Irak Verfolgt

Immer weniger Christen leben im umkämpften Golfstaat Irak. Der Terror trifft auch sie, die letzten Chaldäer.

Wenn wir von den Christen im Irak reden, müssen wir zuerst von Zahlen sprechen. Rund 1,5 Millionen waren es vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen im März 2003. Heute sind geschätzte 400.000 übrig. Hunderttausende flüchteten vor Gewalt und Verfolgung. Allein im Jahr 2005 kamen rund 800 irakische Christen durch gezielte Anschläge ums Leben. Im Oktober 2010 gab es das bislang letzte große Attentat: Islamistische Terroristen erstürmten die Kathedrale in Bagdad und töteten 68 Menschen. Massenmorde wie diese verbreiten Angst unter den Gläubigen. Hält der Trend zur Emigration an, könnte es bald keine Christen im Irak mehr geben.

Der Bischof von Erbil, Baschar Warda, glaubt das trotz der Zahlen nicht: »Es wird immer Christen im Irak geben, und wenn nur zehn Familien übrig bleiben!« Der Bischof will nichts beschönigen, aber Zuversicht verbreiten. Das gehört zum Selbstverständnis jeder bedrohten Gemeinde, außerdem sitzt er im Bistum Erbil, in der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, in einer vergleichsweise sicheren Position. Hier ist es für irakische Verhältnisse ruhig. Es gibt so gut wie keine Attentate. Zwar sind auch unter den Kurden islamistische Extremisten, doch bisher beschränkten sie sich darauf, einige Alkoholläden in der nördlich gelegenen Stadt Dohuk anzugreifen. In Ankawa, dem rund 40000 Einwohner zählenden christlichen Viertel von Erbil, geht das Leben ungestört seinen Gang.

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Christen in Kurdistan
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Bischof Warda predigt jeden Sonntag um fünf Uhr nachmittags in der prall gefüllten St.-Josephs-Kirche, auch die anderen Kirchen Ankawas sind gut besucht, an Sonntagen wie Werktagen hört man Gebete. Viele Kirchgänger sind Flüchtlinge aus dem Süden des Landes, sie kommen aus Bagdad, Basra, vor allem aber aus Mossul, das nicht weit von Erbil liegt und ein Hort des islamistischen Extremismus ist. Kurdistan ist für sie oft die erste Station, bevor sie irgendwo in der Welt Asyl beantragen – und manchmal auch bekommen.

Die kurdische Regierung meint es einigermaßen gut mit den Christen. Sie hat eine recht ansehnliche Summe zur Verfügung gestellt, damit diese ihre Traditionen pflegen können. Im Ministerium für Kultur und Jugend gibt es eine eigene Abteilung für »Assyrische Kultur«, denn die ethnische Minderheit der Assyrer ist christlich. Die christliche Gemeinde selbst teilt sich in fünf verschiedene Kirchen auf, wobei die chaldäisch-katholische die größte ist. 70 Prozent der irakischen Christen gehören ihr an.

Der Schriftsteller Saadi al-Malih ist Direktor der Abteilung für Assyrische Kultur in Kurdistan, und er hat in den letzten Jahren – ganz entgegen der gesamtirakischen Entwicklung – einiges für die Assyrer aufbauen können. Dazu gehört eine Bibliothek über assyrische Kultur und Geschichte, die dem allgemeinen Publikum ebenso wie Forschern offensteht, dazu gehören Tagungen, Lesungen, Konzerte, und dazu gehört vor allem ein Museum für Assyrische Kultur, das vor einigen Monaten seine Tore geöffnet hat. Es will zeigen, dass die assyrischen Christen seit fast 2000 Jahren Teil dieser Gesellschaft sind.

Saadi al-Malih selbst ist kein Gläubiger, er war früher Kommunist, bevor er nach Kanada ging und dort bis zum Sturz Saddam Husseins 2003 blieb. Er hält es für möglich, dass die Christen im Irak – er sagt »das assyrische Volk« – dort gänzlich verschwinden. Das mag auch der Grund sein, warum er sich jede Nacht zwischen elf und zwei Uhr hinsetzt, um Geschichten aus dem christlichen Viertel Ankawa zu notieren. Eine Arbeit des Bewahrens im Schatten der Katastrophe.

Stärker als in Erbil ist die Bedrängnis der Christen in Städten wie Kirkuk spürbar. Hier leben noch 10.000 bis 12.000 Christen von rund 30.000, die es vor 2003 gab. Sie sind ein verschwindend kleiner Bevölkerungsteil der 1,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt. Um Kirkuk kämpfen Araber und Kurden, ihr Streit zerreißt die Stadt. Zwar war der Höhepunkt der Gewalt bereits in den Jahren 2005 bis 2008, doch bis heute gehören Bombenattentate zum Alltag. Auch Kirchen bleiben ein Ziel des Terrors. Deshalb wird der Bischofssitz von Kirkuk viel schwerer bewacht als der von Erbil. »Leider leben wir in Zeiten«, sagt Kirkuks Bischof Louis Sako, »in denen die extremistische Karte Trumpfkarte ist. Alle versuchen damit etwas zu gewinnen!«

Sako glaubt, dass die Mehrheit der Iraker kein Problem mit Christen und anderen Minderheiten habe. Doch die Gemäßigten besäßen im Moment kein Gewicht. Bagdad sei durch politische Machtkämpfe gelähmt und könne daher wenig Schutz bieten. »Wir leiden, so wie alle Iraker leiden!«, sagt er und betont, dass die Christen fester Bestandteil des Landes seien. Sie könnten zudem eine Brücke zwischen den verfeindeten Gruppen schlagen: Wegen ihrer zahlenmäßigen Schwäche könnte niemand die Christen verdächtigen, sie wollten die jeweils andere Seite dominieren. Frieden muss ihr ureigenstes Interesse sein, davon hängt ihre Existenz mehr als die aller anderen Gruppen ab. Doch Frieden kennt der Irak seit vielen Jahren nicht mehr.

In den Augen islamistischer Extremisten sind die Christen wegen ihres Glaubens Vertreter des Westens – und der Westen steht für alles, was man bekämpfen muss: Imperialismus, Sittenverfall, Blasphemie. Dabei haben irakische Christen mit anderen Irakern mehr gemein als mit Europäern oder Amerikanern. Doch das wollen die Extremisten nicht hören. Sie sind mit Blindheit geschlagen und beschädigen mit jedem Anschlag die Identität des Landes, das sie zu verteidigen vorgeben.

 
Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Verzichten Sie auf generalisierende und diffamierende Äußerungen. Die Redaktion/mak

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    Interessant, Sie scheinen sich in islamischer Theologie und Koran-Exegese ja hervorragend auszukennen, um solch gewagte Thesen vorbringen zu können. Terroristische Aktionen sind also Glaubenspflicht für jeden Muslim - zumindest für jene, die die Lehren Mohammeds richtig verstanden haben? Hört, hört!

    Ich glaube hingegen: Dass es für Sie unmöglich scheint, den Koran auch friedlich zu deuten, spricht weniger gegen die islamische Religion als gegen ihre Differenzierungsgabe. Schade, dass Religionskritik hier oft so unsachlich vorgetragen wird.

    "All die anderen, die sich also als Muslime verstehen aber nicht nach dem Leben der Andersgläubigen trachten, haben nur nicht verinnerlicht was sie behaupten zu glauben."

    Aha. Also im Klartext: Jeder Muslim ist ein mordlüsternder Extremist und wenn er letzteres nicht ist, dann kann er auch ersteres nicht sein. Hmm, da könnte man, wenn man wollte, ja beinahe Enttäuschung herauslesen bzw. einen Tadel für den freidlichen Otto-Normal-Muslim. Ihr stets pauschalisierenden Islam-Basher habt wirklich ein krudes Weltbild, das letztlich parasitär von islamischen Extremisten existiert und diesselben "Argumente" nutzt.

    "Entweder existieren die Suren die zur Gewalt aufrufen oder nicht. Ein dazwischen gibt es nur dann, wenn Zeit gewonnen werden soll."

    Nochmals aha. Haben Sie sich mal die Mühe gemacht, die Bibel zu lesen? Und ja, nicht nur im Alten, auch im Neuen Testament wird zu Mord und Totschlag gegen die aufgerufen, die nicht in ein bestimmtes Weltbild passen. Nimmt man den Tanach zur Hand, sieht es ähnlich aus. Ihrer Logik zufolge ist demnach alles jenseits von Opus Dei und radikalen Evangelikalen nicht christlich bzw. jenseits Ultraorthodoxer nicht jüdisch.

    Interessant, Sie scheinen sich in islamischer Theologie und Koran-Exegese ja hervorragend auszukennen, um solch gewagte Thesen vorbringen zu können. Terroristische Aktionen sind also Glaubenspflicht für jeden Muslim - zumindest für jene, die die Lehren Mohammeds richtig verstanden haben? Hört, hört!

    Ich glaube hingegen: Dass es für Sie unmöglich scheint, den Koran auch friedlich zu deuten, spricht weniger gegen die islamische Religion als gegen ihre Differenzierungsgabe. Schade, dass Religionskritik hier oft so unsachlich vorgetragen wird.

    "All die anderen, die sich also als Muslime verstehen aber nicht nach dem Leben der Andersgläubigen trachten, haben nur nicht verinnerlicht was sie behaupten zu glauben."

    Aha. Also im Klartext: Jeder Muslim ist ein mordlüsternder Extremist und wenn er letzteres nicht ist, dann kann er auch ersteres nicht sein. Hmm, da könnte man, wenn man wollte, ja beinahe Enttäuschung herauslesen bzw. einen Tadel für den freidlichen Otto-Normal-Muslim. Ihr stets pauschalisierenden Islam-Basher habt wirklich ein krudes Weltbild, das letztlich parasitär von islamischen Extremisten existiert und diesselben "Argumente" nutzt.

    "Entweder existieren die Suren die zur Gewalt aufrufen oder nicht. Ein dazwischen gibt es nur dann, wenn Zeit gewonnen werden soll."

    Nochmals aha. Haben Sie sich mal die Mühe gemacht, die Bibel zu lesen? Und ja, nicht nur im Alten, auch im Neuen Testament wird zu Mord und Totschlag gegen die aufgerufen, die nicht in ein bestimmtes Weltbild passen. Nimmt man den Tanach zur Hand, sieht es ähnlich aus. Ihrer Logik zufolge ist demnach alles jenseits von Opus Dei und radikalen Evangelikalen nicht christlich bzw. jenseits Ultraorthodoxer nicht jüdisch.

  2. 2. Teil 1

    Die Situation der Christen in Staaten des Nahen und Mittleren Osten ist tragisch.
    Sicher hat der Irak-Krieg, seine fadenscheinige Begründung und die des öfteren verwendete Umschreibung des Krieges durch Bush mit "Kreuzzug" nicht sehr viel positives zum Verständnis der christlichen Mentälität bzw. Relgion beigetragen.

    Auch wenn die Situation der Christen als Minderheiten in Entwicklungsländern derer, von Minderheiten die einst (vor 100 Jahren oder mehr) in Europa lebten ähneln, und wohl jede Gesellschaft bzw. Elemente von ihr gegen Minderheiten hetzt, so wird die Situation durch die Kriegsabenteuer der USA, die grundsätliche Vetounterstützung der USA für Israel und das Kriegsgeschrei gegen den Iran die Situation der Christen bestimmt nicht bessern.
    Im Gegenteil!!
    Und auch unsere Gesellschaft, insbesondere die der Amerikaner, ist nicht besser.
    Ja, es waren Moslems, die das World-Trade-Center zerstörten, aber noch längst sind nicht alle Moslems Terroristen.

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    Entfernt. Verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/mak

    Entfernt. Verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/mak

  3. 3. Teil 2

    Sicher denkt nur eine Minderheit so, aber das ist dennoch gefährlich. Wenn derart also gebildete Menschen in den USA denken können, wir können wir es den Pakistanern und Irakern ec. dann noch verübeln, dass sie als ungebildete Völker, auch gerne pauschalisieren und generell alle Christen als Unruhestifter ansehen, nur weil sich die USA im mittleren Osten gerne austoben? Es ist tragisch und dramatisch, wie die Christen verfolgt werden. Aber vielleicht sollten die USA, GB udn Israel auch mal aufhören, Länder in ME zu destabilisieren. Stichwort: Musterdemokratie Lybien.

  4. Interessant, Sie scheinen sich in islamischer Theologie und Koran-Exegese ja hervorragend auszukennen, um solch gewagte Thesen vorbringen zu können. Terroristische Aktionen sind also Glaubenspflicht für jeden Muslim - zumindest für jene, die die Lehren Mohammeds richtig verstanden haben? Hört, hört!

    Ich glaube hingegen: Dass es für Sie unmöglich scheint, den Koran auch friedlich zu deuten, spricht weniger gegen die islamische Religion als gegen ihre Differenzierungsgabe. Schade, dass Religionskritik hier oft so unsachlich vorgetragen wird.

    Antwort auf "Verharmlosung"
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    Die Aussage habe ich lediglich getroffen weil ich den Koran, in deutscher Übersetzung, käuflich erworben habe und mir selbst ein eigenes Bild von gemacht habe. Haben Sie auch das selbe gemacht? Oder gilt Ihre Absicht mich einfach zu diskreditieren mit dem was Sie zu glauben wissen?

    Der Koran erkennt wahrlich ein Haus der Friedens an. Aber um dies zu erreichen, muss es erst durch das Haus der Krieges der Frieden erschaffen werden. So der Plan vieler Feldherren.

    Wenn der Koran doch friedlich gedeutet werden soll, so müsste es doch entgegen den Auffassungen des Propheten geschehen. Ansonsten muss die Definition noch erfunden werden, die in der arabische Expansion, friedliche Absichten zu erkennen vermag.

    Außerdem existierte doch zu dieser Zeit bereits eine Religion des Friedens?! Weshalb müsste dann mit aller Gewalt noch mehr Friede auf die Menschheit eingeprügelt werden? Ich finde leider nichts friedliches darin, sorry.

    "Dass es für Sie unmöglich scheint, den Koran auch friedlich zu deuten, spricht weniger gegen die islamische Religion als gegen ihre Differenzierungsgabe."

    Es ist völlig unerheblich. dass es einige Moslems gibt, die den Islam als friedlich interpretieren. Die von Ihnen geforderte Differenzierung lässt jedoch eine sehr aggressive Lesart gegenüber Anders- oder Nichtgläubigen zu. Expressis verbis stellt diese aggressive und segregierende Lesart mit dem Ziel des weltumfassenden "Haus des Islam" sogar die Hauptintention dar. Die friedliche Komponente muss erst mit vielen Verrenkungen herausinterpretiert werden.

    [...]

    Verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen und beachten Sie bitte, dass wir auf diese Seite nicht verlinken wollen. Danke, die Redaktion/fk.

    Wenn der Islam wirklich eine Religion des Friedens wäre, dann dürfte im Koran KEIN EiNZIGES Mal der Befehl an die Gläubigen "tötet die Ungläubigen" drin stehen. Aber wirklich kein einziges Mal.

    Tatsache aber ist dass dieser Befehl dort zig-fach vorkommt und von Gläubigen, die dieses Buch auswendig lernen müssen, auch nicht ignoriert werden kann.

    • Todoy
    • 02.02.2012 um 2:43 Uhr

    Es ist doch vollkommen belanglos, ob man Koranexperte ist oder nicht.
    Die muslimischen Verbrecher töten im Namen Gottes. Die Christen töteten auch, richtig. Das war einmal, da kann man leicht verurteilen und künstlerisch verunglimpfen im Nachhinein. Das ist folgenlos.
    Muslimische Religionsverbrechen passieren jetzt. Sich Dagegenzustellen bedeutet Lebensgefahr. Damals wie heute.

    Die Aussage habe ich lediglich getroffen weil ich den Koran, in deutscher Übersetzung, käuflich erworben habe und mir selbst ein eigenes Bild von gemacht habe. Haben Sie auch das selbe gemacht? Oder gilt Ihre Absicht mich einfach zu diskreditieren mit dem was Sie zu glauben wissen?

    Der Koran erkennt wahrlich ein Haus der Friedens an. Aber um dies zu erreichen, muss es erst durch das Haus der Krieges der Frieden erschaffen werden. So der Plan vieler Feldherren.

    Wenn der Koran doch friedlich gedeutet werden soll, so müsste es doch entgegen den Auffassungen des Propheten geschehen. Ansonsten muss die Definition noch erfunden werden, die in der arabische Expansion, friedliche Absichten zu erkennen vermag.

    Außerdem existierte doch zu dieser Zeit bereits eine Religion des Friedens?! Weshalb müsste dann mit aller Gewalt noch mehr Friede auf die Menschheit eingeprügelt werden? Ich finde leider nichts friedliches darin, sorry.

    "Dass es für Sie unmöglich scheint, den Koran auch friedlich zu deuten, spricht weniger gegen die islamische Religion als gegen ihre Differenzierungsgabe."

    Es ist völlig unerheblich. dass es einige Moslems gibt, die den Islam als friedlich interpretieren. Die von Ihnen geforderte Differenzierung lässt jedoch eine sehr aggressive Lesart gegenüber Anders- oder Nichtgläubigen zu. Expressis verbis stellt diese aggressive und segregierende Lesart mit dem Ziel des weltumfassenden "Haus des Islam" sogar die Hauptintention dar. Die friedliche Komponente muss erst mit vielen Verrenkungen herausinterpretiert werden.

    [...]

    Verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen und beachten Sie bitte, dass wir auf diese Seite nicht verlinken wollen. Danke, die Redaktion/fk.

    Wenn der Islam wirklich eine Religion des Friedens wäre, dann dürfte im Koran KEIN EiNZIGES Mal der Befehl an die Gläubigen "tötet die Ungläubigen" drin stehen. Aber wirklich kein einziges Mal.

    Tatsache aber ist dass dieser Befehl dort zig-fach vorkommt und von Gläubigen, die dieses Buch auswendig lernen müssen, auch nicht ignoriert werden kann.

    • Todoy
    • 02.02.2012 um 2:43 Uhr

    Es ist doch vollkommen belanglos, ob man Koranexperte ist oder nicht.
    Die muslimischen Verbrecher töten im Namen Gottes. Die Christen töteten auch, richtig. Das war einmal, da kann man leicht verurteilen und künstlerisch verunglimpfen im Nachhinein. Das ist folgenlos.
    Muslimische Religionsverbrechen passieren jetzt. Sich Dagegenzustellen bedeutet Lebensgefahr. Damals wie heute.

  5. Die Aussage habe ich lediglich getroffen weil ich den Koran, in deutscher Übersetzung, käuflich erworben habe und mir selbst ein eigenes Bild von gemacht habe. Haben Sie auch das selbe gemacht? Oder gilt Ihre Absicht mich einfach zu diskreditieren mit dem was Sie zu glauben wissen?

    Der Koran erkennt wahrlich ein Haus der Friedens an. Aber um dies zu erreichen, muss es erst durch das Haus der Krieges der Frieden erschaffen werden. So der Plan vieler Feldherren.

    Wenn der Koran doch friedlich gedeutet werden soll, so müsste es doch entgegen den Auffassungen des Propheten geschehen. Ansonsten muss die Definition noch erfunden werden, die in der arabische Expansion, friedliche Absichten zu erkennen vermag.

    Außerdem existierte doch zu dieser Zeit bereits eine Religion des Friedens?! Weshalb müsste dann mit aller Gewalt noch mehr Friede auf die Menschheit eingeprügelt werden? Ich finde leider nichts friedliches darin, sorry.

    15 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Spezialist?"
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    Dass Sie den Koran erworben haben, ehrt Sie, heißt aber noch nicht, dass Sie auch ein kundiger Interpreteur sind.

    Es gibt viele liberale Strömungen im Islam, die etwa das Konzept des Dschihad nichtmilitärisch und eher als inneren Kampf auslegen. Moderne islamische Theologen betonen den defensiven Charakter des Dschihad. Und selbst bei militärischer Auslegung des Dschihad-Konzepts muss jedem im islamischen Herrschaftsgebiet Glaubensfreiheit zugestanden werden: "Im Glauben gibt es keinen Zwang" heißt es in einer Sure. Daher müssen die Christenverfolger auch als Extremisten gelten - und nicht als "wahre Muslime", wie Sie meinen. Das ist eine pauschale Herabwürdigung und Diffarmierung aller Muslime.

    Dass Sie den Koran erworben haben, ehrt Sie, heißt aber noch nicht, dass Sie auch ein kundiger Interpreteur sind.

    Es gibt viele liberale Strömungen im Islam, die etwa das Konzept des Dschihad nichtmilitärisch und eher als inneren Kampf auslegen. Moderne islamische Theologen betonen den defensiven Charakter des Dschihad. Und selbst bei militärischer Auslegung des Dschihad-Konzepts muss jedem im islamischen Herrschaftsgebiet Glaubensfreiheit zugestanden werden: "Im Glauben gibt es keinen Zwang" heißt es in einer Sure. Daher müssen die Christenverfolger auch als Extremisten gelten - und nicht als "wahre Muslime", wie Sie meinen. Das ist eine pauschale Herabwürdigung und Diffarmierung aller Muslime.

  6. Dass im Irak die Dämme des Rationalen gebrochen sind und die Rechtssicherheit, das oberste Gut jeder Demokratie, praktisch aufgehoben ist, zeigt das Beispiel des Christen Tarik Asis.

    Es ist nützlich, immer wieder daran zu erinnern, wie säkular es vergleichsweise unter Saddam Hussein zugegangen ist! Die Erinnerung an die weaponsofmassdestruction muss lebendig gehalten werden, damit sich der hunderttausendfache qualvolle Tod irakischer Kinder nie wiederholt!

    Ständig zu erinnern ist auch an die Hintergründe: Alle vier (!!)Golfkriege haben die Unterbindung Israelfeindlicher Bewegungen zum Ziel und lassen sich durch verbesserte Kontrolle der Ölmärkte sogar teilweise amortisieren.

  7. "All die anderen, die sich also als Muslime verstehen aber nicht nach dem Leben der Andersgläubigen trachten, haben nur nicht verinnerlicht was sie behaupten zu glauben."

    Aha. Also im Klartext: Jeder Muslim ist ein mordlüsternder Extremist und wenn er letzteres nicht ist, dann kann er auch ersteres nicht sein. Hmm, da könnte man, wenn man wollte, ja beinahe Enttäuschung herauslesen bzw. einen Tadel für den freidlichen Otto-Normal-Muslim. Ihr stets pauschalisierenden Islam-Basher habt wirklich ein krudes Weltbild, das letztlich parasitär von islamischen Extremisten existiert und diesselben "Argumente" nutzt.

    "Entweder existieren die Suren die zur Gewalt aufrufen oder nicht. Ein dazwischen gibt es nur dann, wenn Zeit gewonnen werden soll."

    Nochmals aha. Haben Sie sich mal die Mühe gemacht, die Bibel zu lesen? Und ja, nicht nur im Alten, auch im Neuen Testament wird zu Mord und Totschlag gegen die aufgerufen, die nicht in ein bestimmtes Weltbild passen. Nimmt man den Tanach zur Hand, sieht es ähnlich aus. Ihrer Logik zufolge ist demnach alles jenseits von Opus Dei und radikalen Evangelikalen nicht christlich bzw. jenseits Ultraorthodoxer nicht jüdisch.

    Antwort auf "Verharmlosung"
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    "Ihr stets pauschalisierenden Islam-Basher habt wirklich ein krudes Weltbild, das letztlich parasitär von islamischen Extremisten existiert und diesselben "Argumente" nutzt."
    /Zitat Ende

    Nicht so verzweifeln! Ich greife weder Sie persönlich noch all die anderen Muslime an. Wenn Sie aber einen Blick auf Regionen werfen wo der Islam Fuß gefasst hat, so werden Sie feststellen, dass neben dem friedlichen Islam nichts friedliches in Frieden überleben kann.
    Sie brauchen also nicht meine Logik in Abrede zu stellen. Setzen Sie doch lieber Ihre Energie für etwas ein, was die Menschheit etwas weiterbringt, anstatt weiter so zu tun als wäre das erklärte Ziel der Menschheit die völlige Unterwerfung.

    Wie immer bemerkenswert, ist die Annahme diese "Islam-Basher" seien nie Moslems, sondern ausschließlich Christen und um dies nicht allzu eindeutig zu äußern kommen im gleichen Satz auch die Juden vor.
    Ich setzte Voraus, Sie wissen um die Karawanenüberfälle, die Massaker und die Völkermorde des Gesandten auf Erden. Warum also wird also sonst Friedfertigkeit vorgetäuscht, wenn nicht um damit Zeit zu gewinnen? Da Sie sich ja zum Glück mit der Materie auskennen, würde ich es mir gerne von Ihnen erklären lassen. Warum gilt der Islam nur westlich des Bosporus und nördlich des Mittelmeeres als friedlich und tolerant? Und wenn wir schon dabei sind: Wo sind hunderte von Millionen Christen südlich des Mittelmeeres und östlich vom Bosporus geblieben? Was hat der Islam friedliches mit denen gemacht?

    wo gibt es denn im Neuen Testament Aufrufe zur Gewalt ?

    Sie kennen das Neue Testament aber schlecht! Vielleicht einfach einmal lesen! Das einzige Mal, wo von "Feinde Niedermachen" die Rede ist, ist innerhalb eines Gleichnisses und da sagt es ein König, nicht Gott. Es kann also nicht als direkte Aufforderung zum Töten verstanden werden. Andererseits finden Sie in den vier Evangelien die Aufforderung, zu vergeben, zu verzeihen, der Ehebrecherin eine zweite Chance zu geben, nicht zu richten, dem Diener die Füße zu waschen und sich nicht zu scheuen, mit den Verachteten, den Lebrakranken, den Prostituierten und den Zöllnern menschlich umzugehen.
    Wo sonst finden Sie Sätze wie: "Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut Gutes denen, die euch hassen?" Wenn Sie keine Ahnung vom Neuen Testament haben, sollten Sie es auch nicht verurteilen!

    "Ihr stets pauschalisierenden Islam-Basher habt wirklich ein krudes Weltbild, das letztlich parasitär von islamischen Extremisten existiert und diesselben "Argumente" nutzt."
    /Zitat Ende

    Nicht so verzweifeln! Ich greife weder Sie persönlich noch all die anderen Muslime an. Wenn Sie aber einen Blick auf Regionen werfen wo der Islam Fuß gefasst hat, so werden Sie feststellen, dass neben dem friedlichen Islam nichts friedliches in Frieden überleben kann.
    Sie brauchen also nicht meine Logik in Abrede zu stellen. Setzen Sie doch lieber Ihre Energie für etwas ein, was die Menschheit etwas weiterbringt, anstatt weiter so zu tun als wäre das erklärte Ziel der Menschheit die völlige Unterwerfung.

    Wie immer bemerkenswert, ist die Annahme diese "Islam-Basher" seien nie Moslems, sondern ausschließlich Christen und um dies nicht allzu eindeutig zu äußern kommen im gleichen Satz auch die Juden vor.
    Ich setzte Voraus, Sie wissen um die Karawanenüberfälle, die Massaker und die Völkermorde des Gesandten auf Erden. Warum also wird also sonst Friedfertigkeit vorgetäuscht, wenn nicht um damit Zeit zu gewinnen? Da Sie sich ja zum Glück mit der Materie auskennen, würde ich es mir gerne von Ihnen erklären lassen. Warum gilt der Islam nur westlich des Bosporus und nördlich des Mittelmeeres als friedlich und tolerant? Und wenn wir schon dabei sind: Wo sind hunderte von Millionen Christen südlich des Mittelmeeres und östlich vom Bosporus geblieben? Was hat der Islam friedliches mit denen gemacht?

    wo gibt es denn im Neuen Testament Aufrufe zur Gewalt ?

    Sie kennen das Neue Testament aber schlecht! Vielleicht einfach einmal lesen! Das einzige Mal, wo von "Feinde Niedermachen" die Rede ist, ist innerhalb eines Gleichnisses und da sagt es ein König, nicht Gott. Es kann also nicht als direkte Aufforderung zum Töten verstanden werden. Andererseits finden Sie in den vier Evangelien die Aufforderung, zu vergeben, zu verzeihen, der Ehebrecherin eine zweite Chance zu geben, nicht zu richten, dem Diener die Füße zu waschen und sich nicht zu scheuen, mit den Verachteten, den Lebrakranken, den Prostituierten und den Zöllnern menschlich umzugehen.
    Wo sonst finden Sie Sätze wie: "Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut Gutes denen, die euch hassen?" Wenn Sie keine Ahnung vom Neuen Testament haben, sollten Sie es auch nicht verurteilen!

    • helgam
    • 01.02.2012 um 17:45 Uhr

    Der Westen zerstörte ohne eigene Not ein funktionierendes Land!
    Welche Christen meint Herr Laduner?
    Amerikanisch gelenkte oder anderswie verklärte?
    Wieviele echte Christen gibt es noch in deutschen Kirchen?
    Was ist christlich, wenn sie jeder neuen Propaganda hinter her rennen (Ethik und Moral) und selbst die 10 Gebote nicht mehr zitieren wissen, geschweige denn leben?

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    "Wieviele echte Christen gibt es noch in deutschen Kirchen?"
    ...
    Um wahrer Christ zu sein, bedeutet es aber auch, seine Feinde so lieben zu können wie sich selbst.

    Ich habe aber gar keine Feinde und möchte mir auch keine neue aussuchen. Die westliche Propaganda schafft es nur schwache Geister zu überzeugen. Etwas mehr Selbstbestimmung täte Deutschland gut. Russland, China, Brasilien und viele andere Länder dieser Welt, lassen diesen Propaganda Dreck nicht an ihre Bürger ran. Wir müssen es halt sehr notwendig haben, um al-Assad Blutgeilheit zu unterstellen während wir den aufständischen Islamisten Waffen liefern.

    Zum Glück ruft kein Papst mehr zum Kreuzzug auf, stattdessen lässt sich der moderne Papst in einem "durch Gewalt" islamisiertem Land demütigen. Damit hat Benedictus bei mir überraschend viele Pluspunkte gesammelt.

    "Wieviele echte Christen gibt es noch in deutschen Kirchen?"
    ...
    Um wahrer Christ zu sein, bedeutet es aber auch, seine Feinde so lieben zu können wie sich selbst.

    Ich habe aber gar keine Feinde und möchte mir auch keine neue aussuchen. Die westliche Propaganda schafft es nur schwache Geister zu überzeugen. Etwas mehr Selbstbestimmung täte Deutschland gut. Russland, China, Brasilien und viele andere Länder dieser Welt, lassen diesen Propaganda Dreck nicht an ihre Bürger ran. Wir müssen es halt sehr notwendig haben, um al-Assad Blutgeilheit zu unterstellen während wir den aufständischen Islamisten Waffen liefern.

    Zum Glück ruft kein Papst mehr zum Kreuzzug auf, stattdessen lässt sich der moderne Papst in einem "durch Gewalt" islamisiertem Land demütigen. Damit hat Benedictus bei mir überraschend viele Pluspunkte gesammelt.

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