Verfassungsschutz Droht Gefahr von links?

Der Verfassungsschutz beobachtet 27 Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke. Ein Contra

Unter Beobachtung: Die Bundestagsabgeordnete der Partei die Linke, Dagmar Enkelmann

Unter Beobachtung: Die Bundestagsabgeordnete der Partei die Linke, Dagmar Enkelmann

Den Verfassungsschutz eines Rechtsstaats wünscht man sich effizient, unideologisch und ruhig ein wenig demütig. Alle Geigerzähler müssen jedenfalls ausschlagen, sobald er sich dem Parlament nähert – der Legislative –, in dem die Vertreter des Volkes sitzen, dessen Verfassung er zu schützen hat. Die Verfassung, nicht die Mehrheitsmeinung, nicht die Regierung, nicht das Vernünftige. Was bisher über die Beobachtung von 27 Abgeordneten der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke bekannt wurde, ist das genaue Gegenteil: Dilettantismus, ideologische Panikmache und Respektlosigkeit, die untergräbt, was sie schützen soll – die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Das Prädikat »unter Beobachtung des Verfassungsschutzes« stigmatisiert gewählte Volksvertreter und behindert auf diese Weise ihre Arbeit. Das mag dem politischen Gegner gefallen, der Demokratie schadet es. Worin der Nutzen der Überwachung bestehen soll, bleibt dagegen rätselhaft.

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Beobachtet wird zum Beispiel die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau – eine Politikerin, die sich seit Jahren gegen Antisemitismus und für direkte Demokratie engagiert, oft im Streit mit ihren Unionskollegen, die sie als faire Gesprächspartnerin schätzen. Nicht so bekannt ist, dass mehrere Abgeordnete – etwa die Parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Enkelmann – als verdächtig gelten, weil sie nach der Wiedervereinigung eine neue Verfassung gefordert haben. Auch der Philosoph Jürgen Habermas wollte das. Müsste man ihn ebenfalls überwachen?

Der Eifer der Verfassungsschützer hat sich vor allem auf die Ostdeutschen gerichtet, seltener auf die »Westlinken«, die eigentlichen Hardliner. Für Die Linke ist der Fall klar: Hier soll die einzig wahre Opposition angeschwärzt und eingeschüchtert werden. Womöglich ist der Fall aber viel einfacher und deprimierender: der Kurzschluss »DDR = Kommunisten = Verfassungsfeinde« leitete die »Ermittlungen«. Die Verfassungsschützer haben offenbar das Milieu, das sie observieren, überhaupt nicht verstanden. Es weht ein Hauch von Kaltem Krieg, aber mit einer Prise Billy Wilder.

Nicht ausgeschlossen, dass der Verfassungsschutz – der sich unlängst dem Vorwurf ausgesetzt sah, einen neuen Rechtsterrorismus übersehen zu haben – bald der Falschaussage überführt wird. Gregor Gysi, der die Herausgabe seiner Unterlagen verlangte, bekam seitenweise geschwärzte Blätter. Da wird es sich wohl nicht nur um Zeitungsartikel handeln. Sind doch geheimdienstliche Methoden angewandt worden? Sollte sich das bewahrheiten, hat der Verfassungsschutz ein handfestes Legitimationsproblem.

Gewählte Abgeordnete einer zugelassenen Partei haben das Recht, friedlich eine andere Gesellschaftsordnung anzustreben. Der Antikapitalismus ist nicht brandgefährlich, das ist ja sein Problem. Außer für sich selbst: Eben ist im bayerischen Landesverband ein Dossier voller persönlicher Denunziationen über Parteimitglieder aufgetaucht, an deren Feindseligkeit kein Verfassungsschutzbericht je heranreichen wird.

Mariam Lau widerspricht mit ihrem Kommentar Jochen Bittner, der sich für eine Beobachtung der Partei ausgesprochen hatte.

 
Leser-Kommentare
    • colca
    • 26.01.2012 um 9:51 Uhr

    Jürgen Trittin hat gestern einen kurzen knackigen Satz über den Verfassungsschutz gesagt, der das Problem schön auf den Punkt bringt.

    "Rechts blind, links blöd."

    Ich bin geneigt zu glauben, dass dieser Spitzelverein sowohl unfähig als auch heillos überaltert ist und daher die Welt von heute nicht mehr versteht. Die haben vermutlich ein massives Nachwuchsproblem, was ja auch verständlich ist. Der Typ Mensch, der sich einem Geheimdienst als IM andient, hat ja meistens nicht nur charakterliche Defizite...
    M.E. sollte der VS den gleichen Werdegang nehmen wie das Bundespräsedentenamt - Überflüssiges einfach abschaffen.

    42 Leser-Empfehlungen
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    das hat der Trittin schön zusammengefasst.
    Aber welches Niveau kann eine Behörde auch haben, wenn ihr oberster Dienstherr derart "rummschwammt"

    der Innenminister Friedrich ist nur zu peinlich. Er weiß weniger als die Presse über die ausgespitzelten Personen.

    Buhrow: "Sind denn unter den 27 Personen die beobachtet werden, welche die gefährlich sind für die freiheitlich demokratische Grundordnung?"

    Friedrich: "Äh (...)"- Schwurbelt generell über die Aufgaben des VV in den höchsten lobenden Tönen. - äh ..."und die Frage, die Sie stellen ist - äh - inwieweit ist es notwendig, erforderlich - äh - auch Abgeordnete des deutschen Bundestages oder von Landtagen - äh - zu beobachten, - äh - das ist dann notwendig, wenn sie eine herausgehobene Position haben - äh - in der Partei - äh - und, - äh - , es ist dann notwendig, wenn sie einem extremistischen Teil dieser Partei angehören - äh - und das - äh - wird sicher gestellt - äh -, dass nur die,
    - ähm - , auch beobachtet werden."

    http://www.ardmediathek.d...

    Kann man diesen in Folge der von und zu Gutenplag Peinlichkeit hochgespülten überforderten Notlösungsminister nicht schnellstmöglich entsorgen?
    Gerne auch mit Rente und Dauerpension und ewigen Dienstwagen. Letztlich kostet (auch im Sinne immaterieller Kosten) ein Totalausfall in Verantwortung unsere Gesellschaft mehr als dieses an Würde und Integrität und Demokratie. Siehe den BP Wulf. Die gegenwärtige Regierung ist beschämend

    Sind beispielsweise in manchen Landesparlamenten auch diejenigen der NPD. Bei deren "Bespitzelung" wäre allerdings allgemeiner Konsens, dass das schon in Ordnung geht. Aber weil Links ja mit Gerecht gleichgesetzt wird, geht das natürlich gar nicht an, dass hier der ein oder andere Abgeordnete etwas genauer untersucht wird...
    Und zum Punkt "Rechtsterrorismus":
    Diese Mörder haben innerhalb einer Dekate wieviel - 13 Menschen umgebracht und sind nun Terroristen? Sowas ist Mord, kein Terrorismus. Terrorismus wiederum ist, was die RAF getan hat. Bei der Zeit scheint sich allerdings so langsam ein leicht realitätsfernes Meinungsbild durchzusetzen.

    Seine Aussage kann man auch sehr gut anders ausdeuten:

    Wer Rechts steht, der ist blind ...

    Interessante Aussage von einem linken Grünen (ex-KB-ler)

    das hat der Trittin schön zusammengefasst.
    Aber welches Niveau kann eine Behörde auch haben, wenn ihr oberster Dienstherr derart "rummschwammt"

    der Innenminister Friedrich ist nur zu peinlich. Er weiß weniger als die Presse über die ausgespitzelten Personen.

    Buhrow: "Sind denn unter den 27 Personen die beobachtet werden, welche die gefährlich sind für die freiheitlich demokratische Grundordnung?"

    Friedrich: "Äh (...)"- Schwurbelt generell über die Aufgaben des VV in den höchsten lobenden Tönen. - äh ..."und die Frage, die Sie stellen ist - äh - inwieweit ist es notwendig, erforderlich - äh - auch Abgeordnete des deutschen Bundestages oder von Landtagen - äh - zu beobachten, - äh - das ist dann notwendig, wenn sie eine herausgehobene Position haben - äh - in der Partei - äh - und, - äh - , es ist dann notwendig, wenn sie einem extremistischen Teil dieser Partei angehören - äh - und das - äh - wird sicher gestellt - äh -, dass nur die,
    - ähm - , auch beobachtet werden."

    http://www.ardmediathek.d...

    Kann man diesen in Folge der von und zu Gutenplag Peinlichkeit hochgespülten überforderten Notlösungsminister nicht schnellstmöglich entsorgen?
    Gerne auch mit Rente und Dauerpension und ewigen Dienstwagen. Letztlich kostet (auch im Sinne immaterieller Kosten) ein Totalausfall in Verantwortung unsere Gesellschaft mehr als dieses an Würde und Integrität und Demokratie. Siehe den BP Wulf. Die gegenwärtige Regierung ist beschämend

    Sind beispielsweise in manchen Landesparlamenten auch diejenigen der NPD. Bei deren "Bespitzelung" wäre allerdings allgemeiner Konsens, dass das schon in Ordnung geht. Aber weil Links ja mit Gerecht gleichgesetzt wird, geht das natürlich gar nicht an, dass hier der ein oder andere Abgeordnete etwas genauer untersucht wird...
    Und zum Punkt "Rechtsterrorismus":
    Diese Mörder haben innerhalb einer Dekate wieviel - 13 Menschen umgebracht und sind nun Terroristen? Sowas ist Mord, kein Terrorismus. Terrorismus wiederum ist, was die RAF getan hat. Bei der Zeit scheint sich allerdings so langsam ein leicht realitätsfernes Meinungsbild durchzusetzen.

    Seine Aussage kann man auch sehr gut anders ausdeuten:

    Wer Rechts steht, der ist blind ...

    Interessante Aussage von einem linken Grünen (ex-KB-ler)

    • fanta4
    • 26.01.2012 um 9:53 Uhr

    Wir haben einer Behörde die sich mit der Stasi-Vergangenheit beschäftigt - es wird wohl auch eine für den Verfassungsschutz brauchen.

    40 Leser-Empfehlungen
  1. Dass es massive Probleme beim BfV gibt, ist ja unbestritten. Problematisch finde ich, sich wie einer meiner Vorkommentatoren auf Aussagen von Herrn trittin zu berufen, dessen politischer Werdegang ja auch nicht ganz unproblematisch ist. Dieser dürfte wiederum auf dem LINKEN Auge blind sein, was nicht überrascht.

    Aber dass hier gleich ein Blankettpersilschein für alle Abgeordneten der Linke/SED gefordert wird, greift zu kurz. Viel zu kurz. Es gibt nun mal auch unter demokratisch gewählten Volksvertretern solche, die einer politischen Überzeugung anhängen, welche mit dem Grundgesetz nicht verienbar ist. Und den Kommunismus in Deutschland errichten zu wollen KANN nicht einfach ignoriert werden, nur weil es eine linke und damit in der veröffentlichten Meinung eher tolerierte Weltanschauung als beispielsweise die der NPD ist. Das ist traurig genug. Aber so lange man von "Gerechtigkeit" faselt und der Bevölkerung Wohltaten verspricht, die NIEMAND würde bezahlen können, ist ja alles in Ordnung. Ich frage mich, was Nicht-Kommunisten in einem Regime, wie es vielen Linken vorschwebt, wohl erdulden müssten und es schaudert mich!

    25 Leser-Empfehlungen
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    einmal das AHLENER-Programm der CDU von 1947 ...

    • Karl63
    • 26.01.2012 um 10:40 Uhr

    gehört in die Parlamente und darf keinesfalls als Legitimation für die Arbeit des Verfassungsschutzes dienen.
    Das Problem war doch in den letzten 10 Jahren eher, dass bestimmte Behörden die "Bedrohung" durch den "Kommunismus" als Legitimation für die Einrichtung von Planstellen betrachtet haben, während man die sehr reale Bedrohung durch rechtsextreme Terroristen nicht einmal erkannt hat.
    Im Übrigen, was die Einschränkung der Meinungsfreiheit betrifft, da gibt es in unserer Verfassung sehr klare Grenzen, dies hat nicht zuletzt das Bundesverfassungsgericht immer wieder bestätigt.

    • mickz
    • 26.01.2012 um 10:43 Uhr

    "Ich frage mich, was Nicht-Kommunisten in einem Regime, wie es vielen Linken vorschwebt, wohl erdulden müssten und es schaudert mich!"

    Denn Sie wissen ja nun bereits, wie mit Linken in dieser auch so demokratischen Gesellschaft umgesprungen wird.
    Übrigens, was ist denn so problematisch an Herrn Trittins Werdegang?

    Ihnen, Frau Lau, Glückwunsch zu diesem Kommentar, er bringt vieles auf den Punkt

    schon 7 Empfehlungen hat, sprich eigendlich schon für sich, wie heute noch viele Menschen denken, nämlich rechtslastig. Das sei ihnen auch unbenommen, solange es nicht ins nationalsozialistische abdriftet. Das observieren der Parlamentarier der Linken, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das sind zugelassene, gewählte Leute!!! Haben die regierenden Parteien so viel Angst vor mehr Gerechtigkeit??? Das sie mit solch miesen Mitteln, die Opposition deskeditieren wollen??? Ne, ne, ne sind wir weit gekommen!!!

    Ihr Kommentar geht am Thema vorbei. Um was es hier eigentlich geht (auf was die Autorin ebenfalls hindeutet), ist eine politische Hetzkampagne gegen die LINKE, wie sie seit Jahren mit bürgerlichen Medien und Parteien betrieben wird. Wenn es um Inhalte geht hört man gleich "Kommunismus", "DDR" etc. und sieht stalinistische Massenmorde vor sich. Eine differenzierte Debatte wäre, sich die politischen Inhalte und Engagements der Links-Politiker im Detail anzuschauen und dann zu entscheiden, ob diese die deutsche Verfassung gefährden.
    Vielleicht würde man dann auch zum Schluss kommen, dass die eigentlichen Mitteparteien inklusive SPD und GRÜNE die mit ihren Kriegseinsätzen und Hartz-4-Politik die extremistischen Parteien sind.
    Es geht einfach immer nur ums Image und darum, den Gegner zu deletitimieren. Das ist Friedrich und seinen Parteifreunden in dieser Sache exzellent gelungen!

    "Es gibt nun mal auch unter demokratisch gewählten Volksvertretern solche, die einer politischen Überzeugung anhängen, welche mit dem Grundgesetz nicht verienbar ist. Und den Kommunismus in Deutschland errichten zu wollen KANN nicht einfach ignoriert werden, nur weil es eine linke und damit in der veröffentlichten Meinung eher tolerierte Weltanschauung als beispielsweise die der NPD ist."

    Em nein? Allein schon der Artikel sagt: "Gewählte Abgeordnete einer zugelassenen Partei haben das Recht, friedlich eine andere Gesellschaftsordnung anzustreben." Also dürfen Abgeordnete eine nicht Demokartische Ordnung anstreben, wenn diese das friedlich tun. Ich möchte keiner Partei unterstellen, dass diese eine Monarchie, Diktatur oder ähnliches anstrebt. Und zum Kommunismus. Wenn wir den Kommunismus als Idee für die Wirtschaft ansehen, so ist es jeder Partei gestattet diese Idee umzusetzen. Die Linke möchte jedoch keinen Kommunismus sondern einen DEMOKRATISCHEN Sozialismus. Das ist 100% mit unserem Grundgesetz vereinbar.

    Ich glaube, dass der Kommunismus mehr gegenwehr bekommt, als Ausländerfeindlichkeit. Wenn sie nicht grade bei der NPD sind, können sie über den bösen/blöden Islam in jeder zweiten Talkshow reden. Und der Springerverlag wird sagen, dass Sie Recht haben. Wenn jemand einem Kommunisten zum Geburtstag gratuliert, wird diese Person in der Presse auseinander genommen.

    Die schwäche auf dem rechtem Auge gleichen viele mit einem starkem linken Auge aus.

    Daran die Linke wolle hier einen auf Kommunismus machen?
    Im Leben nicht! Jeder 3te Linke hat ein Smartphone und liebt es - das steht im diametralen Widerspruch zum dumpfen Bauern und Proletenstaat.

    Es geht um Verteilungspolitik um das Ziel der Gesellschaft, eine Verschiebung der Gewichtung von Werten.
    Es geht um "Wirtschaft um des Menschen willen" und nicht wie es die großen Partein bisher machen "Menschen um der Wirtschaft" willen.

    Glauben sie nicht auch dass der Fortschritt weit genug ist - rein materiell - dass wir die Menschen in Deutschland alle auf einem recht hohnen Niveau durchfüttern könnten?

    Was kann denn ein Drucker dafür dass seine Arbeit jetzt Maschinen machen? Letztlich könnten wir 70% aller in der Produktion tätigen entlassen - Maschinen machen es möglich!

    Deshalb soll jetzt nur noch eine kleine Elite Kohle machen dürfen? Die Besitzer (Banken, Konzerne usw) der Maschinen die uns doch eigentlich versorgen sollten?

    Was soll diese Beharrlichkeit auf "nur wer arbeitet darf Leben" -Gesellschaft? - das ist es doch was die "Menschen um der Wirtschaft willen"-Parteien fordern!

    Die Linke geht da zumindest in eine andere Richtung. Das als "gefährlicher Kommunismus" abzustempeln - weils ja so einfach ist immer die Vergangenheit aufzurütteln - ist simplifizierend! - oder mit Ihren Worten "sooo einfach..."

    1.) Soll die LINKE von einem Verfassungsschutz bespitzelt werden, der - im besten Fall! - blöde ist?
    .
    2.) Soll die LINKE bespitzelt werden?

    Wenn sich ein totalitäres Regime gegen die Einführung der Demokratie wehrt, dann schicken wir denen freundlich die Bomber rüber.

    Und stellen hier Menschen unser System in Frage, im gewählten Parlament!, dann soll der VS die überwachen?

    Ja geht's noch?

    Wer sich nicht anzweifeln lässt, der kann für sich nicht herausnehmen die beste Alternative zu sein, und den Anspruch hat die Demokratie doch.

    Und auch die NPD sollte nicht überwacht werden wegen dem Versuch ein faschistisches Regime auf die Beine zu stellen, sondern weil man sich dabei anscheinend nicht an die aufgestellten Regeln hält. Stichwort Untergrund.

    Wenn aber die Demokratie regeln aufstellt, die Besagen, sie seie alternativlos (oder anders "ätschi-bätschi, hier darf nur ich gewinnen"), dann sollten wir uns ernsthafte Sorgen machen.

    Was man gerne vergisst.

    Hinter der Maske des Antibolschewismus und Antikommunismus, also der Linksdiktatur haben sie sich die unverbesserliche Nazis verborgen. Nach dem zweiten Weltkrieg aus bekannten ideologischen Gründen der Teilung Europas haben viele eine bequeme Position und Lebenssicherung gefunden ohne dabei viel in eigenen Anschauen ändern zu müssen.

    In der Tat ob links oder Rechts, es geht um die funktionierende Rechtsstaatlichkeit und die Bewahrung der demokratischen (humanistischen) Grundprinzipien. Aber, seit 2001 besteht einen politischen Drang und Hochbetrieb im Namen der Sicherheit die Methoden und Mechanismen auszubauen die sehr wohl geeignet sind nicht nur gegen den Terror vorzugehen, nicht nur rechts oder links gegen Extremismus den Kampf fortzusetzen, sondern viel mehr auch die Mitte der Gesellschaft anzutasten, gerade in ihren demokratischen Werten und bürgerlichen Rechten.

    Es entsteht langsam ein Zustand der allgemeinen sozialen und existentiellen Unsicherheit und gerade das sind allgemeine Methoden allen Diktaturen, rechts wie links, aber auch dieser neuen die zur Verteidigung der Demokratie und Freiheit dienen sollte, tatsächlich weckt viele Fragen und lässt keine Debatte und Antworten zu.

    In dieser Methode leiser Änderungen der rechtlichen Grundlagen durch immer mehr Beobachtung entstehen riesige Vorteilen für die Beobachter und sehr gefährliche Angriffsflächen für die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger.

    • B_ernd
    • 27.01.2012 um 10:08 Uhr

    Abgeschafft hat sich die Linke weltweit selbst. SU aufgelöst, China ist bereits kapitalistisch und die DDR hat sich selbst abgeschafft. Angst vor der Linke braucht wohl keiner haben, nüchtern betrachtet. Was an Trittin problematisch sein soll, frage ich mich gleichfalls.

    Problematisch ist aber, dass der Verfassungsschutz eine Mordserie der Rechten nicht aufgeklärt hat und immer noch im Trüben fischen würde, hätten die sich nicht selbst erledigt. Problematisch ist auch, dass die Unterschichten immer ärmer werden, bei insgesamt guten Gewinnen der Wirtschaft. Das hat aber nichts mit deren Bequemlichkeit zu tun, sondern mit der skrupellosen Umverteilung nach oben. Da man die Bevölkerungen des Westens nicht so ohne weiteres Ausbeuten kann tut man das in den Entwicklungsländern. Unser Staat verschuldet sich um die zu finanzieren, deren Arbeitsplätze die Globalisierung gefressen hat.

    Sie finden das ist eine Linke Einstellung? Mitnichten. Ich stehe der CDU nahe, die vergisst allerdings das 'C' zu leben wie die FDP vergessen hat für das 'F' einzutreten. Dafür hat die SPD vergessen, dass ihr Kürzel mit 'S' beginnt. Gefühlt beginnen heute alle Parteikürzel mit 'L' für Lobby.

    einmal das AHLENER-Programm der CDU von 1947 ...

    • Karl63
    • 26.01.2012 um 10:40 Uhr

    gehört in die Parlamente und darf keinesfalls als Legitimation für die Arbeit des Verfassungsschutzes dienen.
    Das Problem war doch in den letzten 10 Jahren eher, dass bestimmte Behörden die "Bedrohung" durch den "Kommunismus" als Legitimation für die Einrichtung von Planstellen betrachtet haben, während man die sehr reale Bedrohung durch rechtsextreme Terroristen nicht einmal erkannt hat.
    Im Übrigen, was die Einschränkung der Meinungsfreiheit betrifft, da gibt es in unserer Verfassung sehr klare Grenzen, dies hat nicht zuletzt das Bundesverfassungsgericht immer wieder bestätigt.

    • mickz
    • 26.01.2012 um 10:43 Uhr

    "Ich frage mich, was Nicht-Kommunisten in einem Regime, wie es vielen Linken vorschwebt, wohl erdulden müssten und es schaudert mich!"

    Denn Sie wissen ja nun bereits, wie mit Linken in dieser auch so demokratischen Gesellschaft umgesprungen wird.
    Übrigens, was ist denn so problematisch an Herrn Trittins Werdegang?

    Ihnen, Frau Lau, Glückwunsch zu diesem Kommentar, er bringt vieles auf den Punkt

    schon 7 Empfehlungen hat, sprich eigendlich schon für sich, wie heute noch viele Menschen denken, nämlich rechtslastig. Das sei ihnen auch unbenommen, solange es nicht ins nationalsozialistische abdriftet. Das observieren der Parlamentarier der Linken, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das sind zugelassene, gewählte Leute!!! Haben die regierenden Parteien so viel Angst vor mehr Gerechtigkeit??? Das sie mit solch miesen Mitteln, die Opposition deskeditieren wollen??? Ne, ne, ne sind wir weit gekommen!!!

    Ihr Kommentar geht am Thema vorbei. Um was es hier eigentlich geht (auf was die Autorin ebenfalls hindeutet), ist eine politische Hetzkampagne gegen die LINKE, wie sie seit Jahren mit bürgerlichen Medien und Parteien betrieben wird. Wenn es um Inhalte geht hört man gleich "Kommunismus", "DDR" etc. und sieht stalinistische Massenmorde vor sich. Eine differenzierte Debatte wäre, sich die politischen Inhalte und Engagements der Links-Politiker im Detail anzuschauen und dann zu entscheiden, ob diese die deutsche Verfassung gefährden.
    Vielleicht würde man dann auch zum Schluss kommen, dass die eigentlichen Mitteparteien inklusive SPD und GRÜNE die mit ihren Kriegseinsätzen und Hartz-4-Politik die extremistischen Parteien sind.
    Es geht einfach immer nur ums Image und darum, den Gegner zu deletitimieren. Das ist Friedrich und seinen Parteifreunden in dieser Sache exzellent gelungen!

    "Es gibt nun mal auch unter demokratisch gewählten Volksvertretern solche, die einer politischen Überzeugung anhängen, welche mit dem Grundgesetz nicht verienbar ist. Und den Kommunismus in Deutschland errichten zu wollen KANN nicht einfach ignoriert werden, nur weil es eine linke und damit in der veröffentlichten Meinung eher tolerierte Weltanschauung als beispielsweise die der NPD ist."

    Em nein? Allein schon der Artikel sagt: "Gewählte Abgeordnete einer zugelassenen Partei haben das Recht, friedlich eine andere Gesellschaftsordnung anzustreben." Also dürfen Abgeordnete eine nicht Demokartische Ordnung anstreben, wenn diese das friedlich tun. Ich möchte keiner Partei unterstellen, dass diese eine Monarchie, Diktatur oder ähnliches anstrebt. Und zum Kommunismus. Wenn wir den Kommunismus als Idee für die Wirtschaft ansehen, so ist es jeder Partei gestattet diese Idee umzusetzen. Die Linke möchte jedoch keinen Kommunismus sondern einen DEMOKRATISCHEN Sozialismus. Das ist 100% mit unserem Grundgesetz vereinbar.

    Ich glaube, dass der Kommunismus mehr gegenwehr bekommt, als Ausländerfeindlichkeit. Wenn sie nicht grade bei der NPD sind, können sie über den bösen/blöden Islam in jeder zweiten Talkshow reden. Und der Springerverlag wird sagen, dass Sie Recht haben. Wenn jemand einem Kommunisten zum Geburtstag gratuliert, wird diese Person in der Presse auseinander genommen.

    Die schwäche auf dem rechtem Auge gleichen viele mit einem starkem linken Auge aus.

    Daran die Linke wolle hier einen auf Kommunismus machen?
    Im Leben nicht! Jeder 3te Linke hat ein Smartphone und liebt es - das steht im diametralen Widerspruch zum dumpfen Bauern und Proletenstaat.

    Es geht um Verteilungspolitik um das Ziel der Gesellschaft, eine Verschiebung der Gewichtung von Werten.
    Es geht um "Wirtschaft um des Menschen willen" und nicht wie es die großen Partein bisher machen "Menschen um der Wirtschaft" willen.

    Glauben sie nicht auch dass der Fortschritt weit genug ist - rein materiell - dass wir die Menschen in Deutschland alle auf einem recht hohnen Niveau durchfüttern könnten?

    Was kann denn ein Drucker dafür dass seine Arbeit jetzt Maschinen machen? Letztlich könnten wir 70% aller in der Produktion tätigen entlassen - Maschinen machen es möglich!

    Deshalb soll jetzt nur noch eine kleine Elite Kohle machen dürfen? Die Besitzer (Banken, Konzerne usw) der Maschinen die uns doch eigentlich versorgen sollten?

    Was soll diese Beharrlichkeit auf "nur wer arbeitet darf Leben" -Gesellschaft? - das ist es doch was die "Menschen um der Wirtschaft willen"-Parteien fordern!

    Die Linke geht da zumindest in eine andere Richtung. Das als "gefährlicher Kommunismus" abzustempeln - weils ja so einfach ist immer die Vergangenheit aufzurütteln - ist simplifizierend! - oder mit Ihren Worten "sooo einfach..."

    1.) Soll die LINKE von einem Verfassungsschutz bespitzelt werden, der - im besten Fall! - blöde ist?
    .
    2.) Soll die LINKE bespitzelt werden?

    Wenn sich ein totalitäres Regime gegen die Einführung der Demokratie wehrt, dann schicken wir denen freundlich die Bomber rüber.

    Und stellen hier Menschen unser System in Frage, im gewählten Parlament!, dann soll der VS die überwachen?

    Ja geht's noch?

    Wer sich nicht anzweifeln lässt, der kann für sich nicht herausnehmen die beste Alternative zu sein, und den Anspruch hat die Demokratie doch.

    Und auch die NPD sollte nicht überwacht werden wegen dem Versuch ein faschistisches Regime auf die Beine zu stellen, sondern weil man sich dabei anscheinend nicht an die aufgestellten Regeln hält. Stichwort Untergrund.

    Wenn aber die Demokratie regeln aufstellt, die Besagen, sie seie alternativlos (oder anders "ätschi-bätschi, hier darf nur ich gewinnen"), dann sollten wir uns ernsthafte Sorgen machen.

    Was man gerne vergisst.

    Hinter der Maske des Antibolschewismus und Antikommunismus, also der Linksdiktatur haben sie sich die unverbesserliche Nazis verborgen. Nach dem zweiten Weltkrieg aus bekannten ideologischen Gründen der Teilung Europas haben viele eine bequeme Position und Lebenssicherung gefunden ohne dabei viel in eigenen Anschauen ändern zu müssen.

    In der Tat ob links oder Rechts, es geht um die funktionierende Rechtsstaatlichkeit und die Bewahrung der demokratischen (humanistischen) Grundprinzipien. Aber, seit 2001 besteht einen politischen Drang und Hochbetrieb im Namen der Sicherheit die Methoden und Mechanismen auszubauen die sehr wohl geeignet sind nicht nur gegen den Terror vorzugehen, nicht nur rechts oder links gegen Extremismus den Kampf fortzusetzen, sondern viel mehr auch die Mitte der Gesellschaft anzutasten, gerade in ihren demokratischen Werten und bürgerlichen Rechten.

    Es entsteht langsam ein Zustand der allgemeinen sozialen und existentiellen Unsicherheit und gerade das sind allgemeine Methoden allen Diktaturen, rechts wie links, aber auch dieser neuen die zur Verteidigung der Demokratie und Freiheit dienen sollte, tatsächlich weckt viele Fragen und lässt keine Debatte und Antworten zu.

    In dieser Methode leiser Änderungen der rechtlichen Grundlagen durch immer mehr Beobachtung entstehen riesige Vorteilen für die Beobachter und sehr gefährliche Angriffsflächen für die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger.

    • B_ernd
    • 27.01.2012 um 10:08 Uhr

    Abgeschafft hat sich die Linke weltweit selbst. SU aufgelöst, China ist bereits kapitalistisch und die DDR hat sich selbst abgeschafft. Angst vor der Linke braucht wohl keiner haben, nüchtern betrachtet. Was an Trittin problematisch sein soll, frage ich mich gleichfalls.

    Problematisch ist aber, dass der Verfassungsschutz eine Mordserie der Rechten nicht aufgeklärt hat und immer noch im Trüben fischen würde, hätten die sich nicht selbst erledigt. Problematisch ist auch, dass die Unterschichten immer ärmer werden, bei insgesamt guten Gewinnen der Wirtschaft. Das hat aber nichts mit deren Bequemlichkeit zu tun, sondern mit der skrupellosen Umverteilung nach oben. Da man die Bevölkerungen des Westens nicht so ohne weiteres Ausbeuten kann tut man das in den Entwicklungsländern. Unser Staat verschuldet sich um die zu finanzieren, deren Arbeitsplätze die Globalisierung gefressen hat.

    Sie finden das ist eine Linke Einstellung? Mitnichten. Ich stehe der CDU nahe, die vergisst allerdings das 'C' zu leben wie die FDP vergessen hat für das 'F' einzutreten. Dafür hat die SPD vergessen, dass ihr Kürzel mit 'S' beginnt. Gefühlt beginnen heute alle Parteikürzel mit 'L' für Lobby.

  2. Entfernt. Verzichten Sie auf haltlose Unterstellungen. Die Redaktion/mak

    • PigDog
    • 26.01.2012 um 10:06 Uhr

    besteht in der Stigmatisierung der Linken"

    Nicht alle Wähler sind mündig und intelligent - bei wie vielen Menschen wird die simple Schlussfolgerung: werden von "den Behörden" beobachtet -> müssen also gefährliche Menschen sein! wohl funktionieren...???

    Für alle denkenden Menschen natürlich nur ein weiterer (der wievieltausendste eigentlich?) Beweis, daß die eigentlichen Feinde der Verfassung ein "C" im Parteinamen tragen!

    Filbinger ist ja nur der bekannteste, aber bei weitem nicht der einzige Altnazi, der in der CDU eine neue Heimat gefunden hatte...

    36 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TDU
    • 26.01.2012 um 10:27 Uhr

    Lebt der noch? Jedenfalls sind Globke, Filbinger Kiesinger und andere und auch Franz Josef Srauss nicht mit dem Bemühen aufgefallen, die Ordnung des Grundgestzes und das Privateigentum abschaffen zu wollen und die Verstaatlichng der Schlüsselindustrien einschliesslich der Banken anzustreben. Auch hat keiner in der CDU nennenswert über die Anfangszeit nach einem Umsturz gefaselt, und selbst die Jusos sind nicht so weit gegangen.

    Ausserdem wer sagt Ihnen denn, dass welche von der CDU bei der Überwachung tätig geworden sind. Der Verfassunsgschutz ist mit Sicherheit paritätisch besetzt. Und ich denke auch nicht, dass SPD Leute mit einer Machübernahme radikaler Linken einverstanden wären.

    Dennoch hat Frau Lau natürlich Recht. Heimliche und unkontrollierte Überwachung gewählter Abgeordneter ist Behinderung der Demokratie. Prinzipiell und nicht abhängig von Parteimitgliedschaft. Insofern ist das, was vor der Tür passiert eine andere Seite, über die man eine neue Debatte beginnen müsste.

    "Nicht alle Wähler sind mündig und intelligent...."

    siehe #3

    ...und weil Sie so denken ist das so? nur wenn man so denk wie Sie denkt man überhaupt? Haben Sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen?
    Diese Selbstüberschätzung ist sehr typisch für Linke. Alle anderen, die nicht so denken machen sich halt zu wenig Gedanken.

    Sehr selbstkritisch...

    • TDU
    • 26.01.2012 um 10:27 Uhr

    Lebt der noch? Jedenfalls sind Globke, Filbinger Kiesinger und andere und auch Franz Josef Srauss nicht mit dem Bemühen aufgefallen, die Ordnung des Grundgestzes und das Privateigentum abschaffen zu wollen und die Verstaatlichng der Schlüsselindustrien einschliesslich der Banken anzustreben. Auch hat keiner in der CDU nennenswert über die Anfangszeit nach einem Umsturz gefaselt, und selbst die Jusos sind nicht so weit gegangen.

    Ausserdem wer sagt Ihnen denn, dass welche von der CDU bei der Überwachung tätig geworden sind. Der Verfassunsgschutz ist mit Sicherheit paritätisch besetzt. Und ich denke auch nicht, dass SPD Leute mit einer Machübernahme radikaler Linken einverstanden wären.

    Dennoch hat Frau Lau natürlich Recht. Heimliche und unkontrollierte Überwachung gewählter Abgeordneter ist Behinderung der Demokratie. Prinzipiell und nicht abhängig von Parteimitgliedschaft. Insofern ist das, was vor der Tür passiert eine andere Seite, über die man eine neue Debatte beginnen müsste.

    "Nicht alle Wähler sind mündig und intelligent...."

    siehe #3

    ...und weil Sie so denken ist das so? nur wenn man so denk wie Sie denkt man überhaupt? Haben Sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen?
    Diese Selbstüberschätzung ist sehr typisch für Linke. Alle anderen, die nicht so denken machen sich halt zu wenig Gedanken.

    Sehr selbstkritisch...

  3. sollte lieber mal die politiker in den reihen der cdu/csu unter die lupe nemen, denn die verhalten sich viel verfassungsfeindlicher als die linke. und was ist mit der fdp? was die bayern in ihrer inzestpolitik da so treiben ist bestimmt nicht verfassungs konform. und was ist mit den attacken der polizei auf demonstranten in stuttgart dessen demokratische rechte mit schlagstöcken ausgetrieben wurde? es gibt wirklich andere baustellen als die linke.

    21 Leser-Empfehlungen
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    Ich kann diese ewigen Aufzählungen von Verfassungsverstößen irgendwelcher ehemaliger oder amtierender Regierungen langsam nicht mehr hören. Objektiv betrachtet ist es völlig normal, dass Regierungen Entscheidungen treffen, deren Konformität mit der Verfassung nicht eindeutig geklärt sind. Wenn Parlamentarier, Interessenträger oder Bürger einen Verfassungsverstoß vermuten, können sie sich an das Verfassungsgericht wenden und eine entsprechende Entscheidung herbeiführen. So etwas nennt man einen Rechtsstaat.

    Etwas anderes ist es, wenn die Gefahr besteht, dass sich Parteien oder andere Organisationen grundsätzlich gegen Demokratie, Freiheit oder Rechtsstaat wenden. Hier muss der Verfassungsschutz entsprechend tätig werden. Dies ist bei DER LINKEN im Moment hoffentlich nicht der Fall. Eine Beobachtung der SED Nachfolgepartei sowie des gesamten linksradikalen Spektrums scheint mir aber gerechtfertigt.

    Der ständige Verweis auf den rechtsradikalen Terror und die dort gemachten Fehler scheint mir auch nicht hilfreich. Oder ist die daraus zu ziehende Lehre das linke Auge zuzukneifen, um auf dem rechten besser zu sehen? Radikalismus sollte grundsätzlich unter Beobachtung stehen, egal ob recht, links oder religiös.

    Ich kann diese ewigen Aufzählungen von Verfassungsverstößen irgendwelcher ehemaliger oder amtierender Regierungen langsam nicht mehr hören. Objektiv betrachtet ist es völlig normal, dass Regierungen Entscheidungen treffen, deren Konformität mit der Verfassung nicht eindeutig geklärt sind. Wenn Parlamentarier, Interessenträger oder Bürger einen Verfassungsverstoß vermuten, können sie sich an das Verfassungsgericht wenden und eine entsprechende Entscheidung herbeiführen. So etwas nennt man einen Rechtsstaat.

    Etwas anderes ist es, wenn die Gefahr besteht, dass sich Parteien oder andere Organisationen grundsätzlich gegen Demokratie, Freiheit oder Rechtsstaat wenden. Hier muss der Verfassungsschutz entsprechend tätig werden. Dies ist bei DER LINKEN im Moment hoffentlich nicht der Fall. Eine Beobachtung der SED Nachfolgepartei sowie des gesamten linksradikalen Spektrums scheint mir aber gerechtfertigt.

    Der ständige Verweis auf den rechtsradikalen Terror und die dort gemachten Fehler scheint mir auch nicht hilfreich. Oder ist die daraus zu ziehende Lehre das linke Auge zuzukneifen, um auf dem rechten besser zu sehen? Radikalismus sollte grundsätzlich unter Beobachtung stehen, egal ob recht, links oder religiös.

  4. Irgendwie lässt mich der Eindruck nicht ganz los, dass viele Bürger eine etwas verklärtes Bild von linksradikalen Tendenzen in unserer Gesellschaft haben. Vielleicht liegt es daran, dass dem linken Spektrum das positivere Menschenbild zugesprochen wird? Oder ist es doch nur die Vergesslichkeit und der zeitliche Abstand zu den letzten ernsthaften linksradikalen Terroranschlägen in Deutschland? Mich würde es daher ernsthaft interessieren, wie sich Journalisten und Bürger aufstellen, wenn sich in einigen Jahren eine „RAF Vol. II“ entwickeln würde? Heißt es dann, dass der Verfassungsschutz auf dem linken Auge blind war und es endlich Zeit wird den Jahrgang der 68er aus der Behörde zu entfernen?

    Aus meiner Sicht ist es daher notwendig, endlich beide Gehirnhälften zu benutzen und mit weit geöffneten Augen (links wie rechts) die Errungenschaften unserer demokratischen und freien Gesellschaft zu verteidigen. In einem ersten, präventiven Schritt bedeutet dies auch, dass die Partei DIE LINKE (inkl. ihrer Parteiführung und MdBs) beobachtet wird, da ein Teil Ihrer Mitglieder dem linksradikalen Spektrum zuzuschreiben ist. Die Tatsache, dass wahrscheinlich große Versäumnisse im Fall der Rechtterroristen begangen worden, kann nicht als Rechtfertigung dienen, um diese Fehler bei Linksradikalen zu wiederholen.

    19 Leser-Empfehlungen
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    • SteB
    • 26.01.2012 um 10:24 Uhr

    Treffender kann man es nicht formulieren. Danke.

    Auch die NPD hat gewählte Abgeordnete. An die dürfte man nach obiger Logik auch nicht ran. Das wollen aber alle. Und auch zu Recht.

    Errungenschaften unserer demokratischen und freien Gesellschaft zu verteidigen?
    Da wären die Korruption- und die Vertternwirtschaft die in dieser Demokratie der Finanzen wohl als Erungenschaften gelten? Demokratie ist auch die Toleranz anderstdenkender gegenüber! Wir haben eine Scheindemokratie und die Wahlbeteidigung wird immer geringer aus diesem Grund.

    • outis
    • 26.01.2012 um 11:05 Uhr

    In Deutschland ist man noch nie aus Schaden klug geworden. Daher glaubt man der Ex-SED, dass sie heute auf strikt demokratischem Wege in den Kommunismus will- es hatte ja auch niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen!
    Außerdem sind die Deutschen wohl doch humorlos: sonst würde man die Ironie der Geschichte genießen, dass hier die IMs von einst gegen ihre Bespitzelung wettern.

    Wieso werden die nicht überwacht ?

    Was ist mit den Mitgliedern der ehemaligen Blockparteien, die ja keineswegs eine Opposition sondern Teil des Systems waren ? Diese sind in großen Teilen direkt in die CDU eingewandert.

    Warum werden diese nicht observiert ?

    Eben !

    "... da ein Teil Ihrer Mitglieder dem linksradikalen Spektrum zuzuschreiben ist."
    Mhmmmm, was genau ist denn ihren augen linksradikal?

    Wenn man konsequent wär, was Sie scheinbar nicht zu sein scheinen, dann müsste man auch Mitglieder der CDU/CSU überwachen, da treibern sich wenige in irgendwelchen Burshenschaften rum oder haben NPD-Freunde.

    Jedem noch so politisch Ungebildeten muss doch auffallen, dass hier mit zweierlei (eigentlich dreierlei) Maß gemessen wird. Ne feine Demokratie haben wir da.

    " Aus meiner Sicht ist es daher notwendig, endlich beide Gehirnhälften zu benutzen und mit weit geöffneten Augen (links wie rechts) die Errungenschaften unserer demokratischen und freien Gesellschaft zu verteidigen. "

    Ähm ja.
    Der Großteil dieser Errungenschaften - allg. Wahlrecht, Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung, Sozialstaat, usw., wurde von Menschen unter großen Opfern errungen, die zu ihrer Zeit als "Linksradikale", "Extremisten" oder "Terroristen" diffamiert und bekämpft wurden.

    Und ein Teil dieser Errungenschaften wird gerade von FDGO-frömmelden "Demokraten" versucht wieder abzuschaffen, des eigenen Machterhaltes und Privilegienwahrung wegen.
    Ausserdem weiss ich nicht was an unserer Gesellschaft so wahnsinnig frei sein soll, wenn die gesellschaftlichen Entwicklungsmöglichen und damit sozialer Fortschritt von ihrer Kompatibilität mit einer ökonomischen, dogmatischen Ersatzreligion abhängig sein sollen.

    Und was soll der Unsinn mit den "freien Wahlen", wenn ich doch immer nur das gleiche "alternativlose" repräsentativ-"demokratische" Kapitalismussystem wählen kann?

    • SteB
    • 26.01.2012 um 10:24 Uhr

    Treffender kann man es nicht formulieren. Danke.

    Auch die NPD hat gewählte Abgeordnete. An die dürfte man nach obiger Logik auch nicht ran. Das wollen aber alle. Und auch zu Recht.

    Errungenschaften unserer demokratischen und freien Gesellschaft zu verteidigen?
    Da wären die Korruption- und die Vertternwirtschaft die in dieser Demokratie der Finanzen wohl als Erungenschaften gelten? Demokratie ist auch die Toleranz anderstdenkender gegenüber! Wir haben eine Scheindemokratie und die Wahlbeteidigung wird immer geringer aus diesem Grund.

    • outis
    • 26.01.2012 um 11:05 Uhr

    In Deutschland ist man noch nie aus Schaden klug geworden. Daher glaubt man der Ex-SED, dass sie heute auf strikt demokratischem Wege in den Kommunismus will- es hatte ja auch niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen!
    Außerdem sind die Deutschen wohl doch humorlos: sonst würde man die Ironie der Geschichte genießen, dass hier die IMs von einst gegen ihre Bespitzelung wettern.

    Wieso werden die nicht überwacht ?

    Was ist mit den Mitgliedern der ehemaligen Blockparteien, die ja keineswegs eine Opposition sondern Teil des Systems waren ? Diese sind in großen Teilen direkt in die CDU eingewandert.

    Warum werden diese nicht observiert ?

    Eben !

    "... da ein Teil Ihrer Mitglieder dem linksradikalen Spektrum zuzuschreiben ist."
    Mhmmmm, was genau ist denn ihren augen linksradikal?

    Wenn man konsequent wär, was Sie scheinbar nicht zu sein scheinen, dann müsste man auch Mitglieder der CDU/CSU überwachen, da treibern sich wenige in irgendwelchen Burshenschaften rum oder haben NPD-Freunde.

    Jedem noch so politisch Ungebildeten muss doch auffallen, dass hier mit zweierlei (eigentlich dreierlei) Maß gemessen wird. Ne feine Demokratie haben wir da.

    " Aus meiner Sicht ist es daher notwendig, endlich beide Gehirnhälften zu benutzen und mit weit geöffneten Augen (links wie rechts) die Errungenschaften unserer demokratischen und freien Gesellschaft zu verteidigen. "

    Ähm ja.
    Der Großteil dieser Errungenschaften - allg. Wahlrecht, Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung, Sozialstaat, usw., wurde von Menschen unter großen Opfern errungen, die zu ihrer Zeit als "Linksradikale", "Extremisten" oder "Terroristen" diffamiert und bekämpft wurden.

    Und ein Teil dieser Errungenschaften wird gerade von FDGO-frömmelden "Demokraten" versucht wieder abzuschaffen, des eigenen Machterhaltes und Privilegienwahrung wegen.
    Ausserdem weiss ich nicht was an unserer Gesellschaft so wahnsinnig frei sein soll, wenn die gesellschaftlichen Entwicklungsmöglichen und damit sozialer Fortschritt von ihrer Kompatibilität mit einer ökonomischen, dogmatischen Ersatzreligion abhängig sein sollen.

    Und was soll der Unsinn mit den "freien Wahlen", wenn ich doch immer nur das gleiche "alternativlose" repräsentativ-"demokratische" Kapitalismussystem wählen kann?

  5. 8. [...]

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    • Todoy
    • 26.01.2012 um 11:46 Uhr

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    • 26.01.2012 um 11:46 Uhr

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