Stimmt's?Ist es gefährlich, Kartoffelschalen zu essen?

…fragt Brigitte Schmitt aus Darmstadt.

Es geht um den Giftstoff Solanin, der in grünen Tomaten steckt und auch in den grünen Stellen der Kartoffeln. Niemand wird tot umfallen, wenn er davon isst, aber es wird davon abgeraten, diese grünen Stellen zu verzehren. Wie sieht es nun mit den Schalen aus?

Zunächst einmal: Solanin ist ein relativ schwaches Gift. Um Todesopfer zu finden, muss man schon in die fünfziger Jahre zurückgehen. Damals gab es eine Vergiftungswelle in Nordkorea. Unsere modernen Kartoffelsorten sind sehr arm an dem Stoff – ihr Gehalt beträgt heute nur noch einen Bruchteil von dem, was die Vorkriegssorten enthielten.

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Es stimmt, dass in der Schale mehr Solanin steckt als im Rest der Kartoffel, aber auch da sind es weniger als 100 Milligramm pro Kilo. Und beim Kochen wird die Substanz zwar nicht zerstört, geht aber zum großen Teil ins Kochwasser über, das man wegschüttet. Man müsste mehrere Kilogramm Kartoffelschalen essen, um überhaupt erste Vergiftungserscheinungen zu bemerken!

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Allerdings kann der Solaningehalt stark ansteigen, wenn die Kartoffeln unsachgemäß gelagert werden. Wärme und Licht sind die wichtigsten Faktoren, sie können zu einer erneuten Grünfärbung führen. Auch die Keime enthalten das Gift. Jeder weiß, dass Kartoffeln auf der Fensterbank schnell verderben, während sie sich im Keller einen ganzen Winter lang halten. Vorsichtige Verbraucherschützer fordern deshalb vom Handel, Kartoffeln nur noch in lichtundurchlässigen Verpackungen zu verkaufen.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de. Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts

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Leserkommentare
    • Aluni
    • 12.02.2012 um 19:15 Uhr

    esse ich auch nicht gekocht von Bio-Pellkartoffeln, weil sie mir starke Magenschmerzen verursachen.
    Aber ich kenne viele Menschen, die die Pellkartoffeln aus dem eigenen Garten mit Schale genüsslich verzehren. (Die Darmflora mag und braucht Raufutter!)
    In der schlechten Nachkriegszeit hat manche Hausfrau aus Kartoffelschalen die Stärke als Kaltwasserauszug gewonnen und zu Pudding oder Soße verwendet. Ich wüsste nicht, dass jemand dadurch zu Schaden gekommen ist. Damals wurde auch der Verzehr roher Kartoffeln wegen des Vitamingehaltes empfohlen, aber da war von Schalen trotz Knappheit nicht die Rede!

    • Varech
    • 12.02.2012 um 19:28 Uhr

    ... "verderben" nicht, sondern sie wachsen und versuchen zu gedeihen.

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    • Puki
    • 11.06.2012 um 8:52 Uhr

    im Sinne von nicht mehr genießbar sein. Klugscheißer -.-

    • Puki
    • 11.06.2012 um 8:52 Uhr

    im Sinne von nicht mehr genießbar sein. Klugscheißer -.-

  1. soll sehr positiv für die Gesundheit der Gelenke sein, Dr. Feil empfiehlt den Verzehr von 2 Kartoffeln mit Schale pro Woche.
    Übrigens: Kartoffeln kocht man nicht in Wasser, Kartoffeln dämpft man.

  2. aber man kann sie auch mit Schale essen. Das ist Geschmackssache. Meine Kartoffeln lagern im kühlen Kartoffelkeller, das ist der beste Lagerplatz. Welcher Hasenfuß glaubt denn wirklich, dass man an Kartoffelschalen sterben kann ? Man sollte blaue Stellen wegschneiden, aber die Schalen kann jeder sorgenfrei mitessen.

  3. Sicher ist Solanin dank der Züchtung schon lange kein Problem mehr.
    Kartoffelschalen sollte man aus einem anderen Grund nicht essen:
    Keimhemmer ("nach der Ernte behandelt")!
    Es braucht nur geringes
    biologisches Verständis um sich vorzustellen, das Substanzen, die Wachstum Zellen in Pflanzen komplett verhindern, auch für Menschen schädlich sind.
    Keimhemmer sind toxisch und trotzdem in Deutschland zugelassen (z.B. Chlorpropham).
    Ich muss stark darauf drängen, den Artikel zu erweitern um den waren Grund, warum man die Schale von herkömmlichen Karoffeln nicht essen soll! In der derzeitigen Form verharmlost er den Konsum!

    6 Leserempfehlungen
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    Das wusste ich jetzt gar noch nicht. Aber es ist nachvollziehbar in einer Welt in der alles perfekt sein muss.

    Ich hoffe mal das dies bei Biokartoffeln nicht so ist. Naja bei denen aus unserem Garten mit Sicherheit nicht.

    • Varech
    • 13.02.2012 um 20:24 Uhr

    ... aber wenigstens schon mal nicht mehr für die Hausgarten-Kleinproduzenten, die von Dosierung und Anwenderschutz keinen blassen Schimmer hatten. In F steht das praktische Pulver aber immer noch im Supermarkt-Regal.

    Übrigen: Wer nicht will, dass seine Kartoffeln vorzeitig keimen, sollte schon mal darauf achten, dass sie nicht mit Äpfeln im selben (Luft-)Raum sind.

    Als letztes Jahr die warme Zeit schon im April begann, brauchte ich Kartoffeln zum Setzen bevor es überhaupt Saatkartoffeln gab. Bei einem guten Grossverteiler fragte ich den Mitarbeiter, der mir dann von der Problematik erzählte, dass selbst die Speisekartoffeln keimen würden, wenn der Lehrling halt mal wieder nicht alles gut zugedeckt hatte. Diese Frühkartoffeln kamen bei mir wunderbar, sodass die Angelegenheit mit der Keimhemmung wohl nicht so relevant sein kann.
    Man frage doch selber im Laden nach.

    Das wusste ich jetzt gar noch nicht. Aber es ist nachvollziehbar in einer Welt in der alles perfekt sein muss.

    Ich hoffe mal das dies bei Biokartoffeln nicht so ist. Naja bei denen aus unserem Garten mit Sicherheit nicht.

    • Varech
    • 13.02.2012 um 20:24 Uhr

    ... aber wenigstens schon mal nicht mehr für die Hausgarten-Kleinproduzenten, die von Dosierung und Anwenderschutz keinen blassen Schimmer hatten. In F steht das praktische Pulver aber immer noch im Supermarkt-Regal.

    Übrigen: Wer nicht will, dass seine Kartoffeln vorzeitig keimen, sollte schon mal darauf achten, dass sie nicht mit Äpfeln im selben (Luft-)Raum sind.

    Als letztes Jahr die warme Zeit schon im April begann, brauchte ich Kartoffeln zum Setzen bevor es überhaupt Saatkartoffeln gab. Bei einem guten Grossverteiler fragte ich den Mitarbeiter, der mir dann von der Problematik erzählte, dass selbst die Speisekartoffeln keimen würden, wenn der Lehrling halt mal wieder nicht alles gut zugedeckt hatte. Diese Frühkartoffeln kamen bei mir wunderbar, sodass die Angelegenheit mit der Keimhemmung wohl nicht so relevant sein kann.
    Man frage doch selber im Laden nach.

  4. Bloß nicht, wie soll ich überprüfen, was ich kaufen möchte.
    Höchsten Papiersäcke, wie es in manchen Biomärkten gibt, kämen in Frage, die haben ein kleines Fenster.

  5. 7. Danke

    Das wusste ich jetzt gar noch nicht. Aber es ist nachvollziehbar in einer Welt in der alles perfekt sein muss.

    Ich hoffe mal das dies bei Biokartoffeln nicht so ist. Naja bei denen aus unserem Garten mit Sicherheit nicht.

    • tages
    • 13.02.2012 um 18:56 Uhr

    Im Fisch sind Würmer,im Geflügel Antibiotika,im Schweinefleisch Sedativa, im Bier Nitrosamine,auf dem Obst Pestizide,im Getreide Schimmelpilze,in Fettprodukten langkettige Fettsäuren,in Erfrischungsgetränken Zucker,gen-veränderter Mais,im Obst Alkohol,in Fertiggerichten ein ganzes Arsenal von chemischen Produkten,in der Luft Feinstaub, in der Wohnung Elektrosmog und vieles,vieles mehr.

    2 Leserempfehlungen
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    Wollen Sie sagen, Sie haben gesundheitlich keinerlei Probleme und allein deshalb sei trotz wissenschaftlicher Tests an keinem der Punkt etwas Wahres dran?

    • tages
    • 14.02.2012 um 16:36 Uhr

    Um es einmal überspitzt zu formulieren, auch ich habe gesundheitliche Probleme und adle damit die Wissenschaft.Ich nehme an, sie sind von wissenschaftlichen Untersuchungen nicht ganz unbeleckt,und werden daher wissen, wie oft sich sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse, sich im nach hinein als,sorry,Blödsinn herausstellten.Sie werden auch wissen, wie unglaublich anpassungsfähig die menschliche Spezies ist.Vielleicht besitzen sie den Stein des Weisen und können mir sagen, wie ich mit dem Dschungel der sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse, noch normal durchs Leben komme.Glauben sie mir oder auch nicht, ich weis wie Studien entstehen. Bitte, ich bin kein Ignorant, aber auch kein Freak der Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen.Freundlichst Tages.

    Wollen Sie sagen, Sie haben gesundheitlich keinerlei Probleme und allein deshalb sei trotz wissenschaftlicher Tests an keinem der Punkt etwas Wahres dran?

    • tages
    • 14.02.2012 um 16:36 Uhr

    Um es einmal überspitzt zu formulieren, auch ich habe gesundheitliche Probleme und adle damit die Wissenschaft.Ich nehme an, sie sind von wissenschaftlichen Untersuchungen nicht ganz unbeleckt,und werden daher wissen, wie oft sich sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse, sich im nach hinein als,sorry,Blödsinn herausstellten.Sie werden auch wissen, wie unglaublich anpassungsfähig die menschliche Spezies ist.Vielleicht besitzen sie den Stein des Weisen und können mir sagen, wie ich mit dem Dschungel der sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse, noch normal durchs Leben komme.Glauben sie mir oder auch nicht, ich weis wie Studien entstehen. Bitte, ich bin kein Ignorant, aber auch kein Freak der Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen.Freundlichst Tages.

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