Deutschlandkarte : "Alter Fritz"-Kneipen

Die Vorliebe für den Namen "Zum Alten Fritz" darf als älteste Kneipennamenmode in Deutschland gelten. Die Deutschlandkarte zeigt, wo es die meisten ihrer Art gibt.

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Zu Zeiten, als es dem Preußenkönig Friedrich II. angeblich gefiel, ab und an in Gasthäuser einzukehren, hatten diese noch einfache Namen. Sie hießen »Zum Krug« oder »Dorfschenke«, das genügte. Die Vorliebe für den Namen »Zum Alten Fritz« darf als älteste Kneipennamenmode in Deutschland gelten, die bis heute trotz Eck- und Dorfkneipensterben nachwirkt. Eine Mode, die nicht nur Preußen befiel, sondern auch das unpreußische Württemberg und das noch unpreußischere Bayern .

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Potsdam hat heute, da man Friedrichs des Großen zu seinem 300. Geburtstag gedenkt, gar keine solchen Kneipen (dort versorgt das Schloss die Fritz-Sehnsucht), drum herum in Brandenburg gibt es umso mehr. In der DDR durften diese weiter so heißen, war der Monarch doch ein aufgeklärter. Die meisten der »Alten Fritzen« erhielten ihren Namen erst im Kaiserreich, also lange nach des Königs Tod. Das sollte Angela Merkel Hoffnung geben, falls sie sich grämt, dass es noch immer kein einziges »Zum Merkelchen« gibt.

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