Moses Hess Der Unbequeme

Radikaler Antikapitalist, glühender Europäer, Visionär eines universellen, egalitären Staates Israel – warum es wieder lohnt, an Moses Hess zu erinnern.

Porträt des Politikers Moses Hess

Porträt des Politikers Moses Hess

Europa braucht weder durch ein Gesetz noch durch eine Regierung, noch durch einen Glauben, noch durch irgendeinen äußerlichen Zwang gefesselt zu werden, um sich einig und stark zu fühlen. Denn es ist über seine Geschichte und Kultur [...] verbunden und mächtig genug.« So klingt nur ein glühender Europäer. Und tatsächlich war der rheinische Frühsozialist Moses Hess, der diese Zeilen schrieb, ein Verfechter des geeinten Europas avant la lettre.

Auch zur aktuellen Krise fand er bereits 1845 die passenden Worte: »Abgelaufen ist die Uhr der Geldmaschine, und vergebens versuchen unsere Staatskünstler des Fort- und Rückschritts, sie noch im Gange zu halten.«

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Doch auch in anderer Hinsicht zeigte er sich als politischer Avantgardist. Seine Forderung nach Selbsterforschung der Gesellschaft wies bereits auf die moderne Soziologie; er kritisierte die Judenfeindschaft auch seiner Gesinnungsgenossen und propagierte einen eigenen Judenstaat. Dennoch ist der kämpferische Bonner Jude, der frankophile Radikale und europäische Dauerexilant, dessen Geburtstag sich am 21. Januar zum 200. Mal jährt, heute fast vergessen.

Das Stadtarchiv Bonn bewahrt den Eintrag im Geburtenregister auf, ein Dokument in französischer Sprache, ohne Hinweis auf den jüdischen Glauben der Eltern: Hess wurde im Département de Rhin-et-Moselle geboren, und im französisch regierten Rheinland zeitigte die Säkularisation Folgen.

Hier zählte die Konfession des Vaters nicht mehr. Das Verhältnis des Sohnes zu ihm, einem frommen Kaufmann, wurde indes konfliktträchtig. Wäre es nach ihm gegangen, hätte sich das Leben von Moses Hess in der überschaubaren Welt der Gemeinde und des Handels bewegt. Doch Napoleons Code Civil hatte die Ghettopforten geöffnet, ein Prozess, den auch die Restauration der Folgejahre nicht mehr umkehren konnte.

Hess verweigerte sich den väterlichen Wünschen. Seine Jugend beschrieb er rückblickend wenig rosig: »Welche Bildung habe ich genossen? In der Judengasse geboren und erzogen; bis in mein fünfzehntes Lebensjahr über dem Talmud schwarz und blau geschlagen [...], so trat ich mein Jünglingsalter an.« Hess rebellierte und bildete sich jenseits der religiösen Schriften. Er entdeckte Hegels Philosophie und Spinoza. Sein Erstling, Die Heilige Geschichte der Menschheit, erschien 1837 mit dem Autorenvermerk »von einem Jünger Spinozas«. Und wie der rheinische Landsmann Heinrich Heine sah er sich als »Kind der großen Revolution, die von Frankreich ausging und den Weltteil verjüngte!«.

Der Autodidakt stieß zum Kreis der Junghegelianer. 1841/42 war er im jetzt preußischen Köln an der Gründung der Rheinischen Zeitung beteiligt. Zur Redaktion gesellte sich auch der jüngere Karl Marx, dessen Potenzial Hess sogleich erkannte. Kurz darauf geriet der 22-jährige Friedrich Engels aus Barmen in Hess’ Bann – und schied von ihm als Kommunist.

Hess publizierte unermüdlich, längst waren die Behörden aufmerksam geworden. 1843 wurde die Rheinische Zeitung verboten. Er reiste immer mehr: Frankreich, Belgien und die Schweiz, an seiner Seite Sybille Pesch, eine einfache Näherin. Erst 1863 kehrte er wieder offiziell nach Deutschland zurück, um kurzzeitig der Kölner Sektion des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins vorzustehen.

Von den üblichen Auseinandersetzungen um die wahre Lehre blieb auch er nicht verschont. Das zeigte sich im wechselhaften Verhältnis zu Marx und Engels. Er wirkte an der Deutschen Ideologie mit, wurde aber im Kommunistischen Manifest 1848 scharf angegangen. Seine sozialrevolutionäre Agitation im Roten Katechismus für das deutsche Volk (1852) erinnerte eher an Georg Büchner, als eine Kritik der politischen Ökonomie zu entfalten. Für den »wissenschaftlichen Sozialismus« war er zu unsystematisch. Hess predigte eine Philosophie der Tat, er wollte losschlagen, Marx weiter die ökonomischen Zyklen studieren.

Doch widmete sich auch Hess intensiv der Theorie. Schon früh erkannte er, wie der Kapitalismus die sozialen Konflikte forciert. Dem Liberalismus hielt er die sozialen Realitäten entgegen, vehement schrieb er gegen die bürgerlichen Grundprinzipien an: die Ehe, das Erbe, die Kirche. Der neuen »Geldaristokratie« wollte er mittels Vergesellschaftung zu Leibe rücken. Seine Schrift Über das Geldwesen (1845) unterschied sich in ihrer Diktion wenig zumindest vom jungen Marx: »Geld ist der geronnene Blutschweiß der Elenden, die ihr unveräußerliches Eigentum, ihr eigenstes Vermögen, ihre Lebenstätigkeit selbst zu Markte tragen, um dafür das caput mortuum derselben, ein sogenanntes Kapital einzutauschen, um kannibalisch von ihrem eignen Fette zu zehren. Und diese Elenden sind wir alle!« Einige seiner Gedanken flossen zudem später in das Fetisch-Kapitel des Kapitals ein, auch übertrug er Marx ins Französische. Doch anders als dieser ließ er sich aus Hass auf Preußen zur Verehrung für Frankreichs Kaiser Napoleon III. hinreißen.

Ein Judenstaat? Diesen Gedanken lehnte die jüdische Intelligenz in Deutschland ab

Hess sah Geschichte als Befreiungsgeschichte, seine Werke haben einen messianischen Zug. Von Europa erwartete er die Vollendung der Emanzipation. Er hoffte, dass die verfehlte Ordnung von 1815 die revolutionäre Einigung beschleunigen werde: »Ein allgemeiner europäischer Krieg würde unzweifelhaft einen allgemeinen europäischen Bund hervorrufen.« Reformation und Revolution hätten Europa auf den richtigen Weg gebracht. Wie bei Marx und Engels ruhte sein Augenmerk auf England. Wenn die Philosophie Deutschlands, der revolutionäre Geist Frankreichs und die Tatkraft Englands zusammenfänden, so schrieb er, müsse der Befreiungsschlag gelingen.

Immer wieder aber wurde Hess an seine jüdische Herkunft erinnert. Der Verbürgerlichungsprozess der Juden und die zeitgleiche Aufwertung des Finanzwesens hatten auch auf der Linken dazu geführt, in ihnen den personifizierten Klassenfeind zu sehen. Besonders in den Schriften der französischen Frühsozialisten, mit denen Hess gut vertraut war, artikulierte sich ein drastischer Antisemitismus. 1862 klagte er in seiner Schrift Rom und Jerusalem, selbst seine eigenen Gefährten hätten noch »in jedem persönlichen Streite von dieser Heppwaffe Gebrauch« gemacht.

Diese Erfahrung führte ihn zu seinem zweiten Lebensthema: der Gründung eines jüdischen Staates. Sein vorzeitiger Zionismus war dabei eine weitere Frucht der historisch-kritischen Bibellektüren Spinozas. Aus dessen Überlegungen im Tractatus theologico-politicus von 1670 zum »Staat der Hebräer« nahm er den Gedanken einer besonders demokratischen und egalitären Verfasstheit der Juden. In den traditionellen Chassidim Osteuropas sah er das unverfälschte Reservoir eines jüdischen »Volksstaates«.

Wie der deutschbritische Historiker Hans Liebeschütz schrieb, versuchte Hess, »seine Haltung als Radikaler und das positive Interesse am Nationalstaat« zu vereinigen. »Das Volk der Außenseiter, wie er es in den osteuropäischen jüdischen Massen verkörpert sah, würde keinen bürgerlichen Staat gründen.« Nach der griechischen und italienischen Nationalbewegung sollte mit den Juden auch das dritte große Volk der Antike als Nation wiedergeboren werden. Die partikulare Emanzipation der Juden im eigenen Staat, dies der Gedanke, wäre der erste Schritt zu einer allgemeinen Befreiung.

Mit Rom und Jerusalem zog sich Hess manchen Unmut zu. Die jüdische Intelligenz in Deutschland stritt für innere Reform und äußere Akkulturation, da wirkte die Forderung nach einem Judenstaat anachronistisch. Dass seine Verfolgungserfahrung auch dahin führte, dass er einen Kampf der »Rassen« noch vor dem der Klassen sah, wurde von interessierter Seite oft als Rassismus ausgelegt. Die emanzipatorischen Gedanken, von denen sein Befreiungsnationalismus getragen war, wusste man zu verschweigen: »Moses Hess – der erste National-Sozialist«, ätzte 1967 der einstige Kronjurist des »Dritten Reiches«, Carl Schmitt – glücklich, einen Juden gefunden zu haben, dem er sein eigenes Versagen anhängen konnte. Doch blieben die zionistischen Visionen zunächst folgenlos, wie auch Hess’ Hinwendung zu den Naturwissenschaften gegen Ende seines Lebens. Sein Alterswerk, die Dynamische Stofflehre, fand 1873 kein Echo mehr.

Zwei Jahre später starb Hess in Paris; er wurde auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Deutz beigesetzt. 1903 ließen Kölner Genossen den Titel »Vater der deutschen Sozialdemokratie« auf seinen Grabstein meißeln, die Inschrift ist noch zu lesen. Sein Andenken verblasste schneller. Der Westen wollte nicht an die radikalen Wurzeln der Sozialdemokratie erinnert werden, vielen DDR-Historikern galt er, treu nach Marx, als »inkonsequent« und »wankelmütig«. Dafür erinnerte sich die zionistische Bewegung an ihren Pionier, 1961 überführte man seine Gebeine nach Israel (nur der Grabstein blieb in Köln). Dortige Historiker wie Theodor Zlocisti, Edmund Silberner und Shlomo Na’aman wurden seine Biografen.

Doch die derzeitige israelische Regierung dürfte mit dem radikalen Sozialisten unter den Gründervätern wenig anzufangen wissen. Von dem universellen Auftrag, den Hess mit der Schaffung des jüdischen Staates verbunden hat, ist momentan nicht mehr viel zu spüren. Auch in Deutschland wird er den Parteien, die aus der Arbeiterbewegung hervorgingen, fremd geworden sein. Dabei haben sich viele der von Moses Hess angeprangerten Missstände als zu hartnäckig erwiesen, um diesen radikalen Antikapitalisten und Europäer zu vergessen.

 
Leser-Kommentare
  1. Der von einem gemeinsamen Europa träumt ,aber mit einem
    eigenständigen Judenstaat.Warum nicht auch gemeinsam?

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    > Warum nicht gemeinsam?

    Wegen dem Antisemitismus.

    Das gilt bis heute. In der Fremde predigen sie Multikulturalismus und in der Heimat saufen sie Rassismus.

    wer sind "sie"?

    > Warum nicht gemeinsam?

    Wegen dem Antisemitismus.

    Das gilt bis heute. In der Fremde predigen sie Multikulturalismus und in der Heimat saufen sie Rassismus.

    wer sind "sie"?

  2. > Europa braucht weder [...] um sich
    > einig und stark zu fühlen.

    Schöne Worte aus einer längst verflossenen Zeit, die uns in unseren Zeiten des Defätismus und des Spottes über die sich um eine Wirtschaftsunion mühenden Politiker (die insofern vielleicht tatsächlich vergeblich handeln), in Zeiten der antieuropäischen und Antialles-Wertelosigkeit gänzlich fremd vorkommen. Der kindliche kommunistische Idealismus ist verzeilich, denn damals wusste man noch nicht, dass alle heißblütigen Jugendphantasien, wenn sie in Herrschaft umgesetzt werden - egal ob man sie Kommunismus oder Nationalsozialismus nennt -, beim Stacheldraht enden. Aber auch ein bisschen krank ist das, wenn formuliert wird, das mit der eigenen Arbeitskraft erworbene Tauschmittel für den Erwerb des Lebensnotwendigen, das Geld also, sei wie das kannibalische Verzehren des eigenen Fettes - das ist das grundsätzlich Kranke, das alles Ideologische gebiert, weil es ja das Wesen der Ideologie ist, dass der Realität etwas Nichtreales entgegengesetzt wird (weshalb wiederum Nichtideologen bzw. "Neoliberale" immer der größte Feind der Ideologen sind). Interessant wiederum die Erinnerung daran, wie traditionell der linke Judenhass ist, der auch heute noch SED-GEnossen an gegen Israel gerichtete, islamistische Blockadebrecheraktionen teilnehmen lässt, der bis zum heutigen Tag eine ungebrochene Linie des national-sozialistischen Hasses gegen das "angelsächsische Geldjudentum" darstellt.

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    Da kommentiert aber jemand von einem ganz hohen Ross. "Alle Ideologie führt zwangsläufig zu Terror bzw Stacheldraht. Und nur die ideologiefreien Neoliberalen sind die Heilsbringer." Die Maxime make money, make more money ist zwar keine Ideologie aber in ihrer schädigenden Auswirkung auf einen großen Teil der Bevölkerung einfach nur krank. Und wer unter dem Begriff Freiheit vorrangig seine eigene versteht, dürfte auch als nicht ganz gesund gelten. Wirkliche Höhepunkt sind allerdings, das Beklagen von fehlenden Werten und das gleichzeitige Hochloben des Neoliberalismus. Ich denke Neoliberalismus angewendet in unserer momentanen Art zu wirtschaften hat erst zur Zerstörung von Werten oder Ersetzung durch plakative Marketingparolen geführt.
    Mir ist auch unbekannt, daß Judenhass der Linken zum Judenmord im 1000 jährigen Reich geführt hat. Bei der entscheidenden Abstimmung, die Hitler installierte, waren die Abgeordneten der Kommunisten schon verhaftet und die SPD stimmte als einzige Partei dagegen. Die "bürgerlichen" und die die "liberalen" haben zugestimmt. Und nach Kriegsende waren die gleiche Kreise plötzlich die besten Freunde Israels.
    Übrigens richteten sich diese "Blockadebrecheraktionen" nicht gegen den Staat Israel sondern galten der Verbesserung der Lebenssituation im Gazastreifen.
    Aber soviel Idealismus, etwas um seiner selbst willen zu tun, ist für einen Neoliberalen unverständlich und somit gefährlich.

    Da kommentiert aber jemand von einem ganz hohen Ross. "Alle Ideologie führt zwangsläufig zu Terror bzw Stacheldraht. Und nur die ideologiefreien Neoliberalen sind die Heilsbringer." Die Maxime make money, make more money ist zwar keine Ideologie aber in ihrer schädigenden Auswirkung auf einen großen Teil der Bevölkerung einfach nur krank. Und wer unter dem Begriff Freiheit vorrangig seine eigene versteht, dürfte auch als nicht ganz gesund gelten. Wirkliche Höhepunkt sind allerdings, das Beklagen von fehlenden Werten und das gleichzeitige Hochloben des Neoliberalismus. Ich denke Neoliberalismus angewendet in unserer momentanen Art zu wirtschaften hat erst zur Zerstörung von Werten oder Ersetzung durch plakative Marketingparolen geführt.
    Mir ist auch unbekannt, daß Judenhass der Linken zum Judenmord im 1000 jährigen Reich geführt hat. Bei der entscheidenden Abstimmung, die Hitler installierte, waren die Abgeordneten der Kommunisten schon verhaftet und die SPD stimmte als einzige Partei dagegen. Die "bürgerlichen" und die die "liberalen" haben zugestimmt. Und nach Kriegsende waren die gleiche Kreise plötzlich die besten Freunde Israels.
    Übrigens richteten sich diese "Blockadebrecheraktionen" nicht gegen den Staat Israel sondern galten der Verbesserung der Lebenssituation im Gazastreifen.
    Aber soviel Idealismus, etwas um seiner selbst willen zu tun, ist für einen Neoliberalen unverständlich und somit gefährlich.

  3. > Warum nicht gemeinsam?

    Wegen dem Antisemitismus.

  4. Das gilt bis heute. In der Fremde predigen sie Multikulturalismus und in der Heimat saufen sie Rassismus.

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    • Liman
    • 22.01.2012 um 13:13 Uhr

    Peter Schneider entlarvt das Geschwätz der LINKE und der DDR: Das braune Erbe der DDR

    http://www.cicero.de//ber...

    Auch Moses Hess wurde in der DDR totgeschwiegen.
    Die meisten LINKE-Fans wissen noch nicht einmal, dass Marx als Jude geboren wurde und dann konvertierte und wie vile Konvertiten dann zum Hassenden seiner ehemaligen Zugehörigkeit wurde!

    • Liman
    • 22.01.2012 um 13:13 Uhr

    Peter Schneider entlarvt das Geschwätz der LINKE und der DDR: Das braune Erbe der DDR

    http://www.cicero.de//ber...

    Auch Moses Hess wurde in der DDR totgeschwiegen.
    Die meisten LINKE-Fans wissen noch nicht einmal, dass Marx als Jude geboren wurde und dann konvertierte und wie vile Konvertiten dann zum Hassenden seiner ehemaligen Zugehörigkeit wurde!

    • Liman
    • 22.01.2012 um 13:13 Uhr

    Peter Schneider entlarvt das Geschwätz der LINKE und der DDR: Das braune Erbe der DDR

    http://www.cicero.de//ber...

    Auch Moses Hess wurde in der DDR totgeschwiegen.
    Die meisten LINKE-Fans wissen noch nicht einmal, dass Marx als Jude geboren wurde und dann konvertierte und wie vile Konvertiten dann zum Hassenden seiner ehemaligen Zugehörigkeit wurde!

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    Antwort auf "Altes Muster"
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    Marx konvertierte 1824 zum Christentum. Da war er gerade mal 6 Jahre alt.
    Würde vermuten, dass das nicht seine persönliche Entscheidung war ;-)!

    Marx konvertierte 1824 zum Christentum. Da war er gerade mal 6 Jahre alt.
    Würde vermuten, dass das nicht seine persönliche Entscheidung war ;-)!

  5. Er macht zumindest Lust darauf, mehr über diesen Menschen zu erfahren.

    Leider gehört auch dieser Moses Hess zu den Utopisten, im Bezug auf seine sozialreformistischen Theorien. Ca. 60000 Jahre neuzeitliche Menschheitsgeschichte sind geprägt von Habgier, Missgunst, Neid und Hass, den ureigensten animalischen Triebfedern des Menschen. Mit der Einführung des Geld- und Zinssystems wurde dazu ein Werkzeug geschaffen, um es auf die Spitze zu treiben.
    Ein bekannter Zimmermann rebellierte theologisch dagegen und endete am Kreuz.
    Selbst Marx resignierte an der Einsicht, dass Revolutionen vieles ändern können, nur nicht den Menschen und so erging es wohl am Ende auch Moses Hess, darum er sich den Naturwissenschaften zuwandte.
    Die einzige Alternative ist der praktizierte, pervertierte Marx in Form des Marxismus-Leninismus.
    Pest oder Cholera, was darf es sein?

    MfG
    AoM

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  6. Da kommentiert aber jemand von einem ganz hohen Ross. "Alle Ideologie führt zwangsläufig zu Terror bzw Stacheldraht. Und nur die ideologiefreien Neoliberalen sind die Heilsbringer." Die Maxime make money, make more money ist zwar keine Ideologie aber in ihrer schädigenden Auswirkung auf einen großen Teil der Bevölkerung einfach nur krank. Und wer unter dem Begriff Freiheit vorrangig seine eigene versteht, dürfte auch als nicht ganz gesund gelten. Wirkliche Höhepunkt sind allerdings, das Beklagen von fehlenden Werten und das gleichzeitige Hochloben des Neoliberalismus. Ich denke Neoliberalismus angewendet in unserer momentanen Art zu wirtschaften hat erst zur Zerstörung von Werten oder Ersetzung durch plakative Marketingparolen geführt.
    Mir ist auch unbekannt, daß Judenhass der Linken zum Judenmord im 1000 jährigen Reich geführt hat. Bei der entscheidenden Abstimmung, die Hitler installierte, waren die Abgeordneten der Kommunisten schon verhaftet und die SPD stimmte als einzige Partei dagegen. Die "bürgerlichen" und die die "liberalen" haben zugestimmt. Und nach Kriegsende waren die gleiche Kreise plötzlich die besten Freunde Israels.
    Übrigens richteten sich diese "Blockadebrecheraktionen" nicht gegen den Staat Israel sondern galten der Verbesserung der Lebenssituation im Gazastreifen.
    Aber soviel Idealismus, etwas um seiner selbst willen zu tun, ist für einen Neoliberalen unverständlich und somit gefährlich.

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    Auch der (Neo)Liberalismus ist eine Ideologie.

    Warum?

    Eine Ideologie definiere ich wie folgt:

    Diejenigen die an eine Ideologie glauben, glauben auch an sie, wenn sie durch die Realität längst wiederlegt ist. Wenn sich längst gezeigt hat, dass die Menschen eben nicht 100%ig so sind wie es die augestellte Theorie behauptet.
    Die "Marktgläubigen" verbitten sich troz Krise und obwohl die Deregulierungslüge für alle klar sichtbar zutage getreten ist, nach wie vor, dass der Staat (ohne den nebenbeibemerkt der ganze Laden schon längst auseinandergefallen wäre)sich auch nur irgendwo einmischt.

    An etwas zu glauben und keinen Widerspruch zu seiner "Lehre" zu dulden, obwohl die Realität einen das Gegenteil lehrt, dass ist für mich "fundamentalistisch Ideologie".

    Trozdem brauchen wir, oder besser unsere Politiker Visionen (Ideologien). Wer nicht weiß wo er hin will, braucht sich gar nicht erst auf den (politischen) Weg machen. Wer aber den nötigen Pragmatismus vergisst, der sollte lieber gleich zu hause bleiben.

    (Analoges gilt für Religion!!!)

    Wir bitten von der Austragung von Privatfehden abzusehen, und zu einer themenbezogenen Diskussion zurück zu kehren. Danke, die Redaktion/mo.

    Entfernt. Bitte posten Sie Beiträge nur, wenn Sie ernsthaft und inhaltlich an einem Austausch von Argumenten beteiligt sein wollen. Wir fordern Sie auf, sich in der Wortwahl zu mäßigen und Unterstellungen, sowie Diffamierungen zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

    Entfernt. Bitte posten Sie Beiträge nur, wenn Sie ernsthaft und inhaltlich an einem Austausch von Argumenten beteiligt sein wollen. Wir fordern Sie auf, sich in der Wortwahl zu mäßigen und Unterstellungen, sowie Diffamierungen zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

    Auch der (Neo)Liberalismus ist eine Ideologie.

    Warum?

    Eine Ideologie definiere ich wie folgt:

    Diejenigen die an eine Ideologie glauben, glauben auch an sie, wenn sie durch die Realität längst wiederlegt ist. Wenn sich längst gezeigt hat, dass die Menschen eben nicht 100%ig so sind wie es die augestellte Theorie behauptet.
    Die "Marktgläubigen" verbitten sich troz Krise und obwohl die Deregulierungslüge für alle klar sichtbar zutage getreten ist, nach wie vor, dass der Staat (ohne den nebenbeibemerkt der ganze Laden schon längst auseinandergefallen wäre)sich auch nur irgendwo einmischt.

    An etwas zu glauben und keinen Widerspruch zu seiner "Lehre" zu dulden, obwohl die Realität einen das Gegenteil lehrt, dass ist für mich "fundamentalistisch Ideologie".

    Trozdem brauchen wir, oder besser unsere Politiker Visionen (Ideologien). Wer nicht weiß wo er hin will, braucht sich gar nicht erst auf den (politischen) Weg machen. Wer aber den nötigen Pragmatismus vergisst, der sollte lieber gleich zu hause bleiben.

    (Analoges gilt für Religion!!!)

    Wir bitten von der Austragung von Privatfehden abzusehen, und zu einer themenbezogenen Diskussion zurück zu kehren. Danke, die Redaktion/mo.

    Entfernt. Bitte posten Sie Beiträge nur, wenn Sie ernsthaft und inhaltlich an einem Austausch von Argumenten beteiligt sein wollen. Wir fordern Sie auf, sich in der Wortwahl zu mäßigen und Unterstellungen, sowie Diffamierungen zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

    Entfernt. Bitte posten Sie Beiträge nur, wenn Sie ernsthaft und inhaltlich an einem Austausch von Argumenten beteiligt sein wollen. Wir fordern Sie auf, sich in der Wortwahl zu mäßigen und Unterstellungen, sowie Diffamierungen zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

  7. wer sind "sie"?

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    dass er menschen meint, die einen staat für sich und "ihresgleichen" (zB.gläubige ein und der selben religion) errichten, um dort den anfeindungen der alten heimat zu entgehen, es aber dann den alten peinigern gleichzutun und menschen anderer glaubensrichtung zu diskriminieren.

    und er meint wohl nicht die puritaner.

    dass er menschen meint, die einen staat für sich und "ihresgleichen" (zB.gläubige ein und der selben religion) errichten, um dort den anfeindungen der alten heimat zu entgehen, es aber dann den alten peinigern gleichzutun und menschen anderer glaubensrichtung zu diskriminieren.

    und er meint wohl nicht die puritaner.

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