AnredeDas Zitat... und Ihr Gewinn

Wiesław Brudziński sagt: Ein Freund ist ein Mensch, der dir völlig selbstlos schadet.

Der junge Jurist jammerte: »Mein Chef siezt mich immer noch!« Das klang wie: »Er verweigert mir seine Wertschätzung.« Oder: »Er sieht mich als Mitarbeiter zweiter Klasse.« Oder: »Er mag mich nicht!« Zwar kam auf Nachfrage heraus, dass sich der Vorgesetzte nur mit einigen Mitarbeitern duzte. Aber eben zu diesem innersten Kreis, zu diesen »Duzfreunden«, hätte der junge Jurist gerne gehört. Das Sie wertete er als lästigen Distanzhalter; das Du hätte er als eine Art Auszeichnung, als Ritterschlag gesehen.

Die Sehnsucht nach dem Du schlummert in vielen Mitarbeitern, sogar in echten Profis. So hat sich ein geschätzter Kollege von mir, Autor von Karrierebüchern und Ressortleiter bei einer Zeitung, in einem Interview zu einer gewagten Antwort hinreißen lassen: Gefragt, was er seinem Chefredakteur gerne einmal sagen würde, sagte er: »Du.«

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Das war sicher mit einem Augenzwinkern gemeint, kein Hilferuf eines emotional Unterzuckerten. Und doch bringt es einen Wunsch auf den Punkt, den Millionen Mitarbeiter teilen: Sie wollen sich ihrem Chef so weit annähern, bis das Du erreicht und das lästige Sie passé ist.

Martin Wehrle
Martin Wehrle

Der Coach Martin Wehrle ist Autor mehrerer Karrierebücher und gibt jede Woche Karrieretipps in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn".

Dabei übersehen sie eine Kleinigkeit: Ein Du verkürzt die (oft schützende) Distanz in beide Richtungen, auch zu den Mitarbeitern hin. Gut möglich, dass der Chef zu einem »Freund« wird, der keine Grenzen mehr beachtet und ihnen »völlig selbstlos schadet« (wie es der polnische Satiriker Wiesław Brudziński sagt). Etwa dann, wenn er Überstunden anregt. »Kannst du heute Abend bitte einspringen«, »Du wirst mich doch nicht hängen lassen«, »Ich habe fest auf dich gebaut«: Solche Sätze in der Du-Form können einen Mitarbeiter in emotionale Geiselhaft nehmen. Was in der Sie-Form eine Zumutung gewesen wäre, erscheint so als unumgänglicher Freundschaftsdienst. Auch eine Gehaltsforderung kann der Chef nun ohne jedes substanzielle Argument abschmettern: »Du willst mich doch nicht in Schwierigkeiten bringen!«

Das Du mag viele Vorteile bieten, gerade auf der Beziehungsebene. Aber es hat auch einen erheblichen Nachteil: Es kann die Grenzen der Professionalität verwischen. Die Qualität einer Beziehung, auch zum Chef, hat etwas mit dem gegenseitigen Respekt zu tun. Den muss ein Du zwar nicht ausschließen – aber es zaubert ihn auch nicht herbei. Im Gegenteil.

 
Leserkommentare
  1. Einmal finde ich es schon erstaunlich, wie jemand, der nicht alle Arbeitsverhältnisse der Welt kennt, hier eine autoritative Meinung äußert, die angeblich allgemein gilt. Ich war 10 Jahre in den USA (Colorado), da war jeder nicht nur auf "You", sondern auf First-Name-Basis. Das geht prima. Ich habe mich dort sehr, sehr wohl gefühlt, per Du.

    Natürlich ist gelegentlich eine schützende Sachlichkeit (von Distanz würde ich hier nicht unbedingt reden) in Über-/Unterordnungsverhältnissen nötig. Aber wie man die herstellt - da gibt es doch viele Möglichkeiten.

    Es gibt eben oft mehr als eine Möglichkeit, eine Aufgabe zu erledigen. Sofern sie zu den Beteiligten passt, sollte man sie nicht durch apodiktische Regeln ausschließen.

    9 Leserempfehlungen
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    in den USA?

    ...in englischsprachigen Ländern Siezen sich alle.
    Das deutsche "du" wäre "thou" was aber niemand mehr verwendet.
    Shakespear hat es noch gemacht wenn jemand nachsehen will:-)

    • saja
    • 29.01.2012 um 20:05 Uhr

    "Einmal finde ich es schon erstaunlich, wie jemand, der nicht alle Arbeitsverhältnisse der Welt kennt, hier eine autoritative Meinung äußert, die angeblich allgemein gilt."

    Ich habe den Artikel (ohne, dass das dort explizit so stand) als einen Kommentar zu deutschen Verhältnissen aufgefasst. Aber Sie weisen natürlich auf einen wichtigen Punkt hin, der im Artikel meiner Meinung nach zu kurz kommt. Denn: Das "Sich-beim-Vornamen-nennen" mag in den USA möglicherweise zum Verhältnis von Chef und Mitarbeitern passen. In Deutschland nehme ich aber leider ein stärkeres Hierarchiedenken war. Von sich modern wähnenden Chefs gern aus dem anglophonen Raum übernommen, wirkt das „informelle“ Miteinander ohne eine grundlegende Änderung der Betriebskultur oder des eigenen Führungsstil oft deplatziert. Nicht, weil sich die Mitarbeiter Distanz wünschen, sondern aufgrund der offenkundigen Ungleichheit der Beziehung. Das freundschaftliche "du" wirkt für mich aufgesetzt, solange der Chef autoritär agiert, Mitarbeiter unterbricht, übermäßig kritisiert und generell Dinge tut, die in umgekehrter Richtung einen Affront bedeuten würden. Vielleicht ist ja das, was Ihren Aufenthalt in den USA so angenehm gemacht hat das (tatsächlich!) ungezwungenere und freundschaftlichere Miteinander! Dieses Betriebsklima wird leider nicht automatisch etabliert, nur weil sich alle in der Firma neuerdings dutzen (müssen?).

    Wieso wird man eigentlich immer bei solchem Themen damit belästigt wie die Angelsachsen diies und jenes tun bzw. Sagen. Die Zeiten als Die Amis ein Vorbildfunktion hatten sind schon lange vorbei. Also brauchen wir Sie auch nicht nachzuäffen. Außerdem warum glauben Sie eigentlich, daß es irgendjemandem hier interessiert wie lange Sie in USA waren.

    • rws
    • 30.01.2012 um 14:02 Uhr

    Wenn der Kollege sagt, "Wolf, would you please ..." meint er "Wolf, könnten Sie bitte ... ". Das meint auch der Banker. Aber wenn der Cop das sagt, dann meint der "Herr Hai, tun Sie dieses oder jenes". (Die Anweisungen der Corps werden nicht diskutiert, egal wie scheinbar höflich die Floskel ist). Der Chef könnte beides meinen ... aber sicher nicht "Wolf, könntest Du bitte ..." Übrigens ist es dann so, dass man sich nicht mehr kennt (kennen darf), wenn man die Company verlässt. Daran sieht man ganz schön, wie das You + Vorname zu sehen ist: Als förmliche Anrede wie das "Sie".

    Es gibt noch andere Länder, bei denen der Familienname nicht die Bedeutung hat wie bei uns. Man nimmt stattdessen den Vornamen - die Distanz ist gefühlt die Gleiche wie bei uns.

    in den USA?

    ...in englischsprachigen Ländern Siezen sich alle.
    Das deutsche "du" wäre "thou" was aber niemand mehr verwendet.
    Shakespear hat es noch gemacht wenn jemand nachsehen will:-)

    • saja
    • 29.01.2012 um 20:05 Uhr

    "Einmal finde ich es schon erstaunlich, wie jemand, der nicht alle Arbeitsverhältnisse der Welt kennt, hier eine autoritative Meinung äußert, die angeblich allgemein gilt."

    Ich habe den Artikel (ohne, dass das dort explizit so stand) als einen Kommentar zu deutschen Verhältnissen aufgefasst. Aber Sie weisen natürlich auf einen wichtigen Punkt hin, der im Artikel meiner Meinung nach zu kurz kommt. Denn: Das "Sich-beim-Vornamen-nennen" mag in den USA möglicherweise zum Verhältnis von Chef und Mitarbeitern passen. In Deutschland nehme ich aber leider ein stärkeres Hierarchiedenken war. Von sich modern wähnenden Chefs gern aus dem anglophonen Raum übernommen, wirkt das „informelle“ Miteinander ohne eine grundlegende Änderung der Betriebskultur oder des eigenen Führungsstil oft deplatziert. Nicht, weil sich die Mitarbeiter Distanz wünschen, sondern aufgrund der offenkundigen Ungleichheit der Beziehung. Das freundschaftliche "du" wirkt für mich aufgesetzt, solange der Chef autoritär agiert, Mitarbeiter unterbricht, übermäßig kritisiert und generell Dinge tut, die in umgekehrter Richtung einen Affront bedeuten würden. Vielleicht ist ja das, was Ihren Aufenthalt in den USA so angenehm gemacht hat das (tatsächlich!) ungezwungenere und freundschaftlichere Miteinander! Dieses Betriebsklima wird leider nicht automatisch etabliert, nur weil sich alle in der Firma neuerdings dutzen (müssen?).

    Wieso wird man eigentlich immer bei solchem Themen damit belästigt wie die Angelsachsen diies und jenes tun bzw. Sagen. Die Zeiten als Die Amis ein Vorbildfunktion hatten sind schon lange vorbei. Also brauchen wir Sie auch nicht nachzuäffen. Außerdem warum glauben Sie eigentlich, daß es irgendjemandem hier interessiert wie lange Sie in USA waren.

    • rws
    • 30.01.2012 um 14:02 Uhr

    Wenn der Kollege sagt, "Wolf, would you please ..." meint er "Wolf, könnten Sie bitte ... ". Das meint auch der Banker. Aber wenn der Cop das sagt, dann meint der "Herr Hai, tun Sie dieses oder jenes". (Die Anweisungen der Corps werden nicht diskutiert, egal wie scheinbar höflich die Floskel ist). Der Chef könnte beides meinen ... aber sicher nicht "Wolf, könntest Du bitte ..." Übrigens ist es dann so, dass man sich nicht mehr kennt (kennen darf), wenn man die Company verlässt. Daran sieht man ganz schön, wie das You + Vorname zu sehen ist: Als förmliche Anrede wie das "Sie".

    Es gibt noch andere Länder, bei denen der Familienname nicht die Bedeutung hat wie bei uns. Man nimmt stattdessen den Vornamen - die Distanz ist gefühlt die Gleiche wie bei uns.

  2. sagt man am Bau.

    Der erste Artikel der sich mit meinen Erfahrungen deckt. Das "Du" verkürzt die Distanz. Arbeitsanforderung werden zunehmend zu nicht abzulehnenden Freundschaftsdiensten.

    Tödlich für den Job.

  3. in den USA?

    Antwort auf "One Size Fits All?"
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    • Puh
    • 29.01.2012 um 19:20 Uhr

    sich im englischsprachigen Sprachraum, was durchaus ein Zeichen des Respektes ist.Nur Deutsche kommen auf die Idee, das "you" so einfach mir nichts dir nicht für ein "du" zu halten. Die hiermit gekennzeichnete Nähe wird dann durch andere Sachen ausgedrückt.

    • kascho
    • 08.02.2012 um 16:28 Uhr

    In dem man Mr. oder Ms. Soundso sagt.

    • Puh
    • 29.01.2012 um 19:20 Uhr

    sich im englischsprachigen Sprachraum, was durchaus ein Zeichen des Respektes ist.Nur Deutsche kommen auf die Idee, das "you" so einfach mir nichts dir nicht für ein "du" zu halten. Die hiermit gekennzeichnete Nähe wird dann durch andere Sachen ausgedrückt.

    • kascho
    • 08.02.2012 um 16:28 Uhr

    In dem man Mr. oder Ms. Soundso sagt.

  4. Nachnamen anredet, mit Mr./Mrs., liebes Bambus07!

    Ich finde diese Vorschriften und Regeln ziemlich daneben. Jeder sollte mit dem Anderen umgehen, wie es BEIDEN passt - Punkt.

    Alles andere ist aufgezwungen und nicht ehrlich. Wenn man auf dem Bau den Respekt verliert, weil man jemanden duzt, dann sollte man sich über sein eigenes Verhalten und Denken mal Gedanken machen =)

    Gruß!

    2 Leserempfehlungen
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    Vielleicht deutet der Artikel die Lösung des Problems, das er m.E. verfehlt, hier an (Zitat aus dem Artikel): "Das klang wie: »Er verweigert mir seine Wertschätzung.« Oder: »Er sieht mich als Mitarbeiter zweiter Klasse.« Oder: »Er mag mich nicht!«"

    Das klingt so, als ob der sich beklagende Mitarbeiter nicht wirklich eine bestimmte Form möchte, sondern Wertschätzung. Würde der Vorgesetzte ihm die geben, wäre das Du oder Sie auch egal. (Ich habe in den USA sehr viel Wertschätzung erfahren, mehr als jemals in Deutschland, und ich kann versichern: es tut sehr gut und heilt viele Wunden.)

    In Deutschland gibt es die Unterscheidung zwischen "Du" und "Sie". Wenn Vorgesetzte vom "Sie" auf's "Du" wechseln, wechseln sie oft auch von der sachlichen auf die persönliche Ebene, weil sie bedauerlicherweise manchmal nicht beides auseinanderhalten können (oder wollen!).

    Wenn man eine nice-to-have-Arbeit jenseits des Feierabends ohne zwingenden Grund ablehnt, dann wird einem das schon mal persönlich übel genommen.

    Unter gleichrangigen Kollegen duzt man sich selbstverständlich. Wenn ein Vorgesetzter unbedingt geduzt werden will, dann tue ich das natürlich ohne die sachliche Ebene zu verlassen.

    Einem echten Freund kann man ohne Probleme jederzeit ein "Nein" sagen ohne das er das übelnimmt, weil er mich genauso respektiert wie ich ihn. Leider konnte ich dies bei noch keinem Duzvorgesetzten beobachten. Ein zufälliges "Neinsagen" wurde zu einem echten Kampf. Die immer angenommene Wahlfreiheit war eine scheinbare Wahlfreiheit zu helfen.

    Bei so einem asymetrischen Spiel mache ich einfach nicht mit. Bei allem Mitgefühl - einseitigem Verhalten, dass an das Bauchgefühl appelliert muss ich vernünftigerweise Grenzen setzen. Ich muss zum Selbstschutz meine eigenen Bedürfnisse wahren.

    Lackmustest:
    Wie kann man erkennen ob tatsächlich eine Wahlfreiheit bei Bitten eines Duz-Vorgesetzten hat, wenn man ohne triftigen Grund nicht wenigstens einmal "Nein" gesagt hat?

    Vielleicht deutet der Artikel die Lösung des Problems, das er m.E. verfehlt, hier an (Zitat aus dem Artikel): "Das klang wie: »Er verweigert mir seine Wertschätzung.« Oder: »Er sieht mich als Mitarbeiter zweiter Klasse.« Oder: »Er mag mich nicht!«"

    Das klingt so, als ob der sich beklagende Mitarbeiter nicht wirklich eine bestimmte Form möchte, sondern Wertschätzung. Würde der Vorgesetzte ihm die geben, wäre das Du oder Sie auch egal. (Ich habe in den USA sehr viel Wertschätzung erfahren, mehr als jemals in Deutschland, und ich kann versichern: es tut sehr gut und heilt viele Wunden.)

    In Deutschland gibt es die Unterscheidung zwischen "Du" und "Sie". Wenn Vorgesetzte vom "Sie" auf's "Du" wechseln, wechseln sie oft auch von der sachlichen auf die persönliche Ebene, weil sie bedauerlicherweise manchmal nicht beides auseinanderhalten können (oder wollen!).

    Wenn man eine nice-to-have-Arbeit jenseits des Feierabends ohne zwingenden Grund ablehnt, dann wird einem das schon mal persönlich übel genommen.

    Unter gleichrangigen Kollegen duzt man sich selbstverständlich. Wenn ein Vorgesetzter unbedingt geduzt werden will, dann tue ich das natürlich ohne die sachliche Ebene zu verlassen.

    Einem echten Freund kann man ohne Probleme jederzeit ein "Nein" sagen ohne das er das übelnimmt, weil er mich genauso respektiert wie ich ihn. Leider konnte ich dies bei noch keinem Duzvorgesetzten beobachten. Ein zufälliges "Neinsagen" wurde zu einem echten Kampf. Die immer angenommene Wahlfreiheit war eine scheinbare Wahlfreiheit zu helfen.

    Bei so einem asymetrischen Spiel mache ich einfach nicht mit. Bei allem Mitgefühl - einseitigem Verhalten, dass an das Bauchgefühl appelliert muss ich vernünftigerweise Grenzen setzen. Ich muss zum Selbstschutz meine eigenen Bedürfnisse wahren.

    Lackmustest:
    Wie kann man erkennen ob tatsächlich eine Wahlfreiheit bei Bitten eines Duz-Vorgesetzten hat, wenn man ohne triftigen Grund nicht wenigstens einmal "Nein" gesagt hat?

    • Puh
    • 29.01.2012 um 19:20 Uhr

    sich im englischsprachigen Sprachraum, was durchaus ein Zeichen des Respektes ist.Nur Deutsche kommen auf die Idee, das "you" so einfach mir nichts dir nicht für ein "du" zu halten. Die hiermit gekennzeichnete Nähe wird dann durch andere Sachen ausgedrückt.

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    Antwort auf "Wie siezt man sich"
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    Das tut nicht nur der Deutsche... der Schwede beispielsweise dutzt JEDEN (außer den König)... so what?

    Das tut nicht nur der Deutsche... der Schwede beispielsweise dutzt JEDEN (außer den König)... so what?

  5. Sehr bewährt hat sich (in beiden Richtungen) das angelsächsisch-hanseatische "Sie" in Verbindung mit dem Vornamen. Das Gegenüber fühlt sich angesprochen und es wird trotzdem ein gewisses Maß an Distanz gewahrt.

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    Ich persönlich halte überhaupt nichts von 'Sie' + Vornamen.
    Entweder Du oder Sie, aber keine Mischform.

    Mit dem Chef bevorzuge ich definitiv das Sie. Leider bieten Chefs immer wieder mal das Du an, was man nur sehr schlecht ablehnen kann.

    Ich persönlich halte überhaupt nichts von 'Sie' + Vornamen.
    Entweder Du oder Sie, aber keine Mischform.

    Mit dem Chef bevorzuge ich definitiv das Sie. Leider bieten Chefs immer wieder mal das Du an, was man nur sehr schlecht ablehnen kann.

  6. ...in englischsprachigen Ländern Siezen sich alle.
    Das deutsche "du" wäre "thou" was aber niemand mehr verwendet.
    Shakespear hat es noch gemacht wenn jemand nachsehen will:-)

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    Antwort auf "One Size Fits All?"
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    You und Thou: Shakespeare verwendet in der Tat beides. Wenn ich das richtig erinnere, tut er das aber unsystematisch. Es gibt Figuren, die sich sich in einer Zeile you-zen, in einer andere thou-zen. Dass bei Shakespeare oder heute Thou Du bedeutet und You Sie ist bestenfalls etymologisch wahr, aber nicht im Gebrauch ersichtlich.

    All das hat mit den Thema hier nur wenig zu tun. Mir ging es darum, zu sagen, dass es für eine gute Arbeitsbeziehung nicht unbedingt einer fest definierten Form bedarf. Ich glaube allerdings, dass es einer Höflichkeit und eines Respektes bedarf, die sich auch irgendwie in der Form ausdrücken. Das muss nicht das Sie sein. (Aber wer meint, ein Du sei gut, und berechtige dann zu Beleidigungen, hat es irgendwie auch nicht begriffen.)

    • kascho
    • 08.02.2012 um 16:34 Uhr

    "Du" ist im Deutschen die informelle Anrede, "Sie" die formelle. Im Englischen entspricht das der Anrede mit Vornamen oder mit Nachnamen, wobei wesentlich häufiger der Vorname zum Einsatz kommt. "Thou" wird im heutigen Englisch nicht mehr verwendet. Du kann daher heute auch nicht mehr mit Thou übersetzen.

    You und Thou: Shakespeare verwendet in der Tat beides. Wenn ich das richtig erinnere, tut er das aber unsystematisch. Es gibt Figuren, die sich sich in einer Zeile you-zen, in einer andere thou-zen. Dass bei Shakespeare oder heute Thou Du bedeutet und You Sie ist bestenfalls etymologisch wahr, aber nicht im Gebrauch ersichtlich.

    All das hat mit den Thema hier nur wenig zu tun. Mir ging es darum, zu sagen, dass es für eine gute Arbeitsbeziehung nicht unbedingt einer fest definierten Form bedarf. Ich glaube allerdings, dass es einer Höflichkeit und eines Respektes bedarf, die sich auch irgendwie in der Form ausdrücken. Das muss nicht das Sie sein. (Aber wer meint, ein Du sei gut, und berechtige dann zu Beleidigungen, hat es irgendwie auch nicht begriffen.)

    • kascho
    • 08.02.2012 um 16:34 Uhr

    "Du" ist im Deutschen die informelle Anrede, "Sie" die formelle. Im Englischen entspricht das der Anrede mit Vornamen oder mit Nachnamen, wobei wesentlich häufiger der Vorname zum Einsatz kommt. "Thou" wird im heutigen Englisch nicht mehr verwendet. Du kann daher heute auch nicht mehr mit Thou übersetzen.

  7. Vielleicht deutet der Artikel die Lösung des Problems, das er m.E. verfehlt, hier an (Zitat aus dem Artikel): "Das klang wie: »Er verweigert mir seine Wertschätzung.« Oder: »Er sieht mich als Mitarbeiter zweiter Klasse.« Oder: »Er mag mich nicht!«"

    Das klingt so, als ob der sich beklagende Mitarbeiter nicht wirklich eine bestimmte Form möchte, sondern Wertschätzung. Würde der Vorgesetzte ihm die geben, wäre das Du oder Sie auch egal. (Ich habe in den USA sehr viel Wertschätzung erfahren, mehr als jemals in Deutschland, und ich kann versichern: es tut sehr gut und heilt viele Wunden.)

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    Antwort auf "Indem man sich mit"
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    • tippex
    • 29.01.2012 um 21:43 Uhr

    ich bin mit meinen chefs auch per du. leider muss ich sagen, dass ich mit ihnen bei weitem lieber per sie wäre.

    denn ein "du" ist bei weitem kein zeichen von wertschätzung und kann sie auch nicht vortäuschen!

    ich persönlich würde dem "du" gekoppelt mit einem abgerungenen "plastiklob" ein "sie" und eine bessere unternehmens- und führungkultur bevorzugen!

    • tippex
    • 29.01.2012 um 21:43 Uhr

    ich bin mit meinen chefs auch per du. leider muss ich sagen, dass ich mit ihnen bei weitem lieber per sie wäre.

    denn ein "du" ist bei weitem kein zeichen von wertschätzung und kann sie auch nicht vortäuschen!

    ich persönlich würde dem "du" gekoppelt mit einem abgerungenen "plastiklob" ein "sie" und eine bessere unternehmens- und führungkultur bevorzugen!

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