Finanzkrise : Was besser werden muss

In welche Richtung muss die Ökonomie sich weiterentwickeln, so dass künftig mehr Wohlstand und weniger Krisen entstehen?

Finanzinstitutionen erforschen

Es kann einem schwindlig werden: Manche Makroökonomen haben sich schon damit abgefunden, dass sie die komplizierten mathematischen Modelle zur Erklärung und Vorhersage von Entwicklungen mit ihrer Unzahl von Algorithmen und einzuspeisenden Variablen gar nicht mehr durchschauen. Sie haben sich daran gewöhnt, dass die Einsichten größerer Geister in Computercodes gegossen sind: Die richtigen Eingaben werden schon die richtigen Antworten ergeben.

Tatsächlich funktionieren solche Computersimulationen in vielen Bereichen. Wie wirken Zinsveränderungen der Notenbank? Wie verändern neue Steuern die Wirtschaft? Da spucken die Modelle hochkompetente Antworten aus, und Ricardo Reis von der Columbia University in New York ist "voller Optimismus", dass sie bald noch besser werden. Doch was passiert, wenn die Finanzmärkte verrückt spielen, wenn Bankenzusammenbrüche das Netz der Finanzströme zerreißen? Da versagen die meisten Modelle. Ein Crash ist nicht vorgesehen.

Der Grund ist nicht etwa, dass Ökonomen zu wenig über die Funktionsweise von Finanzmärkten geforscht hätten. Einige haben sogar wie die US-Ökonomin Carmen Reinhart in jahrelangen Studien jeden einzelnen Crash der Wirtschaftsgeschichte vermessen und verzeichnet. Ihre Erkenntnisse sind aber selten in die großen, gängigen Modelle der Gesamtwirtschaft eingebaut worden – nach dem Motto: Man kann ja nicht alles überschauen, und in den vergangenen Jahrzehnten funktionierten die Finanzmärkte ja ganz gut. So kam es, dass die Standardmodelle so wenig Alarm auslösten.

Viele Fragen, die die Ökonomen künftig im Blick haben müssen: Wann können Ausschläge der Finanzmärkte ganze Volkswirtschaften in den Abgrund stürzen? Wer hat welches Kreditrisiko auf sich genommen? Welche Bank ist von welcher anderen abhängig? Wer ist too big to fail, wer too interconnected to fail ? Und auch: Wer könnte ein Interesse daran haben, dass Wirtschaftsforscher zu besonders gut bezahlten Vorträgen eingeladen werden, in denen gern die These vom effizienten Finanzmarkt vertreten wird? Welche Institutionen profitieren davon, wenn es am Finanzmarkt wild auf- und abgeht? Welches sind die finanziellen Anreize der Angestellten von Rating-Agenturen, die über die Kreditwürdigkeit von Banken, Unternehmen und Ländern bestimmen?

Menschen kennenlernen

Es ist eine Karikatur im Umlauf: Der Volkswirt von heute verstehe die Menschen nicht mehr. Seine Theorien stütze er einzig darauf, dass er seine Mitbürger für eigennützige Bestien hält. Kein Wunder, dass die Volkswirte in der Krise versagt haben !

Dabei untersucht spätestens seit den siebziger Jahren eine breite Strömung in der Volkswirtschaftslehre das tatsächliche Verhalten der Menschen, Verhaltensökonomen wie Amos Tversky und Daniel Kahneman. Sie arbeiten mal mit Psychologen und Neurowissenschaftlern, mal mit Spieltheoretikern und zunehmend auch in Laborversuchen mit echten Menschen. Und sie räumen wie der Bonner Ökonom Reinhard Selten schon mal einen Nobelpreis ab.

Die Einsichten der Professoren werden heute viel genutzt, beim Aufbau schlagkräftiger Unternehmen wie auch beim Design ganzheitlicher Gesundheitsprogramme. Doch ausgerechnet wenn es um das Große und Ganze geht, um Währung, Konjunkur und Krisen, bleiben sie außen vor. Es ist so ähnlich wie bei der Forschung an den Finanzmärkten. Erklären Ökonomen das Verhalten sehr vieler Menschen in einer Volkswirtschaftslehre, lassen sie verhaltensökonomische Einsichten vielfach unter den Tisch fallen. Nicht selten mit dem verständlichen Argument, dass es bei großen Menschenmassen nicht mehr viel ausmache, wie der Einzelne ticke.

Verhaltensökonomie und Makroökonomie künftig doch enger zusammenrücken zu lassen – das gilt als technisches Minenfeld. Aber auch als ein Ort, an dem der nächste große Durchbruch der Disziplin erwartet wird.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

84 Kommentare Seite 1 von 7 Kommentieren

Die wollen das System analysieren und verbessern?

Wie kann man ein System verbessern, wenn das System, welches unsere Bedürfnisse befriedigen sollte, die Knappheit zum funktionieren braucht?

Ein System welches auf Knappheit basiert, kann keinen Mangel beheben - denn das würde das System zerstören. Ein Unternehmer, der in diesem System mit seinem Privatvermögen haftet, wird doch nicht bewusst das eigene Unternehmen in den Sand setzen?

Es funktioniert nicht - außer man schüttet diesem System viel mehr soziale Mechanismen rein. Das würde die jetzige Krise lösen, aber es würden immer noch viele Probleme bestehen.

Zwei der Probleme:

- Ein Unternehmen weiß nie, wieviel nachgefragt wird. Diesbezüglich muss dieser immer mehr Geld in Werbung stecken, aber auch ressourcen- und Arbeitskraftverschwänderisch handeln. Es kann auch sein, dass die Waren sich überhaupt nicht verkauft werden.

- Der technologische Fortschritt wird hier auch behindert. Wenn man sich ansieht das Erfindungen mit Patenten geschützt werden, so können Marktführer Technologien zurückhalten, um das eigene Geschäftsmodell nicht zu gefährden (obwohl das neue effizienter an Ressourcen und Arbeitskraft wäre).

Die wollen das System analysieren und verbessern? (Teil II)

Und das sind nur zwei von vielen Beispielen, was Konkurrenz und dieses System verursacht. Effizienz spielt keine Rolle, sondern der Profit und die Marktmacht. Und da Konkurrenz (durch Kapitalvorteile) immer zu Marktaufkäufen und somit der Festigung dienen, wird es Korruption in der Politik durch Konzerne immer geben.

Man kann sehen was von der Vernunft in diesem System bleibt.

Vielen Dank!

Vielen dank für den Link! Ich hab mir die 1:30 Stunden Zeit genommen und hatte auch schon davor von dem Professor gehört und gesehen. Er war einmal zu Gast bei Beckmann neben Theo Waigel und Philipp Rösler. Ich hab gehofft, dass er ansatzweise die Poltiker beeinflusst, doch bin ich mir sicher das diese sich nicht trauen würden neues zu wagen.

Auch wenn wir mulmig war bei manchen Ideen find ich das in seiner Gesamtheit sehr gut und sollte auch mehr Beachtung genießen.

Einen Versuch wert

Ich habe den Link zu diesem Video selbst vor ein paar Tagen in einem Kommentar gepostet.

Ich finde es sollte ausprobiert werden und zwar erst einmal im gleichen Maßstab, wie die bereits vorhandenen Regiogeldinitiativen.

Das absurde bei der ganzen Debatte um die Ökonomie ist doch, dass alle möglichen Akademiker und Wissenschaftler der VWL, BWL und damit zusammenhängender Psychologie der Wirtschaftsteilnehmer, die in den Mainstreammedien Beachtung finden, an einem kranken System herumdoktern. Kaum einer stellt aus Angst um seine Reputation und Karriere das Geldsystem an sich in frage.
So wird das nichts.

MfG
AoM

These von der Schuldgeldkatastrophe ist Unsinn

Die hier in den ZEIT Online-Kommentaren immer wieder geäußerte Idee, dass das Schuldgeld uns zwangsweise durch exponentiale Ausweitung in die Krise führt, ist einfach falsch. Kurzbegründung: Geld wird auch ohne Schulden geschaffen, z.B. wenn eine Bank ein Gebäude kauft, Angestellte bezahlt, oder die Rechnungen für die laufenden Aufwendungen (Heizung, Papier, Büromieten) begleicht.

Es gibt bei komplexen Fragestellungen immer Menschen, die die Lösung an einem einzigen Punkt sehen, und solche Vereinfachungen haben eine große Faszination, sind aber falsch. Dies ist ein solcher Fall.

Volkswirtschaftliche Debatten ums richtige Geld

Kommentar 12: "Kaum einer stellt aus Angst um seine Reputation und Karriere das Geldsystem an sich in frage.
So wird das nichts."

Das wieder eine von den Aussagen über Volkswirtschaftslehre, die nett-abfällig daher kommt und absolut falsch ist. Ich habe nichts dagegen, dass Menschen nicht viel von Volkswirtschaftslehre wissen, denn es ist ein zu komplexes Feld. Ärgern tut es mich allerdings, dass viele Unwissende glauben, eine qualifizierte Meinung dazu abgeben zu können.

Zur Sache: Es gibt in der Geschichte der Volkswirtschaftslehre ausgiebige Debatten um Metallgeld vs. Buchgeld, über Doppelmetallwährungen, über das Funktionieren des Goldstandards, usw. seit spätestens dem 19. Jahrhundert bis heute. Am Ende der Debatte hat sich der Konsens herausgebildet, dass Buchgeld funktioniert, vorausgesetzt, es wird angemessen reguliert. Es gibt aber noch Leute, die den Goldstandard wieder haben wollen. Wer sich informieren will, muss in die Bibliothek gehen und eine Menge alter Bücher lesen.

Geldsystem

Ich gehöre ebenfals eher zu den inzwischen weit mehr interessierten Laien. Daher möchte ich eher eine Frage Formulieren. Es wirkt So , als seinen Sie eher vomFach.

Ist es nicht So, dass bei der Kreditvergabe und der GEldschöpfung, der Fällige Zins nie mitgeschöpft werden, Und gesamtwirtschftlich, der Zins letztlich nur durch Wachstum und die Ausweitung der Gesamtwirtschaft eingebracht werden kann ? Wobei die nächste Kreditnehmer- generation grundsätzlich vor dem Selben Problem steht ?

Wenn ich das im grunde richtig verstanden habe, bedeutet dieses doch , dass das System ohne Wachstum nicht funktionieren kann.

Dazu hier ein Kommentar des britischen Ökonomen "Richard Douthwaite ", der leider vor kurzem verstorben ist.

http://vimeo.com/22941643 ca 5min video..

Wie im Artikel erwähnt halte ich einige der Grundparameter der sagen wir mal "standart Volkswirtschaft" für geradezu grotesk.

1. Die Umwelt ist nur ein Input in die Ökonomie und nicht ein Teilsystem...

2. Menschen handeln lediglich egoistisch rational..

3. Unentgeltliche Arbeit ist keine (Hausfrauen oder Freiwillige Helfer)

4. Wachstum ist ewig möglich und wir werden ewig Substitute haben, wenn einer der Grundstoffe ausgeht.. Öl....)

Ich meine man sollte an einer Postwachstumsökonomie Arbeiten. Der einzige Prof. den ich dafür im Deutschsprachigen Raum kenne und Peak Oil versteht ist Prof. Dr. Niko Paech

http://vimeo.com/26490404

was halte Sie davon ?

Alle Modelle sind Vereinfachungen

Modelle, also die geistigen, teilweise auch mathematisch-computermäßigen Versuche, die Wirklichkeit in Begriffe zu fassen, sind Vereinfachungen, Abstraktionen. Denn die Wirklichkeit ist zu kompliziert.

Welche Vereinfachungen akzeptabel sind und welche nicht, hängt von der Fragestellung ab. Für unterschiedliche Fragestellungen sind unterschiedliche Vereinfachungen zuständig. Der Fußballreporter spricht nicht über die Molekularprozesse in den Fußballerbeinen oder wie der Ball hergestellt wurde - mit Recht.

Die von Kommentator 23 aufgeführten vereinfachenden Annahmen (Die Umwelt ist nur ein Input in die Ökonomie und nicht ein Teilsystem, Menschen handeln lediglich egoistisch rational, Unentgeltliche Arbeit ist keine, Wachstum ist ewig möglich) sind für konjunkturelle Fragestellungen kurzer Frist in vielen Fällen durchaus akzeptabel und dienen auch einem ersten Verständnis von Märkten. Für andere Fragestellungen muss man dann erweitern: wer langfristige Wachstumsmodelle macht, wird die Endlichkeit der Ressourcen berücksichtigen. Wer tiefergehende Wohlfahrtsberechnungen macht, muss unbezahlte Arbeit berücksichtigen, usw. Das tun Volkswirte auch.

Traditionell wird Volkswirtschaftslehre gelehrt, in dem man mit vereinfachenden Annahmen anfängt und diese dann später je nach Fragestellung variiert. Die Frage ist also nicht, ob die o.g. Grundannahmen falsch sind (das sind sie immer), sondern ob sie eine der Fragestellung angemessene Abstraktion darstellen.

Weitere Antworten

Das sind viele Fragen, und über jede könnte man eine Doktorarbeit schreiben. Hier meine Kurzantworten:

1. Das Buchgeldsystem (von einigen "Schuldgeld" genannt) ist wirklich nicht das Problem.
2. Marktwirtschaft kann völlig ohne Wachstum bestehen.
3. Wachstum hilft allerdings beim Begleichen von Schulden, denn Schulden reduzieren sich prozentual, wenn die Einnahmen des Schuldners wachsen. Die Verringerung der Wachstumsraten der westlichen Länder über die letzten 20 Jahre machen die Schuldenprobleme akuter; dies könnte zu Insolvenzen führen.
4. Märkte, richtig eingesetzt, helfen bei der Bewältigung der Umwelt- und Ressourcenprobleme, denn höhere Preise regen Substitutionsprozesse, Innovationen und sparsameren Verbrauch an. Das sieht man gut am Öl. Viele der Umstrukturierungen, die Umweltökonomen fordern, wird der Markt "von selbst" herbeiführen, wenn man ihn einsetzt (Umweltsteuern, Umweltzertifikate), bei anderen Problemen mag man mit staatlichen Regulierungen besser fahren. Ob man getrennt davon noch eine "Postwachstumsökonomie" braucht, weiß ich nicht.

Ich hoffe das war hilfreich.

ok......

Das kann ich aus methodischer Sicht natürlich akzeptieren. Schließlich ist das auch die Heranngehensweise jeder anderen Wissenschaft. (Wobei diese anderen Wissenschaften sicherlich den vorteil haben in Versuchen verifiziert werden zu können.)

Dennoch bleibt dann natürlich die Frage..

Erweitern die Standart-Volkswirschaften die für Politische Fragen herangezogen werden Ihre Annahmen in ausreichendem Maß, dass sie für Kluge Politische Entscheidungen genutzt werden können.

Wenn man mit vielen Menchen über das Ölfördermaximum spricht, herrscht hier die Felsenfeste Überzeugung vor, man werde schon einen Ersatz finden, was dann regelmäßig in dieser grauenhaften Phrase endet...

"Die Steinzeit Endete nicht aus Mangel an Steinen."

Dahinter steht dann die Kritiklos übernommene Überzeugung, dass Finanzieller Druck IMMER für ädequaten ersatz und die optimale Auffindung neuer Resourcen sorgt.

Ich habe den Eindruck, dass die Volkswirtschaften , zumindest die, die Politischen Einfluß ausüben, der Speerspitze der Wissenschaftler in weit hinterherhinken.

Denn selbst dem Laien ist völlig zu recht Klar, dass solcherlei Annahmen völlig Absurd sind. Was also können wir Tun, die "Angemessenen /Richtigen" VW Theorien vorannzutreiben. Hier herscht ein echter Mangel.

Die Frage des richtigen Zeitpunkts

Das Vertrauen in den technischen Fortschritt, das Viele bei den langfristigen Wachstumsfragen an den Tag legen, ist in der Tat problematisch. Auf der anderen Seite: viele Probleme der Vergangenheit haben sich durch völlig unerwartete Entwicklungen von Wissenschaft und Forschung gelöst. Das Ende des Öls ist schon lange vorausgesagt worden; schon seit mindestens 40 Jahren scheint es immer etwa 30 Jahre in der Zukunft zu liegen. Mit den "Club of Rome"-Voraussagen zum Ende einer ganzen Reihe von Rohstoffen von etwa 1970 ging es ähnlich. Die Umwelt wiederum (Luft, Wasser) ist in den Industrienationen seit 1970 entschieden besser geworden.

Die Frage ist vielleicht: Lohnt es sich jetzt schon, sich über das Ende von Rohstoffen grundsätzlich Gedanken zu machen, oder ist es sinnvoller, "auf Sicht" zu fahren und die Probleme anzugehen, die sich jeweils stellen? Umgekehrt: Nützt es uns wirklich, wenn wir mit 100%iger Sicherheit wüssten, dass die fossilen Energien nicht ersetzt werden können und wir deshalb auf eine präindustrielle Produktionsweise zurückfallen werden? Was würden wir in einem solchen Fall anders tun (außer ängstlich in den Abgrund zu schauen)? Würde es der Menschheit als Ganzes wirklich nützen, zu sparen, um das Unvermeidliche um 50 Jahre hinauszuzögern?

Eine Menschen sollten sich schon Gedanken über diese Fragen machen. Aber man sollte es der Volkswirtschaftslehre nicht vorwerfen, dass es nicht alle tun.

Andere Antwort

@1: Leider begründen Sie ihre These nicht, dann könnte ich auf ein Argument eingehen. So muss ich allerdings nochmals mit meiner verkürzten "Standardtheorie" kommen:

1. Durch die Vergabe von Krediten wird mehr Geld ins System gepumpt => durch Investitionen steigt entweder die Produktivität, durch zusätzlichen Konsum die Nachfrage.
=> die Wirtschaft pendelt sich auf einem Preisniveau ein

2. Werden viele der Schulden zurückgezahlt, dann verkleinert die Geldmenge und es kommt zur Deflation und damit zum "Austrocknen" der Wirtschaft, solange nicht neue Schulden aufgenommen werden. Die Menge der Gesamtschuld darf also nicht nennenswert fallen.
3. Zinsen stellen dann ein Problem dar, wenn der Zins nicht wieder vollständig ausgegeben wird, weil damit die Geldmenge in der Realwirtschaft schrumpft und zusätzlich neue Schulden (=neues Geld geschöpft) aufgenommen werden müssen, um das Preisniveau stabil zu halten. Wird der Zinsgewinn allerdings ständig verkonsumiert, muss die Geldmenge nicht zwangsläufig wachsen. Es wäre also theoretisch durchaus denkbar, dass die Gesamtschuld respektive Geldvermögen langfristig nicht exponentiell, sondern "nur" logistisch anwachsen, da bei konstantem Schuldenniveau der Zins auch vollkommen in Giralgeld bezahlt werden kann.
Faktisch führt diese Entwicklung ohne Korrektur allerdings
zu einer enormen Ungleichverteilung auch von Realkapital.

Wenn ich ein Märchen möchte,

dann lese ich aus der Sammlung der Gebrüder Grimm oder 1001 Nacht.

"Die hier in den ZEIT Online-Kommentaren immer wieder geäußerte Idee, dass das Schuldgeld uns zwangsweise durch exponentiale Ausweitung in die Krise führt, ist einfach falsch."

http://www.sgipt.org/poli...

http://upload.wikimedia.o...

http://www.investor-verla...

http://nullpunktfeld.word...

Wunderschöne Exponentialkurven

"Kurzbegründung: Geld wird auch ohne Schulden geschaffen, z.B. wenn eine Bank ein Gebäude kauft, Angestellte bezahlt, oder die Rechnungen für die laufenden Aufwendungen (Heizung, Papier, Büromieten) begleicht."

Sicher wird Giralgeld geschaffen, nur eben nicht aus dem Nichts, wie bei Krediten. (Die lächerliche Mindestreserve ist praktisch Geldschöpfung aus dem Nichts).
Diesem Giralgeld für Betriebskosten und Gehälter steht das Eigenkapital der Bank gegenüber. Es wird also nicht zusätzliches Geld geschaffen.

Dass Themen komplex sind heißt nicht automatisch, dass es keine einfachen Lösungen gibt.

MfG
AoM

Buchgeld scheint also nicht direkt in die Katastrophe zu führen

Zu Kommentar 35: Das scheint mir weitgehend korrekt zu sein.
Im einzelnen: "2. Werden viele der Schulden zurückgezahlt, dann verkleinert die Geldmenge und es kommt zur Deflation und damit zum "Austrocknen" der Wirtschaft, solange nicht neue Schulden aufgenommen werden. Die Menge der Gesamtschuld darf also nicht nennenswert fallen."

Das ist wohl richtig. Aber warum sollte die Gesamtschuld auch nennenswert fallen? Eine prozentual gleichbleibende Gesamtschuld ist doch voll in Ordnung.
Eine weitere Größe ist übrigens die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes bzw. die relative durchschnittliche Kassenhaltung, die Schwankungen der Geldmenge ausgleichen können. Im letzten Jahrzehnt z.B. ist die Geldmenge viel stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung. Gestiegen ist also die Kassenhaltung. Das kann auch in umgekehrter Richtung gehen.

"Es wäre also theoretisch durchaus denkbar, dass die Gesamtschuld respektive Geldvermögen langfristig nicht exponentiell, sondern "nur" logistisch anwachsen, da bei konstantem Schuldenniveau der Zins auch vollkommen in Giralgeld bezahlt werden kann.
Faktisch führt diese Entwicklung ohne Korrektur allerdings
zu einer enormen Ungleichverteilung auch von Realkapital."

a) Eben, die Drohung der exponentiellen Katastrophe gilt also nicht.
b) Ich weiß nicht was "logistisch anwachsen" bedeutet.
c) Ich verstehe nicht, warum "eine enorme Ungleichverteilung auch von Realkapital" (was ist hier mit Realkapital gemeint?) die Folge ist.

Zu Punkt 3:

Genau darin liegt das Problem.

Das Schuldgeldsystem kann nur funktionieren, wenn nicht zuviel Geld gehortet wird!

Bargeld kann man unterm Kopfkissen Horten. Geld bei der Bank, mittels Schuldverschreibungen (Staatsschulden, Konsumentenkredite usw...!) für vielerlei Art.

Irgendwann reichen die Einnahmen nicht mehr aus, um die Zinsen für Schuldverschreibungen zu Bedienen! Wird dies bei den Gläubigern zur Erkenntnis, dann gibt es von Gläubigern kein Geld mehr, für die Refinanzierung von Schuldverschreibungen! Mit anschließendem Game Over!

Hätten wir keine Umlagefinanzierte Rente, müsste noch mehr Geld gehortet werden!

Das Horten von Geld in Sachvermögen ist nicht Möglich, da nach Verkauf, der Verkäufer das Problem der Geldhortung hat.

Daher: Ein Sachwert wird mit Geld Bewertet! Der Sachwert ist kein Geld! Wird immer erst dann Bemerkt, wenn eine Sache verkauft werden muss und kein Käufer sich meldet!

Sehr einfaches Kochrezept...

Verstehe ich Sie richtig?

Die einfachste Möglichkeit um den Casino die Luft abzudrehen scheint also die zu sein jeden Monat sein gesamtes Geld (mit Ausnahme dessen was abgebucht wird) abzuheben und unter das Kopfkissen zu legen. Außerdem sollte man auch möglichst keine Versicherung haben, die Kapital ansammelt und nicht spekulieren.

Eigentlich ein sehr einfaches Prinzip um Holzschuhe in eine Maschine zu stecken... ;-)

Guter Link - Aktegeld 11.

Wenn ich die Geldschöpfung in den Händen der Staaten sehen Will, geht es mir dabei um eine Korrektur. Die Umverteilung von Unten nach Oben läuft ja nicht nur über die Schiene der Zinsforderung, für die Heutigen unvermeidlichen Kredite beim Schuldgeldsystem! Die zweite Schiene läuft über Gewinnakkumulation von Unternehmen und dieses Geld fließt auch nicht Vollständig wieder zurück.

Was man mit Geld anfangen kann, steht im Kommentar 75 hier im Blog. Geld ist tatsächlich nur eine variable Mathematische Größe, abhängig von der Bewertung von Menschen!

Der Staat schöpft das Geld - Verteilt es als Bürgergeld an die Menschen - Das erhöht die Massenkaufkraft - Das erhöht den Verbrauch der Menschen und schafft Nachfrage nach Arbeitsplätzen - Erhöht die Steuereinnahmen der Staaten - Stabilisiert die Einnahmen der Sozialversicherungskassen - und viele weitere Positive Einflüsse werden folgen!

Alles Nachzulesen in den Artikeln auf meiner Profilseite.

Wenn Sie, Herr Dorfner daran Interesse haben? Einfach mal Durchlesen und mir Ihre Meinung dazu, zukommen lassen.

Nicht von meinem geschriebenem Irritieren lassen, bin ein leichter Legastheniker. Rechtschreib und sonstige Fehler bei mir Normal.

Mehr vom Gleichen

Komplexe Systeme mit Milliarden eigentständiger Akteure lassen sich zwar statistisch auswerten, bleiben aber letzendlich unvorhersagbar. Auch mit der genauesten Beobachtung und der besten Statistik ist das Verhalten Einzelner nicht deterministisch, abgesehn davon, wer will so eine "Turbo-Marktfoschung"?

Es gilt, sich von dem Gedanken der Selbstregulierung verabschieden, und zwar gerade nicht weil sich das System nicht selbst regulieren könnte, sondern weil Krisen aller Größenordnungen immer Teil dieser Selbstregulierungsprozesse sind.

Krisen lassen sich nicht vorhersagen? Vielleicht nicht auf den Tag genau, aber das ist auch garnicht nötig. Wer nur ein bißchen Verstand hat, weiss das alle Blasen irgendwann platzen und die nächste Krise schon in der Mache ist, wenn es gerade boomt. Wer schlau und noch dazu unmoralisch ist, nutz es für sich, oder tritt sich an einer der Zahlreichen lockeren Stellen dieses riesigen Misthaufens selbst eine los.

Was der Artikel wirklich sagen will ist: "Wie machen wir genau so wie bisher weiter, ohne uns einen Millimeter zu bewegen, ohne dass uns der Laden um die Ohren fliegt?"

Problematik komplexer Systeme

Kommentar 2: "Komplexe Systeme mit Milliarden eigentständiger Akteure lassen sich zwar statistisch auswerten, bleiben aber letzendlich unvorhersagbar."

Danke, Kommentator 2, völlig richtig. Ich habe nichts gegen Verbesserungen volkswirtschaftlicher Theorien, aber wer damit das Ende der Krisen erhofft, schafft Erwartungen an Volkswirte, die völlig unrealistisch sind.

Hinzu kommt, dass sich das untersuchte Objekt im Laufe der Zeit verändert. "Die Wirtschaft" funktioniert nicht mehr wie vor 30 Jahren, und in 30 Jahren wird sie wieder anders funktionieren. Gesetzt jemand hat das perfekte Modell, das die Krisen der Weltwirtschaft heute 100%ig verhindern kann, so wird dieses Modell schon morgen falsch sein. Die Krise wird kommen und alle ZEIT Online-Kommentatoren werden über die Volkswirte schimpfen, obwohl das Problem in der Natur der Sache liegt.

Wer der Komplexität der Wirtschaft entkommen will, muss zurück zur reinen Selbstversorgung. Das ist für mich okay, aber ich stelle fest, dass die meisten Menschen die Komplexität vorzuziehen scheinen, Krisen inbegriffen.

Grüße von der Iron Lady

Da geben Sie meinem Kommentar eine Richtung, die nicht vorgesehn war. Sie formulieren hier ein "Es gibt keine Alternative" Paradigma, das ist aber nicht richtig. Es gibt zig Alternativen, und ich rede dabei ausdrücklich nicht von Selbstversorgung. Es geht darum, Regulierungssysteme zu entwicklen, die den schädlichen Prozessen des Systems entgegenwirken.

Diese alternativen Konzepte sind lange bekannt, bloß werden sie nicht angewendet, oder in Salamitaktik à la Transaktionssteuer. Es ginge um den Aufbau von Regional-/Binnenwirtschaft, Ausgleich der Aushandelsbilanz, echte Kontrollen des Finanzmarktes, Schaffung schlagkräftiger Kartell- Antikorruptions- und Steuerbehörden, ... Über das Schuldgeldsystem muss man nachdenken, die grundlegende Idee des Wachstums sowie der Beurteilung desselben über das BIP, kurz eine vollständige Abkehr von den Paradigmen der heutigen Politik.

All dieses wird immer mal diskutiert, aber es wird nicht umgesetzt, und das ist Absicht. Nicht weil es nicht helfen würde, sondern gerade WEIL es helfen würde. Die staatlichen Entscheidungsprozesse sind inzwischen soweit von Fremdinteressen durchdrungen, dass ein Umsteuern unwarscheinlich scheint. Der Krebs hat längst das Gehirn erreicht.

"There is no Alternative" ist die Kernlüge dieses Systems.

Es gibt keine Alternative zu einem komplexen Wirtschaftssystem

(Zu Kommentar 36)
Man kann sich sicherlich Alternativen zu einzelnen Regelungen in unserem Wirtschaftsystem ausdenken, und insofern gibt es natürlich Alternativen. Aber dass ein hochproduktives und hochinnovatives Wirtschaftssystem immer komplex sein wird - dazu gibt es in der Tat *keine* Alternative. Ein hochkomplexes System wird auch immer wieder Ungleichgewichte abbauen müssen - wenn man dies an einer Stelle verhindert, dann wird es eben an anderer Stelle passieren. Die absolute Steuerbarkeit eines komplexen Systems ist ein unerfüllbarer Wunschtraum - hier gibt es in der Tat keine Alternative.

Was Einzelfragen angeht ("Aufbau von Regional-/Binnenwirtschaft", "Ausgleich der Aushandelsbilanz", "echte Kontrollen des Finanzmarktes", "Schaffung schlagkräftiger Kartell- Antikorruptions- und Steuerbehörden" oder Geldwesen) wird in der Tat diskutiert, und da gibt es Alternativen. Aber diese Fragen sind nicht nur deshalb schwer anzugehen, weil es "böse" Interessen gibt, die es verhindern, sie sind auch wirklich schwierig. Viele auf den ersten Blick tolle Lösungen haben ihre versteckten, aber großen Nachteile. Deswegen sollte man sich hüten, hier wild zu ändern.

Die letzte große Änderung, die Einführung des Euro (den übrigens Politiker, nicht Ökonomen durchgesetzt haben), zeigt, wie problematisch das Herumpfuschen an komplexen Systemen ist. Bei komplexen Systemen empfiehlt sich tatsächlich ein gewisser Konservatismus - jedenfalls meistens.

Pars pro Toto?

Da flüchten Sie sich aber ins Allgemeine. "Es gibt keine Alternative zu einem komplexen Wirtschaftssystem" Das ist so schwammig, wofür oder wogegen soll das ein Argument sein? Was sie wirklich wollen, ist die die Aussage "Es gibt keine Alternative (zur Struktur unseres Wirtschaftsystems)" mit einem Allgemeinplatz zu verbinden, dem jeder zustimmen kann, ja zustimmen muss, damit es im Gesamtbild so aussieht, als würde das eine auf das andere zutreffen.

Die offensichtliche Durchmischung privatwirtschaflicher und politischer Interessen, Entscheidungung, Personalien als Verschwörungtheorie abzutun gibt nicht nur ein trauriges Bild ab, es ist auch gefährlich.

Natürlich ist Wirtschaft komplex. Wie allerdings ein anderer Kommentator schon angemerkt hat, das bedeutet nicht dass es nicht auch einfache Lösungen für komplexe Probleme gibt. Sicher haben verschiedene Handlungsalternativen Vor- und Nachteile. Eine Chemotherapie hat den Nachteil, äußerst giftig zu sein, soll man also lieber konservativ abwarten, ob der Krebs von alleine zurückgeht? Ich wünsche Ihnen die Einsicht, Ihren Grundsatz nicht am eigenen Leib zu testen.

Erkären sie doch mal, welche es Nachteile hätte, die Korruption offensiv anzugehn? Die Steuerfahndung zu stärken?
Von "wild ändern" redet auch keiner, die genannten Ideen sind schließlich nicht erst gestern erdacht, und durchdacht, worden. Vieles davon wurde bereits in der BRD erprobt, und für gut befunden, im Laufe der letzen 30 Jahre aber abgeschafft.

Meine Flucht ins Allgemeine der Komplexität heißt nicht, dass ich nicht einzelne Verbesserungen diskutieren will. Sie bedeutet, dass ich nicht glaube, dass wir irgendwann eine Wirtschaft haben werden, die völlig krisenfest ist. Denn eine hochproduktive und hochinnovative Wirtschaft ist immer zu komplex um sie vollständig regeln zu können. Und wir sollten nicht Volkswirten vorwerfen, dass sie keine krisenfeste Wirtschaft bauen können: *Unmögliches kann nicht verlangt werden*.

Sicher gibt es bessere und störanfälligere Systeme, und ich behaupte nicht, dass unser jetziges System ideal ist. Ich habe nichts gegen die Steuerfahndung, solange sie nicht zu mir kommt. Korruptionskontrolle ist gut, solange dann nicht die Chinesen (die, nehme ich mal an, da nicht so zimperlich sind) alle Aufträge kriegen. Schon bei der Fusionskontrolle wird es schwierig: es *gibt* produktive Fusionen. Und Sicherstellung des Außenhandelgleichgewichts ohne freie Wechselkurse: ein regulativer Alptraum!

Aber am Beispiel von "failing states" kann man sehen, dass es durchaus bessere und schlechtere Wirtschaftssysteme gibt. Nur *perfekte*, die wird es eben nicht geben, und man sollte die echte Welt nicht an einem perfekten Idealbild messen, welches es nicht gibt. Das ist alles.

Ideal und Realität

Sicher, eine Wirtschaft ist nicht völlig berechenbar. Es stellt sich allerdings die Frage, welchen Umfang Krisen haben können, ob man nicht auch ein System haben kann dass Krisen abdämpft oder regional/sektoriell begrenzen kann.

Ich bin durchaus der Meinung, dass man einer Mehrheit derjenigen Ökonomem, die den öffentlichen Diskurs beherrschen und die Entscheidungeprozesse maßgeblich beeinflussen, einen Vorwurf machen kann. Man denke da an einen Professor Unsinn, der eben erst hier in der Zeit als einer derjenigen gerierte, der es angeblich schon vorher alles besser wusste. Es sind Mitmäuler und Ideologen wie er, die sinnvolle Verbesserungen verhindern.

Bei den Fusionen stellt sich die Frage nach der Begrenzung wirtschaftlicher Macht in den Händen einzelner, was früher in der BRD ein Konsesfähiges Ziel war. Große Wirtschaftliche Konglomerate müssen vom Staat kontrolliert werden, nicht umgekehrt, denn dann passiert genau das was gerade passiert, die richtigen Schritte werden den kurzsichtigen Interessen Einzelner geopfert.

Wenn man Failing States betrachtet, muss man immer auch äußere Einflüsse beachten. Sterben Wirtschaften, weil sie inhärent schlecht sind, oder weil sie von außen bekämpft oder ausgebeutet werden? Das Wenigste was prinzipiell funktionieren kann, funktioniert immer und überall.
Dass der Wunsch nach konkreten Änderungen Idealismus ist, kann ich nicht finden, im Gegenteil, es ist die traditionelle Wirtschaftlehre, deren Idealismus der Realität hinterherhinkt.

Vielleicht...

...sollte man zuerst anfangen "Wohlstand" zu definieren. Ansonsten läuft man allzuschnell wieder in die typische VWL-Falle, die "Wohlstand = Wirtschaftswachstum" setzt.

Der Artikel greift mir da auch zu kurz, es geht eben NICHT nur darum, bessere Prognosemethoden zu haben um etwa Finanzmarktkrisen besser vorherzusagen. Warum? Prognose und Analyse basieren auf existierenden Systemen, sie taugen nicht um etwa eine Abschaffung der Finanzmärkte zu diskutieren.

Es geht um die Zielsetzung und vor allem darum, WER die Ziele setzt.

Occupy Nobel...

"Und sie räumen wie der Bonner Ökonom Reinhard Selten schon mal einen Nobelpreis ab."

Sehr unscharf formuliert.

"Der Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel"

"Er unterscheidet sich von den Nobelpreisen darin, dass er nicht von Alfred Nobel, sondern nachträglich im Jahr 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens gestiftet wurde."

"In seinem Testament legte er [Nobel] fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. "

Quelle wikipedia

Nach einem Fernsehbericht verabscheute Nobel Theoretiker, weshalb er keinen Preis für Mathematik (oder z.B. Wirtschaftswissenschaften) aussetzte. Die Dinge, die er er für preiswürdig erachtete sollten den Menschen einen Nutzen bringen. Hätte er einen Wirtschaftsnobelpreis gewollt, dann hätte er ihn selbst gestiftet!