Gentrifizierung: Neue Spießer
Warum die übliche Kritik an der Gentrifizierung provinziell ist und zu nichts führt.
© Sean Gallup/Getty Images

Zwei Wohnhäuser in der Rykestraße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg
Nun ist also auch Hannover-Linden bedroht. Ein ehemaliger Fahrradladen steht vor dem Abriss, neue Mietwohnungen sollen dort entstehen – und deshalb wurde das Gebäude besetzt. Man will ein Zeichen setzen, gegen die »Gentrifizierung«, gegen die schleichende Aufwertung des Viertels, die steigenden Mieten und die Verdrängung der alteingesessenen Bewohner. Linden-Nord als hipper, subkultureller Arbeiterstadtteil – so sagen es die Gentrifizierungsgegner – könnte bald Geschichte sein. Deshalb muss das alte Haus, dessen Abriss aus ökologischer Perspektive durchaus sinnvoll wäre, mit allen Mitteln erhalten bleiben.
Unterdessen ist das Haus wieder geräumt, doch weiterhin wird protestiert, in Hannover wie auch in vielen anderen Städten. Inzwischen kursieren im Internet sogar Gebrauchsanweisungen für einen gezielten Widerstand gegen die Gentrifizierung. Der »Abwertungskit« macht es vor: Man stelle den eigenen Balkon mit überfüllten Wäscheständern zu, schraube Satellitenschüsseln an die Fassaden, simuliere kaputte Fensterscheiben und laufe mit Lidl-Plastiktüten durch die Straße. Dazu ein paar gefakte Aushänge, die wahlweise über die Sorge vor Jugendkriminalität oder den entlaufenen Pitbullterrier informieren – und fertig ist die effektive Abwertung von Quartieren als eine Art Gentrifizierung von unten. Weniger amüsant sind dabei Vorschläge wie das Auslegen von Spritzbesteck auf Kinderspielplätzen sowie Angstkampagnen gegen vermeintliche Gewalt. Doch der Zweck, die verhasste Kleinfamilie und die Neureichen möglichst nachhaltig zu attackieren, scheint hier die Mittel zu heiligen. Eine Kultur der Abwertung soll schließlich zur Verdrängung der wohlhabenderen Bewohner führen.
Diese Art von Gentrifizierungskritik steckt nicht nur voller Ressentiments, sie erweist sich auch als überaus konservativ. Die selbst ernannten Aktivisten warnen vor Veränderungen, betonen den Wert des Althergebrachten, also der »Tradition«, und fordern den »Erhalt«. Dabei ist streng genommen der Hype um bestimmte Quartiere in Kreuzberg, Linden oder St. Pauli erst durch die kulturelle und szenische Aufwertung der Stadtteile durch viele der heutigen Gegner der Gentrifizierung möglich geworden. So gesehen sind die Stadtteilaktivisten zugleich Modernisierer und Modernisierungsgegner, sie sind Täter, die sich als Opfer gerieren. Ihre Angst vor dem Verlust des Bestehenden, ihr Beharren auf räumlich akzentuierter »Identität«, ihr Pochen auf narrativ überlieferte Stadtteilkultur ist zutiefst provinziell und lokalistisch.
, Jahrgang 1979, ist Sozialwissenschaftler und lehrt an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Holzminden
»Lieber besetzen wir Häuser als andere Länder«, hieß es auf einem Transparent an dem besetzten Haus in Hannover-Linden. Nur leider taugt der Hausbesitzer nicht zum Feindbild, er besitzt keinen Porsche Cayenne, ihm liegt auch kein Immobilien-Imperium zu Füßen. Er ist iranischer Zuwanderer, der sich von seinem Ersparten einen Lebenstraum erfüllen und selbst Vermieter in jenem Stadtteil werden will, in dem er seit Jahrzehnten mit seiner Familie lebt. Unter kultursensiblen Vorzeichen könnte jenes Transparent daher ebenso gut als xenophobes Ressentiment gegen den Eigentümer selbst gelesen werden – auch wenn dies sicher nicht in der Absicht der engagierten jungen Menschen liegt, die sich selbst zur »linken Szene« zählen und sich in Interviews wie urbane Zapatisten inszenieren.
Im Grunde handelt es sich bei den Praktiken der neuen Stadtteilbewegungen um Symptome verkürzter Kapitalismuskritik. Welchen emanzipatorischen Gehalt haben Farbbeutelanschläge auf eine Subway-Filiale im Kreuzberger Wrangelkiez? Urdeutsch scheint die Angewohnheit, Tante Emma gegenüber Uncle Sam den Vorzug zu lassen; dabei sind es häufig die verbliebenen Kneipen der alteingesessenen Deutschen, die als Brutstätte des gepflegten Ressentiments bezeichnet werden können.
Das Erkämpfen sogenannter Freiräume im Kapitalismus war schon immer eine Illusion. Es gibt keine subkulturellen Nischen, zumindest keine, deren Gesellschaftskritik den inneren Zirkel einiger Ausgewählter verlassen würde. Man macht es sich gemütlich in seiner Wagenburg. Doch wer sich gegen jede Art von Veränderung und Fortentwicklung sträubt, der wird auch blind für mögliche Chancen und Alternativen, für bislang nur selten erprobte Formen der Einmischung, die eine emanzipatorische Perspektive eröffnen könnten. Zu denken wäre zum Beispiel an das Spiel mit Normen und Zeichen, wie es bereits die Situationisten erfolgreich praktiziert haben und wie es in der kritischen Architektur seit einigen Jahren wieder zur Anwendung kommt. Davon abgesehen wäre es reizvoll, die üblichen Praktiken subversiver Intervention auch in Wohnvierteln der Mittelklasse, also in unaufgeregten Stadtteilen, als umgekehrte Gentrifizierung zu erproben. Dies würde jedoch bedeuten, die eigenen Aktionsformen zu hinterfragen und den Stadtteil als antikapitalistischen Schutzhort aufzugeben.








...und das ist gut so. Zunächst mal möchte ich Farbe bekennen – ich zähle mich auch zur unteren Mittelschicht und lebe in Berlin Neukölln. Hier ist die Jagd nach Yuppies noch nicht ganz so im Gange wie in der anderen Hälfte von Berlin. Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg – überall wo's schön ist, sollen wir raus. Ich frage mich, wo darf ich überhaupt noch wohnen? Sollen jetzt also die Leute, die arbeiten nach der Arbeit 30 min. mit der U Bahn in die Berliner Randbezirke Höhenschönhausen und Marzahn fahren, um dort ihre Platte zu beziehen? Soll ich nach Charlottenburg ziehen, obwohl all meine Freunde hier sind? Werde ich zum Feind, in dem Moment wo ich mein Diplom in die Hand bekomme und einen Arbeitsvertrag unterschreibe? Komischer Gerechtigkeitssinn. Und genau deshalb soll die linke Szene hier scheitern. Sie tut das, was sie immer tut. Sie kämpft einen Kampf, aber zuvor muss sie die Gesellschaft in der Mitte spalten. Sie muss einen moralischen Graben ziehen, der nicht zwischen Arm und Reich verläuft, sondern zwischen denen die ein wenig etwas haben und denen die nichts haben. Es ist eine solche Lügenkampagne, das einem das Kotzen kommt. Kleinbürgerliche und Mittelständler werden zu Stinkreichen umfunktioniert um ein greifbares Feindbild zu haben. Wie stellt ihr euch das vor? Glaubt ihr wirklich, wir springen vor Freude in die Luft, wenn unsere Miete erhöht wird?
Denkt ihr, nur weil man einen Job jenseits der 400 Euro Basis hat, hat man von den versprochenen Mietrenditen von 9.0 % in den benannten Bezirken nicht zu kämpfen? Warum muss die Linke immer die Gesellschaft spalten? Man könnte diesen Kampf gewinnen, wenn alle gegen die wenigen sich Bereichernden vorgehen würden. Aber nein, man muss erst mal seine Mitmenschen verteufeln. Und wer macht das? Meistens Studenten, die in einigen Jahren zum „Feind“ überlaufen werden, weil sie am Ende auch nur nach dem trachten, was sie jetzt ablehnen.
Hinzu kommt, dass die Vorstellung, dass sich diese ganzen Bioläden, Kunstgalerien, etc., was den Kiez so lebenswert macht, ohne solvente Kunden niemals halten könnte. Es kommt mir vor wie eine Party von pubertierenden Teens. Man nimmt gerne das Haus der Eltern, ist aber stinke sauer, wenn sich die nicht in die letzte Ecke im Keller verziehen, weil sie ja so uncool sind.
... weder provinziell noch konservativ oder traditionalistisch. Es ist reiner Egoismus. Die Leute wollen keine höheren Mieten bezahlen.
. . nur nicht wollten.
Für die meisten ist ein Umlegen der Renovierungskosten auch das Ende ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten.
Ausserdem, was heisst höhere Mieten ? Der kapitalkräftige Eigentümer muss her ;-))
aber wenn ich mit einem - laut Spiegel - durchschnittlichen Angestelltengehalt jetzt schon fast die Hälfte für Miete zahle und regelmäßig die Miete erhöht werden darf, frisst das einen irgendwann auf. Wenn man über Jahre Geld in eine Mietwohnung gesteckt hat (selber schuld?) weil der Vermieter nichts investiert - muss er auch nicht - aber die nächste Mieterhöhung damit begründet - irgendetwas muss er ja schreiben - er muss die Wirtschaftlichkeit des Objektes erhalten? Wenn die Minirente kommt, zieht man in die Randbezirke, man brauch ja dann keine Geschäfte mehr in der Nähe, man geht ja dann eh kaum noch raus. Zyniker wissen auch auf meine Zeilen eine Antwort.
. . nur nicht wollten.
Für die meisten ist ein Umlegen der Renovierungskosten auch das Ende ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten.
Ausserdem, was heisst höhere Mieten ? Der kapitalkräftige Eigentümer muss her ;-))
aber wenn ich mit einem - laut Spiegel - durchschnittlichen Angestelltengehalt jetzt schon fast die Hälfte für Miete zahle und regelmäßig die Miete erhöht werden darf, frisst das einen irgendwann auf. Wenn man über Jahre Geld in eine Mietwohnung gesteckt hat (selber schuld?) weil der Vermieter nichts investiert - muss er auch nicht - aber die nächste Mieterhöhung damit begründet - irgendetwas muss er ja schreiben - er muss die Wirtschaftlichkeit des Objektes erhalten? Wenn die Minirente kommt, zieht man in die Randbezirke, man brauch ja dann keine Geschäfte mehr in der Nähe, man geht ja dann eh kaum noch raus. Zyniker wissen auch auf meine Zeilen eine Antwort.
oder deren Wohnungen zu groß werden, sie daraufhin gehen, wer entscheidet dann, wer an deren Stelle rücken und sich sein Nest al gusto bereiten darf?
Wohnquartiere sind doch nichts, das für immer konserviert ist. Sie verändern sich mit den alten Bewohnern haben sie das getan und mit den neuen tun sie es wieder.
In den 50ern gab es einen Milchladen, einen Kohlenhändler und ein Geschäft, in dem man sich ein Viertel Pfund Kaffee mahlen lassen und ein wenig Obst kaufen konnten....
Die Bewohner haben allerdings im Laufe der Zeit anders gekauft, neue Bewohner zogen in den 70ern mit Kindern in die Quartiere, veränderten wieder dann kamen mehr Migranten, der türkische Gemüsehändler, der heute als pitoreske Chiffre für nicht gentrifiziertes Quartier gern fotografiert wird, rückte an die Stelle eines Bäckers, der keine Geschäfte mehr machen konnte und nun kommen die nächsten...
...aber glauben Sie mir - es sind nicht die, die schon seit Generationen dort leben, die auf die Straße gehen. Wenn Sie sich in Berlin eine Demo für mehr Freiräume ansehen werden Sie feststellen, dass auch das alles Studenten, Alternative und Hausbesetzer sind, die zum größten Teil nicht in Berlin geboren sind.
Es geht um etwas ganz was anderes. Es geht darum, dass man sich in den Kopf setzt, im Zentrum der Deutschen Hauptstadt, direkt schön an der Spree, ein autonomes Gebiet zu "besetzen". Und das geht so weit, dass Menschen sich ungerecht behandelt fühlen, wenn sie nicht einfach mal eine 7 stöckiges Haus direkt am Wasser mit über 2000 m² Wohnfläche besetzen dürfen. Frei nach dem Motte "Der Porsche steht jetzt schon seit einem halben Jahr im Autohaus und wurde noch immer nicht verkauft - jetzt nehme ich ihn mir einfach - und empfinde das als gerecht." 1989 habe ich das noch verstanden - damals wurde durch gezielte freihaltung von Wohnraum der Mietpreis in die Höhe getrieben. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Kein Immobilieninvestor könnte sich das leisten.
[...]
Bitte verzichten Sie auf unangebrachte Vergleiche. Danke, die Redaktion/mo.
...aber glauben Sie mir - es sind nicht die, die schon seit Generationen dort leben, die auf die Straße gehen. Wenn Sie sich in Berlin eine Demo für mehr Freiräume ansehen werden Sie feststellen, dass auch das alles Studenten, Alternative und Hausbesetzer sind, die zum größten Teil nicht in Berlin geboren sind.
Es geht um etwas ganz was anderes. Es geht darum, dass man sich in den Kopf setzt, im Zentrum der Deutschen Hauptstadt, direkt schön an der Spree, ein autonomes Gebiet zu "besetzen". Und das geht so weit, dass Menschen sich ungerecht behandelt fühlen, wenn sie nicht einfach mal eine 7 stöckiges Haus direkt am Wasser mit über 2000 m² Wohnfläche besetzen dürfen. Frei nach dem Motte "Der Porsche steht jetzt schon seit einem halben Jahr im Autohaus und wurde noch immer nicht verkauft - jetzt nehme ich ihn mir einfach - und empfinde das als gerecht." 1989 habe ich das noch verstanden - damals wurde durch gezielte freihaltung von Wohnraum der Mietpreis in die Höhe getrieben. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Kein Immobilieninvestor könnte sich das leisten.
[...]
Bitte verzichten Sie auf unangebrachte Vergleiche. Danke, die Redaktion/mo.
sondern eine Grundsanierung und Aufwertung einer Wohnung, die sich jeder Vermieter auch bezahlen läßt. Das sind neue, hochwertige Standards und das ist das, was sich vermieten läßt und Geld bringt.
"Emanzen, die sich einbilden mit Geld und Katze ein Kulturleben wie im alten Film ankaufen zu können" - danke für das Bild, das nun aber sehr schön von den jungen gut verdienenden Familien abweicht, die bisher als die neuen Bewohner ausgemacht wurden
Für "Verlogene und verlorene" halte ich diese Menschen nicht, die sich eine auf sie angenehme Umgebung suchen, dort sagen, was sie wollen und ihre Möglichkeiten offen legen. Das nennt sich Wohnungsmarkt, soweit ich weiß.
Gentrifizierung ist doch vor allem im Prenzlauer Berg und in Kreuzberg ein Problem. Wohnen dort nicht vor allem die "grünen Gutmenschen"? Gerade in Berlin gibt es doch innerhalb des gesamten Rings Wohnraumprobleme und Verdrängung. Aber weder aus Neukölln noch aus Moabit oder Wedding hört man derartige Klagen.
Doch doch, in Neukölln geht es gerade los, die ersten Bürgerinitiativen sind bereits gegründet.
Ich fände es besser, wenn die Kieze gemischt wären , früher gab es das durch Vorderhaus und Hinterhaus. Leute mit Kohle im Viertel und welche mit nicht so viel Geld.
Nicht Ghettos von Armen und ein Körnerfresserghetto, wie man scherzhaft zu Pberg schon sagt.
Doch doch, in Neukölln geht es gerade los, die ersten Bürgerinitiativen sind bereits gegründet.
Ich fände es besser, wenn die Kieze gemischt wären , früher gab es das durch Vorderhaus und Hinterhaus. Leute mit Kohle im Viertel und welche mit nicht so viel Geld.
Nicht Ghettos von Armen und ein Körnerfresserghetto, wie man scherzhaft zu Pberg schon sagt.
Herrlich wie sie mit stereotypen Feindbilder um sich werfen und dabei nur reproduzieren, was sie zum Thema gehört haben und zu wissen glauben. Die bösen "Neureichen" sind es also, die in diese Viertel ziehen? Waren die jetzigen Bewohner, die die Viertel einfach nur 10 bis 15 früher bezogen (um nicht zu sagen gentrifiziert) haben dann auch Neureiche? So im Vergleich zu den Bewohnern davor? Und was ist überhaupt das Problem an einem "Neureichen"? Was ist er überhaupt? Einer der vergleichsweise mehr Geld hat als seine Eltern? Na dann glückwunsch. Beschimpfen Sie eigentlich auch die ganzen Migrantenkinder der dritten Generation wenn es ihnen gelingt, eine vernünftige Schulausbildung zu machen und GEld zu verdienen. Am Ende sogar noch in der bösen verhassten Mediennbranche? Und überhaupt "DIESE" Neureichen! Warum sollen die sich ein eigenes Viertel aufbauen? Das würden Sie doch dann als elitäre Abschottung bezeichnen. Nein die wollen nicht in ihrer eigenen Welt leben, sondenr in unseren Städten, die uns allen gehören. Sie tun so als wäre Kreuzberg vor 20 Jahren von seinen jetzigen Bewohnern geschaffen worden. Sie denken so furchtbar statisch und ihren Schubladen vom bösen Gentrifizierer, der sich ein "Image" kaufen will, indem er nach Kreuzberg zieht. Vielleicht will er einfach nur angenehm leben und scheinbar kann man das dort ja. Eine Frage zum Schluss: Würden Sie lieber in der rechten oder der linken Bildhälfte des Eingangsfotos wohnen? ;)
Beteiligen Sie sich bitte nur, wenn Sie Argumente und konstruktive Beiträge in die Diskussion einbringen wollen. Danke, die Redaktion/fk.
Beteiligen Sie sich bitte nur, wenn Sie Argumente und konstruktive Beiträge in die Diskussion einbringen wollen. Danke, die Redaktion/fk.
Für alle, die jetzt nicht in Berlin-Kreuzberg oder ähnlichen Stadtviertel leben möchte ich das mal kurz erläutern:
Genrifizierung wird kritisiert weil:
- Der Szeneclub umd die Ecke macht zu, weil ein neuer Anwohner sich über den Krach beschwert (er wusste, dass er neben einem Nachtclub einzieht).
- Der jahrzehnealte Rockclub um die Ecke macht zu und ein Bioladen macht auf. Die Packung Eier kostet dort 2,50 für 6 Eier.
- Die Luxussanierung inkl. Autoaufzug lässt die Mieten in der ganzen Straße um 50% steigen.
- Kneipen machen zu, Biomilch Cafes machen auf
- Der Quadatermeterpreis steigt, Investoren aus dem Ausland durchstreifen das Viertel und nehmen sich was sie kriegen können. Altmieter werden gedrängt auszuziehen.
- ...
Entfernt. Bitte beachten Sie Ihren Ton. Danke, die Redaktion/mo.
und wenn Wohnungen frei sind, Familien einziehen, die nun um sieben morgens aufstehen müssen, deren Kindern zur Schule wollen, werden diese wenig Interesse an Szeneclubs mit ihren Hinterlassenschaften und Belästigungen haben.
Wenn der Bioladen nichts einbrächte, würden sie kaum Eier für 2,50 verkaufen und wenn die teuren Wohnungen nicht zu vermieten wären, würde sich keiner die Mühe machen, sie zu renovieren und auszustatten.
Wenn keiner mehr in den Kneipen Bier und Kurze am Morgen bestellt, werden diese von Cafés für gut situierte Mütter mit Latte-Wunsch abgelöst und es gibt Sonntags Familienbrunch statt die letzten Gäste der Nacht um die gleiche Zeit abgewrackt vor der Tür.
Ist das wirklich zu bedauern, wenn sich etwas verändert?
Ich muss gestehen, dass mir das gut gefällt.
- Schließung des Kulturareals am Thälmannparks und vieler anderer Kultureinrichtungen im Prenzlauer Berg, die teilweise in Eigentumswohnungen umfunktioniert werden und teilweise abgerissen werden, um dann neue Eigentumswohnungen zu bauen
...
Die Entwicklungen lassen sich letztlich vorhersagen: alles, was den "Szenebezirk" ausmacht, wird platt gemacht, damit mehr Menschen in den "hippen" Bezirk ziehen können. Dass sie auf diese Weise ihren "Szenebezirk" auf lange Sicht kaputt machen, interessiert sie nicht.
Und übrig bleibt eine Marslandschaft aus Bioläden und Geschäften für Holzspielzeug: die Hölle!
Warum machen die DINKs oder die wohlsituierten Familien es nicht so wie die Altvorderen der Republik ? In einen Vorort ziehen, einen Wulffschen Klinkerbau bewohnen und um 19.00 Uhr die Rolläden herunterlassen !
Und die urbane Infrastruktur denen überlassen, die etwas damit anfangen können ! Aber nein ! Wie schon beschrieben, werden die Szenelokale gegen Mutter & Kind Läden ausgetauscht und all das zerstört, was den Bezirk ausgemacht hat.
Schrecklich !
und wenn Wohnungen frei sind, Familien einziehen, die nun um sieben morgens aufstehen müssen, deren Kindern zur Schule wollen, werden diese wenig Interesse an Szeneclubs mit ihren Hinterlassenschaften und Belästigungen haben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Familien gezwungen werden neben einem Club einzuziehen. In diesem speziellen Fall handelte es ich um einen Mann um die 30, der den Kiez "total cool" fande und dem beim Einzug auch völlig bewusst war, dass nebenan ein Club ist.
Familien mit Kindern müssen ja nicht unbedingt in einen Partykiez in Kreuzberg ziehen. Da gibt es so viele schöne und ruhigere Gegenden (die auch günstiger sind).
Ich habe ja auch nichts dagegen, dass mal ein haus saniert wird. Allerdings sollte man schon wissen in welche Gegend man zieht und ob diese auch wirklich zu einem passt.
Das Problem entsteht dann, wenn man in eine Gegend zieht weil sie so "In" ist und sich garnicht bewusst ist wie das Leben dort überhaupt aussieht.
Ich persönlich gehe in diese Kieze wenn ich ausgehe, bevorzuge zum Wohnen aber eine ruhigere Gegend. Ich denke jeder sollte sich schon genau überlegen wo er hinzieht und ob es wirklich zu ihm passt.
Entfernt. Bitte beachten Sie Ihren Ton. Danke, die Redaktion/mo.
und wenn Wohnungen frei sind, Familien einziehen, die nun um sieben morgens aufstehen müssen, deren Kindern zur Schule wollen, werden diese wenig Interesse an Szeneclubs mit ihren Hinterlassenschaften und Belästigungen haben.
Wenn der Bioladen nichts einbrächte, würden sie kaum Eier für 2,50 verkaufen und wenn die teuren Wohnungen nicht zu vermieten wären, würde sich keiner die Mühe machen, sie zu renovieren und auszustatten.
Wenn keiner mehr in den Kneipen Bier und Kurze am Morgen bestellt, werden diese von Cafés für gut situierte Mütter mit Latte-Wunsch abgelöst und es gibt Sonntags Familienbrunch statt die letzten Gäste der Nacht um die gleiche Zeit abgewrackt vor der Tür.
Ist das wirklich zu bedauern, wenn sich etwas verändert?
Ich muss gestehen, dass mir das gut gefällt.
- Schließung des Kulturareals am Thälmannparks und vieler anderer Kultureinrichtungen im Prenzlauer Berg, die teilweise in Eigentumswohnungen umfunktioniert werden und teilweise abgerissen werden, um dann neue Eigentumswohnungen zu bauen
...
Die Entwicklungen lassen sich letztlich vorhersagen: alles, was den "Szenebezirk" ausmacht, wird platt gemacht, damit mehr Menschen in den "hippen" Bezirk ziehen können. Dass sie auf diese Weise ihren "Szenebezirk" auf lange Sicht kaputt machen, interessiert sie nicht.
Und übrig bleibt eine Marslandschaft aus Bioläden und Geschäften für Holzspielzeug: die Hölle!
Warum machen die DINKs oder die wohlsituierten Familien es nicht so wie die Altvorderen der Republik ? In einen Vorort ziehen, einen Wulffschen Klinkerbau bewohnen und um 19.00 Uhr die Rolläden herunterlassen !
Und die urbane Infrastruktur denen überlassen, die etwas damit anfangen können ! Aber nein ! Wie schon beschrieben, werden die Szenelokale gegen Mutter & Kind Läden ausgetauscht und all das zerstört, was den Bezirk ausgemacht hat.
Schrecklich !
und wenn Wohnungen frei sind, Familien einziehen, die nun um sieben morgens aufstehen müssen, deren Kindern zur Schule wollen, werden diese wenig Interesse an Szeneclubs mit ihren Hinterlassenschaften und Belästigungen haben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Familien gezwungen werden neben einem Club einzuziehen. In diesem speziellen Fall handelte es ich um einen Mann um die 30, der den Kiez "total cool" fande und dem beim Einzug auch völlig bewusst war, dass nebenan ein Club ist.
Familien mit Kindern müssen ja nicht unbedingt in einen Partykiez in Kreuzberg ziehen. Da gibt es so viele schöne und ruhigere Gegenden (die auch günstiger sind).
Ich habe ja auch nichts dagegen, dass mal ein haus saniert wird. Allerdings sollte man schon wissen in welche Gegend man zieht und ob diese auch wirklich zu einem passt.
Das Problem entsteht dann, wenn man in eine Gegend zieht weil sie so "In" ist und sich garnicht bewusst ist wie das Leben dort überhaupt aussieht.
Ich persönlich gehe in diese Kieze wenn ich ausgehe, bevorzuge zum Wohnen aber eine ruhigere Gegend. Ich denke jeder sollte sich schon genau überlegen wo er hinzieht und ob es wirklich zu ihm passt.
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