Bundespräsident: Stellvertreter auf Erden
Der Freiheitsprediger und ehemalige Pastor Joachim Gauck überzeugt auch Atheisten. Was ist sein Geheimnis?
© Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Joachim Gauck (Archivbild)
Der wahre Prediger braucht zum Predigen keine Kanzel. Denn er steht auf keinem höheren Standpunkt als seine Gemeinde, er beugt sich aber auch nicht huldvoll herab. Wer Joachim Gauck jemals live in Aktion erlebt hat, wie er den Deutschen die Freiheit verkündet, der kann bezeugen, dass der politische Erfolg dieses Pfarrers auch auf seiner Fähigkeit beruht, in der Wüste zu predigen. Das war in den letzten Jahren sein Ort: der Konferenzsaal, das Vereinshaus, das Foyer, die Firmenzentrale und, ja, manchmal auch die Theaterbühne oder das Kirchenschiff. Er selber bezeichnete sich einmal als Handlungsreisender in Sachen Freiheit. Tatsächlich ist er ein Demokratieprediger, der am liebsten auf flachem Podest steht.
»Kinder, lasst uns erst mal was singen«, sagte er statt einer Begrüßung zu den mehreren Tausend Zuhörern in Dresdens größter Messehalle. Es war auf dem Evangelischen Kirchentag im letzten Sommer, und auch wenn auf solchen Veranstaltungen dauernd gesungen wird, erwartete man von dem Promiprotestanten Gauck natürlich die große staatstragende Rede. Die Kanzlerin im Saal nebenan forderte schließlich auch niemanden zum Singen auf. Doch Gauck wollte seine »Bibelarbeit«, die Auslegung eines Verses aus der Heiligen Schrift, nicht pfarrherrlich dekretieren, sondern gleich klarstellen: Liebe Leute, ich bin hier nicht der Wahrheithaber. Auch wenn ich als Redner geladen wurde, halte ich hier keinen Monolog.
Der Präsident soll uns nicht an die eigene Gewöhnlichkeit erinnern
Das gehört zu Gaucks besonderer Sprachfähigkeit: Er weiß, wie schwierig es ist, in einer herausgehobenen Position gleichberechtigt von Bürger zu Bürger zu sprechen. Die klassische Aufgabe des Pastors, die autoritäre Wort-Gottes-Auslegung, vergrößert diese Schwierigkeit noch. Wahrscheinlich war ihm das bewusst, als er vor der Dresdner Rede so nebenbei sagte, er sei »das eigentliche Predigen« gar nicht mehr gewohnt und habe mit dieser Bibelarbeit ziemlich gekämpft. Gern hätte er viel mehr Zeit investiert. Aber er war, wie immer, auf der Durchreise von Konferenz zu Konferenz, hatte seine Rede (die am Ende Begeisterungsstürme auslösen sollte) die Nacht durch bis vier Uhr früh fertig gefeilt. Man darf sich den Wanderprediger Gauck ja nicht inmitten einer redenschreibenden Referentenschar vorstellen. Bis letzten Sonntag hatte er nicht einmal eine eigene Sekretärin. Als wir ihn in Dresden auf dem Weg zur Messehalle zufällig trafen, da war er allein unterwegs, und am Eingang versperrten ihm zwei jugendliche Ordner den Weg (die Halle sei überfüllt), bis jemand rief: Das ist doch Joachim Gauck!
Ja, aber wer ist dieser Theologe Gauck, der auch die Atheisten für sich zu gewinnen vermag? Wieso erscheint ein gelernter Pastor plötzlich besonders geeignet, das höchste Amt eines säkularen Staates zu bekleiden? Und war es Zufall, dass auch der Bischof a. D. Wolfgang Huber als vielversprechender Kandidat genannt wurde? Anders gefragt: Wie kommt es, dass einerseits die Kirchen über leere Gottesdienste klagen und andererseits alle Herzen einem Prediger zufliegen?
»Wir suchen jetzt Züge des Andersseins«, glaubt der Katholik Wolfgang Thierse. »Nachdem der letzte Bundespräsident das Amt fast kaputtgewirtschaftet hat, ist die Not besonders groß, jemanden zu finden, der auf eine ganz andere Art Glaubwürdigkeit, Überzeugungskraft und moralische Integrität ausstrahlt.« Dass mit Gauck nun ein vorzüglicher Redner auf einen durchschnittlichen Redner folgt, ist für Thierse nicht das Entscheidende. Wichtiger sei das christliche »Reservoir« der Normen und Maßstäbe, aus dem der Redner schöpfe. Wieso aber entsteht kein Widerspruch zwischen Christentum und demokratischer Politik für die Nichtchristen? »Wieso sollte da ein Widerspruch sein? Den gab es vor hundert oder zweihundert Jahren mit Gewissheit. Inzwischen sind christliche Grundüberzeugungen jedoch Inhalt einer gemeinsamen säkularen Zivilreligion geworden, die unsere Demokratie grundiert.«





Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur an der Diskussion, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zum Thema des Artikels leisten möchten. Danke. Die Redaktion/vn
AUFHÖÖÖÖÖÖÖÖREN!!!!!
für diesen erzkonservativen Neoliberalen Joachim Gauck nervt nicht nur, sie wirkt mittlerweile richtig abstoßend.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke, die Redaktion/jz
....Der Untertitel ist doch schon ganz verheißungsvoll: "Was ist das Geheimnis von Joachim Gauck? Der Theologe..." Da ist viel möglich. Denken Sie an seinen Vorgänger! ;)
er hat sicherlich Freunde in der DDr gehabt die in mal bei sich Übernachten lassen haben und wo er keine Quittung mehr von Vorweisen kann oder auch nur eine Normalen Hotel Tagessatz getzahlt hat.
Warten wir mal ab wie langer er sich hält. Nun wird er erst mal besser als Herr zu Supergutenberg dargestellt. Und man hat eher gesehen das das Amt den Bundespräsidenten eher erfordert das man als Treuer Sklave der Bild Zeitung zur jederzeitigen verfügung stehen muss, oder sich sonst mit einer Absetzdiskusion auseinander setzen muss.
´Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/vn
Auch wenn ich kein Freund von Christian Wulff bin und den Amtsantritt von Herrn Gauck mit Hoffnung auf etwas mehr Geradlinigkeit erwarte: Die "Positiv"-Berichterstattung über Joachim Gauck ist das exakte Gegenteil der "Negativ"-Kampagne zu Herrn Wulff und lässt letztere nun in einem ganz anderen Licht erscheinen...
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Kommentaren an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/vn
Entfernt. Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Warum regen sich alle eigentlich auf? Vor Wulff gab es die Kampagne von Gauck dem "besseren Kandidaten", jetzt wurde mit dem "Freiheitspastor" nachgelegt.
Ich gehe jetzt erstmal Frohlocken.
so destruktiv kann der artikel nicht sein wenn er 52 empfehlungen hat. ich nehme an es ging um die lobhudelei seitens der presse und dem kann ich nur zustimmen.
der mann hat noch gar nix geleistet, spricht von freiheit wo keine ist aber man lobt ihn in höchsten tönen, dass es schon stinkt. JEDEN tag eine lobeshymne an den angehenden BP, das halten nur hohlköpfe aus.
sorry, aber das hat nix mit neutraler berichterstattung nichts mehr zu tun.
Entfernt. Kritik und Fragen können Sie gerne an community@zeit.de richten. Der Kommentarbereich soll der sachlichen Diskussion dienen. Die Redaktion/mak
AUFHÖÖÖÖÖÖÖÖREN!!!!!
für diesen erzkonservativen Neoliberalen Joachim Gauck nervt nicht nur, sie wirkt mittlerweile richtig abstoßend.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke, die Redaktion/jz
....Der Untertitel ist doch schon ganz verheißungsvoll: "Was ist das Geheimnis von Joachim Gauck? Der Theologe..." Da ist viel möglich. Denken Sie an seinen Vorgänger! ;)
er hat sicherlich Freunde in der DDr gehabt die in mal bei sich Übernachten lassen haben und wo er keine Quittung mehr von Vorweisen kann oder auch nur eine Normalen Hotel Tagessatz getzahlt hat.
Warten wir mal ab wie langer er sich hält. Nun wird er erst mal besser als Herr zu Supergutenberg dargestellt. Und man hat eher gesehen das das Amt den Bundespräsidenten eher erfordert das man als Treuer Sklave der Bild Zeitung zur jederzeitigen verfügung stehen muss, oder sich sonst mit einer Absetzdiskusion auseinander setzen muss.
´Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/vn
Auch wenn ich kein Freund von Christian Wulff bin und den Amtsantritt von Herrn Gauck mit Hoffnung auf etwas mehr Geradlinigkeit erwarte: Die "Positiv"-Berichterstattung über Joachim Gauck ist das exakte Gegenteil der "Negativ"-Kampagne zu Herrn Wulff und lässt letztere nun in einem ganz anderen Licht erscheinen...
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Kommentaren an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/vn
Entfernt. Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Warum regen sich alle eigentlich auf? Vor Wulff gab es die Kampagne von Gauck dem "besseren Kandidaten", jetzt wurde mit dem "Freiheitspastor" nachgelegt.
Ich gehe jetzt erstmal Frohlocken.
so destruktiv kann der artikel nicht sein wenn er 52 empfehlungen hat. ich nehme an es ging um die lobhudelei seitens der presse und dem kann ich nur zustimmen.
der mann hat noch gar nix geleistet, spricht von freiheit wo keine ist aber man lobt ihn in höchsten tönen, dass es schon stinkt. JEDEN tag eine lobeshymne an den angehenden BP, das halten nur hohlköpfe aus.
sorry, aber das hat nix mit neutraler berichterstattung nichts mehr zu tun.
Entfernt. Kritik und Fragen können Sie gerne an community@zeit.de richten. Der Kommentarbereich soll der sachlichen Diskussion dienen. Die Redaktion/mak
"Wir haben in Deutschland die Trennung von Kirche und Staat, aber nicht die Trennung von Religion und Politik – nur deren Unterscheidung. Die beiden Sphären haben sich ausdifferenziert, aber es gibt Zusammenhänge zwischen ihnen, und diese Zusammenhänge werden von den Menschen gelebt."
Jede Bürger bringt seine weltanschaulichen Vorstellungen in die Politik ein, deshalb ist es völlig unmöglich in einem freiheitlichen, demokratischen Staat zwischen Religion und Politik zu trennen, denn alles andere wäre weder mit Freiheit noch mit Demokratie zu vereinbaren.
bei diesen von Thierse postulierten "von Menschen gelebten Zusammenhängen"
Folgendes Paradebeispiel "gelebter Zusammenhänge" sollte uns jetzt aber mehr als nur aufhorchen lassen:
"Zeitungsberichten zufolge soll der Oberkirchenrat David Gill, ein Vertrauter Gaucks, das Bundespräsidialamt leiten. Der in der damaligen DDR geborene Gill war erster Pressesprecher der "Gauck-Behörde" zur Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen. Gill war selbst im Gespräch als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, als Nachfolger der Gauck-Erbin Marianne Birthler. Am Ende übernahm aber Roland Jahn den Chefposten der Behörde.
Gill ist zurzeit Stellvertreter des Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesregierung und der Europäischen Union. In diesem Amt ist er unter anderem für juristische Fragen des Staatskirchenrechts, des Europa-, Sozial- und Steuerrechts zuständig."
http://www.sueddeutsche.d...
Demnach scheint schon alles in trockenen Tüchern wie lange vorbereitet.
Nun stellt sich einem die höchst beunruhigende Frage, handelt es sich hier etwa wie bei Wulff um einen weiteren ominösen "siamesischen Zwilling".
Bis vor kurzem fand ich diesen Satire-Artikel vom 23.2.2012 noch lustig:
"Umbau von Schloss Bellevue zur Gauck II Behörde"
qpress.de/
1, Die Trennung von Staat und Kirche ist in Deutschland nur halbherzig realisiert. Oder wie sonst ist es erklärlich, dass der Staat die Mitgliedsbeiträge für die Kirchen durch seine Beamten einzieht?
2. Soweit die Trennung tatsächlich realisiert ist, muss sie immer wieder neu verteidigt werden (Aktivitäten von "ProReli" versuchten den status quo zu Gunsten der Kirchen zu verschieben).
3. Eine Trennung ist möglich: Ob man nun aus religiösen oder anderen Gründen beispielsweise gegen die Folter Partei ergreift, ist unbedeutend, da keine Interessenkollision vorliegt. Ich kenne durchaus religiöse Menschen, denen bewusst ist, dass der Staat Garant ihrer freien Religionsausübung ist, im Falle von Interessenkollisionen die Religion aber Privatsache ist. Zum Beispiel geht es niemanden an, ob der designierte Präsident noch verheiratet ist und mit wem. Wer Gauck hier angreift und dies als Politiker tut, der verwischt ohne Not die unerlässlichen Grenzziehungen zwischen Staat und Kirche.
bei diesen von Thierse postulierten "von Menschen gelebten Zusammenhängen"
Folgendes Paradebeispiel "gelebter Zusammenhänge" sollte uns jetzt aber mehr als nur aufhorchen lassen:
"Zeitungsberichten zufolge soll der Oberkirchenrat David Gill, ein Vertrauter Gaucks, das Bundespräsidialamt leiten. Der in der damaligen DDR geborene Gill war erster Pressesprecher der "Gauck-Behörde" zur Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen. Gill war selbst im Gespräch als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, als Nachfolger der Gauck-Erbin Marianne Birthler. Am Ende übernahm aber Roland Jahn den Chefposten der Behörde.
Gill ist zurzeit Stellvertreter des Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesregierung und der Europäischen Union. In diesem Amt ist er unter anderem für juristische Fragen des Staatskirchenrechts, des Europa-, Sozial- und Steuerrechts zuständig."
http://www.sueddeutsche.d...
Demnach scheint schon alles in trockenen Tüchern wie lange vorbereitet.
Nun stellt sich einem die höchst beunruhigende Frage, handelt es sich hier etwa wie bei Wulff um einen weiteren ominösen "siamesischen Zwilling".
Bis vor kurzem fand ich diesen Satire-Artikel vom 23.2.2012 noch lustig:
"Umbau von Schloss Bellevue zur Gauck II Behörde"
qpress.de/
1, Die Trennung von Staat und Kirche ist in Deutschland nur halbherzig realisiert. Oder wie sonst ist es erklärlich, dass der Staat die Mitgliedsbeiträge für die Kirchen durch seine Beamten einzieht?
2. Soweit die Trennung tatsächlich realisiert ist, muss sie immer wieder neu verteidigt werden (Aktivitäten von "ProReli" versuchten den status quo zu Gunsten der Kirchen zu verschieben).
3. Eine Trennung ist möglich: Ob man nun aus religiösen oder anderen Gründen beispielsweise gegen die Folter Partei ergreift, ist unbedeutend, da keine Interessenkollision vorliegt. Ich kenne durchaus religiöse Menschen, denen bewusst ist, dass der Staat Garant ihrer freien Religionsausübung ist, im Falle von Interessenkollisionen die Religion aber Privatsache ist. Zum Beispiel geht es niemanden an, ob der designierte Präsident noch verheiratet ist und mit wem. Wer Gauck hier angreift und dies als Politiker tut, der verwischt ohne Not die unerlässlichen Grenzziehungen zwischen Staat und Kirche.
Es wird langsam echt bizarr.
Ich kann mich nur gerade nicht entscheiden, ob es die Anzahl der Positivartikel des Sonntags oder doch eher die Anzahl der redigierten Kommentare ist.
Da hatten Autoren viel zu tun. Noch mehr allerdings die Moderatoren.
Ich kann mich nur gerade nicht entscheiden, ob es die Anzahl der Positivartikel des Sonntags oder doch eher die Anzahl der redigierten Kommentare ist.
Da hatten Autoren viel zu tun. Noch mehr allerdings die Moderatoren.
Schon die dritte Jubelarie heute über Gauck?!
Was ist nur mit der ZEIT los?
Ist das den Journalisten nicht peinlich?
Wenn ich nicht schon vorher Gauck-skeptisch gewesen wäre, würde ich spätestens jetzt damit anfangen ;)
Ja, diese Jubelarien, das Guttenberg-Interview: Mann kann nur noch staunen...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/au.
Ja, diese Jubelarien, das Guttenberg-Interview: Mann kann nur noch staunen...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/au.
dass Gauck als Kandidat eines vergangenen Kampfes nicht der zukunftsorientierte Politiker ist, den ich mir gewünscht hätte.
Allerdings ist dies jetzt ein so schöner Text von Finger, dass Gauck mir wieder ein Stück sympathischer geworden ist. Und da man inzwischen recht viele solcher glaubwürdigen Unterstützungsadressen liest, hoffe ich sehr, dass es doch eine gute Präsidentschaft wird und ich mit meiner Skepsis falschliege.
via ZEIT ONLINE plus App
....Heiden ist doch gut, dass: "Joachim Gauck überzeugt nicht nur Christen"
....Heiden ist doch gut, dass: "Joachim Gauck überzeugt nicht nur Christen"
“Beim vorausschauenden Lob auf Gauck kommt es dabei auch schon mal zu Kuriositäten. Nachdem die „Ostsee-Zeitung“ in Gauck’s Heimatstadt Rostock von ihren Lesern wissen wollte, ob man ihn für den richtigen Bundespräsidenten halte und dafür 73 % „NEIN“ kassierte, versuchte es der Sender MDR ebenfalls mit einem Stimmungsbild.
Als der Anteil der Gauck-Gegner jedoch rasant auf gar 77 % anstieg, reagierte man hektisch und nahm die komplette Umfrage raus. Als Begründung gab man an, dass man den Eindruck habe, bei dieser Internet-Umfrage sei durch Mehrfach-Klicks manipuliert worden. Nun kann man – wirklich eine echte Alternative! – beim MDR eine schönere Überschrift lesen: „Viel Zustimmung für Gauck aus Mitteldeutschland“…”
http://www.google.de/url?...
war das zwar nicht.
Eine solche
D gesamt
Neue Bundesländer
Rostock
wäre allerdings höchst interessant, um der Wahrheit über diesen Kandidaten näherzukommen, jedenfalls der Wahrheit über die Vergangenheit.
Ich denke aber, das Risiko sollte man nicht eingehen.
Vielleicht ist es sinnvoller, sich auf das zu konzentrieren, was die Zukunft bringt.
Jeder Mensch hat mehrere Gesichter. Entscheidend wird sein, welches er als Bundespräsident trägt.
dass entweder die Stasi oder E. Krenz gedaddelt hat!!!
In der DDR Aufgewachsene sind eben gegen Propaganda und versuchte Manipulationsversuche immun. Ich fühle mich immer mehr in alte Zeiten zurückversetzt: die Blockparteien wählen einstimmig den Kandidaten, den die regierende Partei vorgeschlagen hat. Und die Presse versucht dem Volk unterzujubeln, dass dieser Kandidat der einzig richtige ist.
"In eigener Sache
Kein Beleg für technische Manipulation des Gauck-Votings
Der MDR hat am 20.02.2012 bei MDR.DE ein Voting zum Thema "Ist Gauck der richtige für das Amt?" veranstaltet. Dieses Voting sollte ein Stimmungsbild vermitteln und hat sich in seinem Verlauf kurz vor 19.00 Uhr binnen kurzer Zeit in drastischer Weise verändert.
Wegen der Sorge, dass dies das Ergebnis einer Manipulation von außen sein könnte, hat sich die Online-Redaktion entschieden, das Voting vorsorglich aus dem Netz zu nehmen.
Der naheliegende Verdacht einer technischen Manipulation konnte inzwischen ausgeschlossen werden. Der MDR wird den Vorgang aber umfassend weiter untersuchen."
http://www.mdr.de/nachric...
Einfach lachhaft, diese Vorgehensweise.
war das zwar nicht.
Eine solche
D gesamt
Neue Bundesländer
Rostock
wäre allerdings höchst interessant, um der Wahrheit über diesen Kandidaten näherzukommen, jedenfalls der Wahrheit über die Vergangenheit.
Ich denke aber, das Risiko sollte man nicht eingehen.
Vielleicht ist es sinnvoller, sich auf das zu konzentrieren, was die Zukunft bringt.
Jeder Mensch hat mehrere Gesichter. Entscheidend wird sein, welches er als Bundespräsident trägt.
dass entweder die Stasi oder E. Krenz gedaddelt hat!!!
In der DDR Aufgewachsene sind eben gegen Propaganda und versuchte Manipulationsversuche immun. Ich fühle mich immer mehr in alte Zeiten zurückversetzt: die Blockparteien wählen einstimmig den Kandidaten, den die regierende Partei vorgeschlagen hat. Und die Presse versucht dem Volk unterzujubeln, dass dieser Kandidat der einzig richtige ist.
"In eigener Sache
Kein Beleg für technische Manipulation des Gauck-Votings
Der MDR hat am 20.02.2012 bei MDR.DE ein Voting zum Thema "Ist Gauck der richtige für das Amt?" veranstaltet. Dieses Voting sollte ein Stimmungsbild vermitteln und hat sich in seinem Verlauf kurz vor 19.00 Uhr binnen kurzer Zeit in drastischer Weise verändert.
Wegen der Sorge, dass dies das Ergebnis einer Manipulation von außen sein könnte, hat sich die Online-Redaktion entschieden, das Voting vorsorglich aus dem Netz zu nehmen.
Der naheliegende Verdacht einer technischen Manipulation konnte inzwischen ausgeschlossen werden. Der MDR wird den Vorgang aber umfassend weiter untersuchen."
http://www.mdr.de/nachric...
Einfach lachhaft, diese Vorgehensweise.
Zwischen Staat und Kirche, weshalb auch laut Grundgesetz Religionslehre an öffentlichen Schulen, bezahlt durch unsere Steuern, gelehrt durch autorisiertes Kirchenpersonal, stattfindet.
Wir haben Kreuze in Schulen und Gerichtssälen, wir haben den Spruch "So wahr mir Gott helfe".
Wenn dies alles und noch mehr wegfallen würde, dann glaubte ich daran, dass nur die Religion des Einzelnen in der Politik auftaucht und nicht die Kirchen und ihre jeweiligen Vertreter.
Aber auch sosnt lehne ich Religion als Triebfeder politischen Handelns ab. Das führt dazu, dass viele Politiker zB gegen das Bürgerrecht von Homosexuellen zu heiraten sind und ihnen sogar das Adoptionsrecht nehmen wollen. Diese Meinung beruht nicht auf Diskurs, Logik und Argumente, sondern auf etwas, an das man glaubt oder eben nicht, und deswegen nenne ich es willkürlich.
Einen so überzeugten Christen würde ich nur in sehr großen Ausnahmefällen in ein politisches Amt wählen, nämlich dann wenn er seine Standpunkte unabhängig seines Glaubens darlegt.
"Es gibt keine Trennung zwischen Staat und Kirche"
Doch gibt es, was es in Deutschland nicht gibt ist ein Laizismus, der versucht die Kirche aus dem öffentlichen Leben zu drängen. In Deutschland sind Kirche und Staat getrennt, dürfen aber zusammenarbeiten. Deshalb gibt es Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, was bspw. dazu geführt hat, das bei uns der überwiegende Teil der Schüler staatliche Schulen besucht und nicht wie im laizistischen Frankreich ca. 30% der Schüler auf katholische Privatschulen gehen.
"Wenn dies alles und noch mehr wegfallen würde, dann glaubte ich daran, dass nur die Religion des Einzelnen in der Politik auftaucht und nicht die Kirchen und ihre jeweiligen Vertreter."
Es ist doch völlig normal das Vertreter großer Organisationen in der Politik auftauchen. Und Gauck ist noch nicht mal einer, er arbeitet schon seit langer Zeit nicht mehr für die Kirche und hatte dort auch nie eine besonders herausragende Stellung.
"Es gibt keine Trennung zwischen Staat und Kirche"
Doch gibt es, was es in Deutschland nicht gibt ist ein Laizismus, der versucht die Kirche aus dem öffentlichen Leben zu drängen. In Deutschland sind Kirche und Staat getrennt, dürfen aber zusammenarbeiten. Deshalb gibt es Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, was bspw. dazu geführt hat, das bei uns der überwiegende Teil der Schüler staatliche Schulen besucht und nicht wie im laizistischen Frankreich ca. 30% der Schüler auf katholische Privatschulen gehen.
"Wenn dies alles und noch mehr wegfallen würde, dann glaubte ich daran, dass nur die Religion des Einzelnen in der Politik auftaucht und nicht die Kirchen und ihre jeweiligen Vertreter."
Es ist doch völlig normal das Vertreter großer Organisationen in der Politik auftauchen. Und Gauck ist noch nicht mal einer, er arbeitet schon seit langer Zeit nicht mehr für die Kirche und hatte dort auch nie eine besonders herausragende Stellung.
Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf einzelne dieser Seiten nicht verlinken möchten. Bitte beteiligen Sie sich nur an der Diskussion, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zum Thema des Artikels leisten möchten. Danke. Die Redaktion/vn
Lassen Sie uns unsere rosarote Brille !
Zerstören Sie die Träume nicht !
SPIELVERDERBER !!
Entfernt. Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zu Moderationsentscheidungen können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Anmerkungen zu Moderationsentscheidungen können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Und daraus schließt er messerschaft, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Wir haben Ihren Hinweis zur Kenntnis genommen, möchten Sie aber bitten, zum Artikelthema zurückzukehren. Fragen oder Kritik zur Moderation können Sie jederzeit an community@zeit.de richten. Danke, die Redaktion/fk.
Entfernt, siehe oben. Die Redaktion/fk
Lassen Sie uns unsere rosarote Brille !
Zerstören Sie die Träume nicht !
SPIELVERDERBER !!
Entfernt. Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zu Moderationsentscheidungen können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Anmerkungen zu Moderationsentscheidungen können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
Und daraus schließt er messerschaft, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Wir haben Ihren Hinweis zur Kenntnis genommen, möchten Sie aber bitten, zum Artikelthema zurückzukehren. Fragen oder Kritik zur Moderation können Sie jederzeit an community@zeit.de richten. Danke, die Redaktion/fk.
Entfernt, siehe oben. Die Redaktion/fk
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren