Christian WulffEs geht nicht

Mit jedem Tag schwinden Christian Wulffs Chancen, seine Affäre zu überstehen.

Bundespräsident Christian Wulff

Bundespräsident Christian Wulff

Er kann die Schlacht nicht mehr gewinnen. Drei Motive lassen Christian Wulff noch in seinem Schloss ausharren: der feste Wille, es einigen Medien zu zeigen, von denen er sich reingelegt und verfolgt fühlt. Die Überzeugung, dass er am Ende seiner Amtszeit etwas Bleibendes hinterlassen kann, zum Beispiel seine Initiativen zur Integration aller in Deutschland lebenden Menschen. Und schließlich die Hoffnung, dass irgendwann seine Affäre verdrängt und vergessen sein wird.

Aber mit jedem Tag werden die Chancen, seine Affäre zu überstehen, schlechter. Spitzenpolitiker müssen mehr Kritik und Demütigungen einstecken, als es jede andere Berufsgruppe vermutlich ertragen könnte. Doch die Notwendigkeit, sich immer wieder zu verpanzern, macht Politiker nicht zu tumben Menschen. In aller Regel behalten sie ein feines Sensorium dafür, ob sie bei den Leuten ankommen oder nicht.

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Ob Empfang, Reise oder Rede – sein Amt kann Wulff nicht mehr schützen

Christian Wulff muss es geradezu physisch spüren: dass es viele Absagen beim Empfang aus Anlass der Berlinale am vergangenen Sonntag gab, weil sich offenbar schon Filmschaffende die Frage stellten, ob ihnen die Teilnahme schaden könnte, wohlgemerkt – an einer Veranstaltung des deutschen Staatsoberhaupts. Es kann Wulff nicht entgangen sein, mit welcher Respektlosigkeit ihm am darauffolgenden Tag Journalisten begegneten, als er darum bat, bei seinem Staatsbesuch in Italien wie üblich nicht über Innenpolitik, in seinem Fall also über die eigene Affäre, sprechen zu müssen. Und Christian Wulff weiß bestimmt, welche Orgie aus Spott und Häme er jetzt beim Karneval erfahren wird.

Er wird womöglich große Erwartungen in eine gründlich vorbereitete Rede setzen, die er am 23. Februar während der Gedenkfeier für die Opfer der Zwickauer Neonazi-Zelle im Konzerthaus am Gendarmenmarkt halten will.

Dieses fremdenfeindliche Verbrechen schreit zum Himmel, und Wulffs Anteilnahme ist sicher nicht geheuchelt. Aber man möchte den Beobachter kennenlernen, der dabei die Frage ausblenden kann, ob die betroffenen Migranten die Solidarität des Bundespräsidenten brauchen oder ob der Bundespräsident nicht viel eher die Rede braucht, um wieder politische Bedeutung zu erlangen. Ob Empfang, Reise oder Rede – sein Amt kann Wulff nicht mehr schützen.

Seine letzten Trümpfe stechen nicht mehr. Einer war noch bis vor Kurzem, die Kraftprobe mit den feindlichen Medien zu bestehen, weil er auch einen Teil der Bevölkerung hinter sich hatte, der bei aller Kritik am Bundespräsidenten in der nicht enden wollenden Berichterstattung eine Hetzjagd und damit eine Anmaßung von Journalisten sah. Das Aufbauschen eines Bobbycar-Geschenks und anderer Nichtigkeiten zu Geschichten auf der Seite eins hochmoralisch argumentierender Zeitungen, ganz zu schweigen von schlüpfrigen Andeutungen über frei erfundene Begebenheiten aus dem vermeintlichen Privatleben der Wulffs, ist tatsächlich eine Affäre für sich. Vermutlich wird man von den daran beteiligten Medien jedoch nie ein Wort der Selbstkritik vernehmen. Allerdings hat es Christian Wulff bis heute nicht vermocht, das, was Medien zu Recht ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückten, vollständig zu entkräften: zuallererst die bis heute nicht ganz aufgeklärten Umstände seines Privatkredits sowie die Tatsache, dass er den niedersächsischen Landtag darüber getäuscht hat; die Enthüllungen über seinen engsten Mitstreiter Olaf Glaeseker; und schließlich die erstaunliche Zuwendung, die der damalige Ministerpräsident von wohlhabenden Freunden immer wieder erhielt.

Inzwischen ist es gar nicht mehr so wichtig, ob Wulff zum Beispiel dem Filmproduzenten David Groenewold gefällig gewesen ist (auch wenn schon der Antrag auf Aufhebung der Immunität durch die emsig prüfende Staatsanwaltschaft Hannover den unverzüglichen Rücktritt zur Folge haben dürfte). Dramatischer für ihn ist, dass ihm kaum noch einer glauben kann, wenn er etwa behauptet, er habe die von Groenewold bezahlte Rechnung für einen Hotelaufenthalt auf Sylt bei seinem Gönner bar beglichen.

Zwei große Stützen hat Wulff noch. Die wichtigste ist die Bundeskanzlerin, deren Interessenlage klar zu sein scheint: Auf dem Höhepunkt ihres Ansehens will Angela Merkel sich nicht zu Verhandlungen mit der SPD herablassen, um nach dem Rücktritt Wulffs einen akzeptablen Nachfolger zu finden. Die andere Hilfe für Wulff stellt bisher das gesammelte Schweigen seiner Freunde dar – von Geerkens über Schmidt und Groenewold bis hin zu Glaeseker. Beide Stützen sind aber zweifelhaft. Die Abhängigkeit von der Kanzlerin schränkt Wulff in seiner Unabhängigkeit gegenüber der Bundesregierung ein, was schlimm genug ist. Darauf angewiesen zu sein, dass keiner seiner Getreuen sich je verplappert, muss jedoch ein Albtraum sein. Wenn es auch noch zu einem Strafverfahren gegen Olaf Glaeseker kommen sollte, dann fände die Affäre Wulff erst recht keine Ruhe mehr. Die repräsentative Demokratie braucht funktionierende Verfassungsorgane. Für das Amt des Bundespräsidenten kann Christian Wulff das nicht mehr voll gewährleisten.

Ein Ende mit Schrecken kann er nicht mehr herbeiführen, weil seine Affäre längst zu einem Schrecken ohne Ende geworden ist. Was er aber vielleicht noch tun kann, ist kapitulieren. Weil es Dinge gibt, die auf Dauer niemand ertragen kann. Christian Wulff sollte sich und uns das nicht länger antun.

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Leserkommentare
  1. Er wird es sich weiter antun - er wird versuchen, das zu machen, was der unsägliche Adolf Sauerland in Duisburg gemacht hat: bis zur Selbstverleugnung und bis zum letzten Tag seiner Amtszeit am Stuhl zu kleben. Ob das verheerende Folgen für das Rechtsempfinden hier im Lande hat, das ist ihm völlig egal.

    Und Mutti hat ja schon Peterchen Hintze, den CDU-Mann für's Grobe zur Verteidigung geschickt. Mutti kann sich Wulffs Rücktritt überhaupt nicht leisten.

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    "Und Mutti hat ja schon Peterchen Hintze, den CDU-Mann für's Grobe ..."

    Ich will Ihnen nicht widersprechen; aber es ist irgendwie schon possierlich, Peter Hintze, den Prototypen eines Warmduschers, als "Mann fürs Grobe" zu bezeichnen.
    Gleichwohl, wie gesagt, Sie haben durchaus recht. Hintzes Auftritte in den diversen Talkformaten dürfen allemal als "argumentativ grobmotorisch" bezeichnet werden.

    "Und Mutti hat ja schon Peterchen Hintze, den CDU-Mann für's Grobe ..."

    Ich will Ihnen nicht widersprechen; aber es ist irgendwie schon possierlich, Peter Hintze, den Prototypen eines Warmduschers, als "Mann fürs Grobe" zu bezeichnen.
    Gleichwohl, wie gesagt, Sie haben durchaus recht. Hintzes Auftritte in den diversen Talkformaten dürfen allemal als "argumentativ grobmotorisch" bezeichnet werden.

  2. Jawohl, das ist es meiner Ansicht nach schon lange, was Frau Merkel diesbezüglich macht, indem sie Herrn Wulff demonstrativ den Rücken stärkte und bis jetzt noch nicht die notwendige Kurve gekriegt hat!

    9 Leserempfehlungen
    • js.b
    • 16.02.2012 um 15:11 Uhr

    Giovanni di Lorenzo gilt meine Hochachtung, denn er argumentiert so differenziert, wie ich es bei diesem Thema bislang fast nirgendwo gehört oder gelesen habe. Selten wurde z. B. so klar ausgesprochen, was auch manche Journalisten an zweifelhaftem Verhalten an den Tag gelegt haben und immer noch legen - das Bobby Car war der vorläufige Gipfel der Lächerlichkeit, an dem sicher viele aufgewacht sind und gemerkt haben, wie eine "Kampagne" funktioniert.

    Dennoch folgt Herr di Lorenzo letztlich derselben Argumentation wie ein Großteil der Rücktritts-Befürworter: Herr Wulff ist nicht mehr glaubwürdig, er kann daher sein Amt nicht mehr ausfüllen, das reicht für Rücktritt. Was aber hieße das in der Konsequenz? Es hieße: Wann immer jemand wiederholt eines Falschverhaltens beschuldigt wird, ist er nicht mehr tragbar, denn man wird zukünftig immer wieder diese Vorwürfe im Hinterkopf haben. Anders gesagt: Es reicht bereits, nur Vorwürfe in den Raum zu stellen, um jemanden "abzusägen" - Beweise braucht es keine mehr, denn "das Amt", "die Glaubwürdigkeit" und ähnlich nicht objektiv Fassbares sind ja vorher schon erfolgreich beschädigt. Denken Sie das mal zu Ende, Herr di Lorenzo, und fragen Sie sich, ob das - abgesehen vom Fairness-Gedanken - unserer politischen Kultur gut täte.

    Ich hoffe daher nach wie vor, dass Wulff standhaft bleibt und dem NICHT nachgibt. Es wäre ein falsches Signal und eine Ermutigung vieler, auf dieselbe Art und Weise auch noch andere aufs Korn zu nehmen.

    Eine Leserempfehlung
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    Die Aufforderung, Wulff möge durchhalten und bleiben, geht davon aus, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, sie also unberechtigt erfolgen, und dass dies entscheidend sei. Es ist eine Frage der Wertung, ob Wulff sich fehlerhaft verhalten hat oder nicht. Für viele ist aber inzwischen etwas anderes entscheidend: es kommt gar nicht mehr darauf an, ob Wulff "wirklich" Dreck am Stecken hat, sondern nur darauf, dass er ständig den Anschein dafür erweckt. Das ist etwas anderes als ein haltloser Vorwurf, den Sie unterstellen. Nehmen Sie das Beispiel Übernachtung auf Sylt gegen Barzahlung: Wir werden wohl nie klären oder beweisen, ob Wulff dem befreundeten Unternehmer die sieben- oder achthundert EURO bar bei Abreise gab - könnte sein. Wulff hat aber das Zimmer von dem Freund zunächst buchen und auch bezahlen lassen. Das ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern auch angreifbar. Denn er hat damit den Anschein erweckt, auf Kosten des Freundes übernachtet zu haben - alles sieht wie eine Einladung aus. Auch wenn er nachher bezahlt haben sollte - was ich selbst nicht glaube -, bekommt er in keinem Fall den Anschein wieder weg. Und den hat er selbst ohne jede Not gesetzt. Das nimmt ihm seine Glaubwürdigkeit und deshalb muss er gehen - und nicht für den möglicherweise niemals erweislichen Vorwurf, er habe umsonst übernachtet.

    • js.b
    • 16.02.2012 um 16:56 Uhr

    Sie schreiben sinngemäß: Ihm ist zwar nichts nachzuweisen, aber "er erweckt ständig den Anschein", als habe er Dreck am Stecken.

    Soll das wirklich ausreichen? Oder entscheidet nicht zurecht einzig und allein das Gesetz darüber, ob jemand Dreck am Stecken hat oder nicht? Ansonsten funktioniert das Urteil über Wulff (und andere) so wie Gerüchte in einem Kaffeeklatsch-Dörfchen. Das kann´s ja wohl nicht sein.

    ...wenn dieser Lügner und notorische Schnorrer, der täglich allen ehrlichen Bürgern ins Gesicht spuckt, das höchste Amt des Staates innehat?!?
    Gerade dieser Herr hat als erster mit dem Finger auf andere gezeigt, wenn es um Fehlverhalten und Rücktritt ging. Es ist doch völlig unbestritten, dass er aus Prinzip schamlos bei jeder Gelegenheit die Hand aufgehalten hat und sich für seine Gönner denn auch politisch eingesetzt hat. Man kann den Zusammenhang zwischen beidem nun auch nach dem gefühlt hundertundzehnten Fall weiterhin hartnäckig leugnen ("er hat eben immer bar gezahlt resp. nichts gewusst"). Für jeden denkenden Beobachter aber dürfte die Vorteilsnahme im Amt, wenn auch (noch) nicht direkte Bestechung, mittlerweile offenkundig sein! Sie verschließen vor dem unehrenhaften Verhalten des Herrn W. krampfhaft die Augen und fordern den gerichtsfesten Beweis einer Straftat - aber der ist nur für ein Amtsenthebungsverfahren (das hoffentlich kommen wird) vonnöten. Für einen Rücktritt haben bisher - jedenfalls bei den von Wulff seinerzeit kritiserten Politikern - das Fehlverhalten und ein Minimum an Einsicht und Anstand gereicht. Darauf warten wir hier vergeblich. Stattdessen erleben wir trotzige Dickfelligkeit in Schloss "Parvenu" und im Jammertal der Talkshows einen geifernden Herrn Hinze, der sich nicht entblödet, öffentlich die Einführung der Zweiklassenjustiz herbeizukrähen. Wenn das Ihre Vorstellung von "politischer Kultur" ist, na dann gute Nacht!

    Die Aufforderung, Wulff möge durchhalten und bleiben, geht davon aus, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, sie also unberechtigt erfolgen, und dass dies entscheidend sei. Es ist eine Frage der Wertung, ob Wulff sich fehlerhaft verhalten hat oder nicht. Für viele ist aber inzwischen etwas anderes entscheidend: es kommt gar nicht mehr darauf an, ob Wulff "wirklich" Dreck am Stecken hat, sondern nur darauf, dass er ständig den Anschein dafür erweckt. Das ist etwas anderes als ein haltloser Vorwurf, den Sie unterstellen. Nehmen Sie das Beispiel Übernachtung auf Sylt gegen Barzahlung: Wir werden wohl nie klären oder beweisen, ob Wulff dem befreundeten Unternehmer die sieben- oder achthundert EURO bar bei Abreise gab - könnte sein. Wulff hat aber das Zimmer von dem Freund zunächst buchen und auch bezahlen lassen. Das ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern auch angreifbar. Denn er hat damit den Anschein erweckt, auf Kosten des Freundes übernachtet zu haben - alles sieht wie eine Einladung aus. Auch wenn er nachher bezahlt haben sollte - was ich selbst nicht glaube -, bekommt er in keinem Fall den Anschein wieder weg. Und den hat er selbst ohne jede Not gesetzt. Das nimmt ihm seine Glaubwürdigkeit und deshalb muss er gehen - und nicht für den möglicherweise niemals erweislichen Vorwurf, er habe umsonst übernachtet.

    • js.b
    • 16.02.2012 um 16:56 Uhr

    Sie schreiben sinngemäß: Ihm ist zwar nichts nachzuweisen, aber "er erweckt ständig den Anschein", als habe er Dreck am Stecken.

    Soll das wirklich ausreichen? Oder entscheidet nicht zurecht einzig und allein das Gesetz darüber, ob jemand Dreck am Stecken hat oder nicht? Ansonsten funktioniert das Urteil über Wulff (und andere) so wie Gerüchte in einem Kaffeeklatsch-Dörfchen. Das kann´s ja wohl nicht sein.

    ...wenn dieser Lügner und notorische Schnorrer, der täglich allen ehrlichen Bürgern ins Gesicht spuckt, das höchste Amt des Staates innehat?!?
    Gerade dieser Herr hat als erster mit dem Finger auf andere gezeigt, wenn es um Fehlverhalten und Rücktritt ging. Es ist doch völlig unbestritten, dass er aus Prinzip schamlos bei jeder Gelegenheit die Hand aufgehalten hat und sich für seine Gönner denn auch politisch eingesetzt hat. Man kann den Zusammenhang zwischen beidem nun auch nach dem gefühlt hundertundzehnten Fall weiterhin hartnäckig leugnen ("er hat eben immer bar gezahlt resp. nichts gewusst"). Für jeden denkenden Beobachter aber dürfte die Vorteilsnahme im Amt, wenn auch (noch) nicht direkte Bestechung, mittlerweile offenkundig sein! Sie verschließen vor dem unehrenhaften Verhalten des Herrn W. krampfhaft die Augen und fordern den gerichtsfesten Beweis einer Straftat - aber der ist nur für ein Amtsenthebungsverfahren (das hoffentlich kommen wird) vonnöten. Für einen Rücktritt haben bisher - jedenfalls bei den von Wulff seinerzeit kritiserten Politikern - das Fehlverhalten und ein Minimum an Einsicht und Anstand gereicht. Darauf warten wir hier vergeblich. Stattdessen erleben wir trotzige Dickfelligkeit in Schloss "Parvenu" und im Jammertal der Talkshows einen geifernden Herrn Hinze, der sich nicht entblödet, öffentlich die Einführung der Zweiklassenjustiz herbeizukrähen. Wenn das Ihre Vorstellung von "politischer Kultur" ist, na dann gute Nacht!

  3. Nachdem die Worte "wulffen" und "guttenbergen" schon Einzug in die deutsche Umgangssprache gehalten haben, gibt es eigentlich schon das Wort merkeln? Also als Synonym für "aussitzen". Genau das ist es, was Herr Wulff momentan praktiziert.
    Dies bekommt er von "unserer" Kanzlerin auch in Perfektion vorgemacht...

    Eine Leserempfehlung
    • angste
    • 16.02.2012 um 15:16 Uhr

    Das Moralgeschwafel der Medien finde ich widerlich.
    ----

    So geht es mir beim Moralgeschwafel von Wulff so:

    ... Es darf gar nicht erst zur Korruption kommen, sondern es muss der Anschein von Korrumpierbarkeit, von Abhängigkeiten, von Sponsoring von Politik und Politikern vermieden werden.

    Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“

    „Das Versagen von Eliten bedroht langfristig den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, in der Gesellschaft. Wer sich zur Elite zählt und Verantwortung trägt, darf sich eben auch nicht in eine eigene abgehobene Parallelwelt verabschieden.“

    „Wer zur Elite eines Landes gehören will, muss auch Vorbildfunktion und Verantwortung übernehmen – ohne Wenn und Aber"....
    ---

    Nichts, aber auch gar nichts davon hat Wulff selbst beherzigt.

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • star
    • 16.02.2012 um 15:26 Uhr

    Ich leide physisch darunter, dass hier ein Grundprinzip unseres Rechtsstaates offensichtlich von einem Teil unserer Bevölkerung ohne Rücksicht auf Verluste dem Verfall preisgegeben wird.

    Wer das Unschuldsprinzip zur Disposition stellt, gibt unserem demokratischen Rechtsstaat den Todesstoß!

    Paul Haverkamp, Lingen

    ... dass man Wulff ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis stecken will.

    Das nachweisbare Verhalten reicht m. E. vollkommen aus, um zurücktutreten.

    Oder wollen Sie etwa, dass es bis zur Gerichtsvergandlung gegen den B P kommen muss?

    Allein die Tatsache, das gegen seinen engsten Vertrauten ermittelt wird, finde ich im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den BP selbst sehr unschön!

    • star
    • 16.02.2012 um 15:26 Uhr

    Ich leide physisch darunter, dass hier ein Grundprinzip unseres Rechtsstaates offensichtlich von einem Teil unserer Bevölkerung ohne Rücksicht auf Verluste dem Verfall preisgegeben wird.

    Wer das Unschuldsprinzip zur Disposition stellt, gibt unserem demokratischen Rechtsstaat den Todesstoß!

    Paul Haverkamp, Lingen

    ... dass man Wulff ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis stecken will.

    Das nachweisbare Verhalten reicht m. E. vollkommen aus, um zurücktutreten.

    Oder wollen Sie etwa, dass es bis zur Gerichtsvergandlung gegen den B P kommen muss?

    Allein die Tatsache, das gegen seinen engsten Vertrauten ermittelt wird, finde ich im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den BP selbst sehr unschön!

  4. ...auch hier nachzulesen:
    http://de.wikipedia.org/w...

    Das mit dem steuerfrei hatte ich mal gelesen, finde es aber nicht mehr. Unter:
    http://de.wikipedia.org/w...
    stehen die Regeln, aber ich weiß nicht genau ob und welche davon noch gültig sind, bzw. durch andere Regelungen ersetzt wurden...

    "Der volle Ehrensold steht auch seinem Vorgänger zu, der vorzeitig Schluss gemacht hat."

    Nur wenn:
    "Dieser steht dem Altpräsidenten zu, wenn er "mit Ablauf seiner Amtszeit oder vorher aus politischen oder gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt"[2] ausscheidet"
    http://de.wikipedia.org/w...

    Was hatte Köhler denn angegeben?

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