Maserati GranCabrio Sport: Paar auf Probe
Matthias Kalle fährt den Maserati GranCabrio Sport
© Maserati

Maserati GranCabrio Sport
So ähnlich begannen in den achtziger Jahren amerikanische Teenagerkomödien, die ja im besten Fall große Coming-of-Age-Dramen waren: Ein Junge setzt sich in ein verdammt teures Auto, es gehört dem Vater des Jungen, vielleicht auch dem Vater des Freundes oder des Mädchens, in das der Junge verliebt ist. Der anfängliche Respekt des Jungen weicht langsam einem etwas dümmlichen Grinsen. »Ich sitze in einem Maserati. Ich. In einem Maserati. Hihi.« Und so, wie ein Junge das erste Mal mit einem Mädchen fummelt, befummelt er das Auto: das Lenkrad, die Armaturen, den Sitz. Er streichelt sanft die Mittelkonsole und schließt die Augen.
Als ich die Augen wieder öffnete, drehte ich die Zündschlüssel herum, denn schließlich bin ich kein Junge mehr, sondern ein Mann, ein Mann, der seit 18 Jahren unfallfrei auf deutschen Straßen unterwegs ist, ein Mann, der Angst nicht kennt. Bis ich dieses Geräusch hörte, das Röhren des Maserati, das ich früher krass gefunden hätte und heute ein bisschen asozial finde. Ich setzte mir meine Sonnenbrille auf, im Radio des Maserati lief der Hit von Deichkind Leider geil. Der Maserati – so viel stellte ich bereits nach wenigen Metern fest – ist kein Stadtauto. Er ist für Fahrten durch Tempo-30-Zonen nicht geeignet. Auf schmalen Straßen fühlt er sich wie ein eingesperrtes Raubtier. An roten Ampeln wirkt er hilflos. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass das Auto von mir verlangte, ich solle ruhig mal die Straßenverkehrsordnung vergessen. Ich verstand: Das Auto und ich, wir mussten raus aus der Stadt, raus aus Berlin. Aufs Land. Auf die Autobahn.
Es lag an mir, dass es nicht dazu kam. Ich fuhr in Richtung Autobahn und stellte fest, dass die Auffahrt gesperrt war, also hielt ich mich an die Umleitung. Der Autobahnabschnitt, auf dem ich dann landete, war aber eine einzige Baustelle, ein Ausfahren des Wagens war nicht möglich, ich juckelte mit 60 Kilometern pro Stunde dahin und nahm die nächste Abfahrt nach Hause.
Am anderen Tag wollte ich das Verdeck öffnen, da begann es zu schneien, also fuhr ich einfach so durch den Stadtverkehr und fühlte mich dabei wie ein Junge, der bei dem Mädchen, das er begehrt, nicht zum Zuge kommt. Nach einer Woche trennten wir uns. »Und? Wie war’s?«, fragten mich die Kollegen. »Das Auto ist toll«, sagte ich, »aber wir passen einfach nicht zusammen.«
Technische Daten
Motorbauart: 8-Zylinder-Benzinmotor
Leistung: 331 kW (450 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 5,2 s
Höchstgeschwindigkeit: 285 km/h
CO2-Emission: 337 g/km
Durchschnittsverbrauch: 14,5 Liter
Basispreis: 138.720 Euro
Matthias Kalle ist stellvertretender Chefredakteur des ZEITmagazins











...sollte man es besser vorbereiten und nicht mit einem Maserati in Berlin rumzuckeln, wo die U-Bahn das bessere Verkehrsmittel ist.
Also:
Zunächst mal ein sonniges Wochenende aussuchen. Dann die neue junge blonde Redaktionsassistentin fragen, ob sie frei hat. Buchen Sie ein lauschiges Landhotel, das über Autobahn und kurvenreiche Landstraßen zu erreichen ist.
Wenn Sie dann am Montag wieder im Büro sind, lassen Sie sich von Ihrer linksgrünen Latzhosenkollegin aus der Abteilung Öko einen Zitronensaft spendieren, damit Sie das selige Grinsen endlich loswerden.... Viel Spaß!
Die Zeit, 18.11.2010
"Thomas E. Schmidt fährt das Maserati Gran Cabrio"
Technische Daten
Motorbauart: 8-Zylinder-Benzinmotor
Leistung: 323 kW (440 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 5,4 s
Höchstgeschwindigkeit: 283 km/h
CO2-Emission: 354 g/km
Durchschnittsverbrauch: 15,2 Liter
Basispreis: 132.770 Euro
Fazit:
Es heißt jetzt "Sport",
hat 10 PS mehr,
beschleunigt 0,2 s schneller auf 100,
ist 2 km/h schneller,
verbraucht (angeblich) 0,7 l weniger
[haben die Tester der Zeit das tatsächlich selbst getestet und errechnet?]
und kostet 5.950,00 EUR mehr.
Weiter so, Maserati! Dann warten wir noch Jahrzehnte auf das erste GranCabrio "E" - dessen "Köfferchenraum" dann wahrscheinlich ganz von den Akkus verdrängt würde.
Es gibt in Deutschland übrigens keinen Kaufzwang, also warten Sie doch, bis ein Tesla etc. das Gesamtpaket (Design, Funktion, Reichweite etc.) anbietet. Ich würde was Sparsamkeit angeht dann in diesem Segment auch einen Porsche vorziehen, was dort an Verbrauch und Effizienz möglich ist beweist der neue Boxster (der natürlich nicht in diesem Sportwagen Segment spielt..)
Zudem: Wie viele Maserati fahren denn auf Deutschlands Straßen? Sicher macht Sparen Sinn, aber mal ehrlich, es folgen sicher bald hier die "Reichen-" und "Sportwagen-" Bashing Kommentare, von Leuten, die Ihren neuen Holzofen vom Baumarkt ohne Filter befeuern und sich dann wundern, dass der Feinstaub in dt. Städten nicht abnimmt (man siehe neuste Studien hierzu..).
Was haben Sie in Ihrem Früchtetee gehabt, was für ein Kofferchenraum, was für "E" ?
Vielleicht künftig einfach reine Kamille?
Es gibt in Deutschland übrigens keinen Kaufzwang, also warten Sie doch, bis ein Tesla etc. das Gesamtpaket (Design, Funktion, Reichweite etc.) anbietet. Ich würde was Sparsamkeit angeht dann in diesem Segment auch einen Porsche vorziehen, was dort an Verbrauch und Effizienz möglich ist beweist der neue Boxster (der natürlich nicht in diesem Sportwagen Segment spielt..)
Zudem: Wie viele Maserati fahren denn auf Deutschlands Straßen? Sicher macht Sparen Sinn, aber mal ehrlich, es folgen sicher bald hier die "Reichen-" und "Sportwagen-" Bashing Kommentare, von Leuten, die Ihren neuen Holzofen vom Baumarkt ohne Filter befeuern und sich dann wundern, dass der Feinstaub in dt. Städten nicht abnimmt (man siehe neuste Studien hierzu..).
Was haben Sie in Ihrem Früchtetee gehabt, was für ein Kofferchenraum, was für "E" ?
Vielleicht künftig einfach reine Kamille?
Was für ein Design...
die Qualität eines Maserati kommt wohl leider nicht an die eines Porsche, Mercedes SLS oder Aston heran, aber die Formen sind wundervoll, auch als Cabrio überzeugt dieses Fahrzeug vollends.
Dem Autor hätte man ein paar schöne Landstraßen gegönnt, dieses leichte "das Auto passt nicht in die Stadt", ist sinnlos an roten Ampeln etc. ist natürlich ein wenig Klischee-Grundstimmung beim ZEIT-Autotest, Ich biete ja immer noch den Leser-Autotest an ;-)
Auf sowas kommts doch bei so einem Fahrzeug eh gar nicht an. Qualität hin oder her. Fragen Sie mich mal ob Porsche Panamera oder Maserati Quattroporte :-)
Der Gran Sport gehört zwar nicht so zu meinen Favoriten, aber ich nehm Form jedes mal vor "Qualität". Außerdem glaube ich, dass der Quattroporte gar nicht übel verarbeitet ist. Wer hat 114000 Euro für mich? :-)
Auf sowas kommts doch bei so einem Fahrzeug eh gar nicht an. Qualität hin oder her. Fragen Sie mich mal ob Porsche Panamera oder Maserati Quattroporte :-)
Der Gran Sport gehört zwar nicht so zu meinen Favoriten, aber ich nehm Form jedes mal vor "Qualität". Außerdem glaube ich, dass der Quattroporte gar nicht übel verarbeitet ist. Wer hat 114000 Euro für mich? :-)
Es gibt in Deutschland übrigens keinen Kaufzwang, also warten Sie doch, bis ein Tesla etc. das Gesamtpaket (Design, Funktion, Reichweite etc.) anbietet. Ich würde was Sparsamkeit angeht dann in diesem Segment auch einen Porsche vorziehen, was dort an Verbrauch und Effizienz möglich ist beweist der neue Boxster (der natürlich nicht in diesem Sportwagen Segment spielt..)
Zudem: Wie viele Maserati fahren denn auf Deutschlands Straßen? Sicher macht Sparen Sinn, aber mal ehrlich, es folgen sicher bald hier die "Reichen-" und "Sportwagen-" Bashing Kommentare, von Leuten, die Ihren neuen Holzofen vom Baumarkt ohne Filter befeuern und sich dann wundern, dass der Feinstaub in dt. Städten nicht abnimmt (man siehe neuste Studien hierzu..).
In 14 Tagen habe ich für drei Tage ein solches Auto, dann plane ich etwas damit. Und wenn es ein Sehrkurztrip in mildere Gefilde ist. Für gewöhnlich beträgt die Verweildauer von Testwagen bei Redaktionen zwei Wochen; aber wenn ein Maserati kommt, will wohl jeder mal. Dann sollte die Chefredaktion allerdings festsetzen: Wer darüber schreibt, kriegt ihn mindestens eine Woche – aber wo nichts darüber geschrieben wird, kann man eben auch niemanden dafür "belohnen".
... latürnich ;-)
... latürnich ;-)
... latürnich ;-)
Auf sowas kommts doch bei so einem Fahrzeug eh gar nicht an. Qualität hin oder her. Fragen Sie mich mal ob Porsche Panamera oder Maserati Quattroporte :-)
Der Gran Sport gehört zwar nicht so zu meinen Favoriten, aber ich nehm Form jedes mal vor "Qualität". Außerdem glaube ich, dass der Quattroporte gar nicht übel verarbeitet ist. Wer hat 114000 Euro für mich? :-)
Geiles rassiges Auto mit passender Farbe....
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