Unternehmensgeschichte Die Oetkers und die Nazis
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Kooperation mit der SS

1937 erhielt das Unternehmen als eines von 30 in Deutschland die Auszeichnung »Nationalsozialistischer Musterbetrieb«, Kaselowsky nahm dafür in Berlin aus Hitlers Hand die »Goldene Fahne« der Deutschen Arbeitsfront entgegen.

Während des Kriegs produzierte Oetker auf Hochtouren und belieferte auch die Wehrmacht. Die hauswirtschaftlichen Verbände animierten Ehefrauen und Mütter, ihren Männern und Söhnen Feldpostpäckchen zu schicken mit Selbstgebackenem: »Der Soldat wird gerade jetzt an die Küchendüfte denken, die in der Vorweihnachtszeit das Haus durchziehen. Zu Hause kann er nicht sein, aber eine Kostprobe können wir schicken.« Als die Versorgungslage schlechter wurde, schaltete Oetker Anzeigen, um die Nachfrage zu schwächen: »Bitte kaufen Sie das Dr. Oetker Backpulver Backin nicht über Ihren jedesmaligen Bedarf, damit alle etwas bekommen können.«

Das dunkelste Kapitel in der Oetker-Geschichte ist die Kooperation mit der SS. Dabei ging es um die Herstellung künstlicher Nahrungsmittel. 1943 gründeten die SS, Oetker und die Hamburger Phrix-Werke gemeinsam die Hunsa-Forschungs-GmbH in Hamburg. Der Name der Firma ist der eines kleinen Volks im Himalaya, das der Schweizer Mediziner Ralph Bircher in einem Buch als ein »Volk, das keine Krankheiten kennt«, beschrieben hatte.

Der SS ging es bei dem Projekt aber nicht um gesunde Ernährung, sondern um neue Wege, den wachsenden Nahrungsmittelmangel an der Front, in der Heimat und in den Konzentrationslagern zu beheben. Zweck der Hunsa-GmbH war laut Handelsregister »die Förderung der Forschung auf dem gesamten Gebiet des Nahrungsmittelwesens und der Grundstoffe für die Erzeugung von Nahrungsmitteln, insbesondere auf dem Gebiet der Weiterverarbeitung von den in der Industrie sich ergebenden Neben- und Restprodukten«. Kurz gesagt wollten die drei Geschäftspartner aus Abfällen Lebensmittel machen. Seit 1942 unternahm die SS Ernährungsversuche mit KZ-Häftlingen, denen synthetische Lebensmittel verabreicht wurden, darunter ein Wurstersatz, der aus den Abfällen einer Zellulose- und Papierproduktion fabriziert worden war. Zahlreiche Todesfälle waren die Folge. Indizien für eine Beteiligung der Firma Oetker an solchen Verbrechen fanden die Historiker aber nicht.

Für die Familie war die NS-Zeit eine Phase der Expansion, in der sie ihre Interessen über das Nahrungsmittelgeschäft ausdehnte. Mitte der dreißiger Jahre stieg die westfälische Firma bei der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft AG ein, einer Traditionsreederei mit dem Kurznamen Hamburg Süd. Womöglich war Kaselowsky im »Freundeskreis Himmler«, dem auch mehrere Reeder und der Hamburger Bürgermeister angehörten, auf dieses Geschäftsfeld aufmerksam gemacht worden. Oetker hatte aber auch eine eigene Fabrik in der Hansestadt.

Der designierte Firmennachfolger Rudolf-August Oetker lebte seit 1937 in Hamburg und absolvierte eine Lehre bei der Vereinsbank. Er wohnte in einer Villa an der Bellevue am Ostufer der Außenalster. Das Nachbarhaus gehörte der jüdischen Familie Lipman, die auch noch ein angrenzendes Grundstück mit Tennisplatz und Obstgarten besaß. 1940 sah sich Elli Lipman gezwungen, diesen Besitz zu Geld zu machen. Der junge Oetker war interessiert und kaufte das Grundstück nach langen Verhandlungen für die Firma. Mit 58000 Reichsmark betrug der Preis gerade einmal die Hälfte dessen, was die Lipmans einst dafür bezahlt hatten.

Am Ende bekam Oetker trotz Beschwerden der Lipmans das Grundstück sogar noch günstiger. Sämtliche Immobilienverkäufe von Juden mussten damals dem NSDAP-Gauleiter und Reichsstatthalter zur Genehmigung vorgelegt werden. Per Bescheid vom 13. Juni 1940 setzte die Behörde den Preis zugunsten Oetkers auf 45.000 Reichsmark herab. »Eine krasse Form der Bereicherung«, urteilte der Historiker Frank Bajohr, der den Vorgang in den Akten des Hamburger Staatsarchivs entdeckte.

Ein prestigeträchtiger Erwerb gelang den Oetkers, als sie – vermutlich 1938, vielleicht aber auch erst während des Krieges – das berühmte und traditionsreiche Brenner’s Park-Hotel in Baden-Baden kauften, in dem schon Napoleon III., Otto von Bismarck und Henry Ford genächtigt hatten. Mit der Übernahme des Luxushotels, das der Familie bis heute gehört, dokumentierten die Bielefelder Puddingproduzenten ihren Aufstieg in die deutsche Wirtschaftselite.

In den Oetker-Werken gab es keine Zwangsarbeit, bei Beteiligungen schon

Kaselowsky hatte nicht lange Freude daran. Bei einem Bombenangriff kam er 1944 in Bielefeld ums Leben. Mit ihm starben seine Frau Ida und die beiden gemeinsamen Töchter. Für Rudolf-August Oetker bedeutete der Tod des Stiefvaters, dass sich seine eigene Chance, den Krieg zu überleben, verbesserte: Der Konzernerbe wurde aus dem Militärdienst entlassen, damit er die Führung des Familienunternehmens übernehmen konnte. Nach dem Krieg wurde er von britischen Soldaten verhaftet und in Staumühle bei Paderborn interniert. Im Lager wurde er von osteuropäischen Wachleuten schwer misshandelt, vermutlich weil er Mitglied der Waffen-SS gewesen war.

Rudolf-August Oetker, der der Firmenleitung angehört hatte, und Aufsichtsratsmitglied bei Hamburg Süd war, musste sich in einem Entnazifizierungsverfahren verantworten, über dessen Ergebnis bis heute nichts bekannt geworden ist.

Zwangsarbeit spielte in den Oetker-Werken keine Rolle, wie die Forscher um Wirsching bestätigen. Zum einen arbeiteten in den Betrieben traditionell überwiegend junge Frauen aus der Region. Zum anderen war Oetker kein Rüstungsunternehmen. »Die hätten gar keine Chance gehabt, Zwangsarbeiter zugeteilt zu bekommen«, sagt Wirsching. In anderen Unternehmen, an denen Oetker beteiligt war, wie der Druckerei Gundlach und den auf Rüstungsproduktion umgestellten Kochs Adlernähmaschinen-Werken wurden aber sehr wohl Menschen zur Arbeit gezwungen.

Als Oetker 1968 seiner Heimatstadt eine Kunsthalle schenkte, verband er damit den Wunsch, sie nach seinem Stiefvater zu benennen. Der damalige SPD-Oberbürgermeister hatte keine Einwände, aber die örtliche außerparlamentarische Opposition machte mobil. Als schließlich NRW-Ministerpräsident Heinz Kühn (SPD) seine Teilnahme an der Einweihungsfeier absagte, ließ Oetker alle Gäste wieder ausladen. Aber der Unternehmer bekam seinen Willen, das Museum hieß fortan Kaselowsky-Haus – 30 Jahre lang. 1998 beschloss eine rot-grüne Stadtratsmehrheit die Streichung des Namenszusatzes. Darauf forderte der Konzernherr sämtliche Kunstwerke zurück, die er dem Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt hatte. Wenige Tage nach dem Ratsbeschluss fuhr an der Kunsthalle ein Spezial-Lkw vor.

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Leser-Kommentare
  1. Eines der vielen Unternehmen, auf das wir sooo stolz sind, dass wir in beschämender Weise über so genannte Schuldenländer schimpfen. Während solche Unternehmen (u.a. auch VW) im Nazireich aufstiegen und sich das heute so nützliche Knowhow zulegten, bombardierten und metzelten die deutschen Nazis und ihre Verbrechercliquen in den betroffenen Ländern alles nieder, was zur Entwicklung von Knowhow hätte führen können. Auch aus dieser Perspektive sollte vom größten Schuldensünder des 20. Jahrhunderts, nämlich tatsächlich Deutschland, auf die Eurokrise geschaut werden. http://www.spiegel.de/wir...

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    Es ist doch kein grundsätzliches Verbrechen während der NS-Zeit wirtschaftlich erfolgreich gewesen zu sein.
    Das einzig, aus diesem Artikel zu schließen, verurteilbare ist der ausbeuterische Kauf des Anwesens der jüdischen Familie. Aber selbst dieser Punkt wird in dem Artikel zu wenig ausführlich behandelt, um ein entgültiges Urteil fällen zu können.
    Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass die Oetkers mehr durch fleiß und wie man heute sagen würde "mikroökonomie" erfolgreich waren und nicht durch die massive Ausbeutung von Zwangsarbeitern.
    Und zum Schluss:
    Wenn ich sie richtig Verstehe, dann bemängeln sie, dass deutsche Unternehmen Techniken (KnowHow) aus den besetzten Ländern stehlten und in Deutschland gewinnbringend vermarkteten. Dabei will ich zweierlei erwähnen: Erstens kann man meines Ermessens nach gibt es recht wenig KnowHow, dass man für Puddings stehlen kann und zweitens ist das gängige Praxis in Kriegen. Nicht nur Deutsche Firmen haben Techniken vom Ausland kopiert. Ich erinner gerne an die sog. Wunderaffen, welche die Amerikane natürlich wärmlichst entgegen genommen haben.

    Es ist doch kein grundsätzliches Verbrechen während der NS-Zeit wirtschaftlich erfolgreich gewesen zu sein.
    Das einzig, aus diesem Artikel zu schließen, verurteilbare ist der ausbeuterische Kauf des Anwesens der jüdischen Familie. Aber selbst dieser Punkt wird in dem Artikel zu wenig ausführlich behandelt, um ein entgültiges Urteil fällen zu können.
    Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass die Oetkers mehr durch fleiß und wie man heute sagen würde "mikroökonomie" erfolgreich waren und nicht durch die massive Ausbeutung von Zwangsarbeitern.
    Und zum Schluss:
    Wenn ich sie richtig Verstehe, dann bemängeln sie, dass deutsche Unternehmen Techniken (KnowHow) aus den besetzten Ländern stehlten und in Deutschland gewinnbringend vermarkteten. Dabei will ich zweierlei erwähnen: Erstens kann man meines Ermessens nach gibt es recht wenig KnowHow, dass man für Puddings stehlen kann und zweitens ist das gängige Praxis in Kriegen. Nicht nur Deutsche Firmen haben Techniken vom Ausland kopiert. Ich erinner gerne an die sog. Wunderaffen, welche die Amerikane natürlich wärmlichst entgegen genommen haben.

  2. Zur Waffen-SS gehörten sowohl die SS-Verfügungstruppe (SS-VT) als auch die SS-Totenkopfverbände (SS-TV). Erstere wurden quasi als normale militärische Einheit(en) im Kampf eingesetzt, zweitere bewachten die Konzentrationslager. Es wäre demnach schon erhellend und informativ zu erfahren, welcher (oder beider?) Gattungen er angehört hatte, denn der Aufgabenbereich differenzeirte doch schon sehr.

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  3. Es ist doch kein grundsätzliches Verbrechen während der NS-Zeit wirtschaftlich erfolgreich gewesen zu sein.
    Das einzig, aus diesem Artikel zu schließen, verurteilbare ist der ausbeuterische Kauf des Anwesens der jüdischen Familie. Aber selbst dieser Punkt wird in dem Artikel zu wenig ausführlich behandelt, um ein entgültiges Urteil fällen zu können.
    Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass die Oetkers mehr durch fleiß und wie man heute sagen würde "mikroökonomie" erfolgreich waren und nicht durch die massive Ausbeutung von Zwangsarbeitern.
    Und zum Schluss:
    Wenn ich sie richtig Verstehe, dann bemängeln sie, dass deutsche Unternehmen Techniken (KnowHow) aus den besetzten Ländern stehlten und in Deutschland gewinnbringend vermarkteten. Dabei will ich zweierlei erwähnen: Erstens kann man meines Ermessens nach gibt es recht wenig KnowHow, dass man für Puddings stehlen kann und zweitens ist das gängige Praxis in Kriegen. Nicht nur Deutsche Firmen haben Techniken vom Ausland kopiert. Ich erinner gerne an die sog. Wunderaffen, welche die Amerikane natürlich wärmlichst entgegen genommen haben.

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    Antwort auf "Made in Germany"
  4. [Korrektur des letzten Abschnittes]
    Und zum Schluss:
    Wenn ich sie richtig Verstehe, dann bemängeln sie, dass deutsche Unternehmen Techniken (KnowHow) aus den besetzten Ländern stehlten und in Deutschland gewinnbringend vermarkteten. Dabei will ich zweierlei erwähnen: Erstens kann man meines Ermessens nach recht wenig KnowHow für die Pudding Herstellung stehlen und zweitens ist das sozusagen "gängige Praxis in Kriegen". Nicht nur Deutsche Firmen haben Techniken aus dem Ausland kopiert. Ich erinnere gerne an die sog. Wunderaffen, welche die Amerikane natürlich wärmlichst entgegen genommen haben. Aber auch im zivilen Bereich wurden Deutsche Produkte nach dem Krieg natürlich Lizenzfrei fast überall gebaut und verkauft.

  5. @juventus germania
    "Es ist doch kein grundsätzliches Verbrechen während der NS-Zeit wirtschaftlich erfolgreich gewesen zu sein."

    Erfolgreich waren aber v.a. Rüstungsfirmen wie bspw. die Dürkopp-Werke ebenfalls aus Bielefeld. Schon komisch, dass gerade Rüstungsfirmen so viel während des 2ten WK profitierten, was?!
    Waffen zu produzieren, Zwangsarbeiter beschäftigen....das ist ein Verbrechen. Aber keine Angst, die "Zwangsarbeiter" (eigentlich waren es Sklaven und keine Arbeiter) wurden eh fast nie entschädigt, wo kämen wir da auch hin,,,
    Wirtschaftlich erfolgreich zu sein im 3ten Reich bedeutet auch, sich anzubiedern. Ist ja völlig klar.

    Problematisch finde ich, dass das mal wieder eine typische Auftragsforschung zu sein scheint. Weiterhin schlimm eigentlich: Dass Unternehmen nach dem WK 2 nicht dazu gezwungen wurden, ihre Akten freizugeben. Hätte man ja durchaus machen können...

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    Zweifelsohne waren während der NS Zeit die meisten (erfolgreichen) Unternehmen in der Rüstungsbranche tätig. Das ist ja auch nicht verwunderlich, da die NS Politik schließlich nur auf Krieg aus war.

    Und ich sagte ja ferner auch, dass Oetker nunmal nicht durch die Ausbeutung von Zwangsarbeitern erfolgreich war. Dass Oetker keine Waffen produziert hat versteht sich von selbst.

    Zum letzten Abschnitt:
    Nach dem Krieg das Geschehene ein tabu Thema. Das wird übrigens auch Eingangs kurz erwähnt. Sicher hätte die Aufarbeitung früher stattfinden können, aber man kann es Menschen nicht "Verbieten" mit der Vergangenheit durch Verdrängung ab zu schließen.

    • tobmat
    • 26.01.2012 um 9:01 Uhr

    "Erfolgreich waren aber v.a. Rüstungsfirmen wie bspw. die Dürkopp-Werke ebenfalls aus Bielefeld. Schon komisch, dass gerade Rüstungsfirmen so viel während des 2ten WK profitierten, was?!"
    Sollte das jetzt Satire sein? Das Rüstungsfirmen in einem Krieg Geschäfte machen verwundert sie?
    Haben sie sich mal die amerikanischen und englischen Rüstungsfirmen während des zweiten Weltkriegs angeschaut?
    Das die Firmen Zwangsarbeiter einsetzten ist ein Verbrechen. Insbesondere die Arbeitsbedingungen sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Verwunderlich ist es aber nicht, wenn man sich anschaut was der damalige Arbeitsmarkt noch hergab. Nichts.

    Zweifelsohne waren während der NS Zeit die meisten (erfolgreichen) Unternehmen in der Rüstungsbranche tätig. Das ist ja auch nicht verwunderlich, da die NS Politik schließlich nur auf Krieg aus war.

    Und ich sagte ja ferner auch, dass Oetker nunmal nicht durch die Ausbeutung von Zwangsarbeitern erfolgreich war. Dass Oetker keine Waffen produziert hat versteht sich von selbst.

    Zum letzten Abschnitt:
    Nach dem Krieg das Geschehene ein tabu Thema. Das wird übrigens auch Eingangs kurz erwähnt. Sicher hätte die Aufarbeitung früher stattfinden können, aber man kann es Menschen nicht "Verbieten" mit der Vergangenheit durch Verdrängung ab zu schließen.

    • tobmat
    • 26.01.2012 um 9:01 Uhr

    "Erfolgreich waren aber v.a. Rüstungsfirmen wie bspw. die Dürkopp-Werke ebenfalls aus Bielefeld. Schon komisch, dass gerade Rüstungsfirmen so viel während des 2ten WK profitierten, was?!"
    Sollte das jetzt Satire sein? Das Rüstungsfirmen in einem Krieg Geschäfte machen verwundert sie?
    Haben sie sich mal die amerikanischen und englischen Rüstungsfirmen während des zweiten Weltkriegs angeschaut?
    Das die Firmen Zwangsarbeiter einsetzten ist ein Verbrechen. Insbesondere die Arbeitsbedingungen sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Verwunderlich ist es aber nicht, wenn man sich anschaut was der damalige Arbeitsmarkt noch hergab. Nichts.

  6. Im Übrigen geht es hier nicht "nuuur" um wirtschaftlich erfolgreich sein während des 2ten Weltkriegs, sondern auch darum, dass offenbar manche der Oetker-Familie in der SS waren...

    Btw. mir fällt grad ein, es gab in den 50ern eine recht krasse Oetker-Werbung: https://www.youtube.com/w...
    *hust* jaja, der Zeitgeist. Wie gut, dass das vorbei ist...

  7. Zweifelsohne waren während der NS Zeit die meisten (erfolgreichen) Unternehmen in der Rüstungsbranche tätig. Das ist ja auch nicht verwunderlich, da die NS Politik schließlich nur auf Krieg aus war.

    Und ich sagte ja ferner auch, dass Oetker nunmal nicht durch die Ausbeutung von Zwangsarbeitern erfolgreich war. Dass Oetker keine Waffen produziert hat versteht sich von selbst.

    Zum letzten Abschnitt:
    Nach dem Krieg das Geschehene ein tabu Thema. Das wird übrigens auch Eingangs kurz erwähnt. Sicher hätte die Aufarbeitung früher stattfinden können, aber man kann es Menschen nicht "Verbieten" mit der Vergangenheit durch Verdrängung ab zu schließen.

  8. was ja der niedrigste Offiziersdienstgrad der Waffen- und allgemeinen SS war ( entspricht dem Leutnant ). Da gibt es ganz andere Wirtschaftsmagnaten die wesentlich höher angesiedelt waren, teilweise im persönlichen Stab des Reichsführers SS. Nun auf dem kleinen Licht rumzuhacken...naja... Er war 20 als er der Waffen-SS ( in Friedenszeiten ) beitrat...das taten andere auch, ohne daß man deswegen so ein Bohu macht.

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