Roboter-Ethik "Bald sind sie überall"
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"Meine Töchter können Roboter nicht mehr ausstehen"

ZEIT: Und wie ließe sich verhindern, dass ein Roboter einem Menschen Schaden zufügt?

Sharkey: Man könnte alle mit einem großen roten Not-Aus-Knopf versehen. Die Japaner diskutieren das gerade als Vorschrift für öffentlich eingesetzte Roboter.

ZEIT: Jede Industriemaschine hat so einen Knopf. Was unterscheidet Roboter von schnöden Maschinen?

Sharkey: Die beste Antwort darauf gab der Erfinder des ersten industriellen Roboterarms. Er sagte: »Ich kann nicht definieren, was ein Roboter ist, aber ich erkenne einen, wenn ich ihn sehe.« Müsste ich selbst eine Definition geben, dann etwa diese: eine Maschine mit Sensoren, die auf die wahrgenommenen Dinge reagieren kann.

ZEIT: Haben Sie persönlich eigentlich Roboter zu Hause?

Sharkey: Ja, ungefähr 40 Stück. Die meisten sind aber inaktiv und liegen in den Regalen meiner Werkstatt. Der Einzige in Betrieb ist jener, der Staub wischt.

ZEIT: Sind Sie zufrieden mit ihm?

Sharkey: Er ist ein guter Roboter – nur leider putzt er ziemlich schlecht. (lacht)

Robomow

Die Staubsauger des US-Herstellers iRobot gehörten zu den ersten, die einfache Robotertechnik für den Haushalt popularisiert haben: Geduldig wuseln die flachen, runden Gefährte über den Boden, bis sie die gesamte Fläche einmal abgesaugt haben. Nach demselben Prinzip fährt der abgebildete Robomow der israelischen Firma Friendly Robotics über eine Rasenfläche und mäht diese ab. Das akkubetriebene Gerät kehrt automatisch zu seiner Ladestation zurück, wenn es nur noch über wenig Strom verfügt oder fertig gemäht hat. Weil das rotierende Scherblatt eines Rasenmähers ungleich gefährlicher ist als der Unterdruck eines Staubsaugers, stoppen Sensoren das Messer des Robomow sofort, wenn das Gerät angehoben wird.

Reem

»Mein Name ist Reem, kann ich helfen?« Schon bald soll diese rollende Hostess auf Messen und in Einkaufszentren Besucher an die Hand nehmen oder Gäste durch Ausstellungen führen. Reem kann Fragen beantworten und leichte Gegenstände tragen. Das Display auf der Brust des Roboters zeigt Besuchern den Weg zum nächsten Restaurant. Der spanische Entwickler Pal Robotics baut derzeit eine Fabrik in Abu Dhabi, zwölf Roboter pro Monat sollen dort vom Band rollen. Geldgeber ist ein Scheich des arabischen Emirats. 50 Millionen Dollar soll die Entwicklung von Reem und seinen Vorgängern schon gekostet haben. Manche Kritiker befürchten indes, die Roboterhelfer könnten vielen unterbezahlten Arbeitskräften in den Emiraten den Job wegnehmen.

Paro

Paro ist der Popstar unter den emotionalen Robotern. Seit Jahren wird über die Plüschrobbe für alte Menschen berichtet – durchaus ambivalent. Denn das Gerät, im Bild zusammen mit der Bewohnerin eines Altenheims in den Niederlanden, ist zwar nur zu rudimentären Bewegungen und Mimik in der Lage. Seine fiependen Laute (Entwickler Takanori Shibata zeichnete die Rufe kanadischer Robbenbabys auf) und das putzige Äußere verleiten aber viele Nutzer dazu, Paro zu streicheln, zu wiegen oder mit ihm zu sprechen. Einerseits wurden beruhigende und tröstende Effekte beobachtet. Andererseits wirft die Kunstrobbe die grundsätzliche Frage auf, ob Roboter Emotionen vorspielen sollten.

Don-8r

Noch so eine unangenehme Tätigkeit, die Menschen wohl allzu gerne an Maschinen delegieren würden: Spenden sammeln in der Fußgängerzone. Statt selber mit einer Sammelbüchse herumzustehen, versah der Designstudent Tim Pryde eine Dose mit Rollen und Sensoren. Sein papierkorbgroßer Don-8r (ausgesprochen: donater, Spender) musste sich auf extrem hartem Pflaster bewähren, in Schottland. In der Stadt Dundee sammelte er ab April vergangenen Jahres Spenden für das örtliche Wissenschaftsmuseum Dundee Science Center. Wenn das Gerät mit Blinken und einer aufgezeichneten Spendenbitte einen Passanten dazu bewegen konnte, eine Münze in den Schlitz an seiner Oberseite zu werfen, bedankte es sich mit einer Melodie und rollte zum nächsten Passanten weiter. Mit der Ausdauer einer Maschine.

ZEIT: Was hält Ihre Familie von all den Geräten?

Sharkey: Meine vier Töchter waren erst begeistert. Dann habe ich ihnen immer wieder Streiche gespielt, indem ich sie mit Robotern verfolgt oder scheinbar deaktivierte Roboter plötzlich zum Leben erweckt habe. Mittlerweile können sie Roboter nicht mehr ausstehen.

ZEIT: Das klingt alles recht profan. Werden wir jemals so etwas wie Roboterrechte brauchen?

Sharkey: Dazu müsste es erst einmal Maschinen mit Gefühlen geben. Die aber sind ein kultureller Mythos, den die Medien am Leben halten. Seit 25 Jahren heißt es, dass sie in 25 Jahren Realität würden. Ich glaube, das werden wir auch in hundert Jahren noch hören.

 
Leser-Kommentare
  1. ...erinnert mich an die Raketenpost und die fliegenden Autos der 50er Jahre.
    Erstens werden die Roboter viel zu teuer sein um sie als normalsterblicher erwerben zu können.
    Zweitens ist die Menschheit noch nicht soweit sich mit Robotern abzugeben. Die große Mehrheit will und braucht den Kontakt von Mensch zu Mensch.
    Pfleger und Kindergärtner als Roboter - wer bitte will das ausser die Industrie?
    Sex mit einem Roboter? Wenn man den Akt auf seine körperliche Funktion reduziert finden sich vielleicht ein paar die das machen würden, aber wie beim masturbieren, es ist kein Ersatz für das Original.

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    "Erstens werden die Roboter viel zu teuer sein um sie als normalsterblicher erwerben zu können."

    Ich fand jetzt meinen Roomba für €285 nicht _so_ wahnsinning teuer. Klar, der kann noch nicht wahnsinnig viel und ist auch nicht allzu schlau, aber bei Computern nehmen die Preise von Robotern ab und die Fähigkeiten zu - aus denselben Gründen.

    Ich denke, in 10 Jahren werden die meisten Haushalte irgendeine Art von Robotern haben. Und bis dahin finde ich es schon erst einmal toll, daß mir jemand beim Staubsaugen die Arbeit abnimmt.

    Schade, Sie haben offenkundig das Interview nicht vollständig gelesen. Vielleicht sehen sich diesen Teil nochmal an:

    Ein Robotor ist eine Maschine mit Sensoren, die auf die wahrgenommenen Dinge reagieren kann.

    Ich wette, nach dieser Definition haben sie mindestens 2 Robotor in ihrem Haushalt. Denn ihr Kühlschrank (Temperaturmessgerät als Sensor und Wärmepumpe bzw. Kompressor als Aktor) oder auch ihre Waschmaschine erfüllen diese Anforderungen und sind demnach Robotor. Wenn sie ein Auto besitzen, können sie gleich noch ein Robotor ihr Eigen nennen(Wobei man da ja nicht mal von nur einem Robotor reden dürfte). Was da heutzutage an Sensoren, CPUs und Aktoren verbaut sind, ist der helle Wahnsinn.

    Die Zukunft ist längst da, wer Augen hat, der soll sehen, wer Ohren hat, soll hören.

    P.S. Und bitte verwechseln sie nicht Robotor mit humanoidem Robotor.

    • Elite7
    • 23.01.2012 um 15:32 Uhr

    Dann denken Sie halt mal 100 Jahre in die Zukunft. Denken Sie ernsthaft, diese Technologie wäre dann zu teuer für die Mittelschicht? Und ehrlichgesagt würde ich ein solches Szenario, wie z.B. den Nanny-Roboter, der dann saugt, putzt und kocht und mit den Kindern spielt, gar nicht so abwegig. Und dann wären wahrscheinlich vor allem reiche Kinder betroffen, die ja heute auch schon offt auf Nannys abgeschoben werden. Nur mit dem Unterschied, dann ihnen diese menschliche Nanny Gefühle vermitteln kann.
    Und im Militär finden Roboter schon lange Einsatz. Warum nicht auch in der Polizei für Überwachungen, zur Security, usw.? Ein Roboter denkt nun mal schwarz-weiß und kann nicht intuitiv entscheiden. Er entscheidet so, wie sein Herr es ihm vorgegeben hat. Eine ziemliche Gefahr.

    "Erstens werden die Roboter viel zu teuer sein um sie als normalsterblicher erwerben zu können."

    Ich fand jetzt meinen Roomba für €285 nicht _so_ wahnsinning teuer. Klar, der kann noch nicht wahnsinnig viel und ist auch nicht allzu schlau, aber bei Computern nehmen die Preise von Robotern ab und die Fähigkeiten zu - aus denselben Gründen.

    Ich denke, in 10 Jahren werden die meisten Haushalte irgendeine Art von Robotern haben. Und bis dahin finde ich es schon erst einmal toll, daß mir jemand beim Staubsaugen die Arbeit abnimmt.

    Schade, Sie haben offenkundig das Interview nicht vollständig gelesen. Vielleicht sehen sich diesen Teil nochmal an:

    Ein Robotor ist eine Maschine mit Sensoren, die auf die wahrgenommenen Dinge reagieren kann.

    Ich wette, nach dieser Definition haben sie mindestens 2 Robotor in ihrem Haushalt. Denn ihr Kühlschrank (Temperaturmessgerät als Sensor und Wärmepumpe bzw. Kompressor als Aktor) oder auch ihre Waschmaschine erfüllen diese Anforderungen und sind demnach Robotor. Wenn sie ein Auto besitzen, können sie gleich noch ein Robotor ihr Eigen nennen(Wobei man da ja nicht mal von nur einem Robotor reden dürfte). Was da heutzutage an Sensoren, CPUs und Aktoren verbaut sind, ist der helle Wahnsinn.

    Die Zukunft ist längst da, wer Augen hat, der soll sehen, wer Ohren hat, soll hören.

    P.S. Und bitte verwechseln sie nicht Robotor mit humanoidem Robotor.

    • Elite7
    • 23.01.2012 um 15:32 Uhr

    Dann denken Sie halt mal 100 Jahre in die Zukunft. Denken Sie ernsthaft, diese Technologie wäre dann zu teuer für die Mittelschicht? Und ehrlichgesagt würde ich ein solches Szenario, wie z.B. den Nanny-Roboter, der dann saugt, putzt und kocht und mit den Kindern spielt, gar nicht so abwegig. Und dann wären wahrscheinlich vor allem reiche Kinder betroffen, die ja heute auch schon offt auf Nannys abgeschoben werden. Nur mit dem Unterschied, dann ihnen diese menschliche Nanny Gefühle vermitteln kann.
    Und im Militär finden Roboter schon lange Einsatz. Warum nicht auch in der Polizei für Überwachungen, zur Security, usw.? Ein Roboter denkt nun mal schwarz-weiß und kann nicht intuitiv entscheiden. Er entscheidet so, wie sein Herr es ihm vorgegeben hat. Eine ziemliche Gefahr.

    • Kriton
    • 23.01.2012 um 10:41 Uhr

    Jegliche Art von Fortschritt - egal ob technischer, politischer oder sozialer - macht gleichzeitig Hoffnung und Angst; und das ist auch gut so, denn in dem einen Fall wären wir noch in der Steinzeit, im anderen wahrscheinlich schon ausgestorben.
    Die Sorge gegenüber Robotern liegt m.E. aber vor allem darin, dass sie zwar die Außenwelt wahrnehmen können und vielleicht auch menschenähnlich denken und handeln könnten, ihnen aber die entscheidende zwischenmenschliche Qualität - die innerweltliche Wahrnehmung - abgeht: Es macht Menschen aus, dass sie sich in andere Menschen 'hineinversetzen' können. Dazu muß man nicht nur die gleichen Erfahrungen erlebt und gefühlt haben, man muß sich auch vorstellen können, in der Situation eines anderen Menschen zu sein, wenn man sie noch nie erlebt hat. Dieses Vorstellungsvermögen ist jedoch unerschöpflich, weil es ausschließlich darauf basiert, dass man sich im Menschsein gleicht.
    Dass das nicht übertragbar ist, merken wir z.B. bei Tierrechten: die Fragen dazu wären unproblematischer, wenn wir uns wie Kühe in Kühe hineinversetzen könnten. Stattdessen geht der Streit darum, welche Ähnlichkeiten wir mit Menschen annehmen können, sodass wir uns dann in das Menschenähnliche hineinversetzen, z.B. Symptome für Angst, Schmerz, Hunger etc. 'wiedererkennen'.

  2. "Erstens werden die Roboter viel zu teuer sein um sie als normalsterblicher erwerben zu können."

    Ich fand jetzt meinen Roomba für €285 nicht _so_ wahnsinning teuer. Klar, der kann noch nicht wahnsinnig viel und ist auch nicht allzu schlau, aber bei Computern nehmen die Preise von Robotern ab und die Fähigkeiten zu - aus denselben Gründen.

    Ich denke, in 10 Jahren werden die meisten Haushalte irgendeine Art von Robotern haben. Und bis dahin finde ich es schon erst einmal toll, daß mir jemand beim Staubsaugen die Arbeit abnimmt.

    Antwort auf "Tagträumerei..."
    • Ranjit
    • 23.01.2012 um 11:19 Uhr

    "Dazu müsste es erst einmal Maschinen mit Gefühlen geben. Die aber sind ein kultureller Mythos, den die Medien am Leben halten."

    Ich würde eher argumentieren, dass die Schwierigkeit Gefühle zu implementieren ein kultureller Mythos ist. Maschinen die kalte Rationalität besitzen sind häufig im Sci-Fi-Genre zu finden. Aber Gefühle und Kreativität werden als deutlich schwieriger dargestellt. In Star Trek: The next Generation entsteht so ein ganzer Charakter. Data, der Androide, der lange versucht Gefühle zu verstehen. Die Lösung folgt irgendwann später mit einem "Gefühlschip".

    Und dass ist genau der Punkt. Wenn wir Maschinen Rationalität beibringen können, dann sind Gefühle kein Problem mehr. Gefühle sind ja primär interne Statusanzeigen; Zustandsvariablen, die sich aus dem inneren und äußeren Kontext unserer aktuellen Situation und unseren Kognitionen speisen. Derartige Mechanismen sind absolut programmierbar. Schwieriger ist unser verknüpftes Denken.
    Aber IBM hat mit ihrem Jeopardy-Computer "Watson" demonstriert, dass der heilige Gral Menschlicher Denkstrukturen gar nicht so unantastbar ist, wie man bisher annahm.

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    • dth
    • 23.01.2012 um 13:44 Uhr

    Watson ist nicht intelligent. Intelligenz erlaubt es, Strukturen zu erkennen und daraus anschließend dann verhalten zu generieren.
    Bei Watson hingegen haben Menschen die Struktur des Problems (Sprache synthetisieren, Sprache verstehen, Schlüsse aus Wissensdatenbanken ziehen etc) in jahrelanger Forschungsarbeit herausgearbeitet. Watson ist einfach nur ein schneller Rechner (oder mehrere) mit einer guten, vorgegebenen Strategie.
    Emotionen hängen auch nicht direkt mit Intelligenz zusammen. Zwar bewerten wir Information auch emotional, aber für Emotionen ist ein anderer, älterer Teil des Gehirns zuständig als für rationale Schlüsse.
    Emotionen sind wohl eher wichtig für instiktives Verhalten und für soziale Fähigkeiten.

    Möglich, dass es in 10 Jahren mehr Roboter in unserer Umwelt geben wird. Aber es wird eben eher die Weiterentwicklung der Waschmaschine sein, die die Wäsche auch gleich noch zusammenlegen und aufräumen kann.
    Weder die Sensorik, die Steuerung noch die Konstruktion von Robotern kommt heute aber an etwas heran, das wirklich flexibel in einem Haushalt agieren könnte. Von daher halte ich die 10 Jahre auch für sportlich.

    • dth
    • 23.01.2012 um 13:44 Uhr

    Watson ist nicht intelligent. Intelligenz erlaubt es, Strukturen zu erkennen und daraus anschließend dann verhalten zu generieren.
    Bei Watson hingegen haben Menschen die Struktur des Problems (Sprache synthetisieren, Sprache verstehen, Schlüsse aus Wissensdatenbanken ziehen etc) in jahrelanger Forschungsarbeit herausgearbeitet. Watson ist einfach nur ein schneller Rechner (oder mehrere) mit einer guten, vorgegebenen Strategie.
    Emotionen hängen auch nicht direkt mit Intelligenz zusammen. Zwar bewerten wir Information auch emotional, aber für Emotionen ist ein anderer, älterer Teil des Gehirns zuständig als für rationale Schlüsse.
    Emotionen sind wohl eher wichtig für instiktives Verhalten und für soziale Fähigkeiten.

    Möglich, dass es in 10 Jahren mehr Roboter in unserer Umwelt geben wird. Aber es wird eben eher die Weiterentwicklung der Waschmaschine sein, die die Wäsche auch gleich noch zusammenlegen und aufräumen kann.
    Weder die Sensorik, die Steuerung noch die Konstruktion von Robotern kommt heute aber an etwas heran, das wirklich flexibel in einem Haushalt agieren könnte. Von daher halte ich die 10 Jahre auch für sportlich.

    • Nero11
    • 23.01.2012 um 11:24 Uhr

    und mehr über Anwendungsmöglichkeiten gewünscht.

  3. Ein Roboter wird niemals tiefe innere Gefühle zeigen können.
    Gefühle haben auch etwas mit Erfahrunge des Lebens zu tun.

  4. heute schon aussehen....

    http://www.youtube.com/wa...

    Da werden manche Science-Fiction Filme bald Realität werden...

  5. Roboter werden wohl nie wie Menschen fühlen. Wenn Roboter menschliche Gefühle zeigen, wird dies eher eine von Menschen programmierte Handlung sein, die nicht mit "echten" Gefühlen gleichzusetzen ist. Trotzdem können solche Gefühlsäußerungen für die Interaktion mit Menschen nützlich sein.

    Genauso ist Empathie nicht möglich. Dafür ist aber eine effiziente Mustererkennung möglich. Wenn eine Maschine weiß, wie Menschen mit bestimmten Eigenschaften und Hintergründen in bestimmten Situationen reagieren (oder fühlen), ist es möglich, das eigene Verhalten auf einer ähnlichen Grundlage anzupassen, wie es Menschen auf der Grundlage ihrer Empathiefähigkeit tuen.

    Diese Fragen gehen aber an dem Kern des Problems vorbei. Obwohl Maschinen keine Gefühle und keine Empathie im menschlichen Sinn haben, bleiben ethische Fragen offen, die zu beantworten sind. Schließlich benötigt eine Maschine, die komplexe Aufgaben und Interaktionen mit Menschen vollziehen soll, die Fähigkeit, selbstständig Problemlösungsstrategien bei sich ändernden Rahmenbedingungen zu entwickeln. Dies setzt widerum ein Modell ihrer Umwelt und ein Modell ihrer selbst sowie die Fähigkeit zu Lernen und ein Gedächtnis voraus. Zudem wäre ein gewisser "Selbsterhaltungstrieb" notwendig, damit die Maschine nicht ständig auf den heißen Herd fasst etc. Wenn man diese "Zutaten" ausreichend weit ausprägt, stellt sich irgendwann die Frage, ob eine über lange Zeit trainierte Maschine nicht doch eine schützenswerte "Persönlichkeit" hat.

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    Ich kann Ihrem Beitrag größtenteils zustimmen. Allerdings bauen sie ihre Argumentation auf seiner etwas fragwürdigen Basis auf:
    Wenn Roboter menschliche Gefühle zeigen, wird dies eher eine von Menschen programmierte Handlung sein, die nicht mit "echten" Gefühlen gleichzusetzen ist.

    Was sind denn bitte "echte Gefühle"? Ich bin nur begrenzt ein Experte für Psychologie, aber ich kann bei bestem Willen nicht erklären, was Gefühle auf biologischer Ebene darstellen und ich kann nicht erkennen, wieso man einer wie auch immer gearteten Maschine dies nicht zeigen/beibringen/implementieren kann.

    Hier wird eine Hypothese aufgestellt, die (offenkundig) weder belegt, noch hinterfragt wird.

    Ich kann Ihrem Beitrag größtenteils zustimmen. Allerdings bauen sie ihre Argumentation auf seiner etwas fragwürdigen Basis auf:
    Wenn Roboter menschliche Gefühle zeigen, wird dies eher eine von Menschen programmierte Handlung sein, die nicht mit "echten" Gefühlen gleichzusetzen ist.

    Was sind denn bitte "echte Gefühle"? Ich bin nur begrenzt ein Experte für Psychologie, aber ich kann bei bestem Willen nicht erklären, was Gefühle auf biologischer Ebene darstellen und ich kann nicht erkennen, wieso man einer wie auch immer gearteten Maschine dies nicht zeigen/beibringen/implementieren kann.

    Hier wird eine Hypothese aufgestellt, die (offenkundig) weder belegt, noch hinterfragt wird.

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