Wachstumsdebatte: Enquete in der Endlosschleife
Warum im Bundestag die Debatte über ein anderes Wachstum nicht vorankommt.
© Sean Gallup/Getty Images

Seifenblasen vor dem Reichstag: Die Aktion war Teil einer Demonstration gegen das Weltfinanzsystem im vergangenen November.
Am vergangenen Montag platzte dem Professor der Kragen. Ein Jahr lang hatte er sich im Saal E 700 des Bundestages über Tabellen und Diagramme gebeugt. Er hatte Experten aus aller Welt angehört und höflich mit ihnen diskutiert. Nun aber klagte er entnervt in sein Mikrofon: Nicht einmal Einsichten, die von der Bevölkerung längst akzeptiert seien, würden in diesem Raum gelten. Er sei sicher: »So kommen wir nicht weiter.«
Henrik Enderlein ist Ökonom an der Hertie School of Governance in Berlin und jung schon weit gekommen. Mit der Überzeugung, dass gute Analysen zu neuen Erkenntnissen führen, ist er als Sachverständiger im Bundestag angetreten. Gemeinsam mit 16 weiteren Experten und 17 Abgeordneten wollte er in der Enquetekommission »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« den Nutzen und die Kosten des Wirtschaftswachstums untersuchen. Das mag in Zeiten, in denen halb Europa die Deutschen um ihre Wachstumsraten beneidet, nach einem bizarren Zeitvertreib klingen. Doch Enderlein sah in der Enquetekommission ein Forum für vorausschauende Politik. Er und seine Mitstreiter wollten frühzeitig erforschen, wie Deutschland auch künftig reich und lebenswert sein kann – trotz einer alternden Bevölkerung und globaler Umweltprobleme.
Inzwischen jedoch fürchtet nicht nur Enderlein, dass ausgerechnet diese Kommission von klugen Antworten weiter entfernt ist als der Normalbürger. Hanns Michael Hölz, Sachverständiger von der Deutschen Bank, sorgt sich, ob man »ein Ergebnis bekommt, mit dem man vor das deutsche Volk treten kann«. Ver.di-Gewerkschafter Norbert Reuter ärgert sich, dass »immer weniger wissenschaftlich und immer ideologischer« gearbeitet werde. Von der Gefahr der »Geldverschwendung« spricht ein Christdemokrat. Eine »festgefahrene Situation« sieht die Grüne Kerstin Andreae. Die SPD-Abgeordnete Edelgard Bulmahn warnt die Kollegen davor, eine »Riesenchance« zu verschenken.
Eine Chance für die Politik? Die gibt es, weil seit Ausbruch der Finanzkrise immer mehr Bürger am Wirtschaftssystem zweifeln. Ökokrise und wachsende soziale Ungleichheit verstärken das Unwohlsein noch. Kluge Systemkritik könnte also mehr Zuhörer finden denn je. Das hätte sich die Enquetekommission zunutze machen und nach interessanten, überparteilichen Vorschlägen für ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem suchen können. Genau für einen solchen Fall organisiert der Bundestag eine Enquetekommission: wenn ein Thema zu kompliziert ist für das Alltagsgeschäft und zu wichtig, um es zu ignorieren oder ideologischen Grabenkämpfen zu überlassen.
Anfangs schien die Wachstumsenquete diesem Anspruch auch noch gerecht zu werden. Sie lud interessante Experten ein, hörte Vorträge über Lebensqualität, Umweltzerstörung und Effizienz. Sie produzierte überparteiliche Papiere, wie das von Michael Müller (SPD) und Matthias Zimmer (CDU) über den Fortschritt. Und sie ließ sich Neuigkeiten zuliefern, wie eine Studie über den Rebound-Effekt. Der sorgt dafür, dass grünes Wachstum bisher in keiner Volkswirtschaft funktioniert. Alle Einsparungen, die neue Umwelttechnik ermöglicht, werden durch stärkeren Verbrauch wieder zunichte gemacht. Wir leben immer grüner, dafür aber auf immer größerem Fuß.
Trotz solcher Erkenntnisse blieb die Enquetekommission in der Öffentlichkeit weitgehend wirkungslos. Denn über die nötigen Konsequenzen wurde nicht oder hinter verschlossenen Türen debattiert. Etwa über die Frage, ob die Politik weiter Wachstum fördern soll. Oder ob das Bruttoinlandsprodukt überhaupt eine sinnvolle Zielgröße ist. Oder wie man in Zeiten sinkender Wachstumsraten noch gute Politik machen kann.




Diese Feststellung des Gewerkschaftlers Reuter trifft ins Schwarze und könnte sich ebenso gut auf manche andere Entscheidung der Bundesregierung beziehen. Schon Reichskanzler von Bülow stellte fest, dass die Ideologie den Deutschen weit über praktische Erwägungen geht.
Unglücklicherweise für unsere gewählten Volksvertreter handelt es sich beim Wirtschaftswachstum um rein praktische Probleme, die sich nicht ideologisch lösen lassen.
"dass die Ideologie den Deutschen weit über praktische Erwägungen geht."
...das Gegenteil der Fall? Sowohl Medien wie Parteien sind doch fixiert auf "Realos" und "Pragmatiker", also Leute deren Fantasie arg verkümmert ist, die geschaffene Sachzwänge daher auch nicht hinterfragen und lieber REAgieren, statt zu REgieren.
"Unglücklicherweise für unsere gewählten Volksvertreter handelt es sich beim Wirtschaftswachstum um rein praktische Probleme, die sich nicht ideologisch lösen lassen."
Hast du den Artikel gelesen? Es ging um das OB, nicht um das WIE. Und selbst wenn man Wachstum will, gibt es sehr viele Wege um das zu erreichen und die sind sehr stark davon abhängig, welches Weltbild man vertritt. Glaubt man etwa an den freien Mark, an Angebotstheorie und Trickle Down oder eher an Umverteilung und staatliche Investitionen, will man Wachstum lieber im grünen Breeich, bei der Technik, bei den Spritschluckern oder in Forschung und Kultur...? Alles Ideologie.
"dass die Ideologie den Deutschen weit über praktische Erwägungen geht."
...das Gegenteil der Fall? Sowohl Medien wie Parteien sind doch fixiert auf "Realos" und "Pragmatiker", also Leute deren Fantasie arg verkümmert ist, die geschaffene Sachzwänge daher auch nicht hinterfragen und lieber REAgieren, statt zu REgieren.
"Unglücklicherweise für unsere gewählten Volksvertreter handelt es sich beim Wirtschaftswachstum um rein praktische Probleme, die sich nicht ideologisch lösen lassen."
Hast du den Artikel gelesen? Es ging um das OB, nicht um das WIE. Und selbst wenn man Wachstum will, gibt es sehr viele Wege um das zu erreichen und die sind sehr stark davon abhängig, welches Weltbild man vertritt. Glaubt man etwa an den freien Mark, an Angebotstheorie und Trickle Down oder eher an Umverteilung und staatliche Investitionen, will man Wachstum lieber im grünen Breeich, bei der Technik, bei den Spritschluckern oder in Forschung und Kultur...? Alles Ideologie.
Ist dass die Kommission die dann in Zukunft für Wohlstand sorgt oder müssen wir wieder mit Abstrichen im Erreichen diverser Planvorgaben rechnen.
[...]
Gekürzt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare und verzichten auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls
...werden wir so oder so rechnen müssen. Zumindest jene in meinem Alter Mitte 30. Und damit meine ich nicht Schulden oder ähnliche Pseudoprobleme, sondern ganz knallharte Fakten aus der Realität:
1) das Bevölkerungswachstum lässt nicht nach
2) die Meere sind zunehmend verschmutzt und leergefischt
3) die fossilen Energieträger werden weniger und aktzeptable Alternativen werden zu zögerlich umgesetzt
4) wenn wir Pech haben, stimmt das mit dem Treibhauseffekt
5) auch andere Rohstoffe werden zunehmend knapp, was zu weiteren Kriegen und Konflikten führen wird
6) D ist überbesiedelt und kann sich in Krisen und Kriegen nicht selbst versorgen und wird auch bei der Energie Probleme bekommen
Die Zukunft wird nicht rosig und umso mehr und unreflektiver wir wachsen, desto größer werden die Probleme sein.
Aber Vernunft ist nicht jedem gegeben und mancher will auch einfach nur seine Rente ohne schlechtes Gewissen auf den Kopf hauen: nach mir die Sintflut.
...werden wir so oder so rechnen müssen. Zumindest jene in meinem Alter Mitte 30. Und damit meine ich nicht Schulden oder ähnliche Pseudoprobleme, sondern ganz knallharte Fakten aus der Realität:
1) das Bevölkerungswachstum lässt nicht nach
2) die Meere sind zunehmend verschmutzt und leergefischt
3) die fossilen Energieträger werden weniger und aktzeptable Alternativen werden zu zögerlich umgesetzt
4) wenn wir Pech haben, stimmt das mit dem Treibhauseffekt
5) auch andere Rohstoffe werden zunehmend knapp, was zu weiteren Kriegen und Konflikten führen wird
6) D ist überbesiedelt und kann sich in Krisen und Kriegen nicht selbst versorgen und wird auch bei der Energie Probleme bekommen
Die Zukunft wird nicht rosig und umso mehr und unreflektiver wir wachsen, desto größer werden die Probleme sein.
Aber Vernunft ist nicht jedem gegeben und mancher will auch einfach nur seine Rente ohne schlechtes Gewissen auf den Kopf hauen: nach mir die Sintflut.
also mit softem Wachstum fürs Gewissen kann Kretsche in BaWü seine Verwaltung nicht weiter aufbauen und finanzieren. Darüber sollten die ganzen Systemkritiker und Pseudointelektuellen mal nachdenken bevor sie ständig alles in Frage stellen, was gänzlich vortrefflich funktioniert.
"was gänzlich vortrefflich funktioniert"
...Augen zu und durch, oder: hat ja bisher auch geklappt.
Tja, es gibt natürlich Berechnungen, wie lange das Öl reicht, wie sehr sich das Klima erwärmt usw. aber die muss man ja nicht glauben und sie sind so kompliziert, dass sie außer einigen sich streitenden Experten, sowieso niemand versteht.
"was gänzlich vortrefflich funktioniert"
...Augen zu und durch, oder: hat ja bisher auch geklappt.
Tja, es gibt natürlich Berechnungen, wie lange das Öl reicht, wie sehr sich das Klima erwärmt usw. aber die muss man ja nicht glauben und sie sind so kompliziert, dass sie außer einigen sich streitenden Experten, sowieso niemand versteht.
ich empfehle, eine Kurs in "Mit Kritik umgehen lernen". Dann muss vielleicht auch nicht mehr so viel gelöscht werden.
Weitere Hilfe hierzu: http://www.google.de/sear...
Sternstunde Philosophie
1. Tomas Sedlacek
http://www.sendungen.sf.t...
2. Stephane Hessel
http://www.sendungen.sf.t...
3. Michael Schefczyk und Georg von Wallwitz
http://www.sendungen.sf.t...
Viel Erkenntnisgewinn beim Schauen!
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachlich argumentierte Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachlich argumentierte Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
Unendliches Wachstum als Allheilmittel zu preisen, verdrängt die Tatsache, dass es ewiges Wachstum nicht geben kann und schon gar nicht auf hohem Niveau. Ein Wachstum von 3% bewirkt durch den Zinseszinseffekt über hundert Jahre eine Verzwanzigfachung! Und eine Wachstumsrate von 7,2% wie in China, Indien oder als Wunschdenken von Fraport, führt über hundert Jahre theoretisch zu einer Vertausendfachung. Ewiges Wachstum ist nicht die Lösung unserer Probleme, sondern deren Ursache. Politiker und Wirtschaftsbosse, denen nichts Anderes einfällt, als ewiges Wachstum zu predigen, sind dumm oder verantwortungslos oder beides.
Unendliches Wachstum kein Allheilmittel?
Die Vergangenheit hat ja gezeigt, das Wachstumspausen immer besonders schöne Zeiten waren, gelle ;-)
Das Projekt eines "rein materiell verstandenen unbegrenzten Wachstums" mündet in „Weltzerstörung“, was inzwischen nicht nur prominenten Globalisierungs- und Wachstumskritikern zu dämmern beginnt.
Dieses Wachstum "nach oben" vermehrt unseren Wohlstand schon lange nicht mehr. Es frisst ihn auf, belastet die natürlichen Ressourcen und bedroht akut Umwelt und Lebensräume - nicht nur die der Menschen.
Deshalb muss man die erste gesetzgeberische Untat der Koalition anno 2009, die Inkraftsetzung des monetär ausgerichteten "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" als rückwärts gewandtes „Zerstörungsbeschleunigungsgesetz“ bewerten, das sich bis hin auf die Ebene ent-solidarisierender zwischenmenschlicher Beziehungen auswirkt. Und somit ein "Mehr" an Zuwachs von Lebensqualität verhindert - nicht nur in der Arbeitswelt.
Der durch das Buch "Exit" populär gewordene Wachstumskritiker Meinhard Miegel meint, es sei verantwortungslos, heute noch auf das bis vor wenigen Jahren vorherrschende Wachstumskonzept zurückzugreifen.
Er für plädiert für einen Kurswechsel des "Weniger Wachstum wagen"
http://www.tagesspiegel.d...
Aber auch das ist keineswegs zukunftsfest!
Wir brauchen so wohl auf der politischen, als auch auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene ein radikales Umdenken i.S. des "Solidarprinzips der Teilhabe", dh. eines Wachstums in "die Breite", statt eines stetigen Wachstums "nach oben".
Die Richtung ist entscheidend.
der Reichen zu Begrenzen. Die Umverteilung von der Politik so Organisieren zu lassen, das von Arm nach Reich (Passiert Automatisch), und wieder von Reich nach Arm (Aktiv vom Staat) Umverteilt wird.
Dann sind Wir einem ewigen Kreislauf wieder Näher gekommen!
Die prozentuale Zunahme der erfassten, bewerteten und besteuerten Ergebnisse der Wirtschaftstätigkeit wird eben auch mit dem falschen Begriff beschrieben. Mit dem Bild dieses falschen Begriffs ("Wachstum") werden dann auch falsche Vorstellungen verbunden und transportiert. Bei den erfassten, bewerteten und besteuerten Ergebnissen (materiell = Produkte und immateriell = Dienstleistungen) der Wirtschaftstätigkeit wird leicht übersehen, dass dort nichts für die Ewigkeit geschaffen wird. Im gleichen Maße wie materielle und immaterielle Werte geschaffen werden, werden eben auch die zuvor mal geschaffenen Werte verbraucht, abgenutzt und zerstört. Es geht ja nicht um feststehende und dauerhafte Werte, sonst würden wir bereits in den von unseren Vorfahren geschaffenen Werten (Produkten) ersticken. Dem ist offensichtlich nicht so, schließlich müssen Dinge auch unterhalten und instandgehalten werden. Es würde dann auch allen bekannten naturwissenschaftlichen Gesetzen (Physik + Chemie + Biologie)widersprechen. Auch in der Natur gibt es nichts Immerwährendes, es wird aufgebaut und abgebaut. Die Frage, die man sich stellen muss, ist, welche Wirtschaftstätigkeit wir anstreben. Der promovierte und habilitierte Chemiker Michael Braungart beschreibt in seinem Buch Cradle to Cradle das Modell einer wirklichen Kreislaufwirtschaft, in der alles von Grund auf so konstruiert ist, dass es vollständig wiederverwertet wird, ganz ohne Abfall. Das ist Wohlstand für alle.
Unendliches Wachstum kein Allheilmittel?
Die Vergangenheit hat ja gezeigt, das Wachstumspausen immer besonders schöne Zeiten waren, gelle ;-)
Das Projekt eines "rein materiell verstandenen unbegrenzten Wachstums" mündet in „Weltzerstörung“, was inzwischen nicht nur prominenten Globalisierungs- und Wachstumskritikern zu dämmern beginnt.
Dieses Wachstum "nach oben" vermehrt unseren Wohlstand schon lange nicht mehr. Es frisst ihn auf, belastet die natürlichen Ressourcen und bedroht akut Umwelt und Lebensräume - nicht nur die der Menschen.
Deshalb muss man die erste gesetzgeberische Untat der Koalition anno 2009, die Inkraftsetzung des monetär ausgerichteten "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" als rückwärts gewandtes „Zerstörungsbeschleunigungsgesetz“ bewerten, das sich bis hin auf die Ebene ent-solidarisierender zwischenmenschlicher Beziehungen auswirkt. Und somit ein "Mehr" an Zuwachs von Lebensqualität verhindert - nicht nur in der Arbeitswelt.
Der durch das Buch "Exit" populär gewordene Wachstumskritiker Meinhard Miegel meint, es sei verantwortungslos, heute noch auf das bis vor wenigen Jahren vorherrschende Wachstumskonzept zurückzugreifen.
Er für plädiert für einen Kurswechsel des "Weniger Wachstum wagen"
http://www.tagesspiegel.d...
Aber auch das ist keineswegs zukunftsfest!
Wir brauchen so wohl auf der politischen, als auch auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene ein radikales Umdenken i.S. des "Solidarprinzips der Teilhabe", dh. eines Wachstums in "die Breite", statt eines stetigen Wachstums "nach oben".
Die Richtung ist entscheidend.
der Reichen zu Begrenzen. Die Umverteilung von der Politik so Organisieren zu lassen, das von Arm nach Reich (Passiert Automatisch), und wieder von Reich nach Arm (Aktiv vom Staat) Umverteilt wird.
Dann sind Wir einem ewigen Kreislauf wieder Näher gekommen!
Die prozentuale Zunahme der erfassten, bewerteten und besteuerten Ergebnisse der Wirtschaftstätigkeit wird eben auch mit dem falschen Begriff beschrieben. Mit dem Bild dieses falschen Begriffs ("Wachstum") werden dann auch falsche Vorstellungen verbunden und transportiert. Bei den erfassten, bewerteten und besteuerten Ergebnissen (materiell = Produkte und immateriell = Dienstleistungen) der Wirtschaftstätigkeit wird leicht übersehen, dass dort nichts für die Ewigkeit geschaffen wird. Im gleichen Maße wie materielle und immaterielle Werte geschaffen werden, werden eben auch die zuvor mal geschaffenen Werte verbraucht, abgenutzt und zerstört. Es geht ja nicht um feststehende und dauerhafte Werte, sonst würden wir bereits in den von unseren Vorfahren geschaffenen Werten (Produkten) ersticken. Dem ist offensichtlich nicht so, schließlich müssen Dinge auch unterhalten und instandgehalten werden. Es würde dann auch allen bekannten naturwissenschaftlichen Gesetzen (Physik + Chemie + Biologie)widersprechen. Auch in der Natur gibt es nichts Immerwährendes, es wird aufgebaut und abgebaut. Die Frage, die man sich stellen muss, ist, welche Wirtschaftstätigkeit wir anstreben. Der promovierte und habilitierte Chemiker Michael Braungart beschreibt in seinem Buch Cradle to Cradle das Modell einer wirklichen Kreislaufwirtschaft, in der alles von Grund auf so konstruiert ist, dass es vollständig wiederverwertet wird, ganz ohne Abfall. Das ist Wohlstand für alle.
angekommen ist (natürlich gibt es die "Siebenschläfer") - nun hat es auch die Reihen derer erreicht, die uns ständig ein ums andere "Wachstumsmärchen" versuchen zu suggerieren...
Herrn Henrik Enderleins Engegement in allen Ehren und auch seine Erkenntnis - aber es kann doch wohl kaum ein Mensch mit einigermaßen funktionierenden Synapsen noch an diese Mär vom ständigen Aufschwung und Wachstum in der "Warteschleife" geglaubt haben...
Sicher ist er bestimmt rasend klug; aber ich habe nicht nur die Erfahrung gemacht, dass kluge Menschen mit einem gewissen "Scheuklappenblick" leben - ich hatte vor wenigen Jahren eine sehr interessante Unterhaltung mit einem solchen klugen Kopf - allerdings war er Kardiologe (ich bin mit einem schweren Herzfehler geboren - deshalb hatte/be ich immer die (zweifelhafte)Ehre die "Promi-Behandlung" zu bekommen)...
Nun - eine der Gesetzmäßigkeiten lautet: Unsere Welt weist bestimmte Grenzen auf...
Nichts in ihr (oder auf ihr) ist deswegen befähigt "endlos" zu sein/zu wachsen...
Diese kognitive Konklusion ergibt sich rein aus der Nutzung des "gesunden Menschenverstandes mit einer Prise Intelligenz" - den zu benutzen sehr empfehlenswert ist und manchmal trotz aller Klugheit und Bildung nicht verzichtbar ist...
Die einzigen Faktoren bzgl. dieser Grenzen sind anscheinend die Gier und die Unvernunft des Menschen, die sich von dieser Endlichkeit nicht beeindrucken lassen...
Zitat Heraklit: "Vielwisserei lehrt nicht, Vernunft zu haben."
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachlich argumentierte Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
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