FDP Jetzt wird gewachsen!
Auf in die Zukunft mit Ideen von gestern: Philipp Rösler will die FDP zur Partei der Anti-Ökologen machen.
© Hannibal Hanschke / dpa

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)
Hermann Otto Solms erhebt Einspruch. Ausgerechnet Solms, der Mann, der nach 41 Jahren in der Partei wie kein anderer die traditionelle FDP verkörpert. Er begehrt gegen die Renaissance eines Kernbegriffs liberaler Wirtschaftspolitik auf, gegen das »Wachstum«. »Wir müssen aufpassen, dass wir damit nicht altmodisch wirken«, sagt Solms.
Es ist der Morgen des 6. Januar. Auf der Sitzung des FDP-Präsidiums im Stuttgarter Hotel Schlossgarten hat der Vorsitzende Philipp Rösler soeben dem innersten Zirkel dargelegt, wie er seine Partei aus der Misere führen will: indem sie Wachstum propagiert. Ungebremst, unbelastet, euphorisch. Selbst Solms, dem Orthodoxen, geht das zu weit. Von Rösler will er wissen, wie er die verordnete Begeisterung denn begründe. Wolle er Qualität oder, wie früher üblich, allein Quantität? Wachstum wofür, Wachstum wozu? Rösler schiebt Solms Warnung vor der Rückkehr in die Vergangenheit zur Seite. Beim Dreikönigstreffen, dem liberalen Hochamt im Stuttgarter Staatstheater, verkündet er dann: »Wenn alle anderen Parteien sich vom Wachstum distanzieren, braucht Deutschland eine Partei, die sich klar dazu bekennt – die FDP.«
Durch Wachstum selbst wieder wachsen. Rösler glaubt, endlich eine Art Zauberformel zur Genesung der FDP, ihres Vorsitzenden und des Landes gefunden zu haben. Die Debatte darüber soll das Profil der Partei polieren, ihrer Wirtschaftspolitik Kontur geben und Deutschlands Wohlstand sichern. Rösler stellt einer angeblich weitverbreiteten »Zukunftsverzagtheit und dem Mimosentum« ungebrochenen Fortschrittsoptimismus entgegen: »Die Menschen sind die allgegenwärtige Skepsis ebenso leid wie die Verzichtsrhetorik.« Fortschrittsoptimismus und Technologiegläubigkeit stürmen beim Wirtschaftsminister so ungebremst nach vorn, dass alles Grüne wegrasiert wird. Zulasten des Landes – und zulasten des wichtigsten innenpolitischen Projekts der Regierung, der Energiewende.
Im kleinen Kreis wurde im Advent das neue Gewinnerthema entdeckt
Zweifler überschüttet Rösler mit Spott. Der Club of Rome, der 1972 als Erster Die Grenzen des Wachstums beschwor, erscheint in seiner Welt als ein Zeuge Jehovas, als Untergangsprophet. Die umweltbewegten CDU-Politiker Klaus Töpfer und Kurt Biedenkopf tauchen als »konservative Weltverbesserer« auf, Grünen-Wähler als verwöhnte Neubürgerliche, »die es sich leisten können, den Wohlstand infrage zu stellen, da sie ihn nicht hart erarbeiten müssen«. Die FDP wird so endgültig zur Anti-Grünen-Partei – und Rösler selbst zum Antiökologen. Vorwärts in die Vergangenheit, lautet nun also die Marschrichtung. Hin zu Graf Lambsdorff, hin zu Ludwig Erhard, hin zu einer Zeit, als Wirtschaft noch ein Wunder war. Philipp Rösler, der Mann, der die Zukunft gewinnen will, indem er aus der Zeit fällt.
Im kleinen Kreis um seinen Intimus Stefan Kapferer, den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, sowie Vertrauten aus seinem Haus und der FDP-Zentrale, die Rösler allesamt aus Niedersachsen nach Berlin holte, wurde in der Vorweihnachtszeit Wachstum als Gewinnerthema für die FDP entdeckt. Bedenken aus der Runde, das sei einerseits zu selbstverständlich, zu langweilig und andererseits zu gestrig, ließ Rösler nicht gelten. Er sah das Potenzial, Wachstum! als politischen Kampfbegriff zu definieren. Entschlossenheit, Gestaltungswille, Leistungsbereitschaft, Optimismus – für Rösler »liberale Urtugenden« – sollen im klaren Bekenntnis zum ökonomischen »Weiter, immer weiter«, zum »Mehr, immer mehr« erstrahlen. Seither stellt er seine Wachstumseuphorie zur Schau, wo immer möglich. Beim Dreikönigstreffen, bei der Präsentation des Jahreswirtschaftsberichts, im Bundestag, vor Unternehmern.
Den Begriff hat er damit besetzt, nur fehlt die Füllung. »Wir brauchen dringend Inhalte, damit wir wissen, was wir den Leuten eigentlich erzählen sollen«, sagt ein Mitglied des Vorstandes. Die FDP will Wachstum, weiß aber auch nicht so genau, was sie eigentlich dafür tun will. Steuersenkungen, nur das ist bisher sicher, sollen es nicht mehr generieren. Das Mantra von gestern ist heute tabu. Und so bleibt Rösler wenig mehr als der antiökologische Reflex. Das ist das erste Defizit der Debatte. Das zweite ist die mangelhafte Kommunikation eines immer einsameren Chefs.
Um zu Jahresbeginn endlich mit Gestaltungskraft zu überraschen, stimmte Rössler niemanden auf das Thema ein. Mit der Konsequenz, dass er nach seiner ersten Wachstumsrede allein blieb. Er vergab die Chance, dass andere das Thema in den Tagen nach dem Aufschlag zu einer Art liberaler Erzählung verdichten konnten. Nun warten alle darauf, dass Rösler selbst zu seinem Schlagwort die fehlenden Inhalte nachliefert. Und das längst nicht nur in der Partei. »Wir könnten Röslers Wachstumskampagnen unterfüttern, wenn er es verlangt«, sagt jemand aus dem Wirtschaftsministerium. Doch der Minister fordere wenig. Und so schlummere das Ministerium, das traditionell wirtschaftsliberal tickt, ausgerechnet unter einem liberalen Minister vor sich hin.
- Datum 29.01.2012 - 18:24 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 26.1.2012 Nr. 05
- Kommentare 162
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Also wenn die Zeitungen nicht ständig über eine FDP schreiben würden, würde die gar nicht mehr in diesem Lande statt finden.
In sofern wird sogar jede Negativ-Berichterstattung positiv, denn der politisch Tote wird mit jedem Artikel reanimiert egal ob im Guten oder Schlechten und geistert als Politzombi durch die Medien.
FD -Wer? Ignorieren und fertig.
Die FDP regiert unser Land. Sie ist offiziell noch mit der Sitzverteilung im Bundestag und in der Koalition, die das Wahlergebnis von 2009 widerspiegelt. Unser Wirtschaftsminister, unser Gesundheitsminister, unsere Justizministerin, unser Außenminister - all das ist die FDP. Sie gestaltet mit viel Einfluss unser Leben. Das ist nicht schön und sogar peinlich für Deutschland, aber ignorieren darf man die FDP nicht! Dafür hat sie (noch) viel zu viel Macht. Auch wenn sie auf uns medial nur noch als lächerlich erscheint.
die Zeit als Erfüllungsgehilfe des linksgrünen ZEitgeistes tut alles , um im Bashing nicht abgehängt zu werden. Bekenntnisse zur Freiheit , ja auch gegen pseudo-freiheitliches grünes Meinungsdiktat , sind immer en vogue.
Lächerlich auch, wie voreingenommen berichtet wird. Rössler will Subventionen kürzen. Das ist rechtens und billig. Bei den Grünen, mit ihrer Sollarlobby, wird das dagegen akzeptiert. Dass die Grünen eigentlich die wahre Lobbypartei in DEutschland sind, wird durch das Heer an Beamten galant totgeschwiegen.
("was der FDP Mövenpick, ist den Grünen der öffentliche Dienst"). Nur umverteilen, um einen hyperthrophen Beamtenapparat an laufen zu halten,scheint mir nicht zielführend. Daher kommt die Kritik an der Wohlfühlpartei ,die sich, ganz unliberal,deie DEutungshoheit über den Liberalismus anmaßt. Denn der ist ja a priori grün. :) Not!
ich musste lachen.
Wachstum - die FDP kann es brauchen. Es muß dann aber gewachst werden - an den Ski, die ihre Abwärtsreise beschleunigen...
Die FDP regiert unser Land. Sie ist offiziell noch mit der Sitzverteilung im Bundestag und in der Koalition, die das Wahlergebnis von 2009 widerspiegelt. Unser Wirtschaftsminister, unser Gesundheitsminister, unsere Justizministerin, unser Außenminister - all das ist die FDP. Sie gestaltet mit viel Einfluss unser Leben. Das ist nicht schön und sogar peinlich für Deutschland, aber ignorieren darf man die FDP nicht! Dafür hat sie (noch) viel zu viel Macht. Auch wenn sie auf uns medial nur noch als lächerlich erscheint.
die Zeit als Erfüllungsgehilfe des linksgrünen ZEitgeistes tut alles , um im Bashing nicht abgehängt zu werden. Bekenntnisse zur Freiheit , ja auch gegen pseudo-freiheitliches grünes Meinungsdiktat , sind immer en vogue.
Lächerlich auch, wie voreingenommen berichtet wird. Rössler will Subventionen kürzen. Das ist rechtens und billig. Bei den Grünen, mit ihrer Sollarlobby, wird das dagegen akzeptiert. Dass die Grünen eigentlich die wahre Lobbypartei in DEutschland sind, wird durch das Heer an Beamten galant totgeschwiegen.
("was der FDP Mövenpick, ist den Grünen der öffentliche Dienst"). Nur umverteilen, um einen hyperthrophen Beamtenapparat an laufen zu halten,scheint mir nicht zielführend. Daher kommt die Kritik an der Wohlfühlpartei ,die sich, ganz unliberal,deie DEutungshoheit über den Liberalismus anmaßt. Denn der ist ja a priori grün. :) Not!
ich musste lachen.
Wachstum - die FDP kann es brauchen. Es muß dann aber gewachst werden - an den Ski, die ihre Abwärtsreise beschleunigen...
Man kann nur hoffen, dass die FDP auf ihrem gegenwärtigen Niveau bleibt. Wer sich so der Realität verweigert, sollte keine Verantwortung für die Allgemeinheit tragen.
...ich denke, dass der Schritt bewusst kalkuliert ist, im Sinne, dass es ein Versuch ist, ein bestimmtes Klientel wieder zu binden, indem man ein klares Profil schafft. Geht es schief, geht es eben schief - aktuell macht das keinen großen Unterschied.
Das Problem der FDP ist, dass sie zu konservativ, zu neoliberal (nicht im "guten" liberalen Sinne, sondern im Sinne möglichst wenig/keiner Regulierung) ist, um mit "Bürgerrechten" großartig punkten zu können. Vor allem nicht, wo es mit den Piraten eine Partei gibt, die vermutlich die jungen und netzaffinen Menschen mehr anspricht als die "wenn du die wählen würdest, würdest du zwar eine gute Justizministerin bekommen, gleichzeitig aber auch die 'der Markt reguliert das schon'- und 'Wachstum ist alles'-Doktrin wählen". Und darauf hatte ich noch nie großartig Lust.
...ich denke, dass der Schritt bewusst kalkuliert ist, im Sinne, dass es ein Versuch ist, ein bestimmtes Klientel wieder zu binden, indem man ein klares Profil schafft. Geht es schief, geht es eben schief - aktuell macht das keinen großen Unterschied.
Das Problem der FDP ist, dass sie zu konservativ, zu neoliberal (nicht im "guten" liberalen Sinne, sondern im Sinne möglichst wenig/keiner Regulierung) ist, um mit "Bürgerrechten" großartig punkten zu können. Vor allem nicht, wo es mit den Piraten eine Partei gibt, die vermutlich die jungen und netzaffinen Menschen mehr anspricht als die "wenn du die wählen würdest, würdest du zwar eine gute Justizministerin bekommen, gleichzeitig aber auch die 'der Markt reguliert das schon'- und 'Wachstum ist alles'-Doktrin wählen". Und darauf hatte ich noch nie großartig Lust.
Die Akteure der FDP haben jeglichen Bezug zur Realität verloren.
Immerhin haben sie gemerkt, dass sie in einer Krise stecken, jedoch irrlichtern sie in einer eigenen Welt und verstehen nicht wieso sie nicht mehr gefragt sind.
Verzweifelte weltfremde Ideen, vom stetigen Wachstum zum Wohle der Reichen und zu Lasten der Armen und früher oder später auch dem Mittelstand, zeigen das die FDP nie mehr aus diesem Tief herausfinden wird.
Mal darüber nachgedacht ?
Der ehemalige Wirtschaftsminister, Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen im Kabinett Wulff II und derzeitiger Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, forderte kürzlich ein Ende der Debatte um Christian Wulff.Dass er ein Ende der Debatte wünschte, verwundert nicht. Über seine Rolle im Machtgefüge Niedersachsens wird derzeit wenig diskutiert. Dabei verfügt auch Rösler, der sich sowohl bei der Gesundheitsreform als auch bei der Kartellrechtsnovelle von Lobbyisten beraten, bzw. beeinflussen ließ, über zahlreiche Kontakte zu Unternehmern, die ihn selbstverständlich auch auf seinen Dienstreisen als Bundesminister begleiten.Ein Osnabrücker Banker mit IKB Vergangenheit reist mit Rösler nach Athen und diskutiert verbesserte Fremdfinanzierungen mit griechischen Ministern. Sein Osnabrücker Partner, ein Finanzwirt mit FDP-Parteibuch, der gerne mit Christdemokraten Spargel isst, besucht die Griechen um Investitionschancen in Griechenland auszuloten und sich über seine SolarKapital-Aktivitäten auszutauschen. Gut, dass sich niedersächsische Banker und der Wirtschaftsminister um Investitionen deutscher Unternehmen in Griechenland kümmern. Seltsam bloß, dass Rösler daheim eher als Bremser der Solarenergie auftritt.
Bitte bleiben Sie bei der konkreten Ausgangsdiskussion. Danke, die Redaktion/mk
dass darüber nix berichtet wird.
Danke für die Info.
...anwesend. Bisher hat noch niemand die Frage gestellt, wie er denn zu dem "Gipfel" anreiste. Der damalige Air Berlin Chef Hunold bot ja einen besonders bequemen Shuttle-Service an - per Flugzeug direkt von Berlin in die Party...
Bitte bleiben Sie bei der konkreten Ausgangsdiskussion. Danke, die Redaktion/mk
dass darüber nix berichtet wird.
Danke für die Info.
...anwesend. Bisher hat noch niemand die Frage gestellt, wie er denn zu dem "Gipfel" anreiste. Der damalige Air Berlin Chef Hunold bot ja einen besonders bequemen Shuttle-Service an - per Flugzeug direkt von Berlin in die Party...
Bitte bleiben Sie bei der konkreten Ausgangsdiskussion. Danke, die Redaktion/mk
Die FDP regiert unser Land. Sie ist offiziell noch mit der Sitzverteilung im Bundestag und in der Koalition, die das Wahlergebnis von 2009 widerspiegelt. Unser Wirtschaftsminister, unser Gesundheitsminister, unsere Justizministerin, unser Außenminister - all das ist die FDP. Sie gestaltet mit viel Einfluss unser Leben. Das ist nicht schön und sogar peinlich für Deutschland, aber ignorieren darf man die FDP nicht! Dafür hat sie (noch) viel zu viel Macht. Auch wenn sie auf uns medial nur noch als lächerlich erscheint.
>>Auf in die Zukunft mit Ideen von gestern: Philipp Rösler will die FDP zur Partei der Anti-Ökologen machen.<<
Ja, wie jetzt?
Ich dachte, das wäre die FDP längst :D
>>Die FDP regiert unser Land. [...]
Unser Wirtschaftsminister, unser Gesundheitsminister, unsere Justizministerin, unser Außenminister - all das ist die FDP. Sie gestaltet mit viel Einfluss unser Leben. Das ist nicht schön und sogar peinlich für Deutschland, aber ignorieren darf man die FDP nicht! Dafür hat sie (noch) viel zu viel Macht. Auch wenn sie auf uns medial nur noch als lächerlich erscheint.<<
Also, mir erscheint die FDP nicht nur medial lächerlich - die sind lächerlich. Völlig, total, komplett und absolut!
Mein Leben gestaltet diese Partei übrigens auch nicht - das war ja nun auch nicht die erste verkorkste Gesundheitsreform der letzten 20 Jahre.
Und ich finde, wir sollten die sehr wohl ignorieren, überhaupt kein Problem. Denn die paar Monate bis zur nächsten BT-Wahl schaffen wir jetzt auch noch, wir sitzen die einfach aus. Das deutsche Wahlvolk ist nämlich zäh :D
Die FDP regiert unser Land? Ja wo denn? Wo gestaltet sie denn?
Sie mögen sich das Wünschen, aber Tatsache ist, die CDU ist quasi Alleinregierung - das dürfte Frau Mekel auch sicher entgegenkommen.
Die FDP ist fertig und hat auch nichts mehr zu sagen und mehr muss man dann auch nicht mehr zur FDP sagen.
Nun, sagen wir es einmal so: Die FDP regiert, seit Otto Graf Lambsdorff (FDP) 1982 sein legendäres Lambsdorff-Papier (eigentlich Lambsdorff-Tietmeyer-Papier) vorlegte, und dessen Spur man bis in die Zeit Milton Friedmans (Universität Chicago), der Chicago-Boys und des mörderischen Militärputsches in Chile mit zehntausenden Toten und dem Pinochet-Regime zurückverfolgen kann. Thatcherismus und Reagonomics basieren ebenso auf den Lehren Friedmans wie das Lambsdorff-Papier und die Schröderschen Reformen.
Man kann getrost sagen, dass die Politik und all die sogenannten Reformen unter Kohl, Rot-Grün ff. auf diesem Lambsdorff-Papier basieren: Die Agenda 2010, die samt Hartz-IV die Forderungen des Lambsdorff-Papiers noch weit übertrifft, Deregulierungen, Privatisierungen (auch der Rente mit Riester- und Rüruprente, des Gesundheitswesens etc.), um nur einige zu nennen. Das Lambsdorff-Papier diente und dient weiterhin als Blaupause für Sozialabbau, Lohndumping usw.
Siehe auch hier:
http://www.taz.de/!4287/
Und wer das Lambsdorff-Papier noch nicht kennen sollte:
http://www.pdfdownload.or...
Selbst dann also, wenn die FDP in keiner Regierung und in keinem Parlament mehr sitzt, so "regierte" sie dennoch mit. Ihr Einfluss auf die Politik unseres Landes wäre ungebrochen - so lange, bis man endlich zu der Einsicht käme, dass diese Politik geradewegs in die Katastrophe führt...
Gruß
Janna
>>Auf in die Zukunft mit Ideen von gestern: Philipp Rösler will die FDP zur Partei der Anti-Ökologen machen.<<
Ja, wie jetzt?
Ich dachte, das wäre die FDP längst :D
>>Die FDP regiert unser Land. [...]
Unser Wirtschaftsminister, unser Gesundheitsminister, unsere Justizministerin, unser Außenminister - all das ist die FDP. Sie gestaltet mit viel Einfluss unser Leben. Das ist nicht schön und sogar peinlich für Deutschland, aber ignorieren darf man die FDP nicht! Dafür hat sie (noch) viel zu viel Macht. Auch wenn sie auf uns medial nur noch als lächerlich erscheint.<<
Also, mir erscheint die FDP nicht nur medial lächerlich - die sind lächerlich. Völlig, total, komplett und absolut!
Mein Leben gestaltet diese Partei übrigens auch nicht - das war ja nun auch nicht die erste verkorkste Gesundheitsreform der letzten 20 Jahre.
Und ich finde, wir sollten die sehr wohl ignorieren, überhaupt kein Problem. Denn die paar Monate bis zur nächsten BT-Wahl schaffen wir jetzt auch noch, wir sitzen die einfach aus. Das deutsche Wahlvolk ist nämlich zäh :D
Die FDP regiert unser Land? Ja wo denn? Wo gestaltet sie denn?
Sie mögen sich das Wünschen, aber Tatsache ist, die CDU ist quasi Alleinregierung - das dürfte Frau Mekel auch sicher entgegenkommen.
Die FDP ist fertig und hat auch nichts mehr zu sagen und mehr muss man dann auch nicht mehr zur FDP sagen.
Nun, sagen wir es einmal so: Die FDP regiert, seit Otto Graf Lambsdorff (FDP) 1982 sein legendäres Lambsdorff-Papier (eigentlich Lambsdorff-Tietmeyer-Papier) vorlegte, und dessen Spur man bis in die Zeit Milton Friedmans (Universität Chicago), der Chicago-Boys und des mörderischen Militärputsches in Chile mit zehntausenden Toten und dem Pinochet-Regime zurückverfolgen kann. Thatcherismus und Reagonomics basieren ebenso auf den Lehren Friedmans wie das Lambsdorff-Papier und die Schröderschen Reformen.
Man kann getrost sagen, dass die Politik und all die sogenannten Reformen unter Kohl, Rot-Grün ff. auf diesem Lambsdorff-Papier basieren: Die Agenda 2010, die samt Hartz-IV die Forderungen des Lambsdorff-Papiers noch weit übertrifft, Deregulierungen, Privatisierungen (auch der Rente mit Riester- und Rüruprente, des Gesundheitswesens etc.), um nur einige zu nennen. Das Lambsdorff-Papier diente und dient weiterhin als Blaupause für Sozialabbau, Lohndumping usw.
Siehe auch hier:
http://www.taz.de/!4287/
Und wer das Lambsdorff-Papier noch nicht kennen sollte:
http://www.pdfdownload.or...
Selbst dann also, wenn die FDP in keiner Regierung und in keinem Parlament mehr sitzt, so "regierte" sie dennoch mit. Ihr Einfluss auf die Politik unseres Landes wäre ungebrochen - so lange, bis man endlich zu der Einsicht käme, dass diese Politik geradewegs in die Katastrophe führt...
Gruß
Janna
Herr Rösler sie bewegen sich aufs Glatteis!!!! Wachstum um jeden Preis führt zwangsläufig in den Abgrund!!!!! Die Wirtschaft muss sich zwangsläufig neu aufstellen. Was bisher passierte hat zu immer mehr Ungerechtigkeit geführt. Resultat - viele Menschen verlieren zunehmend ihre Hemmschwelle und greifen zu drastischen Massnahmen. Verständlich ohne wenn und aber. Die FDP sollte ein neues Programm verabschieden wobei der einzelne Mensch im Vordergrund steht. Die glaubhafte soziale Komponente!!! Paralell dazu das Fundament eines stabilen demokratischen Staates festlegen. Nach dem Vorbild einer offenen aber auch starken Gesellschaft. Ich bezweifle zwar dass die FDP dieses umsetzen kann da bei ihnen kurzweiliges Denken vorherrscht.
»Wenn alle anderen Parteien sich vom Wachstum distanzieren, braucht Deutschland eine Partei, die sich klar dazu bekennt – die FDP.«
Welche Partei hat sich denn vom Wirtschaftswachstum als Ziel distanziert?
"Vorfahrt für Wachstum" hat Angie für die CDU ausgerufen.
Die Frage, die sich mir stellt ist, ist, ob Rösler völlig dämlich ist oder, ob er die Wähler für Vollidioten hält: Am ehesten wohl eine Mischung aus beidem...
So richtig haben sich die anderen in der Tat nicht von der Wachstumsideologie verabschiedet. Ihnen schwant aber immerhin, dass es auf lange Sicht unerlässlich ist, das zu tun.
Immerhin.
Die aussterbende FDP erweist sich als Dinosaurier. Das ist stilecht.
So richtig haben sich die anderen in der Tat nicht von der Wachstumsideologie verabschiedet. Ihnen schwant aber immerhin, dass es auf lange Sicht unerlässlich ist, das zu tun.
Immerhin.
Die aussterbende FDP erweist sich als Dinosaurier. Das ist stilecht.
in der freien Wirtschaft was arbeiten gehen, wo auch Ergebnisse am Ende des Tages fällig sind, dann würden die Herren Jungspunde und Pleitemacher ganz schön aufwachen und blöd schauen (obwohl, das tun sie ja jetzt schon).
Also Hr. R., schlafen sie gut weiter.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren