Bei dieser Methode hat man zwanzig Minuten Zeit, eine Zusammenfassung der Arbeit zu schreiben und seine Gedanken dadurch in eine Form zu bringen. »Uns ist wichtig, dass Studenten nicht nur kommen, wenn sie eine Schreibblockade haben oder in anderen Notsituationen sind«, sagt Girgensohn. »Wir wollen ein Ort sein, an dem Studenten regelmäßig über ihre Texte sprechen. Texte werden besser, wenn sie in einer offenen Atmosphäre diskutiert werden.«
Die Idee, Schreibzentren zu gründen, scheitern anderswo nicht nur am Geld, sondern auch an der Raumnot, die vielerorts herrscht. In Frankfurt haben sie Glück gehabt. Das Schreibzentrum kam in einem mächtigen Backsteingebäude unter, das etwas abseits des Hauptcampus liegt und in dem auch das Sprachenzentrum der Uni arbeitet. Finanzieren konnte die Viadrina das Schreibzentrum allerdings auch nicht allein. Girgensohn musste Gelder eines EU-Fonds und von anderen Förderern einwerben. Damit kann das Schreibzentrum einige Zeit existieren. Eine Garantie für die Zukunft gibt es aber nicht, die Drittmittel müssen immer wieder neu beantragt werden.
Schreibzentren gibt es bisher nur dort, wo sich Einzelne engagieren
Einen guten Teil ihrer Arbeitszeit verbringt Girgensohn damit, Drittmittelanträge zu verfassen. Schreibzentren seien in Deutschland bisher dort entstanden, wo sich Einzelne engagiert hätten, sagt Girgensohn. »Wir bräuchten aber mehr Initiative und Förderung, auch vonseiten der Politik.« Das Bewusstsein, dass Schreibzentren sinnvoll und notwendig sind, sei aber zurzeit nicht vorhanden.
Gleichzeitig warnt Girgensohn davor, den Begriff Schreibzentrum zu verwässern. Hinter dieser Bezeichnung könne sich vieles verbergen, nicht immer handle es sich um fundierte Schreibberatung. »Wir brauchen allgemeine Qualitätskriterien, einen Berufsverband, mehr Kenntnisse über theoretische Grundlagen und mehr Forschung, um diese Grundlagen auszubauen.« Große Pläne. Seit die Guttenberg-Affäre losbrach, wird Girgensohn allerdings gelegentlich mit ganz anderen Fragen konfrontiert. Ob das Aufsuchen einer Schreibberatung legal sei zum Beispiel. Ist es. Doch spätestens seitdem Leute das von ihr wissen wollen, weiß sie: »Wir müssen noch viel Informationsarbeit leisten.«
- Datum 05.01.2012 - 09:48 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 5.1.2012 Nr. 02
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Vor dem gleichen PRoblem hocke ich nämlich gerade auch...
Schreibzentren helfen nicht nur den Studierenden dabei, ihre Abschlussarbeiten zu schreiben.
Nein, sie leisten noch mehr:
Schreibzentren entlasten auch den so genannten Mittelbau, also die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, die mit der Betreuung der studentischen Arbeiten zeitlich teilweise überfordert sind. Studierende erhalten daher oft nicht die Unterstüzung, die sie brauchen, um gute Arbeiten zu verfassen.
Schreibzentren helfen also, die Qualität der studentischen Arbeiten zu sichern. Studierende, die in die Beratung kommen, gewinnen Klarheit über ihre oft komplexen Themen und diese Klarheit wirkt sich auch auf die Qualität der Arbeiten positiv aus. Auch Plagiate können so wirksam vermindert und verhindert werden.
Schreibzentren sind auch für ausländische Studierende eine hilfreiche Anlaufstelle. Ausländische Studierende haben häufig Schwierigkeiten, sich in der deutschen Wissenschafts- und Fachsprache auszudrücken und brauchen dabei kompetente Unterstützung. Reine Sprachkurse greifen hier zu kurz.
Schreibzentren mit entsprechend qualifizierten Beratern unterstützen außerdem das wissenschaftliche Personal beim Verfassen von Fachartikeln in internationalen Fachjournalen und tragen so dazu bei, dass die Anzahl der Publikationen an einer Universität steigt.
Es ist richtig: es sind noch viel mehr Informationsarbeit und Artikel wie dieser notwendig.
Als Fernstudentin sitze ich gerade auch über einer Hausarbeit, die durch Prokrastination nun sehr, sehr dringend geworden ist.
Haareraufend, schmerzvoll seufzend, zu viele Aspekte und die viel beschworenen 15 Seiten ...
Ich wünsche allen Hausarbeitschreibenden gute und präzise Ideen, eine wissenschaftliche und doch verständliche Ausdrucksweise und vor allen Dingen das Bestehen des Moduls.
Wie mein lieber Kollege (Mathematiker) schon sagte:
Eine Vier = Bestanden
Bestanden = Gut
Gut = eine Zwei
Liebe Grüße
Bastetqueen
...aber jemand, der einen Schreibberater braucht um Gedanken und wissenschaftliche Inhalte strukturiert zu Papier zu bringen, sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob ein Studium das Richtige für ihn ist.
Lieber MisterSingingClub,
es geht bei der Arbeit im Schreibzentrum der Viadrina nicht darum, Studenten an die Hand zu nehmen und ihnen vorzukauen, wie sie ihre Gedanken strukturieren können. Es geht eher darum, die Studierenden selbst auf die Lösung ihrer Probleme bei den differenten Herausforderungen des akademischen Schreibens zu bringen. Während der Schreibberatung geschieht das mit bewährten Schreibmehtoden und durch das Feedback (Spiegeln, Paraphrasieren, Visualisieren) des Peertutors. Durch das gemeinsame Reflektieren über den Schreibprozess bekommen Studierende viele nützliche Impulse und lernen nachhaltig, wie sie besser an Schreibaufgaben herangehen können.
Ich weiß nicht, ob Sie selbst studiert haben, vielleicht hatten Sie auch nie Probleme mit dem Schreiben. Wenn das so ist, dann gehören Sie zu den wenigen, die während ihrer Studienzeit nie über Schreibschwierigkeiten geklagt haben. Die Statistiken allerdings besagen, dass 80% aller Studierenden während ihrer Studienzeit mehr als einmal mit dem Schreiben Schwierigkeiten haben (Otto Kruse 2005; Lutz von Werder 1995).
Darüber hinaus ist Schreibberatung nicht nur für den "verwirrten Studenten" gedacht, sondern für alle, die eine Schreibaufgabe bewältigen wollen. Auch textsichere Schreibprofis wünschen sich dann und wann professionelles Feedback von ausgebildeten Schreibberatern.
Herzliche Grüße
Bedybopbew
"Es geht eher darum, die Studierenden selbst auf die Lösung ihrer Probleme bei den differenten Herausforderungen des akademischen Schreibens zu bringen."
Sehen Sie, das ist meiner Meinung nach eine der größten Herausforderungen im Studium. Selbstständig Lösungen erarbeiten,ausprobieren, daran scheitern, neu versuchen. Glauben Sie mir, auch in meinem Studium saß ich häufig genug vor meinem PC und wollte den blinkenden Cursor auf dem leeren Dokument am liebsten aus dem Bildschirm reissen weil ich nicht wusste wie ich den Gedankenbrei ordnen soll oder habe mich wundprokrastiniert.
Aber es muss jedem Studenten zuzumuten sein, diese Probleme selbst zu lösen. Sei es durch Erstellung von Mindmaps, Kurzschließung mit Kommilitonen oder schlicht der Überwindung des inneren Schweinehundes.
Ressourcen der Universität dafür aufzuwenden halte ich für verfehlt, dies ist in meinen Augen nicht ihre Aufgabe.
Herzliche Grüße
"Es geht eher darum, die Studierenden selbst auf die Lösung ihrer Probleme bei den differenten Herausforderungen des akademischen Schreibens zu bringen."
Sehen Sie, das ist meiner Meinung nach eine der größten Herausforderungen im Studium. Selbstständig Lösungen erarbeiten,ausprobieren, daran scheitern, neu versuchen. Glauben Sie mir, auch in meinem Studium saß ich häufig genug vor meinem PC und wollte den blinkenden Cursor auf dem leeren Dokument am liebsten aus dem Bildschirm reissen weil ich nicht wusste wie ich den Gedankenbrei ordnen soll oder habe mich wundprokrastiniert.
Aber es muss jedem Studenten zuzumuten sein, diese Probleme selbst zu lösen. Sei es durch Erstellung von Mindmaps, Kurzschließung mit Kommilitonen oder schlicht der Überwindung des inneren Schweinehundes.
Ressourcen der Universität dafür aufzuwenden halte ich für verfehlt, dies ist in meinen Augen nicht ihre Aufgabe.
Herzliche Grüße
"Es geht eher darum, die Studierenden selbst auf die Lösung ihrer Probleme bei den differenten Herausforderungen des akademischen Schreibens zu bringen."
Sehen Sie, das ist meiner Meinung nach eine der größten Herausforderungen im Studium. Selbstständig Lösungen erarbeiten,ausprobieren, daran scheitern, neu versuchen. Glauben Sie mir, auch in meinem Studium saß ich häufig genug vor meinem PC und wollte den blinkenden Cursor auf dem leeren Dokument am liebsten aus dem Bildschirm reissen weil ich nicht wusste wie ich den Gedankenbrei ordnen soll oder habe mich wundprokrastiniert.
Aber es muss jedem Studenten zuzumuten sein, diese Probleme selbst zu lösen. Sei es durch Erstellung von Mindmaps, Kurzschließung mit Kommilitonen oder schlicht der Überwindung des inneren Schweinehundes.
Ressourcen der Universität dafür aufzuwenden halte ich für verfehlt, dies ist in meinen Augen nicht ihre Aufgabe.
Herzliche Grüße
eingeschränkt zu. Studierende in höheren Semestern sollten diese Fähigkeiten beherrschen. Es geht doch aber hierbei vor allem um Ersties (oder auch "Zweities"). Das Problem ist nämlich das gute alte - das Abitur bereitet nicht ausreichend auf ein Studium vor. Das Ordnen von Gedanken, Erstellen von mindmaps usw. wird, wenn überhaupt, nur rudimentär gelehrt. Wichtiger sind dort Fakten, Fakten, Fakten. Die Fähigkeiten, diese wiederum zu vernetzen, wird eben nicht gelehrt. Und daher finde ich die Einrichtung äußerst begrüßenswert, auch wenn hier nur das ausgebügelt wird, was die Schule nicht schafft zu lehren, die Lehrpläne nicht vorsehen.
eingeschränkt zu. Studierende in höheren Semestern sollten diese Fähigkeiten beherrschen. Es geht doch aber hierbei vor allem um Ersties (oder auch "Zweities"). Das Problem ist nämlich das gute alte - das Abitur bereitet nicht ausreichend auf ein Studium vor. Das Ordnen von Gedanken, Erstellen von mindmaps usw. wird, wenn überhaupt, nur rudimentär gelehrt. Wichtiger sind dort Fakten, Fakten, Fakten. Die Fähigkeiten, diese wiederum zu vernetzen, wird eben nicht gelehrt. Und daher finde ich die Einrichtung äußerst begrüßenswert, auch wenn hier nur das ausgebügelt wird, was die Schule nicht schafft zu lehren, die Lehrpläne nicht vorsehen.
eingeschränkt zu. Studierende in höheren Semestern sollten diese Fähigkeiten beherrschen. Es geht doch aber hierbei vor allem um Ersties (oder auch "Zweities"). Das Problem ist nämlich das gute alte - das Abitur bereitet nicht ausreichend auf ein Studium vor. Das Ordnen von Gedanken, Erstellen von mindmaps usw. wird, wenn überhaupt, nur rudimentär gelehrt. Wichtiger sind dort Fakten, Fakten, Fakten. Die Fähigkeiten, diese wiederum zu vernetzen, wird eben nicht gelehrt. Und daher finde ich die Einrichtung äußerst begrüßenswert, auch wenn hier nur das ausgebügelt wird, was die Schule nicht schafft zu lehren, die Lehrpläne nicht vorsehen.
Das Problem ist relativ neu und verschärft sich in zunehmendem Maße: Wenn wir in den Schulen immer mehr junge Leute sitzen haben, die weder die Konzentration, das Interesse, die intellektuelle Neugier oder die Selbstdisziplin mitbringen, denen dann nach dem herrschenden gesellschaftlichen Konsens nichts abverlangt werden darf, weil doch jeder Abitur bekommen muss und die Aufgabe - mittlerweile auch des Gymnasiums - doch vorwiegende eine pädagogische sein soll, wo die Schüler weder Hausaufgaben noch schlechte Noten bekommen sollen, dafür ohne jedes Wissen Debatten führen und Projekte gestalten sollen - und das Ganze in 8 statt 9 Jahren: Wie soll es möglich sein, an der Uni seine Aufgaben zu bewältigen! Jetzt soll dann auch noch die Uni weichgespült werden, damit auch noch der Letzte seinen Bachelor mit Nachhilfe bekommt!
Tolle Akademiker können wir erwarten! Dann versteht man die Guttenbergs und all die anderen!
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Da haben Sie recht. Ich hatte das Glück in der gymnasialen Kollegstufe eines bayerischen Gymnasiums zumindest ansatzweise in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt wurde.
Und dort wurden auch die Leute "knallhart ausgesiebt", denen das so überhaupt nicht lag und jetzt in ihrem Ausbildungsberuf, bzw. in ihrem Fachholschulstudium wesentlicher glücklicher sind.
Daher bleibe ich dabei, nicht jeder ist von seinen Fähigkeiten her dazu in der Lage, ein Universitätsstudium zu absolvieren. Muss auch nicht, andere Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten sind mindestens genauso wichtig. Ich deshalb nicht, warum jeder mitgeschleift werden muss, der offensichtlich in anderen Arbeitsweisen wesentlich begabter ist.
Einen schönen Feiertag!
Das Problem ist relativ neu und verschärft sich in zunehmendem Maße: Wenn wir in den Schulen immer mehr junge Leute sitzen haben, die weder die Konzentration, das Interesse, die intellektuelle Neugier oder die Selbstdisziplin mitbringen, denen dann nach dem herrschenden gesellschaftlichen Konsens nichts abverlangt werden darf, weil doch jeder Abitur bekommen muss und die Aufgabe - mittlerweile auch des Gymnasiums - doch vorwiegende eine pädagogische sein soll, wo die Schüler weder Hausaufgaben noch schlechte Noten bekommen sollen, dafür ohne jedes Wissen Debatten führen und Projekte gestalten sollen - und das Ganze in 8 statt 9 Jahren: Wie soll es möglich sein, an der Uni seine Aufgaben zu bewältigen! Jetzt soll dann auch noch die Uni weichgespült werden, damit auch noch der Letzte seinen Bachelor mit Nachhilfe bekommt!
Tolle Akademiker können wir erwarten! Dann versteht man die Guttenbergs und all die anderen!
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Da haben Sie recht. Ich hatte das Glück in der gymnasialen Kollegstufe eines bayerischen Gymnasiums zumindest ansatzweise in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt wurde.
Und dort wurden auch die Leute "knallhart ausgesiebt", denen das so überhaupt nicht lag und jetzt in ihrem Ausbildungsberuf, bzw. in ihrem Fachholschulstudium wesentlicher glücklicher sind.
Daher bleibe ich dabei, nicht jeder ist von seinen Fähigkeiten her dazu in der Lage, ein Universitätsstudium zu absolvieren. Muss auch nicht, andere Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten sind mindestens genauso wichtig. Ich deshalb nicht, warum jeder mitgeschleift werden muss, der offensichtlich in anderen Arbeitsweisen wesentlich begabter ist.
Einen schönen Feiertag!
Das Problem ist relativ neu und verschärft sich in zunehmendem Maße: Wenn wir in den Schulen immer mehr junge Leute sitzen haben, die weder die Konzentration, das Interesse, die intellektuelle Neugier oder die Selbstdisziplin mitbringen, denen dann nach dem herrschenden gesellschaftlichen Konsens nichts abverlangt werden darf, weil doch jeder Abitur bekommen muss und die Aufgabe - mittlerweile auch des Gymnasiums - doch vorwiegende eine pädagogische sein soll, wo die Schüler weder Hausaufgaben noch schlechte Noten bekommen sollen, dafür ohne jedes Wissen Debatten führen und Projekte gestalten sollen - und das Ganze in 8 statt 9 Jahren: Wie soll es möglich sein, an der Uni seine Aufgaben zu bewältigen! Jetzt soll dann auch noch die Uni weichgespült werden, damit auch noch der Letzte seinen Bachelor mit Nachhilfe bekommt!
Tolle Akademiker können wir erwarten! Dann versteht man die Guttenbergs und all die anderen!
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
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