Unternehmerin Susanne Kaufmann: Susanne Kaufmann
Ausstrahlung zählt, nicht die Falten, meint die 41-jährige Beauty-Unternehmerin
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Die Hotelbesitzerin Susanne Kaufmann vertreibt ihre eigene Kosmetiklinie.
ZEITmagazin: Frau Kaufmann, worauf achten Sie als Erstes, wenn Sie jemanden sehen?
Susanne Kaufmann: Auf die gesunde Gesamtausstrahlung eines Menschen. Wenn jemand auf mich zukommt, habe ich manchmal das Gefühl, dass dieser Mensch hereinkommt und einfach voll und ganz da ist – das spürt man dann als Ausstrahlung. Da gibt es kein schönes und kein hässliches Gesicht, sondern nur ein stimmiges Gesamtbild.
ZEITmagazin: Sie haben eine eigene Naturkosmetiklinie auf den Markt gebracht. Wie viele Helferlein braucht man denn für eine gesunde Gesamtausstrahlung?
Kaufmann: Gute Reinigung und die passende Creme sind essenziell. Den Rest muss jede Frau für sich selbst herausfinden. Ich persönlich liebe Kosmetik und habe für jede Hautpartie spezielle Produkte. Kosmetik kann ja auch eine geistig regenerierende, wohltuende Wirkung haben – da geht es vor allem darum, sich Zeit für sich zu nehmen. Andere laufen vielleicht stattdessen oder machen Yoga. Es hat mit Bewusstwerdung über den eigenen Körper zu tun, die jeder für sich braucht.
41, lebt mit ihrer Familie in Österreich im Bregenzerwald, wo sie das Hotel Post Bezau führt. 2008 eröffnete sie das Susanne Kaufmann Spa in Berlin, seit 2004 stellt sie auch eigene Öko-Kosmetik her
ZEITmagazin: Ihre Kosmetiklinie Organic Treats ist nach ökologischen Prinzipien hergestellt. Worin sehen Sie die Hauptaufgabe moderner Kosmetik?
Kaufmann: Ganz klar: in ihrer Wirkung und in ihrer Natürlichkeit. Welche Wirkung am wichtigsten ist, ist sehr individuell. Einen Teenager mit Akne beispielsweise interessieren Falten nicht. Die Hauptaufgabe ist, sich bestmöglich an eigene, individuelle Wünsche anzupassen – es muss ein Ziel haben. Für Naturkosmetik ist es immer ein weiter Weg. Es kann schwierig sein, Produkte auf natürlicher Basis zu entwickeln, die sich großen Aufgaben stellen. Eine Sonnencreme so herzustellen ist beispielsweise sehr viel schwieriger, als einfach einen chemischen Filter einzusetzen.
ZEITmagazin: Wie gefällt Ihnen Ihr eigenes Gesamtbild? Sie sind heute 41 Jahre alt. Wie gehen Sie mit dem Altern um?
Kaufmann: Bislang ist es für mich sehr nebensächlich. Wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass ich es mal anders sehen werde. Aber Alter macht man ja nur im ersten Augenblick am Äußeren fest. Bei näherem Kennenlernen definiert sich Alter viel mehr über Ideen, Gedanken oder Sprache. Es ist die geistige Haltung, nicht die Anzahl der Falten, die das Alter bestimmt.
ZEITmagazin: Wie hat sich Ihre Haltung verändert mit den Jahren, den Erfahrungen?
Kaufmann: Als ich jünger war, fand ich vieles einfacher, weil ich es unbeschwerter angegangen bin. Ich habe direkter gehandelt, habe weniger darüber nachgedacht, was das Ergebnis sein soll. Mit der Zeit bin ich vorsichtiger geworden.
ZEITmagazin: Trotzdem haben Sie 2009 noch einmal etwas gewagt und Ihr Hotel komplett umgebaut – der Spa-Bereich ist nun eine Hauptattraktion. Wie passt der Wellness-Trend zur Tendenz, immer perfekter werden zu wollen?
Kaufmann: Was ist schon perfekt? Jeder sieht es anders. Der Wahnsinn, dass jeder nach seinem Maßstab versucht perfekt zu sein, ist heute extrem. Perfekt im Beruf sein, perfekt in der Familie sein, perfekt aussehen. Mit 40 sollen wir aussehen wie 30, mit 70 wie 50 – es macht keinen Sinn, danach zu streben.
ZEITmagazin: Wie kann man sich dem Druck entziehen?
Kaufmann: Wir werden alle immer älter, und schon allein diese Tatsache wird helfen, das Leitbild der Jugendlichkeit für alle abzubauen. Der nächste Trend, der dieses Ideal ablösen wird, wird sein, dass sich immer mehr Menschen bewusst darüber werden, dass sie wahrscheinlich ein Alter von 90 oder 100 Jahren erreichen. Die nächste Frage, die wir uns daher stellen werden und die viel mit dem Thema Wellness zu tun hat, wird lauten: Wie erhalten wir unsere Gesundheit so, dass es uns mit 90 Jahren noch Spaß macht, auf dieser Welt zu sein? Wir wollen noch fit im Kopf sein, noch gehen können, selbstständig leben. Das, was wir an Gutem haben, so lange wie möglich zu erhalten wird das Ziel sein.










eine gutaussehende 40-jährige gibt einige weise worte zum altern von sich. muss das in der ZEIT stehen?
zitat: "Wir werden alle immer älter, und schon allein diese Tatsache wird helfen, das Leitbild der Jugendlichkeit für alle abzubauen". man könnte meinen, dass dies schon einige zeit bekannt ist...
Ausstrahlung und Authentizität zählt für mich, alles andere ist Betrug. Wenn ich versuche, durch Kosmetik besser auszusehen als mein Zustand es hergibt, tue ich niemandem einen Gefallen. Das "Schönseinmüssen" ist ein ungesunder Wahn. Das hat dazu geführt, dass Millionen von Frauen sich täglich ihre Haut mit alkoholhaltigen Produkten zerstören (Glycerine aller Art etc).
Die Stunde der Wahrheit läutet, wenn die Knochen schrumpfen und der Hauttonus nachlässt. Der Gesichtsschädel wird irgendwann bei jedem Menschen kleiner. Ich möchte dann nicht die Verzweiflung sehen, wenn nichts mehr geht im "mehr scheinen als sein" außer einer Operation. Auch vergrößerte Brüste werden im Alter (Alter, nicht mit 41)nur noch scheusslich aussehen, wenn das harte Silikon in lederartigen Schläuchen herunterhängt. Die nächste OP muss dann folgen.
Schade, dass so viele Menschen es mit dem Äußerlichen so übertreiben. Nützen wird es ihnen nur eine gewisse Zeit und auch nur unter ihresgleichen. Gesundes Selbstbewußtsein und Authentizität wird auf die Dauer mehr bringen.
Wie kann mann da solche Tips ernsthaft in die Zeit setzen?
Wissen das die Macher nicht selbst?
Hätte ich den Ehrgeiz und Geld , so würde ich der Dame im Hotel mit meinen Zahnlücken begegnen, souverän, natürlich.
Aber es reicht schon, wenn ich mit dem Zug unterwegs bin...
mit diesem Artikel vorhatte. Wenn sich eine 40-jaehrige berufen fuehlt, uebers Altwerden zu sprechen, ist das echt schlimm.
Ehrlicherweise muss man zugeben, dass Frau Kaufmann darauf angesprochen wurde, welche Einstellung sie zum Altern und ihrem eigenen Altern hat. Sie drängt sich weder auf noch verkauft sie ihre Äußerungen als Weißheiten. Ab welchem Alter ist man denn qualifiziert über das Altern zu sprechen? Als Kosmetikherstellerin sollte sie sich doch bestens mit Ängsten vor dem Älterwerden und entsprechenden Ängsten auskennen. Und die kommen mitunter auch bei 40jährigen vor - auch wenn jetzt die älteren Jahrgänge mit den Köpfen schütteln.
Ehrlicherweise muss man zugeben, dass Frau Kaufmann darauf angesprochen wurde, welche Einstellung sie zum Altern und ihrem eigenen Altern hat. Sie drängt sich weder auf noch verkauft sie ihre Äußerungen als Weißheiten. Ab welchem Alter ist man denn qualifiziert über das Altern zu sprechen? Als Kosmetikherstellerin sollte sie sich doch bestens mit Ängsten vor dem Älterwerden und entsprechenden Ängsten auskennen. Und die kommen mitunter auch bei 40jährigen vor - auch wenn jetzt die älteren Jahrgänge mit den Köpfen schütteln.
...zeigen eigentlich nur, in was für einer miesepetrigen Welt wir doch leben. Endlich mal eine Frau, die mit 41 übers Älterwerden spricht und keine 20jährige, die über Schlanksein, Modellkarriere und ähnlich blasierten Dünnes faselt. Mehr davon und weniger Heidi Klum und Co.
Entfernt. Verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Die Redaktion/mak
...klingt maßlos bescheuert. Hotelbtreiberin wäre wohl der richtige Ausdruck.
meinen Sie ein Hotel zu betreiben ist ein Kindergeburtstag?
meinen Sie ein Hotel zu betreiben ist ein Kindergeburtstag?
Ehrlicherweise muss man zugeben, dass Frau Kaufmann darauf angesprochen wurde, welche Einstellung sie zum Altern und ihrem eigenen Altern hat. Sie drängt sich weder auf noch verkauft sie ihre Äußerungen als Weißheiten. Ab welchem Alter ist man denn qualifiziert über das Altern zu sprechen? Als Kosmetikherstellerin sollte sie sich doch bestens mit Ängsten vor dem Älterwerden und entsprechenden Ängsten auskennen. Und die kommen mitunter auch bei 40jährigen vor - auch wenn jetzt die älteren Jahrgänge mit den Köpfen schütteln.
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