Arbeitsschutz Vorsicht!
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Ein Fleischer und ein Gerüstbauer erzählen

Der Fleischer:

Grisch Jessen ist 37 Jahre alt. Seit 16 Jahren arbeitet er bei der Besselmann Services GmbH und Co. KG, einem Dienstleister der Lebensmittel- industrie, zuständig für Verpackung und Arbeitsschutz:

»Mangelnde Konzentration ist oft die Ursache für Unfälle. Fünf Minuten vor Feierabend, den ganzen Tag mit dem Messer hantiert – zack! geht ein Routineschnitt daneben. Schwere Verletzungen sind zum Glück äußerst selten, das gilt auch für Maschinenunfälle. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: Eine Mitarbeiterin wollte eine Verpackungsmaschine zu gründlich reinigen und griff unter die Maschine, wo sich die Mechanik der Anlage befindet. Als jemand das Gerät vorzeitig wieder in Betrieb nahm, waren vier Fingerkuppen ab. So was kommt vor – da helfen die strengsten Sicherheitsauflagen nichts.

Ich berate Leiter und Mitarbeiter von Betrieben, die Fleisch- und Wurstwaren herstellen, und lerne die Unternehmen in ihrem täglichen Arbeiten kennen. Die industrielle Fleischherstellung ist heutzutage stark standardisiert. Ein Betrieb gleicht dem anderen. Und leider gilt nach wie vor: Messerunfälle gehören dazu, da sprechen die Zahlen für sich. Dabei sind die Sicherheitsvorkehrungen enorm, das fordern auch der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaft. Schnittfeste Handschuhe, millimetergenaue Angaben über die Stärke der Klingen, regelmäßige Sicherheitsschulungen. Gerade jüngere Mitarbeiter sind offen für den Austausch. Die Älteren sind dagegen oft ein bisschen abgestumpft. Aber: Wer nicht mitzieht, hat mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen zu rechnen. Anders geht es leider nicht. Mitarbeiter, die gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen, werden abgemahnt. Insgesamt sehe ich die Entwicklung sehr positiv, dass Sicherheitsvorkehrungen aufgrund von Umsatzdruck vernachlässigt werden, hab ich noch nicht erlebt.«

Der Gerüstbauer:

Jens Mann ist 33Jahre alt, er arbeitet seit 1997 bei der Firma Gemeinhardt Gerüstbau als Kolonnenführer:

»Das Dach war moosig, rutschig und ich unter Zeitdruck. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügte, und ich verlor das Gleichgewicht. Ich bin durchs Dachfenster geflogen und hab noch zwei Decken durchschlagen. Zum Glück waren es ›nur‹ sechs Meter, außer schweren Stauchungen blieb ich unverletzt. Na ja, und meine Frau war ziemlich sauer. Von einem Gerüst bin ich aber noch nie gestürzt. Es gibt keine Höhe, die mir unbehaglich ist. Ich baue Gerüste, die sind 30, 40, auch mal 50 Meter hoch. Wenn da was passiert, ist es aus. In den letzten Jahren ist das Sicherheitsbewusstsein größer geworden. Jux und Dollerei, wie ungesichertes Rennen über das Gerüst, gibt es nicht mehr. Als ich 1997 in den Beruf gekommen bin, wurde der Sicherheitsgedanke noch nicht richtig für voll genommen. Jetzt wird in der Aus- und Weiterbildung mehr Wert auf Sicherheitsstandards gelegt, und wir halten uns an genaue Vorschriften. Dennoch: Eine gewisse Absturzgefahr bleibt natürlich immer. Ich unterscheide zwischen ständiger und kurzzeitiger Gefährdung. Kurzzeitige Gefährdungen auf der Baustelle ergeben sich zum Beispiel, wenn man seinen Sicherheitsgurt lösen muss, um zu einem anderen Punkt des Gerüstes zu gelangen. Oder wenn es mal richtig schnell gehen muss. Da denkt man auch mal über die Konsequenzen eines Sturzes nach. An die ständige Gefährdung für Leib und Leben, die mein Beruf in so großer Höhe einfach mit sich bringt, denke ich dagegen nicht mehr. Daran habe ich mich gewöhnt und meine Frau zum Glück auch. Sie steht nicht jeden Abend erleichtert an der Tür und sagt: »Schön, dass du wieder da bist!«

 
Leser-Kommentare
    • iboo
    • 28.01.2012 um 19:02 Uhr

    Das mit dem Sicherheitsgurt auf dem Gerüst mag vielleicht in irgendwelchen Leerbüchern und Vorschriften stehen, in der Praxis gesehen habe ich das aber noch nie. Als die Fassade unseres Mehrfamilienhauses saniert wurde hat eine Baufirma das Gerüst sogar so unpraktisch aufgestellt, dass die Arbeiter von einem zu einem anderen Teil des Gerüstes ungesichert über den Abgrund klettern mussten - mit bester Aussicht auf den Betonboden fünf Etagen unter ihnen.

    • Urian
    • 28.01.2012 um 21:33 Uhr

    "Über 70 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle zwischen 2000 und 2009 etwa erlitten Menschen, die mit körperlicher Arbeit ihren harten Lohn verdienten."

    Was soll diese sexistisch motivierte, wenn auch leider politisch korrekte Ungenauigkeit? Dass 70 % der Opfer von Arbeitsunfällen zur "Arbeiterklasse" gehören, darf gesagt werden, dass aber mindestens 95% der Opfer tödlicher Arbeitsunfälle Männer sind, bleibt wohlweislich unerwähnt.

    Wo sind sie denn auf einmal geblieben, all die Frauen- Gender- Gleichstellungs- BauauftragtInnen und sonstige Berufsfeministinnen mit ihrem Geschrei nach "Frauenquoten"?

    Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass "Gender-Mainstreaming" NICHT auf Gleichstellung der Geschlechter abzielt, sondern auf Ausbau der Frauenprivilegien in der Gesellschaft, dann ist diesser Beweis in Artikeln wie diesem unwiderleglich erbracht. Das Geplärre nach Frauenquoten in Führungspositionen wird täglich lauter und schriller, aber das Ersticken in verschütteten Bergwerkstollen, das Krepieren an Staublunge und der Absturz vom Baugerüst dürfen gerne reine Männersache bleiben.

    So sind sie, unsere tapferen KämpferInnen für "Geschlechtergerechtigkeit"!

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    • multix
    • 29.01.2012 um 12:21 Uhr

    beginnt bei der Beachtung der physischen Unterschiede und Ausgangspunkte. Schickt man einen Mann in sog. Männerberufe, der mit physischen Kräften ausgestattet ist, die vergleichbar mit denen einer durchschnittlichen Frau sind, dann wird der dort absehbar nicht lange durchhalten können
    – außerdem würde ein solcher Typus schnell als Schwächling dastehen und allenfalls für leichtere Arbeiten herangezogen werden.
    Insoweit kann die Zusammensetzung der Belegschaft in körperlich belastenden Berufen nicht mit der mangelnden Bereitschaft von Frauen kausal verbunden werden, sondern nur durch die naturgegeben unterschiedliche physische Belastbarkeit der Geschlechter.

    Abgesehen davon sind Männer nicht Opfer tödlicher Arbeitsunfälle, sondern ihrer durchschnittlich risikobehafteren Lebensführung (siehe z.B. Statistiken der Lebensversicherer), die sich im Beruf häufig fortsetzt.

    Ursache dessen ist eher die Nichtbeachtung der UVV/AS-Vorschriften, Nachlässigkeit bei persönlicher Schutzausrüstung und eine Unterschätzung von Gefahrensituationen, oft im Zusammenspiel mit übermäßig hohem Arbeits, Zeit – und Termindruck.

    Manche Typen gehen in ihrer latenten Selbstüberschätzung so weit, daß sie vor sich und anderen zu schützen sind. Dagegen hilft nur der Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen, eine verschärfte Handhabung und Ahndung gefahrenträchtigen Handelns, bis hin zur Abmahnung/Kündigung.

    Wirksame Restriktionen erklären den Rückgang der Arbeits – und Verkehrsunfälle unter Männern am ehesten.

    m.

    Ihr Aufschrei nach Gender-Mainstreaming und eine angebliche (gezielte) Banachteilungung von Männern resp. versteckte Förderung von Frauen lässt leider zwei Dinge ausser acht:

    1.) Es mag zwar stimmen, dass Männer öfters von tödlichen Arbeitsunfällen betroffen sind als Frauen (einfach deshalb, weil es halt im Bergbau und im Dachdeckergewerbe weniger Frauen gibt), allerdings - und da bin ich mir ziemlich sicher, auch wenn ich die genauen Zahlen nicht kenne - sind nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen von berufsbedingten Krankheiten betroffen, beispielsweise Kleiderverkäuferinnen, die allergische Reaktionen auf Textilfarbstoffe entwickeln, Flliessbandarbeiterinnen mit entzündeten Sehnen in den Hand- und Fingergelenken durch monate- und jahrelanges Verpacken und Etiketieren, Putzfrauen, die durch ihre Arbeit Rückennbeschwerden entwickeln... Ja, es gibt viele Frauen, die durch ihre tägliche Arbeit ebenso krank werden wie Männer.

    2.) Der überwältigende Teil der Hausarbeit wird immer noch durch Frauen erledigt. Gerade im Haushalt, wo es keine Überwachung der Arbeitssicherheit gibt, finden immer noch viele Unfälle statt. Diese Frauen lassen Sie gerade völlig ausser Acht.

    • Tala00
    • 29.01.2012 um 18:47 Uhr

    Haben Sie mal versucht sich als Frau auf eine Lehrstelle in einem der Berufe mit der höchsten Unfallrate zu bewerben? Vermutlich nicht. Ich kann Ihnen sagen, es ist gar nicht so einfach. Aussagen wie: "Frauen nehmen wir nicht, das ist'n Männerjob", und "Ein Mädel hat auf der Baustelle nix zu suchen", sind eher die Regel als die Ausnahme. Frauenquoten auf dem Bau dürfte den Männern mehr zu schaffen als den Frauen. Die Betriebe die nämlich überhaupt Frauen einstellen, haben wenig Probleme welche zu finden. Ich kann also dieses ganze: Frauen wollen doch nur die Privilegien nicht mehr hören. Wir wollen einfach nicht ständig von Männern hören was wir zu tun oder zu lassen haben. So einfach ist das.

    • multix
    • 29.01.2012 um 12:21 Uhr

    beginnt bei der Beachtung der physischen Unterschiede und Ausgangspunkte. Schickt man einen Mann in sog. Männerberufe, der mit physischen Kräften ausgestattet ist, die vergleichbar mit denen einer durchschnittlichen Frau sind, dann wird der dort absehbar nicht lange durchhalten können
    – außerdem würde ein solcher Typus schnell als Schwächling dastehen und allenfalls für leichtere Arbeiten herangezogen werden.
    Insoweit kann die Zusammensetzung der Belegschaft in körperlich belastenden Berufen nicht mit der mangelnden Bereitschaft von Frauen kausal verbunden werden, sondern nur durch die naturgegeben unterschiedliche physische Belastbarkeit der Geschlechter.

    Abgesehen davon sind Männer nicht Opfer tödlicher Arbeitsunfälle, sondern ihrer durchschnittlich risikobehafteren Lebensführung (siehe z.B. Statistiken der Lebensversicherer), die sich im Beruf häufig fortsetzt.

    Ursache dessen ist eher die Nichtbeachtung der UVV/AS-Vorschriften, Nachlässigkeit bei persönlicher Schutzausrüstung und eine Unterschätzung von Gefahrensituationen, oft im Zusammenspiel mit übermäßig hohem Arbeits, Zeit – und Termindruck.

    Manche Typen gehen in ihrer latenten Selbstüberschätzung so weit, daß sie vor sich und anderen zu schützen sind. Dagegen hilft nur der Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen, eine verschärfte Handhabung und Ahndung gefahrenträchtigen Handelns, bis hin zur Abmahnung/Kündigung.

    Wirksame Restriktionen erklären den Rückgang der Arbeits – und Verkehrsunfälle unter Männern am ehesten.

    m.

    Ihr Aufschrei nach Gender-Mainstreaming und eine angebliche (gezielte) Banachteilungung von Männern resp. versteckte Förderung von Frauen lässt leider zwei Dinge ausser acht:

    1.) Es mag zwar stimmen, dass Männer öfters von tödlichen Arbeitsunfällen betroffen sind als Frauen (einfach deshalb, weil es halt im Bergbau und im Dachdeckergewerbe weniger Frauen gibt), allerdings - und da bin ich mir ziemlich sicher, auch wenn ich die genauen Zahlen nicht kenne - sind nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen von berufsbedingten Krankheiten betroffen, beispielsweise Kleiderverkäuferinnen, die allergische Reaktionen auf Textilfarbstoffe entwickeln, Flliessbandarbeiterinnen mit entzündeten Sehnen in den Hand- und Fingergelenken durch monate- und jahrelanges Verpacken und Etiketieren, Putzfrauen, die durch ihre Arbeit Rückennbeschwerden entwickeln... Ja, es gibt viele Frauen, die durch ihre tägliche Arbeit ebenso krank werden wie Männer.

    2.) Der überwältigende Teil der Hausarbeit wird immer noch durch Frauen erledigt. Gerade im Haushalt, wo es keine Überwachung der Arbeitssicherheit gibt, finden immer noch viele Unfälle statt. Diese Frauen lassen Sie gerade völlig ausser Acht.

    • Tala00
    • 29.01.2012 um 18:47 Uhr

    Haben Sie mal versucht sich als Frau auf eine Lehrstelle in einem der Berufe mit der höchsten Unfallrate zu bewerben? Vermutlich nicht. Ich kann Ihnen sagen, es ist gar nicht so einfach. Aussagen wie: "Frauen nehmen wir nicht, das ist'n Männerjob", und "Ein Mädel hat auf der Baustelle nix zu suchen", sind eher die Regel als die Ausnahme. Frauenquoten auf dem Bau dürfte den Männern mehr zu schaffen als den Frauen. Die Betriebe die nämlich überhaupt Frauen einstellen, haben wenig Probleme welche zu finden. Ich kann also dieses ganze: Frauen wollen doch nur die Privilegien nicht mehr hören. Wir wollen einfach nicht ständig von Männern hören was wir zu tun oder zu lassen haben. So einfach ist das.

    • multix
    • 29.01.2012 um 12:21 Uhr

    beginnt bei der Beachtung der physischen Unterschiede und Ausgangspunkte. Schickt man einen Mann in sog. Männerberufe, der mit physischen Kräften ausgestattet ist, die vergleichbar mit denen einer durchschnittlichen Frau sind, dann wird der dort absehbar nicht lange durchhalten können
    – außerdem würde ein solcher Typus schnell als Schwächling dastehen und allenfalls für leichtere Arbeiten herangezogen werden.
    Insoweit kann die Zusammensetzung der Belegschaft in körperlich belastenden Berufen nicht mit der mangelnden Bereitschaft von Frauen kausal verbunden werden, sondern nur durch die naturgegeben unterschiedliche physische Belastbarkeit der Geschlechter.

    Abgesehen davon sind Männer nicht Opfer tödlicher Arbeitsunfälle, sondern ihrer durchschnittlich risikobehafteren Lebensführung (siehe z.B. Statistiken der Lebensversicherer), die sich im Beruf häufig fortsetzt.

    Ursache dessen ist eher die Nichtbeachtung der UVV/AS-Vorschriften, Nachlässigkeit bei persönlicher Schutzausrüstung und eine Unterschätzung von Gefahrensituationen, oft im Zusammenspiel mit übermäßig hohem Arbeits, Zeit – und Termindruck.

    Manche Typen gehen in ihrer latenten Selbstüberschätzung so weit, daß sie vor sich und anderen zu schützen sind. Dagegen hilft nur der Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen, eine verschärfte Handhabung und Ahndung gefahrenträchtigen Handelns, bis hin zur Abmahnung/Kündigung.

    Wirksame Restriktionen erklären den Rückgang der Arbeits – und Verkehrsunfälle unter Männern am ehesten.

    m.

    Eine Leser-Empfehlung
  1. "dass aber mindestens 95% der Opfer tödlicher Arbeitsunfälle Männer sind"

    Männer wurden noch vor zwanzig Jahren mitleidig belächelt, wenn sie bei der Arbeit Handschuhe trugen, Männer denken auch,
    einen Bauhelm ect. brauchen eher Memmen. Frauen sind beim Thema Arbeitsschutz einfach vernünftiger.

  2. Ihr Aufschrei nach Gender-Mainstreaming und eine angebliche (gezielte) Banachteilungung von Männern resp. versteckte Förderung von Frauen lässt leider zwei Dinge ausser acht:

    1.) Es mag zwar stimmen, dass Männer öfters von tödlichen Arbeitsunfällen betroffen sind als Frauen (einfach deshalb, weil es halt im Bergbau und im Dachdeckergewerbe weniger Frauen gibt), allerdings - und da bin ich mir ziemlich sicher, auch wenn ich die genauen Zahlen nicht kenne - sind nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen von berufsbedingten Krankheiten betroffen, beispielsweise Kleiderverkäuferinnen, die allergische Reaktionen auf Textilfarbstoffe entwickeln, Flliessbandarbeiterinnen mit entzündeten Sehnen in den Hand- und Fingergelenken durch monate- und jahrelanges Verpacken und Etiketieren, Putzfrauen, die durch ihre Arbeit Rückennbeschwerden entwickeln... Ja, es gibt viele Frauen, die durch ihre tägliche Arbeit ebenso krank werden wie Männer.

    2.) Der überwältigende Teil der Hausarbeit wird immer noch durch Frauen erledigt. Gerade im Haushalt, wo es keine Überwachung der Arbeitssicherheit gibt, finden immer noch viele Unfälle statt. Diese Frauen lassen Sie gerade völlig ausser Acht.

    • Tala00
    • 29.01.2012 um 18:47 Uhr

    Haben Sie mal versucht sich als Frau auf eine Lehrstelle in einem der Berufe mit der höchsten Unfallrate zu bewerben? Vermutlich nicht. Ich kann Ihnen sagen, es ist gar nicht so einfach. Aussagen wie: "Frauen nehmen wir nicht, das ist'n Männerjob", und "Ein Mädel hat auf der Baustelle nix zu suchen", sind eher die Regel als die Ausnahme. Frauenquoten auf dem Bau dürfte den Männern mehr zu schaffen als den Frauen. Die Betriebe die nämlich überhaupt Frauen einstellen, haben wenig Probleme welche zu finden. Ich kann also dieses ganze: Frauen wollen doch nur die Privilegien nicht mehr hören. Wir wollen einfach nicht ständig von Männern hören was wir zu tun oder zu lassen haben. So einfach ist das.

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    • multix
    • 30.01.2012 um 16:53 Uhr

    sollte es genauer bezeichnet werden. Denn Frauen im Handwerk sind nicht selten, konzentrieren sich aber bspw. auf das Kochgewerbe, Friseurhandwerk u.a.

    Auf dem Bau werden Sie Frauen i.d. Tat selten treffen, die Bau-Unternehmer sparen da gern an der 2ten Toilette & Umkleideräumen. Es gibt zwar inzwischen etliche Tätigkeiten auf dem Bau, die Frauen ungeachtet des Unterschieds bei den Körperkräften problemlos leisten können, aber es bedeutet auch einen höheren technischen Aufwand wenn dieser Unterschied von Fall zu Fall durch Geräte und Maschinen kompensiert werden muß - was sich besonders bei kleinen Aufträgen nicht lohnt.
    Es gibt folglich auch sachl./ökonomische Gründe für dieser Entscheidung gegen weibl. Beschäftigte, die in diesen Jobs dann nur noch mit der Handhabung der nötigen Technik, Geschicklichkeit, Kenntnissen und Mitdenken punkten können.
    Es kommt halt auf das Arbeitsfeld, die Zusammensetzung der Belegschaft und die interne Arbeitsteilung der Firma an, das muss zum Bewerberinprofil passen nicht umgekehrt.

    Das Hauptproblem sehe ich aber - vermutlich wie Sie - darin, dass in diesen Branchen die Vorbehalte ggü Frauen in Handwerk und Technik sehr stark sind, das liegt vornehmlich daran, dass sich in diesem Sektor bevorzugt Typen mit recht traditionellem Rollenverständnis einfinden und wenig Bereitschaft zur Akzeptanz von Kolleginnen mitbringen.

    Es gibt aber auch Firmen mit aufgeschlossenen ChefIn, einfach mal in der HWK nachfragen, die kennen die Pappenheimer.
    ;)

    m.

    • multix
    • 30.01.2012 um 16:53 Uhr

    sollte es genauer bezeichnet werden. Denn Frauen im Handwerk sind nicht selten, konzentrieren sich aber bspw. auf das Kochgewerbe, Friseurhandwerk u.a.

    Auf dem Bau werden Sie Frauen i.d. Tat selten treffen, die Bau-Unternehmer sparen da gern an der 2ten Toilette & Umkleideräumen. Es gibt zwar inzwischen etliche Tätigkeiten auf dem Bau, die Frauen ungeachtet des Unterschieds bei den Körperkräften problemlos leisten können, aber es bedeutet auch einen höheren technischen Aufwand wenn dieser Unterschied von Fall zu Fall durch Geräte und Maschinen kompensiert werden muß - was sich besonders bei kleinen Aufträgen nicht lohnt.
    Es gibt folglich auch sachl./ökonomische Gründe für dieser Entscheidung gegen weibl. Beschäftigte, die in diesen Jobs dann nur noch mit der Handhabung der nötigen Technik, Geschicklichkeit, Kenntnissen und Mitdenken punkten können.
    Es kommt halt auf das Arbeitsfeld, die Zusammensetzung der Belegschaft und die interne Arbeitsteilung der Firma an, das muss zum Bewerberinprofil passen nicht umgekehrt.

    Das Hauptproblem sehe ich aber - vermutlich wie Sie - darin, dass in diesen Branchen die Vorbehalte ggü Frauen in Handwerk und Technik sehr stark sind, das liegt vornehmlich daran, dass sich in diesem Sektor bevorzugt Typen mit recht traditionellem Rollenverständnis einfinden und wenig Bereitschaft zur Akzeptanz von Kolleginnen mitbringen.

    Es gibt aber auch Firmen mit aufgeschlossenen ChefIn, einfach mal in der HWK nachfragen, die kennen die Pappenheimer.
    ;)

    m.

    • multix
    • 30.01.2012 um 16:53 Uhr

    sollte es genauer bezeichnet werden. Denn Frauen im Handwerk sind nicht selten, konzentrieren sich aber bspw. auf das Kochgewerbe, Friseurhandwerk u.a.

    Auf dem Bau werden Sie Frauen i.d. Tat selten treffen, die Bau-Unternehmer sparen da gern an der 2ten Toilette & Umkleideräumen. Es gibt zwar inzwischen etliche Tätigkeiten auf dem Bau, die Frauen ungeachtet des Unterschieds bei den Körperkräften problemlos leisten können, aber es bedeutet auch einen höheren technischen Aufwand wenn dieser Unterschied von Fall zu Fall durch Geräte und Maschinen kompensiert werden muß - was sich besonders bei kleinen Aufträgen nicht lohnt.
    Es gibt folglich auch sachl./ökonomische Gründe für dieser Entscheidung gegen weibl. Beschäftigte, die in diesen Jobs dann nur noch mit der Handhabung der nötigen Technik, Geschicklichkeit, Kenntnissen und Mitdenken punkten können.
    Es kommt halt auf das Arbeitsfeld, die Zusammensetzung der Belegschaft und die interne Arbeitsteilung der Firma an, das muss zum Bewerberinprofil passen nicht umgekehrt.

    Das Hauptproblem sehe ich aber - vermutlich wie Sie - darin, dass in diesen Branchen die Vorbehalte ggü Frauen in Handwerk und Technik sehr stark sind, das liegt vornehmlich daran, dass sich in diesem Sektor bevorzugt Typen mit recht traditionellem Rollenverständnis einfinden und wenig Bereitschaft zur Akzeptanz von Kolleginnen mitbringen.

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    Antwort auf "Frauen im Handwerk"
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf das Einstellen von Werbung. Danke. Die Redaktion/vn

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