Berlinale-Chef Kosslick Unser Mann auf dem roten Teppich

Jetzt geht der Rummel wieder los: In wenigen Tagen beginnt die Berlinale. Chef des größten Publikumsfestivals der Welt ist Dieter Kosslick. Hier erzählt er, wie die Jagd auf Filme und Stars funktioniert, was er von verdienter und unverdienter Kritik hält und wohin die Berlinale mit ihm steuert.

DIE ZEIT: Was ist Ihnen durch den Kopf geschossen, als Sie die Verlängerung Ihres Vertrages bis 2016 unterschrieben haben?

Dieter Kosslick: Nix.

ZEIT: Gar nichts?

Kosslick: Nein. Während der letzten Berlinale war plötzlich das Gerücht aufgetaucht, ich hätte dicke Jobs in der Wirtschaft angeboten bekommen und würde gehen. Völliger Quatsch! Das hat aber wiederum die Sponsoren verunsichert, denn die meisten Verträge sind an den Ablauf meines Vertrags gebunden. Da war es klar, dass vor der Berlinale 2012 Klarheit darüber bestehen musste, ob ich weitermache oder nicht.

Dieter Kosslick
Dieter Kosslick

wurde 1948 in Pforzheim geboren. Nach dem Studium (Kommunikationswissenschaften, Politik, Pädagogik) arbeitete er als wissenschaftlicher Referent und Redakteur der Zeitschrift »konkret« . 1983 übernahm Kosslick die Leitung der kulturellen Filmförderung Hamburg und 1993 der neuen Filmstiftung NRW , die er zur erfolgreichsten Filmförderung in Deutschland machte. Seit 2001 leitet er die Internationalen Filmfestspiele Berlin, als deren Leiter er nun für fünf weitere Jahre bestätigt wurde

ZEIT: Die Verträge sind an Ihre Person gebunden?

Kosslick: Nicht an meine Person, aber an meinen Vertrag, weil die Sponsoren wissen wollen, wer das Festival leitet. Als ich vor elf Jahren anfing, gab es gewisse Turbulenzen mit den Sponsoren. Die wollten nicht mehr weitermachen, weder mit meinem Vorgänger noch mit mir. Da war einfach Schluss die Marie! Inzwischen haben wir fast 50 Sponsoren und Partner, es gibt Verträge mit langen Laufzeiten...

ZEIT: ...die letztlich doch an Sie gebunden sind?

Kosslick: Da geht es nicht um die Frage, ob Herr Kosslick freundlich ist oder nicht, sondern ob den Partnern das Konzept der Berlinale, für das ich stehe, gefällt. Es geht da um sehr viel Geld. In den letzten zehn Jahren ist es uns gelungen, den Etat auf fast 20 Millionen Euro zu verdoppeln.

ZEIT: Zehn Jahre Kosslick und die Berlinale, das ist eine Art Ehe. Wie sieht Ihre Beziehungsbilanz aus?

Kosslick: Die Beziehung hat sich, paartherapeutisch gesprochen, gefestigt. Es ist nicht so einfach, einen Apparat zu übernehmen, der schon 51 Jahre existiert. Es dauert, bis man so eine Riesenveranstaltung verändern kann. Und die Beziehung ist gewachsen, weil die Berlinale gewachsen ist.

ZEIT: Ist sie zu sehr gewachsen?

Kosslick: Warum? Die Berlinale ist Deutschlands größtes Kulturereignis und ein riesiger Publikumserfolg. Vor zehn Jahren gab es keinen Talent Campus zur Nachwuchsförderung, keine Börse für Koproduktionen, keine Reihe für das deutsche Kino, keine Sektion wie Generation, für die im vergangenen Jahr 50.000 Karten an Kinder und Jugendliche verkauft wurden, keinen World Cinema Fund, der Regisseure in der ganzen Welt fördert. Allein der parallel zur Berlinale stattfindende European Film Market wird in diesem Jahr größer sein als je zuvor, mit 700 Filmen und 1000 Vorführungen.

ZEIT: Schauen wir mal auf die Inhalte des Festivals, also auf die Filme und das, was sich da geändert hat. Früher liefen die amerikanischen Filme der Saison auf der Berlinale. Jetzt laufen sie davor oder währenddessen im Kino. Clint Eastwoods J. Edgar, Martin Scorseses Hugo Cabret, David Finchers Die Verblendung. Tut das nicht weh?

Kosslick: Doch. Aber für das, was Sie beschreiben, gibt es einen ganz konkreten Grund. Als ich die Berlinale übernahm, hatte ich noch fünf Jahre lang das Glück, ein Festival zu leiten, das zeitlich günstig zu den Oscars lag, die dann leider um vier Wochen vorverlegt wurden. Damals wurden die Oscar-Nominierungen noch während des Festivals verkündet. Das gab der Berlinale und den Filmen einen Wahnsinnsschub. All die Filme, die Sie erwähnt haben, wären früher wahrscheinlich auf der Berlinale gelaufen, und Scorseses Hugo Cabret wäre der Eröffnungsfilm gewesen.

ZEIT: Wie steuern Sie gegen diese Entwicklung?

Kosslick: Die Dramatik dieses Vorgangs wurde verdeckt, weil es uns immer noch gelingt, sogar amerikanische Weltpremieren zu holen wie Martin Scorseses Shutter Island oder seinen Dokumentarfilm über die Rolling Stones. Hinzu kommt aber noch ein weiteres Problem: die Piraterie. Früher konnte ein Film, der im Oktober in den USA startete, immer noch seine internationale Premiere auf der Berlinale feiern. Aber jetzt hat man wegen der Piraterie Angst, die Filme so lange liegen zu lassen, und bringt sie zeitgleich auf der ganzen Welt heraus, um sie ein halbes Jahr später als DVD zu verkaufen. So gehen diese Premieren der Berlinale verloren.

ZEIT: Die Jagd nach Stars führte aber immer wieder zu Kompromissfilmen. Nach dem Motto: Gebt mir euren Star, dann zeige ich euren Mist. Unvergessen: Bordertown mit Jennifer Lopez.

Kosslick: Also mal ehrlich: Ein Filmfestival ist nicht das Berufsfeld, auf dem man fehlerlos arbeiten kann. Es ist sogar eine großartige Möglichkeit, Fehler zu machen, und zwar täglich immer neue, sodass man gar nicht dazu kommt, aus den alten zu lernen. Ich habe hier ein kleines Büchlein, in das ich so was reinschreibe. Bordertown mit Jennifer Lopez über die Frauenmorde in Mexiko war hundertprozentig ein Fehler des Festivalchefs, weil sein gesamtes Auswahlgremium sagte, dass man dieses B-Movie nicht im Wettbewerb zeigen könne. Der Festivalchef war aber jedes Jahr nach Mexiko gereist und hatte auch den ersten Kurzfilm gezeigt über diese Grenzregion, in der jährlich Hunderte von jungen Mädchen vergewaltigt, zerstückelt und verscharrt werden. Und dieser Festivalchef dachte, so gäbe es für diese Verbrechen und ihre Vertuschung eine maximale Aufmerksamkeit. Die haben wir auch bekommen. Aber leider nicht die richtige.

ZEIT: Einerseits bekam die Berlinale unter Ihnen das Profil eines politisch engagierten Festivals, andererseits haben Sie immer wieder Filme gezeigt, deren Machart nicht mit den großen Themen mithalten konnte.

Kosslick: Manche haben dennoch wichtige Zeichen gesetzt. Einen Dokumentarfilm über Guantánamo wie Standard Operating Procedure von Errol Morris oder Michael Winterbottoms Flüchtlingsfilm In This World würde ich immer wieder zeigen.

ZEIT: Die hätte jeder gezeigt. Das Problem ist eher, dass der politische Filmbegriff des Festivals manchmal in halb garen Sozialdramen versandete.

Kosslick: Das mag sein. Es ist aber auch so, dass eine bestimmte Art des nennen wir es mal politpädagogischen Kinos von der Kritik einfach nicht gemocht wird.

ZEIT: Nehmen Sie die teils harsche Kritik, die es auch bei Ihrer Vertragsverlängerung gab, ernst?

Kosslick: Wenn es um eine konkrete, argumentierende Kritik geht, nehme ich die natürlich ernst. Und ich will auch nicht verschweigen, dass es für mich eine Riesenenttäuschung war, wie der Wettbewerb im letzten Jahr teilweise rezipiert wurde. Es gibt aber auch eine sehr ätzende persönliche Kritik.

ZEIT: Wie stecken Sie die persönlichen Anfeindungen weg?

Kosslick: Manches setzt mir zu, aber landet auch in der Abteilung »Man gewöhnt sich an alles«. Auf anderen Festivals wirft man die schlechten Filme dem Kino oder dem Jahrgang vor. Bei uns tut man so, als hätte ich die alle ganz alleine zu Hause im Ofen gebacken.

ZEIT: Ein Vorwurf gegen Sie lautet, dass Sie alles seien, Zirkusdirektor, Impresario, Gastgeber, Manager, aber kein Cineast und leidenschaftlicher Filmliebhaber.

Kosslick: Ich bin jetzt seit 29 Jahren in der Filmbranche. Ich habe bei den Anfängen der europäischen Filmförderung mitgemacht, bei Kino-Initiativen, bei der Drehbuchförderung, bei Filmschulen, ich habe mich mit Kino unter allen wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten befasst und viele erfolgreiche Filme gefördert. Ich weiß, warum ich diese Arbeit mache. Und ich möchte mir die Freude über ein Festival, das jährlich von 300.000 Kinoliebhabern besucht wird, das Regiebewegungen wie die Berliner Schule von Anfang an begleitet hat und dessen letztjähriger Siegerfilm, Asghar Farhadis Nader und Simin – eine Trennung, jetzt vielleicht den Oscar gewinnt, auch nicht kaputt machen lassen.

ZEIT: Es geht ja nicht ums Kaputtmachen. Sie haben zum Beispiel mit aller Leidenschaft die Sektion Kulinarisches Kino eingeführt. Da werden Filme gezeigt, die mit Kochen und Essen zu tun haben, anschließend ist man zusammen. Muss das unter dem Dach der Berlinale stattfinden? Wenn man zu weit in diese Richtung geht, landet man irgendwann im Spaßbad.

Kosslick: Ich kann mit dieser Kritik nichts anfangen. Niemand wird gezwungen, da hinzugehen. Kaum ein Film, der im Kulinarischen Kino läuft, würde woanders im Programm laufen. Wir haben mit dieser Reihe eine neue Zielgruppe erschlossen, aber das schmälert doch nicht die Bedeutung des Wettbewerbs! Ich habe in der Hinsicht nur ein großes Problem: dass wir nicht genügend Karten für das Kulinarische Kino haben. Übrigens: Die Programme werden auf dem Festival von San Sebastián und im Museum of Modern Art gezeigt. Das sind alles andere als Spaßbademeister. Ich finde, die Kritik an der Berlinale basiert häufig auf einem Modernebegriff aus dem letzten Jahrtausend. Wir leben aber nicht mehr in den Zeiten, in denen es drei Fernsehprogramme und kein Internet gab und man Sophia Loren auf dem Ku’damm anfassen konnte. Es gibt vielleicht auch nicht mehr die 60 bis 70 herausragenden Filme berühmter Autorenregisseure, die drei große Wettbewerbe in Cannes, Venedig und Berlin füllen können. Oder hunderttausend Stars, die auf nichts schärfer sind, als auf einem dieser Festivals über den roten Teppich zu stolzieren.

ZEIT: Aber ist es denn nicht ein fast schon physikalisches Gesetz, dass ein großes Festival, das aus so vielen Events besteht, einer Stärkung seines Innersten, seines cineastischen Kerns, bedarf?

Kosslick: Das tun wir doch! Wir haben bereits begonnen, den Wettbewerb noch konsequenter künstlerischer zu gestalten. Das ist am diesjährigen Programm abzulesen. Wir haben im Friedrichstadtpalast seit drei Jahren eine Reihe namens Berlinale Special eingerichtet, in der Galas von großen Publikumsfilmen mit Stars stattfinden. Das haben wir gemacht, um den Wettbewerb vom »Glamourdruck« zu entlasten. Aber um es ganz klar zu sagen: Ich werde die Berlinale während meiner Vertragslaufzeit nicht vom größten Publikumsfestival der Welt zu einem reinen Spezialistenfestival machen.

ZEIT: Wir reden hier doch nicht von einem Kinotempel, in dem Tag und Nacht kasachische Kurzfilme gezeigt werden. Sondern von einem Festival, das auf einer Ebene funktioniert und auf einer anderen Ebene Schwächen hat. Es geht um den Wettbewerb, also um knapp 20 von über 400 Filmen, die vielleicht noch radikaler kuratiert werden könnten.

Kosslick: Ja, akzeptiert. Doch ich weiß gar nicht genau, wie man sich das Kuratieren so vorstellt. Auch wenn wir 6000 Filme eingereicht bekommen haben, kommt nur eine begrenzte Menge davon infrage. Man könnte ja auch mal die ganzen 6000 Filme zeigen. Diese Berlinale würde 13 Jahre dauern, hab ich ausgerechnet. Dreizehn Jahre lang könnte man sich anschauen, was wir so alles zur Verfügung haben. Da würde man sehen, dass es gar nicht so viele Filme gibt, die wir überhaupt auf die Kästchen unseres Festivals verteilen können.

ZEIT: Cannes hat ja vor einigen Jahren die Funktion eines künstlerischen Leiters installiert, die auch für Berlin diskutiert wird.

Kosslick: Es wurde aber noch niemand gefragt, und es hat sich auch noch niemand gemeldet. Aber gut, wenn das der Wahrheitsfindung dient, könnte man es machen. Aber würde das wirklich etwas ändern? Egal, wie sehr sich ein künstlerischer Leiter aufs Kuratieren konzentriert, auch er wird immer nur eine begrenzte Anzahl von Filmen haben, die überhaupt verfügbar sind.

ZEIT: Es wäre keine leichte Stellenausschreibung.

Kosslick: Stimmt, aber so eine Konstruktion hätte auch etwas Gutes. Ich sag’s mal so: lieber ein beliebter Frühstücksdirektor sein als ein gebashter Abendteppich-Veranstalter.

ZEIT: Jetzt könnten Sie die Berlinale noch mal neu erfinden – Sie haben die Freiheiten eines Politikers in seiner letzten Amtszeit.

Kosslick: Woher wissen Sie, ob es meine letzte Amtszeit ist? Keines der großen Festivals hat in den letzten Jahren einen solchen Transformationsprozess durchlaufen wie die Berlinale. Aber keine Neuerung kann darüber hinwegtäuschen, dass es maximal noch 20 Regisseure gibt, die wie Pedro Almodóvar, Lars von Trier, Ken Loach oder Michael Haneke ein Kino machen, das Publikum und Kritikern gleichermaßen gefällt.

ZEIT: Und die gehen nach Cannes.

Kosslick: Ja, na und? Ich gehe auch gerne dahin. Und jetzt wird’s handfest: In Frankreich sitzen die meisten Filmfirmen für internationale Koproduktionen im sogenannten Arthaus-Sektor, zu dem das Kino der Stammgäste von Cannes gehört. Und in den Koproduktionsverträgen steht oft: »Ablieferungsdatum 1. Mai«. Diese Filme werden für Cannes und den Mai gemacht, da kann ich mich auf den Kopf stellen in meinem Berliner Februar. Wir sind ein anderes Festival! Trotzdem gibt es auch bei uns große Regisseure und Regie-Entdeckungen.

ZEIT: Haben Sie mal davon geträumt, Festivaldirektor von Cannes zu sein?

ZEIT: Nein, aber meine Mutter, die hat mal geträumt, dass ich beides mache.

ZEIT: Es geht ja nicht nur um Cannes. Nader und Simin von Asghar Farhadi, den letztjährigen Berlinale-Sieger, haben in Frankreich eine Million Menschen gesehen und in Deutschland 150.000.

Kosslick: Weil Frankreich im Gegensatz zu Deutschland eine Filmnation ist. Das hat etwas mit Filmerziehung zu tun, mit Filmkultur, mit einer cineastischen Tradition. Und damit, dass wir unsere besten Regisseure in den dreißiger Jahren umgebracht oder ins Exil getrieben haben. Herr Lubitsch hat am Ende nicht mehr in Kleinmachnow gedreht. Und es ist kein Wunder, weil Kino in Frankreich eine ganz andere bürgerliche Normalität ist. Man geht ins Kino, beim anschließenden Essen redet man darüber. Das Kino ist dort Teil einer Diskurskultur.

ZEIT: Gut, die Franzosen lieben das Kino, und Cannes ist Cannes. Und was nun?

Kosslick: Man muss einfach mal akzeptieren, dass es die Nummer eins ist. Deshalb ist es so erstaunlich, dass viele Kritiker immer nur übel gelaunt auf das Cannes-Programm verweisen. Wir müssen hier etwas anderes machen. Deshalb haben wir zum Beispiel den World Cinema Fund gegründet, der in anderen Ländern Filme unterstützt, damit Deutschland stärker in diese internationalen Produktionsprozesse kommt.

ZEIT: Es ist Ihre letzte Amtszeit. Wollen Sie nicht noch mal auf die Kacke hauen?

Kosslick: Ich haue gerne drauf: mit den Rolling Stones oder auch mit einem thailändischen Film. Wenn die Kacke da ist, dann hauen wir drauf. Aber sie muss erst mal da sein. Ja, wir bemühen uns, ein radikaleres Programm zu machen, das dem Publikum und den Kritikern gefällt. Und das meine ich jetzt nicht ironisch.

ZEIT: Blicken wir mal voraus: Wie sollte die Ära Kosslick in Erinnerung bleiben?

Kosslick: Dass man sich gerne an die Berlinale erinnert. Daran, dass man hier mit Spaß und Freude in extrem unterschiedliche Filme gegangen ist, von der radikalen Autorenvision über den Politfilm und das amerikanische Starvehikel bis zum kasachischen Kurzfilm. Das würde mir reichen.

 
Leser-Kommentare
  1. mut auf der berlinaler hats doch seit fassbinder eigentlich nicht mehr gegeben. alle klatschen schön, selbst wenn die filme der größte scheiß sind. aber egal. zum glück gibts wirklich gute filme, die gezeigt werden - [...]
    fürs volk wirds schwierig sich an diskussionen zu beteiligen, geschweige denn karten zu bekommen. deutschlands größtes kulturereignis (haha, ansichtssache) ist höchst exklusiv. na dann. viel spass.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Die Redaktion/ls

  2. Ich finde Herr Kosslick hat hervorragende Arbeit geleistet und ein echt hochklassiges Event in Gesamtberlin etabliert. Wenn man bedenkt, daß die Berlinale noch in den 90ern in Stätten wie dem Arsenal (Nähe Wittenbergplatz!) aufgeführt wurde, kann man inzwischen jeden Film in einem echten Kino sehen und auch das Ganze drumherum ist deutlich besser organisiert.

    @1 Karten zu bekommen, war noch nie mein Problem. Entweder im Vorverkauf am ersten Vorverkaufstag für den Film oder an der Abendkasse.

  3. mit einer dermaßen Kritik-Blindheit muss man sich garnicht mehr fragen, weshalb die Berlinale zu einem solchen Schmierentheater verkommen ist. Radikales Kino ist nicht das kleinbürgerliche, häppchenweise Kino der Empörung: Es ist die rdikale, audiovisuelle und narrative Herangehensweise brisanter Themen. Besonders Schade finde ich vor allem, dass Herr Kosslick die Konkurenz mit Cannes vermeidet und das Kino aus Deutschland als "seit den 30'ern verstorben und vertrieben" ansieht...

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