Israel: Wer hasst da wen?
Das Simon-Wiesenthal-Zentrum diffamiert einen Israel-Kritiker
Im publizistischen Nahostkonflikt ist ein eher leichtfertiger Umgang mit dem Vorwurf des Antisemitismus üblich. Was gerade geschehen ist, sprengt allerdings diesen Rahmen. Die Frage ist, ob sie womöglich gemeinsam durchdrehen: Israel, das Land, das sich anschickt, eine Zwei-Staaten-Lösung durch neue Siedlungen endgültig zu verhindern, während zwei Drittel seiner jüdischen Bewohner nach einer aktuellen Umfrage den Palästinensern in einem gemeinsamen Staat die Bürgerrechte verweigern wollen. Und seine Lobby, die soeben in Gestalt des renommierten Simon-Wiesenthal-Zentrums den deutschen Journalisten Jakob Augstein zu einem der schlimmsten Antisemiten der Welt erklärt hat.
In einer Reihe mit Ahmadinedschad
Angeblich soll Kritik an Israel auch aus Sicht seiner verbohrtesten Anhänger erlaubt bleiben. Zum Nachweis für Antisemitismus taugt darum nach dieser Logik nicht eine beliebige Israel-Kritik, sondern nur eine, die so maßlos und abwegig ist, dass sie auch bei bestem Willen nur durch finstere Motive erklärt werden kann. Was also hat Augstein verbrochen? Es ist kaum zu glauben: Was ihm vorgehalten wird, geht über triviale Feststellungen kaum hinaus. Wie kann man ernsthaft bestreiten, dass Israel in Gaza seine eigenen Gegner heranzüchtet, wie Augstein beobachtet? Man mag die Isolation der Gaza-Bewohner richtig oder falsch finden; dass sie die Bedingungen für den fortgesetzten Erfolg von Hamas schafft, ist offensichtlich.
Oder: Was ist antisemitisch daran, US-Republikaner und die Netanjahu-Regierung als Nutznießer der antiamerikanischen Ausschreitungen in Libyen zu bezeichnen? Die israelische Rechte hat nie bestritten, dass sie Obamas Gegnern im Wahlkampf alles Gute wünschte, und tatsächlich haben die Republikaner den Tod des US-Botschafters in Bengasi kräftig ausgeschlachtet – all das ist unbestreitbar.
Sogar Israels Nuklearrüstung soll plötzlich über Kritik erhaben sein. In aller Welt kritisieren Atomwaffengegner Atomwaffen. Wer aber Bedenken gegen israelische Atomwaffen vorträgt, die einzigen in der Region, der muss Antisemit sein!
All das könnte komplett sinnlos wirken, aber leider hat es einen Sinn. Wer einen Publizisten wie Augstein mit Neonazis und islamistischen Hetzern in eine Reihe stellt, der glaubt offenbar, dass für Israel die öffentliche Debatte in westlichen Demokratien mindestens so bedrohlich ist, wie Antisemiten vom Schlag eines Ahmadinedschad es sind.








dass es meistens Israelis sind, die den Holocaust auf die Art und weise relativieren, als dass sie jeden auf die selbe Stufe wie die Nazis stellen, der heute auch nur den Siedlungsbau kritisiert.
Der Effekt: Das Thema nehmen zunehmend weniger Leute ernst. Bravo!
Zwischen der Kritik an einer Regierung und der Krtik oder Schmähung einer Rasse. Und der Begriff "Antisemit" wird in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet, um den Hass gegenüber der jüdischen Rasse darzustellen.
Sie setzen diese Anschauung mit bloßer zwar einseitiger (jedoch ist auch die Stellung der Bundesregierung zum Iran einseitig, ist Deutschland also antiislamisch, hassen wir diese Religionsanhänger?)völlig plakativ gleich und übersehen, dass er ein bloßer Kritiker ist.
Das hat auch nichts mit "Neo-Antisemitismus" zu tun, außer der Neo-Antisemitismus drückt sich darin aus, nicht in allen Punkten der israelischen Regierung oder allgemein einer Politik/Anschauung zuzustimmen, doch dann wäre wohl ein Großteil Deutschlands neo-antisemitisch.
"Hass gegenüber der jüdischen Rasse"
---------------------
Gehören wir dann der christlichen Rasse an?
"Redaktionsempfehlung" "jüdische Rasse"? Hallo!? Was macht die Juden zur "Rasse", die Genetik? M.W. ist der Begriff "Rasse" nicht nur politisch aus guten Gründen belastet....
Selbstverteidigung gegenüber einem feindseligen Umfeld geht, von dem wir gerade sehen, zu welcher Gesittung es untereinander fähig ist.
"nicht in allen Punkten der israelischen Regierung oder allgemein einer Politik/Anschauung zuzustimmen" ...
Sie tun so, als ginge es um Differenzen in der Steuerpolitik.
Es geht halt um nichts geringeres, als das Überleben der Juden in einer Welt, in der trotz aller post-staatlichen Akteure, immer noch Staaten über Leben und Tod im großen Stil das letzte Wort haben.
Wer von einer „jüdischen Rasse“ spricht, sollte erst einmal erläutern, was er/sie damit meint. Soll sie genetische Gemeinsamkeiten haben, die sie von anderen Menschen unterscheidet? Wohl kaum. Wen die Nazis als Juden „klassifiziert“ haben, musste nach jüdischer Auffassung noch lange keiner sein – und umgekehrt. „Rassistischer“ Antisemitismus ist ein Hirngespinst.
Was bleibt also, wenn es um Antisemitismus geht? Um Vorurteile aufgrund des Glaubens dürfte es kaum gehen - ich kann mir niemanden vorstellen, der einen oder gar „die“ Juden wegen der Religion ablehnte. Gibt es andere Gemeinsamkeiten von Juden, die andere Menschen nicht haben? Nichts bekannt.
Wenn sich heute jemand kritisch mit der israelischen Politik im Nahen Osten auseinandersetzt, dann geht es um die israelische Politik in Taten und Worten, vor allem die Politik gegenüber Palästinensern im Gaza, im Westjordanland und in Israel selbst. Nicht um Glaubens- oder Rassenvorurteile.
Aber wenn man das einräumen wollte, würde ja der bequeme Antisemitismus-Vorwurf unbrauchbar.
Bitte, erklären Sie einmal, was ist die "JÜDISCHE RASSE" ?!
Kann die Redaktion übrigens auch gleichzeitig machen...
Menschliche Rassen gibt es nicht, also auch keine jüdische. Aus Wikipedia:
„Rassen, aber auch Unterarten, sind nicht objektivierbar, sie beruhen lediglich auf Konvention. Es handelt sich dabei um Kategorien des Denkens und nicht etwa um Einheiten der Evolution. Wie der Evolutionsbiologe Ernst Mayr betont, basieren alle rassistischen Theorien darauf, Rassen nicht als Abstraktion, sondern als Realität aufzufassen." ...
„In der Biologie wird die Art Homo sapiens heute nicht mehr in Rassen unterteilt. Molekularbiologische und populationsgenetische Forschungen haben seit den 1970er Jahren gezeigt, dass eine systematische Unterteilung der Menschen in Unterarten ihrer enormen Vielfalt und den fließenden Übergängen zwischen geographischen Populationen nicht gerecht wird. Zudem wurde herausgefunden, dass der größte Teil genetischer Unterschiede beim Menschen (Anm.: schon) innerhalb einer geographischen Population zu finden ist. Die Einteilung des Menschen in Rassen entspricht damit nicht mehr dem Stand der Wissenschaft.“
Von außen betrachtet: Als jüdisch bekennt sich oder als jüdisch wird bezeichnet, wer jüdischen Glaubens ist, jüdische Kultur pflegt, jüdischer Verwandtschaft entstammt, sich auf eine gemeinsame Geschichte in diesem Zusammenhang beruft oder berufen kann. Im kulturell-biologischen Sinn ist er höchstens Teil einer Ethnie, die sich auf nähere Verwandtschaft beziehen kann, aber nicht fest umgrenzt ist sondern im Austausch mit der übrigen Menscheit steht.
Oder?
"Hass gegenüber der jüdischen Rasse"
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Gehören wir dann der christlichen Rasse an?
"Redaktionsempfehlung" "jüdische Rasse"? Hallo!? Was macht die Juden zur "Rasse", die Genetik? M.W. ist der Begriff "Rasse" nicht nur politisch aus guten Gründen belastet....
Selbstverteidigung gegenüber einem feindseligen Umfeld geht, von dem wir gerade sehen, zu welcher Gesittung es untereinander fähig ist.
"nicht in allen Punkten der israelischen Regierung oder allgemein einer Politik/Anschauung zuzustimmen" ...
Sie tun so, als ginge es um Differenzen in der Steuerpolitik.
Es geht halt um nichts geringeres, als das Überleben der Juden in einer Welt, in der trotz aller post-staatlichen Akteure, immer noch Staaten über Leben und Tod im großen Stil das letzte Wort haben.
Wer von einer „jüdischen Rasse“ spricht, sollte erst einmal erläutern, was er/sie damit meint. Soll sie genetische Gemeinsamkeiten haben, die sie von anderen Menschen unterscheidet? Wohl kaum. Wen die Nazis als Juden „klassifiziert“ haben, musste nach jüdischer Auffassung noch lange keiner sein – und umgekehrt. „Rassistischer“ Antisemitismus ist ein Hirngespinst.
Was bleibt also, wenn es um Antisemitismus geht? Um Vorurteile aufgrund des Glaubens dürfte es kaum gehen - ich kann mir niemanden vorstellen, der einen oder gar „die“ Juden wegen der Religion ablehnte. Gibt es andere Gemeinsamkeiten von Juden, die andere Menschen nicht haben? Nichts bekannt.
Wenn sich heute jemand kritisch mit der israelischen Politik im Nahen Osten auseinandersetzt, dann geht es um die israelische Politik in Taten und Worten, vor allem die Politik gegenüber Palästinensern im Gaza, im Westjordanland und in Israel selbst. Nicht um Glaubens- oder Rassenvorurteile.
Aber wenn man das einräumen wollte, würde ja der bequeme Antisemitismus-Vorwurf unbrauchbar.
Bitte, erklären Sie einmal, was ist die "JÜDISCHE RASSE" ?!
Kann die Redaktion übrigens auch gleichzeitig machen...
Menschliche Rassen gibt es nicht, also auch keine jüdische. Aus Wikipedia:
„Rassen, aber auch Unterarten, sind nicht objektivierbar, sie beruhen lediglich auf Konvention. Es handelt sich dabei um Kategorien des Denkens und nicht etwa um Einheiten der Evolution. Wie der Evolutionsbiologe Ernst Mayr betont, basieren alle rassistischen Theorien darauf, Rassen nicht als Abstraktion, sondern als Realität aufzufassen." ...
„In der Biologie wird die Art Homo sapiens heute nicht mehr in Rassen unterteilt. Molekularbiologische und populationsgenetische Forschungen haben seit den 1970er Jahren gezeigt, dass eine systematische Unterteilung der Menschen in Unterarten ihrer enormen Vielfalt und den fließenden Übergängen zwischen geographischen Populationen nicht gerecht wird. Zudem wurde herausgefunden, dass der größte Teil genetischer Unterschiede beim Menschen (Anm.: schon) innerhalb einer geographischen Population zu finden ist. Die Einteilung des Menschen in Rassen entspricht damit nicht mehr dem Stand der Wissenschaft.“
Von außen betrachtet: Als jüdisch bekennt sich oder als jüdisch wird bezeichnet, wer jüdischen Glaubens ist, jüdische Kultur pflegt, jüdischer Verwandtschaft entstammt, sich auf eine gemeinsame Geschichte in diesem Zusammenhang beruft oder berufen kann. Im kulturell-biologischen Sinn ist er höchstens Teil einer Ethnie, die sich auf nähere Verwandtschaft beziehen kann, aber nicht fest umgrenzt ist sondern im Austausch mit der übrigen Menscheit steht.
Oder?
Entschuldigung, aber wer Augstein's Texte liest, dem hätte die latente Judenfeindlichkeit auffallen müssen. Für die Ideologie-Linken ist es so: USA böse, Israel und USA doppelt böse, daher Israel alleine auch.
Nicht immer trifft es die Richtigen, aber nicht immer der Vorwurf der Judenfeindlichkeit falsch. Man wird als Deutscher schnell zum Feind erklärt, was aber nicht heisst manche wäres es nicht.
Trotz allem: Augstein ist bisher nicht durch besonders konstruktive Artikel in Erscheinung getreten, vielleicht ist sein Antisemitismus ein Versuch Aufmerksamkeit zu bekommen, was es aber auch nicht besser macht.
("Latent" oder nicht - bitte lesen Sie u.a. Kommentare #19/20 )
Was mich bei Ihrem Kommentar (und der Haltung des SWZ) sehr stört, ist die undifferenzierte Verwechslung von Kritik an Teile der israelischen Gesellschaft mit allgemeiner Israel-Kritik, dann weiter mit Israel-Feindlichkeit, und endlich als Clou mit Antisemitismus!
Sie denken anscheinend dass "alle Juden" oder mindestens "alle guten Juden" die dreisten Exzessen der Israel-Regierung befürworten (oder befürworten müssen), so dass man, wenn man diese Ansicht nicht teilt, automatisch zu "Judenfeind" promoviert.
Umgesetzt in Deutschland wär's "Ein echter Deutsche muss so und so denken (und diejenigen, die das nicht Tun, sind Verräter)". Weckt nicht besonders gute Erinnerungen auf…
Glücklich gibt es aber viele Israelis, die trotz aller Schwierigkeiten nach Frieden streben. Es gibt sogar Juden, die sich überhaupt mit Israel nicht identifizieren. Beide Haltungen können Sie als naiv und absurd betrachten, aber bitte respektieren Sie mindestens die Meinungsfreiheit jeder Person, jüdisch oder nicht!
("Latent" oder nicht - bitte lesen Sie u.a. Kommentare #19/20 )
Was mich bei Ihrem Kommentar (und der Haltung des SWZ) sehr stört, ist die undifferenzierte Verwechslung von Kritik an Teile der israelischen Gesellschaft mit allgemeiner Israel-Kritik, dann weiter mit Israel-Feindlichkeit, und endlich als Clou mit Antisemitismus!
Sie denken anscheinend dass "alle Juden" oder mindestens "alle guten Juden" die dreisten Exzessen der Israel-Regierung befürworten (oder befürworten müssen), so dass man, wenn man diese Ansicht nicht teilt, automatisch zu "Judenfeind" promoviert.
Umgesetzt in Deutschland wär's "Ein echter Deutsche muss so und so denken (und diejenigen, die das nicht Tun, sind Verräter)". Weckt nicht besonders gute Erinnerungen auf…
Glücklich gibt es aber viele Israelis, die trotz aller Schwierigkeiten nach Frieden streben. Es gibt sogar Juden, die sich überhaupt mit Israel nicht identifizieren. Beide Haltungen können Sie als naiv und absurd betrachten, aber bitte respektieren Sie mindestens die Meinungsfreiheit jeder Person, jüdisch oder nicht!
Sie verquirlen hier einen antiimperialistisch motivierten Antizionismus mit einem immer rassistischen Antisemitismus. Ersteres ist die Meinung, dass niemand das Recht hat, willkürlich "Kolonien" in Gebieten zu errichten, wo andere Menschen wohnen; letzeres ist die Ursache von ersterem, nämlich die Ansicht, dass manche Völker "wertvoller" seien als andere und diesen anderen darum ihre Meinung aufzuzwingen hätten.
Antisemitismus richtet sich gegen Semiten, d.h. Menschen einer bestimmten, willkürlich abgegrenzten "Rasse"; Antijudaismus, der sich ebenfalls in erster Linie unter Antisemiten großer Verbreitung erfreut, gegen die jüdische Religion. Antizionismus hingegen kann, muss aber nicht antisemitisch motiviert sein.
Interessant ist aber schon, dass sich die Indianer-freundliche Meinung, dass niemand das Recht habe, "willkürlich "Kolonien" in Gebieten zu errichten" ganz überwiegend auf Juden bezieht, die ein Land zum x-ten mal aufgekauft haben, auf dem nun mal auch ihre Vorfahren schon lebten.
Während die Verkäufer bis heute mit der Todesstrafe bedroht sind.
Von einer Kritik an der russischen Kolonisierung Sibiriens habe ich aus auch noch so antiimperialistischen Kreisen dagegen noch nichts vernommen. Das Beispiel war gemein ?
Gerade den russischen Imperialismus hat Marx oft angeprangert.
Könnten die Anti-Impis doch auch mal wieder, oder nicht ?
ist Antizionismus eine typische Form des Antisemitismus. Die Redaktion sollte insoweit überprüfen, wie sie ohne Wissen oder gründliche Recherche solche Relativierungen als Redaktionsempfehlung kennzeichnen kann und was sie damit sagen will. [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Unterstellungen. Danke, die Redaktion/au
Interessant ist aber schon, dass sich die Indianer-freundliche Meinung, dass niemand das Recht habe, "willkürlich "Kolonien" in Gebieten zu errichten" ganz überwiegend auf Juden bezieht, die ein Land zum x-ten mal aufgekauft haben, auf dem nun mal auch ihre Vorfahren schon lebten.
Während die Verkäufer bis heute mit der Todesstrafe bedroht sind.
Von einer Kritik an der russischen Kolonisierung Sibiriens habe ich aus auch noch so antiimperialistischen Kreisen dagegen noch nichts vernommen. Das Beispiel war gemein ?
Gerade den russischen Imperialismus hat Marx oft angeprangert.
Könnten die Anti-Impis doch auch mal wieder, oder nicht ?
ist Antizionismus eine typische Form des Antisemitismus. Die Redaktion sollte insoweit überprüfen, wie sie ohne Wissen oder gründliche Recherche solche Relativierungen als Redaktionsempfehlung kennzeichnen kann und was sie damit sagen will. [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Unterstellungen. Danke, die Redaktion/au
"Dennoch ist Augstein latent judenfeindlich, wie es eben die aufgeklaerte Linke in Deutschland nun mal ist."
Ich gehe mal davon aus, dass Sie im extrem konservativen Lager zuhause sind, und sich deshalb solche Rundumschläge erlauben.
Zum Glück stimmt das nicht im Geringsten, und wahrscheinlich wissen Sie das auch, kamen aber aufgrund eines ansonsten Nichtgehörtwerdens zu der Möglichkeit hier mal auf die Sahne zu hauen.
Schon alleine dem Linken Lager per se Judenfeindlichkeit vorzuwerfen ist ziemlich hirnlos.
Sollten Sie aber gemeint haben, dass die Linke per se kritisch den extremen Zionisten gegenübersteht, dann hatten Sie sich wohl nur falsch ausgedrückt, und kommen der Sache etwas näher...
Herr Augstein ist ein Journalist, der ab und wann mal Aufmerksamkeit benötigt, die hat er jetzt bekommen und kann sich an seiner gesteigerten Popularität erfreuen.
Das Simon-Wiesenthal-Zentrum macht sich leider lächerlich mit der Ächtung Herrn Augsteins, da gibt es hundert andere die schnellstens auf die (sinnlose) Liste müssten.
Schade auch, dass es kaum Menschen gibt, die "normal" über Israelis, Juden oder Zionisten reden können.
Aber wie ich schon einmal sagte, bin ich überzeugt davon, dass auch diese ewig Keulenschwingenden bald der Vergangenheit angehören. Diese Antisemitismuskeule oder den alten Judenhass, alles werden wir bald überwunden haben, ich kann nicht glauben, dass so viel Idiotie überleben kan.
"Dennoch ist Augstein latent judenfeindlich, wie es eben die aufgeklaerte Linke in Deutschland nun mal ist."
Warum gehen Sie da von extrem konservativen Lager aus?
http://www.sueddeutsche.d... was ist mit Bremen oder Duisburg? Was ist, wenn in der bremischen Linkspartei das Existenzrecht Israels als "Hirngespinst" bezeichnet und in Duisburg als "läppisch" verlacht wird?
http://www.welt.de/politi...
oder unsere liebe ZEIT, die ja sogar die Linke noch im benannten Artikel in Schutz nimmt und verteidigt, muss zugeben:
"Unterschwellige Judenfeindschaft gibt es bei der politischen Linken schon lange."
und
"Antijüdische Ressentiments im linken Spektrum sind nichts Neues. Taz-Redakteur Philipp Gessler berichtete 2004 in "Der neue Antisemitismus" unter anderem von Auseinandersetzungen bei Attac, die mit den jetzt bei der Linken geführten deutliche Parallelen aufweisen. Neben der Kritik an Israel spielt dabei auch eine latente Identifikation des "(Finanz-)Kapitalisten" als Jude mit, wie sie sich schon bei Karl Marx findet."http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/linke-antisemitismus-streit
Was natürlich eine glatte Verharmlosung des strukturellen Antisemitismus der linken Kapitalismuskritiker darstellt -aber immerhin.
Dergleichen gibt es massenhaft, es doch unbestritten
Ich bin allerdings der Meinung, dass die Linke judenfeindlich ist. Und ich gehoere nicht dem Erzkonservativen Lager an. Es ist natuerlich eine andere Judenfeindlichkeit als bei den "Rechten". Abgelehnt werden bei den Linken traditionell Bildung (insbesondere bourgeouse Bildung), Status, Intellektualität. Zudem Amerikafreundlichkeit. Und all das laesst sich hervorragend auf Juden bzw. den Staat Israel projizieren. Und Herr Augstein ist ein solcher Journalist, der - man kann es ja nachlesen - auf genau der Welle schwimmt.
"Dennoch ist Augstein latent judenfeindlich, wie es eben die aufgeklaerte Linke in Deutschland nun mal ist."
Warum gehen Sie da von extrem konservativen Lager aus?
http://www.sueddeutsche.d... was ist mit Bremen oder Duisburg? Was ist, wenn in der bremischen Linkspartei das Existenzrecht Israels als "Hirngespinst" bezeichnet und in Duisburg als "läppisch" verlacht wird?
http://www.welt.de/politi...
oder unsere liebe ZEIT, die ja sogar die Linke noch im benannten Artikel in Schutz nimmt und verteidigt, muss zugeben:
"Unterschwellige Judenfeindschaft gibt es bei der politischen Linken schon lange."
und
"Antijüdische Ressentiments im linken Spektrum sind nichts Neues. Taz-Redakteur Philipp Gessler berichtete 2004 in "Der neue Antisemitismus" unter anderem von Auseinandersetzungen bei Attac, die mit den jetzt bei der Linken geführten deutliche Parallelen aufweisen. Neben der Kritik an Israel spielt dabei auch eine latente Identifikation des "(Finanz-)Kapitalisten" als Jude mit, wie sie sich schon bei Karl Marx findet."http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/linke-antisemitismus-streit
Was natürlich eine glatte Verharmlosung des strukturellen Antisemitismus der linken Kapitalismuskritiker darstellt -aber immerhin.
Dergleichen gibt es massenhaft, es doch unbestritten
Ich bin allerdings der Meinung, dass die Linke judenfeindlich ist. Und ich gehoere nicht dem Erzkonservativen Lager an. Es ist natuerlich eine andere Judenfeindlichkeit als bei den "Rechten". Abgelehnt werden bei den Linken traditionell Bildung (insbesondere bourgeouse Bildung), Status, Intellektualität. Zudem Amerikafreundlichkeit. Und all das laesst sich hervorragend auf Juden bzw. den Staat Israel projizieren. Und Herr Augstein ist ein solcher Journalist, der - man kann es ja nachlesen - auf genau der Welle schwimmt.
Herr Augstein Jr. schreibt zwar unsäglich schlechte Kolumnen auf Spiegel-Online [...] und argumentiert dogmatisch, hat aber nie wirkliche Aussagen getätigt, die ihn eindeutig als Antisemiten bloßstellen würden, geschweige denn als "einen der Schlimmsten".
Solche haltlosen Vorwürfe stützen nur die Stammtischparole, "daß man ja nichts gegen Israel sagen dürfe" - und verharmlosen und fördern, welch Ironie, den Antisemitismus.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Vorwürfe. Die Redaktion/sh
"Hass gegenüber der jüdischen Rasse"
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Gehören wir dann der christlichen Rasse an?
Ich gründe jetzt meine eigene Rasse - die Grüner-Salon-Rasse. Wer mich kritisiert, ist ein Antigrünersalonist und damit ein Rassist. DEN Schuh will sich doch sicher keiner anziehen.
Würde ich von Judenfeindlichkeit im Sinne ihrer Religion sprechen, hätte ich vom Antijudaismus gesprochen, mit Antisemitismus ist jedoch wissenschaftlich eindeutig der rassistisch bezogene Hass gemeint. Auch hier kann ich nur auf den entsprechenden Wikipediaartikel verleiten.
Ich gründe jetzt meine eigene Rasse - die Grüner-Salon-Rasse. Wer mich kritisiert, ist ein Antigrünersalonist und damit ein Rassist. DEN Schuh will sich doch sicher keiner anziehen.
Würde ich von Judenfeindlichkeit im Sinne ihrer Religion sprechen, hätte ich vom Antijudaismus gesprochen, mit Antisemitismus ist jedoch wissenschaftlich eindeutig der rassistisch bezogene Hass gemeint. Auch hier kann ich nur auf den entsprechenden Wikipediaartikel verleiten.
Eher entsetzt bin ich über die teilweise "zynischen Abrechnungen" mit dem Journalisten Augstein von einigen Foristen. Da sind wohl "alte Rechnungen" offen? Diskreditiert hat sich nur eine Institution, die ich mal sehr Ernst genommen habe. Aber wer Henry M. Broder bemüht um einen seiner "Freunde" zu attestieren er sei Antisemit, der ist weit weg von Seriosität. Broder metzelt doch alles nieder was ihn kritisch begleitet. In so fern ist das Fazit zwar lächerlich, aber wundern über das Ergebnis Broders muss man sich nicht. Bedauerlich das SWC dem Broder auf den Leim gegangen ist.
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