Peugeot Partner Tepee: Völkerfreundschaft
Christine Meffert fährt den Peugeot Partner Tepee.
© Hersteller

Das Peugeot Partner Tepee
Als ich klein war, fuhren wir oft nach Frankreich. Von Berlin aus eine lange Fahrt. Manchmal waren wir drei Tage lang unterwegs. Meine Mutter baute aus Kissen ein Lager auf dem Boden vor der Rückbank für meinen kleinen Bruder, ich durfte oben schlafen. Uns wurde schon bei Potsdam übel, und um uns abzulenken, versprach mein Vater dem, der zuerst das Mittelmeer erspähte, eine Mark.
Nicht nur deshalb mochte ich Frankreich. Es gab dort das Meer und den Strand, es gab dort Orangina, bunten Sirup und Mousse au Chocolat. Das Wetter war schöner als in Berlin, die Städte waren schöner als Berlin, und die Leute dort waren schöner als die Berliner. Alles war viel schöner.
Auch meine Eltern bewunderten Frankreich, sie stammen aus einer Grenzregion in Süddeutschland, und mein Vater hatte sich als junger Mann nach dem Krieg mit einem französischen Soldaten angefreundet. Die beiden sahen sich als Vorkämpfer gegen die Erbfeindschaft zwischen den beiden Ländern. Die erste Auslandsreise seines Lebens machte mein Vater nach Paris. Als wir einmal aus einem Lokal hinauskomplimentiert wurden mit dem Hinweis, für Deutsche sei hier kein Platz, sagte mein Vater: »Das kann man ihnen nicht verdenken.«
Mein Vater liebte die Landschaft, das Essen, das seiner Meinung nach freiere Leben in Frankreich. Nur eines liebte er nicht: die französischen Autos, oder sagen wir mal – französische Technik schlechthin. Mein Vater war Ingenieur. Auch wenn er es nie aussprach, dachte er, die können fast alles, aber das können sie nicht. Natürlich hatte er einen anerkennenden Blick für den alten Citroën DS, wenn wir mal an einem vorbeikamen, aber das war es auch.
Die einzige technische Erfindung aus Frankreich, die seine begeisterte Zustimmung fand, war das Mahlwerk der Pfeffermühle von Peugeot. Auf die Autos von Peugeot konnte er verzichten. Auch das hätte er nie gesagt, aber das war auch so klar, mein Vater fuhr immer nur deutsche Autos.
Ich bin nun zum ersten Mal einen Peugeot gefahren, zwei Wochen lang. Fuhr einwandfrei, aber ich bin auch kein Ingenieur. Und in dem Kombi Peugeot Tepee können auf weiten Reisen problemlos zwei Kinder schlafen, ohne dass man ihnen Lager auf dem Boden baut. So spart man jedes Mal eine Mark, äh, ich meine natürlich einen Euro.
Technische Daten
- Motorbauart: 4-Zylinder-Benzinmotor
- Leistung: 72 kW (98 PS)
- Beschleunigung (0–100 km/h): 15,5 s
- Höchstgeschwindigkeit: 162 km/h
- CO2-Emission: 164 g/km
- Durchschnittsverbrauch: 7,1 Liter
- Basispreis: 17.100 Euro
Christine Meffert ist Redakteurin beim ZEITmagazin










Schön dass es Autos gibt, die zwei Wochen lang einwandfrei fahren!
Aber im Ernst: Unser kleiner Renault (Oh weh, auch ein französisches Automobil. Was hätte der Vater von Frau Meffert wohl von dem gehalten?) fährt seit mehr als elfeinhalb Jahren einwandfrei und ein Ende ist nicht in Sicht. Er rostet nicht, und Teile der Technik, wie z.B. die Servolenkung, kommen sogar aus Deutschland.
Ich finde, es ist langsam an der Zeit, alte Klischees zu überwinden. Im vorliegenden Text wird ja sehr schön deutlich, dass man schon eine Generation zurück gehen muss, um etwas Schlechtes über französische Autos sagen zu können.
Ich zumindest fahre lieber ein in Europa hergestelltes Auto mit französischem Markennamen als z.B. ein in Amerika hergestelltes Auto mit deutschem Markennamen. Nur so viel zum Thema Patriotismus.
Ich habe zwei französische Autos, möglicherweise beide aus der Zeit, als die Autorin dieses Artikels noch ein Kind war, nämlich 1969: einen Renault 16 und ein Peugeot 204 Cabriolet.
Der Renault ist unglaublicherweise bislang weder geschweißt noch nachlackiert worden, der Peugeot ist restauriert. Doch die Karosserien waren damals miserabel und manche Teile schlecht verarbeitet. Nichtsdestotrotz, 1965, als die Produktion jener beiden Fahrzeuge begann, waren sie technisch und konzeptionell den deutschen Autos weit voraus. Der Renault 16 war das erste Auto der Golf-Klasse neun Jahre vor Erscheinen des Golf! VW macht damals noch Experimente mit aufgeblasenen Käfern bis hin zum 412 mit schwammiger Straßenlage und 15 Litern Benzinverbrauch.
Ich habe zwei französische Autos, möglicherweise beide aus der Zeit, als die Autorin dieses Artikels noch ein Kind war, nämlich 1969: einen Renault 16 und ein Peugeot 204 Cabriolet.
Der Renault ist unglaublicherweise bislang weder geschweißt noch nachlackiert worden, der Peugeot ist restauriert. Doch die Karosserien waren damals miserabel und manche Teile schlecht verarbeitet. Nichtsdestotrotz, 1965, als die Produktion jener beiden Fahrzeuge begann, waren sie technisch und konzeptionell den deutschen Autos weit voraus. Der Renault 16 war das erste Auto der Golf-Klasse neun Jahre vor Erscheinen des Golf! VW macht damals noch Experimente mit aufgeblasenen Käfern bis hin zum 412 mit schwammiger Straßenlage und 15 Litern Benzinverbrauch.
Der Verfasserin müßte eigentlich klar sein, daß das Schlafen ohne korrektes Anschnallen das Leben ihrer Kinder bei einem Unfall extrem gefährdet. Das sollte man in einem öffentlichen Artikel nicht propagieren!
Texte lesen und verstehen.
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Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke, die Redaktion/jz
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"Ohne einen feinen Beisatz von Selbstironie ist jeder Mensch mehr oder weniger ungenießbar. Daher gibt es so viele Ungenießbare."
Schöner Artikel, aber für einen Autotest wird ein bisschen wenig über das Auto gesagt...
Ich habe zwei französische Autos, möglicherweise beide aus der Zeit, als die Autorin dieses Artikels noch ein Kind war, nämlich 1969: einen Renault 16 und ein Peugeot 204 Cabriolet.
Der Renault ist unglaublicherweise bislang weder geschweißt noch nachlackiert worden, der Peugeot ist restauriert. Doch die Karosserien waren damals miserabel und manche Teile schlecht verarbeitet. Nichtsdestotrotz, 1965, als die Produktion jener beiden Fahrzeuge begann, waren sie technisch und konzeptionell den deutschen Autos weit voraus. Der Renault 16 war das erste Auto der Golf-Klasse neun Jahre vor Erscheinen des Golf! VW macht damals noch Experimente mit aufgeblasenen Käfern bis hin zum 412 mit schwammiger Straßenlage und 15 Litern Benzinverbrauch.
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