Gesellschaftskritik: Über Veränderungen
Stell dir vor, dein Freund wird Bundespräsident, und du musst nach Berlin. Dies ist jetzt einer 52-jährigen Hessin namens Daniela Schadt widerfahren, Ressortleiterin bei der Nürnberger Zeitung , einer Frau, die vor zwölf Jahren bei einem Vortrag den braven Behördenleiter Joachim kennengelernt hat und sich nun über Nacht in der Situation wiederfindet, Deutschlands First Lady zu sein. Was wie ein menschenverachtendes neues Reality-Format von Endemol klingt, ist für die heitere Hessin Realität; erschwerend kommt hinzu, dass aus ihrer Fernbeziehung über Nacht eine Lebensgemeinschaft wird. Eine große Herausforderung, sagen Paarberater. Wichtig sei es deshalb, Freiräume zu pflegen, alleine auszugehen, sich Hobbys und Freunde bewahren. Damit aus der heiteren Hessin keine schluchzende Schlossherrin wird, haben wir einige Tipps zusammengestellt:
Gleich um die Ecke von Ihrem neuen Zuhause gibt es zum Beispiel das Café Buchwald, ein ganz süßes Oma-Café im Fünfziger-Jahre-Dekor, wo man sehr gut alleine sitzen kann. Ebenso nah und sogar mit Anklängen an die alte Heimat: der Zollpackhof. Bayerisch-gemütlich, nur bei der Rechnung sollte man die Augen aufmachen: Das Lokal gehört Benjamin Groenewold, dem Bruder von David. Wir sagen’s nur. Und wo auch immer Sie sitzen: Der Typ am Nebentisch mit dem gegelten Haar ist normalerweise Kai Diekmann von Bild .
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Es heißt, die Privatwohnung Ihres Mannes sei in Schöneberg. Gute Wahl! Wenn Sie mal so richtig Abstand brauchen, empfiehlt sich hier das sogenannte Bermudadreieck. Dass die Kneipen mit der Regenbogenfahne nichts mit Völkerverständigung zu tun haben, muss man Ihnen als Frau von Welt nicht erzählen. Schließlich stehen Sie – wie Ihre Vorgängerin – für ein modernes, offenes Deutschland. Berufstätig können Sie trotzdem nicht bleiben, deshalb brauchen Sie ein Hobby, eine Aufgabe, eine Schirmherrschaft. Aber welches Leiden? Vorsicht vor Burn-out! Gerade noch die heißeste Krankheit, ist es jetzt zur Journalistenselbstgeißelungskrankheit geworden, ein Thema, an dem Journalisten sich beweisen, dass sie die Mechanismen der Medienwelt durchschauen – in diesem Fall das Hochjazzen von Null-Themen. Vielleicht denken Sie mal über das Asperger-Syndrom nach. Die Hauptfigur in Jonathan Safran Foers Buch hat es, Princess Kate besuchte gerade eine Therapiegruppe. Und wenn Sie doch mal Heimweh haben: Einsteigen, vor allem bei den überfüllten Zügen in Richtung Nürnberg, immerimmerimmer am Ostbahnhof, wo es noch Sitzplätze gibt.






Entfernt. Bitte tragen Sie sachlich zum Thema des Artikels bei. Die Redaktion/mak
Hiermit ist das Niveau auch dieser Zeitung ins bodenlose gesunken. Depression und Burn-Out sind also Null-Themen, die man nicht ernst nehmen muss. Danke, alle an Depression erkrankten werden das sicherlich verstehen und genauso sehen. Warum setzen Sie, Frau Faller, sich nicht gleich für die Entlastung der Krankenkassen ein, die nach wie vor Antidepressiva bezahlen müssen, obwohl das Null-Thema längst durch ist?
Modern ist also Autismus, danke für den Tipp. Über dieses Thema habe ich auch Ihren Artikel entdeckt. Der Schlouss dieses Artikels ist nämlich ein dreister Schlag ins Gesicht aller hochfunktionalen Autisten, der bereits lebhaft diskutiert wird. Zum Beispiel dort, mit ienem Link spare ich mir Wiederholungen:
http://aspies.de/forum/in...
Randgruppenbeleidigung scheint zur neuen Mode zu werden. Mehr davon! Bis niemand mehr die ZEIT ONLINE liest, weil jeder zu irgendeiner Randgruppe gehört. Hetzen Sie weiter gegen Behinderte und Kranke, wenn Sie das für die deutsche Kultur halten.
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