Erderwärmung : Skeptiker im Faktencheck

Fritz Vahrenholts Buch "Die kalte Sonne" enthält zahlreiche umstrittene wissenschaftliche Behauptungen. Sieben dieser Thesen werden hier widerlegt.

These: "Seit 1998 erwärmt sich die Erde nicht mehr, der Klimawandel hat gestoppt."

Ein Fehlschluss. Hier werden kurzfristige Temperaturschwankungen mit langfristigen Klimatrends vermischt. Forscher verstehen unter "Klima" nicht den 10- oder 14-jährigen Temperaturdurchschnitt des Wetters, sondern den 30-jährigen Mittelwert. So hat es die Klimaforschung definiert – was Vahrenholt schlicht ignoriert.

Ein Auf und Ab der Temperaturen von Jahr zu Jahr ist normal. Und genauso normal ist es, dass es während einer fortlaufenden Klimaerwärmung Zeiträume gibt, in denen die Temperatur an der Erdoberfläche nicht weiter steigt – oder gar sinkt. In solchen Perioden, das belegte eine Studie im Fachmagazin Nature vergangenen Herbst, saugen die Ozeane quasi Wärme auf .

Wer den Startpunkt seiner Betrachtung also geschickt platziert, kann tatsächlich Phasen ohne große Temperaturanstiege finden . Das Jahr 1998 eignet sich hierfür besonders, weil damals das El-Niño-Phänomen den langfristigen Erwärmungstrend noch verstärkte und es ein außergewöhnlich heißes Jahr war. Obwohl 2005 und 2010 laut Nasa-Messungen schon wieder neue Rekordjahre waren, ist die Kurzzeitentwicklung von 1998 bis heute tatsächlich relativ stabil. Der Langfrist-Trend zeigt dennoch weiter nach oben.

Wie man den Trend zur globalen Temperatur umkehrt: Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik zu vergrößern. © ZEIT-Grafik

Die vergangene Dekade war die wärmste jemals registrierte (egal, ob sie in sich selbst eine Temperaturzunahme zeigte oder nicht).

Ein Team um den kalifornischen Klimaforscher Benjamin Santer errechnete kürzlich , dass man eine mindestens 17-jährige Temperaturreihe brauche, um die An- oder Abwesenheit der menschengemachten Erwärmung in den natürlichen Klimaschwankungen erkennen zu können.

These: "Die Hockeystick-Kurve war eine Fälschung."

Das wird von "Klimaskeptikern" seit Jahren behauptet, stimmt aber nicht. Wahr ist lediglich, dass die von einem US-Forscherteam um Michael Mann 1998 veröffentlichte erste Version einer Analyse zur Temperatur der letzten Jahrhunderte Defizite in der statistischen Methode hatte. Der Griff des Hockeyschlägers, also die Temperaturvariation in den vergangenen tausend Jahren, erschien daher zu flach.

Jedoch kam eine aufwendige Überprüfung der Arbeit durch das US-amerikanische National Research Council 2006 zu dem Ergebnis, dass Manns Grundaussage trotz der Mängel stimmt: Temperaturdaten lassen darauf schließen, dass es in den vergangenen tausend Jahren niemals so warm war wie heute. Im Jahr 2008 legte Mann gemeinsam mit Kollegen eine überarbeitete Fassung vor. Außerdem gibt es inzwischen mehr als ein Dutzend voneinander unabhängiger Temperaturstudien, die zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Die Klimaforscher witzeln deshalb, es gebe nicht nur einen "Hockeystick", sondern ein ganzes "Hockeyteam".

Das Vahrenholt-Buch aber präsentiert einseitig die Kritik an Michael Mann. Und in einer Grafik wird gleich mehrfach getrickst: Bei der Wiedergabe eines Diagramms aus dem IPCC-Report von 2001 sind Grauwerte getilgt, mit denen die Kommission selbst auf die Unsicherheitsmarge der Mann-Studie hingewiesen hatte. Und bei der Darstellung aktueller Studien wurden offenbar gezielt nur solche ausgewählt, die die eigene These stützen.

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Kommentare

311 Kommentare Seite 1 von 27 Kommentieren

Na Ja, welche Antwort?

"Die Verdoppelung von CO2 = +2-4,5°C?"

Wieviel Grad war eigentlich, bei ca 6.000 oder 7.000 ppm auf der Erde? Schließlich hatten die Erde das schon mal!

400 - 800 - 1.600 - 3.200 - 6.400 ppm CO2 = welche Temperatur auf der Erde?

Bei 800 ppm plus 2 Grad macht Durschnittstemperatur 17 oder 19,5 Grad. Bei 1.600 ppm 19 Grad oder 24 Grad? Ja Was den nun? Dabei habe ich den unteren und oberen Wert genommen.

Genau dies stört mich an der CO2 Theorie!

ist ja...

....Alles richtig mit historischen Abweichungen des Klimas.... Es war sicher schon mal viel wärmer und auch viel kälter. Aber da waren auch nicht 7 Milliarden Menschen im Weg von denen auch noch die Hälfte in Küstennähe wohnen!
Und natürlich gibt es die eine oder andere Unstimmigkeit in der Beweisführung. Aber mal ganz ehrlich. Was passiert denn wenn ich zum Beispiel meinen Müll immer nur in den Garten werfe? Das hat früher oder später unangenehme Konsequenzen, egal in welche Richtung sich das Desaster im Detail entwickelt. Genauso verhält es sich mit dem CO2 und allen anderen Abgasen. Mann muss kein Wissenschaftler sein um zu erkennen dass wir früher oder später ein Problem ernten.

Das muss ja nicht linear sein

> "Die Verdoppelung von CO2 = +2-4,5°C?"

> Wieviel Grad war eigentlich, bei ca 6.000 oder 7.000 ppm
> auf der Erde? Schließlich hatten die Erde das schon mal!

Rechnet man mit Verdoppelungen von heute ca. 400 ppm auf 6000, kämen Sie auf etwa 5 Verdoppelungen und einen Temperaturansteig von 10-20°C. Was soweit ich weiß mit den historischen Klimaschwankungen noch ganz gut zusammenpasst.

Allerdings gibt es keinen Grund zu glauben, dass diese Erwärmung unbegrenzt weitergeht. Irgendwann ist alles Infrarotlicht eingefangen und zusätzliche Treibhausgase haben keinen Effekt mehr.

Hehe...

mit Strg und "+" = anheben
mit Strg und "#" = absenken

bei den meisten Browsern (m.M.) geht nur Alt Gr und "2" = anheben.

Aber lustig ist es trotzdem :D.

@Exterminans: Arsen ist essentiell für den menschlichen (tierischen) Körper. Ist es deshalb nicht toxisch für Pflanzen und Tiere (Menschen)?
--> Solche Argumentationen sind einfach nur peinlich...oder würden Sie gerne mal nen Atemzug am Schornstein eines Kohlekraftwerks nehmen?

CO2 - Temp

der Zusammenhang ist nicht linear, da die Absorptionsbanden teilweise bereits "gefüllt" sind.

Nur deswegen ist zusätzliches anthropogenes CO2 ein vergleichsweise schwaches Treibhausgas (pro Molekül), aber die Menge macht halt nach wie vor den Effekt.

Der "natürliche" Treibhauseffekt, also die 280ppm CO2, der Wasserdampf und der Rest machen zum Vergleich ca. +33K aus.

Ohne diesen Effekt wäre die Erde eine gefrorene Eiskugel.

Schlussendlich hat das Weltklimasystem eine gewaltige Trägheit. Alleine die Wärmespeicherung in den Ozeanen vermindert den Effekt der zusätzlichen Treibhausgase derzeit signifikant. Aber aufgeschoben ist halt nicht aufgehoben...

Spritzen Sie sich auch Proteine in die Adern und wundern sich, dass sie einen Herzinfarkt bekommen oder erhöhen Sie ihre Nährstoffzufuhr einfach mal um ein paar Kilogramm Zucker pro Tag und wundern sich, dass schon nach wenigen Tagen die ersten Organe streiken?

Zu den Folgen einer CO_2-reicheren Atmosphäre auf die photosynthese betreibende Flora gibt es Studien - einen eindeutig positiven Befund haben wenige. Die heutige Flora ist an die Zusammensetzung der Atmosphären in ihren Wachstumsgebieten angepasst. Veränderungen lassen nicht einfach mehr wachsen, sondern verändern die Zusammensetzung mit schwierig vorher zu sagenden Folgen auf das komplette Ökosystem. Gewisse Veränderungen sind unausweichlich und müssen bewältigt werden aber einfach zu behaupten, es werde positiv verlaufen (für alle Menschen?) ist abenteuerlich.

Nicht CO2 partout ist Müll sondern anthropogen verursachter!

Das Meer hat bereits 30% des anthropogen verursachten CO2s aufgenommen, wodurch das Korallen-sterben vorangetrieben wird.

Und von welchen politischen Zielen sprechen Sie? Ist der Zusammenhang von Klima"skeptikern" und Kohleindustrie so schwer zu erkennen. Gibt es etwa keinen Treibhauseffekt? Klar nützt CO2 den Pflanzen, sie wachsen schneller, aber auch das hat seine Grenzen. Abgesehen vom sauren Regen, der den Pflanzen schadet: Stichwort Waldsterben oder das vermehrte Aufkommen invasiver Arten (Nitrophyten).

Paläozän / Eozän-Temperaturmaximum, kurz PETM,

Sie schreiben (wahrscheinlich ohne Wissen?) vom Paläozän / Eozän-Temperaturmaximum, kurz PETM. Dieses wurde laut Datenlage durch einen schnellen extrem starken Anstieg der CO_2-Konzentration verursacht. Die Ursachen sind nicht geklärt, Sedimentanalysen zweigen den extremen Kohlenstoffeintrag von min. 1.5e12 Tonnen jedoch deutlich und deuten auf ein recht katastrophalen Verlauf hin. Dieses Ereignis als Beruhigungspille zu verabreichen ist ... ein interessantes Konzept.

Zuviel CO2 ist verzichtbar

Ohne dieses Gas gäbe es keine einzige Pflanze auf diesem Planeten.
Stimmt, ohne CO2 hätten wir eine Durchschnittstemperatur von -18°C auf der Erde - eine Tatsache die viele Klimalügen-Sektierer auch noch bestreiten.

Die simple Schlussfolgerung "Je mehr, desto besser!" ist aber leider totaler Unfug.
http://www.skepticalscien...

Bei einem völligen Abschmelzen der Pole könnte sich Stuttgart statt einem Tiefbahnhöfle besser einen Hochseehafen bauen. Und wieviel Millionen Flüchtlinge aus Bangladesh und anderen tiefgelegenen, dichtbesiedelten Regionen passen in Ihr Wohnzimmer (falls Sie das Glück haben weit genug oben zu wohnen)?

Schon Paracelsus wußte "Die Dosis macht das Gift."
Oder ein Beispiel aus dem Alltag: auch von noch so gutem Rotwein bekommt man nach Einnahme von 5l eine Alkoholvergiftung...

Bitte verzichten Sie auf Werbung für andere Webseiten. Danke, die Redaktion/ls

Mir scheinen die Statistiken etwas....

...schwierig. Zum einen sind klimatisch nur sinnvoll, wenn man weitaus längere Perioden betrachtet. So sind tausend Jahre viel zu kurz. Betrachtet man ein paar Millionen Jahre, so sieht die Erwärmung der Jetztzeit nicht mehr ungewöhnlich aus. Es war mehrfach warmer als heute. Wir wissen nicht warum. Sicher scheint, dass es nicht antropogene Zusammenhänge waren. Die statistischen Belege sind dünn.

So kann man schon sagen, dass es gut sein kann, dass CO2 und Methan die Bösewichter sind. Allerdings ist die Theorie zu den kosmischen Strahlen nicht falsifiziert. So kann man sagen, dass wir vermuten, der Eine so und der Andere anders. Wie viel Geld wollen wir für die Richtigkeit unseres Glauben in der Wette einsetzen.

PS: man unterstellt immer gerne Eigeninteresse. Wo das Risiko groß und unklar ist, gibt es viel zu forschen und Projekte für die Forscher. Da braucht es keine Notwendigkeit Verschwörungen zu bemühen. Absprachen braucht es nicht. Jeder will ganz von selbst etwas Geld zum forschen.

CO² und Erderwärmung....

.... weder linear noch überhaupt kausal; Klimahistoriker liefern Beweise daß häufig die Erderwärmung der CO²- Erhöhung vorausging; ansonsten stimme ich mit den Aussagen überein, die den nicht anthropog. Einfluß sämtlicher Klimagase und vor allem von Wasserdampf betonen... aber die nächste (kleine / große ) Eiszeit kommt ganz ohne unsere Klimaabkühlungs - versuche. Nur erstaunlich wie viele Foristen hier den pseudo- wissenschaftl. Hysterikern mit Allmachtsphantasien nicht nur beim PIK, IPCC u.a.m. auf den Leim gehen.

Wer...

...einem Energiekonzern Manager Aussagen über "Die Lüge" Klimaerwärmung abkauft, der glaubt dann wohl auch einem Wilderer, wenn er dementiert, dass Tiere vom Aussterben bedroht sind.

Davon: Egal ob die Klimaerwärmung da ist oder nicht. Unsere Ressourcen sind endlich. Und das ist ein Faktum, auf das man sich einzustellen hat. Eigentlich völlig unerheblich, auf welcher Seite man steht...

Kennen Sie Pawlow?

Energiekonzern Manager?

... nach Stationen beim Umweltbundesamt in Berlin und beim Umweltministerium in Hessen wurde Vahrenholt von 1984 bis 1990 Staatsrat bei der Umweltbehörde Hamburg. 1990 bis 1991 führte er die Hamburger Senatskanzlei, dann war er von 1991 bis 1997 in Hamburg Senator der Umweltbehörde ...

... 2001 übernahm er den Vorstandsvorsitz der REpower Systems, den er bis Ende 2007 innehatte. In dieser Zeit war er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung unter Kanzler Gerhard Schröder bzw. ab 2005 unter Kanzlerin Angela Merkel ...

... seit Februar 2008 arbeitet Vahrenholt für den Energiekonzern RWE als Leiter der Sparte für erneuerbare Energien im Tochterunternehmen RWE Innogy ...

Pawlow kenne ich ...

..ja, sogar sehr gut. Allerdings ist mein wütendes Bellen nicht mit der Speichelabsonderung von Hunden zu vergleichen.

Die Stationen in solchen Ämtern und Positionen sind m.Mn. nach kein Beweis dafür, dass dieser Mann sich für die Umwelt einsetzt. Im Gegenteil. Der Fisch fault am Kopf zuerst - weil es sich Schädlinge gerade dort besonders gemütlich machen können.

Ich habe mich sehr wohl über ihn Informiert und schließe daraus, dass er in seiner Zeit teure technische Anlagen als Allheilmittel für Umweltprobleme in den Himmel gelobt hat;
Umweltschädliche Chemieprodukte zugunsten der Industrie verharmlost und
weniger nachhaltige als Industriefreundliche Mittel des Umweltschutzes propagandiert hat.

Das ist für mich kein Umweltschützer, sondern ein Industriefreund unter dem Deckmantel eines Umweltschützers. Das ist Jemand, der - wenn er Umweltprobleme anerkennt - lieber "einfache" Lösungen an den Mann bringt. So wie die Kiste mit den Energiesparlampen. Klar bringt es was - aber es wird immerzu vermittelt, damit sei "unser Anteil am Vertrag" erfüllt und wir könnten dafür munter weiter aus Bequemlichkeit mit dem Auto zum Bäcker fahren.

Wer sich umfassend und kritisch Informieren will, sollte eben nicht nur die "Karrierelaufbahn" aus Wikipedia raus kopieren, sondern nachdenken, was welche Handlung dieses Mannes nun wirklich bedeutet.

Kein Faktum

[...]
Im übrigen verfügen wir weltweit über unendliche Ressourcen in Form von Biomasse, die immer wieder nachwachsen, und die es völlig überflüssig machen würden, wenn sie geschickt genutzt werden könnten, etwa in einer Wasserstoffwirtschaft, wie sie von Karl-Heinz Tetzlaff propagiert wird.
http://wwwm.htwk-leipzig....

Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken wollen. Danke. Die Redaktion/sc

@apollo 23

Zitat
"... seit Februar 2008 arbeitet Vahrenholt für den Energiekonzern RWE als Leiter der Sparte für erneuerbare Energien im Tochterunternehmen RWE Innogy"

Und das macht Herrn Vahrenholt automatisch unglaubwürdig oder lobbyabhängig?

Wie unabhängig ist denn der Autor Toralf Staud?
-arbeitet für das Greenpeacemagazin
- Co-Autor des Buches " Wir Klimaretter - so ist die Wende noch zu schaffen "

Da könnten also noch durchaus andere Motivationen mitspielen, als das Klima.
Schließlich geht es ja auch um Milliarden in Wind - und Solarfonds, nicht wahr?

Als Leiter der Sparte für erneuerbare Energien...

...ist Herr Vahrenholt daran interessiert, nach Möglichkeit Großprojekte zu realisieren. Gerade die Solarenergie eignet sich jedoch für dezentrale Energieerzeugung. Für die Energiemonopolisten stellt dies eine Bedrohung dar. Insofern fallen seine Vorwürfe an die Klimaforscher, dass sie interessengeleitet arbeiten würden, auf ihn selbst zurück.

nicht ganz

"Gerade die Solarenergie eignet sich jedoch für dezentrale Energieerzeugung."

Das stimmt so nicht. Auch Solarenergie eignet sich für zentrale Solarparks besser, als für dezentrale Dachanlagen. So liefern Parks durch die Bank ein besseres Kosten- / Nutzenverhältnis als dezentrale Kleinanlagen. Momentan fällt das in Deutschland durch die Förderung des EEg nur nicht auf.

Darum schreiben sie

Wieso wird so ein Buch dann überhaupt noch veröffentlicht?

Weil sich mit der Kontroverse Geld verdienen lässt. Ähnlich hat es Sarrazin doch auch gemacht. Standpunkte zu einem äußerst heißen Thema werden als Pamphlet verfasst und dann darf die Fach- und Medienwelt darüber monatelang lamentieren. Je mehr diskutiert wird, desto neugieriger wird der Leser. Die Leute strömen in die Buchläden, die Absatzzahlen steigen und der Verlag reibt sich die Hände. So einfach. Bei einem seriösen wissenschaftlichen Verlag, zum Beispiel Springer (nicht zu verwechseln mit Axel Springer), wird man solche Veröffentlichungen niemals finden.

@Kinnas

Achja? Dann machen wir doch einfach mal den Faktencheck der "Deppen" und "Lügner" von der CO2-Klimaerwärmungstheoretikerseite:

---

"01.04.2000

Winter ade

Nie wieder Schnee?

In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben", sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

"Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen", meint Latif. Wegen dieses so genannten Treibhauseffekts wird es in Mittel- und Nordeuropa künftig mehr Westwindlagen geben. Das hätte wiederum regenreiche und noch mildere Winter zur Folge......"

LINK: http://www.spiegel.de/wis...

---

Sein Sie daher also vielleicht mal ein bisschen bescheidener und zurückhaltender was das haltlose Betiteln von Leuten betrifft, die es wagen nicht ihre wehrte Meinung zu teilen.

Kleine Anmerkung dazu

Herr Latif hat doch keineswegs völlig unrecht.

Beispiel wie verlief den das bisherige Winterhalbjahr 2011/2012 ?

Der November war der trockenste je gemessene und auch eher ungewöhnlich warm aber eh noch noch kein typischer Wintermonat.

Der Dezember 2011 war deutlich zu mild und sehr feucht, fast ausschließlich Westwind Wetterlagen...

Der Januar 2012 zeigte ein ähnliches Bild, zu mild, fast ausschließlich Westwind Wetterlagen und sehr feucht, bis ca. zum 28.01.2012.

Lediglich die erste Hälfe des Februars 2012 zeigt uns bis jetzt grimmige Kälte und auch die möglichen Mechanismen wurden bereits 2005/2006 also deutlich früher erstmals von KLimaforschern erwartet, bis heute vom Alfred Wegener Institut bestätigt und seit 2010 wissenschaftlich fundiert bestätigt.

All das wollen Sie ignorieren und wollen uns weiß machen, das ein lokal kalter Teilwinter den mehr ist es nicht, angeblich der Bewis ist, das das Weltklima nicht wärmer wird. Übrigens z.B. in Island, Grönland ist es zur Zeit ungewöhnlich warm...
deshalb nochmal der Link, der belegt, das der derzeitige, Kälteeinbruch keineswegs für einen globale Abkühlungstendenz spricht:
http://www.scilogs.de/wbl...

Aber Sie haben sicher "gute Argumente", warum das alles wieder nicht richtig sein kann...

Kein Problem, derartig aufschlussreiche Links kan man gar nicht

oft genug posten, denn Sie helfen mit, in verständlicher Form jedem interessierten Normalbürger zu zeigen, das die mächtige Energielobby weltweit gezielt die Fakten zu Ihren Gunsten "biegen " will. Ein Vahrenholt als RWE Lobbiest ist da nur ein prominentes Beispiel aus Deutschland...

Deshalb wach bleiben und Fakten checken wann immer es nötig ist und dies vor allem einer möglichst breiten Öffentlichkeit auch zugänglich machen. Hier sind die Wissenschaftler gefragt daran mitzuwirken damit Journalisten fundiert recherchieren können.

In diesem Sinne hier nochmal der Link, weil er excellent geeignet ist Herrn Varenholt mit fundierten Argumenten zu entlarven:
http://www.scilogs.de/wbl...

Plumpe Abwehr

'Kann ich ehrlich gesagt nicht ernst ernst nehmen, einen Beitrag der ohne vernünftige Einleitung (in der etwa dargestellt würde, welche Thesen der Verfasser des fraglichen Werkes vertritt, wie seine Hauptargumentation sich darstellt usw.) sich im bloßen Draufhauen auf ein paar Thesen gefällt.

Ist damit der Verfasser entkräftigt bzw. sind alle tragenden Thesen widerlegt?

Da der Autor des Zeit-Beitrages den Verfassern der "anderen Seite" Irrtümer zubilligt, die nicht zu deren Totalvernichtung führen (siehe Hockeyschläger), hätte ich angenommen, daß er ebenso großmütig der Konkurrenz gegenübertritt.

So isses in meinen Augen nicht mehr geworden als ein ungelenker "Gegenschlag" von jemandem, der m.E. nicht überzeugterweise guten Journalismus macht, sondern unter journalistischer Decke ideologisert. Ich mach das als Hobby-Kommentator auch ganz gerne mal, aber sowas als Artikel...naja, muß die Zeit wissen, wie sie Qualität und Journalismus zusammenzubringen gedenkt.

Man sollte aber vielleicht auch einmal anerkennen

dass sich das Klima auch ganz ohne Menschen zu ändern in der Lage ist, so wie es dies immer getan hat. Die Ursachen vorangegangener Klimaschwankungen bleiben aber in der Diskussion aussen vor. Natürlich ist es nicht egal, ob sich das Klima ändert. Aber es ist naiv behaupten zu wollen, dass Klimaänderungen allein vom Menschen verursacht werden oder wurden und der Mensch dies jederzeit ändern könnte. Er hat einen gewissen Einfluss darauf, mehr aber auch nicht.

Sie können sich die Finger wund tippen

Die These hat ja schon immer auf tönernen Füssen gestanden und wartete nur darauf das einer ordentlich gegentritt. Nun kommt, wie die TAZ betitelt ein Klima-Sarrazin und ruft "Der Kaiser ist nackt".

Machen Sie es doch so, wie seinerzeit beim Waldsterben. Bringen Sie einfach einen kleinen Nachruf und wenden Sie sich anderen Themen zu ;-)

Chronik einer Panik ... http://www.zeit.de/2004/5...

WELT-Interview

Sorry, aber das Interview Vahrenholts in der WELT strotzt vor falschen Behauptungen oder Irrtümern. Ein Beispiel:

Vahrenholt:
"Das IPCC sagt, dass 95 Prozent der bisherigen Erwärmung auf das Konto von CO2 und anderen Klimagasen gehen. [...] Ich kann jetzt nicht genau sagen, ob der Anteil des CO2 an der Klimaerwärmung 40, 50 oder 60 Prozent ausmacht."

Im AR4 des IPCC steht dagegen:
“Most of the observed increase in global average temperatures since the mid-20th century is very likely due to the observed increase in anthropogenic greenhouse gas concentrations.”

auf gut deutsch: Mehr als die Hälfte des beobachteten Temperaturanstiegs ist sehr wahrscheinlich auf anthropogene Treibhausgase zurückzuführen.

Wie gut kennt sich Vahrenholt mit dem IPCC aus, wenn er nicht einmal eine der zentralen Aussagen korrekt widergeben kann? Oder kennt er diese und spricht absichtlich die Unwahrheit?

wenn Intelligenz Parteilichkeit ist, ist wohl nicht jeder ...

... parteiisch.

Man untersucht Thesen wägt sie objektiv ab und deutet auf Fehler und wenn sich dann die These als nicht haltbar erweist ist das NICHT parteiisch.

Parteilichkeit ist es wenn man aufgrund von einer Agenda bestimmte Aussagen trifft, die nicht von der Wahrheit gedeckt sind.
Was ist an dem Artikel denn gelogen?

Hockeyschläger kein "Irrtum"

Da der Autor des Zeit-Beitrages den Verfassern der "anderen Seite" Irrtümer zubilligt, die nicht zu deren Totalvernichtung führen (siehe Hockeyschläger),

Wie Sie leicht selbst herausfinden könnten wenn Sie wollten, bezieht sich die Hockeystick-Kritik von McIntyre nur auf die statistischen Methoden, die Mann angewandt hat.
Bearbeitet man die Grunddaten aber mit den von McIntyre favorisierten Formeln, dann sieht der Hockeyschläger zwar im Detail etwas anders aus aber die Grundform verändert sich nicht.
http://www.skepticalscien...

Klimalügen-Sektierer basteln sich ihre angeblichen "Irrtümer" und "Fakten" immer so hin, dass sie zu ihrer Ideologie passen.
Frei nach Homer Simpson:
http://thinkexist.com/quo...

PS: Ein Jargon wie "Totalvernichtung" zeigt meiner Meinung auch eine gewisse Tendenz in der Mentalität dieser Leute (nettikette-konform formuliert).

Wo nehmen sie

und ihre Quellen aus dem NRC in den USA Datensätze der letzten tausend Jahren her. Ist wie man es seinen Studenten sagt Lüge, Notllüge, Statsitik. Da wird mit Modellen hantiert und prognostiziert, die auf einer Vielzahl von subjektiven Annahmen beruht.
Über die Vahrenhotlschen Thesen kann man denken was man will, aber die andere Seite betreibt genau das gleiche Kaffesatzlesen (Statistik) und verdient bisher gut damit und man sollte daher vielleicht die Initiatoren solcher Artikel - Greenpeace - nennen.
Btw der IPCC als Quelle hat sich imho mit seiner Datenmassage selbst demontiert, womit man wieder bei Statistiken ist.

Wo nehmen sie und ihre Quellen aus dem NRC in den USA Datensätz

"Wo nehmen sie und ihre Quellen aus dem NRC in den USA Datensätze der letzten tausend Jahren her."

Aus Borkernen. Und wenn Sie wirklich Studenten haben sollten, denen Sie die Methoden der Statistik madig machen wollen, dann werden diese sich hoffentlich bald mal um einen besseren Dozenten/Prof bemühen. Statistiken können manipuliert werden durch unsaubere Methoden, Statistik selbst ist jedoch eines der wichtigsten wissenschaftlichen Werkzeuge. Leider gehören auf Kenntnisse der Statistik nicht zum deutschen Allgemeinwissen...

Und wer eine NOCH ganz andere Seite dazu lesen möchte:

Vahrenholt: "...Ich habe mich in die Sache hineingearbeitet und dann ein Jahr lang an dem Buch geschrieben."

Eine Zwischenfrage:
Ein Jahr an dem Buch geschrieben? Wann wurde das global cooling nochmal genau bei dem Bilderberger-Meeting beschlossen?

"Vahrenholt: Diese Wissenschaftler werden aber nicht gefragt, wie der Abschlussbericht aussieht. Sie werden lediglich zitiert. Und es gibt einen unglaublichen Druck auf diese Forscher, sich dem Mainstream anzupassen. Wer das nicht tut, erhält keine Fördermittel oder wird von Vorträgen ausgeschlossen. So ist es mir selbst ergangen."

http://www.dasgelbeforum....

Man sollte sich über den Stand der Forschung informieren

Die Ursachen vorangegangener Klimaschwankungen bleiben aber in der Diskussion aussen vor.
Nein, das tun sie nicht:
http://www.skepticalscien...

Aber es ist naiv behaupten zu wollen, dass Klimaänderungen allein vom Menschen verursacht werden oder wurden und der Mensch dies jederzeit ändern könnte.
Auch das behauptet niemand:
http://www.skepticalscien...

Worüber Unklarheit besteht

ist die Frage wie stark wir das Klima beeinflussen, nicht ob. Und hier stehen sich zwei Fraktionen gegenüber. Die einen sagen "damit haben wir nichts zu tun", die anderen "das ist alles unsere Schuld". Beide Positionen sind gleichermaßen unsinnig. Selbst wenn es keine Menschen auf Erden gäbe, würde dies kein stabiles Klima zur Folge haben.
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin selbst ein Freund erneuerbarer Energien und ärgere mich wenn ich sehe, wie fossile Brennstoffe verschleudert werden. Rohstoffe, die wir dringend brauchen, werden - noch dazu mit schlechtem Wirkungsgrad - verheizt.

Klimadaten-Rekonstruktion

Datensätze der letzten tausend Jahren her
Temperaturdaten der Vergangenheit werden aus sogenannten "Proxies" ermittelt.
Wenn Sie sich ernsthaft mit wissenschaftlicher Klima-Forschung beschäftigen würden, dann wüßten Sie das.

Über die Vahrenhotlschen Thesen kann man denken was man will, aber die andere Seite betreibt genau das gleiche Kaffesatzlesen (Statistik)

Offenbar können Sie nicht zwischen Glaube und Wissenschaft unterscheiden. Sehr traurig, aber auch sehr häufig heutzutage.

Danke dafür,

dass Sie sich dem Nebelwerferzirkus des obskuren Klimaskeptizismus einmal näher widmen. Dieses Wanderzirkusses, der jede ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema zur unseriösen Blödsinnsveranstaltung macht, da sofort das Heer der Gefolgsleute von Schwachsinnsthesen den Kommentarbereich entert, ist man langsam überdrüssig. Immer dieselben haltlosen Pseudoargumente ohne jedwede wissenschaftliche Stichhaltigkeit - wer da bis in die Poren ideologisiert ist, dürfte angesichts der beständig von Klimaskeptikern erzählten Ammenmärchen klar sein.

Wirklich seriöse Quellen - pars pro toto: http://www.skepticalscien... - werden nonchalant ignoriert. Aber was soll's? Den eingefleischten unwissenschaftlichen Skeptizisten ist eh' nicht mehr zu helfen. Insofern befürchte ich fast, dass - zumindest szeneintern - Ihre wohlmeinenden Bemühungen ins Leere laufen werden. Andererseits muss man solchen Leuten Paroli bieten. Na denn, bin schon gespannt auf die nächste Folge.

Respekt für diesen gut recherchierten Artikel.

Ich bin auch gespannt auf die weiteren Folgen zum Thema.

Immer dasselbe.

Ein Heeer von "Skeptikern" fällt mit immer gleichen, nicht belegten Behauptungen über Wissenschftler, die unbequeme Wahrheiten zum Thema verbreiten her.

Ich glaube schon längst nicht mehr an Zufall und gerade ein Fritz Varenholt ist das beste Beispiel, das es um weit mehr geht, als um eine absichtlich zugespitze Diskussion.

Große Energie Konzerne wie RWE haben einen massives Interesse daran, dass weiter möglichst viel fossile Energie verbrannt werden kann und möglichst viel Strom/Enrergie verbraucht wird, in schöner Gesellschaft mit Exxon oder anderen Energieriesen.

Deshalb wird massiv versucht unterschwellig aber eben auch ganz offen Zweifel am menschlichen Einfluss auf den Klimawandel zu schüren und auch den Ausbau regenerativer Energien zu bremsen.

Es geht um massive Wirtschaftsinteressen und da ist einem RWE Lobbiest wie Varenholt jede dreiste Verdrehung von wissentschaftliche Kurven oder das gezielte Weglassen von Einzelheiten etc. nur Recht.

Es ist ein Trauerspiel zu sehen, wie skrupelos viele Topmanager mit den Lebensgrundlagen unseres Planeten umgehen und wie viele Normalbürger Ihnen gerne folgen, aus purer Bequemlichkeit.

Deshalb ist es wichtig solche Artikel dagegen zu setzen, genauso wichtig wie die Tatsache, das renomierte Wissenschaftler zunehmend aus Ihrem Wissenschaftkokon rauskommen und öffentlich helfen derartig durchsichtige Desinformation zu entlarven.

Richtig...aber

beim letzten Teil des letzten Absatzes muss ich ein wenig entgegenhalten, da diese Strategie bereits den Skeptikern in die Hände gespielt hat. Schon Rahmstorf schrieb 2007:
http://www.pik-potsdam.de...

"Wir Wissenschaftler können die Missstände in den Medien nicht beseitigen
– wir können nur unser eigenes Haus in Ordnung halten, fachlich fundierte
Informationen bereitstellen und gelegentlich darauf hinweisen, wenn Unsinn verbreitet wird. Die Qualitätssicherung der Medien muss die Medienwelt
selbst leisten." --> Hier Dank an die Zeit.de.

--> Leider hat er das nicht eingehalten und dann kam das dabei heraus:
http://www.spiegel.de/wis...

Interessenlagen

... es ist den meisten wohl nicht klar, dass es gerade die Großkonzerne sind (die sie hier als Bremser verschreien), die mit geänderten Bedingungen (politisch, aber auch anderen) am besten zurechtkommen werden, denn wir bezahlen.

So wurde ein Chef eines der größten Kohleunternehmen der USA gefragt: "Sie sind also nicht gegen eine Co2- Abgabe?" "Nein, denn wir als Marktführer werden uns damit arrangieren können. Unsere kleineren Konkurrenten haben es da bedeutend schwerer."

Wenn es sich rechnet, gehören ganz schnell alle Solaranlagen den *vier Großen* und die zahlen Ihnen vielleicht ne Miete (die sie versteuern müssen)... aber nur vielleicht...

"Gehören ganz schnell alle Solaranalgen den Großen Konzernen ?"

wie das ? Enteignung ?

Der weit überwiegende Teil der bis jetzt installierten Solaranalgen in Deutschland befindet sich in Privateigentum, wie soll das also genau funktionieren ?

Da hakt Ihre Theorie aber gewaltig...odedr Sie meinen wirklich eine Enteignung der Besitzer solcher Anlagen...

Für so skrupelos und vor allem einflussreich auf die Politik hätte selbst ich RWE & Co nicht gehalten...aber wer weiß..-)) ?

Wie das?

Natürlich keine Enteignung, never. ;-)

Jedoch bin ich mir sicher, dass in Zukunft auch bei Privatanlagen auf die Erzeugung von Energie Steuern bezahlt werden müssen. Entsprechende Gesetzesnovellierungen sollen derzeit diskutiert werden. Denkbar auch steuerlich relevanter Selbstbehalt bei Eigenverbrauch. Zeitraum etwa ab 2017, leider keine bestätigte Quelle. Entscheiden Sie selbst, ob denkbar oder nicht.

Zum zweiten wird die Erfordernis von smart-grids (die ist da, z. Z. sind auch die regionalen Verteilnetze der Engpass, noch vor(?) den großen Überlandleitungen) bedeuten, dass die Anlagennachrüstung mit Steuertechnik usw. vor dem Hintergrund der nachlassenden Förderung den Anlagenbetrieb unwirtschaftlich macht. Zumal bei nötiger Neuinvestition.

Zum dritten hat der Netzbetreiber durch die Steuertechnik quasi bereits den *Fuß drin* und steuert die Anlage nach seinen! Bedürfnissen. Evtl. auch nach finanziellen.

Mir sind aus Süddeutschland Studien bekannt (damals Siemens, schon ein paar Jahre her), wo man *Schwarmnetze* untersuchte. Dezentrale Erzeugung, Steuerung zentral. BHKW bzw. Brennstoffzellen, von Siemens vermietet, so die Grundtendenz)

Ich habe hier Bedenken. Bin eben ein Zweifler.

Nein ich mache

meinen Studenten (alles Ings) die Statistik nicht madig, bloss man muss ihnen klar machen was Statistik ist und sie sind da das beste Bspl, dass dies Not tut.
Und zu ihren Bohrkernen, da sind wir beim Thema sie glauben mit ihren Annahmen zur Auswertung von Bohrkernen die "wissenschaftliche Wahrheit" gepachtet zu haben. Sie vermuten, dass die gezeigte Wirkung vor tausend Jahren eine gewisse Ursache hatte, damit bekommen sie aber keine reelen Daten, sie projezieren ihre Wahrnehmung und verkaufen sie als Realität. Dabei begründet sich ihre Vermutung auf Ergebnissen der Forschung der letzten 70 Jahre. Wenn die Klimaforscher wüssten wovon sie reden, dann könnten sie Sachen zu Vorhersagen, können sie nicht.
Hier mal zwei Artikel
http://www.zeit.de/wissen...
http://www.spiegel.de/wis...

Das haben sie mit Ökonomen gemeinsam, deren Modelle sind genauso realitätsfern, denn sie versuchen Sachen zu beschreiben und vorherzusagen, die sie nur in Teilen verstehen und verdienen gut damit.

Doch das kann ich

und Klimaforschung ist eine Religion. Ist wie mit Jesus, man nimmt an er hat existiert, dass würde sich aus Aufzeichnungen rekonstruieren lassen, man weiß es aber nicht bestimmt. Mal drüber nachdenken.

Danke für den Begriff Proxy, empfehle ihnen Versuche 101.
Wie kalibireren sie ihre Klimaproxies richtig mit erhobenen Daten die für max. 100 Jahre als halbwegs gesichert angenommen werden können. Und mit dieser Datenbasis glaubt man quantiative Zustände vor tausend Jahren darstellen zu können.
Es ist und bleibt Kaffeesatzlesen, das haben sie übrigens mit Ökonomen genmeinsam, deren Modelle und Theorien und ihre Wertigkeit sind auch innerhalb von 2 Jahren vorgeführt worden. Weil man glaubt aus Vergangenem auf Zukünftiges zuschliessen, obwohl man die unterliegenden Prozesse nur minimal versteht.

andererseits...

tja, so wie es aussieht ist sich nicht mal die presse einig. die Bild z.b. hat eine ganze reihe mit dem titel 'CO2 Lüge' veröffentlicht:
http://www.bild.de/politi...

die globale erwärmung ist also gar nicht als erwiesen zu betrachten da es genügend fakten gibt die dagegen sprechen. diese finden in Ihrem artikel jedoch nicht wirklich erwähnung.

ich hab keine ahnung vom klima, aber da ich unseren politikern kein vertrauen mehr schenke, mir die betrügerischen machenschaften gewisser interessengruppen bekannt sind, ich mir den hintern abfrier wie noch nie und die sommer voll fürn a... sind, neige ich doch eher an einen riesen schwindel zu glauben.

ach ja, und über den hackerzwischenfall spricht ja auch keiner mehr,
http://de.wikipedia.org/w...

Kann Ihre Kritik nicht teilen

Im Artikel werden 7 Thesen widerlegt, bzw. gegen sie argumentiert. Hierbei hat der Redakteur auch Vahrenholt zugebilligt sich auf wissenschaftliche Theorien zu stützen, also kein "Spinner" zu sein. Allerdings wird dargelegt, dass Varenholt die Theorien teilweise sehr extrem deutet und/oder die Theorien - zumindestens noch - auf sehr wackeligen Füßen stehen.

Abgesehen davon kann ich nicht erkennen, das die Redaktion den IPCC Irrtümer zubilligt. Sie stellt vielmehr fest, dass der Bericht Mängel hat. Die Grundaussage ist trotzdem korrekt, wie zahlreiche Studien bestätigten.

Was die Klimaskeptiker bislang komplett vermissen lassen ist eine alternative Theorie, die erklären könnte wie es OHNE menschengemachte Treibhausgase zu einer Entkopplung der Erderwärmung seit den 70er Jahren von der Sonneneinstrahlung kommen konnte.

Das Klima auf der Erde hängt natürlich auch weiterhin sehr stark von der Sonne ab. Offensichtlich ist aber ein weiterer Faktor hinzugekommen. Welcher ist dass, wenn nicht menschengemachtes Treibhausgas?

Diese Frage wird von Klimaskeptikern nicht beantwortet. Vielmehr wurde versucht die Klimaerwärmung genrell zu bezweifeln und als Messfehler hinzustellen. Hierzu wurde auch von Klimasketikern eine neue Studie* finanziert, doch auch dort wurde der Hockeyschläger bestätigt.

http://www.klimaretter.in...

Auch Vahrenholt schweigt sich dazu aus!

Neugier klärt auf Lovely

Es ist natürlich erheblich einfacher durch Rückzug auf pauschale Politik-und Autoritätsfeindlichkeit sich dem Realtätscheck zu entziehen als durch intensive Recherche dem Wissen neue Nahrung zu geben.
Ich geb mal den Tip, dass sich sehr viele "Verschwörungen" in Luft auflösen je mehr man sich dem Thema annimmt .
Der "Hackerzwischenfall" in der East Anglia University ist geradezu beispielhaft dafür, dass letztendlich auch nur Menschen hier arbeiten, aber Verschwörungen lösen sich auf sobald man sich die Details ansieht. Untersuchungsausschüsse dazu kamen zum gleichen Schluss.

Im Übrigen:Die Bildzeitung hat keine Meinung sondern steht für ein äusserst erfolgreiches Verkaufskonzept,
ich glaube da erzähl ich Ihnen nichts Neues. Fakten sind dort nur so lange Fakten bis man den Blick abwendet. Am nächsten Tag sind dieselben Fakten dann plötzlich die Fakten von gestern.

alte aber inhaltslose Forderung

"Was die Klimaskeptiker bislang komplett vermissen lassen ist eine alternative Theorie, die erklären könnte wie es OHNE menschengemachte Treibhausgase zu einer Entkopplung der Erderwärmung seit den 70er Jahren von der Sonneneinstrahlung kommen konnte."

Die immer wieder auftauchende, aber inhaltslose Forderung. Um eine Theorie anzufechten / anzuzweifeln muss man keine bessere Theorie liefern. So läuft es in der Wissenschaft nunmal nicht. In der Wissenschaft gibt es auch die Erklärung: "Wir wissen es nicht."

"Welcher ist dass, wenn nicht menschengemachtes Treibhausgas?"
Auch diese Frage muss nicht beantwortet werden. Es läuft nunmal nicht nach dem Motto das nur der Kritik üben darf der auch eine bessere Antwort parat hat.
Interessanter finde ich die Frage: "Warum wird die Veränderung in einem nichlinearen dynamischen System auf die Änderung eines einzigen Faktors zurückgeführt?"
Wo wir ja nur einen Bruchteil der Faktoren, deren Entwicklung und Wechselwirkungen kennen.

Wieso inhaltslos

Zugegeben, um eine Theorie zu widerlegen muss man nicht eine bessere bieten, es reicht die Theorie zu widerlegen. Den Klimaskeptikern aber weder das eine noch das andere.

Vielmehr werden immer häufiger die "Argumente" der Klimaskeptiker widerlegt.

z.B. Hockeyschläger wurde bestätigt
z.B. angeblich nur Sonne an Erwärmung schuld, wurde widerlegt
z.B. es gibt gar keine Erwärmung, wurde widerlegt

Da bleibt nicht mehr viel übrig. Eine andere Theorie können Sie auch nicht bieten.

Das CO2 hingegen Strahlung aufnehmen kann und auch wieder abgeben kann, läßt sich einfach im Experiment zeigen. Wer das in Frage stellt, kann mal versuchen zu erklären wie CO2 Laser funktionieren.

Kurzum der IPC bietet eine Erklärung für eine Theorie die sich im Labor bestätigen läßt und die durch die Messergebnisse weltweit bestätigt wird. Die Klimaskeptiker bieten gar nichts dergleichen. Ihre Aussagen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand.

Was nicht geklärt werden kann ist wie stark die Temperturerhöhung genau ausfallen wird, aber es ist Fakt, das es sie gibt. Die Theorie des menschengemachten Treibhausgases ist bislang die einzige Theorie die das erklären kann.

Im übrigen erklärt die Theorie auch warum auf Planeten mit Treibhausgasen (unabhängig davon ob menschengemacht oder nicht) die Temperatur höher, ist als dies der Abstand zu Sonne vermuten läßt. Zum diesem Punkt schweigen die Klimaskeptiker ebenfalls beharrlich.

bitte um antwort

Ich würde einfach mal sehr gerne verstehen, warum a) an man einem anthropogen verursachten Klimawandel derart zweifelt ohne in der Materie zu sein und warum man b) dies dann auch kundtut. Was meinen Sie sind die Konsequenzen, wenn man ihren Zweifeln folgt - also an eine natürliche Klimaerwärmung glaubt? Das wäre die Legitimation von Ressourcenverbrauch, Versiegelung, Umwelt- und Naturzerstörung, die von dem überwiegenden Teil der Wissenschaft als ursächlich für den Klimawandel erforscht/anerkannt wurden. Wenn Sie das dennoch auf zweifelhafter Grundlage legitimieren wollen, dann will ich hier und jetzt wissen, woher Sie sich das Recht nehmen zukünftigen Generationen die Folgen dieses Handelns aufzuzwingen! Geht es hier nur um Bequemlichkeiten? Und falls es Ihnen tatsächlich nur um Zweifel geht: Ich habe alle IPCC-Reporte gelesen (und verstanden) und es werden dort IMMER die Wahrscheinlichkeiten bzw. Unklarheiten angeführt. Und auch wenn man die Signifikanz der Messwerte-Treibhausgaskorrelation verkennen will (!), dann muss einem doch klar sein, dass man den derzeitigen Luxus auf Grundlagen von Unsicherheiten legitimiert und Emissionsbeschränkungen per se einen sorgfälltigeren Umgang mit der Umwelt erfordern - auch in allen anderen Bereichen (Waldrodung, Erdöltransport, Mobilität, ...). Also: Warum dieser Kommentar?

Hybris

"Zugegeben, um eine Theorie zu widerlegen muss man nicht eine bessere bieten"

Und warum fordern sie dann eine bessere Theorie ein?

"Die Theorie des menschengemachten Treibhausgases ist bislang die einzige Theorie die das erklären kann."
Was leider keinen Rückschluss darüber zulässt, ob die Erklärung auch stimmt.
Was michdaran aber immer schon interessierte ist der Punkt, das die Theorie genau so aufgebaut ist, das der einzgie bestimmende Faktor der Mensch ist. Menschliche Hybris?
Wobei natürlich blöd wäre wenn es nicht der Mensch ist. Dann müsten wir usn ja eingestehen das wir keine Ahnung und keinen nennenswerten Einfluss haben. Ich denke mal für 90& der Menschen wäre das sehr unschön.

Zur "Klimadebatte" habe ich mich nicht eingelassen...

...Ich habe den Eindruck gewonnen, daß der zur Debatte stehende Artikel „plump parteiisch“ ist. Darauf reagiere ich empfindlich, weil ich immer noch hoffe und glaube, daß (echter/ernsthaft betriebener) Journalismus "objektiv" sein will, sowie "zuverlässig" und "kunstfertig" ist.

Daher zeige ich mich irritiert, wenn im online-Bereich eines "Qualitätsblattes" - nach meiner Einschätzung - plump argumentiert wird.

Selbstverständlich darf und soll ein Journalist eine Meinung haben, diese Meinung muß aber - meine ich - in einem professionellen Beitrag schlüssig aus der Argumentation ableitbar sein.
Mein Empfinden (und ich kann mir diese Weichheit leisten, weil ich hier nur einen Kommentar schreibe) war, daß der Verfasser die Thesen des Klimawandelskeptikers bzw. dessen Werk "sowieso" ablehnt und alibimäßig ein paar Thesen zerreißt. Ich hätte mit "Fürs und Widers" bzw. eine Gesamtschau des argumentativen Aufbaus des fraglichen Buches gewünscht. Dann hätte ich mir anhand der recherchierten Fakten ein eigenes Urteil gebildet.

Man kann aber selbstverständlich auch verkürzen bzw. es dem Leser abnehmen, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Daß ich denke, daß dies in der Zeit nicht geschehen sollte, ist auf die hohe Erwartung zurückzuführen, die ich an dieses Medium stelle.
So, wie es ein vergiftetes Lob gibt, gibt es also auch eine süße Kritik: der BILD z.B. würde ich nicht einen Kommentar dieser Art schreiben^^

Verlogener Glauben

Ich habe die Seite der Bild-Zeitung geöffnet und mir den Artikel durchgelesen. Da wird erst von einer abkühlenden Sonne geschrieben und später, dass viele nicht die neu hinzugekommenen Klima-Erwärmer Sonne, Pazifik und Ruß beachten. Irgendwie widersinnig.

Am Bemerkenswertesten fand ich allerdings den Kommentarbereich. Ich habe nur die Überschrift zu diesem und den ersten Kommentar gelesen:

Glauben Sie an die Klimalüge?

"Das Klima sollte sich jetzt aber erwärmen, es ist viel zu kalt in Deutschland! Etwas mehr CO2 und wir brauchten nicht mehr so frieren!"

:-) Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Ich hoffe, mein Text ist mit der Netikette von ZO vereinbar.

Was für eine verquere Logik...

> Machen Sie es doch so, wie seinerzeit beim
> Waldsterben. Bringen Sie einfach einen kleinen
> Nachruf und wenden Sie sich anderen Themen zu

Wenn's nicht so traurig wäre, hätt' man hier echt eine Menge zu lachen. Das Waldsterben als Beispiel heranzuziehen ist mehr als lächerlich. In etwa so sinnvoll, wie zu argumentieren, dass Sicherheitsgurte im Auto überflüssig seien, weil ja die Anzahl von Autounfällen mit schwer verletzten sowieso zurückgeht..

Dem Autor sei dringend geraten, sich mal zu informieren, welche Anstrengungen nötig waren, um das Waldsterben auch nur einigermassen in den Griff zu bekommen.