FPÖ-Chef: Strache und die Juden
Nach dem Wirbel um den Burschenschafterball gerät die FPÖ neuerlich ins Zwielicht. Dem Parteichef gelingt es einfach nicht, salonfähig zu werden.
Der schöne Verdienstorden ist weg, die Spitzenwerte in den Meinungsumfragen sind eingeknickt, die Partei steht neuerlich im Kreuzfeuer antifaschistischer Kritik. Alles nur, weil der Obmann der FPÖ, Heinz-Christian Strache, am umstrittenen Burschenschafterball vor zwei Wochen einem Undercover-Reporter zu später Stunde auf den Leim gegangen war. Ihn erinnerten die heftigen Proteste, welche die Lustbarkeit ausgelöst hatte, an die »Reichskristallnacht«, soll er dem als Autogrammjäger getarnten Berichterstatter erklärt haben: »Wir sind die neuen Juden«.
Der bestenfalls dumme Vergleich löste einen gewaltigen Wirbel in den Medien aus. Politiker aller Coleur gingen eilig auf Distanz. Sogar in der Volkspartei, die in den vergangenen Wochen auffällig offen mit einer freiheitlichen Koalitionsoption geliebäugelt hatte, erklärten plötzlich Spitzenfunktionäre, ein Vizekanzler oder gar Kanzler Strache sei nun unvorstellbar geworden. Von der Überholspur auf das Abstellgleis – so schnell kann es mitunter gehen.
Während in den Hinterzimmern um Milliardenbeträge für ein neues Sparpaket gefeilscht wird, beherrscht wieder ein zeitloser Dauerbrenner die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit: die Nazi-Gespenster im dritten Lager. Ausgerechnet jene Partei, die vor sechs Jahrzehnten von Hakenkreuz-Veteranen ins Leben gerufen worden war, verglich sich nun mit den Opfern jenes Terrorsystems, dem ihre Gründerväter einst treu gedient hatten.
Ebenso wortreich wie vergeblich versuchten Strache und seine Sekundanten in den Tagen nach dem Eklat dieses Beispiel einer klassischen Täter-Opfer-Umkehr zu relativieren und ihre Arglosigkeit zu unterstreichen. Es hätten sich ja auch jüdische Gäste auf der völkischen Redoute vergnügt, beteuerten sie. Was zutrifft.
»Ich muss Ihnen sagen, es war ein ganz normaler Ball«, erzählt Ballbesucher David Lasar. Das 59-jährige Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde gehört seit sechs Jahren zur freiheitlichen Fraktion im Wiener Landtag. Der Spross einer alten Wiener Familie (sein Großvater leitete in der Ersten Republik den Kriegsopferverband, sein Vater Siegfried überlebte in einer sogenannten privilegierten Ehe die Schoah) beklagt selbst eine Reihe von Onkeln und Tanten, die in den Konzentrationslagern ums Leben gekommen waren. Burschenschafter, sagt Lasar, seien »halt Heimatverbundene, die für Österreich da sind«. Aufrecht und zugleich auch harmlos. Sogar jene aus der als besonders radikal verrufenen Verbindung Olympia, der auch der dritte Nationalratspräsident Martin Graf angehört. Er kenne einige Olympen, sagt Lasar, und jedes Mal, wenn er in diesem Kreis vom Schicksal seiner Familie berichte, »dann werden mir immer sehr mitfühlende Fragen gestellt, wie man mit dieser Geschichte lebt«.
Die Verbindungsbrüder wollten vor sechs Jahren auf ihrer Bude zu dieser Frage auch den Gastredner David Irving konsultieren, der jedoch unglücklicherweise als Holocaust-Leugner in Haft genommen wurde, bevor er noch den Mund geöffnet hatte. So weit reicht die Selbstreflexion der akademischen Grübler allerdings nicht, sich bei Lasar zu erkundigen, warum sich ein Nachkomme von Schoah-Überlebenden ihrer Gesinnungsgemeinschaft angeschlossen habe. »Wegen der Politik«, sagt der frühere Trafikant aus der Leopoldstadt. Die Freiheitlichen würden »für die kleinen Leute« eintreten, sie wären »die besseren Sozialdemokraten«. Ihn störe die »unkontrollierte Zuwanderung«, dass man kaum noch ein deutsches Wort in manchen Bezirken höre, in Favoriten etwa. Den Ball seiner Freunde mit den Schmissen im Gesicht habe er aus »Protest gegen das mangelnde Demokratievertändnis der Linken« besucht.





hat der HERR die Idioten auf alle Länder und alle Religionen gleichmässig verteilt.
Und das macht Personen wie Strache immer mehrheitsfähig !
hat er dafuer gesorgt, dass 3 Gueter hoechst ungerecht verteilt sind auf dieser Welt: Reichtum, Schoenheit, und --- Intelligenz.
Und das macht Personen wie Strache immer mehrheitsfähig !
hat er dafuer gesorgt, dass 3 Gueter hoechst ungerecht verteilt sind auf dieser Welt: Reichtum, Schoenheit, und --- Intelligenz.
Und das macht Personen wie Strache immer mehrheitsfähig !
So wie sein ganzer Verein?
Ein geschmackloser Vergleich und schon rauscht es wieder im Blätterwald. klasse! So viel PR für einen grenzdebilen Spruch ist schon eine stolze Leistung. Ich hatte die FPÖ fast schon vergessen, nein, verdrängt!
"Reich" klingt irgendwie.., Sie wissen schon.
hat er dafuer gesorgt, dass 3 Gueter hoechst ungerecht verteilt sind auf dieser Welt: Reichtum, Schoenheit, und --- Intelligenz.
Mein Gott die Burschenschafter, wenn nun schon diese Veranstaltungen, mit dem Flair von anno dunnemals, so exorbitant wichtig sind nun denn. Aber am Holocaust-Gedenktag hätte man von Seiten „ akademischer Kreise“ da sicherlich etwas sensibler reagieren können. Nun auch noch diese unappetitlichen Äußerungen des Vorsitzenden der „sozialen Heimatpartei“, passt irgendwie zu Österreich, oder? X sehen was da noch so verzapft wird. Wie pflegte mein Englischlehrer stets zu allen möglichen und unpassenden Gelegenheiten zu sagen : really no masterpiece“, gelle.
Herr Strache hat knapp 12 Anhänger auf Facebook - muss sich auch keine mit Steuergeldern (insgesamt hat der Spaß 200.000 Euro gekostet) kaufen, wie Genosse Faymann.
Hintergrund zur Faymann Facebook Geschichte:
http://www.sueddeutsche.d...
Die Medien machen aus einer Mücke einen Elefanten, es ist ja ein offenes Geheimnis, dass in Österreich die Medien in Lohn und Brot der Sozialisten stehen (der BRD nicht unähnlich), die Situation ist so schlimm, dass sogar innerhalb der Redaktionen protestiert & gestreikt wird:
http://www.youtube.com/wa...
Aber so ist es eben - Strache ist charismatisch und will den Problemen an den Kragen, statt die Symptome zu bekämpfen. Das passt viele nicht, die von den Problemen leben.
Die Angst grassiert in den bundesdeutschen und österreichischen Medien. Hoffen wir mal, dass Herr Strache nicht "ge-haidert" wird.
ist Strache beileibe nicht, sondern ein ganz primitiver Volksverhetzer, der versucht mit populären Slogans seine Nähe zum Nazi-Gedankengut zu vertuschen. Leider geht ihm fast ein Viertel der Wähler auf den Leim, was zum Nachdenken auffordert warum der Wiener Heldenplatz 1938 brechend (sic!) voll war.
ist Strache beileibe nicht, sondern ein ganz primitiver Volksverhetzer, der versucht mit populären Slogans seine Nähe zum Nazi-Gedankengut zu vertuschen. Leider geht ihm fast ein Viertel der Wähler auf den Leim, was zum Nachdenken auffordert warum der Wiener Heldenplatz 1938 brechend (sic!) voll war.
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