Afghanistan-KriegDas "Kill Team"

Eine Gruppe von US-Soldaten ermordet in Afghanistan unschuldige Zivilisten – der Fall geht um die Welt. Jeremy Morlock wird dafür zu 24 Jahren Haft verurteilt. Was ist das für ein Mensch? von Stefan Aust und Detlev Konnerth

Wann ein Tag endet und wann ein neuer Tag beginnt, kann der Häftling in der Zelle Nummer 5 höchstens ahnen. Nur die Mahlzeiten geben ihm einen Hinweis auf den zähen Fluss der Zeit. Seine Zelle misst zwei mal drei Meter: ein Bett, ein Waschbecken, ein Klo, alles aus grauem Beton. Es gibt keine Fenster. Die Tür zu seiner Zelle, 15 Zentimeter dick, aus Stahl, ist verschlossen, 23 Stunden am Tag. Er darf nicht lesen, nicht schreiben, nicht fernsehen, nicht Radio hören. »Manchmal«, so hat er einem Freund am Telefon anvertraut, »versuche ich morgens, meinen Namen zu buchstabieren, mit dem Finger auf der Wand, aber es gelingt nicht mehr. Oft brauche ich stundenlang dafür.«

Eine Stunde am Tag darf er die Zelle verlassen. Dann werden ihm Hand- und Fußfesseln angelegt, und ein Wachmann wird ihm zur Seite gestellt, der bringt ihn zum gym oder zur Bibliothek. Nur engste Verwandte dürfen ihn besuchen. Durch eine Scheibe können sie ihn sehen, in Ketten. Über ein Telefon mit ihm reden. »Langsam verliert er den Verstand«, sagt jemand, der ihn vor wenigen Tagen besucht hat.

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Der Häftling in Zelle 5 heißt Jeremy Morlock, und das Gefängnis gehört zur Marinebasis der US-Streitkräfte in Silverdale im Bundesstaat Washington. »Das ist der ganz normale Umgang mit Straftätern in den USA«, sagt der Soziologe und Prozessgutachter Stjepan Meštrović. »Werden sie wegen Kapitalverbrechen verurteilt, gilt für sie automatisch die höchste Sicherheitsstufe. Erst werden sie gebrochen, dann dürfen sie in den normalen Vollzug.«

Der Fall Jeremy Morlock ging Ende 2010 um die Welt. Der Obergefreite der Infanterie war Teil des sogenannten Kill Teams, einer Gruppe von fünf US-Soldaten, die offenbar aus reiner Mordlust Jagd auf afghanische Zivilisten gemacht und sich anschließend mit ihren Opfern fotografiert hatten, posierend, so als hätten sie Wild erlegt. Die Bilder lösten ebenso wie die aus Abu Ghraib und jene von WikiLeaks veröffentlichten Videos von Angriffen auf Zivilisten im Irak einen Sturm der Entrüstung aus. Sie sind zu Ikonen der Grausamkeit im Krieg gegen den Terror geworden.

Die fünf Männer wurden wegen gemeinschaftlichen Mordes in Fort Lewis-McChord nahe Seattle vor einem Militärgericht angeklagt. Jeremy Morlock bekannte sich des Mordes an drei afghanischen Zivilisten schuldig und wurde am 23. Mai 2011 zu 24 Jahren Haft verurteilt. Er entging damit einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne jede Möglichkeit der Strafmilderung. Morlock war zweifelsfrei beteiligt an den Morden. Aber ob er tatsächlich selbst gemordet hat oder ob er das Geständnis aus prozesstaktischen Überlegungen machte, weil mit nichts anderem als »lebenslänglich« zu rechnen war, ist nicht erwiesen. Auch bei näherem Hinsehen lässt sich schwer ausmachen, ob er nur Täter ist oder Täter und Opfer zugleich.

Am Tag vor dem Prozessbeginn darf Jeremy Morlock seine Familie treffen. Zwischen den Gesprächen mit Anwälten, Staatsanwälten und Prozessgutachtern geht er immer wieder in den leeren Verhandlungssaal, der den Familienmitgliedern zur Verfügung gestellt wurde. Und die sind reichlich gekommen. Hier ist Jeremy Morlock ganz Sohn, Bruder, Neffe. Er ist blass, seine Uniform, der Tarnanzug, erinnert daran, dass er immer noch Soldat ist. Wenn er zum Rauchen rausgeht, setzt er das Barett auf mit dem Wappen seiner Einheit. In den Gesprächen mit seiner Familie geht es um alles Mögliche, man erzählt sich von alten Bekannten, spricht über den Alltag im Heimatort in Alaska. Nur über Schuld wird nicht gesprochen. Als gehöre sie zu einer anderen Welt, zu einem anderen Jeremy. In einer Prozesspause können wir ihn heimlich interviewen. Im Gespräch wirkt er gefasst, fast abgeklärt, wäre da nicht das leichte Zittern seiner Hände, wenn er sich eine Zigarette nach der anderen anzündet. Er spricht leise, mit Bedacht, und er versucht den anderen Jeremy, den Soldaten aus Afghanistan, zu rechtfertigen. Nicht zu entschuldigen, aber zumindest zu erklären. »Ich hatte jetzt lange Zeit, über alles nachzudenken«, sagt er. »Langsam spüre ich die Schuld. Bin ich mir darüber im Klaren, dass wir Fehler gemacht haben? Natürlich, ganz sicher. Ich leugne nicht, was wir getan haben. Aber dennoch: die Lage, in der wir waren. Der Krieg. Die Infanterie. Diese Mentalität, die hatte sich eingebrannt.«

Bereits in seiner ersten Befragung im Mai 2010, auf dem Flughafen Kandahar in Afghanistan, räumte Jeremy Morlock alle Vorwürfe freimütig ein. Die Beweise hatten die Soldaten mit den Fotos selbst geliefert. Sie gaben sie weiter an Freunde und Verwandte. Von der Existenz des Kill Teams und der Fotos erfuhr die Armee am Rande von Ermittlungen nach einer Prügelei in Morlocks Einheit. Daraufhin begannen die Ermittlungen in dieser Sache.

Leserkommentare
    • Uwe1108
    • 05. Januar 2012 13:01 Uhr

    Wenn es einer Illustration bedarf, zu verdeutlichen, was Krieg, Gewalt und unkontrollierte Machtsituationen aus Menschen machen, dann dieser Artikel.

    Und es solle keiner glauben, dies könne ihm nicht passieren. Das (ausnahmsweise) weise Wort des Altkanzlers Kohl von der "Gnade der späten Geburt" kann man auch gerne hierfür umdeuten: zur Gnade der anderen Geburt. Niemand kann sagen, was aus ihm wird, wenn er entsprechenden Umständen, Erziehungen etc. ausgesetzt ist. Ich denke da zum Beispiel an dieses studentische Gefängnisexperiment... (ihr wisst schon). Folglich ist es doch wohl das Beste, solche Situationen für alle Menschen konsequent zu vermeiden. Aus diesem Blickwinkel wird klar, dass es gute oder gerechte Kriege nicht geben kann.

    Im Übrigen fiel mir auf, dass sich die Schilderung der Haftumstände am Anfang des Artikels genau mit den Schilderungen aus der Stasihaftanstalt Hohenschönhausen deckt. Schau mal an!

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    • Buh
    • 13. Januar 2012 2:08 Uhr

    In jedenfalls aber müssen wir, um zu erörtern ob sich so etwas verhindern lässt, die Ausbildungsstrategien des Militärs überprüfen, die Anforderungen zum Zugang zum Militär heraufsetzen, jede Form von Folter verbieten und Kriege nur im äußersten Notfall zustimmen.

    Bei den USA ist das Gegenteil der Fall. Krieg ist erstes Mittel zur Bekämpfung von potentiellen Gefahren und geostrategieschen/Ökonomischen Interessen.

    >Ich würde mir wünschen, dass wir in sozialen Fragen ähnlich verkehren. Das Menschliche hinter der Tat sehen, die Umgebung und die Gesamtheit, also die Gesellschaft in den Fokus ziehen und entsprechende Änderungen einleiten. Leider gehört es zur christlichen Hardliner-Mentalität dem System oder der Gesellschaft niemals die schuld zu geben, sondern dem Straftäter immer isoliert zu betrachten. Ich denke beides muss sein. Ein Straftäter darf nicht denken, nur weil er es schwer im Leben hatte, dürfe er Straffrei davon kommen. Es muss aber in unser aller Interesse sein, dass wir Straftaten nicht nur sühnen und ahnden sondern sie verhindern. Und dazu ist es notwendig Auslöser und Umstände von Straftätern zu betrachten.

  1. „Während die Truppen der USA und ihre Verbündeten gegen das afghanische Volk einen ungerechten Krieg führen und täglich Dutzende wehrloser Afghanen ihr Leben verlieren, spielt die sogenannte `International Security Assistance Force´ die Rolle einer schmerzlindernden Tablette. ISAF legitimiert die verbrecherischen Ziele amerikanischer Kriegführung. Die amerikanischen Einheiten bezeichnen sich ebenfalls als Friedenstruppe. Die Afghanen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Präsenz ausländischer Soldaten in ihrem Land keinerlei Garantie für Frieden und Sicherheit bietet, sondern dass sie Unfrieden und Unsicherheit stiftet. Die Funktion von ISAF dient der Konsolidierung einer verräterischen Räuberbande, die ihre Willkürherrschaft über das afghanische Volk ausübt.“
    Wer hat´s geschrieben: Peter Scholl-Latour.
    Das einschlägige Tucholsky-Zitat muss nicht mehr zitiert, aber erwähnt werden.

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    • zd
    • 05. Januar 2012 19:03 Uhr

    Peter Scholl-Latour zeugt mit solchen aussagen nicht nur von seiner eigenen kurzsichtigkeit, sondern auch von einem kurzen gedaechtnis.

    "amerikakritiker" haben vergessen was taliban in afghanistan angerichtet haben. unterdruckung der frauen, taeglicher terror, tausende tote und ankurbelung der heroinherstellung. es war auch afghanistan, welcher dem usama bin laden asyl und vollen schutz gewaehrtre und es war afghanistan, welcher nicht bereit gewesen ist, ihn auszuliefern.

    • SuR_LK
    • 05. Januar 2012 18:55 Uhr

    ...die Generation Joystick Soldat(siehe Opferzahlen/Casualities bei US-Drohneneinsätze) hat eben weniger Gewissensbisse/Moralische Verwürfnisse den Firebutton durchzudrücken, was natürlich im Prinzip so gewollt ist.

    Ändern kann man nix, besser wirds auch nicht.

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    Das ist kein Phänomen dieser Zeit, es auf die böse Technik und die bösen Zeiten zu schieben, ist zu einfach.
    Ist der Film "Platoon" bekannt? Exakt das hier Vorgefallene, inkl. der verschiedenen Kommandeure, ist dort vor dem Hintergrund von Vietnam beschrieben.
    Und dass es ähnliche Vorfälle in wohl allen Kriegen auf wohl jeder Kriegsseite gab, ist auch kaum zu bestreiten.
    Nein, ich würde es noch viel härter formulieren: Wer für einen Krieg ist, nimmt das Entstehen solcher Greueltaten zumindest in Kauf. Es ist Teil des Krieges, weil der Mensch in Kriegen scheinbar so wird.
    Mit oder ohne Joystick, mit oder ohne Machete.

  2. ...und die Soldaten anscheinend gerade richtig sind, um Recht und Gesetz durchzusetzen, haben diese Leute nun weitere Rechte erhalten:
    - "jede Person, die verdächtigt wird, eine Bedrohung für die nationale Sicherheit zu sein, festzunehmen und für eine unbestimmte Zeit an einem geheimen Ort festzuhalten."

    "NDAA - National Defense Authorization Act"

    http://de.ibtimes.com/art...

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    • zd
    • 05. Januar 2012 19:03 Uhr

    Peter Scholl-Latour zeugt mit solchen aussagen nicht nur von seiner eigenen kurzsichtigkeit, sondern auch von einem kurzen gedaechtnis.

    "amerikakritiker" haben vergessen was taliban in afghanistan angerichtet haben. unterdruckung der frauen, taeglicher terror, tausende tote und ankurbelung der heroinherstellung. es war auch afghanistan, welcher dem usama bin laden asyl und vollen schutz gewaehrtre und es war afghanistan, welcher nicht bereit gewesen ist, ihn auszuliefern.

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    Das war jetzt die Märchenstunde und jetzt Fakten:

    Die USA betrachteten die Taliban als rechtmässige Regierung in Afghanistan und verhandelten über wirtschaftliches Engagement in der Region u.a. auch über den Bau einer Pipeline um das zentralasiatische Öl zugänglich zu machen. Den USA waren die Menschenrechte und insbesondere die Unterdrückung der Frauen egal. Die Taliban wurden durch die USA und ihre Rekrutierungsorganisation, die Qaida, aufgebaut. Afghanistan verfügt über gewaltige Bodenschätze, v.a. seltene Erden, welch Zufall, die sich die USA und Verbündete (ja, wir auch) jetzt sichern. Afghanistan ist als Einfallstor nach Zentralasien entscheidend und China ist nicht weit.

    " "amerikakritiker" haben vergessen was taliban in afghanistan angerichtet haben. unterdruckung der frauen, taeglicher terror, tausende tote und ankurbelung der heroinherstellung. es war auch afghanistan, welcher dem usama bin laden asyl und vollen schutz gewaehrtre und es war afghanistan, welcher nicht bereit gewesen ist, ihn auszuliefern. "

    Sie haben vergessen, dass die Taliban überhaupt erst dadurch Macht erlangen konnten, weil die USA in Afganistan einen Stellvertreterkrieg gegen die UdSSR austrug.
    Auch ist es falsch, dass die Heroinproduktion unter Talibanherstellung hochkonjuktur gehabt hätte.
    Ebenso wie es falsch ist, die Taliban hätten Bin Laden nicht ausliefern wollen.
    Da Afghanistan kein zentralregiertes Staatsgebilde war/ist, bei dem die Exekutive mal eben irgendwo einen Haftbefehl hätte vollstrecken können, wäre das wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen.

    Davon ganz abgesehen, hatten die USA für bin Laden wegen 9/11 nichtmal eine Haftbefehl, geschweige denn irgendwelche gerichtsfesten Beweise die seine Urheberschaft belegt hätte.
    Die USA hätten genauso gut die Auslieferung von Emmanuel Goldstein fordern können...

    Schließlich: Dass die Taliban reaktionäre Fundamentalisten waren bzw. SIND, foltern und morden, bedeutet noch lange nicht, dass reaktionäre Fundamentalisten in den USA ein Recht haben mit Folter und Mord Afghanistan von den Taliban zu "befreien"...

    Wie kann man aus dem menschenverachtenden, bigotten Regime der Taliban schliessen, die eigenen Schandtaten seien nicht so schlimm? Und natürlich sind die Taliban erst zu der Macht geworden, nachdem sie von den USA gegen die Sowjet-Invasoren aufgerüstet wurden. Und natürlich geht es um Bodenschätze, die sich jetzt die Chinesen sichern, nachdem die USA jede Reputation in dieser Weltgegend verloren haben. Und natürlich wird Deutschland nicht in einem Land verteidigt, dessen Ostgrenze an China anlehnt. Jedes Wort was in dieser Sache von Politikern kommt, ist zumindestens taktisch verfälscht, um Bevölkerungen an der Nase herumzuführen. Man könnte das als das übliche ignorante Politikergeschwätz abtun, wenn nicht soviel Elend damit verbunden wäre. Vietnam, Irak, Afghanistan, immer gescheitert.

    Es gab mal die - äußerst wahre - Aussage eines afghanischen Bauern, der sagte: Unter den Taliban wussten wir, was wir tun mussten, um zu überleben. Wenn sie sagten, geh auf der rechten Seite der Straße, dann gingen wir srechts, und uns geschah nichts. Heute ist es egal, was wir tun, wir können uns nie sicher sein. Unter den Taliban galt ein strenges Recht, aber es galt für alle und es gab keine Korruption. Heute haben die kleinen Leute keine Chance und alle sind koruppt. Wir haben gehofft, mit dem Einmarsch der Amerikaner würde alles besser werden, aber es ist noch viel schlimmer geworden.

  3. Derartige Dinge sind in der Bundeswehr noch nicht möglich. Nach ein paar Generationen ohne demokratische Kontrolle über die Wehrpflicht muß das nicht so bleiben.

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    Mein Vater meinte vor kurzem, die Berufsarme ist der erste Schritt zum Einsatz gegen die Bevölkerung.

    So hatte ich das noch nicht gesehen, aber Recht hat er.

    Ist zwar Off-Topic, aber passt zur Skrupellosigkeit von Armeen im (Bürger)Krieg.

    my two cents

    Chris

    • Atan
    • 05. Januar 2012 19:42 Uhr

    insbesondere, da sie aufzeigt, dass solche Verbrechen quasi unvermeidliches Begleitphänom solcher Kriege sind. Ändern wird sich auch nichts, da die Strukturen und Anführer, die solche Entwicklungen bewirkten, nicht geändert wurden. Alle amerikanischen Kriege brachten bisher diese Art von Massaker mit sich, sei es in My Lai oder Abu Ghraib gewesen.

    Trotzdem, auch auf diesen Seiten wird irgendwann bestimmt wieder ein neuen Krieg gerechtfertigt werden, wo angeblich nur diese Armee wieder alle möglichen Übel und Tyrannen bekämpfen könne und uns die moralische Pflicht unterstellt werden wird, ihr dabei helfen zu müssen. Wir werden wohl noch viele solcher Reportagen lesen müssen.

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    ...so habe ich diesen Artikel auch empfunden.

    "Audrey Morlock, die Mutter, kann nicht verstehen, was mit ihrem Sohn passiert ist." "Krieg" ist mit ihm passiert.

    Es gibt aber auch andere Geschichten, wie die von Marcus Luttrell (Lone Survivor) der in Afghanistan 5 Tage Missing In Action war und einem Pashtun-Stamm vor Taliban und Al-Quaida beschützt wurde.

    • mick08
    • 06. Januar 2012 1:55 Uhr

    Der Artikel ist richtig gut, danke. Im Gegensatz zu der Aussage in der Zeit: »Der Afghanistankrieg war kein Fehler, er war richtig. Wenn der Westen den Glauben daran verliert, verrät er das Land.«

    http://www.zeit.de/2011/4...

    • NWJ
    • 05. Januar 2012 19:48 Uhr

    Je näher sich Politiker in Gottesglauben berauschen, um so schneller besteht die Gefahr, dass junge und lebensunerfahrene Menschen in diese dreckigen Kriege geschickt werden. Um angeblich den Frieden zu sichern. Unsere Christdemokraten sind nicht weit entfernt. Unsere toten Soldaten sind ein Beispiel dafür. Eine Frau Merkel würde es ihrem Ehemann (Herrn Sauer) niemals erlauben als Soldat nach Afghanistan zu gehen, um dort unsere Freiheit zu sichern. Dieser ganze Unsinn im Irak und Afghanistan hat mit unserer Freiheit nichts zu tun. Die westliche Welte sich eher fragen, weshalb junge Menschen zu Extremisten werden. Es ist die ungleiche Verteilung der Resourcen. Wenn wir hier unseren Wohlstand bewahren wollen, dann werden dafür andere Menschen ausgebeutet. Anstatt Krieg zu führen, solllten die Politiker hier den Menschen diese Zusammenhange erklären, anstatt sich an Arbeitslosenstatistiken zu ergötzen. Hier spricht nicht Karl Marx, sondern ein selbständiger Unternehmer, der noch alle Tassen im Schrank hat.

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  • Schlagworte Afghanistan | Irak | Mord | Soldat | Alaska | Hindukusch
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