ErderwärmungSkeptiker im Faktencheck

Fritz Vahrenholts Buch "Die kalte Sonne" enthält zahlreiche umstrittene wissenschaftliche Behauptungen. Sieben dieser Thesen werden hier widerlegt. von 

These: "Seit 1998 erwärmt sich die Erde nicht mehr, der Klimawandel hat gestoppt."

Ein Fehlschluss. Hier werden kurzfristige Temperaturschwankungen mit langfristigen Klimatrends vermischt. Forscher verstehen unter "Klima" nicht den 10- oder 14-jährigen Temperaturdurchschnitt des Wetters, sondern den 30-jährigen Mittelwert. So hat es die Klimaforschung definiert – was Vahrenholt schlicht ignoriert.

Ein Auf und Ab der Temperaturen von Jahr zu Jahr ist normal. Und genauso normal ist es, dass es während einer fortlaufenden Klimaerwärmung Zeiträume gibt, in denen die Temperatur an der Erdoberfläche nicht weiter steigt – oder gar sinkt. In solchen Perioden, das belegte eine Studie im Fachmagazin Nature vergangenen Herbst, saugen die Ozeane quasi Wärme auf .

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Wer den Startpunkt seiner Betrachtung also geschickt platziert, kann tatsächlich Phasen ohne große Temperaturanstiege finden . Das Jahr 1998 eignet sich hierfür besonders, weil damals das El-Niño-Phänomen den langfristigen Erwärmungstrend noch verstärkte und es ein außergewöhnlich heißes Jahr war. Obwohl 2005 und 2010 laut Nasa-Messungen schon wieder neue Rekordjahre waren, ist die Kurzzeitentwicklung von 1998 bis heute tatsächlich relativ stabil. Der Langfrist-Trend zeigt dennoch weiter nach oben.

Infografik
Wie man den Trend zur globalen Temperatur umkehrt: Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik zu vergrößern.

Wie man den Trend zur globalen Temperatur umkehrt: Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik zu vergrößern.  |  © ZEIT-Grafik

Die vergangene Dekade war die wärmste jemals registrierte (egal, ob sie in sich selbst eine Temperaturzunahme zeigte oder nicht).

Ein Team um den kalifornischen Klimaforscher Benjamin Santer errechnete kürzlich , dass man eine mindestens 17-jährige Temperaturreihe brauche, um die An- oder Abwesenheit der menschengemachten Erwärmung in den natürlichen Klimaschwankungen erkennen zu können.

These: "Die Hockeystick-Kurve war eine Fälschung."

Das wird von "Klimaskeptikern" seit Jahren behauptet, stimmt aber nicht. Wahr ist lediglich, dass die von einem US-Forscherteam um Michael Mann 1998 veröffentlichte erste Version einer Analyse zur Temperatur der letzten Jahrhunderte Defizite in der statistischen Methode hatte. Der Griff des Hockeyschlägers, also die Temperaturvariation in den vergangenen tausend Jahren, erschien daher zu flach.

Jedoch kam eine aufwendige Überprüfung der Arbeit durch das US-amerikanische National Research Council 2006 zu dem Ergebnis, dass Manns Grundaussage trotz der Mängel stimmt: Temperaturdaten lassen darauf schließen, dass es in den vergangenen tausend Jahren niemals so warm war wie heute. Im Jahr 2008 legte Mann gemeinsam mit Kollegen eine überarbeitete Fassung vor. Außerdem gibt es inzwischen mehr als ein Dutzend voneinander unabhängiger Temperaturstudien, die zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Die Klimaforscher witzeln deshalb, es gebe nicht nur einen "Hockeystick", sondern ein ganzes "Hockeyteam".

Das Vahrenholt-Buch aber präsentiert einseitig die Kritik an Michael Mann. Und in einer Grafik wird gleich mehrfach getrickst: Bei der Wiedergabe eines Diagramms aus dem IPCC-Report von 2001 sind Grauwerte getilgt, mit denen die Kommission selbst auf die Unsicherheitsmarge der Mann-Studie hingewiesen hatte. Und bei der Darstellung aktueller Studien wurden offenbar gezielt nur solche ausgewählt, die die eigene These stützen.

Leserkommentare
    • genius1
    • 08. Februar 2012 14:37 Uhr

    "Die Verdoppelung von CO2 = +2-4,5°C?"

    Wieviel Grad war eigentlich, bei ca 6.000 oder 7.000 ppm auf der Erde? Schließlich hatten die Erde das schon mal!

    400 - 800 - 1.600 - 3.200 - 6.400 ppm CO2 = welche Temperatur auf der Erde?

    Bei 800 ppm plus 2 Grad macht Durschnittstemperatur 17 oder 19,5 Grad. Bei 1.600 ppm 19 Grad oder 24 Grad? Ja Was den nun? Dabei habe ich den unteren und oberen Wert genommen.

    Genau dies stört mich an der CO2 Theorie!

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    ....Alles richtig mit historischen Abweichungen des Klimas.... Es war sicher schon mal viel wärmer und auch viel kälter. Aber da waren auch nicht 7 Milliarden Menschen im Weg von denen auch noch die Hälfte in Küstennähe wohnen!
    Und natürlich gibt es die eine oder andere Unstimmigkeit in der Beweisführung. Aber mal ganz ehrlich. Was passiert denn wenn ich zum Beispiel meinen Müll immer nur in den Garten werfe? Das hat früher oder später unangenehme Konsequenzen, egal in welche Richtung sich das Desaster im Detail entwickelt. Genauso verhält es sich mit dem CO2 und allen anderen Abgasen. Mann muss kein Wissenschaftler sein um zu erkennen dass wir früher oder später ein Problem ernten.

    > "Die Verdoppelung von CO2 = +2-4,5°C?"

    > Wieviel Grad war eigentlich, bei ca 6.000 oder 7.000 ppm
    > auf der Erde? Schließlich hatten die Erde das schon mal!

    Rechnet man mit Verdoppelungen von heute ca. 400 ppm auf 6000, kämen Sie auf etwa 5 Verdoppelungen und einen Temperaturansteig von 10-20°C. Was soweit ich weiß mit den historischen Klimaschwankungen noch ganz gut zusammenpasst.

    Allerdings gibt es keinen Grund zu glauben, dass diese Erwärmung unbegrenzt weitergeht. Irgendwann ist alles Infrarotlicht eingefangen und zusätzliche Treibhausgase haben keinen Effekt mehr.

    der Zusammenhang ist nicht linear, da die Absorptionsbanden teilweise bereits "gefüllt" sind.

    Nur deswegen ist zusätzliches anthropogenes CO2 ein vergleichsweise schwaches Treibhausgas (pro Molekül), aber die Menge macht halt nach wie vor den Effekt.

    Der "natürliche" Treibhauseffekt, also die 280ppm CO2, der Wasserdampf und der Rest machen zum Vergleich ca. +33K aus.

    Ohne diesen Effekt wäre die Erde eine gefrorene Eiskugel.

    Schlussendlich hat das Weltklimasystem eine gewaltige Trägheit. Alleine die Wärmespeicherung in den Ozeanen vermindert den Effekt der zusätzlichen Treibhausgase derzeit signifikant. Aber aufgeschoben ist halt nicht aufgehoben...

    • joG
    • 08. Februar 2012 19:10 Uhr

    ...schwierig. Zum einen sind klimatisch nur sinnvoll, wenn man weitaus längere Perioden betrachtet. So sind tausend Jahre viel zu kurz. Betrachtet man ein paar Millionen Jahre, so sieht die Erwärmung der Jetztzeit nicht mehr ungewöhnlich aus. Es war mehrfach warmer als heute. Wir wissen nicht warum. Sicher scheint, dass es nicht antropogene Zusammenhänge waren. Die statistischen Belege sind dünn.

    So kann man schon sagen, dass es gut sein kann, dass CO2 und Methan die Bösewichter sind. Allerdings ist die Theorie zu den kosmischen Strahlen nicht falsifiziert. So kann man sagen, dass wir vermuten, der Eine so und der Andere anders. Wie viel Geld wollen wir für die Richtigkeit unseres Glauben in der Wette einsetzen.

    PS: man unterstellt immer gerne Eigeninteresse. Wo das Risiko groß und unklar ist, gibt es viel zu forschen und Projekte für die Forscher. Da braucht es keine Notwendigkeit Verschwörungen zu bemühen. Absprachen braucht es nicht. Jeder will ganz von selbst etwas Geld zum forschen.

  1. 2. Wer...

    ...einem Energiekonzern Manager Aussagen über "Die Lüge" Klimaerwärmung abkauft, der glaubt dann wohl auch einem Wilderer, wenn er dementiert, dass Tiere vom Aussterben bedroht sind.

    Davon: Egal ob die Klimaerwärmung da ist oder nicht. Unsere Ressourcen sind endlich. Und das ist ein Faktum, auf das man sich einzustellen hat. Eigentlich völlig unerheblich, auf welcher Seite man steht...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Energiekonzern Manager?

    ... nach Stationen beim Umweltbundesamt in Berlin und beim Umweltministerium in Hessen wurde Vahrenholt von 1984 bis 1990 Staatsrat bei der Umweltbehörde Hamburg. 1990 bis 1991 führte er die Hamburger Senatskanzlei, dann war er von 1991 bis 1997 in Hamburg Senator der Umweltbehörde ...

    ... 2001 übernahm er den Vorstandsvorsitz der REpower Systems, den er bis Ende 2007 innehatte. In dieser Zeit war er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung unter Kanzler Gerhard Schröder bzw. ab 2005 unter Kanzlerin Angela Merkel ...

    ... seit Februar 2008 arbeitet Vahrenholt für den Energiekonzern RWE als Leiter der Sparte für erneuerbare Energien im Tochterunternehmen RWE Innogy ...

    [...]
    Im übrigen verfügen wir weltweit über unendliche Ressourcen in Form von Biomasse, die immer wieder nachwachsen, und die es völlig überflüssig machen würden, wenn sie geschickt genutzt werden könnten, etwa in einer Wasserstoffwirtschaft, wie sie von Karl-Heinz Tetzlaff propagiert wird.
    http://wwwm.htwk-leipzig....

    Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken wollen. Danke. Die Redaktion/sc

    Das ist ein schönes Beispiel (das mit dem Wilderer) - wie auch der gesamte Artikel, von dem ich eben erfuhr, sehr seriös und informativ ist. Nichtsdestoweniger habe ich mir gerade das Buch gekauft, man sollte wissen, wie die "Feinde" argumentieren. Es schärft den Geist!

    Danke liebe ZEIT

    • kinnas
    • 08. Februar 2012 14:46 Uhr
    3. [...]

    Bitte beachten Sie Ihre Ausdrucksweise. Danke, die Redaktion/mo.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    <em>Wieso wird so ein Buch dann überhaupt noch veröffentlicht?</em>

    Weil sich mit der Kontroverse Geld verdienen lässt. Ähnlich hat es Sarrazin doch auch gemacht. Standpunkte zu einem äußerst heißen Thema werden als Pamphlet verfasst und dann darf die Fach- und Medienwelt darüber monatelang lamentieren. Je mehr diskutiert wird, desto neugieriger wird der Leser. Die Leute strömen in die Buchläden, die Absatzzahlen steigen und der Verlag reibt sich die Hände. So einfach. Bei einem seriösen wissenschaftlichen Verlag, zum Beispiel Springer (nicht zu verwechseln mit Axel Springer), wird man solche Veröffentlichungen niemals finden.

    • bugme
    • 08. Februar 2012 19:05 Uhr

    Wir haben kein Zentralkommitee, welches entscheidet, was der Bürger zu lesen hat und was offizielle Wahrheit ist.

    Freuen Sie sich über den Pluralismus und leben Sie damit, dass nicht alles was in Zeitungen und in Büchern steht auch richtig ist.

    • Medley
    • 08. Februar 2012 19:26 Uhr

    Achja? Dann machen wir doch einfach mal den Faktencheck der "Deppen" und "Lügner" von der CO2-Klimaerwärmungstheoretikerseite:

    ---

    "01.04.2000

    Winter ade

    Nie wieder Schnee?

    In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben", sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

    "Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen", meint Latif. Wegen dieses so genannten Treibhauseffekts wird es in Mittel- und Nordeuropa künftig mehr Westwindlagen geben. Das hätte wiederum regenreiche und noch mildere Winter zur Folge......"

    LINK: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,71456,00.html

    ---

    Sein Sie daher also vielleicht mal ein bisschen bescheidener und zurückhaltender was das haltlose Betiteln von Leuten betrifft, die es wagen nicht ihre wehrte Meinung zu teilen.

  2. 'Kann ich ehrlich gesagt nicht ernst ernst nehmen, einen Beitrag der ohne vernünftige Einleitung (in der etwa dargestellt würde, welche Thesen der Verfasser des fraglichen Werkes vertritt, wie seine Hauptargumentation sich darstellt usw.) sich im bloßen Draufhauen auf ein paar Thesen gefällt.

    Ist damit der Verfasser entkräftigt bzw. sind alle tragenden Thesen widerlegt?

    Da der Autor des Zeit-Beitrages den Verfassern der "anderen Seite" Irrtümer zubilligt, die nicht zu deren Totalvernichtung führen (siehe Hockeyschläger), hätte ich angenommen, daß er ebenso großmütig der Konkurrenz gegenübertritt.

    So isses in meinen Augen nicht mehr geworden als ein ungelenker "Gegenschlag" von jemandem, der m.E. nicht überzeugterweise guten Journalismus macht, sondern unter journalistischer Decke ideologisert. Ich mach das als Hobby-Kommentator auch ganz gerne mal, aber sowas als Artikel...naja, muß die Zeit wissen, wie sie Qualität und Journalismus zusammenzubringen gedenkt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Liebe(r) DHickethier,

    dieser Faktencheck ist nicht als bloßes Draufhauen zu verstehen. Er entlarvt vielmehr die Thesen des Herrn Vahrenholt. Über sein Buch empfehle ich Ihnen dieses im Text verlinkte und auch am Ende des Artikels unter "Mehr zum Thema" ausgewiesene Stück:

    http://www.zeit.de/2012/05/RWE-Vahrenholt

    Im Übrigen werden in den kommenden Tagen noch weitere Texte zum Thema erscheinen.

    Gruß aus der Redaktion

    <em>Da der Autor des Zeit-Beitrages den Verfassern der "anderen Seite" Irrtümer zubilligt, die nicht zu deren Totalvernichtung führen (siehe Hockeyschläger),</em>

    Wie Sie leicht selbst herausfinden könnten wenn Sie wollten, bezieht sich die Hockeystick-Kritik von McIntyre nur auf die statistischen Methoden, die Mann angewandt hat.
    Bearbeitet man die Grunddaten aber mit den von McIntyre favorisierten Formeln, dann sieht der Hockeyschläger zwar im Detail etwas anders aus aber die Grundform verändert sich nicht.
    http://www.skepticalscience.com/broken-hockey-stick.htm

    Klimalügen-Sektierer basteln sich ihre angeblichen "Irrtümer" und "Fakten" immer so hin, dass sie zu ihrer Ideologie passen.
    Frei nach Homer Simpson:
    http://thinkexist.com/quotation/facts_are_meaningless-you_could_use_fact...

    PS: Ein Jargon wie "Totalvernichtung" zeigt meiner Meinung auch eine gewisse Tendenz in der Mentalität dieser Leute (nettikette-konform formuliert).

    Mit dem Terminus "Totalvernichtung" haben Sie sich in einem Ausmaße vergaloppiert, die jedes Maß vermissen lässt-

    • Jenss
    • 09. Februar 2012 10:50 Uhr

    Im Artikel werden 7 Thesen widerlegt, bzw. gegen sie argumentiert. Hierbei hat der Redakteur auch Vahrenholt zugebilligt sich auf wissenschaftliche Theorien zu stützen, also kein "Spinner" zu sein. Allerdings wird dargelegt, dass Varenholt die Theorien teilweise sehr extrem deutet und/oder die Theorien - zumindestens noch - auf sehr wackeligen Füßen stehen.

    Abgesehen davon kann ich nicht erkennen, das die Redaktion den IPCC Irrtümer zubilligt. Sie stellt vielmehr fest, dass der Bericht Mängel hat. Die Grundaussage ist trotzdem korrekt, wie zahlreiche Studien bestätigten.

    Was die Klimaskeptiker bislang komplett vermissen lassen ist eine alternative Theorie, die erklären könnte wie es OHNE menschengemachte Treibhausgase zu einer Entkopplung der Erderwärmung seit den 70er Jahren von der Sonneneinstrahlung kommen konnte.

    Das Klima auf der Erde hängt natürlich auch weiterhin sehr stark von der Sonne ab. Offensichtlich ist aber ein weiterer Faktor hinzugekommen. Welcher ist dass, wenn nicht menschengemachtes Treibhausgas?

    Diese Frage wird von Klimaskeptikern nicht beantwortet. Vielmehr wurde versucht die Klimaerwärmung genrell zu bezweifeln und als Messfehler hinzustellen. Hierzu wurde auch von Klimasketikern eine neue Studie* finanziert, doch auch dort wurde der Hockeyschläger bestätigt.

    http://www.klimaretter.info/forschung/nachricht/9712-wissenschaftler-rae...

    Auch Vahrenholt schweigt sich dazu aus!

  3. ändert sich's Wetter oder auch nicht. So kommt mir die Diskussion um das Erdklima vor. Erdgeschichtlich befinden wir uns eh noch in einer Kaltzeit. Es könnte also noch um einiges wärmer oder auch kälter werden. Nur eines weiss ich mit Sicherheit: das Wetter ändert, so wie es dies immer getan hat.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Richtig! Und das schon seit 30 Millionen Jahren. Die Wissenschaftler nennen das Icehouse. Es wird wieder ein Greenhouse folgen. Aber da sind wir schon lange Geschichte.

  4. Energiekonzern Manager?

    ... nach Stationen beim Umweltbundesamt in Berlin und beim Umweltministerium in Hessen wurde Vahrenholt von 1984 bis 1990 Staatsrat bei der Umweltbehörde Hamburg. 1990 bis 1991 führte er die Hamburger Senatskanzlei, dann war er von 1991 bis 1997 in Hamburg Senator der Umweltbehörde ...

    ... 2001 übernahm er den Vorstandsvorsitz der REpower Systems, den er bis Ende 2007 innehatte. In dieser Zeit war er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung unter Kanzler Gerhard Schröder bzw. ab 2005 unter Kanzlerin Angela Merkel ...

    ... seit Februar 2008 arbeitet Vahrenholt für den Energiekonzern RWE als Leiter der Sparte für erneuerbare Energien im Tochterunternehmen RWE Innogy ...

    Antwort auf "Wer..."
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    ..ja, sogar sehr gut. Allerdings ist mein wütendes Bellen nicht mit der Speichelabsonderung von Hunden zu vergleichen.

    Die Stationen in solchen Ämtern und Positionen sind m.Mn. nach kein Beweis dafür, dass dieser Mann sich für die Umwelt einsetzt. Im Gegenteil. Der Fisch fault am Kopf zuerst - weil es sich Schädlinge gerade dort besonders gemütlich machen können.

    Ich habe mich sehr wohl über ihn Informiert und schließe daraus, dass er in seiner Zeit teure technische Anlagen als Allheilmittel für Umweltprobleme in den Himmel gelobt hat;
    Umweltschädliche Chemieprodukte zugunsten der Industrie verharmlost und
    weniger nachhaltige als Industriefreundliche Mittel des Umweltschutzes propagandiert hat.

    Das ist für mich kein Umweltschützer, sondern ein Industriefreund unter dem Deckmantel eines Umweltschützers. Das ist Jemand, der - wenn er Umweltprobleme anerkennt - lieber "einfache" Lösungen an den Mann bringt. So wie die Kiste mit den Energiesparlampen. Klar bringt es was - aber es wird immerzu vermittelt, damit sei "unser Anteil am Vertrag" erfüllt und wir könnten dafür munter weiter aus Bequemlichkeit mit dem Auto zum Bäcker fahren.

    Wer sich umfassend und kritisch Informieren will, sollte eben nicht nur die "Karrierelaufbahn" aus Wikipedia raus kopieren, sondern nachdenken, was welche Handlung dieses Mannes nun wirklich bedeutet.

    • Shrek
    • 09. Februar 2012 11:16 Uhr

    Zitat
    "... seit Februar 2008 arbeitet Vahrenholt für den Energiekonzern RWE als Leiter der Sparte für erneuerbare Energien im Tochterunternehmen RWE Innogy"

    Und das macht Herrn Vahrenholt automatisch unglaubwürdig oder lobbyabhängig?

    Wie unabhängig ist denn der Autor Toralf Staud?
    -arbeitet für das Greenpeacemagazin
    - Co-Autor des Buches " Wir Klimaretter - so ist die Wende noch zu schaffen "

    Da könnten also noch durchaus andere Motivationen mitspielen, als das Klima.
    Schließlich geht es ja auch um Milliarden in Wind - und Solarfonds, nicht wahr?

    ...ist Herr Vahrenholt daran interessiert, nach Möglichkeit Großprojekte zu realisieren. Gerade die Solarenergie eignet sich jedoch für dezentrale Energieerzeugung. Für die Energiemonopolisten stellt dies eine Bedrohung dar. Insofern fallen seine Vorwürfe an die Klimaforscher, dass sie interessengeleitet arbeiten würden, auf ihn selbst zurück.

  5. Redaktion

    Liebe(r) DHickethier,

    dieser Faktencheck ist nicht als bloßes Draufhauen zu verstehen. Er entlarvt vielmehr die Thesen des Herrn Vahrenholt. Über sein Buch empfehle ich Ihnen dieses im Text verlinkte und auch am Ende des Artikels unter "Mehr zum Thema" ausgewiesene Stück:

    http://www.zeit.de/2012/05/RWE-Vahrenholt

    Im Übrigen werden in den kommenden Tagen noch weitere Texte zum Thema erscheinen.

    Gruß aus der Redaktion

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Plumpe Abwehr"
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    dass sich das Klima auch ganz ohne Menschen zu ändern in der Lage ist, so wie es dies immer getan hat. Die Ursachen vorangegangener Klimaschwankungen bleiben aber in der Diskussion aussen vor. Natürlich ist es nicht egal, ob sich das Klima ändert. Aber es ist naiv behaupten zu wollen, dass Klimaänderungen allein vom Menschen verursacht werden oder wurden und der Mensch dies jederzeit ändern könnte. Er hat einen gewissen Einfluss darauf, mehr aber auch nicht.

    Die These hat ja schon immer auf tönernen Füssen gestanden und wartete nur darauf das einer ordentlich gegentritt. Nun kommt, wie die TAZ betitelt ein Klima-Sarrazin und ruft "Der Kaiser ist nackt".

    Machen Sie es doch so, wie seinerzeit beim Waldsterben. Bringen Sie einfach einen kleinen Nachruf und wenden Sie sich anderen Themen zu ;-)

    Chronik einer Panik ... http://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben

    jetzt das Geschäft der Zeit-Autoren?
    Das bedeutet schon von der Wortwahl her Parteilichkeit, die es nicht geben sollte, solange es um Entkräftung oder Widerlegung geht.
    Und wenn man schon entlarven will, dann sollte man auch konsequent weitermachen und schreiben über das dann zu unterstellende "Warum schreibt Vahrenholt was er schreibt?"

    • serins
    • 08. Februar 2012 16:11 Uhr

    und ihre Quellen aus dem NRC in den USA Datensätze der letzten tausend Jahren her. Ist wie man es seinen Studenten sagt Lüge, Notllüge, Statsitik. Da wird mit Modellen hantiert und prognostiziert, die auf einer Vielzahl von subjektiven Annahmen beruht.
    Über die Vahrenhotlschen Thesen kann man denken was man will, aber die andere Seite betreibt genau das gleiche Kaffesatzlesen (Statistik) und verdient bisher gut damit und man sollte daher vielleicht die Initiatoren solcher Artikel - Greenpeace - nennen.
    Btw der IPCC als Quelle hat sich imho mit seiner Datenmassage selbst demontiert, womit man wieder bei Statistiken ist.

    dass Sie sich dem Nebelwerferzirkus des obskuren Klimaskeptizismus einmal näher widmen. Dieses Wanderzirkusses, der jede ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema zur unseriösen Blödsinnsveranstaltung macht, da sofort das Heer der Gefolgsleute von Schwachsinnsthesen den Kommentarbereich entert, ist man langsam überdrüssig. Immer dieselben haltlosen Pseudoargumente ohne jedwede wissenschaftliche Stichhaltigkeit - wer da bis in die Poren ideologisiert ist, dürfte angesichts der beständig von Klimaskeptikern erzählten Ammenmärchen klar sein.

    Wirklich seriöse Quellen - pars pro toto: http://www.skepticalscience.com/ - werden nonchalant ignoriert. Aber was soll's? Den eingefleischten unwissenschaftlichen Skeptizisten ist eh' nicht mehr zu helfen. Insofern befürchte ich fast, dass - zumindest szeneintern - Ihre wohlmeinenden Bemühungen ins Leere laufen werden. Andererseits muss man solchen Leuten Paroli bieten. Na denn, bin schon gespannt auf die nächste Folge.

    Ich bin auch gespannt auf die weiteren Folgen zum Thema.

    Immer dasselbe.

    Ein Heeer von "Skeptikern" fällt mit immer gleichen, nicht belegten Behauptungen über Wissenschftler, die unbequeme Wahrheiten zum Thema verbreiten her.

    Ich glaube schon längst nicht mehr an Zufall und gerade ein Fritz Varenholt ist das beste Beispiel, das es um weit mehr geht, als um eine absichtlich zugespitze Diskussion.

    Große Energie Konzerne wie RWE haben einen massives Interesse daran, dass weiter möglichst viel fossile Energie verbrannt werden kann und möglichst viel Strom/Enrergie verbraucht wird, in schöner Gesellschaft mit Exxon oder anderen Energieriesen.

    Deshalb wird massiv versucht unterschwellig aber eben auch ganz offen Zweifel am menschlichen Einfluss auf den Klimawandel zu schüren und auch den Ausbau regenerativer Energien zu bremsen.

    Es geht um massive Wirtschaftsinteressen und da ist einem RWE Lobbiest wie Varenholt jede dreiste Verdrehung von wissentschaftliche Kurven oder das gezielte Weglassen von Einzelheiten etc. nur Recht.

    Es ist ein Trauerspiel zu sehen, wie skrupelos viele Topmanager mit den Lebensgrundlagen unseres Planeten umgehen und wie viele Normalbürger Ihnen gerne folgen, aus purer Bequemlichkeit.

    Deshalb ist es wichtig solche Artikel dagegen zu setzen, genauso wichtig wie die Tatsache, das renomierte Wissenschaftler zunehmend aus Ihrem Wissenschaftkokon rauskommen und öffentlich helfen derartig durchsichtige Desinformation zu entlarven.

    • lovely
    • 09. Februar 2012 10:16 Uhr

    tja, so wie es aussieht ist sich nicht mal die presse einig. die Bild z.b. hat eine ganze reihe mit dem titel 'CO2 Lüge' veröffentlicht:
    http://www.bild.de/politik/inland/globale-erwaermung/seit-12-jahren-ist-...

    die globale erwärmung ist also gar nicht als erwiesen zu betrachten da es genügend fakten gibt die dagegen sprechen. diese finden in Ihrem artikel jedoch nicht wirklich erwähnung.

    ich hab keine ahnung vom klima, aber da ich unseren politikern kein vertrauen mehr schenke, mir die betrügerischen machenschaften gewisser interessengruppen bekannt sind, ich mir den hintern abfrier wie noch nie und die sommer voll fürn a... sind, neige ich doch eher an einen riesen schwindel zu glauben.

    ach ja, und über den hackerzwischenfall spricht ja auch keiner mehr,
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hackerzwischenfall_am_Klimaforschungszentru...

    • ikonist
    • 08. Februar 2012 15:01 Uhr

    ein überirdischer zufall, daß die amplitude des klimarythmus mit der epochalen emission zusammenfällt.

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  • Schlagworte Erderwärmung | Klimawandel | Sonne | Treibhausgas
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