Fluglärmstreit: Der Lärm der Mehrheit
Dürfen wir fliegen, wenn andere darunter leiden müssen?
Es liegt nahe, sich über den Protest der Fluglärmgegner zu ärgern. Man sieht sie vor sich, die jüngste Generation des Wutbürgertums, wie sie sich gerade noch ohne Anflug eines schlechten Gewissens über die Bewohner von Berlin-Reinickendorf oder des Frankfurter Ostends erhoben hat, an Bord irgendwelcher Ferienflieger, um auf den Bahamas oder den Malediven Ruhe und Erholung zu suchen. Und wie sie nun, da sich die Einflugschneisen den eigenen Wohngebieten nähern, die Menschenrechtsverletzungen in der Lärmhölle des Luftverkehrs beklagt, als hätte sie soeben ein neues Umweltproblem entdeckt.
Der Ärger über die Protestierer währt aber nur kurz. Die Demokratie kann blind sein gegenüber den Bedürfnissen von Minderheiten, und vielleicht ist es das Verdienst dieser neuen Bewegung, darauf hinzuweisen. Könnte es sein, dass diese Demonstranten ganz einfach recht haben? Dass Clara, die sich bei ihren Hausaufgaben nicht konzentrieren kann, und Giovanna, die immer müde ist, weil die Flugzeuge sie morgens viel zu früh wecken – dass ihnen und all den anderen Kindern, die ihre Eltern neuerdings zu Fluglärmdemonstrationen begleiten, wirklich Unrecht geschieht?
Ein erstes Indiz ist die Art der Argumente, die den Demonstranten entgegenschallen. Derart ungeniert verweisen Branchenvertreter und Planer auf die wirtschaftlichen Vorteile, den Standortwettbewerb der Städte, die Interessen der Luftfahrt und der heimischen Industrie, dass eine Gegenfrage naheliegt: Seit wann darf man das? Seit wann dürfen Mehrheiten Einzelnen oder Minderheiten um wirtschaftlicher Vorteile willen nahezu beliebige Schäden zufügen?
Dies ist, zugegeben, ein grobschlächtiger Einwand. Jeder kann seine Anliegen vor das Verfassungsgericht tragen, wo im Zweifel Grundrechte und Menschenwürde den Ausschlag geben. Und um beliebige Schäden geht es bei genauerer Betrachtung ja nicht, sie sind, im Gegenteil, sorgsam zugemessen. Die gerade noch zulässige Anzahl der »Lärmereignisse« pro Nacht, deren Intensität und die Höhe der Gebühren im Fall einer Überschreitung: Was Fluggesellschaften Clara und Giovanna antun dürfen, ist genau geregelt.
Es lohnt allerdings, sich klarzumachen, wie es zu diesen Regelungen kam. Nachzulesen ist das in der Urteilssammlung des Bundesverfassungsgerichts, BVerfGE 56, 54, Stichwort Fluglärm. Die erste Überraschung: Die alte, angeblich unentscheidbare Frage nach den Gesundheitsschäden ist längst höchstrichterlich entschieden: »Zumindest in Form von Schlafstörungen lassen sich Einwirkungen auf die körperliche Unversehrtheit schwerlich bestreiten.«
Und wie sind solche »Einwirkungen« zu rechtfertigen? An dieser Stelle, das ist die zweite Überraschung, wird die Rechtsfindung kafkaesk. Wie die körperliche Unversehrtheit der Bürger zu schützen sei, hätten »staatliche Organe in eigener Verantwortung zu entscheiden«, urteilte das Verfassungsgericht. Und da die Bundesregierung nicht vollständig untätig geblieben sei, sondern immerhin eine »Projektgruppe Lärmbekämpfung« gebildet, Experten angehört und Schallschutzvorschriften erlassen habe, liege der Fall einer evidenten Pflichtverletzung nicht vor – womit die Klage zweier Fluglärmopfer als »offensichtlich unbegründet« zurückgewiesen wurde. Das heißt: Was Clara und Giovanna aushalten müssen, gesundheitsgefährdend oder nicht, entscheidet innerhalb sehr weiter Grenzen die Politik.
Beruhigend ist das nicht: Im Streit um den Fluglärm steht eine vergleichsweise kleine Zahl von Geschädigten der großen Mehrheit der Nutznießer gegenüber – und die Entscheidungen in diesem Interessenkonflikt fallen in einer Sphäre, in der das Mehrheitsprinzip gilt und Kampagnenfähigkeit und Lobbyarbeit so viel wert sind wie gute Argumente.
Umso wichtiger ist es, die Argumente der Branche zu prüfen. Angeblich geht es um die Verteidigung unseres Wohlstands. Sollte dann nicht auch der Verlust an Lebensqualität und die, vorsichtig formuliert, eingeschränkte Bewohnbarkeit nicht ganz kleiner Landesteile berücksichtigt werden? Und ist es auch nur ökonomisch sinnvoll, die Gesundheit etlicher Bürger für den Gegenwert von ein paar Schallschutzfenstern zu verkaufen, um sie dann zulasten einer Solidargemeinschaft zu erheblich höheren Kosten halbwegs wiederherzustellen?
Entscheidend aber ist eine andere Frage: Was dürfen Mehrheiten Minderheiten zumuten? Versuchen wir es mit einer einfachen Antwort: nichts, was deren Vertreter nicht selbst in Kauf zu nehmen bereit wären. Würde der Fluglärmstreit nach dieser schlichten Regel entschieden, ein allgemeines Nachtflugverbot und großzügige Regelungen zur Entschädigung der Lärmopfer wären längst Gesetz.





Es liegt einzig und allein im Interesse der Wirtschaft, auch nachts zu fliegen.
Ich habe kein Problem damit, tagsüber in Urlaub zu fliegen. Aber erstaunlicherweise darf ja meistens nachts kein Personenverkehr stattfinden, sondern nur Frachtverkehr.
Liegt das Interesse also bei den Urlaubern oder vielleicht doch bei UPS?
Da kriege ich lieber mein Paket erst am Nachmittag, wenn ich dafür bei der Wohnungssuche nicht ständig checken muss, wo die Einflugschneisen liegen.
Natürlich müssen die meisten Menschen nicht nachts fliegen und auch die "Päckchen" könnten ein paar Stunden warten, aber ein Flughafen mit einer begrenzten Flugleistung pro Stunde kann in 24 h mehr bewältigen als in 12 oder 18 h.
Außerdem kosten Flugzeuge eine ganze Stange Geld, deswegen möchte man sie soweit wie möglich ausnutzen.
Was passiert, wenn nur noch tagsüber geflogen wird: Nötiger Flughafenausbau an manchen Stellen, teurere Ticketpreise und höhere Kosten für alle Ware, die vom Flugverkehr abhängig sind.
@autor:
"Seit wann dürfen Mehrheiten Einzelnen oder Minderheiten um wirtschaftlicher Vorteile willen nahezu beliebige Schäden zufügen?"
Seitdem es Kohlekraftwerke gibt. Seitdem Chemieunternehmen ihre Abfälle immer noch teulweise im Fluss versenken (kali & Salz). Seitdem Leute neben Bahnstrecken leben. Seitdem Leute neben vielbefahrenen Straße wohnen. Muss ich weiter machen?
...begrenzten Slots ihren Verkehr abzuwickeln, muss der Verbraucher hält mehr Zahlen. Letztlich bedeutet das nur etwas weniger Konsum: keine Erdbeeren zu Weihnachten für arme Leute. Und apropo Landung von Personen Transportern. Momentan hole ich meine Frau am Flughafen ab.
Natürlich müssen die meisten Menschen nicht nachts fliegen und auch die "Päckchen" könnten ein paar Stunden warten, aber ein Flughafen mit einer begrenzten Flugleistung pro Stunde kann in 24 h mehr bewältigen als in 12 oder 18 h.
Außerdem kosten Flugzeuge eine ganze Stange Geld, deswegen möchte man sie soweit wie möglich ausnutzen.
Was passiert, wenn nur noch tagsüber geflogen wird: Nötiger Flughafenausbau an manchen Stellen, teurere Ticketpreise und höhere Kosten für alle Ware, die vom Flugverkehr abhängig sind.
@autor:
"Seit wann dürfen Mehrheiten Einzelnen oder Minderheiten um wirtschaftlicher Vorteile willen nahezu beliebige Schäden zufügen?"
Seitdem es Kohlekraftwerke gibt. Seitdem Chemieunternehmen ihre Abfälle immer noch teulweise im Fluss versenken (kali & Salz). Seitdem Leute neben Bahnstrecken leben. Seitdem Leute neben vielbefahrenen Straße wohnen. Muss ich weiter machen?
...begrenzten Slots ihren Verkehr abzuwickeln, muss der Verbraucher hält mehr Zahlen. Letztlich bedeutet das nur etwas weniger Konsum: keine Erdbeeren zu Weihnachten für arme Leute. Und apropo Landung von Personen Transportern. Momentan hole ich meine Frau am Flughafen ab.
"Was dürfen Mehrheiten Minderheiten zumuten? Versuchen wir es mit einer einfachen Antwort: nichts, was deren Vertreter nicht selbst in Kauf zu nehmen bereit wären." Neeee! das ist anstrengend und kostet Geld. Laßt uns diese Minderheiten einfach als "Wutbürger" verunglimpfen, sodann noch ein wenig "Arbeitsplätze", "Der industrielle Standort XY steht auf dem Spiel" und "politisch legitimiert" über die Medien verbreiten. Kostet so gut wie nichts und ist viel wirkungsvoller.
....wie Trittin oder Merkel das formuliert haben, werden eh die meisten Flüge zu teuer werden müssen für das Gros der Fracht- und Urlaubsfluge. Dann erübrigt sich die Diskussion und das Problem. Also: Hopp! Hopp! All Ihr Grünen! Kommt endlich in die Puschen!
....wie Trittin oder Merkel das formuliert haben, werden eh die meisten Flüge zu teuer werden müssen für das Gros der Fracht- und Urlaubsfluge. Dann erübrigt sich die Diskussion und das Problem. Also: Hopp! Hopp! All Ihr Grünen! Kommt endlich in die Puschen!
die Mehrheit der Menschen in diesem Land als lebenswert ansehen würden und ebenfalls so wohnen wollen würden, hätten wir keine Schnellstraßen, keine Bahnlinien nahe Häusern und vieles weitere mehr, das die Mehrheit der Menschen gern nutzt bzw. aus der Nutzung ihren Komfort zieht.
Das ist meiner Meinung nach ein sehr schlechtes Argument.
Ich z.B. würde niemals an einer Bahnstrecke leben wollen, fahre aber oft und gerne Zug. Und nun? Bahnstrecken abbauen, die durch die gesamte Republik führen?
"...Ich z.B. würde niemals an einer Bahnstrecke leben wollen, fahre aber oft und gerne Zug. Und nun?..."
immer diese nutzlosen vergleiche mit der bahn... das ist als würde man einen roller mit einem LKW vergleichen. ich habe selber als kind in flughafennähe gelebt, konnte mich nie daran gewöhnen und empfand es als unheimlich störend und nervenaufreibend. keine minute ruhe, die flugzeuge donnerten mit vollem karacho im 20 sekunden takt(damals!) über unsere köpfe, dass man das eigene wort nicht verstand und alles erzitterte und erbebte. manchmal dachte ich so ein teil stürzt uns gleich ins haus, so nah, laut und bedrohlich war das.
ich hab aber auch mal direkt an einem bahnhof gewohnt. anfangs lässtig aber nach ein paar wochen nix mehr gehört. hat sogar spaß gemacht, war schön die züge zu beobachten.
verglichen mit flugzeugen sind züge wie das schnurren einer katze;)
"...die Mehrheit der Menschen in diesem Land als lebenswert ansehen würden und ebenfalls so wohnen wollen würden, hätten wir keine Schnellstraßen..."
schnellstraße ist sogar noch grausamer als flugzeuge. in dem fall bleibt einem wirklich nichts mehr übrig als sich ein neues zuhause zu suchen.
was für viele menschen ein ding der unmöglichkeit ist. hausbesitzer, die ihr leben lang nur für das kleine häuschen arbeiten stehen auf einmal vor einem wertlosen haufen. der wert einer immobilie sinkt sofort in den keller, niemand will sich ein haus kaufen an einer flugschneise oder an einer autobahn.
"...Ich z.B. würde niemals an einer Bahnstrecke leben wollen, fahre aber oft und gerne Zug. Und nun?..."
immer diese nutzlosen vergleiche mit der bahn... das ist als würde man einen roller mit einem LKW vergleichen. ich habe selber als kind in flughafennähe gelebt, konnte mich nie daran gewöhnen und empfand es als unheimlich störend und nervenaufreibend. keine minute ruhe, die flugzeuge donnerten mit vollem karacho im 20 sekunden takt(damals!) über unsere köpfe, dass man das eigene wort nicht verstand und alles erzitterte und erbebte. manchmal dachte ich so ein teil stürzt uns gleich ins haus, so nah, laut und bedrohlich war das.
ich hab aber auch mal direkt an einem bahnhof gewohnt. anfangs lässtig aber nach ein paar wochen nix mehr gehört. hat sogar spaß gemacht, war schön die züge zu beobachten.
verglichen mit flugzeugen sind züge wie das schnurren einer katze;)
"...die Mehrheit der Menschen in diesem Land als lebenswert ansehen würden und ebenfalls so wohnen wollen würden, hätten wir keine Schnellstraßen..."
schnellstraße ist sogar noch grausamer als flugzeuge. in dem fall bleibt einem wirklich nichts mehr übrig als sich ein neues zuhause zu suchen.
was für viele menschen ein ding der unmöglichkeit ist. hausbesitzer, die ihr leben lang nur für das kleine häuschen arbeiten stehen auf einmal vor einem wertlosen haufen. der wert einer immobilie sinkt sofort in den keller, niemand will sich ein haus kaufen an einer flugschneise oder an einer autobahn.
Bitte welche Mehrheit will oder braucht um 2 Uhr früh ein Flugzeug?
Wäre dieser Artikel ein Leserkommentar würde die ZEITRedaktion nach Belegen für diese Behauptung fragen :-)
Jeder, der Shrimps, frische Ananas, Hummer oder schnelle Briefe aus Japan haben will. Ich glaube, das sind eine Menge Leute. Aber die Industrie hätte den gesamten Verkehr schon längst auf "leiser" optimiert, wenn sich die Politiker nicht stattdessen immer wieder quer gestellt hätten. Man muss es wollen. Und Lärm kurbelt die Wirtschaft und den Konsum an, denn er muss kompensiert werden und das wird er durch Konsum. Auch daraus folgendes irrationales Verhalten fördert die Wirtschaft: Menschen, die nie zum Nachdenken kommen, konsumieren eben blinder, fahren mehr Auto etc. Alles gut für die Wirtschaft, schlecht für den Menschen. Man wird sehen, wohin das führen wird.
Jeder, der Shrimps, frische Ananas, Hummer oder schnelle Briefe aus Japan haben will. Ich glaube, das sind eine Menge Leute. Aber die Industrie hätte den gesamten Verkehr schon längst auf "leiser" optimiert, wenn sich die Politiker nicht stattdessen immer wieder quer gestellt hätten. Man muss es wollen. Und Lärm kurbelt die Wirtschaft und den Konsum an, denn er muss kompensiert werden und das wird er durch Konsum. Auch daraus folgendes irrationales Verhalten fördert die Wirtschaft: Menschen, die nie zum Nachdenken kommen, konsumieren eben blinder, fahren mehr Auto etc. Alles gut für die Wirtschaft, schlecht für den Menschen. Man wird sehen, wohin das führen wird.
Diese Diskussion lässt sich beliebig auf andere Bereiche ausdehnen, wohnhaft nahe einer beliebten "Freizeitstrasse" kann ich von Freizeitlärm zb in Form manipulierter Motorradkrampen ein (lautes) Lied singen. Interessanterweise darf ein Motorrad EU-weit so laut sein wie ein LKW. LKWs dürfen zb aufgrund ihres Lärmpegels nicht am Sonntag fahren. Niemand konnte mir bislang erklären weshalb es Motorräder dann dürfen.
Aber zurück zum Flugzeuglärm. Der Lärm wird in vielen Städten längst breit sozialisiert, für München gehen die Anflugschneisen zb bereits hinter Garmisch los, je nach Flugtrasse klagt auch der Münchner Südosten über massiven Lärm. Die Flughöhen sind vor einigen Jahren massiv gesunken, wohl auch um Kerosin zu sparen. Ich persönlich wäre dafür eine Lärmabgabe auf jedes Ticket zu packen, damit können auch betroffene Bürger die nicht direkt in der Hardcore Schneise leben die Kosten für Lärmschutzfenster und ähnliche Massnahmen erstattet bekommen.
Mittlerweile gibt es einige Studien zu der immensen Schädlichkeit von Fluglärm, den volkswirtschaftlichen Kosten, zb nehmen Anwohner nachweislich mehr Antidepressiva. Auch diese kosten müssen auf die Fluggesellschaften und damit auch auf die Passagiere umgelegt werden und nicht auf die Allgemeinheit. So mancher Flug würde sich damit sicher erledigen, über die unsinnigen Kurzstreckenflüge in die nächste Stadt wollen wir an dieser Stelle schon gar nicht mehr reden.
Autolärm betrifft noch viel mehr Menschen. Mal schauen wie mehrheitsfähig eine Lärmabgabe für Autos (Motorräder, LKWs) wäre.
Mein Vorschlag: Jeder soll aus den betroffenen Gebieten wegziehen dürfen und einen wirtschaftlichen Schaden, z.B. geringeren Wiederverkaufswert , ersetzt bekommen. Wer heute noch in die direkte Gegend eines bestehenden Flughafens zieht hat auch eine Mitschuld (Flugschneißen können sich auch ändern, das sollte jeder wissen).
Autolärm betrifft noch viel mehr Menschen. Mal schauen wie mehrheitsfähig eine Lärmabgabe für Autos (Motorräder, LKWs) wäre.
Mein Vorschlag: Jeder soll aus den betroffenen Gebieten wegziehen dürfen und einen wirtschaftlichen Schaden, z.B. geringeren Wiederverkaufswert , ersetzt bekommen. Wer heute noch in die direkte Gegend eines bestehenden Flughafens zieht hat auch eine Mitschuld (Flugschneißen können sich auch ändern, das sollte jeder wissen).
Es geht wie immer nur um Geld. Wenn man berücksichtigt wer der Nutznießer von den Erträgen des Fraport ist braucht man nur in Wikipedia nachzuschauen. Das Land Hessen ist der größte Nutznießer. Es ist gut, dass die Demonstrationen weitergehen. Es ist schon viel bewegt worden. Es demonstrieren nicht nur Rentner wie vielfach behauptet wird sondern auch Arbeitnehmer, Ärzte, Juristen und Lehrer und Kinderbetreuer(innen) von Kindergärten. Niemand davon will den Flughafen beseitigen. Die Demonstrationen wenden sich gegen die Auswirkungen des Ausbaus.
objektiver Bericht, es geht, wie immer, nur ums Geld. Die Frage ist doch: Haben die aktuell zugezogenen nicht gewusst, dass dort ein Flughafen ist? Haben sie nicht wissen wollen, dass dieser Flughafen evtl. expandiert? LEBEN sie vielleicht nicht gerade wegen dem Flughafen dort & was das wichtigste ist: sind die Bauplätze deswegen nicht günstiger als anderswo? (Würde mich nicht wundern, wenn eines oder mehrere Dinge davon zutreffen würden.)
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
....und um Wohlfahrt. Typisch für vwl Themen. Der Witz ist, dass dieses ein wohl definiertes Problem der Lehre ist mit bekannter Lösung. Komisch nur, dass dies im Artikel keine Erwähnung findet.
objektiver Bericht, es geht, wie immer, nur ums Geld. Die Frage ist doch: Haben die aktuell zugezogenen nicht gewusst, dass dort ein Flughafen ist? Haben sie nicht wissen wollen, dass dieser Flughafen evtl. expandiert? LEBEN sie vielleicht nicht gerade wegen dem Flughafen dort & was das wichtigste ist: sind die Bauplätze deswegen nicht günstiger als anderswo? (Würde mich nicht wundern, wenn eines oder mehrere Dinge davon zutreffen würden.)
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
....und um Wohlfahrt. Typisch für vwl Themen. Der Witz ist, dass dieses ein wohl definiertes Problem der Lehre ist mit bekannter Lösung. Komisch nur, dass dies im Artikel keine Erwähnung findet.
erst die Pfründe durch den D-Mark Umtausch kassieren und die hübschen Grundstücke für einen Appel und ein Ei einsacken ? Jetzt sollen sie die Düsen der neuen Zeit hören. Mitleid ? Fehlanzeige!
Ich erkenne keinen Zusammenhang zwischen dem Artikel und ihrem Stasi-Gebashe.
Schwachsinn.
Ich erkenne keinen Zusammenhang zwischen dem Artikel und ihrem Stasi-Gebashe.
Schwachsinn.
Natürlich müssen die meisten Menschen nicht nachts fliegen und auch die "Päckchen" könnten ein paar Stunden warten, aber ein Flughafen mit einer begrenzten Flugleistung pro Stunde kann in 24 h mehr bewältigen als in 12 oder 18 h.
Außerdem kosten Flugzeuge eine ganze Stange Geld, deswegen möchte man sie soweit wie möglich ausnutzen.
Was passiert, wenn nur noch tagsüber geflogen wird: Nötiger Flughafenausbau an manchen Stellen, teurere Ticketpreise und höhere Kosten für alle Ware, die vom Flugverkehr abhängig sind.
@autor:
"Seit wann dürfen Mehrheiten Einzelnen oder Minderheiten um wirtschaftlicher Vorteile willen nahezu beliebige Schäden zufügen?"
Seitdem es Kohlekraftwerke gibt. Seitdem Chemieunternehmen ihre Abfälle immer noch teulweise im Fluss versenken (kali & Salz). Seitdem Leute neben Bahnstrecken leben. Seitdem Leute neben vielbefahrenen Straße wohnen. Muss ich weiter machen?
Soweit rechnen kann ich auch. Aber genau darum geht es doch: Sind die wirtschaftlichen Vorteile es wirklich wert?
Wir sind doch hier wieder genau bei dem Punkt, dass wir nicht bereit sind, mehr für etwas zu zahlen, auch wenn es anderen massiven Schaden zufügt, solange wir selbst nicht zu den Geschädigten gehören.
Ist doch genauso wie mit den billigen Klamotten und den Hungerlöhnen der Näherinnen in Bangladesh oder sonstwo.
Oder noch näher, die Wurst vom Discounter und die mit HartzIV aufstockenden Zeitarbeiter, die von der Produktion eben jener Wurst die Miete nicht zahlen können.
Ist "sonst wird doch alles teurer!" inzwischen wirklich das Maß aller Dinge und die Entschuldigung für alles?
Da bleibe ich doch lieber "etwas naiv". Abgebrühte Geschäftsleute hat die Welt wahrlich genug.
> .... aber ein Flughafen mit einer begrenzten Flugleistung pro Stunde kann in 24 h mehr bewältigen als in 12 oder 18 h. <
Die neue Landebahn in Frankfurt ist gebaut worden damit etwa 60% mehr Starts/Landungen durchgeführt werden können und das ohne Nachtflüge. Letztere waren mit 17 nur für Frachtflüge vorgesehen. Also bitte vorher genauer informieren. Kann alles im Internet (Mediation und Planfeststellung) nachgelesen werden.
Soweit rechnen kann ich auch. Aber genau darum geht es doch: Sind die wirtschaftlichen Vorteile es wirklich wert?
Wir sind doch hier wieder genau bei dem Punkt, dass wir nicht bereit sind, mehr für etwas zu zahlen, auch wenn es anderen massiven Schaden zufügt, solange wir selbst nicht zu den Geschädigten gehören.
Ist doch genauso wie mit den billigen Klamotten und den Hungerlöhnen der Näherinnen in Bangladesh oder sonstwo.
Oder noch näher, die Wurst vom Discounter und die mit HartzIV aufstockenden Zeitarbeiter, die von der Produktion eben jener Wurst die Miete nicht zahlen können.
Ist "sonst wird doch alles teurer!" inzwischen wirklich das Maß aller Dinge und die Entschuldigung für alles?
Da bleibe ich doch lieber "etwas naiv". Abgebrühte Geschäftsleute hat die Welt wahrlich genug.
> .... aber ein Flughafen mit einer begrenzten Flugleistung pro Stunde kann in 24 h mehr bewältigen als in 12 oder 18 h. <
Die neue Landebahn in Frankfurt ist gebaut worden damit etwa 60% mehr Starts/Landungen durchgeführt werden können und das ohne Nachtflüge. Letztere waren mit 17 nur für Frachtflüge vorgesehen. Also bitte vorher genauer informieren. Kann alles im Internet (Mediation und Planfeststellung) nachgelesen werden.
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