Friedrich der Große: Seine Exzellenz
Der Musikwissenschaftler Gerhard Poppe über Friedrichs Flötentöne
© Patrick Seeger/dpa

Eine Traversflöte Friedrichs des Großen
DIE ZEIT: Ist Preußens Glanz und Gloria geklaut – und zwar aus Sachsen?
Gerhard Poppe: Für den Bereich der Musik und das Berlin Friedrichs II. kann man das durchaus so sagen. Friedrichs Vater, der Soldatenkönig, war musisch völlig desinteressiert. Der Sohn hingegen entpuppte sich bereits früh als Schöngeist. Als sich das in Dresden herumsprach, spekulierten viele junge Musiker auf eine Anstellung am preußischen Hof.
ZEIT: Warum ausgerechnet in Dresden?
Poppe: Weil es dort seit Langem eine Hofkapelle gab, die auf höchstem Niveau spielte. In ihrem Umkreis wurden viele hervorragende Musiker ausgebildet, die man in Dresden gar nicht alle angemessen beschäftigen konnte.
ist Musikwissenschaftler und Referent an der Katholischen Akademie in Dresden. Diese veranstaltet derzeit in Sachsen eine Vortragsreihe zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen. Das Programm findet sich im Internet unter www.ka-dd.de
ZEIT: Also gingen sie in die musikalische Diaspora, nach Berlin?
Poppe: Ja, sie folgten dem Beispiel von Johann Joachim Quantz. Als 16-Jähriger hatte Friedrich ihn 1728 erstmals in Dresden besucht. Quantz bekam danach vom sächsischen Hof die Erlaubnis, Friedrich zwei Mal jährlich im Flötenspiel zu unterrichten. Als der Kronprinz dann König wurde und seine Rheinsberger Kapelle den Kern der neuen Hofkapelle bildete, ging Quantz endgültig nach Berlin und wurde von Friedrich mit einem für einen Flötenspieler sensationellen Gehalt entlohnt.
ZEIT: Es heißt, später habe allein er applaudieren dürfen, wenn der Alte Fritz auf der Flöte gespielt hatte. Quantz war aber nicht der Einzige, der von Dresden nach Berlin wechselte.
Poppe: Auch der spätere Hofkapellmeister Carl Heinrich Graun kam von dort, ebenso sein Bruder Johann Gottlieb als Konzertmeister; oder Franz Benda, der in Dresden Kapellknabe gewesen war.
ZEIT: Dann war der preußische Hof also das Bayern München seiner Zeit. Statt selbst auszubilden, kaufte man alles, was Rang und Namen hatte, und setzte es auf die Bank.
Poppe: Auf die Bank nicht. Die Berliner Hofkapelle war aber strukturell der Dresdner nachgebildet, auch was die Gehälter angeht.
ZEIT: War Berlin das Gewollt-und-nicht-gekonnt-Dresden?
Poppe: Sagen wir es so: Es gab eine generelle Rivalität zwischen den Höfen und ihren Kapellen. Das kann man etwa an der Vita Johann Adolf Hasses erkennen. Er war Hofkapellmeister in Dresden. Friedrich II. bewunderte ihn, und Hasse war mit seiner Frau Faustina 1753 zu Gast in Berlin. Dennoch hat er nie eine Oper eigens für Berlin geschrieben. Das hätte das sächsische Herrscherhaus auch nie zugelassen. Hasse war ein Weltstar, so jemanden verleiht man nicht. Überhaupt kann man von Konkurrenz zwischen Dresden und Berlin nur bedingt sprechen.
ZEIT: Warum?
Poppe: Dresden hatte eines der besten Orchester Europas, wenn nicht das beste. Es war stilprägend. Berlin, muss man sagen, war erst noch auf dem Weg zu dieser Exzellenz.










Abwerben ist doch üblich, auch zur Zeit des großen Preußenkönig. Ein wenig mehr Sorgfalt bei der Formulierung sollte man von einem journalistischen schon erwarten können!
Was will der Herr Poppe hier eigentlich der Leserschaft weismachen?
Die europäische Musik spielte zur Regierungszeit Friedrichs nun wirklich woanders, in Deutschland vornehmlich in Mannheim und Wien, einigermaßen auch noch in Dresden und München, aber sicher nicht in Potsdam.
Der preußiwche Hof vermochte keinen einzigen zeitgenössischen Komponisten anzuziehen, der für die Musikgeschichte wichtig gewesen wäre.
Hier die genannten Barockklimperer und Flötenzirper, die die Musik von in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bereits verstorbenen Komponisten nachäfften aber nichts wirklich eigenes schufen, im Dienste der Fridericus-Hagiographie anzuführen ist peinlich.
es handelt sich einfach nur um den fast täglichen Fritz-war-der-Allergrößte-Artikel...Und ich frage mich wirklich, was das Ganze eigentlich soll...
es handelt sich einfach nur um den fast täglichen Fritz-war-der-Allergrößte-Artikel...Und ich frage mich wirklich, was das Ganze eigentlich soll...
es handelt sich einfach nur um den fast täglichen Fritz-war-der-Allergrößte-Artikel...Und ich frage mich wirklich, was das Ganze eigentlich soll...
nämlich die, dass es nocheinmal 50 Jahre und mehr dauerte bis in Berlin Musiker arbeiteten wie CM v Weber, oder Mendelssohn, dem Berlin zu seiner Schande nie eine feste Position angeboten hat, obwohl er es wollte.
Wie lange die Entwicklung von der Provinz oder der "dritten Liga" zur Exzellenz dauert und wie schnell es andersrum geht, sollte man heutigen Kultur- und Wissenschaftspolitikern in die Köpfe hämmern.
Fritze kann man eigentlich nur anrechnen, dass er wenigsten angefangen hat in der dritten Liga zu spielen.
nämlich die, dass es nocheinmal 50 Jahre und mehr dauerte bis in Berlin Musiker arbeiteten wie CM v Weber, oder Mendelssohn, dem Berlin zu seiner Schande nie eine feste Position angeboten hat, obwohl er es wollte.
Wie lange die Entwicklung von der Provinz oder der "dritten Liga" zur Exzellenz dauert und wie schnell es andersrum geht, sollte man heutigen Kultur- und Wissenschaftspolitikern in die Köpfe hämmern.
Fritze kann man eigentlich nur anrechnen, dass er wenigsten angefangen hat in der dritten Liga zu spielen.
nämlich die, dass es nocheinmal 50 Jahre und mehr dauerte bis in Berlin Musiker arbeiteten wie CM v Weber, oder Mendelssohn, dem Berlin zu seiner Schande nie eine feste Position angeboten hat, obwohl er es wollte.
Wie lange die Entwicklung von der Provinz oder der "dritten Liga" zur Exzellenz dauert und wie schnell es andersrum geht, sollte man heutigen Kultur- und Wissenschaftspolitikern in die Köpfe hämmern.
Fritze kann man eigentlich nur anrechnen, dass er wenigsten angefangen hat in der dritten Liga zu spielen.
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