Stimmt's?Können Frauen schlechter einparken als Männer?

...fragt Holger Gutt aus Köln. von 

Das Stereotyp hat es auf Buchtitel geschafft: Frauen haben angeblich Schwierigkeiten, ein Auto sauber in eine Parklücke zu manövrieren. Nun ist der Mythos genauer untersucht worden . Nicht von der Wissenschaft, sondern von einer britischen Firma, die insgesamt 700 Parkplätze betreibt.

Man beobachtete während eines Monats 2.500 Chauffeure beiderlei Geschlechts beim Einparken und vergab Punkte in sieben Disziplinen: von der angemessenen Geschwindigkeit bei der Parkplatzsuche über das korrekte Vorwärts- und Rückwärtseinparken und die saubere Endposition bis zur Gesamtdauer des Parkvorgangs. In fünf der sieben Disziplinen waren die Frauen den Männern überlegen. In der Gesamtnote erreichten die Frauen durchschnittlich 13,4 von 20 möglichen Punkten, die Männer 12,3.

Anzeige

Die Männer brausten in der Regel zu schnell über den Parkplatz und übersahen so manche Lücke, sie postierten das Auto vor dem Einparken nicht sauber und kamen entsprechend schlampig zum Stehen. Lediglich in zwei Kategorien waren sie den Frauen überlegen: Sie beherrschten das leichte Vorwärtseinparken besser, und insgesamt waren sie fünf Sekunden schneller. Fazit der Studie: Männer parken quick and dirty, Frauen dagegen überlegt und präzise.

Stimmt's?

Für weitere Artikel zur Serie "Stimmt's?" klicken Sie auf dieses Bild  |  © Jeff J. Mitchell/Getty Images

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oderstimmts@zeit.de. Das "Stimmt’s?"-Archiv:www.zeit.de/stimmts

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unterwww.zeit.de/audio

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Zu irgendetwas mussten die 5 Millionen Kameras ja nützlich sein, die die britische Öffentlichkeit auf Schritt und Tritt überwachen. Für die Verbrechensbekämpfung haben sie sich ja bereits als ungeeignet erwiesen.

  2. diese Studie in irgendeiner Form hierher schaffen würde, war eine Frage der Zeit *Huch, ein Wortspiel* .

    Allerdings bin ich froh, dass sich Herr Drösser, anders als das stichelnde Spiegel Online, in seiner Analyse der Aussagekraft der Studie angemessen nähert.

    Diese antwortet eben (auch wenn sie es vorhatte) NICHT auf die Frage, ob Männer oder Frauen besser einparken KÖNNEN - sondern gibt lediglich Aufschluss über das Verhalten in Parkhäusern.

    Eine Leserempfehlung
    • hermie9
    • 26. Februar 2012 19:44 Uhr

    Zur Verbrechensbekämpfung sind sie auch nicht da, aber sie sind eben sehr brauchbar um die Täter hinterher zu fassen durch ihre Aufnahmen. Ist doch auch nicht schlecht, oder?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • 15thMD
    • 27. Februar 2012 18:19 Uhr

    Es werden auch nicht mehr verbrecher geschnappt. Vielleicht ein paar Ladendiebe, aber das ist nicht der Grund für CCTV Kameras auf öffentlichen Plätzen.
    Die schweren Verbrechen verlagern sich von Plätzen mit Kamera zu Plätzen ohne Kamera. Die Aufklärungsquote ist nicht gestiegen und die Zahl der Verbrechen nicht nennenswert und überdurchschnittlich gesunken.

  3. Denn er unterlässt es, die Studie zu hinterfragen, d.h. die ZEIT hätte auf die Frage, wer besser einparkt, mit der Gegenfrage, was gutes Einparken ist, antworten sollen. Im zitierten Artikel gibt es z.B. den Kritikpunkt, dass zentrales Einparken für die Studie sehr wichtig war: "But James May, the Top Gear presenter, last night challenged the criteria of the study, saying that parking in the centre of a bay was not always the best policy - especially if a neighbouring car was parked too close to the dividing lines.

    “You have to take into consideration the cars parked next to you – you ought to be judged on how central you are to them," he told The Daily Telegraph."
    Auch wurde kein Link zur Studie gegeben (Presseerklärung: http://www.ncp.co.uk/docu...). Und schon die Sprache der Presseerklärung ("Unfortunately for the boys, it was this final position that was given the heaviest weighting in the coefficient" - neben der immer willkürlichen Frage der Gewichtung werden Männer hier als "boys" bezeichnet) legt nahe, dass die Studie wahrscheinlich eher PR erzeugen sollte.

  4. Die "Untersucher" hatten wahrscheinlich so-wie-so weder die Möglichkeit alles gut zu sehen (von Kameras aus kann man das nicht einschätzen), noch die Fähigkeit alles gut nachzukalkulieren, sie waren jakeine WissenschaftlerInnen, sondern "nur' WächterInnen.
    Jedoch interessant das solches inhaltsloses PC Geschwamm oft die "Zeit" erreicht.
    Wenn sich bald herausstellen wurde das Mämmer im allgemeinen -und gegen alle allgemeine Pauschalvorstellungen- sich viel solidarischer verhalten als Frauen, wird das wahrscheinlich NIE in der "Zeit" publiziert werden.

  5. In Zeiten von Feminismus und Gender-Mainstreaming wird keine "Studie" ausgelassen um die Überlegenheit der Frauen gegenüber den minderwertigen Halbaffen (Männer) zu "beweisen". Dass die ZEIT natürlich mit auf den Zug springt dürfte dabei nicht überraschen, wo doch der Feminismus Leitideologie der Zeitschrift ist.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ach herrje, jeder hört das was er will?! Vllt sollte man den Artikel nochmal richtig lesen, nähmlich mit nem Augenzwinkern. Oder ist der Gedanke so schlimm, dass man dem "Weibe" nicht in jedem belange überlegen sei?

    lg

  6. Ach herrje, jeder hört das was er will?! Vllt sollte man den Artikel nochmal richtig lesen, nähmlich mit nem Augenzwinkern. Oder ist der Gedanke so schlimm, dass man dem "Weibe" nicht in jedem belange überlegen sei?

    lg

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Als Mann sollte man sich tatsächlich mal damit abfinden, dass man dem Weibe nicht in allem überlegen ist...wenn auch doch grundliegend in der psychischen Härte. Letzteres ist ganz bestimmt der Fall - schließlich halten es die Medien seit 20 Jahren scheinbar nur für zumutbar, jene "Studien" massenhaft zur Unterhaltung zu posten, deren Ergebnisse am männlichen Ego kratzen könnten.

    • Olyom
    • 27. Februar 2012 5:25 Uhr

    Das Problem des Feminismus dieser Zeit ist, dass er will, dass Frauen alles können (und zwar alle Frauen, individuelle Unterschiede der Menschen werden ja genauso zertreten wie beim Sexismus), aber Männer natrlich nicht alles können, was Frauen können.

    Er ist eben genauso sexistisch. Das ergiebt sich allein schon durch die beständig und nicht mal hinterfragte Verwendung von Statistiken, die ja quasi den Hauptzweck haben, das Individuum zu ignorieren.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen und belegen Sie Tatsachenbehauptungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/ag

    warum wir das andere Geschlecht nicht als Mensch gelten lassen wollen, sondern immer wieder andere Überlegenheiten finden wollen/sollen. Ich kenne sowohl Männer als auch Frauen,die gut oder schlecht Autofahren. Wahrscheinlich steckt in uns immer noch keine wahre Demokratie, sondern ein tiefgehender "Monarchismus".:-D

  7. Als Mann sollte man sich tatsächlich mal damit abfinden, dass man dem Weibe nicht in allem überlegen ist...wenn auch doch grundliegend in der psychischen Härte. Letzteres ist ganz bestimmt der Fall - schließlich halten es die Medien seit 20 Jahren scheinbar nur für zumutbar, jene "Studien" massenhaft zur Unterhaltung zu posten, deren Ergebnisse am männlichen Ego kratzen könnten.

    Antwort auf "warum so verbittert?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sich als Mensch unter Menschen begreifen- weder als Mann über den Frauen, noch als dagegen aufbegehrende Frau.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Serie Stimmt's?
  • Schlagworte Wissenschaft | Archiv | Auto | Studie | Hamburg | Köln
Service