Flughafen Frankfurt: Unsanftes Landen
Am Frankfurter Flughafen liegen die Nerven blank. Anwohner empören sich über Lärm in der Nacht und ein gebrochenes Versprechen.
Am 21. Oktober 2011 wurde auf dem Frankfurter Flughafen eine neue Landebahn eröffnet. Seitdem ist es dort sehr viel unruhiger geworden, nicht nur der landenden Jets wegen. Die Anwohner wehren sich lautstark. Ihre Siedlungen haben sie mit grellen Transparenten beflaggt: »Fluglärm zerstört den Seelenfrieden«, »Fraport foltert Flörsheim!«.
Fraport betreibt den größten deutschen Flughafen, Flörsheim heißt die Kleinstadt nebenan. Wohlhabende Bürger aus dem Frankfurter Speckgürtel verbrüdern sich hier mit Umweltaktivisten und linken Studenten. Sie kämpfen gegen den Fluglärm, den Flughafen, die Lufthansa, die Stadt Frankfurt und das Land Hessen. Seit November versammeln sich die Empörten zu Tausenden regelmäßig im Terminal 1 des Feindes zu »Montagsdemonstrationen«, am 16. Januar erstmals im neuen Jahr.
Die Frankfurter Lärmkrise beschäftigt inzwischen das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Und die hessische Landesregierung hat ein großes Problem: Sie wollte die neue Landebahn; die Leute ringsum wollen sie nicht mehr. Der Streit in seiner Wucht weckt Erinnerungen an Stuttgart 21, auch wenn die beiden Infrastrukturprojekte ansonsten nicht zu vergleichen sind.
Wie hat es so weit kommen können? Der Flughafen sollte wachsen, damit noch mehr Flugzeuge starten und landen können – auf dass der Standort Frankfurt konkurrenzfähig bleibe. Im Jahr 1997 sprach der damalige Lufthansa-Chef Jürgen Weber deshalb als Erster von einer möglichen vierten Bahn. Die Wunden vom Kampf um die Startbahn West waren da noch kaum verheilt. Von 1972 bis 1987 hatten die Proteste angedauert; zwei Polizisten waren erschossen worden.
Vor der Planung der neuen Bahn berief die Landesregierung eine große Mediationsrunde mit 20 Teilnehmern ein. Nach zweijähriger Beratung fanden alle Beteiligten, auch die Vertreter der Bürgerinitiativen, im Januar 2000 einen Kompromiss: Der Flughafen sollte eine neue Landebahn bekommen, im Gegenzug würde Fraport mit der Inbetriebnahme auf alle 50 bis 60 Nachtflüge verzichten. Diesem Votum versprach die damalige schwarz-gelbe Landesregierung zu folgen.
Doch dann fasste das hessische Wirtschaftsministerium im Dezember 2007 einen Planfeststellungsbeschluss, der kein generelles Nachtflugverbot mehr vorsah, 17 Nachtflüge sollte es geben. Ein folgenschwerer Wortbruch. »Die Lufthansa hat darauf gedrängt«, sagt Fraport heute. »Der hessische Verkehrsminister wollte die Nachtflüge aus formaljuristischen Gründen«, sagt die Lufthansa. Gewiss ist: Elf der 17 Nachtflüge sollten an Lufthansa Cargo gehen, das seinen Heimatflughafen in Frankfurt hat.
Am 10. Oktober 2011, kurz vor der Eröffnung der Landebahn, gab das hessische Verwaltungsgericht in Kassel der Klage einer Anwohnerin recht: In einer von 23 bis 5 Uhr definierten »Kernnacht« seien Flüge der schlafenden Rhein-Main-Bevölkerung nicht zuzumuten – bis das Bundesverwaltungsgericht im März 2012 in der Hauptsache letztinstanzlich entscheiden wird.





ist grundsätzlich: Wollen wir uns Aus-Zeit gönnen in der Nacht, am Wochende etc.? Die Infrastruktur wird immer dichter, die Zahl der Betroffenen steigt unvermeidlich. Mit einem lokalen Lärmverbot in Frankfurt ist das Problem nicht wirklich gelöst, auch 6 h eng bemessener Schlafzeit mögen eine Verbesserung sein, wirken aber zynisch.
VORSCHLÄGE:
1. Feste Ruhezeiten. Solche sind nicht umsonst zu fast allen Zeiten kulturverbindlich und "heilig". Eine Infrastruktur, die die Menschen verbraucht, macht sich mittelfristig überflüssig und zerfällt (mehrere Hochkulturen haben sich selbst schon zu Tode gestresst)
2. "Verlangsamung" - die zunehmende Hektik macht uns alle krank. Was bringt sie?
3. Flüge verteuern per Besteuerung und Ausgleichszahlungen an Geschädigte. Muss Lieschen Müller wirklich dreimal im Jahr an irgendeinen Strand ungeachtet ökologischer Schäden und gesundheitlicher Folgen für die Anwohner ihres Reisewegs?
4. Regionales "down-graden" - reichen im ICE-Zeitalter nicht EIN BIS ZWEI deutsche Großflughäfen? Also etwa Frankfurt und Berlin?
... wer Nachtruhe will, der muss auch
dafür sorgen, dass open-air-Veranstaltungen wie Hochheimer Hitnacht, Kultur im Sommer Rüsselsheim, Trebur Open-Air, Darmstädter Schlossgrabenfest, Darmstädter Heinerfest ab 22.00 bzw. 23.00 Uhr beendet sind,
dafür sorgen, dass auch private Garten-/Balkonparties nach dieser Zeit beendet sind,
dafür sorgen, dass nicht anstelle des Flugverkehrs der Straßen- und Eisenbahnverkehr gesteigert wird,
dafür sorgen, dass solche klugen Vorschläge wie Luftfracht ber LKW oder Bahn zum Weitertransport nach Hahn zu befördern, schon von Vorherein auf ihre Auswirkungen hinsicht der Nachtruhe Anderer untersucht werden.
... wer Nachtruhe will, der muss auch
dafür sorgen, dass open-air-Veranstaltungen wie Hochheimer Hitnacht, Kultur im Sommer Rüsselsheim, Trebur Open-Air, Darmstädter Schlossgrabenfest, Darmstädter Heinerfest ab 22.00 bzw. 23.00 Uhr beendet sind,
dafür sorgen, dass auch private Garten-/Balkonparties nach dieser Zeit beendet sind,
dafür sorgen, dass nicht anstelle des Flugverkehrs der Straßen- und Eisenbahnverkehr gesteigert wird,
dafür sorgen, dass solche klugen Vorschläge wie Luftfracht ber LKW oder Bahn zum Weitertransport nach Hahn zu befördern, schon von Vorherein auf ihre Auswirkungen hinsicht der Nachtruhe Anderer untersucht werden.
Der Regierung Koch-Hahn ging es von Anfang an nur um eine Verzögerung der Planung und Baumaßnahmen, um über diesen Weg Spendengelder bei den den interessierten Firmen für die eigenen Parteien möglichst lange zu erhalten.
Jeder Winkelzug war recht, um die amtierende Regierung trotz gegenteiliger Maßnahmen als Wirtschaftsförderer darzustellen. Den Schaden tragen Bürger und Unternehmen, beides Plattformen, die einer Politikergenearation die mehrheitlich Vertrauen schenken, bei denen Worten und Taten im absoluten Gegensatz stehen.
Klug wäre eine Politik gewesen, die im Sinne marktwirtschaftlichen Ausgleichs das Ergebnis des Mediationsverfahren akzeptiert hätte und somit den Flughafenbetreibern Sicherheit in der Planung gegeben hätte (im Sinne realer Sicherheit und nicht durch leere Versprechen) und die erfolgreiche PR-Kampagne für den Flughafen durch ein Einhalten des Nachtflugverbot unterstützt hätte.
So aber regieren in Hessen Parteipolitiker, die die Interessen der eigenen Parteien immer vor den Interessen des Landes und seiner Bürger setzen, vermeintlich, weil das der Bürgerwille ausgedrückt durch Wahlen sei. In Wirklichkeit, weil man bis zu 50 % der Wahlberechtigten von der Urne treibt und sich damit von 25 Prozent der Bevölkerung vorschreiben lässt, in welchen Taschen die Steuergelder verschwinden dürfen.
Den Flughafen gibts seit 1936. Wer also danach günstig ein Grundstück erworben hat, soll doch bitte die Klappe halten und in die Altmark ziehen.
Ich wohn in Sachsenhausen-Süd und zahle ca 100 euro weniger Miete aufgrund der Einflugschneise direkt über meinem Haus. Wenn ich das nicht möchte kann ich gerne für etwas mehr Geld ins Nordend ziehen. Aber ich kann net von den günstigen Preisen profitieren und dann meckern.
Ich schlafe im Sommer übrigens bei offenem Fenster und grille gerne auf meinem Balkon. Ich versteh das Problem nicht wirklich. Aber Protestieren macht halt als Wohlstandsgrüner im Speckgürtel Spaß...
Mal ehrlich. Ich kann doch net freiwillig in die Einflugschneise ziehen und als erste Maßnahme gegen den Flughafen klagen. Wo kommen wir denn da bitte hin?
Und ja ich weiß es gibt ne neue Landebahn und die Einflugschneise hat sich nach Norden verschoben. Aus persönlicher Erfahrung ist dies jedoch nicht annähernd so gravierd, wie es die BI darstellt.
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Das sollten Sie tun. Wenn sich eine Regierung an die Ergebnisse einer vor ihr anberaumten Mediationsrunde nicht hält, dann hat das schon eine besondere Qualität. Pacta sunt servanda, so lautet der wichtigste Grundsatz des öffentlichen und des privaten Vertragsrechts. Anscheinend nicht für die Landesregierung, für die verbindliche Absprachen keine Rolle zu spielen scheinen. Dieses Verhalten hinterlässt denselben Geschmack wie andere staatliche Aktionen, die unsere Politikverdrossenheit fördern. Und es sind dieselben Politiker, die sich mit Krokodilstränen in den Augen über die geringe Wahlbeteiligung beschweren. Erbärmlich.
Ach ja, 1936 war der Frankfurter Flughafen doch etwas weniger frequentiert als etwa 1980 (18 Mio. Fluggäste) oder etwa 2011 (56 Mio. Fluggäste). Ihr "Argument" ist allzu durchsichtig.
... lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder Sie leben nicht in Sachsenhausen, und schon gar nicht in Sachsenhausen-Süd [...] Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, um diese Sätze zu erklären:
"Es gibt ne neue Landebahn und die Einflugschneise hat sich nach Norden verschoben. Aus persönlicher Erfahrung ist dies jedoch nicht annähernd so gravierd, wie es die BI darstellt."
Das ist dermaßen hanebüchen, dass einem die Worte fehlen. Das Leben von etwa 50 000 Menschen allein in Sachsenhausen hat sich seit dem Tag X einschneidend verändert, und zwar in einem Maß, von dem jeder überrascht war. So brutal hat sich das hier niemand vorgestellt. Aber Sie hören nichts, ahja.
Und das Argument, man wisse ja, worauf man sich einlasse, ist, mit Verlaub, genauso schwachsinnig wie das des ADAC, man müsse jetzt endlich mal den breiteren Autos Rechnung tragen und die Straßen verbreitern.
Man lebt nicht in Sachsenhausen, weil der Flughafen die Mieten so preiswert macht. Sachsenhausen ist nach wie vor schweineteuer. Man lebt TROTZ dieses Krawalls hier. Man lebte auch schon hier, als es noch niemand für selbstverständlich hielt, mal eben für den Osterurlaub nach Thailand zu fliegen. Es ist das Recht eines jeden, gegen diese Vergewaltigung zu protestieren.
Und das sagt jemand, der, aus anderen Gründen, der CDU nahe steht. Aber nicht bei der nächsten OB-Wahl. Da gibt es nur eine Wahl, nämlich die Bürgerinitiative. Mit Wohlstandsgrünen hat das nichts zu tun.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
freilich ist es schon ein paar Jahre her, dass ich in Frankfurt (Sachsenhausen) lebte. Selbstverständlich hörte man die Flieger. Es war aber durchaus erträglich und man konnte den Lärm ausblenden. Ich bin deshalb nicht in der Nacht aufgewacht. Freilich kann ich nicht beurteilen, ob der Fluglärm inzwischen zugenommen hat.
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Das sollten Sie tun. Wenn sich eine Regierung an die Ergebnisse einer vor ihr anberaumten Mediationsrunde nicht hält, dann hat das schon eine besondere Qualität. Pacta sunt servanda, so lautet der wichtigste Grundsatz des öffentlichen und des privaten Vertragsrechts. Anscheinend nicht für die Landesregierung, für die verbindliche Absprachen keine Rolle zu spielen scheinen. Dieses Verhalten hinterlässt denselben Geschmack wie andere staatliche Aktionen, die unsere Politikverdrossenheit fördern. Und es sind dieselben Politiker, die sich mit Krokodilstränen in den Augen über die geringe Wahlbeteiligung beschweren. Erbärmlich.
Ach ja, 1936 war der Frankfurter Flughafen doch etwas weniger frequentiert als etwa 1980 (18 Mio. Fluggäste) oder etwa 2011 (56 Mio. Fluggäste). Ihr "Argument" ist allzu durchsichtig.
... lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder Sie leben nicht in Sachsenhausen, und schon gar nicht in Sachsenhausen-Süd [...] Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, um diese Sätze zu erklären:
"Es gibt ne neue Landebahn und die Einflugschneise hat sich nach Norden verschoben. Aus persönlicher Erfahrung ist dies jedoch nicht annähernd so gravierd, wie es die BI darstellt."
Das ist dermaßen hanebüchen, dass einem die Worte fehlen. Das Leben von etwa 50 000 Menschen allein in Sachsenhausen hat sich seit dem Tag X einschneidend verändert, und zwar in einem Maß, von dem jeder überrascht war. So brutal hat sich das hier niemand vorgestellt. Aber Sie hören nichts, ahja.
Und das Argument, man wisse ja, worauf man sich einlasse, ist, mit Verlaub, genauso schwachsinnig wie das des ADAC, man müsse jetzt endlich mal den breiteren Autos Rechnung tragen und die Straßen verbreitern.
Man lebt nicht in Sachsenhausen, weil der Flughafen die Mieten so preiswert macht. Sachsenhausen ist nach wie vor schweineteuer. Man lebt TROTZ dieses Krawalls hier. Man lebte auch schon hier, als es noch niemand für selbstverständlich hielt, mal eben für den Osterurlaub nach Thailand zu fliegen. Es ist das Recht eines jeden, gegen diese Vergewaltigung zu protestieren.
Und das sagt jemand, der, aus anderen Gründen, der CDU nahe steht. Aber nicht bei der nächsten OB-Wahl. Da gibt es nur eine Wahl, nämlich die Bürgerinitiative. Mit Wohlstandsgrünen hat das nichts zu tun.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
freilich ist es schon ein paar Jahre her, dass ich in Frankfurt (Sachsenhausen) lebte. Selbstverständlich hörte man die Flieger. Es war aber durchaus erträglich und man konnte den Lärm ausblenden. Ich bin deshalb nicht in der Nacht aufgewacht. Freilich kann ich nicht beurteilen, ob der Fluglärm inzwischen zugenommen hat.
...na so was aber auch.
Tja, die lieben Hessen haben eben Herrn Koch erst abgewählt, wollten ihn dann aber doch lieber wiederhaben, weil ja Frau Ypsilanti so eine unfassbare Lügnerin sei, ganz anders als Herr Koch selbstverständlich, der seine Wahlversprechen immer einhält..
Und jetzt isses manchen zu laut und zu doof.
Liebe Stuttgarter, schaut auf dieses Bundesland und freut euch schon mal drauf, was in eurer Stadt in den nächsten Jahren los sein wird, nur um den Faktor X schlimmer.
Der damalige MP Koch hat VOR der Wahl gesagt, das er für die 17 Nachtflüge ist. Jeder der wollte konnte das auch hören und lesen. Interessant ist, das die CDU in den nun "betroffenen" Gemeinden die stärkste Partei geworden ist.
Lustig finde ich das man diese Monatgsdemos über die Winterferien, O-Ton: "Weil viele im Urlaub sind" abgesetzt hatte. Ich will mal hoffen das die Demonstranten ihren Urlaub nicht am Flughafen begonnen haben.
Ich wohne in Frankfurt-Sachsenhausen und bin auch durch die neue Bahn betroffen. Es ist aber bei weitem nicht so schlimm wie von den wenigen (im Verhältnis zur Gesamtzahl der Einwohner) erzählen.
Wenn wir uns über Infrastrukturlärm unterhalten, dann sollten wir aber Straße und Bahn mit einbeziehen. Gerade letztere poltert mit ihren Uralt-Güterzügen die ganze Nacht durch Frankfurt. Der Krach den die Bahn macht, die hört man über Minuten und das alle paar Minuten, ist viel unangenehmer wie die Flugzeuge als sie noch Nachts fliegen durften. Die sind nämlich in zwanzig Sekunden weg...
Der damalige MP Koch hat VOR der Wahl gesagt, das er für die 17 Nachtflüge ist. Jeder der wollte konnte das auch hören und lesen. Interessant ist, das die CDU in den nun "betroffenen" Gemeinden die stärkste Partei geworden ist.
Lustig finde ich das man diese Monatgsdemos über die Winterferien, O-Ton: "Weil viele im Urlaub sind" abgesetzt hatte. Ich will mal hoffen das die Demonstranten ihren Urlaub nicht am Flughafen begonnen haben.
Ich wohne in Frankfurt-Sachsenhausen und bin auch durch die neue Bahn betroffen. Es ist aber bei weitem nicht so schlimm wie von den wenigen (im Verhältnis zur Gesamtzahl der Einwohner) erzählen.
Wenn wir uns über Infrastrukturlärm unterhalten, dann sollten wir aber Straße und Bahn mit einbeziehen. Gerade letztere poltert mit ihren Uralt-Güterzügen die ganze Nacht durch Frankfurt. Der Krach den die Bahn macht, die hört man über Minuten und das alle paar Minuten, ist viel unangenehmer wie die Flugzeuge als sie noch Nachts fliegen durften. Die sind nämlich in zwanzig Sekunden weg...
"Der Flughafen sollte wachsen, damit noch mehr Flugzeuge starten und landen können – auf dass der Standort Frankfurt konkurrenzfähig bleibe."
Konkurrenzfähig?
Für Flüge, die Frankfurt nur als Zwischenlandung oder Frachtflughafen benutzen, könnten auch Flughäfen in Gebieten gebaut werden, wo wesentlich weniger Menschen dem Fluglärm ausgesetzt sind!
Frankfurt ist Standortgebunden. Daher ich Fliege nach Frankfurt, um mein Reiseziel auf kurzen Weg zu erreichen, oder von Frankfurt weg, um ein anderes Reiseziel zu erreichen! Das ist nicht mit einem Produkt zu vergleichen, welches auf der ganzen Welt produziert werden kann.
Hier geht es nur um Wachstum, und damit verbundener Gewinnmaximierung, auf Kosten zunehmender Lärmbelastung, Unbeteiligter!
Die angelieferten Frachten werden ja vom Frankfurter Flughafen weiter ins Umland geliefert! Für den Fall, das wieder einer von längeren Transportwegen Quasselt, die gibt es nicht, wenn Frachtflughäfen woanders gebaut würden. Die Lärmbelästigung für Frankfurter, und andere vergleichbare Flughäfen würde sich verringern!
Ganz generell sind innerdeutsche Flüge von Frankfurt aus natürlich Schwachsinn. Es gibt eigentlich fast keine Verbindung, die nicht in maximal drei Stunden mit dem ICE zu machen wäre (Zentrum-Zentrum!).
Allein nach München - eine Strecke, die mit einem ICE in gut 1 Stunde 20 Minuten mit einem ICE zu machen wäre - gehen täglich 16 Flüge hin und 16 zurück. Würde der ICE über Stuttgart (3/4 Stunde mit dem ICE) fahren, könnte man noch einmal acht Flüge hinzuzählen; macht insgesamt 48 Bewegungen (täglich!) auf dem Frankfurter Flughafen.
Jetzt kann man natürlich gegen sämtliche Bahnhofserweiterungen und ICE-Strecken und ähnliches sein. Aber dann muss man halt auch mit Maschinen leben, die zig-mal täglich mit Vollgas über die Dächer ziehen - mit einem (Pro-Kopf-) Energieverbrauch, der einfach absurd ist; zumal der Zeitgewinn gleich Null ist.
ICE Frankfurt - München in gut 1 Stunde 20 Minuten????
Welche Strecke fliegt der denn?
Die Deutsche Bahn gibt als schnellste Verbindung 3 Stunden 14 Minuten an. Die Zeitangaben für die Strecke über Stuttgart sind ja noch haarsträubender.
In welchem Deutschland leben Sie? In meinem jedenfalls dauert es mindestens 3h51m von Berlin nach Frankfurt, eher aber um die fünf Stunden. Auch mit dem üblichen Flughafenbrimborium und Gepäckgedöns verbraucht jeder Flug weniger von meiner Zeit.
Weder die von Ihnen angegebene Zeit, noch die Flugfrequenz von Frankfurt nach München stimmt.
Der ICE benötigt Minimum 3 Std 14 Minuten und es fliegen 12 Flüge täglich von Frankfurt nach München.
Solche Halbwahrheiten (vorsichtig formuliert) sind der Grund dafür, warum die Spezies der Wutbürger leider nur schwer ernst genommen werden kann.
... ansprechen. Ich spreche noch eine ganz andere Alternative an: Den Transrapid! Aber der deutsche Michel in seiner
Tumbheit, leider auch in den Vorstandsetagen z. B. der Bahn vertreten, hat nie begriffen, dass der Transrapid keine Bahn war, sondern vor allem innereuropäische Flüge entbehrlich machen sollte. Gleichzeitig hätte er das Schienennetz entlasten können, um es für den Güterverkehr, der auf der Straße stattfindet, zu öffnen. Aber dieses Land hat ja leider keine Visionäre, sondern in den entscheidenden Positionen nur Kleinkrämer!
Zitat:
"mit einem (Pro-Kopf-) Energieverbrauch, der einfach absurd ist; zumal der Zeitgewinn gleich Null ist."
Zitat ende.
Eine Boeing 737-300 hat eine maximale Reichweite von 5400km.
In dieses Flugzeug passen 20.103l Sprit und 125 Personen.
Das macht einen Verbrauch von 2,98l/100km pro Person
Gegen ein Zug oder Reisebus ist das zwar kein so berauschender Wert, jedoch immernoch wesentlich besser als 99% der gebräuchlichen PKWs.
ICE Frankfurt - München in gut 1 Stunde 20 Minuten????
Welche Strecke fliegt der denn?
Die Deutsche Bahn gibt als schnellste Verbindung 3 Stunden 14 Minuten an. Die Zeitangaben für die Strecke über Stuttgart sind ja noch haarsträubender.
In welchem Deutschland leben Sie? In meinem jedenfalls dauert es mindestens 3h51m von Berlin nach Frankfurt, eher aber um die fünf Stunden. Auch mit dem üblichen Flughafenbrimborium und Gepäckgedöns verbraucht jeder Flug weniger von meiner Zeit.
Weder die von Ihnen angegebene Zeit, noch die Flugfrequenz von Frankfurt nach München stimmt.
Der ICE benötigt Minimum 3 Std 14 Minuten und es fliegen 12 Flüge täglich von Frankfurt nach München.
Solche Halbwahrheiten (vorsichtig formuliert) sind der Grund dafür, warum die Spezies der Wutbürger leider nur schwer ernst genommen werden kann.
... ansprechen. Ich spreche noch eine ganz andere Alternative an: Den Transrapid! Aber der deutsche Michel in seiner
Tumbheit, leider auch in den Vorstandsetagen z. B. der Bahn vertreten, hat nie begriffen, dass der Transrapid keine Bahn war, sondern vor allem innereuropäische Flüge entbehrlich machen sollte. Gleichzeitig hätte er das Schienennetz entlasten können, um es für den Güterverkehr, der auf der Straße stattfindet, zu öffnen. Aber dieses Land hat ja leider keine Visionäre, sondern in den entscheidenden Positionen nur Kleinkrämer!
Zitat:
"mit einem (Pro-Kopf-) Energieverbrauch, der einfach absurd ist; zumal der Zeitgewinn gleich Null ist."
Zitat ende.
Eine Boeing 737-300 hat eine maximale Reichweite von 5400km.
In dieses Flugzeug passen 20.103l Sprit und 125 Personen.
Das macht einen Verbrauch von 2,98l/100km pro Person
Gegen ein Zug oder Reisebus ist das zwar kein so berauschender Wert, jedoch immernoch wesentlich besser als 99% der gebräuchlichen PKWs.
den eigentlich nachts von 12:00 - 5:00 immer noch?
Wen ja, ist die Fete nicht viel lauter als der Fluglärm?
Die Masse der extrem lauten Flugbewegungen durch US Militär gibt es doch gar nicht mehr. Moderne Verkehrsflieger sind um einige Größenordnungen leiser.
Ich vermute es handelt sich um Leute die "Ihren Kuchen trotz Verzehr behalten wollen": nachdem Grundstücke lagebedingt günstig erstanden wurden soll nun die "begünstigende" Bedingungen "entsorgt" werden.
Das wurde in den 70ern in Hamburg im Umfeld von Fuhlsbüttel auch versucht, glücklicherweise mit mäßigem Erfolg.
"Ich vermute es handelt sich um Leute die "Ihren Kuchen trotz Verzehr behalten wollen": nachdem Grundstücke lagebedingt günstig erstanden wurden soll nun die "begünstigende" Bedingungen "entsorgt" werden."
so sieht es aus.
die immobilien in der ecke flörshem kelsterbach raunheim kosten nämlich ein appelundnenei. was denken sich die leute eigentlich, warum das da so billig ist???
auch ich habe dort gewohnt.
ich hab meinen kram gepackt und bin weggezogen und das kann jeder andere auch tun.
das lästige nur ist dabei, dass man eben nicht mehr so kleine preise fürs häuschen oder die wohnung bezahlt, sondern das was andere auch zahlen. und dazu sind die "protestler" eben nicht bereit.
Das mag ja für Hamburg und den Flughafen gelten.
Das Gegenbeispiel ist die "Kinosiedlung" von Untermeitingen auf dem Lechfeld. End der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es einen Planfeststellungebeschluss für eine neue Trasse der B 17 von Augburg nach Füssen. Die Fahrbahn sollte dabei auf dem Lechfeld weiter westlich geführt werden. Anliegergrundstücke wurden von staatlichen Stellen für 'nen Appel und ein Ei an Bauwillige verkauft, damit die Geld für Schallschutzmaßnahmen übrig hatten. Man hat in den Folgejahren geklagt bis zum Bundesverfassungsgericht, dass dann entschied, der Lärm müsse da bleiben, wo er immer schon war, notfalls müsse die Straßentrasse halt aus Lärmschutzgründen tiefergelegt werden. Was Dann auch geschah. Der Mehrwert der Grundstücke der "Kinosiedlung", der durch diese Entscheidung entstand, wurde staatlicheseits nie abgeschöpft.
@ makk
Ach, günstige Grundstücke? Wo? In der Mainzer Oberstadt oder in Frankfurt Lerchesberg?
Beide liegen in den Endanfluglinien, beide werden mit 70 - 80 db (A) überflogen und in beiden Wohngebieten kostet der Quadratmeter bebaut zwischen 3000 und 4000 Euro !
Meine Grillgäste erzeugen übrigens keine 80 db(A), denn sonst stünde bald die Polizei vor der Tür und bäte mich, mich etwas leiser zu verhalten. Dieses Schicksal droht den Flugzeugen nicht.
"Ich vermute es handelt sich um Leute die "Ihren Kuchen trotz Verzehr behalten wollen": nachdem Grundstücke lagebedingt günstig erstanden wurden soll nun die "begünstigende" Bedingungen "entsorgt" werden."
so sieht es aus.
die immobilien in der ecke flörshem kelsterbach raunheim kosten nämlich ein appelundnenei. was denken sich die leute eigentlich, warum das da so billig ist???
auch ich habe dort gewohnt.
ich hab meinen kram gepackt und bin weggezogen und das kann jeder andere auch tun.
das lästige nur ist dabei, dass man eben nicht mehr so kleine preise fürs häuschen oder die wohnung bezahlt, sondern das was andere auch zahlen. und dazu sind die "protestler" eben nicht bereit.
Das mag ja für Hamburg und den Flughafen gelten.
Das Gegenbeispiel ist die "Kinosiedlung" von Untermeitingen auf dem Lechfeld. End der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es einen Planfeststellungebeschluss für eine neue Trasse der B 17 von Augburg nach Füssen. Die Fahrbahn sollte dabei auf dem Lechfeld weiter westlich geführt werden. Anliegergrundstücke wurden von staatlichen Stellen für 'nen Appel und ein Ei an Bauwillige verkauft, damit die Geld für Schallschutzmaßnahmen übrig hatten. Man hat in den Folgejahren geklagt bis zum Bundesverfassungsgericht, dass dann entschied, der Lärm müsse da bleiben, wo er immer schon war, notfalls müsse die Straßentrasse halt aus Lärmschutzgründen tiefergelegt werden. Was Dann auch geschah. Der Mehrwert der Grundstücke der "Kinosiedlung", der durch diese Entscheidung entstand, wurde staatlicheseits nie abgeschöpft.
@ makk
Ach, günstige Grundstücke? Wo? In der Mainzer Oberstadt oder in Frankfurt Lerchesberg?
Beide liegen in den Endanfluglinien, beide werden mit 70 - 80 db (A) überflogen und in beiden Wohngebieten kostet der Quadratmeter bebaut zwischen 3000 und 4000 Euro !
Meine Grillgäste erzeugen übrigens keine 80 db(A), denn sonst stünde bald die Polizei vor der Tür und bäte mich, mich etwas leiser zu verhalten. Dieses Schicksal droht den Flugzeugen nicht.
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Das sollten Sie tun. Wenn sich eine Regierung an die Ergebnisse einer vor ihr anberaumten Mediationsrunde nicht hält, dann hat das schon eine besondere Qualität. Pacta sunt servanda, so lautet der wichtigste Grundsatz des öffentlichen und des privaten Vertragsrechts. Anscheinend nicht für die Landesregierung, für die verbindliche Absprachen keine Rolle zu spielen scheinen. Dieses Verhalten hinterlässt denselben Geschmack wie andere staatliche Aktionen, die unsere Politikverdrossenheit fördern. Und es sind dieselben Politiker, die sich mit Krokodilstränen in den Augen über die geringe Wahlbeteiligung beschweren. Erbärmlich.
Ach ja, 1936 war der Frankfurter Flughafen doch etwas weniger frequentiert als etwa 1980 (18 Mio. Fluggäste) oder etwa 2011 (56 Mio. Fluggäste). Ihr "Argument" ist allzu durchsichtig.
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